Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von afm
    Tschuldigung die Frage, aber ist bei angebotenem Preis/ Kg der Hühnerhusten inbegriffen?!?


    Genau so ist es: Der Preis ist nur deshalb so niedrig, weil momentan viele Verbraucher Angst haben, sich an Geflügelfleisch anzustecken.


    Wobei diese Angst - man möchte schon beinahe das Wort Panik gebrauchen, völlig unbegründet ist.


    Mit dem Rindfleich war das vor ein paar Jahren genauso....


    was habe ich damals leckeres Filet und lecketen Taflespitz für ganz wenig Geld gegessen......


    ....bis dann leider kaum noch Rindfleich angeboten wurde.


    Um Geflügel hatten sich die Konsumenten bei der BSE-Kriese geradezu geprügelt. Jedem das seine :)


    Nicht viel.


    (1) Durch übersteigerte Kreditausweitung ist es mittlerweile so, daß auf Geld lautendes Vermögen der einen näherungsweise identisch ist mit auf Geld lautende Schulden der anderen. Hinzu kommt die Zinsbelastung der Schuldner, die im Fall der Staatsschuldner regelmäßig höher ausfällt, als deren Tilgungsvermögen.


    (2) somit sind die Vermögenswerte auf den Sparbüchern und in den Anleihendeopst faktisch großteils bereits jetzt notleidend. Einzig und alleine die Liquidität ist momentan sichergestellt.


    (3) käme es zu Forderungsausfällen, dann würde die Geldmenge implodieren und der Geldwert (Banknoten) exorbitant ansteigen. Weitere Massenpleiten und ein völliger Zusammenbruch der Wirtschaft wären die Folge. Versorgungsknappheit und Hungersnot inklusive. Die Anzahl der betrogenen Spare rund Geldanleger wäre so hoch, daß es zu Unruhen kommen würde.


    Um dies abzuwenden und um den Staatsaparat aufrecht zu erhalten müsste inflationiert werden. Schließlich müssen ja auch Politiker- und Beamtengehälter gezahlt werden. Ebenso die Sozialhilfen, denn sonst wird direkt geputscht. Wo kämen wir ohne ein Minimum an staatlicher Ordnung hin?


    Also wird es zu keinem ausgeprägten, deflationären Crash kommen. Derlei Ansätze wurden auch in der Vergangenheit stets durch Geldmengenausweitung bekämpft.


    Nur: je mehr Geld vorhanden ist, desto größer steigt die Gefahr, daß irgendwann mal jemand den Gegenwert für seine Guthaben abruft. Und wenn das viele gleichzeitig tun, dann steigen die Preise. Es sei denn, diejenigen werden durch Pleiten daran gehindert, was zu weiteren Abhebungen, weiteren Pleiten und letztendlich zu Aufständen führen würde, weswegen ja schon inflationiert wird, bevor die erste Bank oder der erste Staat sich für bankrott erklären muß. Also dann, wenn vermehrt Guthaben abgehoben werden einfach die Geldmenge bereitgestellt wird. Und, weil es neues Geld ist, völlig unabhängig davon, ob die Geldschuldner (Staatenund banken) zahlen können oder nicht. So einfach ist das.



    Alles klar?.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Bin ja mal gespannt, ob die Leute, die für 350 Euro Krügerränder kaufen wollen, das vor 2050 n. Chr. noch hinbekommen. :D


    Ich hatte zuerst beim Überfliegen folgendes gelesen:
    Bin ja mal gespannt, ob die Leute, die 350 Krügerränder kaufen
    wollen, das vor 2050 n. Chr. noch hinbekommen


    na, die müssen sich ja ganz schön sputen, vorausgesetzt sie haben brav gespart :) .... zumindest wenn es Normalverdiener sind - so mein erster Gedanke.


    Doch nun zurück zum Ursprungsstatement:
    Bin ja mal gespannt, ob die Leute, die für 350 Euro Krügerränder kaufen wollen, das vor 2050 n. Chr. noch hinbekommen.


    Na, wenn man das Wort EURO durch EURO-DOLLAR ersetzt und damit eine eventuelle, gemeinsame Nachfolgewährung von EUR und $, die sog. "zukünftige Weltwährung", in der Werbung auch als "Globo" kolportiert..... dann könnte das klappen. So Gedanke Nr. 2


    Fundamental betrachtet sehe ich da ehr schwarz: schon allein die hohen Energiekosten und eine tendenziell immer aufwendiger werdende Förderung lassen einen Rückfall des Goldpreises auf 350 Euro zwar nicht unmöglich, aber dennoch ehr unwahrscheinlich erscheinen. Zumal der EUR über die EZB-Währungsreserven mit dem Dollar verknüpft ist.


