Beiträge von mesodor39

    Allergikern, besonders Nickelallergikern empfehle ich anstelle von Weisgold Platinschmuck.


    Je höher derGoldanteil bei Goldschmuck (Gelbgold), desto verträglicher sollte er sein. Leiber etwas weniger Schmuck und dafür kein 333er, sondern 750er Gold. Allergiker sollten auch das 750er Gold ggf. nicht auf nackter Haut tragen. Feingoldschmuck ist mir hierzulande nicht bekannt.


    Weisgoldschmuck mit Nickel würde ich nicht empfehlen. Auch bei Palladium wäre ich ggf. vorsichtig.


    Wenn Sie meinen, genug vom Silberpreisanstieg profitiert zu haben, so verkaufen Sie!.


    Sind Sie zu gierig, dann haben Sie vielleicht Pech gehabt.


    Sind Sie zu genügsam, ärgern Sie sich vielleicht über entgangenen Mehrgewinn.


    Viel Spass bei diesm Wechselbad, aus Angst, was zu verpassen und Gier, nicht genug zu bekommen.


    Das muss jeder mit sich selber ausmachen. An der Börse wird, anders, als in der Straßenbahn, weder beim Einsteigen, noch beim Aussteigen geklingelt.


    Meinungen sind meist völlig wertlos: erstens liegt die breite Masse meistens völlig daneben. Und mindestens 50 Prozent aller extrem davon abweichenden Ansichten tun das auch noch.


    Niemand weis in Voraus, wie hoch und wie lange.....


    Meinungen sind heute so und morgen anders. Übermorgen hat jeder bereits vorgestern gewusst, was heute passieren wird :D:D:D

    Zitat

    Original von luckna
    Ich halte Manipulationen weiterhin für möglich jedoch in welcher Art und Weise dies passiert weiss ich auch nicht....


    nur für möglich - oder auch für wahrscheinlich?.


    Theoretisch möglich und denkbar ist vieles, was mit ziemlicher Sicherheit niemals eintreten wird.


    Dann stellt sich die Frage, was eine Spekulation ohne konkreten Anhaltspunkt bringt.



    Hinter jeder Ecke und unter jedem Stein eine Verschwörung vermuten - eine, die zudem schnell erkannt und aufgedeckt werden könnte - das bringt es nicht.

    Fisiko: das wäre eine Möglichkeit. Ich hätte es folgendermaßen gemacht:


    (1) Bezüglich des Hauses einen Miet- oder Erbpachtvertrag abgeschlossen und den Betrieb (ohne Maschinen) erworben und die Maschinen über 10 Jahre geleast, wobei diese dem Alteigentümer bis zur Vertragserfüllung in 10 Jahren sicherheitsübereignet worden wären.


    (2) Vertragsbeginn wäre in zwei Jahren gewesen. Innerhalb dieser Zeit hätte der alteigentümer die Firma weiter führen müssen und der Nachfolger hätte zum halben üblichen Lohn mit ihm zusammen gearbeitet (50 % Baustelle, 50 Prozent Büro) und so den unternehmerischen Part gelernt.


    Grundlage für die Vereinbarungen wären die Erträge aus der Vergangenheit, abgemindert um einen Übergangsfaktor.


    Wäre das nicht gegangen, hätte doch kaufen können, wer will. Wahrscheinlich wäre der Altunternehmer ohnehin nicht da raus gekommen, ohne drauf einzugehen oder seinen Laden selbst dicht zu machen. Es gibt Firmen, die sind geschenkt noch zu teuer. Z.B. solche, die kaum Aufträge finden, Verluste machen, aber Mitarbeiter mit bis zu 8 Monaten Kündigungsfrist haben. Ich weis das aus eigener Erfahrung.


    Vorteil: Keine Bank. Keine Zinsen. Und einen Experten, der eigenes Interesse hat, daß der Laden läuft im Hintergrund.



    Praktisch ist das anders: Man bekommt Besuch von zwei Herren, Tagesgage ca. 2.000 EUR je Kopf, die einem weis machen, wie man investieren muss um richtig fette Profite zu machen.... ...in einem Markt, in dem schon jetzt ruhinöser Wettbewerb und Katzenjammer herrscht.


    Kohle gibt´s von der KFW oder anderen Geldschleudern. 20 Prozent Eigenkapital braucht man und für 20 Prozent des Kredites haftet man auch persönlich. Existenzförderung. Dann wird ein Businessplan gemacht - wohl fernab jeder wirtschaftlichen Realität um den Köder auszulegen - damit geht´s zur Hausbank, die reicht die Lügenzettel zur KFW und die Kohle soll kommen. Existenzförderung nennt man das. Wessen Existenz da wohl gefördert wird.... ja: 2.000 EUR/Tag und die Dummen, die werden nicht alle!.


    Und in der Praxis schlägt man sich mit Angeboten betrügerischer Art von "Wettbewerbern" herum, die Bauleistungen zum reinen Materialpreis anbieten (d.h. ohne Lohnkosten) und natürlich vielleicht 25 Prozent von dem (unterirdisch, Versickerungssysteme) einbauen, was in den Plänen steht. Oder man wird regelmäßig von Schwarzarbeitern unterboten.


    Zur Erinnerung: Jeder Depp mit zwei grünen Euro-Scheinen in der Tasche kann sich heutzutage Baugerät leihen


    Ein größeres Maß an Realitätsferne wie von diesen "Unternehmensberatern" habe ich noch nie erlebt. Deren Zweckoptimismus spottete wirklich jeder Beschreibung!.


    Nur gut, daß man mittlerweile einen Sinn für Blender und Aufschneider entwickelt hat. Nur so kann die Schuldenreiterei immer weiter gehen. Immer mehr Geld drängt in Märkte. Immer mehr Überkapazitäten werden geschaffen. Immer mehr kommt es zu Insolvenzen, Kreditausfällen und Konzentration.


    Alles Klar?.

    Zitat

    Original von Fisiko
    Nun, das war nicht ganz das, was ich erwartet hatte :D


    Ich dachte es ginge mehr um Makro- als um Mikro-Ökonomie.


    geheimwilli
    sorry!


    Das dachte ich auch. Aber dieses Thema war vielleicht zu heiß, um in vergleichbarer Ausführlichkeit von einem öffentlich-rechtlichen Sender behandelt zu werden.


