Beiträge von mesodor39

    ghost_god: grundsätzlich bin ich offen für andere Meinungen und lerne auch gerne hinzu. Und ich stehe selbstverständlich auch dazu, wenn mir Fehleinschätzungen unterlaufen sind.


    Auf den Goldseiten ist ein Artikel, aus dem hervorgeht, daß es 78 mal soviel Papiergold geben soll, wie Gold überhaupt jemals gefördert wurde.


    Wenn nun ein Fonds, eine Zentralbank oder eine Investorengruppe 3.000 Tonnen Gold kaufen möchte, so hat sie zwei Möglichkeiten:


    1.) sie geht auf einen Markt mit einem Jahresangebot von vielleicht 3.000 bis 3.500 Tonnen und Gesamtbeständen von vielleicht 35.000 Tonnen, wobei von diesen 35.000 Tonnen kaum etwas zum Verkauf steht.


    2.) sie geht auf einen virtuellen Markt mit einem nahezu unbegrenzten Volumen und virtuellen Gesamtbeständen (nicht Gesamtangebot) von etwa 117.000.000 Tonnen.


    Ich kann mir vorstellen, daß man bei Möglichkeit Nr. 2 besser wegkommt. Danach braucht man eigentlich nur noch - gleich einem Alchimisten, das rein virtuelle Papiergold in physisches Gold umzuschichten (Transformation). Fiat Gold, lachtot!. Wobei einem die Preisentwicklung auf dem engeren, physischen Markt eigentlich recht egal sein kann - denn die Zeche, die zahlen vorerst andere, nämlich diejenigen, die ihr Papiergold nun zu aktuellen Preisen solange zurückkaufen dürfen, wie sie das möchten. . Daß natürlich irgendwann die Zertifikate-Emmitenten die Kontrakte kündigen und zum Einstandspreis in Geld zurückzahlen könnten und das auch tun werden ist klar, weswegen während der Akkumulationsphase des physischen Goldes zusätzlich innerhalb der Zertifikate-Fraktion umgeschichtet wird.


    Auf jeden Fall kann man so in der Theorie Gold kaufen, das man zu diesen Preisen nie hätte am Markt bekommen können. Und genau dort liegt die Schwäche aller Papiersysteme. Und der Betrug, der hinter allem steckt - denn den letzten, den beissen immer die Hunde!.


    Sie mögen mich meinetwegen für unwissend und inkompetent halten, aber dieses einfache Prinzip hab eich selbst mit meinen unzureichenden Wissen erkannt.


    Das Prinzip ist zudem das gleiche wie bei den Rate-Tarts in GB: die leihen sich in Extremfällen auf Kreditkarte(n) ein paar tausend Pfund für 9 Monate zinslos, legen das Geld in Bonds an, schichten nach 9 Monaten auf neue Kreditkarten um.... und kassieren die Zinsen, solange das Spiel funktioniert. Die Kapitalkosten für dieses Spielchen tragen diejenigen, die den Geldmarkt (hier den Markt für Kreditkarten) mit subventionierten Angeboten zu ihren Gunsten zu verzerren versuchen.


    Und so hat jedes Termin-System, je weiter es sich von seinen realen Grundlagen entfernt Schwächen, die um so größer werden, je größer die Unterschiede zwischen der Summe aller fiktiven Ansprüche / Geschäfte und der der real verfügbaren und gehandelten Basiswerte werden.


    Sollten wirklich soviele Goldzertifikate existieren, daß deren Gesamtvolumen die Menge des geförderten Goldes um das 78-fache übersteigt, so halt eich persönlich ein solches - rein fiktives und ausschließlich auf Vertrauen und Desinformation vieler Zertifikatekäufer basierendes System für sehr, sehr anfällig.


    Und je übertriebener und anfälliger gewisse Systeme sind, desto größer sind die MISBRAUCHSMÖGLICHKEITEN, die sich ergeben.
    Und dort, wo man mit wertlosen Zahlungsversprechen nicht betrügen (betrügen im moralischen und nicht im strafrechtlichen Sinne) kann, wird "nachgeholfen"


    Derzeit werden Millionen Kleinsparer (Immobilienfondsbesitzer) aus ihren Fonds getrieben, damit sich das Großkapital für NICHTS diese Werte aneignen kann. Dieses NICHTS ist Fiat-Money. Also ungedeckte, beliebig inflationierbare Geldmengen.


