Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von wef.... Wieso sollte man Silber bei einem Rückfall auf 7 USD oder gar 5 USD noch kaufen ??
    Mir ist kein Argument dafür bekannt.


    Bei Kursen von 5 Dollar sollte man kaufen, weil


    (1) bei den Kursen sich eine reine Silberproduktion nicht lohnt
    (2) bei den Kursen sogar teilweise silberhaltiges Begleiterz als Abraum verkippt wird
    (3) bei den Kursen demzufolge nahezu ausschließlich Recycling-Silber und Silber, das bei der Produktion anderer Metalle mit anfällt am Markt verfügbar ist
    (4) weil bei 5 Dollar maximal ein Dollar Rückschlagpotential bestünde, langfristig müsste das der Boden oder fast der Boden sein, denn billiger geht´s kaum noch.
    (5) weil man, bei 80 Prozent Kurssteigerung auf diesem Niveau erst bei 9,00 EUR angekommen wäre, wohingegen man vom aktuellen Niveau schon bei über 16 EUR wäre.
    (6) weil selbst strategische Investoren 80 Prozent mehr Metall für´s Geld bekämen, als momentan.


    Wer schon bei 5 Dollar nicht kaufen würde, der darf dies bei 9 erst recht nicht tun. Silbe rist keine Aktie, sondern ein Rohstoff, für den ein realer Bedarf in der Industrie besteht. Und zwar unabhängig vom Kurs.


    Über 50 Prozent meines, natürlich physischen, Silberbestandes habe ich aus strategischen Gründen bei Börsenkursen von 180 DM das Kilo (= 92 EUR das Kilo bzw. 2,86 EUR die Unze, gerechnet nach heutigen Dollarkursen) erworben.


    Habe ich da was falsch gemacht?.


    Und falls ja: was solls....

    Auch ich meine, daß man grundsätzlich alle Meinungen differenziert betrachten muß. Und: ja, 99,99 Prozent aller Untergangsprognosen waren im Nachhienein Fehlprognosen. Zum Glück.


    Mir war auch einiges zu glatt und zu überzeugend dargestellt und bei näherem Hinschauen waren auch gewaltige Brüche in der Argumentationskette erkennbar: Papiergold solle man mittel- und langfristig meiden, kurzfristig kann man jedoch noch Geld damit verdienen, aber dann muß man auch schnell umschichten....


    Da scheint jemand ja exakt zu wissen, wann genau der Crash kommt. Mir ist sowas auch suspekt.


    Aber vielleicht spielen bei der Meinung zum Papiergold ja auch wirtschaftliche Interessen mit. Wer weis.


    Die 5.000 Dollar für eine Unze Gold werden wir auch nicht sehen, zumindest nicht in Dollars, die auch nur annährend das darstellen, was wir heutzutage unter einem Dollar an Wert verstehen. Wäre dem anders: Zig Millonen Frauen in Indien, Pakistan, China usw. würden ihren Schmuck kilotonnenweise verscherbeln, um wie Königinnen von dem Erlös zu leben.

    Zitat

    Original von Misanthrop
    Teetrinker
    Ich verwette meinen Allerwertesten darauf, daß es die Chinesen sein werden..... und dann rollt die Lawine über Asien hinweg bis in die letzte Michel-Zipfelmütze.


    Es grüßt alle Bedenkenträger
    Der Misanthrop :D


    Das Problem ist folgendes: Geht ein Gläubigerland mit hohen Dollarbeständen hin und kauft Gold in großem Stil, so entwertet es damit gleichzeitig seine eigenen Dollarguthaben.


    Mehr noch: Dadurch daß der Dollar gegen Gold fällt, kommt er auch gegenüber anderen Währungen unter Druck, d.h. die Gläubigerländer werten zusätzlich zur selbst vorgenommenen Abwertung ihrer eigenen "Devisenreserven" ihre eigene Währung auf, was Probleme beim Export in Weichwährungsländer bringt.


    Das genau ist die Zwikmühle (nicht nur) der asiatischen Netto-Gläubiger-Staaten.



    Ich glaube, daß dieser Aspekt bislang nicht ausreichend gewürdigt worden ist, denn schließlich muss es ja Gründe dafür geben, daß es nicht längst schon zum Dollar- und Devisencrash gekommen ist.


