So, so: die Konjumktur ist besser, als erwartet. Und Silber als Rohstoff fällt.
Glaubt doch nicht ernsthaft diesen Müll.
Aber solche netten Überraschungen zeigen uns ja wohl, daß ein zu stark gehebeltes Spiel mit Stopp-Loss-Marken nicht ohne Risiko ist.
Gerade kamen sie noch alle mit ihren Scheinchen und scharrten bereits mit den Hufen und nun iss erst mal nix.....
Wollt ihr mal ne richtig wichtige Nachricht lesen:
Der neue US-Verteidigungsminister hat verkündet, daß der Krieg im Irak für die USA nicht zu gewinnen ist.
Man denkt darüber nach, nur noch die Menschen in den Regionen zu "beschützen", die das wollen.
Was das bedeutet?
Ganz einfach: nun kann es richtig unangenehm in Nahen Osten werden:
Vietnam war auch zweigeteilt. Und auch Korea, Korea ist das heute noch. In beiden Fällen hat der Amerikaner dort sein Ziel nicht erreicht.
Und dann schaut euch mal an, was der Dollar kurz vor dem Ende des Vietnam-Krieges machte. Und wie es dann in Persien weiterging. Und was passierte, als die UDSSR in Afghanistan einfiel (hat ihnen auch das Genick gebrochen). Momentan sitzt der Ami da auch tief im Schlamassel.
Dasselbe Spiel mit anderer "Großmacht".
Je länger die USA zögern, desto mehr wird es ihnen kosten und desto bitterer die Niederlage.
Ein Ansatz sind Verhandlungen mit Iran und Syrien, um zumindest einen geordneten Abzug und einen Übergang für eine eine Nachkriegsordnung im Sinne der USA versuchen zu legen: Sollen sich dann doch Syrien und Iran um Einfluss im Irak bekriegen......
Wo sonst sollte es drauf hinaus laufen.
Beide benötigen dann Waffen und Dollars.
Alles klar?
Und vor solchen politisch wie auch terminlich völlig unkalkulierbaren Entwicklungen würde ich nicht in Scheinchen mit Bankversprechen dahinter, sondern vielmehr in harter Münze / präsenten Barren anlegen.
Heure morgen auf Bloomberg-TV: Man rechnet mit einer Anhebung der Zinsen um 0,25 Prozent seitens der EZB. Geschenkt.
Die Inflation für 2006 im Euroraum könnte mit 2,2 oder gar 2,1 Prozent niedriger ausfallen, als erwartet. Hört!. Hört!.
Die geschätzten Inflationsraten 2007 und 2008 sollen heute durch die EZB bekannt gegeben werden. Man geht in beiden Fällen von Schätzungen zwischen 2,0 bzw. 2,2 Prozent aus. Aufgepasst: Dabei handelt es sich natürlich nicht um die gefühlte, sondern um die amtlich / statistisch berechnete Inflation. Also kein Anlass zur Besorgnis / Verwunderung. Diese Zahlen bräuchte man (eigentlich) nicht zur Kenntnis zu nehmen, denn deren Wahrheitsgehalt braucht hier im Goldforum nicht weiter erläutert zu werden.
Eigentlich.
Wenn da nicht die Sache mit den Bonds wäre:
Aufgrund immer kürzer gewählter Laufzeiten, kommt es 2007 im bislang mit dagewesenen Umfang zur Fälligkeit von Staatsanleihen. Diese fälligen STAATSANLEIHEN "müssen" natürlich umgeschuldet oder prolongiert werden, d.h. damit die alten Schulden bezahlt werden können, werden kurz zuvor neue Schulden aufgenommen. Der Name "Irland" fiel in diesem Zusammenhang.
Will sagen: Das Investment in Papierprodukte ist nicht nur ein recht riskanter Zock, sondern auch und vor allem einer, dessen Zeit vielleicht schneller abgelaufen sein könnte, als vermutet. Ich meine damit, die Zeit der erfüllten Zahlungs-Versprechungen ist bald vorrüber. Ode rsollt eich lieber schreiben: die Zeit der immer wieder freiwillig verlängerten / verschobenen Zahlungsversprechen.....
