Gold-Baron: Klar könnte es in Spanien richtig rappeln:
250.000 EUR für 40 qm in Madrid - das ist eine so große Gewalt gegen die wirtschaftliche Existenz der dort lebenden Menschen -auch wegen der darauf basierenden Verzinsung, die teils über Mieten hereingeholt werden wird.... Da baut sich etwas auf, das richtig Ärger bereiten kann.
Und wenn ganze Viertel auf die Straße gehen werden.... fegt es ein paar Hundertschaften Polizei weg wie nichts. Dann gibts kein Halten mehr....
Auch das ist interessant
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22654/1.html
Nichts anderes, als ein "Carry-Trade" im "kleinen", der aber natürlich strafbar ist. Im Großen ist das legal. Seltsam. Lehre: tun zwei das gleiche, ist es noch lange nicht das selbe :D:D:D
Privatleute wechseln Geld aus dem Niedrigzinsraum "Euro" in das Hochzinsgebiet "Numismatik und Philatelie". Sie erzielen dort mit "Junk-Anlagen" (ähnlich den Einkünften aus US-Subprime-Pfandbriefen) hohe "Erträge", die mittels fiktiven (d.h. überhöhten) Bewertungen und eventuell sogar der Druckerpresse, die alte, wertvolle Marken "nachempfindet" sozusagen "out of thin air" erzeugt werden.
Erträge, denen keine reale Güterproduktion oder Nachfragesteigerung, sondern lediglich "Bewertungsanpassungen" teils vorhandener und teils scheinbar nicht vorhandener "Assets" zu Grunde liegen. Mit diesen Ausschüttungen vermeintlicher "Erträge" / "Buch-Gewinne" bedienen die "Carry-Trader" wiederum die Kredite für ihre überteuerten Immobilien. Nachdem die real eingezahlten Vermögen für Zinszahlungen aufgebraucht wurden, also die (reale) Substanz vernichtet ist, platzen alle Träume:
In Wahrheit wurden KEINE Erträge erzielt, Viele der "Assets" sind erst garnicht vorhanden, das, was vorhanden ist ist zu den Bewertungen nicht liquidierbar. Und es kommt noch schlimmer: würde man versuchen es zu verkaufen - woher sollen dann die neuen Käufer kommen? Gerade bei Hobby-Artikeln ist das Eis, auf dem viele "kapitalanlegende Sammler", auch Spekulanten genannt wandeln oftmals viel zu dünn, als daß die da heil herauskommen können.
Nun sind 6 Mrd. tatsächlich futsch. Problem daran: betroffene Kleinsparer merken es direkt. Es lässt sich hier nicht durch "Geldspritzen" oder PPT-Wertpapierkäufe kaschieren. Zudem ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft.
Im Kleinen zeigt und das: Wohlstand wird eben nicht durch Luftbuchungen und frisch gedruckten "Sammlermarken" erzeugt.
Im Großen aber glauben 99,6 Prozent aller Geldwertanlagenbesitzer fest an genau diesen Irrtum, was die Geldmengewnausweitung angeht.
Dabei ist eine Banknote im Vergleich zu einer Briefmarke doch nur ein etwas größer bedrucktes Papierschnipselchen. OK, es ist beidseitig bedruckt und es hat auch keine Gummierung.....
Aber diese drei Unterschiede machen den Kohl auch nicht fett....
Mit dem Zentralbankgold ist es wohl auch genau so: Es ist wohl großteils futsch. Bereits im alten Ägypten plünderten meist Priester (also die Vorläufer der Notenbanker, denn seien wir mal ehrlich: Geld ist heute vielfach Religionsersatz...) die Pharaonengräber, um dem später chronisch klammen Staat Devisen (=Gold) zu beschaffen. Allein deren Holzsärge und Mumien zerstörte man in Andenken an deren Leistungen meist nicht. Dabei ging man so gründlich vor, daß allein das Grab eines Königs, den man aus den Geschichtsbüchern strich, ungeplündert blieb. Ein einziges, "vergessenes" Golddepot blieb erhalten. Alles andere verschwand.
Warum sollte es heute anders sein?
So in etwa stelle ich mir den kommenden Staatsbankrott / Fiat-Miney-Bankrott vor.
Überall werden, sobald große Maßstäbe anzulegen sind, Gläubiger durch ihre Schuldner hereingelegt. Ehrlichkeit und Vertrauen scheinen nur im kleinen Maßstab zu funktionieren.
Oder glaubt ihr, daß der "Durchschnitts-Ägypter" wusste, ab wann der Staat so kaputt war, daß er nur mit dem Golde der Vorfahren weiter existieren konnte?
Was wohl wäre passiert, wären die Gräber nicht geplündert worden?
Es wäre zur Goldknappheit und zur Deflation von Waren und Leistungen gegen GOLD gekommen. Der Außenhandel wäre kolabiert. Und die Binnenwirtschaft wohl auch. Der Pharao hätte seine Beamten nicht mehr zahlen können, er wäre als "falscher Gott" gestürzt / ermordet worden. Und mit ihm Vesir und hohe Priester.....
Am Ende (nicht an ihrem wirtschaftlichen Ende, sondern an dem der Goldzufuhr) sind sie dann, wohl ein paar Generationen später, doch untergegangen.
Denkt einmal darüber nach....