    Das sind Auswüchse, die man nach meiner Meinung noch nicht einmal mit denen am Neuen Markt vergleichen kann, weil sie viel schlimmer sind und nahezu jede Vortsellungskraft übersteigen dürften.

    Zitat

    Original von mvd


    Ganz vereinzelt in der Menge stehen dann auch die Leute mit dem Schlüssel zu ihrem Schließfach in der Hand, mit sorgenvoller Miene ab und an einen flackernden Blick auf die Schlange der zerlumpten Gestalten vor der Suppenküche werfend. :D


    Gruß
    mvd


    Das kann gut sein. Jedoch:
    moderne Schließfächer können rund um die Uhr, zu jeder Tages- und Nachtzeit be- oder entleert werden.


    Und sollte dies nicht mehr der Fall sein: Pech gehabt!. Irgendwann öffnen die Banken auch wieder. Und Eigentum ist derzeit auch noch grundgesetzlich garantiert.


    Die Dinge, die ich in einen Save legen würde, die sind in einer Kriese für den Staat ohnehin nicht von strategischer Bedeutung. Was wollen die Deppen denn mit ein paar hundert dezentrierter oder verprägter Münzen anfangen?. Oder mit meinen privaten Unterlagen (Zeugnisse, Diplom)?. Gold würde ich niemals in einen Banksave legen. Bei Silber und alten Münzen aus unedlem Metall habe ich da viel geringere Bedenken.


    Misanthrop: merken werden wir von diesem Run als Fernsehzuschauer leider nichts. Weil es dieser Run erst garnicht bis zu den Weltbörsen schafft.... ....Weil diese dann wohl alle GESCHLOSSEN sein werden.


    Jedoch: ein Spaziergang um die Ecke bis zur nächsten Bank.... ....kann aufschlussreich sein: Wenn dort die Menschen mit ihren Sparbüchern bis zur Tür Schlange stehen oder noch nach regulärer Öffnungszeit vor der Bank warten, daß sie öffnet..... ......dann weis man zumindest, was die Stunde geschlagen hat.

    Zitat

    Original von Captain_Proton
    Nach der Logik müsste es auch bei stark steigenden Kursen zu Handelsaussetzungen kommen ?.....


    Genau das möchte man eigentlich meinen.


    Weswegen ich der offiziellen Begründung auch keinen Glauben schenke.


    Auch heute wurden wieder Aktien vom Handel mit exakt der Begründung des Computerproblems ausgesetzt.


    Wie schön, daß man solche mutmaßlichen KURSMANIPULATIONEN einem elektronischen Handelssystem zuweisen kann.


    Die Deutsche Bank und die DB-Real Estate hatten diese Möglichkeit bei ihrem Immobilienfonds GRUNDBESITZ-INVEST nicht. Die haben den vorläufig schlicht und einfach dicht gemacht.


    Ein zweiter Immobilienfonds (diesmal sind es Auslands-Immobilien) ist diesem Beispiel gestern gefolgt.

    Zitat

    Original von svard
    mesodor39
    Die Folgen der wundersamen Geldvermehrung (die nichts anderes als eine Entwertung ist) als Rechtfertigung für selbige :(


    Keine Frage. Da ist was dran. Jedoch ist es müßig, die Frage zu klären, ob nun zuerst das Huhn oder das Ei da war.


    Man muß ganz klar erkennen, daß auch zu Zeiten des Goldstandards in vielen Ländern nur etwa 10 v.H. der Banknoten durch Gold gedeckt waren. Frühe roder später hätte allein dies - auch ohne Kriege - zu Problemen führen können. Beispielsweise dann, wenn nach einem Boom viele Kredite geplatzt wären und die Menschen aus Angst vor weiteren Verlusten / Bankenpleiten ihre Gelder abgehoben und direkt in Gold sich hätten auszahlen lassen.


    Ich kenne ein Museum, in dem sind Bauernhöfe aufgestellt, wie sie noch vor 100 Jahren benutzt wurden: Menschen und Vieh zusammen unter einem Dach und kein Beton-, Holz oder Fliesenboden, sondern Erde, auf die gelegentlich etwas Sand gestreut wurde. Klar, damals hatten die meisten Menschen ihr Geld im Sparstrumpf oder im Geldbeutel. Und, alles ab 50 Pfennig war aus Silber, 10- und 20-Mark-Münzen waren aus Gold.


    Will sagen: ohne eine ausreichende Geldversorgung kann es keinen Wohlstand für möglichst viele Menschen geben, so, wie wir ihn kennen.


