Beiträge von mesodor39

    so zumindest sehen es die Analysten von Barcleys:


    http://www.goldseiten.de/conte…berichte.php?storyid=2076


    Betrachtet man den Goldchart der letzten 10 Jahre, so kann man innerhalb der letzten 5 Jahre einen stabilen Aufwärtstrend erkennen, dessen untere Liniie momentan etwa bei 450 $ verläuft.


    Man kann nun argumentieren, wie immer man argumentieren möchte. Jedoch ist die untere Linie eines intakten Trendkanals eine sehr verlässliche Marke, die einen Bereich abgrenzt, innerhalb sich der Marktpreis des jeweiligen Basiswertes bewegen kann, ohne daß die Wahrsheinlichkeit des Fortdauerns der langfristigen Preisentwicklung gefährdet ist.


    Spikes, also Kursausbrüche aus einem intakten Trendkanal hingegen sind extrem schwer vorherzusagen sowohl im Hinblick auf den Zeitpunkt, als auch auf die Heftigkeit des Ausschlages.


    Momentan befinden wir uns bereits in einem Preisbereich, der oberhalb oder ganz an der oberen Grenze des langfristigen Aufwärtstrendes bei Gold liegt.


    Kurz und mittelfristige Rückschläge sind daher sehr wahrscheinlich. Zumindest unter charttechnischen Aspekten.


    Und sie sind wünschenswert, um Nervenschwache Investoren aus dem Gold herauszudrängen und reine "Geldzähler" auszustoppen.


    Kommt demnächst (d.h. bis Mitte Februar) keine solche Korrektur, so wird diese um so heftiger ausfallen, je später sie kommt. Zumindest ist das meine Meinung.


    Erstmalig habe ich einen Gold-Put mit Laufzeit bis September 2006 und einem Streik von 525 $ erworben und so 30 Unzen Gold temporär und in US-Dollar vor einem starken Kurseinbruch abgesichert.


    Sollte Gold wirklich noch kurzfristig bis 600 $ steigen, so beabsichtige ich ggf. weitere Puts in einer Größenordnung von nochmals 30 Unzen zu erwerben.


    Des Weiteren habe ich meine Goldbestände bis auf eine Kernreserve für schlechte Zeiten reduziert, um es meiner Familie zu ermöglichen demnächst und aus taktischen Gründen eine Immobilie schuldenfrei zu erwerben. Das Gold habe ich bereits 2004 erworben und den bescheidenen Gewinn nun in 2006, natürlich steuerfrei, gehoben. Noch sind Immobilien in Deutschland vielerorts bezahlbar, um nicht zu sagen spottbillig. Und ein stetiges Zusatzeinkommen in Form von Mieteinnahmen ist auch nicht zu verachten.


    Inwieweit zukünftige Mieten zur Diversifikation in Edelmetallen genutzt werden, das hängt sehr von der weiteren Preisentwicklung ab.

    Die Vorteile der Spekulationssteuer durfte ich einmal am eigenen Leibe erleben: weil ich immer alle Aktiengewinne angegeben hatte, konnte ich, als ich 2003 riesige Verluste einfuhr und auch realisierte eine sehr hohe Rückzahlung aus 2002 einstreichen.


    Hätte ich diesen Geldbetrag damals nicht abgeführt, so wäre auch der großteils verloren gegangen.


    Insofern kann sich eine solche Steuer im Extremfall auch als Selbstschutz für extrem risikofreudige Spekulanten erweisen.

    @S04: Ihre Argumentation hat genau zwei Schwachstellen


    (1) das meiste Gold wird zu Schmuck verarbeitet und kann bestenfalls über Preise generiert werden, bei denen uns allen schlecht werden würde, müssten wir die bezahlen


    (2) Sie können Geld ohne Ende haben und dennoch können Sie nicht den Preis eines Wirtschaftsgutes beliebig bestimmen und manipulieren. Egal, wie Sie es drehen und wenden, Gold lässt sich nicht beliebig vermehren. Das beste Beispiel dafür ist der Goldpreisanstieg.


    Wenn Sie, warum auch immer, riesige Goldnengen zu einem bekannten und annähernd konstanten Preis physisch erwerben wollen, so müssen Sie sich schon Deppen suchen, die Ihnen die Preissteigerungen, die Sie mit Ihrer Kaufwut auslösen solange finanzieren, bis sie dann endlich den Braten riechen und die Reißleine ziehen. Und daher müssten Sie so oder ähnlich, wie ich es beschrieben habe, agieren.


    Feilt man noch etwas an der Technik, so könnte man noch US-Calls (jederzeit Barausgleich möglich :) kaufen, deren Wert erst durch die eigenen Verkäufe exorbitant gesteigert werden würde. Die eigenen zukünftigen Gold-Käufe würden sich so im Extremfall durch die vorangegengenen Käufe selbst finanzieren und das bei ständig steigenden Kursen (!).