    Das Problem ist einfach folgendes: Viele Länder sind vom Grundsatz einer ausgeglichenen Handelsbilanz abgewichen. Handelsbilanzüberschüsse sind für die Gläubiger langfristig genau so schädlich, wie Handelsbilanzdefizite für die Schuldner: Die Schuldner verleiren mehr und mehr ihre industrielle Basis und damit die Fähigkeit die Schulden zu tilgen, wohingegen die Gläubiger in exakt demselben Maße in dem die Schuldner ihre industrielle Basis verlieren, Gefahr laufen, daß ihre Forderungen an Wert verlieren oder völlig wertlos werden.


    Und je größer die Ungleichgewichte werden, desto extremer sind Gläubiger und Schuldner in einer Art Zweck-Überlebensgemeinschaft aneinandergekettet. Ab einem gewissen Punkt, gibt es kein Zurück mehr: Fällt einer, so fallen beide. Und je enger die aneinandergekettet werden, desto geringer werden deren Freiheitsgrade. Dies beinhaltet auch und besonders den Erwerb oder Nicht-Erwerb von Gold als Devisenreserve.


    Hat ein Schuldner das erst mal kapiert, so ist seine Position gegenüber seinen Gläubigern um so stärker, je höher er bei denen verschuldet ist.


    Und genau deswegen hat es bislang nicht gecrasht....

    liberty: Ein Investor, der "Marktstörungen" mit in sein Kalkül einbezieht, der wird immer phsyisch investiert sein und nie auf Termin oder Lieferschein. Wie will er wissen, wann ungefähr die "Störung" eintritt.


    Und derjenige, der "Marktstörungen" (vorerst) außen vor lässt, der ist doch (vorerst) in Aktien, meinetwegen auch Gold- und Rohstofaktien oder Derivaten darauf viel besser investiert, als in langweiligen Rohstoffen:


    Einer größenornungsmäßigen Verdoppelung des Goldperises steht größenordnungsmäßig eine Verzehnfachung des Preisniveaus ungehedgter Goldminenaktien gegebüber.


    Da sieht man, wo die Musik für renditeorientierte Anleger spielt.


    Wenn schon auf steigende Silberpreise setzen, müsste man bei angestrebter Profitmaximierung doch in Aktien von Silberproduzenten oder besser noch: in OS oder Turbozertifikaten auf diese Aktien investiert sein.


    Oder sitze ich hier einem Denkfehlker auf?.

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    Original von wef
    Also Mesodor39 hat in der Sache sicher Recht, allerdings ist seine Interpretation der Dinge IMHO etwas paranoid.


    Tatsache ist, daß das Zertifikat GS0D6C seit 7.11.2005 86% an Wert gewonnen hat, der Silberpreis ist dabei nur 23% gestiegen. Zum Vergleich ist der OS DB7059 um 96% gestiegen (jeweils Geldkurse).
    Wenn jemand diesen Gewinn mitnehmen will, wird ihn am Montag morgen kein Mensch daran hindern. Um den selben Gewinn in Silberbarren zu erzielne, wird man noch eine ganze Weile warten müssen. Zielkurse wäre etwa 14 USD.


    Es muß aber jedem klar sein, daß die Banken das Geld nicht verschenken, sondern von jemand anders holen. Ein Gewinn in dieser Größenordnung ist immer sehr glücklich-jeder der was anders erzählt ist ein Blender - und immer mit hohem Risiko verbunden.


    wef: daß jemand seine 23 Prozent Gewinn auf sein Zertifikat auch ausgezahlt bekommt, wenn er es verkauft / kündigt - das ist doch völlig unbestritten.


    23 Prozent, die kann ich sogar mit Anleihen machen (z.B. Russland-Anleihen) und ich weis das, weil ich damit auch mal etwas Geld "verdient" habe - wobei wir bei den von Ihnen skizzierten hohen Risiko sind.


    Was aber wäre, wenn im Kriesenfall statt 23 Prozent 23.000 Prozent ausgezahlt werden müssten oder 2,3 Millionen Prozent?.


    Bekäme er dann auch seinen "maximalen" Profit.


    Wohl kaum.


    Wie schaut das dann aus mit den Besitzern der 2.000 Kilotonnen "Papiergold" aus, wobei angeblich 72 mal soviel Papiergold existieren soll, wie physisches Gold, wobei ich das physische Gold mal mit den angeblich existenten 30.000 t Zentralbankgold gleichsetze, damit es nicht ganz so teuer wird..... Bei einem Unzenpreis von "nur" 1.000 EUR (ja, ich rechne mal in EUR...) sind das bei 5.000 Kilotonnen immerhin (bei 32.000 UER das Kilo macht das 32 Mio die Tonne und 32 Mrd je 1.000 Tonnen = 1 Kilotonne) imerhin 64 Billionen EUR. Nur mal so zum Vergleich: dei deutsche Staatsverschuldung beträgt angeblich nur 1,6 Billionen EUR.