    Zu den beiden Fällen: Die Dame war wohl durch Unkenntnis ihrer Rechte (Stichwort: Bürgschaft) und so durch ihren Mann, der Alkoholiker war in die Schuldenfalle geraten. Tragischer Fall. Kommt so oder ähnlich aber leider öftest vor. Daher ist er durchaus auch exemplarisch.


    Der Fall des Tischlers war vom allerfeinsten. Beste journalistische Arbeit. Hut ab!. Der Mann wurde gelinkt, war aber zwitweise auch selbst ein "krummer Hund" (bildlich gesprochen, nicht beleidigend gemeint):


    Die Symbolik war vom allerfeinsten: er kehrt im wörtlichen, wie auch im übertragenen Sinn die Scherben seiner Existenz zusammen, indem er Schuttreste seines betriebes selbst beseitigt. Welche Symbolkraft in diesen Bildern liegt!


    Die ganze Dramatik seiner Sitiation kulminiert in der Szene mit seinem Kater, die vieles vorwegnimmt. Selbst der will nichts mehr von ihm wissen.


    Zum Vorspiel:
    Er war wohl tüchtig, strebsam, dynamisch, belastbar, leistungsfähig und willig, sparsam, erfolgreich. Nun griff er, selbstsicher und erfolgsverwöhnt, wie er war beherzt nach den Sternen, als sich die Gelegenheit dazu bot (eigene, völlig überdimmensionierte Existenz, bei Betriebsübernahme). Nichts schien ihm in seinbem wohl vertrauten Arbeitsbereich aufhalten zu können. Alles schien möglich.



    Zur Ausgangssituation: Ein ehemals tüchtiger, zielkstrebiger Handwerks-(meister?) übernimmt einen Betrieb.


    Fehler 1: Keine Übergangsphase (5 Jahre braucht es schon, um den Nachfolger halbwegs aufzubauen). Keine Möglichkeit, Kalkulation, Buchführung, Delegieren von Arbeiten, Organisation und Arbeitsvorbereitung, Logistik (Disposition) usw. zu erlernen.


    Fehler 2: Der Alteigentümer hält die Hand auf, kassiert schnell ab und der "Neue" überschuldet sich, nicht wirklich wissend, was ihm alles erwartet. Das Gebäude ist total überteuert (Erlös auf der Zwangsversteigerung = 1/3 des Kaufpreises - Abzocke allerfeinst!.
    Schreinern und Tischlern, das konnte er gewiss. Von Immobilien, Firmenkäufen und Kreditwesen jedoch hatte er faktisch Null Ahnung.


    Fehler 3: Die kontoführende Stelle des Betriebes ist gleichzeitig Kreditgeber und Finanzier.


    Fehler 4: Der Mann macht noch weiter, nachdem die Bank seine Konten gesperrt hat.... macht zu diesem Zeitpunkt (unter Tränen) Versprechungen, von denen er wissen müsste, daß er sie nicht erfüllen kann. Er verdrängt dies aber und beschädigt damit auch noch seine persönliche Reputation bei den Lieferanten. Wurde so selbst zu dem, was ich bildlich mit "krummen Hund" bezeichnet habe, zu jemanden, der versucht hat, sich - entgegen aller Logik - irgendwie noch durchzuschlängeln, dabei zeitweise verbogen wurde was seinen Realitätssinn anging und wohl auch seine Ethik und schließlich wirtschaftlich daran zerbrach.


    Game over.


    Zum Nachspiel:
    Der Man hat seine Fehler erkannt. Steht dazu. Weis, daß auch er Fehler gemacht und anderen Unrecht angetan hat. Zumindest kann er nachvollziehen, daß man ihm nicht überall mehr akzeptiert. Die allermeisten Schuldner verdrängen das, bei denen sind immer andere schuld, nur nie sie selbst (meine Erfahrung).


    Der Tischler lebt nun in einem knechtähnlichen Verhältniss zusammen mit seinem "Herren", der ihm stützt, fair behandelt, mit ihm freundschaftlich verbunden ist, der seinen endgültigen Absturz verhindert, ihm durch Arbeit Sinn, Ablenkung und Hoffnung gibt und ihm so vor dem endgültigen Absturz (z.B. Alkohol) rettet.


    Will sagen: er hat noch Glück im Unglück gehabt. Er kann weiter arbeiten und weiter leben, kann sein Wissen und seine Arbeitskraft und seine Würde erhalten, indem er sein Brot selbst verdient und nicht anderen zur Last fallen muß. Er "verlernt" so auch das Arbeiten nicht. Er kann sogar weiter autofahren mit dem Oldtimer seines Freundes oder "Feudalherren". Denn das ist moderner Feudalismus in Urform - ein auf freiwiliger, gegenseitiger Basis zustandegekommenes Schutz- und Trutzbündnis, wie es auch im Frühmittelalter hätte zustandekommen können. Arbeitet er nicht für seinen "Herren", so arbeitet er mit anderen zusammen. Er kann so mit 450 EUR im Monat überleben. Faktisch bräuchte er garkein Geld, würde er bei seinem "Herren" leben und mit Nahrung und Kleidung von ihm versorgt werden. 450 EUR, das kommt faktisch auf´s selbe raus, nur daß er seine Einkäufe selbst tätigt. In 6 Jahren ist er schuldenfrei. Produktiv arbeitet er nach meinem Eindruck momentan nicht. Im Grunde genommen ist er "Selbstversorger" und kann in dieser Zeit ohnehin keine Überschüsse erwirtschaften, auf die das Gemeinwesen, in dem er lebt, angewiesen ist. Egal, wieviel er schafft - bis auf den Freibetrag müsste er ohnehin alles abführen. Dabei ist das noch ein ganz positiv hervorzuhebender Fall, liegt er doch neimanden auf der Tasche. Üblicher Weise endet soetwas in Suf fund Hartz IV.


    Einen extrem harten, bis zu 15 Jahre langen Kondratieff-Winter stelle ich mir auf mikroökonomischer Ebene sehr ähnlich vor: Zusammenbruch der industriellen Prodiktion, extremer Produktivitätsrückgang, extremer Rückgang der Geld- und Kreditwirtschaft, Rückfall großer Bevölkerungskreise in achaische Lebens- und Existenzformen (Neo-Feudalismus, Trutz- und Schutzbündnisse) und damit den faktisch weitgehenden Zusammenbruch der kompletten Infrastruktur (Verkehrswege, Versorgungsunternehmen, Gesundheitssektor) und der staatlichen Ordnung.

