Beiträge von mesodor39

    Hier noch eine interessante Meinung zu diesem Artikel:


    http://www.hartgeld.com/systemkrise.htm


    Losgelöst davon stellt sich mir die Frage, wie man einen Crash definieren muss, um ihn von Allerweltsereignissen abzugrenzen


    Ich werde dies für meine Definition wie folgt machen:


    Ursächlich für einen Crash sind immer entweder ein Zuviel an Krediten oder an Spekulation und dadurch verursachte Fehlbewertungen.


    Ein Crash beginnt damit, daß ein Trend oder eine Entwicklung seinen / ihren Zenit erkennbar erreicht hat und wichtige Marktteilnehmer beginnen das zu erkennen.


    In der Anfangsphase des Crashes steigen die Volatilitäten an, weswegen im Fall von börsengehandelten Basiswerten sich die Absicherung gegen Kursschwankungen / Kursverlusten spührbar verteuert.


    Der Crash beschleunigt sich dann dadurch weiter.


    Werden gewisse Schwellen unterschritten, dann kommt es zu größeren Verkäufen, weitere Schwellen werden unterschritten und weitere größere Käufe ausgelöst. Und das erzeugt nicht nur über Tage, sondern mindestens über mehrere Wochen fallende Kurse, unterbrochen durch kleine, verzweifelte Erholungsversuche. In dieser Phase kommt es bei Spekulanten mit Krediten oftmals zu Zwangsliquidierungen infolge schwindender Deckungsreserven.


    Maßgeblich dafür, daß solch ein Ereignis als "Crash" bezeichnet wird ist für mich eine Bewertungskorrektur von 34 Prozent und darüber. Alles andere können auch ganz normale Schwankungen innerhalb intakter Trendkanäle sein. Ab einem Drittel Kursverlust eines Marktes / Marktsegmentes wird es kritisch.


    Danach kann dann auch Schluss sein und sich eine Seitwärtsbewegung von mehreren Monaten, sechs sollten es mindestens sein, anschliessen. Ohne richtiges Tal kein Crash. Das ist ganz wichtig, denn ein Crash ohne eine Vielzahl an Opfern, das ist auch keiner.


    Besser ist es noch, wenn sich die Phase des Steilfluges nach ein paar Wochen zu einem sanften Gleitflug entwickelt, der dann die erste Korrektur um nochmals mindesrtens 50 Prozent vergrößert, sodaß wir nun auf Gesamtverluste oberhalb von 50 Prozent kommen....
    damit alle Lemminge und auch die nicht ganz hartgesottenen ausgeräuchert und massakriert werden.


    Ein Crash ist immere ein ganz besonders schlimmes Schlachten. Und ohne, daß dabei nicht Legionen von Investoren ausgeweidet, filettiert, geplättet, gekocht und wirtschaftlich vernichtet werden ist es einfach KEIN Crash. Die Aasgeier müssen kreisen. Pleiten gehören genau so dazu wie Bankenzusammenbrüche oder Beinahe-Bankenzusammenbrüche. Börsenschliessungen kommen auch immer ganz gut. Kommt solch erlesenes Beiwerk mit hinzu, dann ist es definitiv ein Crash gewesen.


    Alles andere sind Aufwärmübungen.

    Ich nehme das beschriebene Szenario (schleichende Geldentwertung und Verarmung) durchaus ernst.


    Ein richtiger Crash wure ja bislang scheinbar nicht zugelassen (siehe PPT & Consorten).


    Alles in allem sehe ich eine 50/50 Chance zwischen einem schnellem und einem schleichendem Niedergang.


    Weswegen ich auch nicht auf einen offenen Börsen- oder Finanzcrash in 2007 wetten würde.

    Goldverkäufe in großem Umfang und das von Leuten, mit ein paar positiven Bewertungen von vor so lange, daß man keine Artikel mehr einsehen kann, scheinen ja in Mode zu geraten.


    Ich konstatiere, daß Internetforen auch nicht ansatzweise in der Lage sind, solche Sachverhalte in der gebührenden Form aufzuarbeiten.


    Und daß man dort, wo dies rechtzeitig möglich wäre, scheinbar kein Interesse, keinen Willen oder keine personellen Möglichgkeiten hat, das zu tun.


    Die Zukunft wird zeigen, ob das bei "Lieferverzögerungen" auch für die Behörden gilt. Ich befürchte es einmal sehr.


