das genau ist die Frage.
Oder: was bleibt einem durchschnittlichen Spekulanten nach Abzug aller Kosten, Verluste aus unvermeidbaren Irrtümern, Geldentwertung und Steuern noch von seinem Ertrag, sofern er langfristig überhaupt Erträge erwirtschaftet?
Ich habe mich entschlossen, auf vermeidbare schuldrechtliche Verhältnisse bei der Kapitalanlage / Vermögensbildung großteils zu verzichten. Um Enttäuschungen aufgrund menschlicher Unzulänglichkeiten und Imperfektionen zu minimieren.
Die paar Silberzehner, vielleicht sind es derzeit 3.000 bis 3.500 EUR nutze ich dazu meine Barreserve zu diversifizieren. Es müssen nicht nur Banknoten oder Sichteinlagen sein.
Daß man damit eine Art OS auf den Silberpreis hat, ist ein Nebeneffekt.
Einer von mehreren übrigens. Aber derjenige, der auf lange Sicht Silberkurse von 50 Dollar und mehr erwartet und mit langlaufenden OS mit Basis 20 Dollar oder mehr die Unze liebäugelt, der kann sich auch direkt in Silberzehnern einkaufen, wenn er partout nichts riskieren will. Und er benutzt seine Barreserve dazu, die er ohnehin halten muss. Schlägt die Spekulation fehl, hat er das Aufgeld gespart.
Mir ist selbst eine vermietete Immobilie, trotz aller Risiken, lieber, als Staatsanleihen oder Derivate. Aktien (lassen wir mal Goldminen außen vor) sind momentan vielleicht viel zu hoch bewertet, weil der Gewinnzycklus wohl nahe seines Höhepunktes ist und die Zinsen wohl ehr steigen, als fallen werden.
Natürlich kann man das alles anders sehen.
Was aber nutzen mir beispielsweise Futures, wenn die Shorties wie im Fall von Nickel ihre Lieferverpflichtungen nicht erfüllen und damit durch unterlassene Käufe den Kurs gegen Laufzeitende nach unten manipuliert haben?
Optionen sind ebenfalls hiervon betroffen.
Und die Leerverkäufer werden von den Börsen auch noch geschützt.
Das alles geht zu Lasten der Anleger, der industriellen Kunden, der Besitzer von Call-Optionen und Rohstoffzertifikaten in denen der betreffende Basiswert enthalten ist.
Die Käufer derlei "Papierwerte" werden so von ihrem Gegenüber regelmäßig übervorteilt. "Faire" und "ausgewogene" Geschäftsbedingungen der Terminbörsen ermöglichen dies.
Warum also soll man in einem Umfeld, in dem es viel mehr zu verlieren gibt, als es zu gewinnen gibt eine Position einnehmen, die unvorteilhaft ist und letztendlich keine Aussicht hat, überdurchschnittlich erfolgreich zu sein. Selbst dann nicht, wenn man fundamental und beim Timing richtig lag?.
Ihr würdet euch bestimmt nicht an einem Spieltisch setzen, wenn ihr wüsstet, daß euer Gegenüber sehen könnte, welches Blatt ihr habt, ihr aber nicht sehen könntet, welches Blatt euer Gegenüber besitzt. Genau das macht ihr aber, wenn ihr Edelmetall-Optionsscheine, Futures oder Zertifikate erwerbt.