    Hat man diese Schwachstelle des Terminmarktes und des Zertifikatemarktes erst mal erkannt und sich entsprechend positioniert, so kann man, vorausgesetzt man kann die gesamte Goldmenge zum aktuellen Kurs zweimal kaufen.....


    ....Gold in riesigen Mengen solange billigst oder zum Festpreis kaufen, bis die ersten Papierfuzzies ihr Gesicht verlieren, ihre eigenen Produkte unter hihen Verlusten (Umschichtungen beim Papiergold während der Akkumulationsphase physischen Goldes und somit das ständige Nachziehen der garantierten Rückkaufpreise im Kündigungsfall) selbst kündigen. Wahrscheinlich werden die Investmentbanken versuchen zu bewirken, daß der Edelmetallhandel ausgesetzt und eine gesetzliche Entschädigungsregel erwirkt wird oder allesamt bankrott gehen, ehe sie kündigen. Einen Goldbesitzer, der sein Edelmetall auf mehrere Länder (blos nicht Gold in den USA lagern) verteilt hat, den wird dies nicht stören.


    Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis irgendjamend etwas vergleichbares mit den Investmentbanken macht.


    Gold, unter Einbeziehung von OS teilweise faktisch zum Nulltarif - diese Versuchung ist zu groß, als daß ihr nicht irgendwann einmal nachgegeben werden würde :D:D:D


    Und ich vermute, daß viele Profis, die große Mengen an Gold kaufen sich bereits heute ihre selbst verursachten Kurssteigerungen zum Teil über OS und Derivate zurückholen.


    Fisiko: irgendwann wird jede Papiergeldwährung vollständig oder nahezu vollständig entwertet. Sei es durch Crash oder schleichender Inflation.


    Wann exakt ein Crash stattfindet, das kann kaum jemand in Voraus bestimmen. Die vielen regelmäßig nicht eingetroffenen Crashprognosen sind der beste Beweis dafür.


    Niemand wird ernsthaft bestreiten, daß es zur faktischen Entwertung aller auf Geld lautenden Ansprüche irgendwann kommen wird.


    Meine Crashprognose 2029 ist ebenfalls nich tals exakte Prognose zu verstehen, vielmehr wohnt dieser Zahl eine gewisse Symbolik inne.


    2029, das kann morgen sein oder auch erst in 100 Jahren. Wir wissen es nicht, was abe rnicht gleichbedeutend damit ist, diese Gefahr völlig zu ignorieren.


    So und nicht anders ist es von mir gemeint gewesen.

    Zitat

    Original von juergenlangen
    alles auf eine Karte setzen ist Glücksspiel, auch Edelmetalle haben über Jahrzehnte nicht mal die Kaufkraft gesichert. Und Immobilien dümplen wertmässig seit 20 Jahren dahin, ohne Aussicht auf Besserung (in D). Und in anderen Ländern sind die Immopreis hochspekulativ und High Risk.


    Überhaupt sind die meisten Anleger bei uns im Immos überinvestiert: Schulden aufs Haus, und dann noch auf Kredit eine oder 2 Wohnungen .. so ist in den letzten 2 Jahrzehnten keiner reich geworden, aber wohl etliche Leute arm. Nichts gegen die mietfreie Hütte, aber Immopreis und -Renditen können nur steigen, wenn die Nachfrage grösser ist als das Angebot; und unsere Bevölkerung geht zurück, und die Mietzahler werden über die Nebenkosten soweit geschröpft, dass für Mietsteigerungen kein Geld da ist, zumindest Miet und Gewerbeimmos sind derzeit wirklich kein Renner.


    Solche Rahmenbedingen heissen für mich, was früher einmal angesagt war und unsere Eltern noch zu Wohlstand gebracht hat: Alles ins Häusle stecken, das ist heute kaum noch das Erfolgsrezept, je 1/3 Immo, Metall, und Aktien/sonstige Wertpapiere würde ich heute als optimal empfehlen .. und meine Aktien wandern wenn die Kurse weiter so abgehen, bei mir dieses Jahr zunächst in cash Anlagen, und Zug um Zug noch mehr in die Sachwerte.


    Alles stimmt.
    Jedoch verkennt juergenlangen hierbei, daß es sich bei einer (schuldenfreien) Immobilie um einen schuldnerfreien Realwert handelt, der wenn auch niedrige Mieteinnahmen abwirft.


    Ob damit eine Rendite erzielt werden kann, oder ob es sich lediglich um ein Wertaufbewahrungsmittel mit realer Wertminderung durch Alterung und Gebrauch handelt ist ebenfalls zweitrangig.


