Beiträge von Saccard

    Die These daß Geld durch Schulden gedeckt ist ist genau richtig. Deswegen erleben wir keine Hyperinflation, ja können sogar gar keine Hyperinflation erleben wie 1923. Damals wurde einfach BARGELD gedruckt, ohne irgendeine Deckung. Die Geldmenge ist im Verhältnis zu den Preisen sogar GESUNKEN, trotzdem sind die Preise weitergestiegen. Mit der Argumentation, daß ja zuwenig Geld für die höheren Preise da wäre wurde einfach fröhlich weitergedruckt.


    Heute geht das so nicht, denn immer wenn man die Geldmenge erhöhen will, muß jemand Schulden aufnehmen. In Deutschland ist das schon jetzt nicht mehr der Fall, außer Immo-Krediten gibt es praktisch keine private Neuverschuldung mehr. Kein Wunder, die Leute sind entweder zu alt, haben zuviel angespart oder sind zwar jung aber kreditunwürdig.


    Das Dilemma: früher oder später MUSS es eine Inflation geben, damit die Renten udn Pensionen weitergezahlt werden können (übrigens ein reines Kettenbriefsystem deren Empfänger schlimmer als die Hartz IV Klienten sind da sie die Meinung vertreten, sie hätten einen "Anspruch" auf das Geld, obwohl schon jetzt 1/3 der Rentenzahlungen aus Steuern bezahlt werden. Um kostendeckend zu arbeiten müßten die Rentenbeiträge derzeit bei 30% und 2030 bei 60% liegen statt jetzt ca. 20%).
    Wie also neues Geld erzeugen? Als einziger Schuldner wird wohl der Staat einspringen, solange das nicht passiert gibt's auch keine Hyperinflation. Alle Reformen wirken nur deflationär.


    Aber dieses Problem werden wir ohnehin nicht mehr erleben. Japan hat ein demographisches Problem, steht unter den Industriestaaten aber noch am besten da. Wir haben kein demagraphisches Problem, weil zuvor schon die Falle der Überfremdung zuschnappen wird. Schon jetzt sind in Frankreich mehr als 50% der Neugeborenen Muslime. 2039 wird es - bei sofortigem Stop der Einwanderung - mehr Zugewanderte als einheimische Dänen geben. Eigentlich kein Problem, würde nicht jeder Zuwanderer pro Kopf und pro Jahr 2000 Euro kosten. Die qualifizierten Zuwanderer sind leider eher in Großbritannien, USA, Kanada und Australien zu finden.


    Gruß
    S.

    bob,


    da widerspreche ich dir, Newmont kann organisch besser wachsen als die meisten kleinen Klitschen, weil nicht nur absolut sondern auch relativ zur Größe wesentlich mehr Explorationsgebiete vorhanden sind. Peru ist natürlich wegen Yanacocha ein Problem, ansonsten steht Newmont aber ziemlich gut da was politisches Risiko betrifft (mal angenommen man mag die USA was wieder ein anderes thema ist).


    Wenn man per Übernahmen wachsen will, gilt die Cisco-Strategie: teure Bewertung erzielen und niedriger bewertete Firmen übernehmen. Die höhere Bewertung überträgt sich auf die neuen Unternehmensbestandteile und der Aktienkurs wächst überproportional. Usw. usw.


    Irgendwann werden wir die Gold-Cisco sehen. Die majors werden es nicht sein, weil die nur gute Weltklasse assets haben wollen. Es wird ein Wert sein, der auch 50000 oder 100000 oz pro Jahr Minen aufkauft. Und natürlich wird das ganze wohl von ziemlich zwielichtigem Management begleitet werden.


    Kleinere Werte mit Minen in Kanada, Australien und Nevada, vielleicht noch Mexiko, sind natürlich in Punkto politischem Risiko ebenfalls sehr sicher und somit evtl. eine Alternative.


    Gruß
    S.

    "auch ich würde Newmont sofort wieder verkaufen, ein Titel mit derart
    hohem KGV und wenig Phantasie, da schlicht und ergreifend viel zu
    groß (Marktkapitalisierung) wird Dir wenig Freude bereiten."


    Newmont hat dafür aber auch entsprechende Reserven und entsprechende Produktion.