    Jedoch: am Goldpreis wurde schon sehr oft gedreht und in Gold wurde auch schon öftest heiß und exzessiv spekuliert. Mindestens genau so steil, wie es hoch ging, ging es dann wieder abwärts..... meist sogar fielen die Kurse viel schneller und viel steiler, als sie stiegen. Von daher ist vieles denkbar.


    Will sagen: drauf wetten, daß wir die 350 EUR die Unze Feingold bis zum Jahr 2050 nie wiedersehen, das möchte ich nicht. Jedoch: haben wir die bis 2.025 nicht gesehen, so werden wir sie auch bis 2.050 nicht mehr sehen. Soviel erscheint mir gewiss.

    Meine Meinung dazu ist:


    Der Wert des Goldes der Bundesbankreserve und dessen absolute Menge ist momentan vor allem psychologischer Natur. Das aber kann sich auch sehr schnell ändern.


    Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, daß es sich bei Gold immer um einen realen und schuldnerfrein Wert handelt.


    Einen Wert, für den man auch dann, wenn Fiat-Money nicht mehr akzeptiert werden würde wichtige Güter aus anderen Ländern kaufen kann.


    Weiterhin kann eine Goldreserve theoretisch zur teilweisen Deckung der ausgegebenen Banknoten dienen.


    Und die Bewertung des Rohstoffes Gold kann sich in EUR oder Dollar sehr wohl dramatisch ändern. So könnten aus 40 bis 60 Mrd schnell mal 600, 1.200 oder 1.800 Mrd werden. Schließlich gibt es auch einige Aktien, deren Kurs sich mehr als verdreißigfacht hat.


    Theoretisch und kurzfristig ist das auch mit Gold möglich. Und somit ist die Goldreserve der Dt, Bundesbank eine theoretische Option zur völligen Tilgung der Staatsschulden.
    Und sowas gibt man nich tfür ein Butterbrot aus der Hand.

    Von einer Diversifikation in Währungen halte ich rein garnichts. Denn fast alle Währungen dieser Welt sind über die Devisenreserven fast ausschließlich über den US-Dollar abgesichert.


    Die Goldreserven von Notenbanken kann man, sofern diese nicht im Heimatland lagern getrost vergessen, weil diese im Kriesenfall nicht zur Verfügung stehen und - sollte es darauf ankommen - ggf. von den USA als Hauptgoldlagerland konfisziert werden, sofern diese überhaupt noch physisch vorhanden sind.


    Eine Diversifikation von schuldnergebundenen Werten kann zur Vermeidung des Klumpenrisikos "Schuldnerausfall" nur in schuldnerfreien Anlagen (Immobilien, Edelmetallen, hochwertigen Schmuck und Kunstgegenständen) erfolgen.


    Innerhalb des Vermögensanteils schuldnergebundener Werte kann man selbstverständlich in Anleihen, Aktien und auch Währungen diversifizieren. Den Anteil schuldnerfreier und schuldnergebundener Assets muß jeder selbst bestimmen.


    Innerhalb der Edelmetalle würde ich Gold und Silber gemäß ihrer mittleren, langfristigen historischen Schwankungen diversifizieren, d.h.: etwa 10 bis 20 Unzen Silber je 1 Unze Gold.


    Dabei ist zu berücksichtigen, daß Silber aufgrund seiner extremen Knappheit als schuldnerfreies Geld einer Nachkriesenwährung viel weniger geeignet sein wird, als das zigmal mehr vorhandene Gold (!).


    Sollte Gold irgendwann offiziell Währungsfunktion übernehmen, so dürfte es alleine schon aus diesem Grunde rein nachfragebedingt vielfach höher im Wert und Ansehen steigen, als das dann immer noch vielfach seltenere Silber.


    Dies bedeutet faktisch nichts anderes, als daß mit dem Silber lediglich das Szenario mit abgedeckt wird, daß es zur nachfragebedingten Silberpreisexplosion kommt, wobei zum Zeitpunkt der Silberpreisexplosion jedoch KEINE Goldwährung etabliert ist.