    Und dieses Problem ist auch Teil der Währungsthematik.


    Zitat

    Original von svard
    1. "Währung" kommt von "bewahren", kann bzw. sollte daher nicht mit einem Motoröl, das im vorhinein eine sehr begrenzte Haltbarkeit hat, verglichen werden.
    2. "Konsum" IST Wirtschaft; nur Sozialisten trennen generell Produktion (es findet dabei ja auch ein Verbrauch statt!) und "Konsum" ... wobei sie auch glauben, daß der Konsum mithilfe von Inflationsgeld bzw. auf Kosten anderer nachhaltig die Wirtschaft ankurbelt - im Gegenteil.


    3. Und abgesehen davon, daß Geiz geil ist, ist Geiz eine Todsünde. Geizen führt zu GELD-sparen. Und GELD-Sparen führt, wird zuviel gespart, zu Massenelend, verursacht durch Fehllenkungen von Kapital und Arbeitslosigkeit durch nicht abgerufene Leistungen.


    Ohne die GELD-Sparer in Japan, Europa (und damals noch den USA) hätte es keine Auslandsinvestitionen in China und Ost-Europa gegeben. Rohstoffe könnten heute noch viel billiger sein. Und weil ohne GELD-Sparen mehr konsumiert worden wäre, hätten wir hierzulande auch Zukunftsvertrauen, höhere Geburtenraten und viel geringere Arbeitslosigkeit. Und keine Vergreisungs-/ Zukunftsangst.


    4. Führt Sparen zur Zunahme schuldrechtlicher Verhältnisse. Wird zuviel gespart, wird über den Margendruck bei den Zinsen auch Geld an Personen / Firmen usw. verleihen werden, bei denen eine hohe Ausfallgefahr besteht. Wird Geld an faktisch zahlungsunfähige Staaten verleihen, bleibt - abgesehen vom Staatsbankrott - einzig und alleine die Inflationierung als Alternative zu einem Verfall der öffentlichen Ordnung und Sicherheit (Staatswesen).


    Es wäre - für dast alle in Europa, Japen und den USA - besser gewesen, wenn in den letzten 25 Jahren in Europa weniger in GELD gespart und mehr konsumiert worden wäre. Zumindest ist das meine Meinung.




    [

    Ich habe noch nie gehört, daß der Parketthandel wg. Überlastung dicht macht. Und Computer sind noch viel schneller und leistungsfähiger, weswegen ja der Parketthandel durch den Computerhandel ergänzt / ersetzt wurde. Ich halte diese Begründung daher für nicht stichhaltig.

    das ist hier die Frage:


    http://www.welt.de/data/2006/01/17/832547.html


    Devisenreserven und Sparleistungen in den hier dargestellten Größenordnungen zwingen doch geradezu dazu, Geldmengen überproportional auszuweiten oder um es ganz krass zu formulieren: zu inflationieren, was das Zeug hält.


    Geld ist schließlich das Schmiermittel des Motors Wirtschaft und Konsum sein Treibstoff.


    Und jeder weis doch, daß wenn ein Motor zu wenig Öl hat, es zu Motorschäden kommen kann. Zu viel Öl bewirkt übrigens auch Motorschäden. Wohingegen zu wenig Treibstoff dazu führt, daß der Motor erst stottert und dann stehen bleibt.


    Und natürlich kann ich nicht hingehen und bei zu niedrigem Ölstand ein Nachfüllen des Öles unterlassen, mit der Begründung, daß es zu Motorschäden kommt, wenn jemand zuvor entnommenes Öl später wieder hinzugibt, ohne vorher den Ölstand zu prüfen. Dem Motor interessieren derlei Probleme nicht. Er geht genau so an zuviel, wie an zu wenig Öl kaputt.


    Also kann man doch nur versuchen, den Motor bis zum nächsten Ölwechsel oder bis zur nächsten Inspektion / Generalüberholung (= Währungsreform oder Denominierung) dadurch funktionsfähig zu halten, daß ich den Ölschwund durch Zugabe von frischem Öl ausgleichen (also die Geldmenge, solang ezuviel gespart wird, ständig weiter zu inflationieren).


    Nichts anderes wird Ben Bernanke demnächst versuchen. Wobei er versuchen wird darauf Acht zu geben, daß der Tankinhalt (Sparguthaben) nicht überläuft, weswegen er das Tanken (Sparen) zu Gunsten der Ölversorgung des Motors durch geeignete Maßnahmen (Inflation) so lange hinauszögern möchte, bis der Tank so leer ist, daß Tanken wieder sinnvoll ist.