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Am puristischsten sind die, die nur Krügerränder kaufen und nix anderes. :D


    genau. Immer alles auf die 17 - Top oder hop.


    Blos nichts streuen - es könnte ja etwas dabei verloren gehen :)


    Stichwort: Streuverluste.


    kann es sein, daß das Wort Purist etwas mit dem englichen pure (=rein) zu tun hat?.


    von pure zu poor, also von rein zu arm ist es, zumindestwas die Wortverwandtschaft angeht, nicht allzuweit.


    Dies nur mal so als Denkanstoß.


    na, und das in den nächsten Monaten?. Ich glaub´s auch nicht.


    könnte es nicht sein, daß es dieses Jahr seitwärts, nächstes Jahr um 30 Prozent aufwärts und erst übernächstes Jahr durch die Decke geht?


    Könnte es nicht noch 1001 + x andere denkbare Kursverläufe geben?.


    Mit derlei Spekulationen auf Kursverläufe, die zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit so nicht stattfinden werden, weil zwar bislang Ähnlichkeiten vorhanden sind, aber der weitere Verlauf komplett anders sein kann, und aller Wahrscheinlichkeit nach sein wird, verunsichert man höchstens. Genau so gut kann man Roulette mit System spielen....


    Würde man sowas fest und ernsthaft glauben... so müsste man doch von seinem ganzen Geld Goldcalls kaufen, die bis Ende 2006 laufen und ganz, ganz weit aus dem Geld sind, so mit einem Bezugspreis von 700 Dollar die Unze. Und Anfang 2007 weis man dann endlich, daß das Geld ein anderer hat. :D:D:D


    Meine erste Goldmünze habe ich 1973 im Alter von 9 Jahren erworben. Seitdem beschäftige ich mich mit zeitlichen Unterbrechungen mit Gold. Wie genau der Markt funktioniert, das weis ich immer noch nicht. Keiner kann Ihnen, soweit ich das weis, diese Auskunft geben.


    Unwägbarkeiten, Risiken und Überraschungen, die gibt´s überall.


    Gegenfrage zu den verbleibenden 90 bis 95 Prozent eines diversifizierten Anlagevermögens: Wissen Sie denn genau, wie der Immobilienmarkt, der Aktienmarkt, der Rentenmarkt und der Markt, an dem andere Geldanlegerfirmen um Sparergelder buhlen (z.B. Banken, Versicherungen, Fondsgersellschaften, Vermögensberater und -Verwalter) funktioniert? Funktionieren ausländische Märkte anders, als inländische?. Welche Wechselbeziehungen bestehen zwischen den Märkten einer Anlagegattung und welche Beziehungen / Abhängigkeiten existieren zwischen den Märkten verschiedener Anlagegattungen?. Warum kann der Goldpreis fallen, wenn Aktien fallen, obglich die Inflationsrate steigt. Und warum kann auch genau das Gegenteil der Fall sein?.


    Überall kann getrixt, geschummelt, geneppt und fehlinformiert werden. Bei Aktien, Bei Renten, bei Immobilien und auch bei Rohstoffen und Edelmetallen. Und das wird es auch.


    Und wenn Sie nicht versehentlich / unbewusst Opfer dieser Machenschaften werden wollen: Leben Sie zeitnah das auf, was Sie erwirtschaften!.


    Eines jedoch weis ich: Für Gold gibt´s immer Geld oder Sachwerte. Anleihen können für kraftlos erklärt werden. Ebenso Sparanlagen. Aktien wurden bereits öfters zu Non-Valeurs. Immobilien durch Erdbeben, Brand, Krieg usw. zerstört, requiriert oder enteignet. Ja, auch Goldbesitz wurde schon mehrfach verboten - was solls.


    Aber gerade die Goldverbote der Vergangenheit sind doch das Indiz dafür, daß Gold für diejenigen, die es verboten hatten einen so hohen Wert besesseh hat, daß sie versucht haben, es anderen Menschen mit Gewalt und oftmals unter Todesdrohung fortzunehmen. Roosevelt, Hitler, Stalin, die Regierung in China und Australien - alle haben Goldmünzen und Goldbarrenbesitz verboten. Und noch einige andere Regierungen und Diktatoren mehr.


    Und wenn das keine Anlageempfehlung ist, so weiß ich auch nicht, was man sonst noch anführen wollte.

    Gold ist für mich keine Religion. Sondern Mittel zum Zweck. Gold ist ulitmative wirtschaftliche Freiheit. Kein Politikerfurtz, kein Schuldenkönig und kein Wechselreiter uns selbst kein korruptes, betrügerisches Schurkenregime der Welt kann ein wirksames Gesetz erlassen, das weltweit den Wert von Gold für Null und Nichtig erklärt.


    Wieviel ist Ihnen echte, wirtschaftliche Unabhängigkeit und Freiheit wert?.



    Ebenso könnte man ein Gesetz erlassen, nachdem es tagsüber nicht mehr regnen dürfte.


    Gold wird immer irgendwo und von irgendwen angenommen werden. Zumindest war das innerhalb der letzten 5.000 Jahre so.


    Und sollte Goldhandel und Goldbesitz verboten werden, so ist der Markt ganz einfach: Sie haben ein paar Gramm Gold und kaufen sich im Kriesenfall auf dem Schwarzmarkt Nahrungsmittel, Luxusgüter, Treibstoff, Waffen oder sonstwas dafür. Wieviel Sie bekommen werden, das hängt von Angebot, Nachfrage und ihren Goldbeständen ab, die Sie anlegen möchten. Und sollte es zu diesem Zeitpunkt keine Güter mehr geben, können Sie dann auch für Ihr Gold keinen Gegenwert bekommen.

    Zitat

    Original von Quentchen


    mesodor39 .....Und wenn nun jemand (ein Idiotenstaat, ein durchgeknallter ZB-Chef, Mao's Erben?) seine "Reserven" mal spontan auf den Markt wirft, möchte ich nicht wissen, was dann los ist ... gerade weil Gold in seiner Bedeutung und Funktion so "hochgeschätzt" (bin fast geneigt zu sagen "überschätzt") wird ...


    Grüsse
    Quentchen


    Quentchen: erst einmal müsste man fragen, um welche Reserven es sich hier noch handeln könnte. Aber lassen wir das und vereinfachen wir die Sache in Ihrem Sinne und nehmen wir daher an, es seien 50.000 Tonnen, die ein Bekloppter en-bloc verscherbelt.


