Beiträge von mesodor39

    Kaufrausch: was die nicht selbstgenutzte Immobilie angeht, so hat Ihre Argumentation einiges für sich, weil sich Vermieten kaum noch lohnt, auch wegen der neu angedachten Steuergesetzgebung, die faktisch, d.h. real (nich tnominal) auf eine Enteignung von bis zu 20 v.H. des Eigentums hinausläuft. Auch bei Eigentum muss man genau nachrechnen. Und Mietkosten mit Kapital- und Unterhaltungskosten abgleichen.


    Ich hab´s so gemacht:
    1994 eine Eigentumswohnung, 100 qm erworben, bis dann alles so war, wie ich das wollte, hatte ich umgerechnet 155.000 EUR hinblättern dürfen, 59.000 davon waren geleihen. Nach vertraglich festgelegtem Auszug der Mieter (war mit Eigentümer verwandt) und Renovierung waren dann 2 Jahre um und ich konnte endlich einziehen. Einen Monat später kam Sohn Nr. 2. Nun diente die alte Wohnung (60 qm, abbezahlt, Eigentum meiner Frau) als Gelddruckmaschine (Mietwohnung). 2001 war alles abbezahlt. Endlich frei!.


    Momentane Situation: Das Haus hat 6 Wohnungen, insgesamt 500 qm Wohnfläche und ca. 10.000 EUR Instandhaltungsrücklage. Der Heizkostenverbrauch liegt noch in einem Bereich, der (noch) akzeptabel ist (was sich aber ändern dürfte). Das Objekt ist in einem mittleren bis guten Zustand. Erhaltungsmaßnahmen und Anstreicharbeiten werden von den Eigentümern selbst durchgeführt. Um Kosten zu sparen. 4 Wohnungen werden von Eigentümern bewohnt, einer davon muss mangels Einkünften schon verkaufen, ein weiterer zahlt noch einen Kredit ab (von den anderen drei weis ich das nicht, meine Wohnung ist bezahlt, eine Wohnung steht leer (nachdem soein Harz-IV-Typ über ein Jahr lang keine Miete zahlte und rausgeklagt wurde, und eine ist vermietet.


    Ich möchte damit folgendes zum Ausdruck bringen: Sollten zukünftig erhebliche Modernisierungen (Energieeinsparung) erforderlich werden, so weis ich nicht, ob alle Eigentümer das zahlen können. Wenn da je Wohnung Beträge zwischen 10.000 und 20.000 EUR fällig werden.... dann Prost Mahlzeit!. Sicherlich kann man klein anfangen (z.B. Kellerdecke von unten selber isolieren, aber wenn es an die Fassade geht, muß ein Fachbetrieb und ein Fachplaner rann. Ein weiterer "Tod" sind die horizontal verlegten Wasserleitungen in den Wohnungen. Die muß jeder selbst irgendwann austauschen lassen, wobei dieses "irgendwann" nach dem ersten Rohrbruch sein dürfte. Alles kostet Geld. Geizgeile legen die neuen Leitungen dann über Putz. Wen´s gefällt....


    Renditeaspekte
    Ich meine, daß es sich für mich bislang ohne staatliche Förderung nicht gerechnet hat, eine Eigentumswohnung zu erwerben: Kaufpreis incl. Renovierungskosten damals: 310.000 DM, Wert heute ca. 220.000 DM. 10 Jahre drin gewohnt, macht bei 900 DM Kaltmiete 90.000 DM Einsparung. Nimmt man die Förderung hinzu, dann haben wir 19.000 DM Steuerrückzahlung im Jahr des Einzuges und ca. 6.000 DM i.M. Steuereinsparung die nächsten 5 Jahre, das macht dann 49.000 DM Staatsknete (incl. Kinderbaugeld).


    Hätte ich meine 195.000 DM angelegt, die Miete gezahlt, so wären aus den 195.000 bei 5 v.H. Zinsen und 25 v.H. Zinssteuer immerhin 288.000 DM geworden - 44.000 mehr als mit der Wohnung. Trotz Staatsknete.


    Berücksichtigt man jedoch, daß ich auch die Mietwohnung meinen Ansprüchen entsprechend hätte renovieren müssen oder aber bereit sein müssen, einen höheren Mietzins zu zahlen, so kommt sehr wahrscheinlich alles auf´s gleiche raus.


    Dann aber habe ich lieber einen Sachwert, als Cash auf dem Konto.


    Ein Goldklumpen von 12,5 kg, gekauft bei Gold-Niedrigstkursen wäre auch nicht schlecht gewesen. Langfristig aber kann ich davon nicht mietfrei von wohnen. Will sagen: etwaige Wertsteigerungen oder Wertverluste des Goldes sind ein einmaliger, schwer kalkulierbarer Effekt, der zeitloch zudem nicht prognostizierbar ist, wohingegen ich mit 400 EUR Mietersparnis im Monat ganz konkret rechnen kann. Dies und die Staatsknete waren in den letzten 10 Jahren etwa ein Gegenwert von (10 x 12 x 800 + 49.000 = 145.000 DM. Dies entspricht bei einem angenommenen, mittleren Goldpreis von 22.000 DM das Kilo bereits 6,5 kg Gold. Und würde ich die Bude nun verkaufen, so bekäme ich etwa 110.000 EUR, also weitere 7,3 kg Gold (15.000 EUR/kg = aktueller Kurs).

    Das sind dann 13,8 kg statt 12,5 kg. Aber was solls: Der Goldpreis kann ja noch so weit steigen, daß diese Rechnung völlig anders aussieht. Neimand weis, was genau die Zukunft bringt.


    Und was das Gold angeht: da drängen nun mehr und mehr Spekulanten und Institutionelle hinein. Schaut man sich an, wer die beiden letzten Immobilienfonds in Deutschland hat hochgehen lassen - es waren nicht die Kleinanleger, sondern die institutionellen Großeivestoren incl. priv. Rentenkassen....
    ....so weis man, was das für unsichere Kantonisten sind.


    Angeblich wollen viele dieser Fondsanteile verkaufenden institutionellen Deppen noch nicht mal gewusst haben, daß die Immobilienrenditen eines KAN-Fonds nur so hoch waren, weil die viele billige Kredite zur Immobilienfinanzierung aufgenommen hatten. Tolle Verkaufsargumentation. Super Management. Wo haben die Wirtschaftswissenschaft gelernt - etwa hinter dem Tresen einer Kampftrinkerkneipe?