    24 Mrd. US$ market cap, davon gehen ca. 4 Mrd. auf das royalty business zurück, also 20 Mrd. verglichen mit anderen Gesellschaften. Gut 90 mio ozs Reserven, macht also ca. $220/reserve oz. 7.2 mio ozs Produktion, $2800/oz Produktion.


    Jetzt vergleichen wir mal mit Semafo, einem der günstigsten junior producer überhaupt. Was Newmont an Schulden und goodwill Problemen hat, ist bei Semafo das Hedging.


    Market cap von Semafo $285 mio bei 133000 ozs Produktion und ca. 2 mio ozs Reserven bei höheren Produktionskosten. Das macht $142/reserve oz und $2150 pro produzierter Unze.


    Nicht viel billiger, dafür nimmt man als Produktionsgebiete statt Kanada, Nevada und Australien eben Burkina Faso und co in Kauf. Ob sich das lohnt?


    Wir dürfen nicht vergessen, daß die Minen erst seit Anfang 2003 (seit dem Irakkrieg) so richtig abgehoben haben - genau wie "Standardaktien". Eine gewisse Korrelation zum normalen Aktienmarkt ist also vorhanden und dort haben wir eine small-cap Blase, das heißt nichts anderes als daß wir tendenziell bei den Minen auch eine small-cap Blase haben könnten.


    Investitionen in Newmont sind daher wirklich interessant. Das jüngste Hoch von $60 entspricht dabei dem alten ATH, so daß wir vermutlich einige Zeit brauchen dürften bis wir da drüber gehen. Das worst case Szenario wäre eine Aktienbaisse von mehreren Jahren unter teilnahme der Minen im ersten Jahr, der XAU könnte dann knapp unter 100 fallen. Newmont Kurse evtl. $40. Wenn's dann beim nächsten mal über $60 geht sehen wir min. $100/110 binnen 4 Jahren. Bei geschicktem Timing und etwas Glück sind also selbst mit Schwergewicht Newmont 30% pro Jahr drin.


    Man darf auch nicht vergessen, daß ab 2008 alle Speku-Einkommen voll zu versteuern sind, auch wenn mehr als 1 Jahr gehalten. Alles was vor 2008 gekauft wurde soll mit pauschal 10% versteuert werden. Die richtige Strategie ist also, jetzt ein langfristiges Depot aufzubauen und dann über 5 oder 10 Jahre (am besten bis zur Ende der Goldhausse) zu halten.
    Lange Zeit habe ich Avocet Mining gehalten. Nachteile da die gegen ein langfristiges Halten sprechen (stellvertretend für alle kleineren Werte):
    -unsichere Abbaugebiete
    -illiquide (3.6% spread zwischen bid/ask)
    -hedging
    -wenige produzierende Minen (Diversifikation innerhalb der Gesellschaft)
    -keine Weltklasse assets (hohe Produktionskosten, niedrige oder inkonsistente grades, vernünftige Abbaukosten nur über Tricks erzielbar)


    Alle diese Probleme hat man mit Newmont schonmal nicht, außerdem gibt's mit Pierre Lassonde den m.E. besten Manager in dem Geschäft überhaupt dazu. Wer die Minen liebt so wie ich kommt früher oder später sowieso immer zu den großen Werten zurück.


    Also alles in allem eigentlich eine sehr gute Idee jetzt Newmont zu kaufen. Es kann natürlich noch weiter runter gehen, aber das kann niemand vorhersehen und die meisten anderen Werte werden viel viel stärker getroffen werden als Newmont. Schade daß hier im Forum kein Lob für die gute Idee kam.


    Gruß
    S.

    Hab die alten intraday highs nicht genau im Kopf, scheint aber so als ob der Euro auf einem neuen Hoch ist. Damit wäre ein weiteres Upleg beim Gold durchaus möglich.


    EM, Rohstoff und Goldinvestoren haben vermutlich alles nur gegen Euro verkauft.


    Gruß
    S.

    M.E. haben wir eine echte Spekulationsblase bei den Metallen. U.U. dauert es 5 Jahre oder länger bis die Hochs wieder erreicht sind.


    Jederman spekuliert in Rohstoffen und der physische Markt bricht einfach weg, siehe Kupferrohre.