    Selbst bei 500 EUR die Unze sind wir bei 32 Billionen Papiergold - 20 mal soviel wie der deutsche Schuldenberg!.


    Wer will das bezahlen?. Die Invesrtmentbanken? Lachtot!


    Ich sags mal so: Jeder Kerl, der sich eine attraktive Frau angelt, sie heiratet, der will es doch spätestens in der Hochzeitsnacht wissen, sofern er nicht schon vorher nach Lust & Laune ran durfte....


    ....ich kann mir nicht vorstellen, daß sojemand sich in der Hochzeitsnacht mit einem Spruch in der Art: Süßer, ich muß mich heute abend noch um meinen Ex-Liebhaber kümmern und ihn gut zusprechen, weist du, unsere Hochzeit heute, da hat er doch sehr darunter gelitten.... aber morgen darfst du dann endlich....


    Papiergoldkäufer (egal, ob es Zertifikate, Trubos, OS und wie sie sich nicht alle nennen) haben da kein Problem mit: die geben ihr Geld für Papierschnipsel her, auf denen steht: ich schulder dir... und du kannst von mir kaufen/ bekommen, wenn..... aber nicht, falls.....


    Ich meine folgendes: ich gehe doch nicht hin, arbeite hart, spare und darbe, nur um mir was versprechen zu lassen, wobei ich weis, daß im Fall der Fälle das Versprechen nicht eingelöst werden wird. Da müßte ich doch mit dem Klammersack gepudert sein (es sei denn, ich zocke und glaube ganz, ganz fest an den Geldwert und daran, daß es noch nicht einmal zu einer richtigen Panik kommen könnte in der meine Vertragspartner die Notbremse ziehen würden und wenn ich noch überzeugter bin, dann glaube ich sogar, daß der Silberpreis nicht unter 6,35 EUR fällt, ehe ich mein Silberpapier vertickt habe.... denn daß Silber fallen könnte, davon muß ich ja überzeugt sein, weil ich als nicht mit dem Klammersack gepuderter ja fest am Geldwert glauben muss - andernfalls meine Sichtweise paranoid sein könnte). Bestenfalls einen Put zu kaufen kann ich noch nachvollziehen. Denn da weis man, daß die Ertragschance begrenzt und das Versprechen grundsätzlich erfüllbar ist.


    Da kann ich doch genausogut hingehen und mir in einem Resteraunt ein Schinkenbrötchen bestellen und zusehen, wie die Bedienung mir den Schinken vor der Nase wegisst und anschließend noch die Butter von der Semmel kratzt, mir die Brösel auf den Tisch legt und sagt: das macht dann zweieurofünfzig.


    Jeder, der was auf sich hält, der würde doch die Semmelbröseln nehmen und sie zusammen mit der Faust der Bedienung in den Rachen stopfen, bevor er das Lokal verlässt. Natürlich ohne für diesen Service zu zahlen.


    Warum dann Papiergold oder Papiersilber kaufen, wenn man doch weis, daß im echten Kriesenfall das Vermögen genau so verloren ist, wie bei Staatsanleihen oder bei den meisten Aktien, deren Gesellschaften die Kriese nicht überstehen dürften.


    Eine gute Basis hingegen ist folgender Ansatz:
    Es muß aber jedem klar sein, daß die Banken das Geld nicht verschenken

    Zitat

    Original von Fisiko


    Wenn Du mir jetzt noch erklärst, wie Du den rot markierten Widerspruch zu handeln gedenkst... :D


    ganz einfach: den Altkäufern geht die Puste aus. Die Kurse brechen daraufhin extrem ein. Erst dann kauft man, weil es einem vorher zu teuer war. Und zwar viel billiger.


    Anschließend bleibt das Angebot kurze Zeit weg, Alle Verkäufer warten erst mal auf bessere Preise. Dann muß man schnell mit Profit verkaufen, denn die Anbieter schmeissen bei sich erholenden Preisen alles auf den Markt, worauf die Preise noch stärker einbrechen.


    Bei Ebay sind da immer ein paar Tage / Wochen Verzögerung, bis die Leute reagieren.


    BWL-er kennen dieses Phänomen auch unter dem Begriff "Schweinezycklus".