    Zur Erinnerung: Außenhandel = Güterhandel, d.h. das, was ein Land an Gütern ausführt, sollte es wieder an Gütern einführen. Passiert dies nicht, dann entstehen Verwerfungen die mit der Zeit immer größer und bedrohlicher werden, denn die Summe aller Schulden und Guthaben (der Kredit der Schuldnerländer = u.a. Devisenreserven, Sparguthaben der Gläubiger- oder Überschussländer usw.) nimmt immer weiter zu. Mit der Gefahr, daß Kredite notleidend werden.


    Ob die Kredite nun durch Insolvenz oder Inflationierung platzen, das ist letztendlich egal.


    Eine Deflationierung (=Motorschaden infolge Ölmangel) hingegen würde die völlige Enteignung der Bürger der Schuldnerländer bedeuten, könnten doch die Bürger der Gläubigerländer mit ihren Forderungen die Vermögen der Bürger der Schuldnerländer aufkaufen.


    Das aber muß aus Sicht der Schuldnerländer unter allen Umständen verhindert werden, weil es zu Unruhen und zum Ende jeglicher staatlicher Ordnung führen würde.


    Alles klar?.

    aber seht selbst:


    Da werden mit unseren Steuergeldern bzw. Krankenkassenbeiträgen wichtige Daten erhoben. Um sie dann anschließend vor denjenigen, die die Erhebung finanzieren und zu deren Schaden geheim zu halten:


    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,395279-3,00.html


    Es ist ein Skandal !.


    Datenschutz für Gesundheitsdaten von Privatpersonen: Ja!


    Datenschutz für Stümper und Schlächter in Arztkitteln: NEIN!


    Bei den extremen Qualitätsunterschieden muß soetwas unter Benennung jeder einzelnen Klinik an die Öffentlichkeit. Um einen so großen Druck aufzubauen, daß Misstände schnellstens abgebaut werden. Im Interesse unser aller Leben!.

    Ja, sie stehen schon in den Startlöchern :)


    Nur eines: Es gibt Gerüchte, die vor kurzem noch insolvenzgefährderte und zwischenzeitlich teilsanierte Karstadt-Quelle-AG von der Börse zu nehmen, weil ausländische Investoren für die Immobilien wesentlich mehr geboten haben, als von den Großaktionären vermutet wurde und man sich diese Extra-Kohle nich tmit dem Streubesitz teilen möchte.


    Auch die angebliche Schieflage des Immobilienfonds Grundbesitz-Invest wurde doch dem Anschein nach durch die Dt. Bank ganz bewusst herbeigeführt.


    Warum wohl?.


    Alles Klar???

    Hat der "liebe Mann" nur "einen an der Klatsche" oder müsste man nicht zum Staatsstreich aufrufen, wenn ere Recht hätte?


    Genau diese beiden Alternativen gibt es, wenn man sich das hier durchliesst. Und sollten die dort gemachten Behauptungen stimmen, so wäre ein Staatsstreich legitim.


    http://www.faktuell.de/Hintergrund/Background367.shtml


    Natürlich möchte ich hier nicht zum Staatsstreich aufrufen, denn das wäre strafbar. Genau so wenig will ich hier jemanden pauschal für übergerschnappt erklären. Auch dort könnte man sich strafbar machen.


    Nur: es gibt da lediglich zwei Alternativen:


    Entweder schreibt der Mann die Wahrheit - oder er tut es nicht.

    Zitat

    Original von Quentchen
    .....Aber nochmal die Frage:
    Ist der physiche Goldmarkt (tatsächlich so) ein "enger Markt" ???
    Grüsse
    Quentchen


    Vielleicht ist es vielmehr eine Frage, was man unter "eng" versteht.


    Wenn es, wie angeführt, etwa 72 mal soviel Papiergold gibt, wie jemals gefördertes Gold, so kann diese Situation für diejenigen, die glauben, sich mit einem Zertifikat "ihr" Gold gesichert zu haben ganz schön "eng" werden, z.B. wenn ihnen ihr Vertragspartner das Zertifikat irgendwann bei hohen Kursen kündigt und je nach Lage des Einzelfalles, die Bestizer gemäß Comex-Vertragsbedingungen mit ihrem Kapitaleinsatz (=ggf. weit unterhalb des aktuellen Goldpreisliegenden Einstiegskurses), natürlich ohne zeitlichen Zinsausgleich, "entschädigt".