    Auf sowas kann man lang- und mittelfristig nicht bauen. Und jeder der das tut und den Absprung verpasst.....
    ....der wird´s am eigenen Geldbeutel spüren.


    Jedoch: nichts gegen eine langfristige, strategische (nicht spekulative) Goldanlage zur Diversifikation und für Kriesen und ggf. Notfälle.

    [quote]Original von Rhöngold
    FAZ am Sonntag 29.1.06 S. 43, Interview mit Johannes Führ, Vermögensverwalter,


    "Ein Euro ist nur noch soviel wert wie eine D-Mark"
    "Niedrige Zinsen - noch viele Jahre lang"
    "Wenn Sie als junger Mensch 10.000 Euro haben, sollten Sie drei Monate durch die Welt reisen. Wenn Sie 30.000 bis 100.000 Euro besitzen kaufen Sie sich ein Haus das Sie so schnell wie möglich abbezahlen .... Wenn Sie wirklich zu Geld kommen wollen verdienen Sie das nicht als Angestellter oder an der Börse". Das geht nur durch Sparen oder als Unternehmer." ....[/quote]


    Ich halte den zweiten Teil dieser Aussage für extrem gefährlich, denn er ermuntert zur riskanten Schuldenreiterei. Schuldenreiter verlieren im "Kriesenfall" oftmals alles. An der Inflation "verdienen" - lachtot!. Die das versuchen, die werden meist ausgerottet... und zwar durch einen Schlag mit der Zinskeule. Bumm!


    Annahme: Eigenkapital 30.000 EUR, Kaufpreis für ein altes Haus: 150.000 EUR. Gehalt 2.500 EUR netto.


    Klar, die Bank freut sich. Kreditvertrag, 10 Jahre fest, 1 Prozent Anfangstilgung 4 v.H. Zinsen.....


    Mehr kann er nicht tilgen, den die Bude muss binnen 10-Jahres-Frist noch renoviert werden. Die Energiekosten werden steigen.


    Neue Fenster, Neue Isolierverklinkerung, Neue Wasserleitungen, neue Fliesenbeläge, Neue Haustür. Neue / bessere Dachisolierung. Neuer Heuzkessel, ggf. Wärmetauscher. Da hätte er dann genug drann zu knapsen. Wahrscheinlich aber sind zuerst die Einbauküche und der Neuwagen drann :) ...


    Wer was vernünftiges haben will, zahlt 300.000 bis 450.000 EUR für ein Haus (150-200 qm) in mittlerer Lage, gebaut nach 1970. Grundstück: 600-900 qm. 60.000 EUR STK ist Minimum. Investitionen hat er auch noch zu tragen. Bei 390.000 Kredit und 4 v.h. Zinden sind für´s erste Jahr fällig: 16.600 EUR Zinsen + 3.900 EUR Tilgung = 19.500 EUR. Prost Mahlzeit!.


    Da muss er, wenn er von 1.500 EUR mtl. leben will (incl. Betriebskosten, Grundsteuer und Renovierungskosten schon netto mindestens 3.125 EUR mit nach Hause bringen.


    Und mal angenommen nach 10 Jahren beträgt der Zinssatz 8 v.H.....
    dann ist die Hütte vielleicht futsch... über 2.600 müsste der dann mtl. abdrücken! Bei vielleicht 10 Prozent Bruttolohnsteigerung und 2 v.J. Geldentwertung je Jahr.


    Ich sag´s mal so:


    60 Prozent Eigenkapital sollte man mindestens haben und der Kredit incl. Tilgung sollten nicht mehr als 25 Prozent des Netto-Einkommens ausmachen, wobei die Lebenshaltungskosten (Essen, PKW, Betriebskosten des neuen Hauses) nicht mehr als 50 Prozent des verfügbaren Einkommens ausmachen sollten. Auch dann noch hat er Risiken (z.B. Jobverlust).


    Man sollte weiter auch in der Lage sein, den Kredit während der Festschreibungsdauer der Zinsen zurückzuzahlen. Und genau das auch anstreben. Zahlt man länger als 15 Jahre ab, lohnt sich das alles kaum noch.


    Ich hab´s so gemacht:
    1994 eine Eigentumswohnung, 100 qm erworben, bis dann alles so war, wie ich das wollte, hatte ich umgerechnet 155.000 EUR hinblättern dürfen, 59.000 davon waren geleihen. Nach vertraglich festgelegtem Auszug der Mieter (war mit Eigentümer verwandt) und Renovierung waren dann 2 Jahre um und ich konnte endlich einziehen. Einen Monat später kam Sohn Nr. 2. Nun diente die alte Wohnung (60 qm, abbezahlt, Eigentum meiner Frau) als Gelddruckmaschine (Mietwohnung). 2001 war alles abbezahlt. Endlich frei!.


    Momentane Situation: Das Haus hat 6 Wohnungen, insgesamt 500 qm Wohnfläche und ca. 10.000 EUR Instandhaltungsrücklage. Der Heizkostenverbrauch liegt noch in einem Bereich, der (noch) akzeptabel ist (was sich aber ändern dürfte). Das Objekt ist in einem mittleren bis guten Zustand. Erhaltungsmaßnahmen und Anstreicharbeiten werden von den Eigentümern selbst durchgeführt. Um Kosten zu sparen. 4 Wohnungen werden von Eigentümern bewohnt, einer davon muss mangels Einkünften schon verkaufen, ein weiterer zahlt noch einen Kredit ab (von den anderen drei weis ich das nicht, meine Wohnung ist bezahlt, eine Wohnung steht leer (nachdem soein Harz-IV-Typ über ein Jahr lang keine Miete zahlte und rausgeklagt wurde, und eine ist vermietet.


    Ich möchte damit folgendes zum Ausdruck bringen: Sollten zukünftig erhebliche Modernisierungen (Energieeinsparung) erforderlich werden, so weis ich nicht, ob alle Eigentümer das zahlen können. Wenn da je Wohnung Beträge zwischen 10.000 und 20.000 EUR fällig werden.... dann Prost Mahlzeit!. Sicherlich kann man klein anfangen (z.B. Kellerdecke von unten selber isolieren, aber wenn es an die Fassade geht, muß ein Fachbetrieb und ein Fachplaner rann. Ein weiterer "Tod" sind die horizontal verlegten Wasserleitungen in den Wohnungen. Die muß jeder selbst irgendwann austauschen lassen, wobei dieses "irgendwann" nach dem ersten Rohrbruch sein dürfte. Alles kostet Geld. Geizgeile legen die neuen Leitungen dann über Putz. Wen´s gefällt....

