Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von Nostratommy
    In meinem Bekanntenkreis wurde ein bildhübsches Reihenhäuschen in nur zwei Jahren kaputt gewohnt. Mieteingang? Fehlanzeige! Praktisch ein Totalverlust. Kann so mit einem Sparbuch nicht passieren - und mit Gold sowieso nicht....


    Das ist schon wahr. Jedoch:
    erstens ist das (noch) nicht der Regelfall.


    zweitens kann man sich vor sog. "Mietnomaden" zumindest ein wenig schützen, indem man


    (1) sich eine Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers vorlegen lässt und die Angaben auch prüft (!)
    (2) Auskünfte über den Mietbewerber einholt, an dem vermietet werden soll (z.B. über Creditreform)
    (3) Sich vor Vertragsschluss den Personalausweis zeigen lässt und mit dem letzten Vermieter Kontakt aufnimmt, und sich nach dem Kanidaten erkundigt.
    (4)Sozialhilfeempfänger und Harz-IV-Empfänger bekommen keinen Mietvertrag. Sollen die sich doch bei städtischen / gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften "bemühen". Da kenne ich schon genug Vermieter, die übel reingefallen sind mit solcher Klientel.


    Ich schätze mal, daß man so den "Insolvenzfall" von statistisch 10 v.H. auf höchstens 2 v.H. drücken kann, weswegen ich das so mache. Egal, was nun "sozial" angehauchte Menschen (speziell solche mit dickem Sparbuch und keinem Immobilienbesitz) über mich denken mögen. Sollen die doch mit gutem Beispiel vorangehen :)


    Und jeder "Mietnomade" wird strafrechtlich verfolgt (Betrug, Sachbeschädigung usw.). Die meisten Vermieter sind wohl leider so dumm, und erstatten keine Strafanzeige. Weswegen solche Verbrecher immer weite rmachen können, ohne mit stetig härteren Sanktionen rechnen zu müssen.


    Auch damit soetwas nicht ausufert und dazu führt, daß kaum noch Wohnungen zu Vermietungszwecken gebaut werden und so langfristig (ehrlichen) Menschen, die sich "nur" eine Mietwohnung leisten können Wohnraum vorenthalten wird.


    Das Risiko einer reinen Gold- und Silberanlage liegt darin, daß man ggf. Teile seines Schatzes gerade dann verkaufen muß, wenn es schlechte Preise dafür gibt, z.B. in der Anfangsphase eines deflationären Crashes.....


    Deswegen benötigt man auch andere Vermögenswerte, um nicht kurz vor dem Ziel durch Zufall oder eine gezielt provozierte Kriese, die die Bevölkerung zwingt, ihre Edelmetalle abzustoßen "ausgerottet" zu werden.

    Zitat

    Original von Nostratommy
    Vermietete Immobilien sind nur dann lukrativ, wenn sie in guten Stadtlagen liegen - alles andere kann man vergessen......


    Reich wird man damit nicht. Jedoch ist eine Immobilie m.E. sicherer als ein Sparbuch oder eine Anleihe, weil ein schuldnerfreier Realwert.


    Zitat

    Original von Nostratommy Als Wertanlage kommt für mich im Moment nur Gold und Silber in Frage....


    Das halte ich für eine sehr gefährliche, weil risikoreiche Einengung beim Vermögensaufbau. Es gibt auch noch Platin und Palladium. Auch andere Sachwerte (z.B. Sammlermünzen) kann man mit einem kleinen Anteil zwecks Diversifikation hinzu zählen.


    Zitat

    Original von Nostratommy Immobilien, Aktien, Fonds und Versicherungen sind derzeit out of focus. Mit einer zukünftigen Goldabgabepflicht rechne ich nicht - mangels an Masse in der Bevölkerung.