    Wie die so geneppten Kunden dann zukünftig ihr Gold kaufen würden, das ist auch klar: physisch.


    Und ich stelle mir gerade die Geldmengen vor, die dann ins Gold drängen. Und ich stelle mir vor, daß sich der Preis nachfragebedingt entsprechend "verändert".


    Und ich frage mich nun folgendes:
    Sollte dies irgendwann passieren, wie "eng" könnte es für die Terminverkäufer werden, die physisch nicht vorhandene Ware ohne die Möglichkeit der Kündigung oder des Barausgleiches auf Termin leerverkauft haben?.


    Wie "eng" würde es für die Banken werden, die sich bei den Notenbanken Gold geliehen haben und dieses nicht durch Vorverkäufe von Minengesellschaften "gehedgt" haben.


    Weiter frage ich mich, sollten die Öl- und Rohstoffpreise weiter ansteigen, wie "eng" es für die Minengesellschaften werden kann, die etwa vorabverkauftes Gold zu Preisen die dann nicht einmal annähernd kostendeckend sind in den benötigten Mengen zu fördern - natürlich ohne daran bankrott zu gehen. Zumindest müssten die ja versuchen, diesen Spagat ihren Aktionären und Gläubigern zu vermitteln, denn sonst wäre der Ofen sofort aus :)


    Ich glaube, daß dann in einigen Banken und Minengesellschaften die Puppen ganz schön tanzen würden :D


    Wem das noch nicht eng und riskant genug ist bzw. wer ohnehin nur auf Spekulationsgewinne reflektiert..... .....der soll meinetwegen Papiergold statt physischem Gold kaufen.


    Und was für Gold gilt, das gilt für Silber in etwa sinngemäß.

    Man muß dabei wissen, daß die sogenannten unzirkulierten Erhaltungsgrade, also alles ab MS 60 gerade an den erhabensten Stellen einer Münze keinerlei Abnutzungserscheinungen haben dürfen. Ab MS 67 kommt eine scharfe Ausprägung der höchsten Stellen noch erschwerdend hinzu.


    Im Klartext bedeutet das:


    Ab MS 60 dürften eigentlich nur noch die einzelnen Kerben und kelinste Berührspuren, die eine Münze bei Auswurf (Maschinenprägung) Transport und Verpackung mitbekommen hat, gewertet werden.


    Analog zur Asset-Inflation haben wir drüben auch eine gewaltige Erhaltungsgradinflation. Klar: dort wo man Häuser zu 110 Prozent beleihen kann, ist es auch möglich abgegriffene, verkratzte oder mißhandelte Münzen als unzirkuliert begutachten zu lassen.


    Ich nenne soetwas Betrug oder zumindest Beihilfe zum Betrug.


    Das eine (Verleihungspraxis) ist ein Betrug am Sparer und das andere ein Betrug zum Schaden des Sammlers.


    PS: Goldinvest: habe gerade die Pics Ihrer Münze gesehen. Maßgeblich wäre bei dem Stück z.B. die Nasen und Stirnpartie der Freiheitsstatue. Bei MS-Graden dürfte diese unter einem Mikroskop betrachtet keinerlei Abnutzungsspuren aufweisen.


    Bei vz-bfr erhaltenen Stücken (Alomst uncirculated = fast bfr) ist das geringfügig anders. Dort dürfen nur solche Stellen kleinste Abnutzungsspuren aufweisen, während der Rest der Münze bankfrisch sein muß.


    Daß anhand Pics zu beurteilen ist mir nicht möglich, sodaß ich persönlich mir nur zutraue, zu den schlimmsten Fällen des Erhaltungsgrad-Mißbrauchs Stellung zu beziehen. Es gibt Grenzfälle und Grenzbereiche, bei denen muß man die Münzen selber sehen und unter der Lupe bei gutem Licht betrachten.


    Der Preis ist zudem bei dieser Münze in Anbetracht der derzeitigen Kurse in Ordnung. Momentan müßten solche Stücke in vz oder vz+ etwa 30 bis 50 Dollar höher gehandelt werden.

    Zitat

    Original von Oskar


    Gibt da irgendeine Quelle für diese Zahl? Würde mich mal interessieren, weil ich das bisher immer anders gehört habe.


    Oskar


    Mir ist keine Quelle bekannt.