    [quote]Original von Quentchen


    Der "Wert" beider beruht einzigst auf eine kulturelle "Übereinkunft", die sich letztendes in der "persönlichen Wertschätzung", die ein Individuum dem "Gegenstand" entgegenbringt, ausdrückt.....


    Einzigst diese "persönlichen Wertschätzungen" - (= was ich unter "innerem Wert" verstehe, kann auch eine "Erwartung", wie die der zukünftigen "Wertsteigerung" sein) - führen dazu, dass das "Ding" auch einen Preis bekommt.


    Der Preis ändert sich, wenn sich die "Wertschätzungen" einiger oder vieler oder aller ändern.....


    Meiner Meinung nach ist Gold also nur so viel "wert", weil viele der Meinung bzw. "des Gefühls sind", dass es "wertvoll" ist - so viel wert sein muss - aufgrund unseres kulturellen Hintergrunds und seiner Konventionen und des dadurch "Gelernten" ...


    [quote]


    Quentchen: ich drehe Ihre Argumentation nun einmal um, und Sie werden sehen, daß diese dann auch Sinn machen dürfte:


    Der "Wert" des Geldes beruht einzigst auf eine kulturelle "Übereinkunft", die sich letztendes in der "persönlichen Wertschätzung", die ein Individuum dem "Gegenstand Geld" entgegenbringt, ausdrückt.....


    Einzigst diese "persönlichen Wertschätzungen" - (= was ich unter "Wert" verstehe, kann auch eine "Erwartung", wie die der zukünftigen "Kaufkraft" sein) - führen dazu, dass das "Geld" auch einen Preis, gemssen in Arbeitsleistung bekommt.


    Der Preis ändert sich, wenn sich die "Wertschätzungen" einiger oder vieler oder aller ändern.....


    Meiner Meinung nach ist Geld also nur so viel "wert", weil viele der Meinung bzw. "des Gefühls sind", dass es "wertvoll" ist - so viel wert sein muss - aufgrund unseres kulturellen Hintergrunds und seiner Konventionen und des dadurch "Gelernten" ...


    Doch nun kommen wir zum kleinen, aber bedeutsamen Unterscheid. Mit Gold kann man nicht betrügen, d.h. jedes Gramm muss erst gewonnen werden, bevor man es in Händen halten und verwerten kann. Keine Unze Gold - keinen Gegenwert für eine Unze Gold. So einfach ist das. Gold ist nbicht beliebig vermehrbar.


    Geld hingegen schon. Und somit werden wir alle durch Inflationierung der Geldmengen um die Früchte unserer Arbeit betrogen.


    Eine ausgesaigerte (untergewichtige) oder gekippte (befeilt / beschnitten) Goldmünze konnte jeder, der das gemerkt hat entweder zurückweisen oder im Werte mindern, d.h. weniger Ware dafür hergeben. Und die Manipulation war für jeden, der eine Waage mit den dazugehörigen Passiergewichten besaß direkt erkennbar und bewertbar.


    Wie aber will man erkennen und bewerten, wenn immer mehr Geld in Umlauf gesetzt wird, das durch nichts gedeckt ist?.


    Auch für mich ist es nun ander Zeit, mich hier auszuklinken.

    Zitat

    Original von Quentchen
    Ansonsten bin ich "ideologiefrei" ... was auch heisst, dass ich eure "Panik" ;) (noch) nicht so ganz nachvollziehen kann ... und selbst wenn so ein "worst case"-Szenario eintreten sollte, bin ich skeptisch, ob dann Gold etc. das "Überleben" so sichert, wie es sich viele hier vorstellen ... und ich bin überhaupt noch sehr skeptisch, was den Goldmarkt generell betrifft ... mir ist das doch (noch) ziemlich zu "intransparent", vor allem wer da wie die Kurse macht ...
    Und solange "Unmengen" von Gold "gehortet" sind (egal bei wem ;) ) besteht auch immer eine Gefahr, dass die mal, aus welchen Gründen auch immer, "spontan" auf den Markt "gekippt" werden ...
    .......Quentchen


    Quentchen: damit Sie auch weiterhin ideologiefrei bleiben, habe ich Ihnen auch nahegelegt, daß Sie sich über die aktuellen monetären und wirtschaftlichen Verhältnisse und deren Entwicklung in der Vergangenheit informieren sollten.


    Zu welchen Schlussfolgerungen Sie dann kommen, das ist Ihre Sache.


    Fest steht: je mehr und je objektiver man sich informiert, desto geringer ist die Panik oder die Angst, die man bei seinen Investitionen hat.


    Kein Investment ist zudem ohne kurz- bis mittelfristige Risiken, weswegen ich auch niemals bankrotte/angeschlagene Internetklitschen oder meinetwegen auch Aktiengesellschaften die vom Schuldenreiten profitieren, wie z.B. Fanny Mae shorten oder Puts drauf kaufen würde. Klar was draus werden wird. Weniger klar ist, wann dieser Fall eintreten wird.


    Genau so ist das mit der Geldmenge und dem Geld. Zumindest sehe ich das so.


    Langfristig kann und wird man sowohl in ausgesuchten Immobilien und ausgesuchten Aktien, aber auch mit Edelmetallen viel besser fahren, als mit Spareinlagen oder Bonds. Niemand kann Ihnen sagen, welche Geldanlage den allerbesten Werterhalt oder die allerhöchste Nettorendite haben wird.


    Insofern ist jeder Investor auf sich alleine gestellt und für sein "Ding" voll und allein verantwortlich.

    Egal ob mit oder ohne Panik.


    Meinen 2. Silberbarren habe ich beispielsweise 1986 erworben und die letzten dann Anfang der 90er, noch als Student, direkt von der Degusse für 225 DM das Kilo incl. Märchensteuer. Ich hatte einen Pflaumenbaum, dessen Erträge in der Spitze ausreichten, um mir bis zu 2 kg Silber im Jahr alleine davon zu kaufen. Die Pflaumen sind längst verkauft unf gegessen, der Baum brach vor 5 Jahren auseinander, aber die Barren von den Ernteerlösen (und auch andere von meinen damaligen Ersparnissen), die hab ich heute noch :)


    D.h. abgesehen von einem 5 kg-Barren, den mir kürzlich mein Junior (9) für 1.250 EUR abgeschwatzt hat.... ansonsten habe ich kein Gramm davon verkauft.