    Die Alternative, Fiat-Money in allen möglichen Formen, Sparbücher. Lebensversicherungen, Bonds, Aktiengesellschaften mit mehr oder weniger hohem Verschuldungsgrad und somit Abhängigkeiten von Kreditgebern usw. ist unter den Aspekten der bedingt durch die ausufernde Verschuldung und der ungedeckten Kreditaufnahme vieler Staaten und anderer Schuldner ist mit viel höheren Risikn behaftet (Vertrauensentzug, Insolvenz der Schuldner, Inflationierung usw).


    Und alles in Rohstoffe ist auch nicht der wahre Jakob. Auch das werden viele anleger irgendwann einmal merken. 1980/81 war ich als Schüler mit meinen damals 60 g Münzgold auch plötzlich sowas von reich..... und später wieder viel ärmer :) Verkauft habe ich meine Münzsammlung dennoch nicht. Verkaufen werden aber die Geldzähler unter den Rohstoffinvestoren. Soviel ist gewiss.

    Wie könnte ein solcher Todesstoß für Goldzertifikate aussehen?.


    Ich habe mir da folgendes überlegt:


    Ein Großinvestor möchte gerne ein paar tausend Tonnen Gold kaufen. Nich tum Gewinne damit zu erzielen, sondern nur zur Absicherung seiner anderen Assets. Gehen wir mal von 3.000 Tonnen aus, das sind dann etwa 45. Mrd. EUR oder 54 Mrd. Dollar.


    Wie kann er das anstellen, ohne den Goldpreis hochzutreiben?.
    Antwort: garnicht!.


    Kann er es dennoch schaffen, soviel Gold zu kaufen, ohne mehr als 10 Prozent oberhalb des Marktpreises der nächsten 6 Monate zu zahlen, wobei er innerhalb dieser Zeit natürlich die Preise selbst nicht verderben darf?.
    Die Antwort lautet: JEIN.


    Was muß er tun?.


    Ganz einfach:


    er kauft in Phase 1 über Strohmänner Goldzertifikate bis der Arzt kommt. 3.000 Tonnen Papiergold, verteilt auf vielleicht 20 bis 50 Banken und auf 10.000 bis 100.000 Transaktionen - das fällt nicht sonderlich auf.


    in Phase 2 kauft er dann am Markt große Goldmengen auf. Die Kurse steigen täglich. Was er am ersten Tag an physischem Gold gekauft hat, das verkauft er am zweiten Tag an Zertifikaten. Darüber hinaus verkauft er am zweiten Tag die doppelte Menge an Zertifikaten und über andere Strohmänner exakt die überverkaufte Menge zurück. Dabei verliert er zwar ein paar Prozente, sichert sich aber den Kursgewinn. So macht er es solange, bis die Emmitenten beginnen, alle ihre Zertifikate zu kündigen oder aber er sein Gold hat.


    Hat er sein Gold, so hat er vielleicht (wegen der Umschichtungen) nur 10 Prozent über dem Kurs der letzten 6 Monate vor seinem ersten Kauf gezahlt.


    Wird zwischenzeitlich gekündigt, so kriegt er immerhin alle seine gezahlten Kaufpreise vergütet. Darin enthalten sind auch die gesicherten Gewinne aus den Umschichtungen während seiner Ankaufsphase.


    Fazit: Der investor hat große Goldmengen billig gekauft. Und im Fall der Kündigung durch den Emmitenten der Zertifikate zusätzlich die durch Umschichtung innerhalb der Zertifikateposition gesicherten Kursgewinne kassiert.


    Also kann selbst Papiergold, speziell ein Goldzertifikat, eine hilfreiche Option sein, große Goldmengen zu Preisen zu kaufen, für die diese Mengen nicht am Markt erhältlich sind.


    Vorausgesetzt man ist Großinvestor und packt die Sache am richtigen Ende an?.


    Risiken:
    - Insolvenzrisiko: auszuschließen / vernachlässigbar bei Verteilung auf
    mehr als 20 Emmitenten
    - Kursrisiko beim Zertifikateverkauf:
    auszuschließen durch Verteilung der Kaufaktivität auf mindestens 90
    Börsentage (wahrscheinlich dauert es noch viel länger)
    - Verkäufe von Notenbanken:
    super Gelegenheit um billig zu kaufen - bestes denkbares Szenario!
    - Vorzeitige Kündigung aller Zertifikate durch die Emmitenten
    Zinsverlust von maximal 6 Monaten. Wird während der Kauforgie
    gekündigt, sind ja bereits Gewinne durch Umschichtungen innerhalb
    der Zertifikate entstanden, die nicht durch Kündigung "enteignet"
    werden können.
    - Gesetzesänderungen / Goldbesitzverbot
    kann passieren. Jedoch: Ausländer und Zentralbanken (z.B. die
    chinesische Zentralbank als Goldkäufer) dürften davon nicht tangiert
    werden.