    Ich gehe von 150.000 t Gold und ca. 30.000 t Zentralbankgold = Barrengold aus (das bereits großteils ausgeleihen und ggf. umgeformt ist? = Unsicherheitsfaktor, der den Preis belastet, was ja auch gewollt ist, Stichwort: Bilanzierung von Bestand und Forderungen in einem Posten).


    Aktuell gehen ca. 80 Prozent der geförderten Goldmenge für die Schmuckverarbeitung drauf, weswegen diese Relation in etwa passen könnte.


    Und ein Großteil des theorteisch börsenfähigen, handelbaren Goldes (Barren und Bullion-Münzen) ist es eben nur theoretisch, weil es als strategisches Element der Vermögensdiversifikation (Notgroschen, Reserve für Kriesen) und nicht als taktisches Element der Gewinnerzielungsmaximierung dient. Zumindest ist das noch der Fall. Und der Schmuckgoldanteil, der dürfte das Gold sein, das allerfrühestens in einer sehr schlimmen Kriese zur Veräußerung stünde - also als Rettungsanker für Terminzocker erst recht vernachlässigt werden kann.


    Auf die Gesamtgoldmenge aber kommt es auch nicht sonderlich an, wenn man davon ausgeht, daß die Leer- und Papiergeldverkäufer keine nennenswerten Goldbestände besitzen, sondern ihr Geld in Bonds, Aktien und Immobilien "arbeiten" lassen.


    Vielmehr stellt sich die Frage, für wen diese Gelder tatsächlich "arbeiten". Im Zweifelsfall vielleicht für diejenigen, die Metall physisch erworben haben :D:D:D


    Bis es aber so weit kommen könnte, werden Goldbucks gewiss noch hunderttausendfach von den Investmentbankern platt gemacht werden. Erst wenn deren Machtbasis (=Geldschöpfung = Möglichkeit sich durch Leerverkäufe und Lieferkontrakte für nicht verfügbares Material immer wieder neu zu finanzieren und so jede im Rahmen des Machbaren halbwegs denkbare Kursentwicklung zu provuzieren und ggf. selbst zu produzieren) nicht mehr gegeben ist, geht es auch denen an den Kragen.


    Das wirklich Böse an dem Spiel ist, daß sich diese Banken das Geld bei den Privatleuten holen, die zu gierig und zu unwissend sind, um zu verstehen, welche Produkte man ihnen aufdrückt.


    Und solange die Mittelzuflüsse größer sind, als die Abflüsse..... ist die Machtbasis der Investment-Banken ungefährdet.

    Zitat

    Original von Fisiko


    In welche Richtung gibt Dir das zu denken?


    Daß auch der Wert des physischen Goldes nachgeben wird, wenn über die Papiere der Wert inflationiert wird?
    Meinst Du nicht, daß das schon hinreichend versucht wurde?
    :D


    Fisiko: Ein Goldstandard war lange Zeit möglich, wobei lediglich für 10 Prozent aller emmitierten Banknoten Gold vorhanden war.


    Wenn nun 60 mal mehr Papiergold existiert als es überhaupt Gold gibt und man mal davon ausgeht, daß etwa 10 bis 20 Prozent des Goldes überhaupt noch in Münzen- oder Barrenform existieren (der Rest ist Schmuck, steckt in Zahnkronen und Elektrogerägen), dann kommt man auf ein Verhältnis von 1:600 bis 1:300


    Wobei man dann noch feststellen muß, daß die Gruppe der Goldbarrenbesitzer nicht identisch ist mit der der Papiergoldemmitenten, d.h. die Verhältnisse in der Realität noch extremer sind und das Papiergold i.d.R. einen nur durch Geld und nicht durch Gold gedeckten Anspruch des Eigentümers der Zertifikate und OS darstellt.


    Im Grunde genommen ist Papiergold ein Wettschein auf die Goldpreisentwicklung. Juristische Hintertürchen und Insolvenzrisiko des als "Bank" oder "Investmentbank" getarnten Wettbüros inklusive.


    Und anders als auf dem Fußballplatz ist es dem Wettbüro gestattet, aktiv den Ausgang der Wette zu beeinflussen, oder zumindest versuchen, den Wettausgang zu beeinflussen.


    Das, so meine ich, sollte jedem Papiergoldkäufer klar sein.


    Stark vereinfacht:


    Papiergold ist eine Goldwährung, die faktisch zu Null Prozent durch Gold gedeckt ist.

