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Original von wef
Also Mesodor39 hat in der Sache sicher Recht, allerdings ist seine Interpretation der Dinge IMHO etwas paranoid.
Tatsache ist, daß das Zertifikat GS0D6C seit 7.11.2005 86% an Wert gewonnen hat, der Silberpreis ist dabei nur 23% gestiegen. Zum Vergleich ist der OS DB7059 um 96% gestiegen (jeweils Geldkurse).
Wenn jemand diesen Gewinn mitnehmen will, wird ihn am Montag morgen kein Mensch daran hindern. Um den selben Gewinn in Silberbarren zu erzielne, wird man noch eine ganze Weile warten müssen. Zielkurse wäre etwa 14 USD.
Es muß aber jedem klar sein, daß die Banken das Geld nicht verschenken, sondern von jemand anders holen. Ein Gewinn in dieser Größenordnung ist immer sehr glücklich-jeder der was anders erzählt ist ein Blender - und immer mit hohem Risiko verbunden.
wef: daß jemand seine 23 Prozent Gewinn auf sein Zertifikat auch ausgezahlt bekommt, wenn er es verkauft / kündigt - das ist doch völlig unbestritten.
23 Prozent, die kann ich sogar mit Anleihen machen (z.B. Russland-Anleihen) und ich weis das, weil ich damit auch mal etwas Geld "verdient" habe - wobei wir bei den von Ihnen skizzierten hohen Risiko sind.
Was aber wäre, wenn im Kriesenfall statt 23 Prozent 23.000 Prozent ausgezahlt werden müssten oder 2,3 Millionen Prozent?.
Bekäme er dann auch seinen "maximalen" Profit.
Wohl kaum.
Wie schaut das dann aus mit den Besitzern der 2.000 Kilotonnen "Papiergold" aus, wobei angeblich 72 mal soviel Papiergold existieren soll, wie physisches Gold, wobei ich das physische Gold mal mit den angeblich existenten 30.000 t Zentralbankgold gleichsetze, damit es nicht ganz so teuer wird..... Bei einem Unzenpreis von "nur" 1.000 EUR (ja, ich rechne mal in EUR...) sind das bei 5.000 Kilotonnen immerhin (bei 32.000 UER das Kilo macht das 32 Mio die Tonne und 32 Mrd je 1.000 Tonnen = 1 Kilotonne) imerhin 64 Billionen EUR. Nur mal so zum Vergleich: dei deutsche Staatsverschuldung beträgt angeblich nur 1,6 Billionen EUR.
Selbst bei 500 EUR die Unze sind wir bei 32 Billionen Papiergold - 20 mal soviel wie der deutsche Schuldenberg!.
Wer will das bezahlen?. Die Invesrtmentbanken? Lachtot!
Ich sags mal so: Jeder Kerl, der sich eine attraktive Frau angelt, sie heiratet, der will es doch spätestens in der Hochzeitsnacht wissen, sofern er nicht schon vorher nach Lust & Laune ran durfte....
....ich kann mir nicht vorstellen, daß sojemand sich in der Hochzeitsnacht mit einem Spruch in der Art: Süßer, ich muß mich heute abend noch um meinen Ex-Liebhaber kümmern und ihn gut zusprechen, weist du, unsere Hochzeit heute, da hat er doch sehr darunter gelitten.... aber morgen darfst du dann endlich....
Papiergoldkäufer (egal, ob es Zertifikate, Trubos, OS und wie sie sich nicht alle nennen) haben da kein Problem mit: die geben ihr Geld für Papierschnipsel her, auf denen steht: ich schulder dir... und du kannst von mir kaufen/ bekommen, wenn..... aber nicht, falls.....
Ich meine folgendes: ich gehe doch nicht hin, arbeite hart, spare und darbe, nur um mir was versprechen zu lassen, wobei ich weis, daß im Fall der Fälle das Versprechen nicht eingelöst werden wird. Da müßte ich doch mit dem Klammersack gepudert sein (es sei denn, ich zocke und glaube ganz, ganz fest an den Geldwert und daran, daß es noch nicht einmal zu einer richtigen Panik kommen könnte in der meine Vertragspartner die Notbremse ziehen würden und wenn ich noch überzeugter bin, dann glaube ich sogar, daß der Silberpreis nicht unter 6,35 EUR fällt, ehe ich mein Silberpapier vertickt habe.... denn daß Silber fallen könnte, davon muß ich ja überzeugt sein, weil ich als nicht mit dem Klammersack gepuderter ja fest am Geldwert glauben muss - andernfalls meine Sichtweise paranoid sein könnte). Bestenfalls einen Put zu kaufen kann ich noch nachvollziehen. Denn da weis man, daß die Ertragschance begrenzt und das Versprechen grundsätzlich erfüllbar ist.
Da kann ich doch genausogut hingehen und mir in einem Resteraunt ein Schinkenbrötchen bestellen und zusehen, wie die Bedienung mir den Schinken vor der Nase wegisst und anschließend noch die Butter von der Semmel kratzt, mir die Brösel auf den Tisch legt und sagt: das macht dann zweieurofünfzig.
Jeder, der was auf sich hält, der würde doch die Semmelbröseln nehmen und sie zusammen mit der Faust der Bedienung in den Rachen stopfen, bevor er das Lokal verlässt. Natürlich ohne für diesen Service zu zahlen.
Warum dann Papiergold oder Papiersilber kaufen, wenn man doch weis, daß im echten Kriesenfall das Vermögen genau so verloren ist, wie bei Staatsanleihen oder bei den meisten Aktien, deren Gesellschaften die Kriese nicht überstehen dürften.
Eine gute Basis hingegen ist folgender Ansatz:
Es muß aber jedem klar sein, daß die Banken das Geld nicht verschenken