    Ich rate jedem Goldbug sich auf die Jahre 2000-2002 zurückzubesinnen und auf die Gründe warum wir damals Gold und Minen gekauft haben.


    Gold ist kein Rohstoff und erlebt nur eine kurzfristige Korrektur. 50 bis 100% vs. Rohstoffe sind locker drin in den nächsten zwei Jahren, wahrscheinlich eher noch mehr.


    Bei den Minen dann allerdings mit neuen Favoriten. Alle Basismetallproduzenten sollte man daher abstoßen. Gilt m.E. auch für Goldcorp jetzt mit dem hohen Kupferanteil. Agnico, Northgate usw. sowieso.


    Was man braucht sind also die reinen Goldproduzenten. Newmont sieht schon ganz ok aus. Irgendwas aus Australien wäre auch mal wieder nett, gibt leider so wenig dort. Hauptsache Weltklasse und keine Schrottminen.
    Als Beimischung kann man dann sowas wie Atna, Buka Gold (heißt irgendwie so ähnlich, Robert Champion de Crespigny ist wieder mal tätig, übrigens nur noch mit einer Goldgesellschaft, Buka Minerals wurde verkauft/fusioniert). USGold auch wenn sich günstige Kurse ergeben.


    Sonst wird man mal sehen müssen, die meisten Minen gefallen mir gar nicht. Avocet ist noch eine der besten, aber kurzfristig investiere ich sowieso nicht, mittelfristig könnte der Goldpreis niedriger sein, aufgrund der Hedges verlieren die dann weniger als andere Werte, aber was soll's? Längerfristig (>1Jahr) werden wir wohl bei über 700 Goldpreis stehen, bei momentan 200-250000 oz Produktion sind dann 120000 oz gehegt pro Jahr. Wahrscheinlich sogar nur 200000 oz Produktion weil in Penjom neue Laster angeschafft werden und auch sonst überall investiert wird. Nach Abzug der minority interests sind das dann nur noch 180000 oz Produktion, da sind mir 120000 jährlich gehegt bis 2009 dann doch zu happig. Sonst wäre Avocet ein klarer Favorit. Aber mal sehen, bald kommen wieder Bohrergebnisse und neue Resourcenkalkulationen.
    Minefinders und Gammon sind auch was trotz des Silbers.


    Ich denke mal wir haben gute Chance, daß die Produktionskosten um 15-30% fallen bei den meisten Minen. D.h. das nächste Mal wenn Gold bei über 700 wahrscheinlich HUI 500 und nicht 400.


    So negativ sind meine Szenarien also nicht.


    Bei den Preisen muß man aufpassen, ob jetzt HUI 270, 300 oder 330 spielt nicht so die Rolle, ich schaue viel mehr auf Aktienmärkte und Rohstoffe und US$. Wenn's da richtig gekracht hat wird gekauft bei den Goldminen, spätestens aber im Herbst bis Ende des Jahres. Ich habe auch kein Problem damit, teurer nachzukaufen falls nötig.


    Wer in Deutschland anlegt: Ab 2008 wird alles was vorher gekauft wurde mit pauschal 10% Kursgewinn angenommen. Spkesteuer gibt's dann immer, unabhängig von der Haltedauer.
    Jetzt also noch einmal mit Sicht Juni-Oktober 2007 anlegen um noch einmal steuerfrei Gewinne zu machen, dann in 2007 ein gut diversifiziertes Langfristdepot einrichten, das dann bis weit nach 2010 halten sollte.
    Bis 2007 favorisiere ich eher US$ und Anleihen, für das Langfristdepot dann ab Herbst diesen Jahres Gold und Minen, ABN-Scheinchen und co. verbieten sich sowieso durch die Langfristigkeit.


    Vorläufige Kaufliste:
    Avocet
    Minefinders
    Gammon
    IRC
    Battle Mountain
    Buka
    Almaden
    Atna
    Cortez-Zwerge
    Newmont
    Semafo
    Gold Fields


    Gruß
    S.