    Zitat

    Original von Zarathustra
    ....ok...was heißt Kündigung des Emittenten im ungünstigsten Augenblick? Bei Insolvenz?....der Emittent kann ja nicht aus heiterem Himmel kündigen wenns ihm gerade passt......


    ach nein, das kann der Emmitent nicht?


    wirklich nicht?.


    ganz sicher nicht?.


    Solch ein Unfug!. Er kann. Und er darf. Sogar Jederzeit. Und ohne Angabe eines nachprüfbaren, vorab exakt definierten Grundes.


    Und zwar zum Kaufpreis. Ohne Zinsen. Und nicht zum evtl. viel höher liegenden Marktwert (viele "Goldzertifikate" sind so gestrickt.... Logisch, denn es gibt wohl ein vielfaches mehr an Zertifikaten (Lieferansprüche) , als an Barrengold weltweit existent ist).


    Voraussetzung dafür ist, daß dies im Emmissionsprospekt Ihres Zertifikates steht.


    Daß muß noch nicht einmal explizit so da stehen. Es reicht schon ein Hinweis aus, daß dem Zertifikat die Bedingungen eines bestimmten Wertpapiermarktes zu Grunde gelegt werden, in denen das so steht.


    Und wenn dort Zertifikate oder Terminkontrakte jederzeit vom Emmitenten gekündigt werden dürfen / können (wann und warum auch immer), so kann und wird Ihnen das auch passieren, wenn´s drauf an kommt und ein Fall eintritt, nachdem an diesem "Markt" solche Kontrakte gekündigt werden dürfen!.


    Außerdem kann der Emmitent sich durch Verkauf seiner Stillhalterpflichten jederzeit aus der Verantwortung ziehen - ohne daß Sie als Zertifikateinhaber darüber informiert werden müssen. Auch das steht in vielen "Prospekten" Und beweisen Sie mal im Insolvenzfall, daß ein Vertrag, mit dem sich ihr ursprünglicher Partner herauskgeauft hat, nicht rückdatiert wurde.


    Ich schrieb Ihnen das ja bereits in Kurzform:


    Die "Verrechnung" ist doch ganz einfach: Sie zahlen erst mal den Kaufpreis. Ob und wieviel Sie ggf. wann bekommen, das wissen Sie nicht. Und - je nach Konstruktion - ist manchmal alles Futsch.


    Also immer fleissig den Emmissionsprospekt durchlesen und jedes Wort auf die Goldwaage legen. Viel Spass damit. Versteht man etwas nicht oder wird auf Märkte oder Gepflogenheiten verwiesen, deren Regeln Ihnen nicht bis ins letzte Detail geläufig sind bzw. die Sie als Laie natürlich nicht kennen, so haben Sie wohl sehr wahrscheinlich einen gut verpackten Pferdefuß entdeckt: FINGER WEG!.

    Zitat

    Original von Alphöttä
    .....
    @ all
    Uebrigens mir fällt auf , dass Goldpreiseinbrüche immer in kürzerer Zeit wieder ausgeglichen werden. Werden Manipulationen immer weniger lang Auswirkung zeigen ?


    Gruss von der Alp


    Im intakten Aufwärtstrend ist das so. Und zwar solange, bis der Trend gebrochen ist. Und sollte das geschehen, so geht´s


    ABWÄRTS


    ziemlich steil sogar. Und auch ohne zusätzliche Zentralbankverkäufe.


    Ich hab´s selbst bei Fehlprägungen auf Ebay erlebt: da gab es Käufer, die kauften jedes Stück. Zu fast jedem Preis. Und das nicht nur ein paar Tage, sondern über MONATE. Am Ende dann wurde es zuerst sehr ruhig um viele dieser Käufer. Und dann verkauften die ihre Lagerbestände. Und zwar zu Preisen, die denen eigentlich hätten das Wasser aus den Augen laufen lassen müssen. Egal.


    Man musste nur drei Dinge tun
    (1) besagte Käufer in der Ankaufsphase so hoch treiben, daß immer mehr Material angeboten wurde, und zwar so lange, bis denen das Geld ausging.
    (2) in der ersten Einbruchphase nach dem Wegbleiben dieser Käufer schnell alles billig zusammenkaufen und am besten direkt wiede rmit Gewinn abstoßen
    (3) als dann die Hortungsposten en-bloc auf dem Markt geworfen wurden gnadenlos zuschlagen und noch für einen Bruchteil des in Phase zwei gekauften Preises große Mengen akkumulieren.


