Zitat
Original von Lord Vetinari
Sorry mesodor,
aber da hast du nen Denkfehler drin.
Klar sahen die Preise zur Inflationszeit anders aus. Aber gerechnet haben die Leute mit Preisen VOR der Inflation.
Beispiel:
Preis Immobilie vor Inflation: 5 Millionen (Reichmark, Erdnüsse, Muscheln, Taler oder wie die Währung auch immer hieß)
1 Kilo Gold: 25000
Vor Inflation waren also 200 Kilo notwendig, um die Immobilie zu kaufen.
Und das soll sich jetzt während der Inflation geändert haben?
Um die Hütte zu erwerben waren immer noch 200 Kilo notwendig. Die waren aber jetzt (nominal) eben 5 Billionen wert, genau wie die Immobilie.
Notfallszenarien (Verkauf unter Wert) sind hier ausdrücklich NICHT eingepreist.
Das der Verkäufer natürlich lieber 200 Kilo Gold nehmen würde als 1 Tonne Papiergeld ist auch klar, da das Papier einen Monat später ja evtl nur noch die Hälfte wert wäre (Das Gold aber seinen "inneren Wert" trotzdem behält, dann kostet das Kilo halt doppelt so viel).
Überdenk doch bitte mal deine Inflationsszenarien.
Gold ist als Absicherung für die Inflation interessant, weil es einen physischen Wert hat. Einfaches Beispiel: 1 Sack Kartoffeln = 1gr Gold. Egal, ob der Sack Katoffeln jetzt 15 Euro (heute) oder 15000 Euro (Inflationszeit) kostet.
Das Gramm Gold kostet dann ja auch 15000 Euro.
Aber die Rechnung, die du oben aufgemacht hast, ist Krampf!
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In der Inflation implodiert die Kaufkraft der gesamten Geldmengen. Das genau passiert!.
Implodieren, rein kaufkraftmäßig betrachtet, Geldmengen und Kreditvolumen, so implodieren Preise ebenfalls. Das geht garnicht anders: Angebot = Nachfrage.
Da wo wenig Geld-Wert auf viel Waren-Angebot trifft, wird alles billig.
Es gibt etwa 25 g Gold je Erdenbürger. Und bestimmt ein paar zehntausend Dollars oder Euros (in welcher Form, Cash, Bonds, Ansprüche auf Geld / Zinszahlungen auch immer).
Wenn Dollars und Euros wertlos verfalen, bleibt faktisch nur noch GOLD.
Ob man das nun wahrhaben will, oder nicht:
Und wenn man als Notverkauf (Kreditler) für 150 g ein Haus kriegt, so passt das.
Das, was es gekostet hat, das Haus zu bauen, das interessiert keinen mehr.
Beispiel:
gelegentlich kaufe ich hochwertig verarbeitetes Zinn (Preis damals: 100 bis 300 DM das Kilo als Gußstück verarbeitet) für etwa 50 Prozent des Spot-Preises (also bei Spot = 12 für 6). Was glaubst Du, wenn das heute noch interessiert, wie aufwändig die Dinger vor 10, 20, 30 oder 4 Jahren produziert wurden?
Genau so kann und wird es vielleicht (kurzfristig) auch mit Immobilien kommen.
Ist auch anfangs schon mal passiert, daß meine Kids versehentlich ein schönes Stück zu Zinnsoldaten umgeschmolzen haben. So what?
2 ruhige Nachmittage für 600 DM? Kein Problem. Vorausgesetzt, ich kann die 600 DM für 12 Euro oder 0,8 Gramm Gold kaufen.....
Was interessiert es noch, wer vor 30 Jahren die Differenz zahlt / zahlte?
Möglicher Weise werden später sogar billig erworbene Häuser abgerissen, die Grundstücke vermarktet und ganz neue Häuser draufgebaut. Wenn irgendwann wiede rmal "Fiat-Zeiten" kommen, kräht nach den einst billig gekauften Häusern mit nun ggf. veralteter Technik drinnen kein Hahn mehr, dann ist vielleicht nur noch das Bauland interessant. So what?.
Ob ich nun für 150 g Gold ein Haus kaufe oder nach dessen Abbruch ein erschlossenes Baugrundstück besitze, das -nach Abzug der Abbruchkosten- in besseren Zeiten alleine später mehrere Kilos wert sein wird... wen kratzt das?
Gegebenenfals kauft man ältere Buden in schöner Lage und lässt sie sich spontan selbst entzünden, damit man nicht gezwungen wird diese zu vermieten und dann an nicht gezahlten Betriebskosten und wegen veralteter Bausubstanz geminderter Mieten noch während der Krise kaputt geht. So einfach und so brutal können Geschäfte laufen. Nur der Profit zählt. Jeder für sich selbst!. Wenn ich eines gelernt habe, dann das.
Alles, aber auch wirklich das Absurdeste ist im schlimmen Krisenfall denkbar.....
Deswegen wird eine Krise auch die meisten Vermögensbesitzer als Arme hervorgehen lassen. Haben Krisen so an sich.....
Im Gegensatz zu Nahrungsmitteln, Kleidern und Treibstoff nimmt im Krisenfall die Anzahl und die Verfüggbarkeit von Wohnungen, Häusern und Grundstücken nicht wesentlich ab. Ein Bauer kann entscheiden, was, ob und wieviel er anbaut. Die Häuser, die gebaut wurden, die stehen erst mal da. Sie abzureißen ist sehr aufwändig. Im Krisenfall werden derlei Aufwendungen nicht gemacht. Warum auch? Also sind Häuser / Wohnungen im Krisenfall für fast umsonst zu kriegen. Es gibt -krediten sei Dank- genug davon. Und es gibt -krediten sei Dank- genug Haus- / Wohnungsbesitzer, die dann dringenst GELD mit Kaufkraft dahinter brauchen.
Wollen mer se von ihrem Mühlstein erlösen:)
Alles klar?
Klar auch, daß Staat, Banken und Zentralbanken im Krisenfall versuchen werdfen alles, aber auch wirklich alles ihnen mögliche zu tun, um das von mir beschriebene Szenario zu verhindern.
Genau so, wie sie in den letzten 15 bis 20 Jahren alles ihnen mögliche getan haben, um genau die Krise zu erzeugen, in deren Anfang wir uns bereits befinden....
Nun könnt ihr euch ausrechnen, was wahrscheinlicher ist:
daß eine lange und mühsam erarbeitete Krisensituation eintritt und durchschlägt oder daß es den Leuten, die seit Jahren und Jahrzehnten auf diese Krise hinarbeiten diese durch eine Art "Wunder" in letzter Sekunde abwenden werden / können.
Mag sein, sie verhindern, daß Goldbucks davon profitieren. Das ist aber das Einzigste, was ihnen gelingen könnte. Und der Preis dafür würde hoch sein, würde man doch die letzte Möglichkeit eines halbwegs akzeptablen und funktionierenden Geldwesens zerstören.