    Der einzige Rat, der hier greift ist:


    teure / wertvolle Artikel nur dort kaufen, wo man seine Ware direkt im Gegenzug für sein Geld erhält. Und dort, wo dies nicht immer möglich ist, zumindest die Identität und Seriosität des Verkäufers kennt bzw. mit angemessenem Aufwand überprüfen kann.


    Keinesfalls die Verfügungsgewalt über sein Geld bereits völlig aus der Hand geben, bevor man nicht seine Ware erhalten hat. Dort, wo die Möglichkeit einer Clearing-Stelle oder eines Treuhandservices besteht, soll man diese nutzen.


    Am besten aber ist:
    Gold kauft man am sichersten bei Banken. Münzen- oder Goldhändlern.

    doch lest selbst:


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=3952


    Wie es Schweden wohl angestellt hat, "Überschüsse" zu erziElen und die Verschuldung bis auf 50 Prozent des BIP herunterzufahren?


    Bestimmt nicht nur durch höhere Steuern und niedrigere Reallöhne.


    Der Wert der Schwedenkrone dürfte auch Federn gelassen haben.


    Darauf aber geht der Artikel leider nicht ein.


    Knapp vorbei ist auch daneben.


    Egal, ob in einem großen Abräumen oder auf Raten: Geldvermögen und Geldwerte werden in erlebbarer Zeit nahezu komplett entwertet werden.


    Egal, ob in einem Crash, über Bankrott, Besteueruung der Vermögenssubstanz oder Geldentwertung.


    Und im Fall der Geltentwertung ist es langfristig auch völlig egal, ob die nun schleichend oder offen daherkommt.


    Maßgeblich ist im wesentlichen das Endergebnis.


    Und das lautet:


    VERARMUNG

    Zitat

    Original von Alphöttä
    @ Ritterwacht


    das wichtigste hast Du vergessen ! Ohne Zinsabrechnung keine Kontrolle , keine geheime Kontrolle , keine Staatskontrolle ! Dadurch eine gewisse Form von Freiheit . Ist doch auch was wert , wenigstens für mich .


    Gruss von der Alp


    Das wichtigste ist, daß KEIN Schuldner dahintersteckt. Physisches Gold betrügt nicht. Man hat es oder man hat es nicht. Dazwischen gibt es nichts.


    Und genau das ist der Unterschied zwischen Besitz und Anspruch. Gold kann man besitzen. Geld im heutigem Sinne ist immer Anspruch und kann erst dann zu Besitz werden, wenn man es gegen etwas eingetauscht hat.


    @Istenburg: Du hast die völlig richtige Einstellung. Wahrscheinlich hast Du Dir auch bei Zimmertemperatur lagerbare Vorräte für zwei bis vier Wochen angelegt, incl. Getränke oder bist im Begriff das zu tun. Und etwas flüssiges Gold (Whisky, Rum) zum Tauschen oder um das (hoffentlich nicht) kommende Elend besser ertragen zu können, wenn unsere frommen Wünsche, daß keine Krise stattfinden möge doch nicht erhört wurden.


    Und genau für solche Reserven (Notgroschen für deflationären oder inflationören Crash) sind Silberzehner bestens geeignet, begrenzt (Stichwort: Beschaffbarkeit) noch zur Absicherung einer taktischen Liquidität für spekulativ orientierte, abgeklärte Zeitgenossen, die wissen, wann man ganz besonders auf Sicherheit spielen muss. Die Zehner können nach menschlichem Ermessen nie mehr als 50 Prozent entwertet werden. Verfällt der Geldwert, gilt der Metallwert; verfällt der Metallwert temporär, bleibt der Geldwert. Diese persönliche Anti-Crash-Maßnahme wird niemals annährend unwirksam. Kein Schuldner = Kein Ausfall / Betrug. Nicht nur Gold, auch Silber beschützt Eigentumsrecht. Silberzehner tun das derzeit zumindest zu einem nennenswerten Anteil. Ganz im Gegensatz zu Banknoten oder gar Forderungen gegenüber wen auch immer. Das geile an den Zehnern ist das feste Umtauschverhältnis Silber-Euro. Die allerbeste, weil kostenlose Versicherung gegen temporär kolabierende Edelmetallnotierungen im deflationärem Crash. Man ist -noch zeitlich unbegrenzt- mit 50 Prozent im Silber drin, hat aber 100 PROZENT Einsatzgarantie bei Rückabwicklung.