    Sollte es während dieses Goldpreiszycklusses zu keinem Währungscrash kommen, so werden die Zentralbanken exakt dieses Spielchen mit den Goldbucks treiben, Mehr noch:


    Es ist sogar nicht auszuschließen, daß die Zentralbanken selber noch bei jetztigen oder darüber liegenden Kursen Gold kaufen, um es den Spekulanten bei noch viel höheren Kursen in den Rachen zu stecken, daß sie daran ersticken.


    Extrem ungesunde Anzeichen sind für mich:
    - das vermehrte Auftauchen von Fonds (= unsichere Kantonisten)
    - die vergleichsweise sehr hohen Tagespreisschwankungen beim Gold


    Kein Problem. Ihre Fragen zeigen zumindest mir, daß Sie für derlei Terminprodukte (noch) völlig ungeeignet, weil viel zu unerfahren sind. Der Bankberater, der Ihnen die für solche Produkte erforderliche Termingeschäftsfähigkeit erteilt, der müsste in ein Gefängnis eingesperrt werden.


    Manche Produkte sind zudem derart komplex und schwer verständlich, damit es dem Anleger nicht direkt auffällt, wie dreist er abgezockt werden soll (meine Meinung).


    Wenn schon in Edelmetalle spekulieren, dann mit klarer Linie:


    (1) das Zeugs physisch erwerben und sein "Ding" machen.
    (2) Puts und Calls (am besten "amerikanische") dienen hochspekulativen Investoren dabei zur Absicherung hoher Kurse bei heißgelaufenen Märkten bzw. zur Absicherung niedriger Einstiegskurse bei momentan geringer Liquidität.


    Irgendwelchen dubiosen, undurchsichtigen und kaum verständlichen Zertifikateprodukten muss man nicht unbedingt aufsitzen, wenn man weis, worauf man spekulieren möchte. Jede Spekulation hat ein Risiko. Verkauft man sein Risiko ist meist die Rendite futsch. Und was die "Zertifikate" angeht auch ein Großteil des Kapitals.


    Knock-Out-Schwellen werden schließlich nicht ohne Hintergedanken seitens des Emmitenten vorgegeben.


    Die "Verrechnung" ist doch ganz einfach: Sie zahlen erst mal den Kaufpreis. Ob und wieviel Sie ggf. wann bekommen, das wissen Sie nicht. Und - je nach Konstruktion - ist manchmal alles Futsch.


    Warum dann nicht gleich Lotto oder Roulette?.


    Erstens geht das schneller und zweitens: kennen Sie ein Zertifikat, mit dem man mittelfristig das 36-fache Geld "erwirtschaften" konnte?.

    Zitat

    Original von juergenlangen
    ....Die viel beschworene Immoblase ist übrigen auch keineswegs so dramatisch, ein auf einige Regionen in US und UK begrenztes Phänomen, bei uns ist das jedenfalls nicht zu beobachten. Von einer Goldblase würde ich auch nicht reden, bei 2000 Dollar die Unze schon. Aber man sollte das Gegensteuern der Staatsbanken nicht unterschätzen.


    Was ich NULL verstehe und für ziemlich naiv halte: die Erwartung, dass Geldscheine etwas wert sein könnte, wenn man den ganz grossen Chrash oder die Währungsreform erwartet ??


    Na, das mit der Immobilienblase sehe ich nicht so. Die Weltwirtschaft ist empfindlicher, als viele glauben.


    Klar steuern die "Staatsbanken" momentan sehr wahrscheinlich gegen Gold. Bei den politischen Unruhen in vielen islamischen Ländern muss Gold fallen oder es besteht die Gefahr, daß es zu Panikkäufen größeren Umfanges kommt.... Denkbar wäre allerdings auch eine technische Reaktion oder eine Überlagerung beider Dinge: private Gewinnmitnahmen und Staatsabgaben.


    Im Deflationären Crash fällt alles gegen GELD. Weil viele Schuldner ausfallen, Banken geschlossen werden oder kurzfristig nicht soviele BANKNOTEN zur Verfügung stehen, wie Menschen Geld physisch, also in Papierform, abheben wollen.


    Alles fällt dann.(FAST) jeder will nur noch seine Aktien, seine Fonds, seine Bonds, seine Rohstoffe verkaufen....
    und dann wird Geld gedruckt, wie bekloppt, um zu stabilisieren. Dann merken auf einmal alle, daß jeder Geld hat und rennen zurück. Doch die, die billigst gekauft haben, die verkaufen nun nicht mehr genug.....und es kommt zur Hyperinflation.