    Würd eich die Interessen der chinesischen zentralbank vertreten und Gold kaufen wollen / müssen - ich würde es genau so machen!.


    Und die monetäre Deflation ist exakt die Ursache für die große Depression der 30er Jahre!.


    Spinnen wir den Faden mal weiter:
    Ein paar Aktien und Immobilienschuldner werden insolvent, ihre Sicherheiten liquidiert, was zu Kursrückgängen der Assets führt und weitere Liquidierungen auslöst. Ein Abwärtstrend einzelner Assetklassen bildet sich aus, der durch Leerverkäufe und Stopp-Loss-Orders beschleunigt wird. Dies hat dann auch Umschichtungen von weniger gefallenen Asset-Klassen in stärker gefallene zur Folge, was wiederum weitere Abgaben in bislang nicht so betroffenen Assetklassen auslöst. Immer mehr Kredite werden notleidend. Immer mehr Bonds werden verkauft, denn Für Geld gibt es immer mehr Gegenwert.


    Demzufolge kann man Käufe hinauszögern. Je später man kauft, desto weniger zahlt man. Und desto schlimmer wird die Deflation.


    Es wird nun auch weniger produziert und demzufolge werden weniger Steuern gezahlt und die Arbeitslosigkeit steigt immer weiter. Irgendwann dann bricht alles zusammen, wenn keiner investiert.


    Einzig und allein der Geldüberhang kann nicht beseitigt werden, es sei denn, auch Banken gehen pleite.


    Wenn das passiert, dann gibt es kein Halten mehr:


    Jeder will nun nur noch Cash haben. Selbst Gold oder Silber sind in dieser Phase ggf. weniger wert als Cash!. Allein schon weil dann wahrscheinlich die Börsen geschlossen sind und keine Kurse gestellt werden!. Keiner kauft mehr Bonds, weswegen alle Banken pleite gehen oder schließen müssen (was dasselbe ist) nun auch der Staat bankrott geht. Denn dem traut dann auch keiner mehr. Steuern kann der dann auch nicht mehr abgreifen. Weil bei bankrotten und / oder geschlossenen Banken aufgrund des Wegfalls der dazu notwendigen Dienstleistungen des Geldgewerbes (Überweisungen, Kredite) keine geregelte Wirtschaftstätigkeit mehr möglich ist. Kein Zahlungsverkehr - keine Steuerzahlungen. So einfach ist das heutzutage!.


    Und selbst dann soll kein neues, ungedecktes Geld produziert werden?????


    Wirklich schwer vorstellbar.

    Zitat

    Original von mvd
    Wie weit ist es, bitte schön, noch bis zur Krise?...


    Das genau ist die "Hunderttausenddollarfrage" :)


    Will sagen:
    schaut man sich alleine hier im Goldseiten-Forum um, dann kann man Prognosen über einen Finanzcrash Y2K finden (das war bereits Ende 1999 / Anfang 2000). Seitdem wurde praktisch für jedes Jahr der Crash vorausgesagt. Bereits Ende der 70er / Anfang der 80er wurde ein baldiges, finales Ende des Fiat-Money-Systems prognostiziert.
    Weltuntergangspropheten mit fehlendem Realitätsbezug, die gibt´s wie Sand am Meer.


    Ich sage immer: 2029 ist es so weit. Warum gerade 2029?


    Weil es dann hundert Jahre nach dem ersten großen Börsencrash in NY sind?. NEIN.


    Das Jahr 2029 hat für mich eine besondere Symbolik: 2029 werde ich 65. Auch wenn ich wohl länger arbeiten muß, um Rente zu kassieren - was solls. Die 65 steht für mich symbolich für das "Altenteil".


    Und 2029 markiert in etwa auch das Ende der geburtenstarken Jahrgänge.


    Würde um 2029 ein Währungscrash stattfinden, so würde es mich persönlich schlimmstmöglich treffen, vorausgesetzt ich wäre auf eine solche Situation unzureichend vorbereitet. Meine persönliche Lebenssparleistung wäre dann vernichtet - ohne daß ich die Möglichkeit hätte noch einmal nennenswerte Rücklagen bilden zu können!


    Hope for the best and be prepared for the worst...


    Und exakt auf solche denkbaren Worst-Case-Szenarien sollte sich jeder, der nicht zeitnah das verbraucht, was er erwirtschaftet, bei Zeiten vorbereiten. Es bringt nichts, soetwas auf später zu verschieben. Später kann schon zu spät sein.