    Rechnet mal nach, was es über Jahre kostet, sein Silberinvestment zu 100 Prozent mit Puts zu sichern.....


    Wer jetzt aus Aktien und Anleihen raus will für den gilt:


    Besser das Bankfach voll mit Silberzehnerrollen, als das Geld auf einem Bankkonto.


    Und wer das partout nicht will, der sollte (vorausgesetzt er will mit Gewalt in Geldwerten bleiben besser auf kurzlaufende Staatsanleihen (Deutschland, Österreich, Schweiz, Franken oder Euros), Laufzeit mindestens 6 Monate, maximal bis 24 Monate switchen. Das ist Sondervermögen und von einem eventuellen Bankenkonkurs nicht betroffen. Blos keine Bankguthaben, Zertifikate, usw. bei/von Banken und Kapitalgesellschaften mit Haftungsbeschränkungen. Und blos keine gebündelten US-Pfandbriefe oder gar Unbternehmensanleihen. So manche Firma wird noch während der Laufzeit ihrer Bonds von Heuschrecken filettiert, ausgeplündert und überschuldet....


    Wir befinden uns aller Wahrscheinlichkeit und Voraussicht nach im IV. Kondratieff. Da gelten eigene Gesetzmäßigkeiten: Vertrauen in Zahlungsversprechen wird allermeistens gnadenlos abgestraft werden.


    Dennoch muss man gerade in solchen Zeiten liquide bleiben. Und zwar in fast jeder Hinsicht, d.h.: in Geld und in Edelmetall. Ein Vorhaben, daß nicht einfach umsetzbar ist.

    Zitat

    Original von Ritterwacht
    .....Also ich bleibe dabei - Japan kann nicht anders als mit einem Zinsschritt antworten. Ansonsten ist die Inflation in der Hütte - und die Preisstabilität schnell im Eimer.
    Und die vergebenen Kredite würden sich obendrein selbst entwerten...


    Wird sie das nicht sein, die Preisstabilität?.


    Wie stellst Du Dir das Jahr 2030 vor?


    Rente mit 67 und dennoch muss ein Arbeitnehmer einen Rentner / Pensionäe und vielleicht 0,5 Kinder und 0,25 kinderbetreuende Frauen miternähren?.


    Und nebenbei noch Steuern zahlen für Verwaltung, Justiz, Strafvollzug, Infrastruktur usw.?


    Und das alles soll bei wertstabilem Geld ablaufen?


    Optimist.


    Die Kredite müssen so weit ansteigen, daß überhaupt nicht die allerkleinste Hoffnung mehr auf Rückzahlung bestehen kann, damit jeder einsieht, daß auf Begleichung auch nur zu hoffen eine absolute Verblendung ist. Eben damit die alten Schuldenwährungen zur Hölle fahren. Und so zumindest die Altlasten vom Tisch sind.


    Und je schneller das passiert, desto weniger schlimm werden die Folgen sein. Die Menschen werden durch Wohlstandsillusion träge, behäbig, überheblich. Entfernen sich immer weiter von ihren realen, natürlichen Lebensgrundlagen. Kein Staat kann so funktionieren.

    Zitat

    Original von Argentum 999


    Na logisch, völlig egal ob sie Schrammen haben. Auf der Waage sollten sie noch stimmen.


    Vielleicht erlebst DU es noch, daß abgenutzte / angebohrte / angefeilte / abgegriffene Münzen, deren Feingehalt bekannt ist, gewogen und entsprechend ihres Gewichtsverlustes wertberichtigt werden.


    Sowas gab es viele hundert Jahre lang bei Goldmünzen. Bis etwa Anfang des 19. Jahrhunderts waren solche Praktiken weltweit üblich. Geld war damals extrem knapp. Münzen zirkulierten oftmals solange, zum Teil mehr als 100 Jahre, sodaß deren Bild manchmal nur noch in Umrissen erkennbar war. Und so abgenutzte Münzen wogen dann etwas weniger, als nich tabgenutzte Exemplare.