    Bis auf (deutsche) Immobilien stimme ich zu. Aktien sind vielfach schon zu gut gelaufen. Die Zinsen steigen zudem tendenziell. Fonds und speziell Versicherungen sind schom recht abstrakt und letztgenannte völlig intransparent. Immobilien in USA, UK und ein paar anderen Ländern sind ganz gewiss zu hoch bewertet. Chinesiche Immobilien bekommen zudem in ein paar Jahren erhebliche Probleme mit Pfusch am Bau, die sich als Renditebocker erweisen und viele Investoren sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne ruhinieren werden..


    Bezüglich einer Goldabgabepflicht oder einer Einschränkung des freien Goldhandels im Krisenfall wäre ich mir nicht völlig sicher....


    Um sowas sicher ausschließen zu können kam es schon viel zu oft vor.

    Ich habe geschrieben:


    "Weil - anders als beim Gold - beim Silber von einer durch Industrienachfrage getriebenen Hausse ausgegangen werden muß....
    ....sind den denkbaren und als realistisch anzusehenden Preissteigerungen beim Silber Grenzen gesetzt, die durch den Grenz-Kundennutzen silberhaltiger Industrieprodukte festgelegt sind.
    "


    Folgerung: 20 bis 30 $die Unze mögen auf 5-Jahressicht drinn sein.


    Darübergehende Kurse, insbesonders Kurse bis zu 70 $ / Unze für 2006 halte ich für völlig utopisch und pures Wunschdenken.


    Ein solches Ereignis würde eine komplette Änderung des Anlageverhaltens von Silberspekulanten und papiergläubigen Geldanlegern voraussetzen. Und sowas sehe ich - bis zum Ende des Fiat-Money-Systems- nicht.

    Zitat

    Original von Edel Man
    Kann man aber durchaus anders sehen!
    Mit den irrwitzigen Terminkontrakten und ständigen Änderungen der COMEX greifen die so massiv in den Markt ein,daß es sehr wohl auch unsere Bestände betrifft !
    ......


    Gewiss kann man das auch so sehen.


    Jedoch: wenn die physische Nachfrage höher ist, als das physische Angebot...


    ...muß der Preis so lange steigen, bis wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entstanden ist.


    Es sei denn, daß es jemanden geleingt, Papiersilber anstelle von physischem Silber industriell einzusetzen. Und das möchte ich mal sehen :D:D:D


    Spätestens wenn weniger da ist, als physisch für Produkte benötigt wird, kommt es zu Produktionsengpässen einerseits und Preissteigerungen beim Rohstoff und den Produkten mit dem höchsten Kundennutzen andererseits.


    Da beißt die Maus keinen Faden ab.


    Schließlich ist es doch nur möglich Kapitalanleger und Spekulanten durch den Kauf von Papiersilber von der physischen Anlage anzuhalten, was wiederum gut ist für heftige Preissteigerungen dann, wenn eine spürbare Verknappung eintritt.


    Je mehr Papiersilber, desto weniger über den Preis generierbare physische "Puffer" existieren und um so rasanter wird der Preis abgehen.


    Gäbe es kein Papiersilber, so wäre der Silberpreis schon lange über 10 $, weswegen Mienen schon lange darauf hätten reagiert. Aber dem ist ja gerade nicht so. Weswegen es infolge der vermuteten Preismanipulationen und Marktfehllenkungen zu der erwarteten Verknappung und den erhofften Preissteigerungen je erst kommen kann.


    Und das wiederum finde ich super!


    Letztendlich ist es nichts anderes, als das "alles-oder-Nichts-Prinzip".


    Und wenn es kommt, dann aber heftig :D:D:D


    Weil - anders als beim Gold - beim Silber von einer durch Industrienachfrage getriebenen Hausse ausgegangen werden muß....
    ....sind den denkbaren und als realistisch anzusehenden Preissteigerungen beim Silber Grenzen gesetzt, die durch den Grenz-Kundennutzen silberhaltiger Industrieprodukte festgelegt sind.


    Sollte infolge der nachfragebedingten Hausse eine spekulative Hausse hinzukommen, so sind auch sehr hohe Silberpreise denkbar, denen aber extreme Abstürze folgen werden. So wie bei jeder Spekulationsblase.