    Irgendwann in den 90ern habe ich den kompletten Posten abgeschrieben. Kursschwankungen gehen mit seitdem am Hintern vorbei. Es gab Jahre, da hatte ich noch nicht einmal nach dem Silberkurs geschaut. An einen Verkauf zu den derzeitigen Kursen denke ich nicht einmal im Traum. Angst vor Wertverlusten habe ich keine. Warum auch?.


    Übrigens: als ich Silber kaufte, da gab´s wirklich Silberberge, gegen die die von Ihnen befürchteten "Goldberge" ehr kleine Häufchen sind. Gestört hat es mich nicht. Und die Wertentwicklung der letzten Charge, von ca. 115 EUR das Kilo zu ca. 300 EUR das Kilo (Ebay-privat-Verkaufspreis), das wären etwa 6,6 Prozent je Jahr, die braucht sich hinter der einer Bundesanleihe auch nicht zu verstecken.


    Und unter uns: der bisherige Silberpreisanstieg ist vielleicht erst der Anfang. Und beim Gold dürfte es sich ähnlich verhalten, setzt man die geförderten Goldmengen in Relation zu den vorhandenen Geld- und Wertpapiermengen. Interessant wird es, wenn man sich die Änderungen der Relationen (Verhältnis zwischen Geldmengen und Goldmenge) über Jahrzehnte anschaut.


    Ja, das mag sein.


    Ein Tipp: informieren Sie sich mal über das Wachstum der Geldmengen und über das Wirtschaftswachstum.


    Setzen Sie das langjährige Geldmengenwachstum in Relation zu den langjährigen realen Wachstumsraten.


    Dann sehen Sie, wohin die Reise geht.


    Wenn Sie sich dann noch Wirtschaftsnachrichten ansehen und versuchen, mal zwischen den zeilen zu lesen, dann wissen Sie was häufig ist und was es wie Sand am Meer gibt.


    Schulden zum Beispiel.


    Und für jede Schuld gibt es einen Gläubiger, auch Bank oder "Sparer" genannt.


    Die Schulden der einen - sind näherungsweise das Geld der anderen.... Willkommen in der Realität!.


    Bei näherer Betrachtungsweise stellen Sie dann fest, daß Banken meist Schuldner und Gläubiger zugleich sind.


    Ups.


    Und dann verstezen Sie sich mal in die Lage eines Staatsschuldners. Hat der ein Interesse daran, daß er seine Schulden ehr in werthaltigem Geld, von dem es dann wenig gibt oder besser in weniger werthaltigem Geld, von dem es eine ganze Menge geben muss, damit es nahezu wertlos ist, zurückzahlen kann.


    Und wenn Sie bis dahin gekommen sind, dann denken Sie mal darüber nach, was ein Sparer, der sich nicht betrügen lassen möchte, noch tun kann außer seine Ersparnisse in (mobilen) Sachwerten umzuschichten, die man eben nicht beliebig vermehren kann.

    Er kann Aktien oder Bonds kaufen, wobei er aber immer auch Geld mit kauft. Er kann Immobilien oder Fondsanteile kaufen, die in Nullkommanix mit Steuern und / oder Abgaben belegt und so ebenfalls und willkürlich enteignet werden können. All dies geht mit physischem Gold viel schwerer, natürlich nur, wen man es nicht in Bankschließfächern aufbewahrt, deren Inhalt im Kriesenfall - natürlich rein hypotetisch - konfisziert werden könnte oder wegen Bankschließungen temporär nicht erreichbar ist.


    Und einmal angenommen, Sie tun solche hypotetischen Entwicklungen langfristig zu 95 Prozent als dummes Zeugs ab - was ist mit den restlichen 5 Prozent?.


    Die müssten Sie dann doch - alleine aus Gründen der Risikostreuung (Diversifikation) als Liquiditätsreserve im Kriesenfall in Edelmetallen anlegen.


    Stimmt´s oder hab´ich Recht?.


    Und für ultimative Angsthasen und Kursfetischisten: die drei Netto-Monatsgehälter auf dem Girokonto.... ...wären die nicht besser gut versteckt im eigenen Heim aufgehoben - am besten noch in Form deutscher, silberner 10-EUR-Gedenkmünzen, womit Sie sich eventuell bereits um die Notwendigkeit einer Edelmetallanlage herumgedrückt hätten?.


    Edelmetalle, ohne Wechselkursrisiken. Kostenpunkt: 0,5 Prozent Zinsverlust im Vergleich zur Sichteinlage auf dem typischen Girokonto, je so billig gibt´s Edelmetall. Und sollte Silber extrem steigen, wer weis, vielleicht schlägt die Rendite der Silberzehner sogar irgendwann das Girokonto - ohne daß es zum Crash kommt. Also: Sicherheit gegen Bankenpleite, Sicherheit gegen Hyperinflation und langlaufenden, aufgeldfreien OS auf Silber mit Basiskurs 63 EURO-CENT das Gramm und Kapitalgarantie des eingezahlten Geldes. Das alles für 0,5 Prozent Zinsverlust pro Jahr. Kein Zertifikat kann das bieten!.


    Sie haben Angst vor Einbrechern:
    Vergraben Sie es im Garten oder mauern Sie es ein!.

    schuldenblase: Die Hunt´s machten einen Fehler, denn sie kauften auf Termin. Ein Goldzertifikat, gekauft bei einer Bank ist bereits bezahlt. Und eine Tonne gekauftes Börsengold ist das auch.


    Hätten die Hunt´s das dreifache Geld von dem Geld gehabt, was sie am Ende der Futurkontrakte hätten zahlen müssen - ihnen wäre nichts passiert. Die Jung´s waren zu gierig und lieferten sich den Manipulanten so aus.


    Mir ist natürlich klar, daß die Gefahr besteht, daß man so keine 3.000 Tonnen zusammenbekommen würde. Jedoch würden man so die Papiergoldmafia platt machen können, sie in den Ruhin treiben können. Alternativ dazu wären Notenbanken gezwungen 3.000 Tonnen Gold locker zu machen....


