sind stets zeitlich begrenzt. Und dennoch verheerend in ihrer Wirkung:
Es können ganze Generationen von Menschen über Jahre und Jahrzehnte manipuliert werden.
Meistens kommen die Manipulationen irgendwann ans Licht und sind dann für jedermann offensichtlich.
Es gibt sehr viele Beispiele dafür, bedeutende und weniger bedeutende.
Manipulationen am Geldwert hat es schon vor hunderten von Jahren gegeben.
Allesamt endeten sie mit einem Zusammenbruch der betroffenen Währungen in Form von Abwertungen, Verrufung manipulierter, d.h. gefälschter oder unterwertiger Geldstücke oder völliger oder nahezu völliger Entwertung umlaufender Banknoten und Ersparnisse, sofern in GELD gespart wurde.
Und in der Regel konnte der Zeitpunkt des Endes von Währungsmanipulationen und deren Verlauf im Vorhinein und im Hinblick auf den "richtigen" Zeitpunkt das zusammenbrechende System mit optimiertem Profit zu verlassen zeitlich nie hinreichend genau terminiert werden. Selbst dann nicht, wenn Menschen die mAnipulation, den dahinterstehenden Geldbetrug und die Notwendigkeit / Unabwendbarkeit des Währungszusammenbruches erkannten. Wer zu früh absprang, dem entgingen Gewinne, wer hingegen den Absprung verpasste, der verlor meist ales oder fast alles.
Allein Edelmetall konnte niemals völlig entwertet werden, obgleich die Bewertung von Edelmetall in den jeweils gültigen Währungen (sofern nicht edelmetallgedeckt) oftmals erheblich schwankte, genau so wie das (Bewertungs-)Verhältniss der Edelmetalle untereinander und deren Kaufkraft.
Alles in allem war Edelmetall langfristig weniger anfällig gegen Entwertung und Manipulation. Und meistens, eigentlich fast immer, war in Zeiten des Währungsverfalls die Anlage in Edelmetall ein viel besserer Schutz der Ersparnisse vor Inflation als andere, mögliche Anlageformen. Und somit ein verlässlicher Schutz von in Form von Ersparnissen begründetem Eigentum.
Rückblickend hätte es sich immer gelohnt, bereits lange vor dem Zusammenbruch das System zu verlassen. Selbst ein Systemwechsel, der Jahre und Jahrzehnte vor dem dann stattgefundenen Zusammenbruch gelegen hätte wäre lohnender gewesen als einer, der bereits etwas zu spät erfolgte.
Um beispielsweise einen Verlust von 50 Prozent des Kapitals zu kompensieren, muss man anschließend sein Kapital verdoppeln.
Bei 66 Prozent Verlust muss man sein Kapital schon verdreifachen um den Verlust auszugleichen, bei 75 Prozent Verlust sogar vervierfachen und bei 80 Prozent Verlust sogar Verfünffachen.
Um einen Währungsschnitt von 1:10 auszugleichen, muss man es schaffen, in der dann neuen Währung sein Geld zu verzehnfachen. Erschwerend kommt bei einer Währungsumstellung hinzu, daß aufgrund des dann reduzierten Geldüberhanges die Volatilitäten und damit die Chance auf hohe Gewinne sehr viel niedriger sein werden, als das in den letzten Jahren des alten Geldsystems wahrscheinlich der Fall gewesen ist.
Und bei einer Währungsumstellung, wie sie 1948 stattfand, hätte man den gutgeschriebenen Gegenwert seiner Vorkriegsersparnisse sogar nominal mindestens verzwanzigfachen müssen um vermögensmäßig wieder dort zu sein, wo man vor dem zweiten Weltkrieg einmal war. Viel Zeit hätte man allerdings nicht gehabt, denn bereits in den späten 40ern und 50ern gab es teilweise heftige Inflationsschübe, was etwaige Anstrengungen, den Stand seines Vorkriegsvermögens erneut zu erreichen weiter erschwert hätte.
Hinzu kommt bei inflationsbedingten und währungsumstellungsbedingten Vermögensverlusten noch der Umstand, daß zukünftige Erträge nicht mit den umstellungsbedingten, realen Wertverlusten verrechnet werden dürfen, d.h.: Alle Gewinne aus dem zusammengestrichenen Vermögen müssen voll versteuert werden....
Faktisch bleibt nur folgende Feststellung:
Vermögensverluste durch inflationsbedingte Währungsumstellungen oder gar Währungsreformen sind mit dem verbleibenden Restkapital und unter Berücksichtigung von Steuern und zukünftiger Geldentwertung faktisch nie mehr kompensierbar. Zumindest nicht in für Erwachsene Opfer noch erlebbare Zeiträume.