    Die Phase, in der alle Preise fallen kann eine ganze Weile dauern. Wer dann nur Edelmetalle und kein CASH hat, der muß / (wird aus Panik) in dieser Situation ggf. sein Edelmetall zu Tiefstpreisen verkaufen und wird so auch Opfer der Kriese.


    Vorhaben überdenken und mal in Erwägung ziehen, etwas weiträumiger zu diversifizieren um so Gewinne und Vermögenssubstanz zu sichern.


    Wen das zu langweilig ist und wer mit Gewalt eine schnelle Entscheidung sucht: ab ins Kassino und alles auf die 17 setzen. Dann kann es sein, daß man entweder blitzschnell superreich ist oder bettelarm :D:D:D

    [quote]Original von Leosline
    am interessantest ist der zeitraum 01.01.80 - 20.01.80........
    [quote]


    ja, das ist der sog. "Spike", auch Bullenfalle genannt.


    Wichtig ist folgendes: Selbst derjenige, der noch am 01. Januar 1980 gekauft hat, der hatte nach dem Zusammenbruch im Jahr 1980 noch zwei Gelegenheiten zu über 600 auszusteigen.


    Und der, der den ersten Ausstieg nicht genutzt hat und den Braten beim zweiten Anstieg nicht gerochen und realisiert hat, der wurde hart bestraft.


    Ein Blick zurück hätte wirklich jedem klar werden lassen müssen, daß das Niveau von 1980 gemessen an den 10 Jahren davor extrtem hoch und demzufolge extrem riskant gewesen ist.


    Und wer sich als Spekulant nicht informiert hat, der war halt selber schuld.

    Zitat

    Original von cycles
    Wir die Preislinie bei 564.60 durchbrochen geht es richtig nach Süden.


    für wie lange dann?.


    und was bedeutet "richtig"?.


    Kaufrausch: Was die Liquidität beim Gold angeht: volle Zustimmung.


    Jedoch: Extreme Kurseinbrüche - auch solche in der angeführten Größenordnung - sind bezogen auf den jeweils aktuellen Handelstag zwar extrem unwahrscheinlich. Ebenso wie übrigens auch Anstiege von 25 V.H. an einem Tag.....


    Jedoch: auszuschließen ist beides nicht.


    Will sagen: Wer spekulieren will, der mag das tun. Wer sich jedoch keinen unkalkulierbaren Kursschwankungen aussetzen will, dem bleibt - auch bei Gold - nichts anderes übrig, als nur die Mittel anzulegen, die er langfristig nicht benötigt.


    Alles andere ist und bleibt - auch wenn Gold wohl nie völlig oder längere Zeit wertlos werden wird - Spekulation.


    Wir haben beides:


    Dort wo harter Wettbewerb ist, da herrscht Deflation ohne gleichen (Lohndrückerei, fallende Endverbraucherpreise), z.B. Baubranche. Und das oftmals bei rückläufiger / stagnierender Produktion.


    Und dort, wo Monopole, Oligopole meinetwegen auch Korruption oder Preisabsprachen vorherrschen (Stichworte: Energie und Entsorgungsbranche, Wasser, Abwasser, "Nebentätigkeiten" für Politiker), dort wird zugelangt, daß einem schwarz vor Augen wird.

    Zitat

    Original von Anzugpunk
    Das mit den Silbermünzen ist so richtig.
    Ich halte von den 10 Euro Münzen allerdings nicht allzuviel. Die nehmen jetzt schon nur die Leute die sich auskennen..


    Momentan ist das so. Aber Banken und auch die Bundesbank tauschen sie gegen Banknoten ein.


    Im Kriesenfall, wenn alle Banken zu haben und es zum Bargeldmangel kommt "Deflationärer Crash", werden Verkäufer alles nehmen, was nach Geld ausschaut und wo EURO und BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND draufsteht. Außerdem kann man so gleich zwei Szenarien verlustfrei abdecken: die Silberpreisexplosion und den deflationären Crash.



    Zitat

    Original von Anzugpunk Auf dem Tagesgeldkonto sind deine 30 000 Euro aber kein Geld, sie sind nur Guthaben. In nem Deflationsszenario nützt das nix.
    Ich würde als echte Bargeldreserve ca die 5000 Euro abheben und mir dann auch in Bar auszahlen lassen. 100er, 50er, 10er und viele viele 5er.


    Genau so ist es!. Guthaben nützen bei einem deflationären Crash nichts, weil diese dann - beispielsweise durch Bankenschließungen oder Bankenpleiten entweder nicht verfügbar oder verfallen sind.