    ....wobei es dann ja nicht bleiben würde, weil Geldmittel für weitere 6.000 Tonnen vorhanden wären.


    Und sollte eine Notenbank derart aggressiv auftreten......


    dann wäre das das Ende vom Dollar und von allem Vertrauensgeld.


    Und um das ganze noch abzurunden könnte man Put´s auf die Aktien der Investmentbanker erwerben, die die Goldzertifikate ausgeben. Aber dies wiederum wäre hochriskant und prinzipiell nicht erforderlich.


    9.000 Tonnen Gold, das wären "nur" 135 Milliarden EUR. Für Großinvestoren, die sich zu einer Gruppe zusammentun oder für Schurkenstaaten mit Ölquelle im Vorgarten ist das kein Problem, die Puppen tanzen zu lassen.


    Und das schlimme daran ist: Mit kleineren Goldmengen, 10, 100, oder 500 Tonnen funktioniert dieses Spielchen genau so. Und selbst, wenn der Goldpreis bei den Mengen nur um 20 Prozent steigt und der Investor sein Gold tatsächlich bekommt......


    hat er doch mindestens 15 bis 20 Prozent des von ihm verursachten Kursanstieges von den Goldzertifikateemmitenten bezahlen lassen.


    Und das allerbeste ist: wegen 100 Tonnen sind weder Massenkündigungen bei Goldzertifikaten, noch sonstige "Panikreaktionen" des Finanz-Establishments zu erwarten.


    Die zahlen und schweigen. Und schimpfen solche Investoren insgeheim vielleicht "Gold-Tarts". Wei werden es wohl nie erfahren :)


    Und wer weis, wie oft die schon gezahlt und geschwiegen haben. 

    Werden OS (ich gehe mal von Calls aus) deutlich billiger ausgegeben als sie es eigentlich sein müssten, kann man vermuten, daß die Emmitenten sehr viele OS verkaufen wollen. Weil die Emmitenten auf fallende Kurse wetten.


    Andersherum kann es aber auch sein, daß momentan viele OS die richtig gut im Geld sind den Emmitenten angeboten werden, weswegen die ihren Ankaufspreis reduzieren (weil kaum andere Käufer da sind, z.B. wegen eines Angebotsüberhanges) und sie die Scheine möglichst billig zurückkaufen wollen / müssen, weil sie (teilweise?) zur Kursstellung verpflichtet sind?.


    Es gibt, wie immer, mehrere denkbare Möglichkeiten. Zumindest ist das meine Meinung dazu. Mag sein, daß der eine oder andere abweichende Erklärungen hat.


    Feste Gesetzmäßigkeiten, aufgrund man den Kurs von OS anhand der Paramater Volatilität, Kurs des Basiswertes und Restlaufzeit exakt, d.h. auf Euro und Cent bestimmen kann, die existieren nicht.

    Sollte es dazu kommen, so wird der Euro gegen den Dollar erstarken. EU-Exporte nach den USA würden erschwert werden.


    Andere Öl exportierende Länder könnten sich daraufhin dem Beispiel Iran anschließen mit der Folge, daß der Dollar weiter gegen den Euro und gegen den Rohstoff Öl fallen und so seine Bedeutung als Weltreservewährung verlieren würde.


    Die Zinsen in den USA würden extrem stark steigen, fast jeder Schuldner würde bankrott gehen alternativ dazu käme es dort zur Hyperinflation.


    Die EZB hingegen müsste riesige Geldmengen schöpfen, um die für eine Weltreservewährung erforderliche Menge an Euros bereit zu stellen.


    Die Wertverluste der in US-Dollar gehaltenen Devisenreserven hingegen fielen wegen der Nachfrage nach Euros nicht ins Gewicht. Durch Monetarisierung und Kreditsicherheiten würden neue Reserven geschaffen.


    Dies könnte zu rückläufigen Exporten und ähnlichen Verhältnissen (Blasenbildung) wie in den USA führen. Weswegen sowohl die Export- als auch die Kapitalbilanz Europsa ausgeglichen oder positiv (Waren- und Kapitalexport) sein müsste, sollte dieses System nich tauch scheitern.


    Faktisch würde dann Europa den Rest der Welt - vielleicht durch eine etwas maßvollere Geldmengenausweitung und Inflationierung als das zuvor durch die USA der Fall war "besteuern".


    Ewig würde auch das nicht gutgehen. Spätestens wenn die EU Nettoschuldner würde und eine negative Handelsbilanz aufweisen würde, wäre es dann auch um den Euro geschehen.


    Die schon jetzt viel zu hohen Staatsschulden der Euro-Länder werden mittel- bis langfristig genau dies bewirken.

    Zitat

    Original von Quentchen
    Aber auch nur solange, wie die die Notenbank-Goldberge (in Anlehnung an den Butterberg vergangener Zeiten ;) ) im Bunker bleiben ...
    Die reale, rein materielle (Verbraucher-) Nachfrage der Industrie und Schmuckverarbeitung würde sich an einer solchen "Goldflut" glatt verschlucken ... wenn nicht sogar daran "ersticken"......
    Grüsse
    Quentchen


    Quentchen: das ist exakt der Punkt, an dem alles hängt.


    Angenommen besagte Goldberge würden noch in den Tresoren der Zentralbanken existieren, warum wohl bilanzieren diese dann Gold und Goldforderungen in einer Bilanzposition?.


    Etwa damit Gold steigt, die Zentralbanken dann mit Goldabgaben den Preisanstieg stoppen müssen und anschließend tatsächlich gezwungen wären, Goldberge ggf. auch durch Mehrfachbuchungen derselben, mehrfach verleihenen Goldmenge vorzutäuschen, Goldmengen, die nicht oder nicht mehr existent sind?. Etwa weil sie keine Goldmengen mehr hätten um einen erneuten, explosionsartigen Goldpreisanstieg zu verhindern?.


    Schon mal daran gedacht was wäre, wenn besagte Zentralbankreserven größtenteils bereits verleihen, verkauft und zu Goldschmuck verarbeitet worden wären?. Dann und nur dann würden Bilanztrixereien notwendig sein und wären mangels anderer Optionen die einzige, sinnvolle Alternative zum Finanz- und Währungscrash.