    Wer jedoch auf KEINE Währungsumstellung, sondern auf höchste Wertzuwächse in Dollar und EUR spekuliert und sehr risikofreudig ist, der kann natürlich alles auf die 17 setzen und sich bis zur Halskrause mit hoffentlich physischem Silber eindecken. Wichtig dabei ist als Ausgleich zur unzureichenden Diversifikation: Keine Schulden machen und ausreichend Liquidität sicherstellen!.


    Auf mögliche Papiertrixereien bei Zertifikaten möchte ich hier nicht eingehen.

    ganz stark verkürzt:


    (1) Viele Staaten sind bereits seit langem bankrott, weil überschuldet. Denn sie geben regelmäßig mehr aus, als sie einnehmen und verfügen nicht über dingliche Vermögenswerte, um ihre Verschuldung damit auch nur zu einem nennenswerten teil zurückzuzahlen. Aber diese Staaten sind aufgrund des ihnen gewährten Kredites noch längst nicht insolvent.


    (2) Alle Geldsparformen sind mangels Deckung durch Sachwerte faktisch wertlos. Aufgrund der Gewohnheit der Menschen für Geld zu arbeiten und Geld als Zahlungsmittel zu benutzen und anzunehmen, sind sowohl die Sparformen, als auch das Bargeld denoch nicht kraftlos.

    Ich meine folgendes:


    Wird mehr gespart, als für Investitionen der Wirtschaft und für den Aufbau der Infrastruktur incl. Wohnungsbau benötigt wird, so führt das zu bedrohlichen Fehllenkungen von Geldmitteln, wie Staatsverschuldung, ungedeckter, privater Kreditnachfrage aufgrund unnatürlich niedriger Zinsen und Exzessen wie Kreditkartenmissbrauch in GB (Stichwort: Zinsnutten). Diese Fehllenkungen können nur zu Verlusten und Forderungsausfällen führen. Egal, ob diese faktischen Forderungsausfälle nun durch Insolvenzen oder, etwas eleganter über eine Kombination aus Zinssteuern und Inflationierung hervorgerufen werden.


    Aufgabe der Zentralbanken und der Politik ist es durch Gesetze und Zinssätze und Kreditvergaberichtlinien die Rahmenbedingungen so zu schaffen, daß


    (1) die Geldversorgung der Wirtschaft durch eine ausreichende Sparquote gesichert ist


    (2) es nicht zu einem darüher hinausgehenden Sparen und somit zu einem ungesunden Anstieg schuldrechtlicher Verhältnisse kommt.


    Und dazu würde es gehören, den Bürgern reinen Wein einzuschenken und denen klipp und klar mitzuteilen, daß die viel zu hohen Sparquoten unausweichlich spätere, bedrohliche Vermögensausfälle bei allen Geldsparern zur Folge haben werden.

    Dieser Artikel, bei dem es sich um die Gründe für die Dollarstärke im Jahr 2005 geht, passt auch sehr gut zur Erwartung künftig tendenziell fallender Dollarkurse:


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=2063


    Im wesentlichen steht da bezogen auf den US-Dollar drin, daß die Dollarstärke 2005 möglicher Weise darauf zurückzuführen ist, daß ausländische Gewinne, werden sie noch 2005 in die USA transferiert, dort nur mit 3,5 Prozent besteuert werden.


    Dieser Effekt kann natürlich eine langfristig unzureichende Sparquote kurzfristig kaschieren. Und er kann dafür sorgen, daß die langfristigen Zinsen nicht steigen, obgleich die kurzfristigen Zinsen langsam aber stetig angehoben werden.


    Daß diese Thematik von regierungsnahen oder regierungseigenen Wirtschaftswissenschaftlern beispielsweise in China wahrgenommen und in ihrer Bedeutung für die tatsächliche Einschätzung der Dollarstärke diskutiert und im Hinblick auf die zukünftige Struktur der Devisenreserven bewertet werden, darüber besteht für mich keinerlei Zweifel.


    Auch kann man die zukünftige Praxis der FED, die Geldmenge M3 ab Ende März 2006 nicht mehr zu veröffentlichen im zeitlichen Kontext mit den gerade ausgelaufenen Repatriierungsbemühungen amerikanischer Auslandsguthaben sowie den Empfehlungen der chinesischen Wirtschaftswissenschaftler sehen.