    Dann ist die Goldpreisspekulation erst mal nicht aufgegangen. Sie dürfen dann vielleicht 30 Jahre warten. Shit happens. Also: was solls. Solche Risiken gibt´s überall: Sie kaufen einen Fonds und werden betrogen (gab´s schön öfters). Staatsanleihen wurden nicht bedient (kam auch schon mal vor) Banken gingen Pleite (siehe Herstadt).


    Also: wo ist das "Problem"?.


    Ich werde es Ihnen nochmals erklären:
    Wenn Sie 5 bis 10 Prozent Ihrer Ersparnisse in Edelmetall / Gold gesteckt haben und es zu keinem Crash kommt - dann bringt Sie das nicht um. Das drücken Sie mit der Zeit lächelnd weg.


    Aber wenn Sie keine 5 bis 10 Prozent, sondern NULL Prozent in Edelmetalle stecken haben und es kommt ein Crash und Banknoten, Bonds und Konten sind faktisch kraftlos, dann sind auch Sie wirtschaftlich sofort platt. GGf. verkaufen Sie Ihre Immobilie (sofern Sie eine haben) oder ihr Wertpapierdepot für ein Butterbrot oder einen Korb voller Nahrungsmittel.


    Genau so "platt" sind Sie dann, wie die wahrscheinlich mindestens 99 Prozent aller "Sparer", die auch kein Gold oder Silber (abgesehen vom Kettchen, vom Ehering oder Zahngold oder Tafelsilber) besitzen. Und Sie werden dann vielleicht - mit allem, was Sie glaubten zu besitzen - weggedrückt.


    Wie bei jeder Versicherung ist es IHRE Sache, welchen und wieviel Versicherungsschutz Sie wählen. Und wo sie sich versichern.

    Ich empfehle Ihnen nicht, Gold oder Silber zu kaufen. Was ich Ihnen empfehle, ist folgendes: Infos einholen, sich über Risikomanagement klug machen und dann machen Sie meinetwegen Ihr Ding.

    Kaufrausch: was die nicht selbstgenutzte Immobilie angeht, so hat Ihre Argumentation einiges für sich, weil sich Vermieten kaum noch lohnt, auch wegen der neu angedachten Steuergesetzgebung, die faktisch, d.h. real (nich tnominal) auf eine Enteignung von bis zu 20 v.H. des Eigentums hinausläuft. Auch bei Eigentum muss man genau nachrechnen. Und Mietkosten mit Kapital- und Unterhaltungskosten abgleichen.


    Ich hab´s so gemacht:
    1994 eine Eigentumswohnung, 100 qm erworben, bis dann alles so war, wie ich das wollte, hatte ich umgerechnet 155.000 EUR hinblättern dürfen, 59.000 davon waren geleihen. Nach vertraglich festgelegtem Auszug der Mieter (war mit Eigentümer verwandt) und Renovierung waren dann 2 Jahre um und ich konnte endlich einziehen. Einen Monat später kam Sohn Nr. 2. Nun diente die alte Wohnung (60 qm, abbezahlt, Eigentum meiner Frau) als Gelddruckmaschine (Mietwohnung). 2001 war alles abbezahlt. Endlich frei!.


    Momentane Situation: Das Haus hat 6 Wohnungen, insgesamt 500 qm Wohnfläche und ca. 10.000 EUR Instandhaltungsrücklage. Der Heizkostenverbrauch liegt noch in einem Bereich, der (noch) akzeptabel ist (was sich aber ändern dürfte). Das Objekt ist in einem mittleren bis guten Zustand. Erhaltungsmaßnahmen und Anstreicharbeiten werden von den Eigentümern selbst durchgeführt. Um Kosten zu sparen. 4 Wohnungen werden von Eigentümern bewohnt, einer davon muss mangels Einkünften schon verkaufen, ein weiterer zahlt noch einen Kredit ab (von den anderen drei weis ich das nicht, meine Wohnung ist bezahlt, eine Wohnung steht leer (nachdem soein Harz-IV-Typ über ein Jahr lang keine Miete zahlte und rausgeklagt wurde, und eine ist vermietet.


    Ich möchte damit folgendes zum Ausdruck bringen: Sollten zukünftig erhebliche Modernisierungen (Energieeinsparung) erforderlich werden, so weis ich nicht, ob alle Eigentümer das zahlen können. Wenn da je Wohnung Beträge zwischen 10.000 und 20.000 EUR fällig werden.... dann Prost Mahlzeit!. Sicherlich kann man klein anfangen (z.B. Kellerdecke von unten selber isolieren, aber wenn es an die Fassade geht, muß ein Fachbetrieb und ein Fachplaner rann. Ein weiterer "Tod" sind die horizontal verlegten Wasserleitungen in den Wohnungen. Die muß jeder selbst irgendwann austauschen lassen, wobei dieses "irgendwann" nach dem ersten Rohrbruch sein dürfte. Alles kostet Geld. Geizgeile legen die neuen Leitungen dann über Putz. Wen´s gefällt....


    Renditeaspekte
    Ich meine, daß es sich für mich bislang ohne staatliche Förderung nicht gerechnet hat, eine Eigentumswohnung zu erwerben: Kaufpreis incl. Renovierungskosten damals: 310.000 DM, Wert heute ca. 220.000 DM. 10 Jahre drin gewohnt, macht bei 900 DM Kaltmiete 90.000 DM Einsparung. Nimmt man die Förderung hinzu, dann haben wir 19.000 DM Steuerrückzahlung im Jahr des Einzuges und ca. 6.000 DM i.M. Steuereinsparung die nächsten 5 Jahre, das macht dann 49.000 DM Staatsknete (incl. Kinderbaugeld).


    Hätte ich meine 195.000 DM angelegt, die Miete gezahlt, so wären aus den 195.000 bei 5 v.H. Zinsen und 25 v.H. Zinssteuer immerhin 288.000 DM geworden - 44.000 mehr als mit der Wohnung. Trotz Staatsknete.


    Berücksichtigt man jedoch, daß ich auch die Mietwohnung meinen Ansprüchen entsprechend hätte renovieren müssen oder aber bereit sein müssen, einen höheren Mietzins zu zahlen, so kommt sehr wahrscheinlich alles auf´s gleiche raus.


    Dann aber habe ich lieber einen Sachwert, als Cash auf dem Konto.