    Da wurde in dicken Büchern geblättert, mit Münzgewichten nachgewogen, das Mindergewicht exakt mittels kleinster Gewichte (Plättchen) bestimmt und der Minderwert der Goldmünze exakt auf Heller und Pfennig bestimmt. Dünne Münzen aus GOLD wurden durch biegen (Knittern) geprüft oder per Zahnabdruck....

    PS: Die Diskussion ist ohnehin recht müßig: Vielerorts gibts Silberzehner nur noch stückchenweise. Selbst die in den Landeshauptstädten befindlichen Landeszentralen der Dt. Bundesbank haben oftmals nur noch wenige Rollen vorrätig.


    10.000 EUR oder gar 15.000 EUR auf einen Schlag in Silberzehner wechseln.... das ist primär meist kein Gewichtsproblem......

    ...sondern eine Beschaffungsfrage.



    Lt. Seite von Herrn Eichelburg soll es regional begrenzt (Schweiz) bereits kleinere Lieferengpässe bei Silberbarren geben. Die Ankaufspreise von Silber-Anlagemünzen befinden sich auch vielfach um oder leicht oberhalb des Spotmarktpreises.


    Das lässt auf hohe Nachfrage und / oder physische Knappheit schliessen.


    Auf Gerüchte, daß Silber von London in Richtung nahen Osten massiv abtransportiert wird, will ich hier nicht weiter eingehen.


    Nichts genaues weiss man nicht. Auch nicht, ob es bald im Iran rumpelt.

    Daher gilt: Nur Bares ist wahres.



    Und: je barer, desto wahrer :D:D:D


    Erwartungen können enttäuscht / Versprechungen gebrochen werden Und werden es auch regelmässig


    Gold und Silber völlig entwerten - das ist schon unwahrscheinlicher.

    Was mich interessieren würde, das wäre ein Umfrageergebnis, wie ernst man Brzezinskis Warnungen nimmt.


    Das wäre mal was (meine Meinung).


    Hintergründe:


    Der Mann ist schliesslich nicht irgendwer. Und: einer kann ja mal austicken - jedoch ist er nicht alleine.


    Und diese Warnung ist ja nur eine von vielen aktuellen Warnungen (z.B. Warnungen ehemaliger hoher Notenbankangestellter vor einem Wärungscrash / Finanzcrash / Hyperinflation. Warnungen ehemaliger US-Militärs vor einem Dessaster im Irak usw.)


    Und dann sind da die von Herrn Eichelburg angeführten Goldkäufe von Zentralbanken und ehemals leitenden Zentralbankangestellten....


    Und: weder beim Dollar, noch bei der Handelsbilanz / beim Staatsbudget oder dem Immobilienmarkt und erst recht bei den militärischen Abenteuern der USA sieht es rosig aus.


    Wo Rauch ist, da ist auch Feuer......

    Zitat

    Original von Argentum 999
    mesodor39


    In einer Katastrophe kannst Du die aufgeprägte 10 mit dem Eurosymbol vergessen. Was bleibt Dir, ca. eine halbe Unze Feinsilber. Von einer Anlage in EM´s halte ich sehr viel, und lege u.a. auch intensiv in diese Richtung überflüssiges Papier an. Insofern glaube ich gut gewappnet zu sein. Ich bediene mich auch der 10er, jedoch in kleinen Mengen (2-3 je Ausgabe). Es kollidieren ganz einfach die aufgewendeten 10 € mit der Menge an Feinsilber. Vom numimatischen Wert brauchen wir nicht reden!


    Also beim deflationärem Crash, DAX-Ständen von 500 bis 2000 und Silberpreisen von 4 EUR/Unze kann ich das Euro-Symbol vergessen?


    Warum?


    bekomme ich dann für 10 Euro keine 2 Unzen Silber oder für 500 bis 2.000 EUR keinen Dax-Anteil in Form eines DAX-Fonds?


    Kolidieren tut überhaupt nix: 10 Euro sind 10 EURO und 16,6 g Silber sind und bleiben 16,6 g Silber. Und zwar unabhängig vom Geldwert und vom Silberwert. Das für mich jeweils beste kann ich jederzeit abrufen.


    Selbst im anschliessenden hyperinflationärem Crash stehe ich zigtausendmal besser da, als Geldwertbesitzer. Daß es dann wenige gibt, die doppelt so gut dastehen - ich werde es leicht ertragen können :D:D:D


    Und zwichendurch kriege ich vielleicht für 10 bis 15 Silberzehner eine Unze Gold. Auf dem Schwarzmarkt, wenn alle Banken zu sind oder nur noch Taschengelder abgehoben werden können......