    Die Äußerungen und Vermutungen in Bezug auf das US-Staatsgold hingegen haben primär für den Dollarkurs weniger Relevanz. Wichtig für den Dollarkurs ist primär die Geldmengenentwicklung und die Entwicklung bzw. der deutliche Abbau des US-Handelsbilanzdefizits und die Begrenzung der US-Staats- und Konsumentenverschuldung.


    Und die zu erwartende Dollarkursentwicklung ist entscheidend für die Bewertung der zukünftigen Eignung des US-Dollars als Weltreservewährung, also für die Eignung des US-Dollars als Devisenreserve für ausländische Notenbanken einschließlich EZB und nationale, europäische Notenbanken. Und somit für den anzustrebenden Grad der Diversifikation der zur Geldwertdeckung mit dienenden Währungsreserven.


    MAL2:
    Sicherheit, die gibt´s niemals zum Nulltarif. Und demzufolge gibt es auch nichts zu verschenken, jedoch ohne strukturiertes Sicherheitsmanagement viel zu verlieren, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.


    Daß das Silber in Silberbarren derzeit noch billiger ist, als offizielles Münzsilber, das weis jeder, der rechnen kann. Jedoch:


    In einem deflationären Crash mit Bankenschließungen und anderen Nettigkeiten (Devisenkontrollen usw.) können Gold und Silber so weit fallen und so illiquide werden, daß es auch Edelmetallbugs ohne physische Barreserven ausrottet, bevor es dann zum finalen Showdown der Inflationierung kommt:


    Silberbarren haben immer ein Kursrisiko. Und sie sind weder gesetzliches, noch allgemein anerkanntes oder allgemein geläufiges Tauschmittel. Münzen, zum Nominalwert erworben haben außerhalb einer Kriese immer Kaufkraft. Und das dem Geld innenwohnende Inflationsrisiko ist durch den Metallwert der Silbermünzen nicht so groß daß, vie z.B. bei Banknoten im Kriesenfall auch eine völlige Entwertung durch Inflation möglich ist.


    Zu jeder Vermögensdiversifikation gehört Liquidität. Und innerhalb der Liquiditätsposition (Festgelder, Sichteinlagen, Sparbuch usw.) existiert eine Bargeldkomponente für den Kriesenfall. Das kann man als Analogie zur Nahrungsmittelreserve sehen, die von einem ständig halbvollen Kühlschrank bis hin zu Nahrungsmittelvorräten für zwei bis drei Wochen gehen kann, wobei die Anlage solcher Reserven keine Spinnerei ist, sindern sogar seitens der deutschen Regierung den Bürgern noch 2005 mehrmals nahe gelegt wurde.


    Die Argentinienkriese zeigt uns, daß es nicht falsch sein kann, ca 1 bis zwei Monats-Nettogehälter im Bargeld zu halten. Bargeld, das gut versteckt ist (wegen des Risikos von Wohnungseinbrüchen). Die wenigsten Haushalte haben solche Reserven. Und wenn ich mir schon Lappengeld (Banknoten) bunker, so kann ich doch einen Teil davon, 25 bis 50 Prozent in Hartgeld halten. Und da bieten sich deutsche 10-EUR-Münzen mit etwa 16,5 g Feinsilbergehalt an. 750 EUR, das sind dann ungefähr 1,2 kg Silber. Will sagen: ab einem Silberpreis von ca. 625 EUR / Kilo partizipiert man ggf. an einer steigenden Silberpreisentwicklung mit, vorausgesetzt man verkauft oder die Währung verliert extrem an Kaufkraft, weswegen die Münzen dann bewertungsmäßig zu bloßem Silber werden.


    Und ich gehe davon aus, daß sollte Bargeld temporär wirklich einmal knapp werden, auch solche Münzen sehr gerne angenommen werden. Zumal Geschäftsleute sich strafbar machen würden, wenn sie die Annahme verweigern, nachdem sie darauf hingewiesen wurden, daß die Münze aufgrund des Bundesadlers, der Wertbezeichnung und des Ländernamens hier kursgültiges Zahlungsmittel ist. Ich selbst habe schon mehrfach mit solchen Münzen bezahlt. Wenn man den Leuten sachlich erklärt, warum es Zahlungsmittel sind, werden die Münzen in der Regel auch ohne Murren angenommen.