    Ein Goldklumpen von 12,5 kg, gekauft bei Gold-Niedrigstkursen wäre auch nicht schlecht gewesen. Langfristig aber kann ich davon nicht mietfrei von wohnen. Will sagen: etwaige Wertsteigerungen oder Wertverluste des Goldes sind ein einmaliger, schwer kalkulierbarer Effekt, der zeitloch zudem nicht prognostizierbar ist, wohingegen ich mit 400 EUR Mietersparnis im Monat ganz konkret rechnen kann. Dies und die Staatsknete waren in den letzten 10 Jahren etwa ein Gegenwert von (10 x 12 x 800 + 49.000 = 145.000 DM. Dies entspricht bei einem angenommenen, mittleren Goldpreis von 22.000 DM das Kilo bereits 6,5 kg Gold. Und würde ich die Bude nun verkaufen, so bekäme ich etwa 110.000 EUR, also weitere 7,3 kg Gold (15.000 EUR/kg = aktueller Kurs).

    Das sind dann 13,8 kg statt 12,5 kg. Aber was solls: Der Goldpreis kann ja noch so weit steigen, daß diese Rechnung völlig anders aussieht. Neimand weis, was genau die Zukunft bringt.


    Und was das Gold angeht: da drängen nun mehr und mehr Spekulanten und Institutionelle hinein. Schaut man sich an, wer die beiden letzten Immobilienfonds in Deutschland hat hochgehen lassen - es waren nicht die Kleinanleger, sondern die institutionellen Großeivestoren incl. priv. Rentenkassen....
    ....so weis man, was das für unsichere Kantonisten sind.


    Angeblich wollen viele dieser Fondsanteile verkaufenden institutionellen Deppen noch nicht mal gewusst haben, daß die Immobilienrenditen eines KAN-Fonds nur so hoch waren, weil die viele billige Kredite zur Immobilienfinanzierung aufgenommen hatten. Tolle Verkaufsargumentation. Super Management. Wo haben die Wirtschaftswissenschaft gelernt - etwa hinter dem Tresen einer Kampftrinkerkneipe?


    Auf sowas kann man lang- und mittelfristig nicht bauen. Und jeder der das tut und den Absprung verpasst.....
    ....der wird´s am eigenen Geldbeutel spüren.


    Jedoch: nichts gegen eine langfristige, strategische (nicht spekulative) Goldanlage zur Diversifikation und für Kriesen und ggf. Notfälle.

    [quote]Original von Rhöngold
    FAZ am Sonntag 29.1.06 S. 43, Interview mit Johannes Führ, Vermögensverwalter,


    "Ein Euro ist nur noch soviel wert wie eine D-Mark"
    "Niedrige Zinsen - noch viele Jahre lang"
    "Wenn Sie als junger Mensch 10.000 Euro haben, sollten Sie drei Monate durch die Welt reisen. Wenn Sie 30.000 bis 100.000 Euro besitzen kaufen Sie sich ein Haus das Sie so schnell wie möglich abbezahlen .... Wenn Sie wirklich zu Geld kommen wollen verdienen Sie das nicht als Angestellter oder an der Börse". Das geht nur durch Sparen oder als Unternehmer." ....[/quote]


    Ich halte den zweiten Teil dieser Aussage für extrem gefährlich, denn er ermuntert zur riskanten Schuldenreiterei. Schuldenreiter verlieren im "Kriesenfall" oftmals alles. An der Inflation "verdienen" - lachtot!. Die das versuchen, die werden meist ausgerottet... und zwar durch einen Schlag mit der Zinskeule. Bumm!


    Annahme: Eigenkapital 30.000 EUR, Kaufpreis für ein altes Haus: 150.000 EUR. Gehalt 2.500 EUR netto.


    Klar, die Bank freut sich. Kreditvertrag, 10 Jahre fest, 1 Prozent Anfangstilgung 4 v.H. Zinsen.....


    Mehr kann er nicht tilgen, den die Bude muss binnen 10-Jahres-Frist noch renoviert werden. Die Energiekosten werden steigen.


    Neue Fenster, Neue Isolierverklinkerung, Neue Wasserleitungen, neue Fliesenbeläge, Neue Haustür. Neue / bessere Dachisolierung. Neuer Heuzkessel, ggf. Wärmetauscher. Da hätte er dann genug drann zu knapsen. Wahrscheinlich aber sind zuerst die Einbauküche und der Neuwagen drann :) ...


    Wer was vernünftiges haben will, zahlt 300.000 bis 450.000 EUR für ein Haus (150-200 qm) in mittlerer Lage, gebaut nach 1970. Grundstück: 600-900 qm. 60.000 EUR STK ist Minimum. Investitionen hat er auch noch zu tragen. Bei 390.000 Kredit und 4 v.h. Zinden sind für´s erste Jahr fällig: 16.600 EUR Zinsen + 3.900 EUR Tilgung = 19.500 EUR. Prost Mahlzeit!.


    Da muss er, wenn er von 1.500 EUR mtl. leben will (incl. Betriebskosten, Grundsteuer und Renovierungskosten schon netto mindestens 3.125 EUR mit nach Hause bringen.


    Und mal angenommen nach 10 Jahren beträgt der Zinssatz 8 v.H.....
    dann ist die Hütte vielleicht futsch... über 2.600 müsste der dann mtl. abdrücken! Bei vielleicht 10 Prozent Bruttolohnsteigerung und 2 v.J. Geldentwertung je Jahr.


    Ich sag´s mal so:


    60 Prozent Eigenkapital sollte man mindestens haben und der Kredit incl. Tilgung sollten nicht mehr als 25 Prozent des Netto-Einkommens ausmachen, wobei die Lebenshaltungskosten (Essen, PKW, Betriebskosten des neuen Hauses) nicht mehr als 50 Prozent des verfügbaren Einkommens ausmachen sollten. Auch dann noch hat er Risiken (z.B. Jobverlust).


    Man sollte weiter auch in der Lage sein, den Kredit während der Festschreibungsdauer der Zinsen zurückzuzahlen. Und genau das auch anstreben. Zahlt man länger als 15 Jahre ab, lohnt sich das alles kaum noch.