    P.S.: Was mich am meisten freut bei der Goldpreiskorrektur ist, daß Barrick mal eben so richtig viele Hedges zurückgekauft hat. Zum Höchstpreis.. Wenn der Goldpreis jetzt auf 550 runter gehen sollte oder gar noch tiefer wird Barrick wahrscheinlich keine weiteren hedges mehr abbauen, jedenfalls nicht mehr so ohne weiteres. D.h. den Rest werden sie behalten bis 3000 oder mehr. Und Anglo gibt's ja auch noch (die MÜSSEN Gold Fields übernehmen, allein wegen der hedges, früher oder später, bisher hat jeder Konzern in Schieflage sich durch Übernahmen versucht zu retten).


    PPS: In zwei Jahren Dow 5000, DAX unter 2000?? Goldpreis 1000 in 2008 hieße dann z.B. Gold/Dow nur noch 5!!

    "I calculate 280 on the HUI to be the rock


    The bottom of this Correction!


    That's only 10% lower than Wednesdays close. STEP UP AND BEGIN BUYING! But be smart, average into the market over the next 3 to 4 months.[


    Once the current correction in Gold Stocks is over (Oct / Nov '06) I believe Gold will detach from the Stock Market and begin to behave in a way fitting for the King of metals. Gold will see its BIG moves when FEAR really sets in!"


    So könnte man's sagen..


    Eldorado,
    was der gute Christopher Laird da wieder schreibt ist absoluter Unsinn. Gute Idee, schlechte Umsetzung. Alles synchron, aber Gold die große Ausnahme? Carry trades werden geschlossen, Nikkei crasht? Wohin geht dann das Geld? Zurück nach Japan, aber weder in Aktien noch in Anleihen?
    Wenn irgendwo ein Bärenmarkt ist, dann ist auch woanders ein Bullenmarkt. Bär Japan -> Bulle Asien, Bär Asien -> Bulle USA, so war es doch von 1990 bis 2000.
    Die Frage ist nur was diesmal kommt, auf jeden Fall ist alles was gestiegen ist bereits deswegen suspekt. Also bleiben nur Cash und US-Anleihen. Ja, auch Gold, aber erst wieder mittelfristig. Das Kind (Gold) wird mit dem Bade (Rohstoffe) ausgeschüttet.


    Und solange sich beim Dollar nichts tut ist alles sowieso nur vorgeplänkel. Immer noch nicht unter 1.27! Es kann auch wieder sehr schnell Richtung 1.29 gehen.


    Gruß
    S.

    Ach, heute wagen sich die Bären mal wieder raus..


    Bin ja selbst auch einer, leicht war es in den letzten Tagen aber nicht, der Dollar hat ja gedroht auf neue Tiefen zu gehen.


    M.E. kommt so langsam der große Crash. Alles läuft zur Zeit synchron, also fällt alles. Bis auf Anleihen (10-jährige haben sich in Euro gerechnet halbiert in den letzten zwei/drei Jahren).


    Nach ein bischen Inflationsschrecken kommt mal wieder die Deflation. Daher wohl steigendes Gold:Silberratio.


    Aber es ist nur der Auftakt. Gold wir kurzfristig auch fallen (sogar bis unter 550 möglich), aber bei Deflations- und Pleiteangst wieder gut performen - im Gegensatz zu den Rohstoffen.


    Die Goldbullen sollten die Chance nutzen und alle Basismetallwerte und Silberwerte rausschmeißen.
    AEM, SLW, NG, GRS, MFN, FCX, NGX, AUY sind z.B. solche Werte. Bei GRS und MFN kann es aufgrund der niedrigen Bewertung und der niedrigen Kosten wohl zu positiven Überraschungen kommen (evtl. auch Übernahmen), also dort vorsichtig sein mit Verkäufen.
    In einer zweiten Welle würde ich dann in ein/zwei Monaten die gehedgten Werte komplett gegen ungehegte tauschen.


    3. Welt Länder sind auch Mist, also Südafrika, Tanzania und Ghana könnte man spekulativ noch halten, alle anderen Länder raus wegen politischem Risiko. Die Währungen sollten kräftig verlieren, so daß in SA z.B. die cash costs sinken dürften.


    Öl wird auch zurückgehen.


    Am Ende des Jahres sollte es dann spätestens weitergehen.. mit neuen Favoriten.