    Mit Gold- oder Silberbarren kann man während eines Deflationscrashes, der auch ein paar Monate dauern kann, ganz bestimmt kaum etwas "verdienen", geschweige denn Dinge des täglichen Bedarfs kaufen. Mit kursgültigen Münzen hingegen schon.


    Selbst alte Silber-5-DM-Münzen wären dann besser als Barren und zwar solange die Umtauschgarantie der Dt. Bundesbank noch besteht.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Nöö, sieht (noch) nicht so aus. Dazu fehlt die Korrektur am Schluss. Also entweder gehts jetzt nach unten und dann wäre das ein Toppeldop oder es geht weiter nach oben, dann ist es kein Doppeltop. Meiner bescheidenen Meinung nach. :D


    Grüße


    KR


    Kaufrausch: das sehe ich genau so. Insodern dürfte die nächste Woche interessant werden.


    Auch ein Rückprall auf 520, 510 oder 500 muß noch immer kein Doppeltopp im klassischen Sinne bedeuten: es kann ganz einfach sein, daß der Goldpreis eine längere Zeit (ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten, vielleicht sogar ein Jahr zwischen 540 und 490 Dollar konsolidiert. Ohne daß der Aufwärtstrend gefährdet ist.


    Ich gehe aber davon aus, daß wir nächste Woche noch die 550 Dollar sehen werden. Dann aber könnte die Luft kurzfristig sehr dünn werden.


    Wer im Gold bleiben will, aber von etwaigen Kursrückgängen / Schwankungen profitieren will, den bieten sich Puts mit einem Basispreis von 520-530 Dollar nun geradezu an. Mir persönlich wäre das aber noch zu riskant. Erst wenn es zu masiven Bewertungsübertreibungen und zu noch steileren Kursanstiegen kommt, würde ich darüber nachdenken, Puts zu kaufen.


    Ein gewichtiges Indiz für ein vorläufiges Ende der Aufwärtsentwicklung beim Goldpreis wäre neben charttechnischen Indikatoren eine rückläufige Schmucknachfrage, ggf. in Verbindung mit einer gestiegen Minenproduktion. Spätestens dann sind lang laufende Puts eine Überlegung wert.


    Gegen ein Ende der aufwärtsgerichteten Preisentwicklung sprechen gewichtige, fundamentale Fakten, wie
    - Inflationsraten und Realverzinsungen
    - Geldmengenwachstum
    - Ausufernde Staatsverschuldungen wichtiger Industriestaaten
    - Vermögenswertinflation (Aktien, Immobilien usw.)

    Ich sage dazu nur folgendes:


    was ein Minister sagt, das ist der aktuelle und offizielle Status. Auch im Hinblick darauf Handelspartner und Märkte zu beruhigen.



    Und was die der Regierung zuzurechnenden Forscher und Wissenschaftler empfehlen, das ist die Linie, der man sich zukünftig annähern wird.


    Zu den Gründen nur folgendes:


    http://devisen.boerse-go.de/index.php?node=news&id=20210



    http://devisen.boerse-go.de/index.php?node=news&id=20205


    Von einer fundamental gerechtdertigten Dollarstärke kann ich da nichts erkennen.

    Zum Artikel:


    http://www.faz.net/s/Rub034D6E…Tpl~Ecommon~Scontent.html



    Das könnte, sollten Chinas Währungsreserven wirklich diversifiziert werden, den Dollar ganz schön unter Druck setzen.


    Zumal hohe Dollarabgaben einen Trend einleiten könnten, dem sich andere Zentralbanken wegen Wechselkursverlusten und ggf. einen Anstieg der langjährigen Anleiherenditen in den USA (=Kursverlusten bei US-Dollar-Bonds) nicht auf Dauer entziehen könnten.


    Auf demnächst bevorstehende Änderungen im Publikationsumfang der FED möchte ich nicht näher eingehen.


    Langsam zeichen sich jedoch gewisse Konturen einer möglichen zukünftigen abwärtsgerichteten Dollarkursentwichlung ab.


    Die Auswirkungen der Dollarkursentwicklung auf die Rohstofpreise dürften dabei interessant sein.


    Also ist Argentionien für Ausländer / Zuwanderer ein denkbar ungeeigneter Ort, um Vermögen aufzubewahren.


    Und somit bleibt für´s Gold nur das Schließfach in der Schweiz.


    Und sein Geld solte man vielleicht auch nicht alles mit dahin nehmen.


    durran: die beiden mächtigsten Gegner für jeden Geldanleger, die sind:


    Inflation und (Geld)GIER.