    Und jeder, der nicht zeitnah das verbraucht, was er erwirtschaftet sollte auch die Möglichkeit, daß es zu keinem plötzlichen Crash kommt (langsame Geldentwertung, schleichende Inflation) und / oder daß ggf. die Handelbarkeit von Edelmetallen usw. eingeschränkt werden wird (Gefahr der Illiquidität einzelner Anlagesegmente) in Betracht ziehen.


    Und deshalb niemals alle Eier in ein Nest legen.


    100 Prozent Goldquote können sich genau so ungünstig oder noch fataler auswirken als Null Prozent. Strategie ist also gefragt. Neben der berühmten Diversifikation kann auch weitestgehende Unabhängigkeit von Zahlungen (Mietfreiheit durch Eigentum) ein strategisches Ziel für mehr Sicherheit sein (auch wenn einige das anders sehen und ausschließlich auf Gold und / oder Silber fokussiert sind - den nahen Weltuntergang vor Augen.


    Die Mischung aus Edelmetallen (Gold, Silber, Platin, Palladium), Sachwerten, Liquidität und ggf. Aktien und Immobilienfonds, die macht´s. Wobei man sicherlich nicht ständig in Aktien oder Immobilienfonds investiert sein muß und auch antizycklich, länderübergrteifend und ggf. langfristig chartorientiert oder bei großen Vermögen mit Kunstgegenständen, hochwertigen Schmuck mehreren Aktien-Einzelwerten und konkreten Immobilien-Objekten agieren kann.


    Einzig und alleine von langfristigen auf Geld lautenden Spar- oder Anlageformen würde ich grundsätzlich Abstand nehmen. Kapital-Lebensversicherungen, freiwillige Altersvorsorge-Sparpläne, Bonds, langfristige Sparpläne usw. sind wohl mit Abstand das allerschlimmste was man sich bei der seit Jahren zu beobachten Geldmengenausweitung antun kann! Ehe man sowas macht, sollte man lieber gleich seine Kohle auf den Kopf hauen - zumindest weis man dann, daß man selbst etwas davon gehabt hat!.


    Das bei solchen Anlagen langfristig kein Blumentopf zu gewinnen ist und real sogar sehr große Werteinbußen möglich sind, das muß jedem klar sein, der sich den Umfang und die Zunahme schuldrechtlicher Verhältnisse anschaut. Diese Rechnungen und Versprechungen können in ihrer Gesamtheit niemals aufgehen, ohne daß irgendjemand dabei arg benachteiligt werden wird. Und die Schuldner die haben im Regelfall ihren Nutzen bereits aus den geliehen Geldern gezogen; verbleibt also der Gläubiger (Sparer), dem man in diesem üblen und langfristig auf Enteignung ausgelegten Spiel noch die A-Karte verpassen kann.


    Genau das ist es, was viele Menschen unterschwellig spüren, aber nicht konkret in Zahlen fassen können. Es gibt nun mal weiche und harte Fakten. Und Tatsachen muß man einfach zur Kenntnis nehmen und ggf. seine Schlußfolgerungen daraus ziehen.

    Zitat

    Original von Osterhase
    Dorthin wo zu jedem Geldschein auch ein in jedem Fall verwertbarer Wert vorhanden ist und die Preisangabe dieses Wertes und der tatsächliche Wert sehr nahe zusammen liegen. :))


    Wenn das so ist.....


    dann braucht man nur noch ein wenig Gold, um den Tapetenkleister zu bezahlen und dann kann sich dann ohne schlechtes Gewissen seine eigene Patchwork-Tapete zurechtbasteln. Den Rohstoff dafür gibt´s dann - hoffentlich noch druckfrisch - von der Hausbank. :D:D:D

    Zitat

    Original von Ssucher
    Ich finde den Artikel gut.
    Wo kommen wir den hin, wenn jeder Gold kauft? Die Preise sind eh zu hoch. Ich will wieder Krügerrand für 350 Euro kaufen! Das geht aber nicht, wenn das Thema Gold weiterhin in den Medien so positiv präsent ist.
    Jetzt wirbt sogar ABN-Amro auf n-tv für Rohstoffzertifikate.


    Gruß
    Ssucher


    Stimmt. Hab´s auch gesehen. Und mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.


    Mal davon abgesehen, daß das Teufelszeugs wahrscheinlich nicht durch Basiswerte unterlegt ist, folgende Frage:


    Ist es schon wieder soweit, daß Hinz & Kunz ins Gold gelockt werden - dann ist das Beste an der Goldpreisentwicklung bald vorbei.


    Will sagen: Die Bank, die agressiv Zertifikate feilbietet, die setzt doch wohl ehr auf fallende Kurse?.


    Aber noch haben wir keinen Runn ins Gold gesehen. Oder habe ich den glatt verpasst????

