Zitat
Original von freefly
Mir geht das mittlerweile zu schnell - hatte gehofft daß ich nochmal EM nachkaufen kann - für einen richtigen Crash bzw. gar eine Weltwirtschaftskrise a 1929 - 1931 fühle ich mich noch zu jung und nur unzureichend positioniert (hab den Braten zu spät gerochen).....
Als ich den Braten dann 2004 gerochen habe, war mein Vermögen aktienkursbedingt leider sehr dahingeschmolzen. Mehr als für ein paar Unzen und eine kleine Wohnung hat es dann nicht mehr gereicht.
Ab Mitte 2006 war dann für mich der Punkt erreicht, ab dem ich mich entschlossen habe, KEIN Gold mehr zu kaufen. Bei Kursen um die 500 EUR/Unze ist das bei einer kleinen, vorhandenen strategischen Reserve, die zudem zu wesentlich niedrigeren Kursen aufgebaut wurde, nicht mehr ganz so attraktiv / lukrativ.
Angesichts der Möglichkeit, daß es durchaus noch zu einem deflationären Crash, ggf. mit Cross-Defaults und Bankenschließungen kommen könnte, bunkere ich seitdem Silberzehner im Banksave, statt Cash auf Bankkonten. Die kann man ohne nominales Kursrisiko erwerben. Man kriegt zwar nur für den halben Kaufpreis Silber, hat dafür aber weder ein Kursrisiko nach unten und auch KEIN Risiko einer Bankenpleite.
Derzeit zählt primär nur eines:
Liquidität
Und wer nicht ausreichend liquide und bevorratet ist, der sollte erst garnicht daran denken Gold- und Silber in physischer Form zu erwerben (meine Meinung).
Und, nur um Missverständnissen vorzubeugen:
Liquidität bedeutet BARGELD
Zitat Dr. Cash:
Only cash is liquidity - stocks, bonds, bank deposits and precious metals not.
In Extremsituationen und der Zustand des Welt-Finanzsystems stellt meiner Ansicht nach für Geld- und Geldwertanlagenbesitzer eine sehr extrteme Gefahrensituation dar, zählt zu allererst das, was man auf die Hand besitzt. Sprich: Bargeld. Ihre Zinsen können sie sich meinetwegen sonst wo hin stecken.
Bargeld ist in Extremsituationen ein absolutes Muss. Wer kein Bargeld hat, der ist seinen Schuldnern völlig ausgeliefert. Er ist unfrei, geknechtet und für seine Schuldner ein bestenfalls lästiger Bittsteller.
Kommt es drauf an, mahlen die Mühlen der Justiz noch langsamer als sonst oder stehen sogar still, denn: ohne Moos nix los. Und es kann sein, daß Situationen entstehen, in denen selbst Beamte nur noch richtiges Geld, also Geld, das seinen Wert in sich trägt, sehen wollen.
Crasht es, dann geht nichts mehr. Game over. Nicht nur für die Banken, sondern vor allem für die Sparer. Das sind die, die letztendlich alle Risiken tragen und den Kopf für die Fehler der Bankmanager herhalten. Ich glaube, das war nun klar genug.
Natürlich kann man auch einer Zentralbank niemals völlig vertrauen. Daher die Wahl von kursgültigen Silbermünzen. Auch wenn Silber in einer Deflation nicht liquide ist, schützt der Nennwert vor Verlust. In einer Hyperinflation hingegen ist Geld kaum mehr etwas wert, Edelmetall aber dafür um so mehr. Weswegen dann der Edlemetallgehalt das erworbene Eigentumsrecht vor Verfall schützt.
Keiner kann wissen, ob es nicht erst zu einer massiven Deflation kommt, ehe sich Geldwertanlagen inflationsbedingt in nichts auflösen. Wer vor einer Deflation auf reines Edelmetall gesetzt hat und dann illiquide wird, der kann alles verlieren.
Will sagen:
Man kann den Braten zwar richen - der Zug zum Festmahl hingegen ist noch nicht abgefahren. Einige Plätze sind noch verfügbar. Nur: man sollte sie mit Bedacht aussuchen.
Sprich: Sein Geld-Vermögen zwischen physischem Edelmetall einerseits und edelmetallhaltigem Bargeld anderseits klug aufteilen.
Denn in absoluten Extremsituationen und Vertrauenskrisen gilt immer noch:
Zitat Dr. Gold:
Gold is money - paper not.