    Zur Inflation, der schleichenden Sozialisierung von Geld durch überhöhte Geldschöpfung / Kreditnachfrage des Staates brauche ich hier nichts allzuviel zu sagen.


    Ebensowenig wie Gier, die zur Spekulation auf Kredit, Termin, Ungeduld, Angst, was zu verlieren und zu verpassen, Akkumulierung von schlechten Geldanlagen und Klumpenrisiken führt. Ergebnisse der Gier auf mikroökonomischer Erbene sind regelmäßig bedenkliche Schieflagen und Illiquidität. Und auf makroökonomischer Ebene sind das die bekannten Spekulationsblasen.


    (1) ein strategischer Goldinvestor, der Gold langfristig zur "Diversifizierung" und Grundsicherung einsetzen will, der kann und wird jedezeit kaufen. Ebenso wird der fundamental orientierte Investor, der dem Geldwert und der ständigen, überproportionalen Ausweitung schuldrechtlicher Verhältnisse argwöhnisch gegenübersteht sich nicht vom Goldkurs abhalten lassen, um aus einem als zu riskant erkannten Anlagesegment auszusteigen.


    (2) Spekulanten oder Goldbucks, die taktische Reserven mit dem Ziel einer späteren, gewinnbringenden Veräußerung aufbauen wollen, die sind natürlich viel preissensibler. Und arbeiten, bewusst oder unbewusst mit Stopp-Loss-Marken. Die unbewusst damit arbeitenden, die verkaufen irgendwann spontan aus Angst, noch mehr zu verlieren, die bewusst damit arbeitenden kalkulieren den Verkauf mit Verlust von vorne herein ein und setzen sich eine Kursschwelle, ab der verkauft wird.


    Gruppe 2 ist es übrigens, die durch ihr Verhalten Investmentbanken und Notenbanken zuspielt und auch mit dazu beigetragen hat, daß Gold als Investment so lange als unmodern und rückständig galt.

    Fest steht, daß bislang die Schmucknachfrage ausschlaggebend für den Goldpreisanstieg ist.


    Denn nur physisch nachgefragtes Gold kann - geht man von gezielten Terminmarktmanupulationen aus - den Goldpreis ansteigen lassen.


    Die physische Nachfrage von Investoren ist derzeit noch so schwach, daß der Goldpreis (inflationsbereinigt) noch nicht einmal ein Drittel der historischen Höchstkurse beträgt: 530 $ zu inflatonsbereinigt über 1.700 $.


    Das Interesse von Investoren in Gold ist jedoch sehr hoch, sollte es wahr sein, daß es 78 mal soviel Papiergold gibt, wie Gold physisch vorhanden ist. Dieses Interesse ist aber - solange es zu Papiergoldinvestitionen führt - nicht dazu angetan, Preise ansteigen zu lassen. Erst ein massives Umdenken der bereits in (Papier-)Gold investierten und ggf. zukünftig investierter Anleger und damit verbundene Umschichtungen von Papier in physisches Gold können dazu führen.


    Und so sind - trotz möglicher, steigender Goldnachfrage durch Investoren - sogar stagnierende und schlimmstenfalls fallende Goldpreise nie völlig auszuschließen. Wenngleich ich dieses Szenario auch für wenig wahrscheinlich halte.


    Schmuckkäuferinnen dürfen sich also weiter über moderate Goldpreise freuen.

    Zitat

    Original von Nostratommy
    .....Auch ich bin gegen Zensur. Lieber ein paar schwachsinnige Artikel zuviel als keine Presse-/Meinungsfreiheit. Mit objektiver Betrachtung der Anlageklasse Gold hat dieser Kommentar allerdings weniger zu tun. Jemand, der sich den Wirtschaftteil ansieht, sucht Informationen und hier wird eine einseitige Wertung abgegeben. Es ist halt die persönliche Meinung des Kommentators und muss nicht mit meiner eigenen konform gehen.


    Gut, dass man noch selbst entscheiden kann...


    Und gut, daß es abseits der Presse noch andere Möglichkeiten gibt Meinungen zu erfahren und seine eigene Meinung unzensiert zu äußern.


    Zumal in der Presse und in den Medien - für viele unsichtbar - in den letzten Jahrzehnten eine enorme Konzentration stattgefunden hat, woraus Gefahren für die Meinungsvielfalt resultieren.