    Edel Man: Weltweite Liquidität in der dort skizzierten Größenordnung, eine amerilanische "trillion" eintspricht 1 deutschen Billion = 1.000 Milliarden, kann sich langfristig nur preistreibend auswirken.


    Verluste und Fehllenkungen beim eine sinnvolle Anlagemöglichkeit suchendem Geld inklusive.


    Weil Geld aber nicht vernichtet werden kann, es sei denn, die Notenbank drosselt die Kreditvergabe oder zieht ihre eigenen Gewinne zwecks Vernichtung ein (ist mir nicht bekannt, daß es sowas mal gab und eine Notenbank ihre Spekulationsgewinne vernichtet hat), hat das Geld immer ein anderer. Egal, wie oft es "verloren" wird.


    Also kann es langfristig doch nur dazu kommen, daß der Geldwert über die Funktion "Preis" dem Waren- und Assetangebot angepasst werden wird.


    Und das haben wir ja bereits bei spekulativen Übertreibungen (Aktien- und Immobilienblasen) gesehen.


    Vielleicht sind nun die Rohstofe dran.....


    Übel wird die ganze Schummelei mit der ständig ausufernden, ungedeckten Geldschöpfung immer dann, wenn die Lebenshaltungspreise steigen. Denn: diese Art der Preissteigerung, die wird nicht als Gewinn betrachtet.


    Kurssteigerungen bei Immobilien, Aktien und Rohstoffen hingegen schon.

    An eine Chartmanipulation bei Aktien und Rohstoffen glaube auch ich nicht.


    Aufgrund von Glättungen ist es oftmals so, daß längerfristige Charts nicht völlig identisch sind mit dem Teil der Entwicklung, der aus kurzfristigen Charts zu entnehmen ist.


    Das aber ist ein Problem der Darstellungstiefe: ein auf DIN A5 oderDIN A6 gedruckter oder als Grafik zur Verfügung gestellter 10-Jahres-Chart, der kann nicht jeden jeden Tageskurs enthalten. Oftmals werden die Schlußkurse mehrerer Tage innerhalb eines Trendkanals zu einem Durchschnittswert zusammengefaßt, Extremwerte ausgenommen.


    Was mit Vorsicht zu genießen ist, das sind Wertentwicklungsvergleiche und Wertentwicklungsgrafiken von Fonds.


    Denn verschiedenste Gebühren und Kosten, die Rendite fressen wurden bei solchen Vergleichen oftmals außen vor gelassen. Das kann ganz schön verzerren!.


    Gefährlich sind auch Rückrechnungen.

    Zitat

    Original von afm
    Tschuldigung die Frage, aber ist bei angebotenem Preis/ Kg der Hühnerhusten inbegriffen?!?


    Genau so ist es: Der Preis ist nur deshalb so niedrig, weil momentan viele Verbraucher Angst haben, sich an Geflügelfleisch anzustecken.


    Wobei diese Angst - man möchte schon beinahe das Wort Panik gebrauchen, völlig unbegründet ist.


    Mit dem Rindfleich war das vor ein paar Jahren genauso....


    was habe ich damals leckeres Filet und lecketen Taflespitz für ganz wenig Geld gegessen......


    ....bis dann leider kaum noch Rindfleich angeboten wurde.


    Um Geflügel hatten sich die Konsumenten bei der BSE-Kriese geradezu geprügelt. Jedem das seine :)


    Nicht viel.


    (1) Durch übersteigerte Kreditausweitung ist es mittlerweile so, daß auf Geld lautendes Vermögen der einen näherungsweise identisch ist mit auf Geld lautende Schulden der anderen. Hinzu kommt die Zinsbelastung der Schuldner, die im Fall der Staatsschuldner regelmäßig höher ausfällt, als deren Tilgungsvermögen.


    (2) somit sind die Vermögenswerte auf den Sparbüchern und in den Anleihendeopst faktisch großteils bereits jetzt notleidend. Einzig und alleine die Liquidität ist momentan sichergestellt.


    (3) käme es zu Forderungsausfällen, dann würde die Geldmenge implodieren und der Geldwert (Banknoten) exorbitant ansteigen. Weitere Massenpleiten und ein völliger Zusammenbruch der Wirtschaft wären die Folge. Versorgungsknappheit und Hungersnot inklusive. Die Anzahl der betrogenen Spare rund Geldanleger wäre so hoch, daß es zu Unruhen kommen würde.


    Um dies abzuwenden und um den Staatsaparat aufrecht zu erhalten müsste inflationiert werden. Schließlich müssen ja auch Politiker- und Beamtengehälter gezahlt werden. Ebenso die Sozialhilfen, denn sonst wird direkt geputscht. Wo kämen wir ohne ein Minimum an staatlicher Ordnung hin?


