Zitat
Original von mvd
Wie weit ist es, bitte schön, noch bis zur Krise?...
Das genau ist die "Hunderttausenddollarfrage" 
Will sagen:
schaut man sich alleine hier im Goldseiten-Forum um, dann kann man Prognosen über einen Finanzcrash Y2K finden (das war bereits Ende 1999 / Anfang 2000). Seitdem wurde praktisch für jedes Jahr der Crash vorausgesagt. Bereits Ende der 70er / Anfang der 80er wurde ein baldiges, finales Ende des Fiat-Money-Systems prognostiziert.
Weltuntergangspropheten mit fehlendem Realitätsbezug, die gibt´s wie Sand am Meer.
Ich sage immer: 2029 ist es so weit. Warum gerade 2029?
Weil es dann hundert Jahre nach dem ersten großen Börsencrash in NY sind?. NEIN.
Das Jahr 2029 hat für mich eine besondere Symbolik: 2029 werde ich 65. Auch wenn ich wohl länger arbeiten muß, um Rente zu kassieren - was solls. Die 65 steht für mich symbolich für das "Altenteil".
Und 2029 markiert in etwa auch das Ende der geburtenstarken Jahrgänge.
Würde um 2029 ein Währungscrash stattfinden, so würde es mich persönlich schlimmstmöglich treffen, vorausgesetzt ich wäre auf eine solche Situation unzureichend vorbereitet. Meine persönliche Lebenssparleistung wäre dann vernichtet - ohne daß ich die Möglichkeit hätte noch einmal nennenswerte Rücklagen bilden zu können!
Hope for the best and be prepared for the worst...
Und exakt auf solche denkbaren Worst-Case-Szenarien sollte sich jeder, der nicht zeitnah das verbraucht, was er erwirtschaftet, bei Zeiten vorbereiten. Es bringt nichts, soetwas auf später zu verschieben. Später kann schon zu spät sein.
Und jeder, der nicht zeitnah das verbraucht, was er erwirtschaftet sollte auch die Möglichkeit, daß es zu keinem plötzlichen Crash kommt (langsame Geldentwertung, schleichende Inflation) und / oder daß ggf. die Handelbarkeit von Edelmetallen usw. eingeschränkt werden wird (Gefahr der Illiquidität einzelner Anlagesegmente) in Betracht ziehen.
Und deshalb niemals alle Eier in ein Nest legen.
100 Prozent Goldquote können sich genau so ungünstig oder noch fataler auswirken als Null Prozent. Strategie ist also gefragt. Neben der berühmten Diversifikation kann auch weitestgehende Unabhängigkeit von Zahlungen (Mietfreiheit durch Eigentum) ein strategisches Ziel für mehr Sicherheit sein (auch wenn einige das anders sehen und ausschließlich auf Gold und / oder Silber fokussiert sind - den nahen Weltuntergang vor Augen.
Die Mischung aus Edelmetallen (Gold, Silber, Platin, Palladium), Sachwerten, Liquidität und ggf. Aktien und Immobilienfonds, die macht´s. Wobei man sicherlich nicht ständig in Aktien oder Immobilienfonds investiert sein muß und auch antizycklich, länderübergrteifend und ggf. langfristig chartorientiert oder bei großen Vermögen mit Kunstgegenständen, hochwertigen Schmuck mehreren Aktien-Einzelwerten und konkreten Immobilien-Objekten agieren kann.
Einzig und alleine von langfristigen auf Geld lautenden Spar- oder Anlageformen würde ich grundsätzlich Abstand nehmen. Kapital-Lebensversicherungen, freiwillige Altersvorsorge-Sparpläne, Bonds, langfristige Sparpläne usw. sind wohl mit Abstand das allerschlimmste was man sich bei der seit Jahren zu beobachten Geldmengenausweitung antun kann! Ehe man sowas macht, sollte man lieber gleich seine Kohle auf den Kopf hauen - zumindest weis man dann, daß man selbst etwas davon gehabt hat!.
Das bei solchen Anlagen langfristig kein Blumentopf zu gewinnen ist und real sogar sehr große Werteinbußen möglich sind, das muß jedem klar sein, der sich den Umfang und die Zunahme schuldrechtlicher Verhältnisse anschaut. Diese Rechnungen und Versprechungen können in ihrer Gesamtheit niemals aufgehen, ohne daß irgendjemand dabei arg benachteiligt werden wird. Und die Schuldner die haben im Regelfall ihren Nutzen bereits aus den geliehen Geldern gezogen; verbleibt also der Gläubiger (Sparer), dem man in diesem üblen und langfristig auf Enteignung ausgelegten Spiel noch die A-Karte verpassen kann.
Genau das ist es, was viele Menschen unterschwellig spüren, aber nicht konkret in Zahlen fassen können. Es gibt nun mal weiche und harte Fakten. Und Tatsachen muß man einfach zur Kenntnis nehmen und ggf. seine Schlußfolgerungen daraus ziehen.