    Reine Goldproduzenten mit viel niedrigeren cash costs als jetzt durch fallenden Rand/Ölpreis werden der Renner. Und dann natürlich Explorer in politisch sicheren Regionen. Nevada läßt grüßen.


    Nie vergessen: es ist nur eine Korrektur für die Minen, sozusagen unser '87er Erlebnis. Der Bullenmarkt geht weiter, hat m.E. eine kurzfristige Pause eingelegt. Für die Aktienmärkte sieht das anders aus. Ausnahme: Japan, wenn's da richtig runtergeht kann man wohl auch was kaufen. Viel Geld kann dort nicht mehr in Anleihen fließen, Renditen unter 0 sind ja nicht plausibel.


    Gruß
    S.

    Investieren in Goldminenaktien - das Nicki Lauda Syndrom.


    Ich vergleiche die Minen immer mit einem Formel 1 Rennwagen: Man kommt schnell ans Ziel, aber nur ein Fehler und man sitzt vor der Betonwand. Die Glücklichen können das brennende Wrack rechtzeitig verlassen..


    Aber deswegen aufhören mit Rennen fahren?


    Gruß
    S.

    Hängt vom US$ ab, unter 127 nix mit Goldhausse, über 129/129.50 wahrscheinlich neue Hochs.


    Warte jetzt schon seit Tagen, daß sich da was tut.


    Commercials sind long im US$. PPT team ist durch den Snow Rücktritt wohl nicht 100%ig handlungsfähig.


    Gruß
    S.

    http://www.sharelynx.net/chart…SKI-Global-Sentiment1.php


    2002 ist USERX bis auf die blaue Linie gefallen, das hieße für uns heute, daß je nach Timing auch ein USERX low von 13 bis 12 möglich wäre. Also noch weitere 20% bis Mitte Juni.
    http://www.sharelynx.net/chartstemp/SKI-Global-Sentiment.php


    Das heißt aber auch bis Mitte August wieder auf jetzigem Stand und bis Ende September auf neuen Hochs.


    Auch unter diesen Gesichtspunkten: Steuerfreie Positionen gar nicht, andere Positionen nicht kurzfristig verkaufen sondern noch etwas warten.


    Gruß
    S.

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag nachträglich, Eldorado!


    "Die Börsenlogik ist nicht mit der Alltagslogik identisch."
    Weshalb Frauen auch die besseren Anleger sind..


    Nichts genaues weiß man nicht, keine Ahnung wie's weitergeht.


    Ich halte es da eher mit Richard Russell:
    "I take the gold move from 250 to 735 as the first major phase of the gold bull market. This is the phase where gold once again enters the thinking and early buying of informed investors. The second phase will be the one in which the public enters wholesale into the gold market.


    In a major bull market in stocks there will usually be a major correction which separates the first phase from the second phase. It's that correction that I believe we're now experiencing in gold."


    So eine Korrektur würde mit Sicherheit Monate dauern (nach 5 Jahren Bullenmarkt!!). Deswegen bin ich so vorsichtig.


    Langfristig ist alles klar, auf 1 Jahres Sicht noch nicht ganz so, auf 2 Jahressicht aber deutlich höher.


    Kurzfristig ebenfalls, die meisten Minen haben so korrigiert, daß nun alles sehr überverkauft ist.


    Andere wiederum sind auch schon wieder so stark gestiegen, daß die technischen Indikatoren gerade mal neutral sind. Auch teile ich das Argument nicht, daß angeblich soviele abgesprungen wären. Ich bin mit Sicherheit eher die Ausnahme, die meisten dürften kräftig nachgekauft haben. Aber auch in Punkto Sentiment muß man vorsichtig sein, an den Wendepunkten liegt die Masse falsch. Sonst nicht. Siehe z.B. die Hausse im Dax seit 2003. Jeff Kern hat ja auch nicht verkauft.


    Was bleibt? Entweder man riskiert etwas und geht erstmal ganz aus dem Markt raus oder man investiert nur in die gesunden Werte.


    Sowas wie Avocet gefällt mir inzwischen gar nicht mehr. Fundamentale Probleme mit der Produktion (200000 ozs annualisiert und davon 120000 gehegt), wenig Aufwärtspotential, die Absicherung bei fallenden Goldpreisen erst bei 450. Warum soll man da investieren? Bei scheinbarem Schwindelmanagement (trotz "26x Überzeichnung" kein Halten des Ausgabekurses von 200p möglich??).