    Ich hab´s so gemacht:
    1994 eine Eigentumswohnung, 100 qm erworben, bis dann alles so war, wie ich das wollte, hatte ich umgerechnet 155.000 EUR hinblättern dürfen, 59.000 davon waren geleihen. Nach vertraglich festgelegtem Auszug der Mieter (war mit Eigentümer verwandt) und Renovierung waren dann 2 Jahre um und ich konnte endlich einziehen. Einen Monat später kam Sohn Nr. 2. Nun diente die alte Wohnung (60 qm, abbezahlt, Eigentum meiner Frau) als Gelddruckmaschine (Mietwohnung). 2001 war alles abbezahlt. Endlich frei!.


    Momentane Situation: Das Haus hat 6 Wohnungen, insgesamt 500 qm Wohnfläche und ca. 10.000 EUR Instandhaltungsrücklage. Der Heizkostenverbrauch liegt noch in einem Bereich, der (noch) akzeptabel ist (was sich aber ändern dürfte). Das Objekt ist in einem mittleren bis guten Zustand. Erhaltungsmaßnahmen und Anstreicharbeiten werden von den Eigentümern selbst durchgeführt. Um Kosten zu sparen. 4 Wohnungen werden von Eigentümern bewohnt, einer davon muss mangels Einkünften schon verkaufen, ein weiterer zahlt noch einen Kredit ab (von den anderen drei weis ich das nicht, meine Wohnung ist bezahlt, eine Wohnung steht leer (nachdem soein Harz-IV-Typ über ein Jahr lang keine Miete zahlte und rausgeklagt wurde, und eine ist vermietet.


    Ich möchte damit folgendes zum Ausdruck bringen: Sollten zukünftig erhebliche Modernisierungen (Energieeinsparung) erforderlich werden, so weis ich nicht, ob alle Eigentümer das zahlen können. Wenn da je Wohnung Beträge zwischen 10.000 und 20.000 EUR fällig werden.... dann Prost Mahlzeit!. Sicherlich kann man klein anfangen (z.B. Kellerdecke von unten selber isolieren, aber wenn es an die Fassade geht, muß ein Fachbetrieb und ein Fachplaner rann. Ein weiterer "Tod" sind die horizontal verlegten Wasserleitungen in den Wohnungen. Die muß jeder selbst irgendwann austauschen lassen, wobei dieses "irgendwann" nach dem ersten Rohrbruch sein dürfte. Alles kostet Geld. Geizgeile legen die neuen Leitungen dann über Putz. Wen´s gefällt....

    [quote]Original von Quentchen


    Der "Wert" beider beruht einzigst auf eine kulturelle "Übereinkunft", die sich letztendes in der "persönlichen Wertschätzung", die ein Individuum dem "Gegenstand" entgegenbringt, ausdrückt.....


    Einzigst diese "persönlichen Wertschätzungen" - (= was ich unter "innerem Wert" verstehe, kann auch eine "Erwartung", wie die der zukünftigen "Wertsteigerung" sein) - führen dazu, dass das "Ding" auch einen Preis bekommt.


    Der Preis ändert sich, wenn sich die "Wertschätzungen" einiger oder vieler oder aller ändern.....


    Meiner Meinung nach ist Gold also nur so viel "wert", weil viele der Meinung bzw. "des Gefühls sind", dass es "wertvoll" ist - so viel wert sein muss - aufgrund unseres kulturellen Hintergrunds und seiner Konventionen und des dadurch "Gelernten" ...


    [quote]


    Quentchen: ich drehe Ihre Argumentation nun einmal um, und Sie werden sehen, daß diese dann auch Sinn machen dürfte:


    Der "Wert" des Geldes beruht einzigst auf eine kulturelle "Übereinkunft", die sich letztendes in der "persönlichen Wertschätzung", die ein Individuum dem "Gegenstand Geld" entgegenbringt, ausdrückt.....


    Einzigst diese "persönlichen Wertschätzungen" - (= was ich unter "Wert" verstehe, kann auch eine "Erwartung", wie die der zukünftigen "Kaufkraft" sein) - führen dazu, dass das "Geld" auch einen Preis, gemssen in Arbeitsleistung bekommt.


    Der Preis ändert sich, wenn sich die "Wertschätzungen" einiger oder vieler oder aller ändern.....


    Meiner Meinung nach ist Geld also nur so viel "wert", weil viele der Meinung bzw. "des Gefühls sind", dass es "wertvoll" ist - so viel wert sein muss - aufgrund unseres kulturellen Hintergrunds und seiner Konventionen und des dadurch "Gelernten" ...


    Doch nun kommen wir zum kleinen, aber bedeutsamen Unterscheid. Mit Gold kann man nicht betrügen, d.h. jedes Gramm muss erst gewonnen werden, bevor man es in Händen halten und verwerten kann. Keine Unze Gold - keinen Gegenwert für eine Unze Gold. So einfach ist das. Gold ist nbicht beliebig vermehrbar.


    Geld hingegen schon. Und somit werden wir alle durch Inflationierung der Geldmengen um die Früchte unserer Arbeit betrogen.


    Eine ausgesaigerte (untergewichtige) oder gekippte (befeilt / beschnitten) Goldmünze konnte jeder, der das gemerkt hat entweder zurückweisen oder im Werte mindern, d.h. weniger Ware dafür hergeben. Und die Manipulation war für jeden, der eine Waage mit den dazugehörigen Passiergewichten besaß direkt erkennbar und bewertbar.


    Wie aber will man erkennen und bewerten, wenn immer mehr Geld in Umlauf gesetzt wird, das durch nichts gedeckt ist?.


    Auch für mich ist es nun ander Zeit, mich hier auszuklinken.

    Zitat

    Original von Quentchen
    Ansonsten bin ich "ideologiefrei" ... was auch heisst, dass ich eure "Panik" ;) (noch) nicht so ganz nachvollziehen kann ... und selbst wenn so ein "worst case"-Szenario eintreten sollte, bin ich skeptisch, ob dann Gold etc. das "Überleben" so sichert, wie es sich viele hier vorstellen ... und ich bin überhaupt noch sehr skeptisch, was den Goldmarkt generell betrifft ... mir ist das doch (noch) ziemlich zu "intransparent", vor allem wer da wie die Kurse macht ...
    Und solange "Unmengen" von Gold "gehortet" sind (egal bei wem ;) ) besteht auch immer eine Gefahr, dass die mal, aus welchen Gründen auch immer, "spontan" auf den Markt "gekippt" werden ...
    .......Quentchen


    Quentchen: damit Sie auch weiterhin ideologiefrei bleiben, habe ich Ihnen auch nahegelegt, daß Sie sich über die aktuellen monetären und wirtschaftlichen Verhältnisse und deren Entwicklung in der Vergangenheit informieren sollten.


