Zitat
Original von Misanthrop
Nur mal zu Erläuterung bez. Bankrott, da doch wohl ein erheblicher Aufklärungsbedarf besteht:
"In der juristischen Diktion steht Bankrott für die in § 283 des deutschen Strafgesetzbuchs (StGB) beschriebenen Insolvenzstraftaten. Nach Absatz 1 dieser Vorschrift wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit......
....in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechenden Weise Verlust- oder Spekulationsgeschäfte oder Differenzgeschäfte mit Waren oder Wertpapieren eingeht oder durch unwirtschaftliche Ausgaben, Spiel oder Wette übermäßige Beträge verbraucht..... ........Rechte anderer vortäuscht oder erdichtete Rechte anerkennt,
Handelsbücher, zu deren Führung er gesetzlich verpflichtet ist, zu führen unterlässt oder so führt oder verändert, dass die Übersicht über seinen Vermögensstand erschwert wird....., Bilanzen so aufstellt, dass die Übersicht über seinen Vermögensstand erschwert wird,
..... Die Tat setzt grundsätzlich Vorsatz voraus. Doch auch bestimmte Fälle der fahrlässigen Handlungen und der fahrlässigen Erfolgsverursachung sind nach § 283 Abs. 4 und 5 StGB strafbar, allerdings mit geringerer Strafe bedroht. Objektive Bedingung der Strafbarkeit ist, dass das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt worden ist oder der Täter seine Zahlungen eingestellt hat."
Wer also eine Bank oder ein Unternehmen in der Öffentlichkeit als "Bankrott" bezeichnet ohne das diese diesen Zustand tatsächlich erreicht hat, dürfte es mit der entsprechenden Rechtsabteilung zu tun bekommen....und u.U. Konkurs bzw. Privatinsolvenz anmelden.....aber das ist ein anderer § 
Sanfte Grüße
Der Misanthrop
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@misan: bis auf die Tatsache, daß Banken Insolvenz angemeldet haben liegen bereits viele Merkmale des Konkursparagraphen bei manchen "Banken" vor. Und damit meine ich keine "Parkbänke".
Man denke nur daran, daß einige Institute eigens Zweckgesellschaften gründeten, um gewisse Dinge nicht bilanzieren zu müssen.
Ein Verfahren nach dem Konkursparagraphen wurde bei den Banken, von denen bekannt wurde, daß die so Risikoprodukte bilanzieren nur deswegen nicht eingerichtet, weil Gesellschafter der Banken das in Ordnung brachten. Bei den betroffenen Landesbanken (2 Stück) geschah das anscheinend mit Steuer und/oder Sparkassengelder (auch öffentliches Eigentum). Soviel dazu.
Im Übrigen werde ich mich hüten, hier konkrete Namen von Banken, die beinahe Konkurs gegangen sind, es faktisch schon sind, es aber vertuschen oder bei denen der Fall vielleicht demnächst noch eintreten mag zu nennen. Namen von Banken, bei denen das möglicher Weise der Fall sein könnte, kann man in mit etwas böser Phantasie aus in Pressearchiven enthaltenen Berichten über die letzte Bankenkrise entnehmen, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann.
Wie bereits angeführt: jeder steht da für sich selbst da........
Apropos Überweisungen:
Man sollte schon unterscheiden zwischen Dienstleistungen, die Banken entgeltlich anbieten (wie etwa Überweisungen durchführen) und dem Entgegennehmen von Anlagegeldern.
Für Überweisungen reicht es aus, sich regelmäßig einen Kontoauszug zu besorgen und gelegentlich sein Konto so abzuräumen, daß nicht zu viel Geld dort vorhanden ist.
Und was Immobiliengeschäfte angeht: derzeit werde ich ganz bestimmt nichts kaufen. Erst mal gilt es abzuwarten, was sich so alles noch währungsmäßig und / oder preismäßig tun wird. Und vor allem politisch.
Sollte es zu keinem kurz- ode rmittelfristigem Zusammenbruch oder Teilzusammenbruch kommen, dürfte die Zinsbelastung weltweit immer mehr zunehmen und damit auch die Bürgerabzocke weltweit. Da ist greifbares Immobilienvermögen nicht die beste Wahl. Diesen Risiken müssten dann Bewertungsänderungen gegenüberstehen.
Ein interessanter Wertmaßstab dürfte dabei auch GOLD sein.
@misan: nur zu Deiner Info: Die Weber-Bank ist die Bank, an der (bzw. deren Verluste) sich vor Jahren auch einmal die Goldzack AG "verhoben" hatte. In diesem Fall waren die nicht auf Zack. Und das hat denen faktisch nicht nur einen Zacken aus der Krone, sondern substanziell auch das Genick gebrochen. Heute sind sie ein Schatten ihrer selbst, legt man den Maßstab der späten 90er an.
Und was deren Kunden angeht noch ein Sprüchlein obenauf: Größe schützt vor Torheit nicht.
Wir werden sehen, ob es auch diesmal "nur" dabei bleibt, daß die Gesellschafter bluten werden.
Einen hohen Betrag drauf wetten würde ich persönlich als Sparer aber nicht. Andere mögen das anders sehen.