    Ich denke sowas wie Minefinders hat viel bessere Aussichten (Silberpreis und niedriger Gammon Kurs sind da negativ). Dafür Übernahmephantasie.


    Noch besser vielleicht eine Konzentration auf Exploration, wenn was gefunden wird steigen die Minen immer, egal wo der Goldpreis ist. Sowas wie Atna (30% Pinson in Nevada) schwebt mir vor.


    Jedenfalls sind die Minen verglichen mit Gold sehr billig und wenn es zu einer Rezession kommt sollte der Ölpreis fallen, so daß dann auch die Produktionskosten fallen werden.


    Gruß
    S.

    Eldorado, das wären so die Kursziele die man sich maximal vorstellen kann, Negativszenario.


    Fakt ist jedenfalls, daß es so nicht weitergehen kann. Wir sind hier nicht am Anfang von irgendwas sondern am Ende. Dax +250% in 3 Jahren in US$ gerechnet, das kann's ja wohl nicht sein. Irgendwo müssen sich die Wege trennen.


    Beim Gold haben wir bisher die übliche Korrektur gesehen, mehr nicht. Das gleiche hatten wir im März schon einmal. Damals knapp -10% im Goldpreis, jetzt etwas mehr. Während der März Korrektur waren die Goldbriefeschreiberlinge noch negativ, jetzt empfehlen sie Goldminen. Irgend etwas ist anders dieses mal, ich kann nicht genau sagen was, aber ich glaube micht stört, daß Rohstoffe, Aktien, Währungen, EMs und Gold alle zum gleichen Zeitpunkt ihre Hochs hingelegt haben. Wo will man denn jetzt anfangen zu flicken? Alles liegt in Trümmern..


    Bist du zufrieden mit dem Goldbullen bisher? Zufrieden damit, daß idiotische Dax-Aktien Käufer uns outperformt haben? Zufrieden damit, daß japanische Aktien besser gelaufen sind? Zufrieden damit, daß NM Schrott (Solarworld & co) uns outperformt haben? Daß Kupfer, indische Aktien und und und uns outperformt haben? Ich nicht. Ich schaue mir das ganze Spektakel aus der Ferne an und wenn Preis oder Zeit (max. Herbst bis Ende des Jahres) stimmen, bin ich beim Gold wieder dabei. Am wichtigsten ist aber, daß endlich der ganze andere Dreck mal wieder auf vernünftige Bewertungsniveaus zurückkommt. Solange das nicht passiert sind wir am Goldmarkt unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt.


    Nie vergessen: für uns ist es nur eine Korrektur, für die Aktien ist es die Fahrt in die Hölle.


    Jedenfalls verdammt schwer keine Goldinvestments zu besitzen (abgesehen von meinem Physischen), da hast du schon recht. Mental rechne ich schon mit HUI-Ständen zwischen 360 und über 400 um meine entgangenen Gewinne zu betrauern..


    Heute erst lief wieder was über Gold auf CNBC (bald neue Höhen oder sowas wurde da verbreitet)..


    Ich denke, daß man sich zumindest aus dem ganzen Herumgetrade heraushalten sollte. Entweder man ist drin so wie du oder draußen so wie ich. Hinterher rennen bringt nichts.


    Gruß
    S.

    Bisher ist der US$ kein bischen stärker geworden, nur herumgetrade zwischen 129 und 127. Warten wir es ab.. negatives Sentiment gegenüber US$, Kaufkraft, COT Daten, alles spricht für einen stärkeren Dollar. Bei 1.05 liegt nach wie vor die Kaufkraftparität, Horden von Kanadiern ziehen schon über die Grenzen zum Einkaufen usw. Ob Euro oder Dollar, alles der gleiche Mist, wieso sollte da die eine Währung besser abschneiden als die andere?


    Gruß
    S.

    Wie es scheint können die Dollar-Bullen den Kampf für sich entscheiden, das dürfte Gold nochmal unter Druck setzen.