    Zu welchen Schlussfolgerungen Sie dann kommen, das ist Ihre Sache.


    Fest steht: je mehr und je objektiver man sich informiert, desto geringer ist die Panik oder die Angst, die man bei seinen Investitionen hat.


    Kein Investment ist zudem ohne kurz- bis mittelfristige Risiken, weswegen ich auch niemals bankrotte/angeschlagene Internetklitschen oder meinetwegen auch Aktiengesellschaften die vom Schuldenreiten profitieren, wie z.B. Fanny Mae shorten oder Puts drauf kaufen würde. Klar was draus werden wird. Weniger klar ist, wann dieser Fall eintreten wird.


    Genau so ist das mit der Geldmenge und dem Geld. Zumindest sehe ich das so.


    Langfristig kann und wird man sowohl in ausgesuchten Immobilien und ausgesuchten Aktien, aber auch mit Edelmetallen viel besser fahren, als mit Spareinlagen oder Bonds. Niemand kann Ihnen sagen, welche Geldanlage den allerbesten Werterhalt oder die allerhöchste Nettorendite haben wird.


    Insofern ist jeder Investor auf sich alleine gestellt und für sein "Ding" voll und allein verantwortlich.

    Egal ob mit oder ohne Panik.


    Meinen 2. Silberbarren habe ich beispielsweise 1986 erworben und die letzten dann Anfang der 90er, noch als Student, direkt von der Degusse für 225 DM das Kilo incl. Märchensteuer. Ich hatte einen Pflaumenbaum, dessen Erträge in der Spitze ausreichten, um mir bis zu 2 kg Silber im Jahr alleine davon zu kaufen. Die Pflaumen sind längst verkauft unf gegessen, der Baum brach vor 5 Jahren auseinander, aber die Barren von den Ernteerlösen (und auch andere von meinen damaligen Ersparnissen), die hab ich heute noch :)


    D.h. abgesehen von einem 5 kg-Barren, den mir kürzlich mein Junior (9) für 1.250 EUR abgeschwatzt hat.... ansonsten habe ich kein Gramm davon verkauft.


    Irgendwann in den 90ern habe ich den kompletten Posten abgeschrieben. Kursschwankungen gehen mit seitdem am Hintern vorbei. Es gab Jahre, da hatte ich noch nicht einmal nach dem Silberkurs geschaut. An einen Verkauf zu den derzeitigen Kursen denke ich nicht einmal im Traum. Angst vor Wertverlusten habe ich keine. Warum auch?.


    Übrigens: als ich Silber kaufte, da gab´s wirklich Silberberge, gegen die die von Ihnen befürchteten "Goldberge" ehr kleine Häufchen sind. Gestört hat es mich nicht. Und die Wertentwicklung der letzten Charge, von ca. 115 EUR das Kilo zu ca. 300 EUR das Kilo (Ebay-privat-Verkaufspreis), das wären etwa 6,6 Prozent je Jahr, die braucht sich hinter der einer Bundesanleihe auch nicht zu verstecken.


    Und unter uns: der bisherige Silberpreisanstieg ist vielleicht erst der Anfang. Und beim Gold dürfte es sich ähnlich verhalten, setzt man die geförderten Goldmengen in Relation zu den vorhandenen Geld- und Wertpapiermengen. Interessant wird es, wenn man sich die Änderungen der Relationen (Verhältnis zwischen Geldmengen und Goldmenge) über Jahrzehnte anschaut.


    Ja, das mag sein.


    Ein Tipp: informieren Sie sich mal über das Wachstum der Geldmengen und über das Wirtschaftswachstum.


    Setzen Sie das langjährige Geldmengenwachstum in Relation zu den langjährigen realen Wachstumsraten.


    Dann sehen Sie, wohin die Reise geht.


    Wenn Sie sich dann noch Wirtschaftsnachrichten ansehen und versuchen, mal zwischen den zeilen zu lesen, dann wissen Sie was häufig ist und was es wie Sand am Meer gibt.


    Schulden zum Beispiel.


    Und für jede Schuld gibt es einen Gläubiger, auch Bank oder "Sparer" genannt.


    Die Schulden der einen - sind näherungsweise das Geld der anderen.... Willkommen in der Realität!.


    Bei näherer Betrachtungsweise stellen Sie dann fest, daß Banken meist Schuldner und Gläubiger zugleich sind.


    Ups.


    Und dann verstezen Sie sich mal in die Lage eines Staatsschuldners. Hat der ein Interesse daran, daß er seine Schulden ehr in werthaltigem Geld, von dem es dann wenig gibt oder besser in weniger werthaltigem Geld, von dem es eine ganze Menge geben muss, damit es nahezu wertlos ist, zurückzahlen kann.


    Und wenn Sie bis dahin gekommen sind, dann denken Sie mal darüber nach, was ein Sparer, der sich nicht betrügen lassen möchte, noch tun kann außer seine Ersparnisse in (mobilen) Sachwerten umzuschichten, die man eben nicht beliebig vermehren kann.

    Er kann Aktien oder Bonds kaufen, wobei er aber immer auch Geld mit kauft. Er kann Immobilien oder Fondsanteile kaufen, die in Nullkommanix mit Steuern und / oder Abgaben belegt und so ebenfalls und willkürlich enteignet werden können. All dies geht mit physischem Gold viel schwerer, natürlich nur, wen man es nicht in Bankschließfächern aufbewahrt, deren Inhalt im Kriesenfall - natürlich rein hypotetisch - konfisziert werden könnte oder wegen Bankschließungen temporär nicht erreichbar ist.


    Und einmal angenommen, Sie tun solche hypotetischen Entwicklungen langfristig zu 95 Prozent als dummes Zeugs ab - was ist mit den restlichen 5 Prozent?.


    Die müssten Sie dann doch - alleine aus Gründen der Risikostreuung (Diversifikation) als Liquiditätsreserve im Kriesenfall in Edelmetallen anlegen.


    Stimmt´s oder hab´ich Recht?.


    Und für ultimative Angsthasen und Kursfetischisten: die drei Netto-Monatsgehälter auf dem Girokonto.... ...wären die nicht besser gut versteckt im eigenen Heim aufgehoben - am besten noch in Form deutscher, silberner 10-EUR-Gedenkmünzen, womit Sie sich eventuell bereits um die Notwendigkeit einer Edelmetallanlage herumgedrückt hätten?.