    5.000 EUR Cash in Banknoten gut versteckt, zusätzlich zu den "Silberlingen" oder meinetwegen auch ein Mix aus Banknoten und "Silberlingen" sind - in Anbetracht der Mickerzinsen - durchaus eine Alternative zu Sichteinlagen bei Banken.

    Ja, an dem "Weckruf" da dürfte so einiges drann sein. Ich glaube, daß vieles noch nicht in den Aktienkursen deutscher Aktien eingepreist ist. Und dabei denke ich ehr an Dinge, die für fallende Kurse sprechen.


    Ich habe Ende Dezember / Anfang Januar bei den Aktien erst mal Kasse gemacht. Egal, wie weit die noch steigen mögen - sie werden auch wieder fallen.


    Noch nämlich ist überhaupt nicht erkennbar, ob der sich ab 2000 abzeichnende Crash nur eine Singularität oder aber der Auftakt zu einem sehr, sehr langen Kursabschwung war.


    Schnappt die Bullenfalle dann zu, ist die Kohle sehr lange Zeit futsch!.


    Und dabei würden die Bildredakteure noch nicht einmal lügen, vorausgesetzt sie schreiben nicht für wen todsichere Gewinne winken :D:D:D

    Zitat

    Original von greenjg....
    .....Mir geht es nicht um Spekulationen ... diesen Spekulationskram ist sowieso krank ... wenn ich spekulieren will dann Spiele ich lieber Lotto! ... mir geht es einfach im Fall eines totalen Zusammenbruchs ... meine Hütte mit einem 1 Gramm Gold Stück mein Haus abzuzahlen! :D ... bzw. darum besser zu schlaffen .. mehr nicht!


    mfg,


    greenjg


    Ein Tip vorweg: Falls möglich: Aktien und Anleihen verkaufen, um Haus abzuzahlen.


    Warum das?.


    Ganz einfach: Sie möchten ruhig schlafen und Sie vermuten einen Crash.


    Welchen denn?.


    Dabei gibt es nicht den Crash, sondern sehr viele Arten von Crash´s.


    Beim Inflationären Crash kann ihre Strategie aufgehen.


    Beim deflationären Crash mit anschließender Hyperinflation könnten Sie als Schuldner wirtschaftlich vernichtet werden. Trotz Goldbesitz. Stichworte: Illiquidität, Kursschwankungen und extreme Zinsschwankungen. Braucht jeder Geld kann auch Gold kurzfristig sehr viel an Wert verleiren und dann heisst es Game over......


    Kriesenszenarien, die gibt´s wie Sand am Meer. Und nur eines kann bestenfalls auf die nächste Kriese zutreffen, sollte sie denn kommen.


    Am besten schläft es sich beispielsweise im Kondratieff-Winter völlig schuldenfrei


    Weiterhin braucht man beim deflationären Crash zuerst eine genügend hohe Bargeldreserve um nicht "ausgerottet", also zum Notverkauf seiner "Vermögensgegenstände" gezwungen zu werden (da empfehle ich keine Banknoten, sondern silberne 10-EUR-Münzen, wie die von der BRD als Gedenkmünzen zum Nennwert (10 EUR) ausgegeben werden. Jedes Stück enthält ca. 16 g Silber, was einem Silberwert von momentan 4 EUR verspricht. Angenommen der Silberpreis verzehnfacht sich, dann sind es 40 EUR. So können Sie (noch) völlig risikolos in Silber gehen und trotzdem Bargeld halten und den Kondratieff-Winter abdecken. Das Silbergeld können Sie vergraben, einmauern, verstecken usw., ohne daß es vergammelt.


    Gold ist erst danach ratsam, also nachdem alles bezahlt und genug Barreserve da ist. Sollte der Goldpreis einbrechen..... könnte es sein, daß Sie 25 Jahre und länger warten müssten, bis der wieder da ist, wo er mal war.


    5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens in Gold, so lautet eine Faustregel. "Vermögen", das ist natürlich das, was man besitzt - abzüglich der darauf lastenden Schulden.


    Gold kaufen und den Buckel voller Schulden, das alles in der Hoffnung mit dem Gold eines Tages die Schulden zu zahlen.....


    Ich nenne das "Spekulationskram", Glücksspiel und Zockerei oder GOLD-ATM.


    Wo ist da noch der Unterschied zur Housing ATM?.


    PS: Ein paar Nahrungsmittelvorräte sind auch nicht schlecht, so für 2 bis 3 Wochen. Eine heftige Schneeverwehung oder ein Stromausfall infolge eines etwas heftigeren "Gewitters" kann durchaus mal zu Versorgungsengpässen führen.....

