Also meine Kids, 11 und 13 Jahre würden grundsätzlich auch Gold als Bezahlung akzeptieren. Das kennen sie von erstens ihren Computerspielen und der Große hatte das Thema "Inflation" und "Geld" schon auf dem Gymnasium. Er weis also, was Warengeld und Kreditgeld ist. Und wie das, was man allgemein als "Geld" oder "Papiergeld" bezeichnet entsteht.
Dukaten, 20-Dollar-Stücke. Krügerränder, Eagels und Buffalos sowie 20 Mark-Stücke, Goldfranken und 100-Euro-Stücke kennen sie von Münzenbörsen, zu denen ich si emanchmal mitnehme. Ebenso Silberdollars und Maria-Theresien-Thaler. Und natürlich Silberzehner. "Richtiges" Geld ist für sie dennoch der Euro und den bevorzugen sie. Noch. Daß alles immer teurer wird und Geld auf der Bank eigentlich nichts bringt, das wissen sie bereits. Und der Kleine hat bereits eine deutliche Präferenz hin zu alternativem Geld entwickelt, d.h. der POG interessiert ihn schon. Der Große zögert noch. Numismatische sInteresse ist bei keinem von beiden vorhanden.
Die Bezahlfrage (Abschläge) stellt sich bei uns regelmäßig, d.h. in halb oder vierteljährlichen Abständen, da beide an einer Eigentumswohnung beteiligt sind, die jeden nach Abzug aller Kosten jeden Monat etwa 100 EUR Mieteinnahmen einbringt. Und einmal im Jahr gibts die "Schlussverteilung".
Über Details der Zahlungsmodalitäten bei den Mieteinahmen möchte ich mich hier nicht öffentlich äußern. Nur soviel: über die Einnahmen können sie frei verfügen. D.h.: wenn sie eine Investition tätigen wollen (z.B. Computer oder Jugendzimmer) können sie das in Abstimmung mit mir und meiner Frau tun. Kam schon mal vor. Ich meine: wenn sie in jungem Alter nicht lernen, mit Geld umzugehen, werden sie es später aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht auf die Reihe kriegen. Und wie all die anderen Finanzzombis ihre Riesterverträge und Versicherungen abschliessen.
Das Geilste: letzte Woche mit einem Arbeitskollegen in der Straßenbahn über Riesterrenten und Berufsunfähigkeitsversicherungen diskutiert. Fazit: Bei der Berufsfähigkeit bist Du nach etwa 10 bis 20 jahren Sozialfall, weil nicht wertbeständig ausgezahlt wird. Und eine Riester-Police von 1.000 EUR reicht in 40 Jahren gerade mal für eine Portion eis mit 4 Kugeln. Ob mit oder ohne Sahne, darüber könnte man trefflich diskutieren. Aber: Jetzt 120 Euronen binnen 2 Monaten zahlen um im 40 Jahren ein eis essen zu dürfen, das bringt es nicht. Um uns herum: ungläubiges Staunen der mutmaßlichen Finanzzombies. Ihre Tageszeitungen lasen sie zumindest nicht mehr. Und getreu nach der Devise, daß man dem Affen zucker geben solle: Das Eis gibt es auch nur dann, wenn es nicht zu massiven Pleiten / Forderungsausfällen kommen sollte. Erste Anzeichen von Angst zeichneten sich in den Gesichtern ab. Hey, ist doch alle snicht so schlimm: es geht sich ja nur um ein Eis im Monat, meinte ich zu meinem Kollegen, der sagte: na, wenn man es so sieht, kommt es darauf auch nicht mehr an.......
Und das am Aschermittwoch. War wohl etwas viel.....
Verstanden hatten sie es rein akkustisch, menthal sicherlich nicht.
Sollen sie doch den ganzen Müll weiterhin machen. Und dann am Monatsende kein Geld mehr für die mittagliche Mahlzeit (drei bis sechseurofünfzig, jenachdem was man haben will) in der Tasche haben. Aber sich und ihr elendes, freudloses Leben absichern wollen... ....ja, Armut beginnt immer im Kopf......
Die einen sparen und verzichten, um im Alter darben zu dürfen. Und die anderen gönnen sich auch am Monatsende ihre türkische Pizza mit Salat, Käse und Sauce bzw. ihre Pekingente, knusperig, süß-saurer mit Reis und Gemüse.....
Wa sist nur so geil daran, einen ganz kleinen der Grundsicherung selbst zahlen zu dürfen und dafür auf hunderte, wenn nicht gar tausende leckerer Mahlzeiten zu verzichten?!.
Alles klar?!.