    Edelmetalle, ohne Wechselkursrisiken. Kostenpunkt: 0,5 Prozent Zinsverlust im Vergleich zur Sichteinlage auf dem typischen Girokonto, je so billig gibt´s Edelmetall. Und sollte Silber extrem steigen, wer weis, vielleicht schlägt die Rendite der Silberzehner sogar irgendwann das Girokonto - ohne daß es zum Crash kommt. Also: Sicherheit gegen Bankenpleite, Sicherheit gegen Hyperinflation und langlaufenden, aufgeldfreien OS auf Silber mit Basiskurs 63 EURO-CENT das Gramm und Kapitalgarantie des eingezahlten Geldes. Das alles für 0,5 Prozent Zinsverlust pro Jahr. Kein Zertifikat kann das bieten!.


    Sie haben Angst vor Einbrechern:
    Vergraben Sie es im Garten oder mauern Sie es ein!.

    schuldenblase: Die Hunt´s machten einen Fehler, denn sie kauften auf Termin. Ein Goldzertifikat, gekauft bei einer Bank ist bereits bezahlt. Und eine Tonne gekauftes Börsengold ist das auch.


    Hätten die Hunt´s das dreifache Geld von dem Geld gehabt, was sie am Ende der Futurkontrakte hätten zahlen müssen - ihnen wäre nichts passiert. Die Jung´s waren zu gierig und lieferten sich den Manipulanten so aus.


    Mir ist natürlich klar, daß die Gefahr besteht, daß man so keine 3.000 Tonnen zusammenbekommen würde. Jedoch würden man so die Papiergoldmafia platt machen können, sie in den Ruhin treiben können. Alternativ dazu wären Notenbanken gezwungen 3.000 Tonnen Gold locker zu machen....


    ....wobei es dann ja nicht bleiben würde, weil Geldmittel für weitere 6.000 Tonnen vorhanden wären.


    Und sollte eine Notenbank derart aggressiv auftreten......


    dann wäre das das Ende vom Dollar und von allem Vertrauensgeld.


    Und um das ganze noch abzurunden könnte man Put´s auf die Aktien der Investmentbanker erwerben, die die Goldzertifikate ausgeben. Aber dies wiederum wäre hochriskant und prinzipiell nicht erforderlich.


    9.000 Tonnen Gold, das wären "nur" 135 Milliarden EUR. Für Großinvestoren, die sich zu einer Gruppe zusammentun oder für Schurkenstaaten mit Ölquelle im Vorgarten ist das kein Problem, die Puppen tanzen zu lassen.


    Und das schlimme daran ist: Mit kleineren Goldmengen, 10, 100, oder 500 Tonnen funktioniert dieses Spielchen genau so. Und selbst, wenn der Goldpreis bei den Mengen nur um 20 Prozent steigt und der Investor sein Gold tatsächlich bekommt......


    hat er doch mindestens 15 bis 20 Prozent des von ihm verursachten Kursanstieges von den Goldzertifikateemmitenten bezahlen lassen.


    Und das allerbeste ist: wegen 100 Tonnen sind weder Massenkündigungen bei Goldzertifikaten, noch sonstige "Panikreaktionen" des Finanz-Establishments zu erwarten.


    Die zahlen und schweigen. Und schimpfen solche Investoren insgeheim vielleicht "Gold-Tarts". Wei werden es wohl nie erfahren :)


    Und wer weis, wie oft die schon gezahlt und geschwiegen haben. 

    Werden OS (ich gehe mal von Calls aus) deutlich billiger ausgegeben als sie es eigentlich sein müssten, kann man vermuten, daß die Emmitenten sehr viele OS verkaufen wollen. Weil die Emmitenten auf fallende Kurse wetten.


    Andersherum kann es aber auch sein, daß momentan viele OS die richtig gut im Geld sind den Emmitenten angeboten werden, weswegen die ihren Ankaufspreis reduzieren (weil kaum andere Käufer da sind, z.B. wegen eines Angebotsüberhanges) und sie die Scheine möglichst billig zurückkaufen wollen / müssen, weil sie (teilweise?) zur Kursstellung verpflichtet sind?.


    Es gibt, wie immer, mehrere denkbare Möglichkeiten. Zumindest ist das meine Meinung dazu. Mag sein, daß der eine oder andere abweichende Erklärungen hat.


    Feste Gesetzmäßigkeiten, aufgrund man den Kurs von OS anhand der Paramater Volatilität, Kurs des Basiswertes und Restlaufzeit exakt, d.h. auf Euro und Cent bestimmen kann, die existieren nicht.

    Sollte es dazu kommen, so wird der Euro gegen den Dollar erstarken. EU-Exporte nach den USA würden erschwert werden.


    Andere Öl exportierende Länder könnten sich daraufhin dem Beispiel Iran anschließen mit der Folge, daß der Dollar weiter gegen den Euro und gegen den Rohstoff Öl fallen und so seine Bedeutung als Weltreservewährung verlieren würde.


    Die Zinsen in den USA würden extrem stark steigen, fast jeder Schuldner würde bankrott gehen alternativ dazu käme es dort zur Hyperinflation.


    Die EZB hingegen müsste riesige Geldmengen schöpfen, um die für eine Weltreservewährung erforderliche Menge an Euros bereit zu stellen.


    Die Wertverluste der in US-Dollar gehaltenen Devisenreserven hingegen fielen wegen der Nachfrage nach Euros nicht ins Gewicht. Durch Monetarisierung und Kreditsicherheiten würden neue Reserven geschaffen.


    Dies könnte zu rückläufigen Exporten und ähnlichen Verhältnissen (Blasenbildung) wie in den USA führen. Weswegen sowohl die Export- als auch die Kapitalbilanz Europsa ausgeglichen oder positiv (Waren- und Kapitalexport) sein müsste, sollte dieses System nich tauch scheitern.


    Faktisch würde dann Europa den Rest der Welt - vielleicht durch eine etwas maßvollere Geldmengenausweitung und Inflationierung als das zuvor durch die USA der Fall war "besteuern".


    Ewig würde auch das nicht gutgehen. Spätestens wenn die EU Nettoschuldner würde und eine negative Handelsbilanz aufweisen würde, wäre es dann auch um den Euro geschehen.


    Die schon jetzt viel zu hohen Staatsschulden der Euro-Länder werden mittel- bis langfristig genau dies bewirken.