    Ich werde mal versuchen, ein 20-Dollar-Stück, ca. MS 63 = fast bfr bis bfr, (das einzige 20-Dollar- Exemplar in meiner Sammlung) hier einzustellen:


    Kaufpreis ca. 585 EUR bei Ebay, Verkäufer: Hanseatischer Münzversand. Bessere Stücke zu finden gestaltet sich schon recht schwierig und ist i.d.R. sehr teuer.


    Das Problem speziell bei US-Münzen ist, daß die ERHLTUNGSGRADANGABEN insbesonders die vieler Händler und Grading-Firmen den tatsächlichen Verhältnissen meistens nicht annährend entsprechen.


    Eben weil bereits ein oder zwei Stufen beim US-Erhaltungsgradsystem riesige Preisunterschiede ausmachen können.


    Problematisch sind zudem die Ränder sowie vorhergegangene meist entstellende / beschädigende Reinigungen, speziell solche mit Ultraschall und Tauchbädern.


    conoco: nur weil diese Investmentbanken short gehen, müssen es noch lange keine Verbrecher sein.


    Ein Blick auf den Chart reicht aus um zu erkennen, daß die Gefahr massiver Kurskorrekturen bis unter die 500-Dollar-Marke besteht, kratzt der Goldpreis derzeit an der oberen Trendkanalgrenze (5-Jahres-Chart) bzw. hat diese schon durchstoßen.


    Wenn man überhaupt short gehtm dann doch bei solchen Konstellationen. Ich persönlich würde nichts verkaufen, was ich nicht besitze.


    Ein Verbrechen (Betrug, Untreue usw. ) liegt allerspätestens dann vor, wenn ein Shortie, der sich übermäßig positioniert hat, seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.


    Denn er weiß ja bei Vertragsschluss, daß seine finanziellen Mittel begrenzt sind und er rechtzeitig Vorsorge zu treffen hat, sollte die Entwicklung anders verlaufen, als vermutet. Handelt er nicht dementsprechend, so ist das Vorsatz.


    Soweit aber ist es bislang nicht gekommen, wobei ich davon ausgehe, daß die Investmentbanker vorher versuchen werden, ihre Kontrakte weitestmöglich durch Materialdisposition glattzustellen und / oder über den Kurs der Kontrakte zurückzukaufen.


    Wenn ich mich aufregen müsste, dann schon ehr über die Anleger-Deppen, die diese Kontrakte, die derzeit wohl über den aktuellen Marktpreisen notieren kaufen und wohlmöglich mit Geld bezahlen werden, daß ihnen momentan noch nicht zur Verfügung steht......


    Meine Meinung: die sollten lieber mit der ihnen zur Verfügung stehenden Kohle physisches Gold kaufen.......
    ....da wissen sie zumindest, was sie haben und daß nur jeder Dollar, der in physische Ware geht, ein Dollar ist, der (langfristig relativ sicher angelegt) den Goldpreis stützt.


    PS: vielleicht gehen diese Banken ja nun/nur beim Gold short, weil ihre Silber-Shortpositionen mangels zur Kursdrückung notwendiger Matallmassen nicht mehr verlustfrei eindeckbar sind. Beim Gold ist das vielleicht noch etwas anders. Denn physisches Gold kann man sich ausleihen, notfalls zusammenkaufen (was ja auch eine plausieble Erklärung für die zuletzt extrem gestiegenen Goldkurse wäre). Und dann die Kurse purzeln lassen. Und weil Gold und Silber preislich korrelieren, so meine Überlegung, wird ein extrem einbrechender Goldpreis extreme Einbrüche beim Silber nach sich ziehen - ohne daß dafür entsprechende Materialmengen mobilisiert werden müssten. So zumindest könnte die Strategie der Investmentbanker aussehen. Ob die aufgeht?. Wir werden es sehen.


    Zumindest kann und wird eine solche Rechnung immer dann aufgehen, wenn das Volumen der Papiermärkte das Volumen des physisch gehandelten Materials bei weitem übersteigt. Und davon gehe ich aus.


    Weswegen ich auch die Gefahr eines massiven Kurseinbruches nicht ausschließen möchte.

    Zitat

    Original von goldhelm
    Nein, denn es wird die Zeit kommen, da werden sie ihr Gold und Silber wieder auf die Strasse schmeissen. So steht es jedenfalls in der Bibel!


