Hier noch eine interessante Meinung zu diesem Artikel:
http://www.hartgeld.com/systemkrise.htm
Losgelöst davon stellt sich mir die Frage, wie man einen Crash definieren muss, um ihn von Allerweltsereignissen abzugrenzen
Ich werde dies für meine Definition wie folgt machen:
Ursächlich für einen Crash sind immer entweder ein Zuviel an Krediten oder an Spekulation und dadurch verursachte Fehlbewertungen.
Ein Crash beginnt damit, daß ein Trend oder eine Entwicklung seinen / ihren Zenit erkennbar erreicht hat und wichtige Marktteilnehmer beginnen das zu erkennen.
In der Anfangsphase des Crashes steigen die Volatilitäten an, weswegen im Fall von börsengehandelten Basiswerten sich die Absicherung gegen Kursschwankungen / Kursverlusten spührbar verteuert.
Der Crash beschleunigt sich dann dadurch weiter.
Werden gewisse Schwellen unterschritten, dann kommt es zu größeren Verkäufen, weitere Schwellen werden unterschritten und weitere größere Käufe ausgelöst. Und das erzeugt nicht nur über Tage, sondern mindestens über mehrere Wochen fallende Kurse, unterbrochen durch kleine, verzweifelte Erholungsversuche. In dieser Phase kommt es bei Spekulanten mit Krediten oftmals zu Zwangsliquidierungen infolge schwindender Deckungsreserven.
Maßgeblich dafür, daß solch ein Ereignis als "Crash" bezeichnet wird ist für mich eine Bewertungskorrektur von 34 Prozent und darüber. Alles andere können auch ganz normale Schwankungen innerhalb intakter Trendkanäle sein. Ab einem Drittel Kursverlust eines Marktes / Marktsegmentes wird es kritisch.
Danach kann dann auch Schluss sein und sich eine Seitwärtsbewegung von mehreren Monaten, sechs sollten es mindestens sein, anschliessen. Ohne richtiges Tal kein Crash. Das ist ganz wichtig, denn ein Crash ohne eine Vielzahl an Opfern, das ist auch keiner.
Besser ist es noch, wenn sich die Phase des Steilfluges nach ein paar Wochen zu einem sanften Gleitflug entwickelt, der dann die erste Korrektur um nochmals mindesrtens 50 Prozent vergrößert, sodaß wir nun auf Gesamtverluste oberhalb von 50 Prozent kommen....
damit alle Lemminge und auch die nicht ganz hartgesottenen ausgeräuchert und massakriert werden.
Ein Crash ist immere ein ganz besonders schlimmes Schlachten. Und ohne, daß dabei nicht Legionen von Investoren ausgeweidet, filettiert, geplättet, gekocht und wirtschaftlich vernichtet werden ist es einfach KEIN Crash. Die Aasgeier müssen kreisen. Pleiten gehören genau so dazu wie Bankenzusammenbrüche oder Beinahe-Bankenzusammenbrüche. Börsenschliessungen kommen auch immer ganz gut. Kommt solch erlesenes Beiwerk mit hinzu, dann ist es definitiv ein Crash gewesen.
Alles andere sind Aufwärmübungen.