    Also wird es zu keinem ausgeprägten, deflationären Crash kommen. Derlei Ansätze wurden auch in der Vergangenheit stets durch Geldmengenausweitung bekämpft.


    Nur: je mehr Geld vorhanden ist, desto größer steigt die Gefahr, daß irgendwann mal jemand den Gegenwert für seine Guthaben abruft. Und wenn das viele gleichzeitig tun, dann steigen die Preise. Es sei denn, diejenigen werden durch Pleiten daran gehindert, was zu weiteren Abhebungen, weiteren Pleiten und letztendlich zu Aufständen führen würde, weswegen ja schon inflationiert wird, bevor die erste Bank oder der erste Staat sich für bankrott erklären muß. Also dann, wenn vermehrt Guthaben abgehoben werden einfach die Geldmenge bereitgestellt wird. Und, weil es neues Geld ist, völlig unabhängig davon, ob die Geldschuldner (Staatenund banken) zahlen können oder nicht. So einfach ist das.



    Alles klar?.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Bin ja mal gespannt, ob die Leute, die für 350 Euro Krügerränder kaufen wollen, das vor 2050 n. Chr. noch hinbekommen. :D


    Ich hatte zuerst beim Überfliegen folgendes gelesen:
    Bin ja mal gespannt, ob die Leute, die 350 Krügerränder kaufen
    wollen, das vor 2050 n. Chr. noch hinbekommen


    na, die müssen sich ja ganz schön sputen, vorausgesetzt sie haben brav gespart :) .... zumindest wenn es Normalverdiener sind - so mein erster Gedanke.


    Doch nun zurück zum Ursprungsstatement:
    Bin ja mal gespannt, ob die Leute, die für 350 Euro Krügerränder kaufen wollen, das vor 2050 n. Chr. noch hinbekommen.


    Na, wenn man das Wort EURO durch EURO-DOLLAR ersetzt und damit eine eventuelle, gemeinsame Nachfolgewährung von EUR und $, die sog. "zukünftige Weltwährung", in der Werbung auch als "Globo" kolportiert..... dann könnte das klappen. So Gedanke Nr. 2


    Fundamental betrachtet sehe ich da ehr schwarz: schon allein die hohen Energiekosten und eine tendenziell immer aufwendiger werdende Förderung lassen einen Rückfall des Goldpreises auf 350 Euro zwar nicht unmöglich, aber dennoch ehr unwahrscheinlich erscheinen. Zumal der EUR über die EZB-Währungsreserven mit dem Dollar verknüpft ist.


    Jedoch: am Goldpreis wurde schon sehr oft gedreht und in Gold wurde auch schon öftest heiß und exzessiv spekuliert. Mindestens genau so steil, wie es hoch ging, ging es dann wieder abwärts..... meist sogar fielen die Kurse viel schneller und viel steiler, als sie stiegen. Von daher ist vieles denkbar.


    Will sagen: drauf wetten, daß wir die 350 EUR die Unze Feingold bis zum Jahr 2050 nie wiedersehen, das möchte ich nicht. Jedoch: haben wir die bis 2.025 nicht gesehen, so werden wir sie auch bis 2.050 nicht mehr sehen. Soviel erscheint mir gewiss.

    Meine Meinung dazu ist:


    Der Wert des Goldes der Bundesbankreserve und dessen absolute Menge ist momentan vor allem psychologischer Natur. Das aber kann sich auch sehr schnell ändern.


    Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, daß es sich bei Gold immer um einen realen und schuldnerfrein Wert handelt.


    Einen Wert, für den man auch dann, wenn Fiat-Money nicht mehr akzeptiert werden würde wichtige Güter aus anderen Ländern kaufen kann.


    Weiterhin kann eine Goldreserve theoretisch zur teilweisen Deckung der ausgegebenen Banknoten dienen.


    Und die Bewertung des Rohstoffes Gold kann sich in EUR oder Dollar sehr wohl dramatisch ändern. So könnten aus 40 bis 60 Mrd schnell mal 600, 1.200 oder 1.800 Mrd werden. Schließlich gibt es auch einige Aktien, deren Kurs sich mehr als verdreißigfacht hat.


    Theoretisch und kurzfristig ist das auch mit Gold möglich. Und somit ist die Goldreserve der Dt, Bundesbank eine theoretische Option zur völligen Tilgung der Staatsschulden.
    Und sowas gibt man nich tfür ein Butterbrot aus der Hand.

    Von einer Diversifikation in Währungen halte ich rein garnichts. Denn fast alle Währungen dieser Welt sind über die Devisenreserven fast ausschließlich über den US-Dollar abgesichert.