    8)


    Solche Zeiten gab es immer wieder mal. Und dürfte es auch zukünftig immer wieder mal geben. Anzuführen sind extreme Notzeiten sowie Zeiten, in denen die Menschen von Geldhandel in den Tauschhandel zurückfallen, wie das teilweise nach dem Fall Westroms geschah. Das ist überhaupt nichts neues. Wenn das passiert, so herrschen ganz schlimme Zeiten. Für Papiergeld bekommt man dann schon lange nichts mehr. Weswegen das auch kein Argument gegen eine Goldanlage ist. Der Wert des Goldes ist dann, gemessen in Naturalien, viel geringer als heute. Und erfahrungsgemäß war er nahezu niemals gleich Null. Gibt es kaum noch "Werte" braucht man eben immer weniger Wertmesser und Wertaufbewahrungsmittel. Die Waren selbst sind dann die Werte (Stichwort: Zigarettenwährung).

    Ich wollte sicherstellen, daß ich bis Ende September mindestens 500 $ je Unze für 30 Unzen bekomme.


    Also kaufe ich 300 Puts, Bezugsverhältnis 1:10, mit einem Strike von 525 Dollar. Das ganze kostet (incl. Bankgebühren) bei einem Kurs von 545 $ die Unze etwa 580 EUR.


    Steigt Gold weiter, so kann ich ggf. mit höherem Gewinn verkaufen.
    Fällt Gold bis 525 Dollar, so bekomme ich immer noch 525 Dollar für die Unze, die OS haben keinen inneren Wert und verfallen ggf. im September. Oder bekommen vielleicht doch noch wert, sollte der Goldpreis danach heftig einbrechen. Man weiß ja nie....


    Fällt Gold bis auf 475, so haben die 300 OS einen ineren Wert von 30*(525-475) = 1.500 Dollar. Verkauf eich dann mein Gold, so erhalte ich näherungsweise die 475 Dollar für das Gold zzgl. 50 Dollar für die OS, wenn ich sie dann auch verkaufe bzw. einlöse.


    Abziehen von diesen 525 Dollar muss ich die Kosten (Kaufpreis) für die OS, näherungsweise 25 Dollar je Unze.


    Eine solche Absicherung macht Sinn, wenn man vielleicht einen Geldbetrag benötigt, man deswegen aber nicht sofort sein ganzes Gold verkaufen möchte und sich einen Kurs so lange sichert, bis man weis, ob und wieviel man verkaufen muß oder aber ggf. nicht mehr zu verkaufen braucht. Dauerhaft ist das allerdings keine Lösung.


    So, wie sich der Goldpreis momentan verhält (Möglichkeit eines Spikes von ca. 520 bis 600 Dollar die Unze) kann eine Absicherung jedoch durchaus ratsam sein, sollte man demnächst nicht mehr genügend Liquidität haben.


    Ich habe einen Put gewählt, der zum Kaufzeitpunkt etwa 5 Prozent außerhalb des Geldes lag, weil ich nicht zu hohe Aufgelder zahlen wollte und bereit war, einen Wertverlust von ca. 45 Dollar die Unze bezogen auf den damals aktuellen Kurs von 545 $ hinzunehmen.


    Die Laufzeit habe ich bis etwa Ende der Sommerferien gewählt, weil gerade während der Sommermonate der Goldpreis meist schwächer notiert (zumindest ist das meine subjektive Einschätzung). Außerdem dürfte dann der von mir angestrebte Immobilienkauf (Eigentumswohnung als Mietobjekt) abgeschlossen und der endgültige Geldbedarf bekannt sein.

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Ich schätze, in zehn oder zwanzig Jahren und in einer Krise erst recht, da werden einem die Immos hinterhergeworfen. Seit Jahren werben Banken praktisch hauptsächlich mit Immobilienkrediten, seit Jahren zahlt der Staat ein Almosen dazu, seit Jahren kaufen die Leute wie verrückt. Das trieb alles die Preise.


    Ist doch ganz einfach. Immer dann kaufen, wenn irgendwas unterbewertet ist. Bei Immobilien wird diese Zeit noch kommen.


    Mag sein.


    Es kann aber auch alles anders kommen.


    Beispielsweise wenn Immobiliengesellschaften aus GB und speziell aus den USA hierzulande auf Einkaufstour gehen. Natürlich mit US-Fiat-Money das vorher in Euronen transformiert wurde.


    Immobilien sind derzeit schon billig, nimmt man das Preisniveau Mitte der 90er hierzulande als Maßstab. Anderswo war die Entwicklung so, daß sich Immobilienpreise vervielfacht haben.


    Weder beim Ankauf noch beim Verkauf weis man, ob man den rechten Zeitpunkt erwischt hat.


    Nachher ist man (fast) immer klüger.