    Zitat

    Original von Edel Man


    Genau das trat doch schonmal bei der Hunt-Geschichte ein.
    Nur wurden diese mit unglaublichen Eingriffen der US-Institutionen um ihren Erfolg betrogen.
    Schon jetzt wird mit allen Tricks in den USA die Kursexplosion (noch) verhindert. X(


    Grüsse
    Edel Man


    Die Hunt´s konnten den Rachen nicht voll genug bekommen und das wurde ihnen zum Verhängnis. Hätten sie ausschließlich physisch gekauft.... niemand hätte ihnen so übel mitspielen können (meine Meinung). Gier frisst Hirn.


    Meinetwegen sollen die USA oder die FED oder wer auch immer weiter trixen. Hereinlegen können die ohnehin nur Papierkäufer, Terminfuzzies und Schuldenreiter (Spekulanten auf Kredit).


    Wenn weniger Silber-Angebot als Industrienachfrage vorhanden ist, dann wird entweder Silber bei moderat steigenden Preisen teilweise substituiert oder es kommt zu einer völligen Neubewertung auf einem deutlich höherem Preisniveau.


    Was den Goldpreis angeht: Gold gibt´s genug, was den industriellen Bedarf angeht. Für den Goldpreis sind daher ausschließlich die Schmucknachfrage und ggf. die Nachfrage nach Gold als Wertaufbewahrungsmittel (Geldersatz) maßgebend. Und letzteres ist (noch) eine Sache der Psychologie der Finanzmärkte.

    Was mich persönlich beunruhigt, daß sind die über 400 Tonnen Gold, die Gold-ETF´s bereits gehortet haben.


    Fonds, das sind nach meinem Dafürhalten die zittrigen Hände der Finanzmärkte. Da ist viel dummes, annonymes und hochspekulatives Geld drinn. Für ein paar Dollars mehr werfen Fonds ihre Konzepte schon mal spontan über den Haufen - so meine Einschätzung.


    Will sagen:
    Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Kein Silber ETF ist vielleicht für die Silberpreisentwicklung die allerbeste Lösung.


    Ich stelle mir gerade Zentralbanken vor, die sich in (Gold-)ETF´s dick einkaufen und dann, wenn der Markt schwach ist, ihre Anteile abstoßen. Gibt es eine bessere Edelmetallpreismanipulation als Verkäufe durch ETF´s????



    Dann sind es doch die "Spekulanten", die selber aufgeben und nicht die bösen goldpreismanipulierenden Zentralbanken....


    ...weswegen ETF-Verkäufe psychologisch sehr viel schwerer wiegen, als Zentralbankabgaben. Dies nur so am Rande.


    Ich kann es nur immer wieder sagen:


    Edelmetalle und Papier - das kann nicht gut gehen.

    [quote]Original von schuldenblase


    Wie kann es sein, daß die 1/2-Unzen-Stücke der einfallslos gestalteten Maples und Krügers teurer verkauft werden?....


    [quote]


    Das ist ganz normal:


    Maples und Krügers sind international bekannt und anerkannt. Bei den deutschen Stücken steht keine Gewichts- und Feingehaltsangabe drauf. Die Stücke haben keine Börsenzulassung. Und die Auflagen sind für Sammler-Goldmünzen extrem hoch.

    Zitat

    Original von schuldenblase
    ...125$ / Unze klingt momentan wie Phantasterei...


    ... aber wir "Fundis" ahnen, daß das gar nicht so unrealistisch ist.


    mag sein.


    Meine persönliche Erfahrung: 1987 kaufte ich (damals 14) von meinem hart erarbeiteten Lohn der Sommerferien einen Kilobarren Silber für 430 DM. Einige Zeit später (1979 ) verkauft eich das Teil für 640 DM. Und dachte, ein super Geschäft gemacht zu haben. Ein paar Monate später, als das Silber bei 2.800 stand, hätte ich gut und gerne 2.000 Mark dafür bekommen können.