Und für alle Skeptiker Bloombergs Sahnebonbon zum Schluss:
Unternehmensanleihen mit Investmentgrade seien die riskantesten Anleihen überhaupt, denn (dem Sinne nach) solche Firmen seien wirtschaftlich gesund, kapital- oder substanzstark und somit das Ziel von Private-Aqueity-Gesellschaften (oder frei nach Münte dem alten Sozi-Urgestein: sog. "Heuschrecken"), die ihre Übernahmen statistisch zu etwa 2/3 aus der Substanz des Übernahme-Opfers finanzierten und damit deren Investment-Grade meist zerstörten. Folge: Kursverluste, höhere Ausfallwahrscheinlichkeit. Und das bei weniger als 1 Prozent Aufschlag auf den vergleichbaren Staatsanleihen-Zins, wobei die amerikanischen Staatsanleihen ja völlig risikolos im Hinblick auf deren Rückzahlung seien (Unternehmensanleihen jedoch nicht) )** .
Sogenannte "Junk-Bonds" seinen da viel besser und sicherer:
Die bieten drei Prozent Aufschlag, bei nur noch kanpp 2 Prozent (1,8?) Ausfallwahrscheinlichkeit in 2005. 2004 waren es noch etwa 2,5 Prozent.
Merkt ihr etwas? Sämtliche Ratings werden durch solche auf Bloomberg-TV veröffentlichten Meinungen ad absurdum geführt. Sämtliche Rating-Agenturen als inkompetent "vorgeführt". Mehr noch: Die Methode des Ratings selbst wird völlig in Frage gestellt. Und jenes Rating ist einer der letzten Stützpfeiler des Welt-Finanzsystems. Überspitzt gesagt, kommt da einer her und behauptet: je höher der Zins ist, den jemand bieten muss, desto sicherer ist dieser Kreditnehmer / Schuldner.
Und gewiss: die weiter steigenden Immobilienpreise geben der britischen Notenbank Anlass zur Sorge.
Ich nenne das den Höhepunkt einer kreditgetriebenen Scheinblüte und historisch einmaligen Blasenbildung. Der letzte Tanz auf dem Vulkan....
Voodo-Ökonomie in letzter, geschliffener Vollendung. Das letzte, scheinbare Aufbäumen eines Teils der Titanik nach dem der Pott gerade zerbrochen ist?.
Das Eis, auf dem wir alle wandeln ist wohl noch viel dünner, als die meisten Sleptiker annehmen / glauben. Wir leben auf einer Insel der trügerischen Sicherheit mitten im Schuldenmeer. Zahlungsversprechen sind vielleicht bald nur noch in Ausnahmefällen etwas wert.
)** die Leute haben recht: Staatsanleihen, speziell amerikanische, sind insoweit absolut sicher in Bezug auf ihre Rückzahlung, daß feststeht, daß diese - mangels wirtschaftlicher Möglichkeiten entsprechende Waren zu produzieren - niemals mehr in werthaltigem Geld zurückgezahlt werden können.
Bei Unternehmensanleihen, selbst bei Junk-Bonds ist das anders: Da kann es sogar mal passieren, daß Unternehmen ihre Schulden völlig zurückzahlen. Und für dieses "Risiko" müssen die Unternehmen selbstverständlich höhere Zinsen zahlen. Wo kämen wir denn hinn, wenn jeder seine Schulden zahlen würde......
Wo kann man noch "Hebeln", wenn schon eigentlioch alles zu Tode gehebelt wurde?
Ich sage es euch:
Ich hebele Papiere und Zahlungsversprechen aller Art.
Und zwar in der sicheren Erwartung, daß fast keines der Versprechungen wirklich erfüllt werden wird, sondern lediglich ein Versprechen durch ein noch größeres, abenteuerliches Versprechen abgelöst wird....
Ich nehme dafür die allermächtigsten und allergrößten Hebel, die es gibt:
Gold und Silber in physischer Form (Hebelwirkung: mindestens 1:72).
Und schuldenfreien Immobilienbesitz zur Generierung der dazu notwendigen Cashmengen (=Mietersparnis).
Den ganz schnellen Zock mache ich damit nicht. Laufe aber auch kaum Gefahr, alles damit zu verlieren.
Denn je nachdem, wie man einen Hebel ansetzt, hebelt man sich selbst damit aus 