Beiträge von Spengler

    Solche Titel können sich nur deutsche Juristen einfallen lassen.

    Hatte mir den Referentenentwurf die Tage schon mal gezogen, gelesen und folgende Infos zur Einordnung für mich extrahiert:

    • Vermögensgegenstände ab 100.000 €, gleich ob körperlich oder nicht körperlich (Bitcoin) oder Besitzurkunden daran, § 2 Abs. 1
    • dieser muss verdächtig sein, aus einer rechtswidrigen gem. § 11 Nr. 5 StGB zu stammen, § 2 Abs. 2 + Legaldefinition, wann der Verdacht besteht (z.B. Wert > Einkommensverhältnisse, wirtschaftlicher Berechtigter unklar (Remmo-Clan?), Besitz durch bestimmte Personen
    • interessant: Besitz durch Personen aus geografischen Risikogebieten (hier fehlt wohl noch Russland ?) 8) ), § 2 Abs. 3
    • Fund des Vermögensgegenstandes bei Ein- und Ausreise ohne Deklaration (Flucht mit EM durch Otto-Normalbürger)
    • Pflicht zur Auskunftserteilung gegenüber Behörde / Einsichtnahme in öffentliche Register, § 3
    • Anordnung: Hausdurchsuchung/Betriebsdurchsuchung möglich, § 6 Abs. 2

    Es kann sich ja jeder ein Bild von dem Gesetz machen. Wichtig ist die Wertgrenze von 100.000€, die aber sicher auch herabgesetzt werden kann. Damit dürfte ein Verbringen von EM via Flughafen im Notfall ausgeschlossen sein. Der Wert des Vermögens muss mit dem Einkommen und sonstigen Vermögensverhältnissen übereinstimmen. Also, wenn der Hartzer mit 10 Unzen Gold erwischt wird, wird es eingezogen.


    Bleibt wohl im Fall der Fälle nur noch ein gutgehender Spaten. :(

    Erstaunlich.

    Punkt 2: Wer seine Einkommensüberschüsse genutzt hat, um EM beim Händler zu kaufen, stünde somit deutlich besser da als derjenige, der zwar legal aber anonym, also ohne Rechnungsquittungen gekauft hat. Selbst wer sein EM mit Geld aus "fragwürdigen" Quellen bezahlt hat, stünde besser da, wenn der Kauf nur ausreichend weit in der Vergangenheit liegt, da die Beweisführung schwierig werden dürfte. Wenn eine Beweislastumkehr durchgesetzt wird, sieht es natürlich schlecht aus.


    Interessant auch noch:

    Besteht zwischen mehreren Vermögensgegenständen ein so enger Zusammenhang, dass eine einheitliche Behandlung geboten erscheint, so bilden sie gemeinsam einen Vermögensgegenstand im Sinne dieses Gesetzes. Dies gilt auch für Gegenstände, Rechtstitel oder Urkunden, deren Wert nicht für sich genommen, sondern nur in Summe die Wertgrenze nach Satz 1 übersteigt.

    Da wird man EM, Uhren, Aktien und Krypto in einen Topf werfen und schwupp ist fast jeder Sparer betroffen.

    Ich find‘s echt bedauerlich , dass ich den Unterschied zwischen einem 18 € Kaffee (Mövenpick/Hochland Arabica) und einem 80 € Kaffee (blue Mountain) einfach nicht schmecken kann…andererseits bin ich auch froh. Spart mir Kohle…. [smilie_love]


    Gilt auch für Weine, manche Spirituosen und Olivenöle [smilie_happy]

    Oberkiefer Vollprothese? 8o

    So ging es mir auch diese Woche, da meine calls schlecht liefen hab alles mit Verlust verkauft und hab akzeptiert das der Markt Gold unten haben will.


    Hab dementsprechend bei Vontobel einen gold put OS bis August gekauft DE000VK3JJ15 am Dienstag, 1,27 € kaufkurs bei 3301$ Goldkurs, Heute steht gleiche put OS bei 1,12€ und Goldkurs 3275$ ??!!


    Da macht wohl Dollar Kurs die Berechnung trotzt fallenden POG meine OS billiger, sehr unerfreulich, werde in Zukunft Abstand von dieser Art Wertpapier nehmen.

    €/$ spielt hier eine untergeordnete Rolle!

    Du hast einen OS mit Verfall 01.08. gehandelt. Der Schein hat aufgrund der kurzen Restlaufzeit ein hohes Omega (aktuell ca. 35) und lag zudem noch deutlich aus dem Geld. Der Wertverlust ist dementsprechend, wenn der POG sich nicht zügig in Richtung Basispreis bewegt. Der Wert des Scheins resultiert nur aus dem Hebel, genauer der impliziten Volatilität. An dieser dreht das Handelssystem des Emittenten bei Bedarf, etwa wenn zu viele Spekulanten richtig liegen.