    Will sagen: eine Verfünffachung, bezogen auf Kurse von ca. 4 bis 6 $ die Unze ist durchaus drinn, vielleicht sind auch noch mal 50 $ drinn. Keiner weis das.


    125 $ sind sicherlich möglich, aber momentan ist es sehr unwahrscheinlich, daß wir diesen Kurs innerhalb der nächsten 5 Jahre sehen werden.


    Es sei denn, es passiert etwas sehr außergewöhnliches.


    Da muß man einfach versuchen möglichst realistisch und nüchtern zu sein. Schon bei 40 EUR die Unze würden einem doch Silbermünzen (schlechte Qualitäten, häufige Stücke ohne Sammlerwert) tonnenweise hinterher geworfen werden.

    Zitat

    Original von patchi



    Konkurrenzkampf wird uns als Naturprinzip verkauft. Und zwar von denen die davon profitieren.
    Wir werden den Himmel auf Erden haben wenn wir unsere Kreativität nicht mehr verschwenden um besser zu sein als "die anderen", sondern einsetzen für eine Verbesserung zum Wohle und zur Weiterentwicklung aller. Und zwar auch der "anderen".
    Wir müssen zusammenhalten. Wir alle.


    Dem kann man ebenfalls uneingeschränkt zustimmen: Speziell diejenigen, die Golbalisierung als gnadenlosen Wettbewerb begreifen, verkennen total die gegenseitigen Abhängigkeiten oder betreiben eine derartige Politik wider besserem Wissen aus purem Eigennutz.


    Wir werden es noch alle merken:


    Die Hand, die man nicht abschlagen kann, die muß man schütteln.


    Will sagen: Globalisierung und internationale Arbeitsteilung sind eine ungemein große Chance für alle, sofern die Chancen nicht durch Preisdrückerei und Ausspielung der Menschen gegeneinander und kriminelle Machenschaften bis hin zur Volksverhetzung und Kriegstreiberei zu Nichte gemacht werden.


    Stichworte: Sklavenarbeiter & Billigpolen.

    @hpoth: stimmt.
    Mein bis vor etwa 2 Jahren erworbenes Gold habe ich bis auf einen numismatischen Anteil (Keltenstater, Byzantiner, Mittelalter) und einer Notreserve von wenigen Unzen abgestoßen und halte momentan noch Silber sowie etwas Platin und Palladium. Den 2006 noch steuerfrei realisierbaren Golderlös stecke ich demnächst in eine Immobilie, die dann auf meine Frau und meine beiden Kids läuft.


    Kommt es hart auf hart, so gehe ich von einer Goldabgabepflicht aus.


    Finanzschulden habe ich nach wie vor nicht.


    Sollte der Goldpreis längere Zeit stagnieren, so kann ich mir vorstellen, langsam erneut eine nennenswerte Goldreserve aufzubauen.

    Zitat

    Original von patchi
    Hier mal zwei Artikel aus der Neuen Solidarität, die meiner Meinung nach ganz gut hier rein passen.
    .....Es gab zwar in letzter Zeit mehrere Berichte über hohe Derivatverluste einiger Hedgefonds, was Panikverkäufe von Rohstoffen zum Ausgleichen von Verlusten auslösen könnte........
    :D


    Das genau ist der Lauf der Dinge. Wer tag-täglich bestrebt ist, höchste renditen zu "erwirtschaften" verliert dabei mit der Zeit nicht nur jedes Risikobewusstsein, sondern auch jedweden Realitätsbezug. Er riskiert immer mehr, zockt immer intensiver und dies, je erfolgreicher er sich wähnt. Selbst ein Team von Fondsmanagern kann sich dem nicht entziehen. Und alle stehen dabei unter dem Druck, ständig mit Wettbewerbern verglichen zu werden.


    Irgendwann passieren dabei Fehler oder es treten nicht berücksichtigte Entwicklungen ein. Und dann muß das, was zuvor "erarbeitet" und "erwirtschaftet" wurde schnell und unter Wert abgestoßen werden.