    Ich bleibe auch bei geschlossenen / zusamengebrochenen Banken Liquide.


    Wenn auch nich tzu 100 Prozent, denn Immobilien und physisches Edelmetall gehören genau so dazu wie BRGELD.


    Nur: Bargeld kann man auch teilweise absichern. Wenn man weis, wie das geht.

    Zitat

    Original von Argentum 999
    Warum betrachtet eine derzeitige Mehrheit die 10er als Bargeldreserve? Diese bringen nicht einmal Zinserträge. Und von einer Katastrophe sind wir doch noch etwas entfernt!


    Wahrscheinlich ist es, wie alles im Leben, Ansichtssache.


    Genau so ist es. Ich sehe das folgendermaßen:


    Die Katastrophe ist bereits geschehen, will sagen: Die Geldmengen sind explodiert. Und die Mengen der Geldwertanlagen ebenfalls. Gemessen an dem Wert der Arbeitskraft sind Aktien und Immobilien in vielen Ländern der Welt völlig überbewertet. Die Welt ertrinkt förmlich im Geld und in Schulden gleichermaßen.


    Nur: Die Katastrophe wird bislang als solche nicht wahrgenommen.


    Keine Ahnung, wie genau das enden wird. Fest steht aber definitiv: Die Schulden werden niemals alle zurückgezahlt werden, ohne dafü rnoch mehr Schulden aufnehmen zu müssen. Schlechte Karten für alle Geldwertanlagenbesitzer also.


    Stelle Dir vor, Du wärest auf der Titanic, fünf Minuten, nachdem diese vom Eisberg aufgeschlitzt wurde. Das Schiff macht noch volle Fahrt, hat noch nicht mal Schlagseite. Trotzdem sind drei Stunden später mehr als die Hälfte aller Passagiere tod. Abe rnoch ist davon nichts zu bemerken.


    Die Musik spielt noch. Strom ist im Überfluss da. Das Schiff wie immer hell erleuchtet. Und der Eisberg ist schon wieder ganz klein geworden. Das Kratzen und die Vibrationen vor 5 Minuten hast Du sehr wohl vernommen. Aber Du weisst: Das Schiff ist durch viele Schotte in viele Sektoren unterteilt. Es gilt gemäß amtlicher Definition als unsinkbar. Was Du nicht weisst: Die Schotte verlaufen nicht durchgehend bis oben hin und: Du weiss tnicht, daß eine Seite des Pottes der Länge nach aufgeschlitzt wurde. Weswegen es Dich als Passagier der II. Klasse auch nicht beunruhigt, daß auch nur für einen Teil der Passagiere Rettungsboote vorhanden sind. Also bist Du der festen Meinung:


    von einer Katastrophe sind wir doch noch etwas entfernt!


    Kein akuter Handlungsbedarf und erst recht: Kein Grund zur Panik.


    Die blöde Sicherheitsübung machst Du deswegen ganz bestimmt nicht mit. Daß sie den Pott dafür anhalten, kommt Dir in zweierlei Hinsicht entgegen: Da gibt es dieses Kartenspiel, bei dem Du viel Geld gewinnen möchtest. Außerdem ist da noch dieses Zimmermädchen dabei, daß Du schon seit zwei Tagen versuchst klarzumachen...


    Als Dir dann aufgefallen ist, daß sie Raketen abgefeuern, glaubst Du noch an ein Feuerwerk. Von Panik nirgendswo eine Spur....


    kurz danach merkst Du, waß der Whisky in deinem Glas leicht schief steht. Allgemeine Nervosität greift nun um sich. Jedoch es ist bereits zu spät. Nun bestimmt die Schiffsbesatzung, wer noch in die wenigen Rettungsboote darf.


    Du gehörst nicht dazu.


    In den ersten Booten durfte jeder, damit diese diese überhaupt 3/4 voll zu bekommen waren. Aber diese Boote sind bereits gewassert und rudern vom Pott weg. Noch könntest Du springen und versuchen von einem Rettunfsboot aufgenommen zu werden....


    Das aber ist riskant, das Wasser ist kalt und beim Sprung hinein könnte man einen Schlag oder Krampf bekommen. Außerdem müsst eman etwa eine Minute in dem kalten Wasser schwimmen.