    Mir ist das ganze zu heiß, ich warte einfach ab. $490 Goldpreis und XAU 95 kann ich mir durchaus vorstellen, beim HUI weiß ich's nicht.


    Warum sollte man jetzt kaufen? Gold kann auf 800 gehen, aber spätestens dann wäre doch die Luft raus und mittelfristige Konsolidierung angesagt. Solange das Risiko eines Crashs besteht.. ich glaube nicht, daß die Minen sich einem Aktiencrash entziehen können, dafür sind sie einfach zu stark mit den normalen Aktien mitgelaufen.


    Wir brauchen jetzt eine saftige Korrektur und dann einen Wechsel beim Denken der Investoren. Nicht "auch ein bischen Gold" sondern "Gold STATT Aktien" muß es natürlich heißen.
    $490 Gold, XAU 95 nur im Kontext Dax -30 bis -50% am Jahresende.


    Ich hoffe ich irre mich, dann hab ich wenigstens eine erholsame Zeit gehabt in ein paar Monaten.


    Gruß
    S.

    Wie es aussieht ist die Vogelgrippe jetzt von Mensch zu Mensch übertragbar. Natürlich wieder alles wie gehabt: während hier alles wie verrückt nach Rügen gestarrt hat bestand die tatsächliche Gefahr, daß irgendwo in Asiens Brutkessel eine Mutation stattfindet, die dann in 2 Tagen auch bei uns ist.


    Panikmache sollte man vermeiden, Übertragbarkeit heißt nicht gleich Pandemie. Aber 1918 (nachgewiesener Maßen ebenfalls eine Vogelgrippe mit bis heute nicht wieder erreichter Agressivität, in Labors wurde der Erreger für Forschungszwecke wiedererweckt..) gibt einem zu denken.
    Ein Alternativszenario wäre die pure Panikmache der Medien anhand von einigen hundert Toten in Asien. Was für Auswirkungen hätte das wohl auf die Märkte?


    Gruß
    S.

    "starting with a slump in the dollar's exchange rate."


    Peinlich wenn die OECD so einen Schwachsinn verzapft.


    Der US$ ist gefallen mit gleichzeitig steigenden Defiziten, 2005 ist der US$ gestiegen mit sinkendem Defizit.


    Das Handelsbilanzdefizit hängt vom US-Konsum ab. Konsumeinbruch und das Defizit verringert sich bei steigendem Dollar.


    Übrigens haben wir ja auch ein Handelsbilanzdefizit in Europa. Zwar nicht so groß.. aber immerhin. Uns wird nur immer die Mär vom "Exportweltmeister Deutschland" aufgetischt. Verschwiegen wird dabei, daß die Exporte hauptsächlich in die Nachbarländer fließen und die Summe unserer Exporte und Euro-Tributzahlungen ca. 0 ist. Exportieren,. aber dafür kein Vermögen erwerben. Nur um der lieben Arbeit willen.


    "Für die EU25 ergab sich nach ersten Schätzungen im Februar 2006 ein Defizit von 15,0 Milliarden Euro "
    macht annualisiert und in US$ umgerechnet $231 Mrd. Defizit für Europa. Ist das soviel besser als die USA??


    Gruß
    S.

    Morgen ist decision time, es wird im Euro entschieden wie ich schon erwähnt habe.


    Die wichtigen marken sind 1.29 und 1.27, geht es unter 1.27 dann wohl Durchrutschen bis 122, wenn über 129, dann mit großer Wahrscheinlichkeit neues Hoch und dann ein neues upleg für das Inflationsszenario.


    Einzige Ausnahme von dem ganzen Szenario m.E. Öl. Öl macht wohl was es will und ich würde liber auf Kupfer und co achten.
    Fallende Metalle und steigendes Öl, Gift für die Minen!


    Spannend ist es jedenfalls, so wie seit Jahren nicht mehr!


    Gruß
    S.

    Immerhin hat Emerald ja dann die passenden Kurse erwischt ;)


    Langfristig sind wir natürlich imemr noch in einem Bullenmarkt. Auch wenn der HUI auf unter 200 kracht, trotzdem Bullenmarkt. Und in Bullenmärkten shortet man nicht, nie. Wenn man nicht drin ist, dann ist das schon short genug.


    Gruß
    S.