    Dem Boss der Goldzack-AG (Name habe ich nicht mehr im Gedächtnis) und dem ehemaligen Hauptaktionär der WCM AG, Karl Ehlerding, erging es genau so. Beide mussten unbedingt Banken kaufen (Weberbank bzw. Commerzbank). Beide haben sich und ihre Möglichkeiten völlig überschätzt. Und das war es dann gewesen.


    Soetwas nenne ich den Preis der Gier.

    Zitat

    Original von fabio
    Mal wirklich zum lachen


    EbayNummer 8382480860


    "Hier biete ich eine unbekannte münze aus gold ich weises nicht, ihr seit die Experte...


    Die Münze ist römisch, aus Messing (Auricalum) und ein Sesterz. Wert in diesem Zustand ca. 50 Cent. Absolut sammelunwürdig.


    Welcher Kaiser es ist, kann man bestenfalls nur erahnen. Ich tippe auf das 1. Jahrhundert n. Chr.

    Zitat

    Original von silberling3000 .......
    Aber es wird irgendwann passieren, da bin ich mir ziemlich sicher. Und je länger dieser Zustand noch anhält, desto größer wird der Knall.


    Klar wird es das. Spätestens dann, wenn die Leidensfähigkeit der Gläubiger an ihre Grenzen angelangt ist. Und mehr Gläubiger ihre Kohle (bzw. den Gegenwert dafür) sehen wollen als neue Gläubiger breit sind, die Stellen der Altgläubiger einzunehmen.


    Nur: momentan ist es noch nicht so weit. Und niemand weis, wann jemand versucht, die Reißleine zu ziehen und erstmals keiner da ist, der dessen Position einnimmt.

    Zitat

    Original von Dagobert
    Warum fällt dann der Euro momentan (inkl. Goldpreis)


    Bitte keine abgekupferten Antworten von Verschwörungswebseiten, sondern eigene Gedanken....
    Gähn


    Ganz einfach: Gold war die letzten beiden Monate viel zu stark gestiegen. Einige Spekulanten haben Kasse gemacht / wollten Kasse machen und plötzlich waren weniger Käufer als Anbieter am Markt. Der Preis fiel daher. Einige Spekulanten wurden daraufhin ausgestoppt, wodurch der Preis noch weiter fiel.


    Es ist eine ganz normale technische Reaktion. Ein Konsolidierungsprozess, der zudem von zycklischen, saisonalen Nachfrageschwankungen überlagert wird.


    Etwas ganz normales also. Und zwar innerhalb eines immer noch intakten, langfristigen Aufwärtstrendes beim Gold.


    Jede heißgelaufene Aktie verhält sich in einer Konsolidierungsphase ähnlich. Da gibt es zig tausdende Beispiele.


    Mir Verschwörungen muß der momentane Goldpreisverfall daher nichts zu tun haben. Und sollten wirklich Notenbanken massiv in einen Abwärtstrend verkaufen, so ändert das langfristig an den tatsächlichen Verhältnissen, die ursächlich sind für das gestiegene Interesse in Gold rein garnichts.


    schuldenblase: das ist aber nur so, weil der weitaus größte Teil der Silberkäufer den Geldwert über den Silberwert stellt.


    Die kaufen Silber nicht als Hedge gegen Geldentwertung, sondern in der Hoffnung damit Geld zu verdienen. Und nur das.


    Da führt kein Weg dran vorbei, das zur Kenntnis zu nehmen.


    Es mag sein, daß einige oder auch viele Käufer nicht wissen, daß unter gewissen Umständen eine Lieferverpflichtung nicht besteht / ausgeschlossen werden kann.


    Dies ändert aber nichts daran, daß die Marktteilnehmer der Commex in erster Linie preisfixiert und Kostenorientiert handeln, wohingegen Käufer physischen Metalles ehr wertorientiert und substanzorientiert handeln.