    Also bleibst Du an Bord, den Beteuerungen des Personals, Hilfe sei unterwegs halbherzig glaubend.....


    Momentan haben sich Gold und Silber bereits mehr als verdoppelt. Wer nun noch da rein will, der muss schon "springen". Aber er kommt noch herein.


    In ein paar Wochen könnte man schon springen und eine Strecke schwimmen müssen. Wir wissen es nicht. Möglich aber wäre das.


    Und schon in ein paar Monaten ist es denkbar, daß der der springt und dann weit schwimmen muss das Rettungsboot mehr tod als lebend erreicht. Zwar noch lebend davonkommt, aber sich davon finanziell nicht mehr erholen wird.


    Wer erst bei 2.500, 5.000 oder 50.000 einsteigt, der ist faktisch schon ersoffen.


    Fazit:
    Wenn schon Liquidität, dann edelmetallgesichert.


    Nun zu spekulieren ist hochriskant. Wen Anleihen und Aktien unten sind, kann man immer noch einsteigen. Und DAX bie 8.500 bei Gold = 1.000 EUR/Unze, das ist für Aktionäre, basierend auf heutigen Kursen ein Pyrussieg.

    Bleibt bei Silberzehnern, damit macht ihr am wenigsten falsch. Ihr haltet Bargeld mit etwa 50 Prozent Edelmetallwert. Ohne Kursrisiken.


    Wer über die sichere Anlage sienes privaten Notgroschens hinaus Investitionsbedarf hat, dem stehen unter anderem auch physische Edelmetalle in Münzen oder Barrenform offen.


    Da aber sollte man sich strikt am Metallwert (EUR/Gramm) orientieren und keine beschädigten Münzen oder Barren erwerben.


    Und man sollte wegen Fälschungs- und Manipulationsgefahr an Edelmetallgegenständen grundsätzlich nur bei absolut vertrauenswürdigen Quellen kaufen. Geiz ist dann absolut ungeil, wenn man falsche oder keine Ware bekommt.


    "Internetauktionen" sind nur etwas für sehr fortgeschrittene Edelmetallanleger.

    Ich würde hier nicht auf Sammlerwerte spekulieren. Alles über 2.000 bnis 3.000 Exemplare ist bei modernen Gold- und Platinmünzen (auch bei Pd) schon sehr viel.


    Statt dessen würde ich auf Top-Erhaltung und ein niedriges Preisniveau (EUR/Gramm fein) setzen. Keine Münzen mit Beschädigungen kaufen.

    So weit so gut.


    Stellen sich folgende Fragen: Lohnt sich bei derart reduzierten gehalten das Palladium-Recyceling noch und ggf. ab welchem Preis?


    Ist ein Recycling dann noch technisch möglich?


    Zum Palladuim: Die Förderung ist teuer. Sinkt der Preis unter den Förderkosten, so wird es nur noch als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Matalle gewonnen.


    Eine völlige Entwertung ist daher nicht zu erwarten.


    Was sagt uns diese Nachricht?


    Die Investition in Industriemetalle ist auch nicht ohne Risiken.


    Was sagt uns diese Nachricht nicht?


    Die Nachricht gibt keinerlei Auskunft über weitere zukünftige Anwendungsmöglichkeiten von Palladium und Platin.


    Palladium- und Platinschmuck halte ich, hochwertige Edelsteinfassungen ausgenommen, für einen Modetrend. Optisch, d.h. je nach Oberflächenbearbeitung kaum von anderen Materialien (Silber, Weißgold, Edelstahl, Nickel) zu unterscheiden. Also keine klassischen Schmuckmetalle.

    Ich habe gerade einmal nachgesehen: Der Goldpreis der zuletzt geposteten "Auktion" liegt wieder mal unterhalb des Pro-Aurum-Preises.


    Unter wirtschaftlichen Aspekten ist der Verkauf von bereits vorhandener Ware zu solchen Konditionen nicht notwendig, weil man mehr Geld dafür bekommen könnte.


    Ich kann es nach wie vor nicht verstehen, wie ein solches Geschäftsmodell bei einer Gewinnerzielungsabsicht funktioniert. Schließlich hat normalerweise keiner etwas zu verschenken. Auch daren hat sich nichts geändert.