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Original von wef
Also ich glaube nicht dass die Chinesen so kompliziert vorgehen müssen um ihre 3000 t Gold zu bekommen. Wenn sie es wirklich wollen und ein bißchen Druck ausüben ( 1 Billion USD wiegt schwer) werden ihnen die anderen Zentralbanken die gewünschte Menge auf dem Silbertablett anbieten.....
wef: exakt das ist nach meinem Dafürhalten bereits geschehen. Zumindest mit einer Teilmenge Gold, die der IWF verkaufen "möchte", angeblich um besonders armen Ländern zu helfen. Das ist nichts anderes, als das, was Ostrom mit den Hunnen und anderen "Barbaren" gemacht hatte: Tribute für Wohlverhalten. Was aber wird geschehen, wenn die letzten physischen Reserven verplempert sind?
Wie kommt ein Land, das Dollars in Gold wechseln will dann kostengünstig an "sein" Gold?.
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Original von wef Die Vorstellung, daß unsere vereinigten Großbanken über Papiergold im Wert von 3000 t stolpern könnten, ist für mich geradezu lachhaft...
Etwa genau so lachhaft wie die drei Immobilienfonds, die mittlerweile von den ach so profitablen Banken, die hinter den Fondsgesellschaften stehen (zumindest beim Grundbesitz-Invest war´s ja so) fallen gelassen wurden. Oder so lachhaft, wie die Computerprobleme in Japan, die es nicht erlaubten, eine Internetklitsche mit Luftbuchtungen über den Börsenkurs "abzuwickeln"? War es auch nicht lachhaft, wie ein Bundesbankpräsident über ein Abendessen mit Hotellzimmer stolpern konnte und wie lachhaft waren die Kapriolen eines Italiäners in vergleichbarer Position?.
Ich finde eine derartige Vortstellung weniger lachhaft, sondern ehr beunruhigend. Aber das nur so am Rande. Es muß nicht so kommen, wie ich es - rein theoretisch angedacht habe. Ausschließen, daß soetwas so oder ähnlich passieren könnte..... kann man das wirklich sicher?.
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Original von wefDie Banken würden es sehr schnell merken, wenn auf der Call (oder long) Seite ein Überhang von 3000t entstehen würde. Bereits dann würden die Preise massiv steigen.. .
Die Banken merken das eben nicht. Wenn zwischen physischem Gold und Papiergold tatsächlich Relationen von größenordnungsmäßig 1:78 bestehen, so spielt es keine Rolle, ob die exakte Relation nun 1:78 oder 1:78,02 beträgt, denn 3.000 Tonnen Papiergold mehr würden das Verhältnis größenordnungsmäßig lediglich um 0,2 zu Gunsten des Papiers verschieben. Ein solches System kann zudem nur dann passieren, wenn sich die Papierseite absolut unkoordiniert verhält. Schon eine Koordniation des Vorgehens der Papiergoldbesitzer in der Größenordnung von 1/78 würde ausreichen, um das System vollends kolabieren zu lassen.
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Original von wefWenn dann der physische Kauf stattfindet, wüßte jeder Bescheid...
Ich würde es so formulieren: Kurz nachdem massiert physische Käufe stattgefunden haben, wüßte jeder Bescheid. Dann aber hängen die Papiergildemmitenten nach meinem Modell bereits am Haken von sehr viel Geld, beispielsweise wegen der parallel zu den Käufen stattgefundenen Umschichtungen des Papiergoldpools = Fixierung eines Höheren Kursniveaus als das Einstiegskursniveau beim Kündigungsfall durch den Emmitenten.
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Original von wefOder glaubt jemand dass 3 Millionen Strohmänner jeweils ein Kilo Gold nach China schmuggeln ? Selbst das wäre innerhalb wenigerTage bekannt. Das westliche Finanzsystem würde sich massiv dagegen wehren. Was mit Zöllen, Goldexportverbot usw.. bis zum Krieg führen könnte. ich glaube nicht dass China das will, bevor die US Wirtschaft wirklich jahrelang am Boden zerstört ist...
Die USA würden - wegen des weitestgehenden Verlustes ihrer industriellen Basis - einen von ihnen angezettelten Angriffskrieg gegen China verlieren. Die Chinesen hingegen brauchen die USa nicht mehr lange. Im Gegenteil: deren Energieverschwendung dürfte China mittelfristig ein Dorn im Auge sein. China wird sich dessen entledigen.
Am einfachsten ginge das, indem man die Weltleitwährung (Dollar) sabottiert, indem man die Rohstoffpreise (besonders Rohöl) so hoch treibt, daß das Vertrauen in den Dollar nicht mehr gegeben ist.
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Original von wefUnd selbst wenn alles so kommt wie Du meinst. 3000t sind momentan etwa 50 Mrd USD. Bei der Kirch Pleite haben die bayrischen Banken 3 Mrd Euro abgeschrieben ohne dass irgendjemand davon was gespürt hat. Selbst mehr als der 10 fache Betrag (von 50 Mrd) hat sich beim Börsencrash 2002 in Luft aufgelöst....
Sollte sowas ähnliches passieren, dann werden aus nach jetztigen Kursen 50 Mrd. Dollar schnell 50 Billionen. Sollten die 3.000 t nicht mehr verfügbar sein, nützt alles Geld der Welt nichts, um diese Menge kurzfristig zu beschaffen.
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Original von wef
Wie ich schon mal geschrieben habe: Gold wird maßlos überschätzt. Ich gebe Ghost_god 100% recht. Wenn Gefahr droht, dann von der Devisen Seite sprich USD. Alles andere ist "peanuts". Weil nur "Papier".
Und wenns wirklich Ernst wird, sagt die Regierung vorher "ÄtschBätsch", dazu ist sie nämlich da.
Gold ist eben kein Papier. Und somit nicht beliebig vermehrbar. Im Übrigen gebe ich Ihnen völlig Recht, die allergrößte und alleinige Gefahr droht aus Richtung US-Dollar (Geldmenge) und der staatlichen und privaten Verschuldung mit Schwerpunkt USA (faule Kredite, Immobilienblase usw.).
Gold ist, abgesehen davon, daß der Goldpreis eine Art Indikation für das Vertrauen in Fiat-Money ist, ehr ein Nebenkriegsschauplatz.
Die Ausgangsfrage dieser Diskussion lautete, wie der Todesstoß für Papiergold aussehen könnte. Bislang konnte niemand meine These schlüssig widerlegen.
Immer wieder wird von den verschiedensten Autoren und Forenmitgliedern gegen Papiergold argumentiert. Immer wieder wird angedeutet, daß die Papiergoldansprüche in ihrer Summe nicht erfüllbar sind und daß Papiergold Teil der Goldpreismanipulation sei.
Jede Manipulation hat jedoch ihre Schwachstelle, genau so, wie es das "perfekte Verbrechen" nicht gibt. Und eine Schwachstelle dieser vermuteten Goldpreismanipulation habe ich versucht aufzuzeigen.