    Das genau ist der Vorteil des Internets und der verschiedenen Internet-Foren. Hier gibt es, Extremfälle (Beleidigungen usw.) ausgenommen i.d.R. praktisch keine Zensur.


    Abgesehen davon finde ich den Presseartikel sehr oberflächlich: Nichts zur Nachfragestruktur. Nichts zur Vermögensdiversifikation bei der Geldanlage. Und in Bezug auf das Thema Gold geht es sich ausschließlich um die Preisentwicklung des Goldes, die zudem völlig losgelöst von den Rahmenbedingungen und Problemen der großen Weltwährungen (Geldmengenwachstum, Kreditausweitungen usw.) betrachtet werden. Es wird ausschließlich mit Stimmungen, Gefühlen, Bildern und unterschwellig argumentiert. Harte Fakten, Eine plausieble Analyse und präzise Begründungen, die fehlen völlig.


    Seht selbst:


    Die Versuchung für den Sparer könnte kaum größer sein. Der Goldpreis scheint auf einer langfristigen Klettertour nach oben, die geförderte Menge des Edelmetalls wird immer knapper und dem Anleger stehen inzwischen viele Möglichkeiten offen, an der Marktentwicklung teilzuhaben.
    Wer sich einen Barren nicht leisten kann und an Münzen oder Schmuck keinen Gefallen findet, kann auf Zertifikate oder Goldminenfonds ausweichen. Selbst der Euro hat bisher mitgespielt und die Kursgewinne beim Gold – das in Dollar gehandelt wird – nicht gleich wieder aufgefressen.
    Was könnte bei diesem Investment also schief gehen? Eine ganze Menge – zumindest, wenn man keinen langen Atem hat. Die heftigen Schwankungen der vergangenen Wochen zeigen, dass der Goldmarkt nach wie vor gute Nerven und ein glückliches Händchen erfordert.
    Getrieben werden die Preise in erster Linie von der Marktstimmung – und die kann auch rasch kippen. Dafür könnte schon ausreichen, dass ein paar Zentralbanken in Asien in aller Deutlichkeit ankündigen, ihre Goldvorräte doch nicht großartig aufstocken zu wollen. Oder aber, dass die spekulativ ausgerichteten Hedge Fonds ein neues Lieblingsthema entdecken und sich wieder vom Goldmarkt verabschieden.
    Längerfristig spricht dagegen einiges für weiter steigende Preise bei dem Edelmetall. Aber wie das so ist mit Langfristprognosen: Ihre Treffsicherheit lässt häufig zu wünschen übrig. Gold mag schön anzuschauen sein. Als Sparbuch oder gar als Alterssicherung taugt es jedoch nur mit großen Einschränkungen.

    Zitat

    Original von Edel Man
    :D


    You were killed by your own banks


    Ugh.


    Wo er Recht hat, hat er Recht:


    Das Geld der Sparer wendet sich in Form von Steuererhöhungen infolge Staatsverschuldung und infolge von Auslandsinvestitionen und Jobkürzungen hierzulande infolge immer neuer Steuern, Abgaben und Globalisierung gegen die Sparer selbst.


    Aktionäre, die sind dumm und frech: dumm, weil sie ihr Geld anderen geben und frech, weil sie auch noch Dividende haben wollen.


    Geld-Sparer, das sind "Aktionäre", die nicht frech sind. :D:D:D

    1.900 Tonnen zusätzliche Goldnachfrage und das verteilt auf wenige Monate.


    Das muß man erst einmal langsam sacken lassen. Und tief durchatmen.


    Nur gut, daß die IWF-Verkäufe demnächst stattfinden. Denn sonst hätte man ja noch ganz schnell verkaufen müssen - um nicht über Nacht steinreich zu werden :)


    Aber Spass bei Seite: China "positioniert" sich damit als Käufer für das IWF-Gold. Solche Mengen können kurzfristig überhaupt nur noch über den Interbankenhandel physisch transferiert werden, will man keinen massiven Goldpreisanstieg auslösen.


    Bei einer Jahresproduktion von größenordnungsmäßig um die 2.000 Tonnen und größenordnungsmäßig 70 bis 80 Prozent dieser Goldmenge allein an Schmucknachfrage, kann man solche Mengen nicht einmal eben so in ein paar Monaten am freien Markt zusammenkaufen.