    Warum wohl werden schon seit Jahren keine unabhängigen Überprüfungen der Goldreserven der USA und der Fed (die auch ausländische Goldreserven verwahrt) mehr zugelassen?.


    Angenommen es wäre in den Zentralbanktresoren bereits jetzt viel weniger Gold vorhanden als in deren Bilanzen......
    .....würde dann nicht ein gewaltiger Mangel an Gold herrschen?


    Über diese Möglichkeit sollte man vielleicht auch einmal nachdenken.


    Intransparenz, besonders bei Bilanzierungen ist nach meiner Meinung und Lebenserfahrung ein ernstes Anzeichen für das Vorhandensein von Unregelmäßigkeiten. Um es einmal sehr wohlwollend zu formulieren.

    Zitat

    Original von Oskar
    ....Ich kenne sogar Bergwerke, die haben die Silberbestandteile mit dem Abraum verkippt. .....Oskar


    na, wenn die so clever waren und Abraummanagement betrieben haben, sprich: den silberhaltigen Abraum innerhalb der Abraumfraktion separiert haben..... so könnte sich der Abraumberg als wahre Goldgrube erweisen. Silbererz auf Halde, ganz ohne Förderkosten. Das ist der Turbo, den sich jede Minenaktie nur wünschen kann!.


    Und falls die das nicht getan haben, waren die ganz schön dumm.


    Will sagen: es könnte sich lohnen, da mal bei den Gesellschaften nachzufragen und sich den Turbo ggf. ins Depot zu legen :)

    Was mich an der Proaurum-Strategie stört ist folgendes: sowohl beim Silber, als auch beim Gold wurden die ausgestoppt.


    Danach sind die beim Gold wieder zu höheren Kursen eingestiegen und wurden erneut und wieder etwas über ihrem Einstiegskurs ausgestoppt.


    Am Edelmetallpreisanstieg profitieren die daher nur sehr unterdurchschnittlich.


    Dabei verkennt Proaurum folgendes oder hat einfach eine ganz andere Sichtweise der Dinge: Bei Aktien sind Stopp-Loss-Grenzen nach meinem Dafürhalten sinnvoll, weil grundsätzlich jede Aktie mit einem Totalverlustrisiko behaftet ist und datrüber Hinaus die Volatilität bei den meisten Aktien viel höher ist, als bei Edelmetallen.


    Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Kilo Gold oder Silber insolvent gegangen ist oder im Wert auf Null gefallen ist.


    Ich vermute vielmehr folgendes hinter dieser Strategie: Mangelndes Vertrauen in die Werthaltigkeit von Edelmetall.


    Proaurum stellt den Kurswert gemessen in Geld eindeutig über den langfristigen inneren Wert und die Wertaufbewahrungsfunktion von Edelmetallen. Zumindest was deren taktische Edelmetallposition angeht.


    Ganz anders sähe die Situation aus, würde Gold oder Silber nahe den historischen Höchstmarken notieren und jedermann ins Gold / Edelmetall rennen. Dann erst, wenn man mit richtig fetten Profiten aussteigen könnte, machen Stopp-Loss-Orders nach meinem Dafürhalten Sinn. Momentan spielt man damit den Edelmetallgegnern (shorties) zu, die wackelige Longpositionen zwecks Shorteindeckungen ausstoppen möchten. Und das ist Proaurum in letzter Zeit einige Male passiert. Und es hat richtig Rendite gekostet.


    Jedes mal was verdient und danach für den Erlös wieder etwas weniger Edelmetall zurückgekauft als verkauft wurde. Auch so kann man sich "todsiegen".


    Solange Notenbanken kaufen..... gibt´s keinen Grund für Stopp-Loss-Schwellen. Es sei denn im intraday-Handel :)

    Heute auf dem Laufband von Bloomberg-TV gelesen:


    China will seine Devisenreserven zukünftig langsamer wachsen lassen.


    Auch so kann man drohen, die "Gold- oder Dollarbombe" zu zünden


    Es mag sein, daß man für Nuklearwaffen Uran oder Plutonium benötigt. Für finanzielle Massenvernichtungswaffen hingegen ist Gold der am besten geeignete Sprengstoff. Und das schönste daran ist: das Gold geht bei der Detonation der "Goldbombe" noch nicht mal verloren und die Bombe kann zudem nur dort detonieren, wo kein Sprengstoff mehr vorhanden ist, sondern "nur" viel "Geld". Und je mehr "Geld", desto "bumm".... :D:D:D


    Kommt es nur mir so vor, oder verdichten sich wirklich Anzeichen für eine weltweite Finanzkriese. Die Vorboten wären dann:


    - Ausufernde private und staatliche Verschuldung
    - sehr hohes Geldmengenwachstum über mehrere Jahre
    - dauernde Änderungen bei der Erhebung statistischer Daten
    in Zusammenhand mit dem Geldwert
    - Steigende Aktien- Immobilien- und Rohstoffpreise
    - geschlossene ehemals "offene" Immobilienfonds
    - von der Börsennotierung tagelang ausgesetzte Skandalfirmen
    - sich andeutende Unruhen in Ölförderländern
    - Verstaatlichung von Rohstoffvorkommen
    - dubiose "Kriesenpläne" zur Enteignung von Bankschließfachinhalten
    - eine geplante Ölbörse auf Eurobasis im Iran
    - Atombombendrohungen gegen Schurkenstaaten
    - Säbelrasseln in Nahost (Israel-Iran)
    - Probleme bei der Rekrutierung von Soldaten in den USA
    - Extreme Handelsbilanzdefizite einerseits und -überschüsse
    andererseits
    - Extremes Misstrauen in die Weltleitwährung Dollar sowie das sich
    daraus ableitende Bemühen von Netto-Gläubigerstaaten ihre
    Devisenreserven zu diversifizieren und deren Anstieg zu velangsamen


    All dies ist wenig beruhigend / vertrauenserweckend.

    Zitat

    Original von wef


    Lieber Herr Mesodor,


    ich würde schon sagen, daß ich Ihre These schlüssig wiederlegt habe.


    das werden wir dann im Nachfolgenden sehen, wobei ich vermute, daß es lediglich bezüglich des Inhaltes meiner zu widerlegenden These Auffassungsdifferenzen gibt.




