Zitat
Original von Nibelungen
......Ihr habt ja Recht, wer in der heutigen Zeit mit 1.500 Netto und 3 Kindern meint er braucht das Haus für 300.000 ohne Eigenkapital der geht halt daran ein. Aber für sehr viele Durchschnittsverdiener wäre es defintiv vernünftiger gewesen sich ein Eigenheim zu kaufen, weil das abbezahlen bis vor wenigen Jahren für die kaum ein Problem gewesen wäre, während sie andererseits doch nicht so weit oben mitspielen, dass sie solche Summen in wesentlich gewinnbringenderen Anlagen vernünftig hätten investieren können.
Und zwar mehr, als Du glaubst:
auch mit 2700 netto und zwei Kids bist Du mit 300.000 Schulden und Haus am Hals platt. Stichworte: Lebenshaltungskosten, PKW-Kosten, Instandhaltungs- und Unterhaltungskosten eines durchschnittlichen Hauses.
Du müsstest größenordnungsmäßig etwa 3500 bis 4500 EUR monatlich netto haben, um das sicher stemmen zu können, denn 5 Prozent machen bereits 15.000 Zinsen. Dazu kommen 2 Prozent = 6.000 Anfangstilgung. das macht 21.000 im Jahr, und somit etwa 1700 im Monat.
Gehe mal davon aus, daß eine vierköpfige Familie als Hartz-IV-Empfänger Monat für Monat inkl. Miete und Betriebskosten mindestens
340 + 340 + 200 + 200 + 250 + 500 = 1750 EUR monatlich vom Staat kriegt für Essen, Trinken, Kleidung, Miete und Betreiebskosten.....
Also rechne mal für den Hauseigentümer mit Frau und zwei Kids 1040 fürs nackte Leben (analog Hartz-IV), 500 für den PKW, 350 für die Instandhaltung und 1700 für die Bank. Na, das sind doch 3590 Euronen im Monat. Und man lebt dabei wie das Präkariat. Wilkommen auf der Eichelburgschen Schuldgaleere - sie ist bereits vielfach REALITÄT.
Was hältst davon: zuerst ne 60-qm Wohnung, dann eine 100qm-Wohnung, dann noch ne kleine Wohnung so nebenher billig schiessen, und erst zuletzt ein Haus, das vermietet wird, um Darlehnszinsen absetzen zu können. Die Mieten der beiden nicht selbst bewohnten Objekte inkl. Hausmiete ermöglichen Dir Eigenkapitalbildung und finanzieren Dir, nachdem Du etwa 50 Prozent EK hast dann den Rest des Darlehns...., Monatslast sagen wir mal 1200 bis 1500 bei mehr als 2 Prozent Tilgung.... Mag sein, Daß Du da noch 500 von Deinem Gehalt zubutterst - das aber kannst gerade noch stemmen....
Und der Witz dabei: Du drückst (nach Ansparphase für Wohnung 1) immer weniger als 1.200 EUR monatlich ab. Entweder an die Bank oder für GOLD. Nach 15 bis 25 Jahren wärst Du dann am Ziel. Und das mit weniger als 2700 netto. Nachdem das Haus bezahlt ist, wirfst die Mieter raus und ziehst ein. Und hast Deine Altersvorsorge: mietfreies wohnen und drei Mieteinnahmen. Alles in derselben Zeit. Und bei vergleichbar 25 Prozent niedrigerem Nettoeionkommen, als beim Haus-Direkt-Kauf und 100 Prozent Finanzierung.
Dann siehst Du mal, was Schuldner alles an Zinsen abdrücken. Und wie saudämlich es ist, sich so extrem zu verschulden. Die verschenken mehr als drei Wohnungen binnen 30 jahren. Idioten.
Problem: Du kriegst Dein haus nicht dann, wenn die Kids noch klein sind. Und das nutzen die Banken aus.
Das mit dem Haus, finanziert durch mehrere Wohnungen, das könnten ich und meine Frau machen. Haben aber keine Lust dazu. Warum? Weil Kreditaufnahmen derzeit mit Extremverlustrisiken der Kreduitnehmer verbunden sind. Selbst eine 50-Prozent-Finanzierung kann beim Immo-Crash und nicht vorhandenen Geldreserven zum Verkauf aller vier Objekt ezwingen. Habs selbst mal durchgerechnet. Zu riskant. Warum was riskieren. 300.000 ist für jemand, der mit weniger als 2700 netto und vielleicht 40.000 EURONEN Anfangskapital 1992 begonnen hat, dann 2004 und 2006 Nachwuchs bekam kein Problem, wenn er auf dem Teppisch geblieben ist, richtig gespart und kaum geliehen hat. Alleine die Inflation wirds wahrscheinlich in den nächsten 5 Jahren von alleine besorgen.... Man muss nur abwarten können und absolut nichts riskieren wollen. Warten, bis Hauispreise, gerechnet in GOLD implodieren.
5 bis 100 Krügers für ein tolles Haus, das ist doch genug - oder?
Also: Finger weg von Krediten. Und Geduld. Jeder kommt einmal drann, manche sogar mehrfach 
Meinung, Keine Anlageempfehlung.