    Du hast es richtig verstanden, nur der Focus Autor Markus Voss nicht.

    Es könnte ihm auch ein Flüchtigkeitsfehler bei seinem Einschub "etwa wenn der Goldpreis schnell fällt" unterlaufen sein. Tausche fällt gegen steigt und das Ganze ergibt einen Sinn.

    In den darauffolgenden Abschnitten wird ja wieder alles richtig beschrieben.

    hier aus dem Original:

    "Additionally, disruptions in the physical gold market could increase the risk of a squeeze. In this case, market participants could be subject to significant margin calls and/or have trouble sourcing and transporting appropriate physical gold for delivery in derivatives contracts, leaving themselves exposed to potentially large losses."

    Das die etwas zu freie Übersetzung aus dem Focus:

    „Plötzlicher Marktstress und Störungen bei der Beschaffung, Verschiffung und Lieferung von physischem Gold im Rahmen von Derivatkontrakten werfen die Frage auf, ob Gegenparteien, die zur Lieferung von physischem Gold verpflichtet sind, Gefahr laufen könnten, erhöhte Einschussforderungen zu stellen und Verluste zu erleiden“, heißt es in der EZB-Analyse.

    Mit der Eskalation des Ukraine-Russland Konflikts dürfte m.E. Gold morgen einen heftigen Schub bekommen und der Aktienmarkt eins auf den Deckel.

    Wenn Russland wirklich massiv zurückschlägt dürfte es noch heftiger werden.

    Das Bargeld ist ja dann noch nicht weg. Also könnte man untereinander mit Euros weiter bezahlen, so wie in Ex-Jugoslawien noch lange nach Euroeinführung mit DM gehandelt wurde.

    Es wäre nur schwierig, größere Mengen Bargeld aufs Konto einzuzahlen. Möglicherweise müsste man für Banknoten auch einen gewissen Abschlag hinnehmen. Der entscheidende Schritt - die komplette Abschaffung von Bargeld - wird indes noch länger dauern. Vllt. wird gerade das der Todesstoß fürs neue Systemgeld.

    Tatsächlich hat die Vollalimentierung der Neubürger in Schland zu einem höheren BIP beigetragen, da die Ausgaben für die Unterbringung, Verpflegung, Gesundheitsversorgung und Integration (Sozialindustrie) vom Staat finanziert werden, was wiederum ins BIP einfließt. Dumm nur, dass das eine Milchmädchenrechnung ist, denn der Schwachsinn wird aus Steuereinnahmen finanziert.

    Das BIP ist nicht umsonst umstritten.

    Ich bin ja ein bekannter Skeptiker, was die COT-Daten betrifft. Nichtsdestotrotz guck ich da immer mal wieder drauf und aktuell ist die Entwicklung sehr bemerkenswert. Am Dienstag, dem Tag an dem die Daten erhoben wurden, war ein selten volatiler Handelstag. Zuerst ein Allzeithochs in Dollar (die von vielen Marktteilnehmern erwarteten 3500) und Euro (3337) mit anschließendem Abverkauf von zwischenzeitlichen 240 Dollar (knapp 7%) (Mittwoch) vom Top.

    Und was machten die Commercials? Sie schlossen weiter ihre Netto-Short-Positionen und sind so gering short wie letztmals Ende Februar/Anfang März 2024, als der Goldpreisanstieg noch einmal so richtig Fahrt aufnahm.

    Und im Gegenzug die Large-Specs so gering long wie damals.

    Was können wir nun daraus ableiten? Bitte erklärt es mir!

    Ich bin da neugierig geworden.


    In der Tat hat sich der hochgehebelte Put am Mittwoch Nachmittag eher wie ein schwach gehebelter Call-Optionsschein verhalten. Letztlich können die Emis machen, was sie wollen, vor allem wenn die Scheine aus dem Geld liegen. Ein paar Trader waren hier nachteilig betroffen, der große Rest erfährt es nie oder zuckt mit den Schultern. Das ist der ganz normale tägliche Wahnsinn mit Derivaten.

    Etwas profitiert haben dürften hingegen die Käufer, die bereits Dienstag kurz vor 22.00 noch gekauft haben und am Mittwoch gleich in der früh den Gewinn eingesackt haben.

    Übrigens am Freitag war am Nachmittag dann nochmal so ein ähnliches Verhalten an der langen roten Kerze zu beobachten.