    Zitat

    Original von wef Ich habe das Gefühl, dass sie immer noch glauben, daß ein Zusammenhang zwischen Derivaten und physischen Gold besteht. Dass ist heutzutage beim Großteil der Produkte nichtmehr der Fall. Eine physische Lieferverpflichtung besteht nicht. Eine Fehlspekulation der Banken würde durch Geld ausgeglichen und davon gibt es bekanntlich unendlich viel...


    100 Prozent Zustimmung meinerseits, was die von Ihnen skizzierten Zusammenhänge betrifft. Und nun lege ich nach:


    Angenommen es würde gelingen auf meine vorgeschlagene Art nur 2.000 Tonen Gold zu kaufen, na wer zahlt dann die Rechnung?.


    Nehmen wir einmal an, durch den Kauf von 1.000 Tonnen Gold verdoppelt sich der Kaufpreis. Nach 2.000 Tonnen legt er um weitere 50 Prozent zu, sodaß dann der dreifache Ausgangspreis gilt.


    Und nehmen wir weiterhin an, daß zeitnah zu jedem Kilo Gold, das physisch erworben wird drei Kilo Zertifikategold verkauft werden, von denen anschließend zwei Kilo zurückgekauft werden, damit diese zwei Kilo nicht mehr zu dem ursprünflich niedrigeren Kurs, sondern nur zu dem zum neuen Kaufzeitpunkt geltenden höheren Kurs durch die Banken gekündigt werden könnten. Denn so "umgeht" man unfaire Vertragsbedingungen :)


    Und wenn man nach 2.000 Tonnen die Brocken hinwirft und auch die Zertifikate komplett verkauft, so muß ich feststellen, daß (fast u.a. wegen der Bankmargen bei Zertifikategold) soviel Geld vorhanden ist, wie vorher. Und irgendwie sind da dann noch 2.000 Tonnen Gold.


    Das ist Fiat-Gold auf den Kopf gestellt!. Die Goldmengenmanipulanten und Goldpreiosmanipulanten zahlen dem potenten Goldkäufer sein Gold. Und zwar solange, bis die daran kaputtgehen oder die Brocken hinwerfen und die Zertifikate kündigen oder insolvent werden. Es gibt nur diese drei Wege.


    Und das kann doch nur (theoretisch) dann funktionieren wenn es, genau wie Sie das behaupten, KEINEN marktlichen Zusammenhang zwischen den Preisen für physisches Gold und für Zertifikategold gibt.


    Weswegen ich auch kein Problem damit habe, Ihrer diesbezüglichen Vermutung voll zuzustimmen.


    Und genau diese von Ihnen skizzierte Schwachstelle könnte man (rein theoretisch - praktisch wurde das meines Wissens so noch nie versucht)gegen die Manipulanten nutzen. Beispielsweise in der von mir skizzierten Art. Man braucht dafür nur Geld. Viel Geld. Superreiche, Zentralbanken und Institutionelle verfügen über solche Geldmengen. Jedoch: die Zentralbanken wollen das nicht, die Instititutionellen werden mehrheitlich von den Goldzertifikateemmitenten kontrolliert. Verbleiben also die Superreichen...


    Zitat

    Original von wef Glauben Sie wirklich, daß die Banken dabei auch nur einen Euro verloren haben ? Verloren haben die Kleinanleger, die so dämlich waren dem Herdentrieb mal wieder zu folgen. (Daß die Banken mittlerweile scheinbar keinerlei Schamgrenze haben diese kollektive Dummheit auszunutzen ist ein ganz anderes Thema).


    Warum sollte ich sowas glauben. Andersrum wird ein Schuh daraus: Die Dt. Bank wird faktisch von angelsächsischen Aktionären und Institutionellen (vgl. "Müntes" Heuschreckenzitat) kontrolliert und ist garnicht mehr "deutsch". Die Investmentbanker opfern das Privatkundengeschäft mit ihren deutschen Kleinsparern wegen hoher, kurzfristiger und einmaliger Profite aus dem Verkauf deren Anlagevermögen (Investmentbanking oder auch eine Moderne Form der Brandschatzung oder Selbstausweidung). Damit diese moralisch fragwürdige Vorgehensweise, stafrechtlich möchte ich hierzu keine Wertung abgeben, möglich ist, muss Panik unter den Kleinsparern erzeugt werden. Weil der Besitzübergang der Realwerte keine Frage des Geldes, sondern des Abgabewillens ist. Geld ist - wie angeführt - beliebig schöpfbar.


    Positiv werte ich die Aktieo der Sparkassen, Anlegern beim Bankwechsel ihre Grundbesitz-Invest-Anteile zu 90 Prozent des letzten Kurses plus ggf. einen höheren Kursanteil am 10. Handelstag zu vergüten. Da hat sich die Dt. Bank mit ihrem meiner Ansicht nach schmutzigem und hinterhältigem Geschäftsgebahren vielleicht und hoffentlich so reichtig verrechnet. Ackermann - geh Du vorran (hoffentlich in Richtung KNAST).

    Zitat

    Original von wef Sie unterstellen eine ver1000 Fachung des Kurses. Die Emittenten müssen keine 3000t Gold beschaffen !!! Sie müssen nur bezahlen. Sobald sich der Kurs verdoppelt hat, werden die Papiere gekündigt. Die Banken bezahlen die 100 MRD und streichen den Managern, die den Überhang auf der CallSeite nicht bemerkt habe (was ich immer noch bestreite, Ihrer Argumentation konnte ich überhaupt nicht folgen) die Tantieme.


    [B]In Ihrem Scenario hätte der Großinvestor evtl. 50 MRD Gewinn gemacht und vielleicht 100t Gold erworben. Was ja nicht Sinn der Übung war.

    Zitat


    100 Tonnen Gold und zusätzlich ein dicker Geldgewinn - das ist immerhin noch besser als Null Tonnen Gold und Kein Geldgewinn.