    Zitat

    Original von durran
    klar alles rund ums auto hat sich wahnsinnig veteuert .....


    das entspräche ca.24 000 Euro.


    dafür gibt es heute noch nicht einmal einen golf mit der ausstattung


    Ich habe mir vorgestern - zum ersten Mal in meinem Leben - auf Drängen meiner Frau einen Neuwagen zugelegt.


    VW Golf, TDI, 107 PS, 18.600 EUR. Geht ab, wie Schmitz Katz. Und das schon unterhalb 2.300 Umdrehungen. Und auch nach der Einfahrzeit dürfte es so sein, daß das Fahrzeug zu über 99 Prozent der Laufleistung unterhalb dieser Grenze bewegt wird, weil "mehr" einfach nicht nötig ist.:)


    Benziner sind teilweise deutlich billiger - schlucken aber auch mehr und teureren Treibstoff, als Diesel-PKW. Wobei ich meiner Wahl die durchaus gegebene Möglichkeit weiterer, erheblicher Ölpreissteigerungen als wahrscheinlichstes Szenario zu Grunde gelegt habe.


    Mein alter "Panzer", ein erstmals 1986 zugelassener Golf, Benziner, 1,3-l-Maschine, 245.000 KM, ca. 60 PS, Verbrauch ca. 8 L Normal je 100 km, wurde mir im Zuge einer Sonderaktion mit 1.250 EUR "angerechnet.


    Weil das alte Auto aber noch 18 Monate TÜV hat (bis September 07) und auch der Fahrleistungen (Beschleunigung, LAufruhe) noch gut sind (lt. Aussage meiner Werkstatt) habe ich den nach Abmeldung für einen symbolischen Preis zurückerworben. Für 1/2 Unze gebe ich ihn nicht her, bei einer dreiviertel Unze, meinetwegen auch für 3 Goldsoverigns oder 3 x 20 Goldmark wäre ich vielleicht bereit, den als Bastlerfahrzeug - ohne jede Gewährleistung - herzugeben. Standort: Deutschland, Nordrhein-Westfalen, 47929 Grefrath b. Krefeld.


    Will sagen: Neuwagen sind nur teilweise sehr teuer, was nicht bedeutet, daß Autofahren generell teuer sein muß.


    Wäre es nach mir gegangen, so hätte ich den Wagen bis Frühjahr 2007 selbst gefahren. Die zu erwartende Mehrwertsteuererhöhung wäre sehr wahrscheinlich sowieso durch technischen Fortschritt (sparsamere Motoren, neue Werkstoffe usw.) kompensiert worden, weswegen das kein Argument für vorgezogene PKW-Käufe ist.


    Wenn ich mir dan Ford-Boss auf der letzten Automesse ins Gedächtnis rufe, wie der vor einem Geländewagen stand, der viel größer war, als er.... und mit dann vor Augen führe, daß dieselbe Firma mehr als 2/3 ihrer Werke in den USA dicht macht, so braucht einem das bei den anachronistischen Treibstoffverbrennern, auf denen solche Firmen ihre ganze Hoffnung setzen nicht zu wundern. Auch sowas gibt es (noch). Aber der Markt wird´s schon richten :)


    Nach "Gebrauchten" hatte ich mich vorher auch mal umgesehen. Naja, vieles ist gut und schön. Und die Bremsscheiben so manches PS-starken Gebraucht-PKW waren ganz schön wellig mit ganz schön tiefen Riefen darin. Die Bremsscheiben des PKW´s meines Vaters, der auch so ein Fahrzeug mit ca. 180 PS und ca. 60.000 km Fahrleistung fährt hingegen waren völlig glatt, obglich der auch ehr zügig als langsam fährt. Will sagen: neben der Gefahr, daß am Tachostand "gedreht" wurde, besteht auch die Gefahr, daß vorher ganz schön mit den Teilen geheizt wurde. Mit allen Folgen für Verschleißteile (Federn, Stoßdämpferm Domlager, Motor und Getriebe) Meist handelte es sich um drei bis sechs Jahre alte Fahrzeuge aus Firmenbeständen oder Leasing-Verträgen. Viele von denen hatten (dem Tachostand nach) keine 60.000 km Laufleistung....


    Billig waren die Karossen (Daimler, BMW) auch nicht. Meist sogar erheblich teurer als mein "Neuer". Und ganz gewiss erheblich teurer im Verbrauch.