    Die Goldreserven von Notenbanken kann man, sofern diese nicht im Heimatland lagern getrost vergessen, weil diese im Kriesenfall nicht zur Verfügung stehen und - sollte es darauf ankommen - ggf. von den USA als Hauptgoldlagerland konfisziert werden, sofern diese überhaupt noch physisch vorhanden sind.


    Eine Diversifikation von schuldnergebundenen Werten kann zur Vermeidung des Klumpenrisikos "Schuldnerausfall" nur in schuldnerfreien Anlagen (Immobilien, Edelmetallen, hochwertigen Schmuck und Kunstgegenständen) erfolgen.


    Innerhalb des Vermögensanteils schuldnergebundener Werte kann man selbstverständlich in Anleihen, Aktien und auch Währungen diversifizieren. Den Anteil schuldnerfreier und schuldnergebundener Assets muß jeder selbst bestimmen.


    Innerhalb der Edelmetalle würde ich Gold und Silber gemäß ihrer mittleren, langfristigen historischen Schwankungen diversifizieren, d.h.: etwa 10 bis 20 Unzen Silber je 1 Unze Gold.


    Dabei ist zu berücksichtigen, daß Silber aufgrund seiner extremen Knappheit als schuldnerfreies Geld einer Nachkriesenwährung viel weniger geeignet sein wird, als das zigmal mehr vorhandene Gold (!).


    Sollte Gold irgendwann offiziell Währungsfunktion übernehmen, so dürfte es alleine schon aus diesem Grunde rein nachfragebedingt vielfach höher im Wert und Ansehen steigen, als das dann immer noch vielfach seltenere Silber.


    Dies bedeutet faktisch nichts anderes, als daß mit dem Silber lediglich das Szenario mit abgedeckt wird, daß es zur nachfragebedingten Silberpreisexplosion kommt, wobei zum Zeitpunkt der Silberpreisexplosion jedoch KEINE Goldwährung etabliert ist.


    Wer jedoch auf KEINE Währungsumstellung, sondern auf höchste Wertzuwächse in Dollar und EUR spekuliert und sehr risikofreudig ist, der kann natürlich alles auf die 17 setzen und sich bis zur Halskrause mit hoffentlich physischem Silber eindecken. Wichtig dabei ist als Ausgleich zur unzureichenden Diversifikation: Keine Schulden machen und ausreichend Liquidität sicherstellen!.


    Auf mögliche Papiertrixereien bei Zertifikaten möchte ich hier nicht eingehen.

    ganz stark verkürzt:


    (1) Viele Staaten sind bereits seit langem bankrott, weil überschuldet. Denn sie geben regelmäßig mehr aus, als sie einnehmen und verfügen nicht über dingliche Vermögenswerte, um ihre Verschuldung damit auch nur zu einem nennenswerten teil zurückzuzahlen. Aber diese Staaten sind aufgrund des ihnen gewährten Kredites noch längst nicht insolvent.


    (2) Alle Geldsparformen sind mangels Deckung durch Sachwerte faktisch wertlos. Aufgrund der Gewohnheit der Menschen für Geld zu arbeiten und Geld als Zahlungsmittel zu benutzen und anzunehmen, sind sowohl die Sparformen, als auch das Bargeld denoch nicht kraftlos.

    Ich meine folgendes:


    Wird mehr gespart, als für Investitionen der Wirtschaft und für den Aufbau der Infrastruktur incl. Wohnungsbau benötigt wird, so führt das zu bedrohlichen Fehllenkungen von Geldmitteln, wie Staatsverschuldung, ungedeckter, privater Kreditnachfrage aufgrund unnatürlich niedriger Zinsen und Exzessen wie Kreditkartenmissbrauch in GB (Stichwort: Zinsnutten). Diese Fehllenkungen können nur zu Verlusten und Forderungsausfällen führen. Egal, ob diese faktischen Forderungsausfälle nun durch Insolvenzen oder, etwas eleganter über eine Kombination aus Zinssteuern und Inflationierung hervorgerufen werden.


    Aufgabe der Zentralbanken und der Politik ist es durch Gesetze und Zinssätze und Kreditvergaberichtlinien die Rahmenbedingungen so zu schaffen, daß


    (1) die Geldversorgung der Wirtschaft durch eine ausreichende Sparquote gesichert ist


    (2) es nicht zu einem darüher hinausgehenden Sparen und somit zu einem ungesunden Anstieg schuldrechtlicher Verhältnisse kommt.


    Und dazu würde es gehören, den Bürgern reinen Wein einzuschenken und denen klipp und klar mitzuteilen, daß die viel zu hohen Sparquoten unausweichlich spätere, bedrohliche Vermögensausfälle bei allen Geldsparern zur Folge haben werden.