    Zumindest die 100 Tonnen Gold, die sind etwas reales, wohingegen man vorher mit dem Geld nur virtuelle Werte besaß. Insofern hat man - analog zu Fiat-Money so Gold aus dem "Nichts" einer rein virtuellen Realität geschaffen. Ohne virtuellen Realitätsverlust. Will sagen: das Gold, das haben dann doch die Papiergoldzauberer "spendiert"


    Seien wir nicht kleinlich: Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach!. Will sagen: man muß nicht imme rmit dem Kopf durch die Wand gehen..... Zumindest dann nicht, wenn einem bereitwillig Tür und Tor geöffnet werden :)



    Zitat

    Die USA würden - wegen des weitestgehenden Verlustes ihrer industriellen Basis - einen von ihnen angezettelten Angriffskrieg gegen China verlieren


    Zitat

    Original von wef Die USA verlieren Ihre industrielle Basis nicht durch eine wirtschaftliche Krise jeglicher Art. Dazu wären Jahre oder Jahrzehnte nötig. Ein Bürgerkrieg würde das natürlich abkürzen. Wenn es aber einen Feind von außen gibt, in Ihrem Szenario offensichtlich, wird die Basis nicht schwächer sondern stärker. Die Chinesen müßten das schon verdammt clever anstellen, wenn sie die USA über Jahre schwächen wollen ohne das es auf sie zurückfällt (etwa so wie sie es die letzen paar Jahre gemacht haben. Trotzdem glaube ich das eine militärische Auseinandersetzung momentan noch eine ziemlich einseitige Angelegenheit wäre. USA ist in Übung). Ihr Szenario ist dagegen viel zu unbeholfen.


    Mag sein. Wenn Ford mehr als 2/3 aller seiner Werke in den USA schließt.... ....und Ford steht symtomatisch für viele Großkonzerne, dann ist die USA im Begriff, bedeutende Teile ihrer Industriellen Basis zu verlieren. Und solange dieser Trend intakt ist, werden die USA von Tag zu Tag schwächer. Für Deutschland gilt übrigens dasselbe, wenn auch nicht in dem Ausmaß.


    Unbeholfen sind unsere unfähigen Politiker, die dem nichts entgegensetzen (meine Meinung).


    Jedoch: Den Knopf drücken und eine Atomrakete losschicken.... das kann jede Atommacht auch dann noch, wenn sie wirtschaftlich und militärisch bereits abgehalftert ist. Insofern sehe ich die derzeitige Entwicklung mit großer Sorge.

    Das liegt aber nicht am Markt. Sondern an den (ausschließlich spekulativ interessierten oder bewusst fehlinformierten???) Nicht-Marktteilnehmern, die sich lieber mit Lieferscheinen ohne unbedingte Lieferverpflichtung, als mit Ware abspeisen lassen. Und sich so den Kauf "ihrer" Ware "sparen" und lieber anderen den Vortritt lassen.....


    Bei Aktien und auch bei anderen Rohstoffen verhält es sich übrigens oftmals ähnlich.


    Man muß eben unterscheiden zwischen einem echten Geschäft und einer Wette.


    Für letztgenannte braucht man nur einen Wettschein, beim Gold auch oft als "Goldzertifikat" bzw. Gold-Optionsschein bezeichnet.


    Diese Unterscheidung kann einem der Markt nicht abnehmen. Und das Unvermögen in der Wahrnehmung vieler Menschen kann man einem Markt, zu dem besagte Menschen erst garnicht vordringen doch nicht anlasten.

    [quote]Original von Nostratommy
    Dem kann ich nur voll zustimmen. Entschuldige das Mißverständnis.


    Ich selbst lege auch meine - geringen - Überschüsse in Sachwerte für meine private Altersversorgung an. Dummerweise habe ich noch an Fehlern der Vergangenheit zu knappern. Dazu gehört eine Kapitallebensversicherung, deren Abschluß ich stark bereue. Aber naja, werde ich wohl ausbaden müssen.


    Meine Schwiegereltern nerven mich andauernd, Sparpläne für meine Kinder abzuschließen. Ich würde verantwortungslos handeln, wenn ich ihnen nicht einen ausreichenden Kapitalstock mitgeben würde. Ich antworte immer, dass ich bereits jetzt sehr viel in meine Kinder investiere. Sie bekommen alles, was ihre Fähigkeiten und Talente unterstützt. Neben der gymnasialen Schulbildung auch Ballett, Tanzen, Reiten, Fußball, Musik, Orchester und vieles mehr. Glaubt mir, das geht ins Geld.


    Ich wollte damit nur sagen, dass vielen Leuten nur die Anzahl der Stellen auf der Habenseite ihres Kontos wichtig ist. Das halte ich für einen ausgemachten Fehler. Es gibt Wichtigeres.


    Eine 'Strafsteuer' für exzessives Sparen gibt's doch schon: Inflation.[/quote]


    Die ist aber leider nicht hoch genug. Erst, wenn die Inflation so hoch ist, daß keiner mehr spart und Staatsschuldnern Zucker in den Hintern bläst......
    ....werden verantwortungslose Politiker zu wirtschaftlich verantwortbarem Handeln gezwungen werden.


    Ich habe auch zwei Kinder, 9 und 11 Jahre. Natürlich habe ich auch etwas für die zurückgelegt. Gut 6 Jahre lang 150 EUR je Monat und Kind. Zuerst regelmäßig in Aktienfonds, die ich aber nach Weihnachten in Erwartung von Kursrückgängen und unter steuerlichen Aspekten verkauft habe. Momentan liegt das Geld tempörär auf Sparbüchern und im Mai dieses Jahres beabsichtige ich für die Gelder den Beiden einen Anteil an einer Eigentumswohnung zu kaufen, die ihnen dann zusammen mit meiner Frau gehören soll. Langfristiges "Geldsparen" egal, ob in Renten oder Aktien oder Immobilienfonds ist doch recht riskant. Und wenn ich davon ausgehe, daß die beiden für etwa jeweils 12.000 EUR dann Vorsteuererträge aus Mieteinnahmen in Höhe von etwa 70 EUR je Monat abschöpfen können.... ....die dann so lange steuerfrei sind, bis die Kid´s selbst Geld verdienen.... so ist das eine gute Sache.


    Auf jeden Fall besser und sicherer als Staatsanleihen.


    Und eine gute Ausbildung der Kid´s birgt die Chance auf allerhöchste Renditen. Das ist noch besser, als in Sachwerten sparen. Zumindest haben die so bevorzugten Kid´s dann ihre Chance gehabt.

    Zitat

    Original von Misanthrop
    [.....Ja.....ICH glaube daran.
    Wieso? Weil wenn ich Milliardär wäre würde ichs machen
    Und der Zinsverlust? Das sch.... ich drauf.


    Es grüßt
    Der Misanthrop :D


    Welcher Zinsverlust?.


    Gäbe es real etwas zu verdienen, dann hätten Edelmetalle keine Chance.