    Commex-Käufer lachen doch über den Kostenblock, den sich Käufer physischen Metalles zusätzlich aufhalsen. Die wollen doch in erster Linie schnellen Reibach machen. Und kommt es zum Knall, so lachen Käufer physischen Silbers über Commex-Käufer.


    Jedem das seine.

    Was solls. Länder sind souverän. Sie können selbst bestimmen, in welcher Währung sie ihre Waren verkaufen, sofern ihre Geschäftspartner mitspielen.


    Klar, daß da auch politische Erwägungen mit hinein spielen können.


    Sollten jedoch meh rund mehr Länder zum Euro wechseln, so kann man annehmen, daß wirtschaftliche Erwägungen mehr und mehr überwiegen.


    Bei Syrien und Iran hingegen dürfte es eine überwiegend politisch geprägte Entscheidung sein.

    Zitat

    Original von schuldenblase
    [......Wir arme Silber-Fischchen haben es mit den mächtigsten der Mächtigen als Gegner zu tun - das kann eigentlich nicht in unserem Sinne ausgehen.


    Letztendlich ist es so, daß der Preis einzig und alleine durch physisches Angebot und physische Nachfrage zu Stande kommt.


    Und gegen den Markt, da sind selbst die mächtigsten Investmentbanken machtlos.


    Das einzige, was die bewirken können, das ist doch durch Manipulationen (Lenkung der nicht industriellen Nachfrage in Papierprodukte) etwas Druck von der Nachfrageseite zu nehmen und Edelmetalle schlechtzureden, Stimung dagegen zu machen und den Kunden von Edelmetallanlagen abraten.


    Aber diese Möglichkeiten sind begrenzt und ändern nichts daran, daß der Preis irgendwann steigen muß, wenn mehr verbraucht wird, als neu und durch Abfall-Recycling bereit gestellt werden kann.

    Zitat

    Original von greenjg
    Ist das nicht abartig?


    Und ist es auch tollkühn, so hat es doch Methode.


    Abartig im Sinne von masorschistisch wäre es, dort sein Geld hinzutragen :)


    Die Zinsen müssen mit Gewalt niedrig gehalten werden. Ebenso die Geldentwertung. Also wird durch Kredite immer neues Geld geschöpft, damit die Ersparnisse nicht in den Konsum gehen und so die Wirtschaft beleben. Die Wirtschaft muss am Boden liegen, damit es zu KEINEN größeren Preiserhöhungen kommen kann. Weil die Wirtschaft aber am Boden liegt, müssen auch die Zinsen extrem niedrig sein, denn das Steueraufkommen gibt nicht mehr her.


    Momentan, bei unter 4 Prozent Zinsen gehen 20 Prozent der deutschen Steuergelder für Zinszahlungen drauf. Bei längere Zeit 8 Prozent Zinsen wären das mehr als 40 Prozent des Steueraufkommens...


    Meine Meinung: Anleihen, egal ob kurz- ode rlangfristig, sind überhaupt nichts für Privatanleger. Und eine steuerlich geförderte private Altersvorsorge könnte in vielen Fällen auch nicht den erhofften Effekt haben. Vor allem dann nicht, wenn die im wesentlichen aus Bonds und Aktien besteht, wobei beide momentan aus den vorgenannten Gründen fundamental vielfach zu hoch bewertet sind.


    Das Problem der nachgelagerten Besteuerung und Abgabenbelastung der zu erwartenden Netto-Renditen von bestenfalls zwei bis drei Prozent kommt hinzu, wobei der Anteil der Gesamtrendite, der durch Inflation vernichtet wurde ebenfalls der Steuer- und Abgabenbelastung unterleigt, weswegen negative Realverzinsungen - auch ohne Crash - zu erwarten sind.


    Im Crashfall dürften die realen Auszahlungen nur einen Bruchteil der realen Einzahlungen ausmachen.
    Also gibt es auch dort - genau so, wie bei den Bonds, langfristig wohl nichts zu gewinnen, aber vielleicht viel zu verlieren.