Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von wef
    Ich glaube, Du hast das Prinzip immer noch nicht verstanden: daß der Shorty nicht liefern kann, heißt nicht, daß es kein Nickel gibt. Der Nickelverbraucher kann durch den Barausgleich zu einem höherem Preis bei einem anderen Anbieter kaufen. Erst wenn es keinen andernen Anbieter gibt wird es kritisch...


    Wenn Du den Barasugleich ausschließt, was machst Du mit jemand der wirklich nicht liefern kann (siehe oben - höhere Gewalt) ? Finger und Zehennägel ausreißen ? Oder solange mit Postings zumüllen bis er sich das Leben freiwillig nimmt...??


    wef: ich weis nicht, wer von uns beiden das Prinzip nicht verstanden hat:


    Gibt es für den Emittenten beispielsweise die Möglichkeit sich durch Barausgleich seiner Lieferpflicht zu entziehen, dann wäre eine Lieferung ja überhaupt nicht vertraglich fest vereinbar. Futures wären dann reine Wetten auf Kurse. Was aber derzeit nicht der Fall ist, weil es Kunden gibt, die auf Lieferung bestehen und die vertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten dies auch erlauben.


    Andererseits schafft die Wahlmöglichkeit des Käufers zwischen Lieferung und Barausgleich erst eine unnatürliche (also künstliche = spekulative) Nachfrage nach Futures. Was erst die hier diskussionsgegenständlichen Probleme verursacht. Also liegt genau dort das Problem.


    Auf der Long-Seite muss daher der Baraisgleich ausgeschlossen werden, um eine schädliche, d.h. spekulative Nachfrage einzudämmen. Nur der, der geliefert bekommen will und die Möglichkeit hat, Lieferungen entgegenzunehmen, zu lagern und zu verwerten, der wird dann noch Futures erwerben.


    Es ist ganz einfach, wie man Missbrauch auf der Shortie-Seite bekämpfen kann:


    who sells that is´nt hisn has to deliver or go to prison.


    Mit anderen Worten: wer etwas verspricht zu liefern, das er nicht besitzt und sein Versprechen bricht, der ist ein Betrüger und gehört eingesperrt. Das Betrugsopfer hat Anspruch auf Rückzahlung aller geleisteten Zahlungen. Einschließlich Schadensersatzanspruch.


    Und nur mal so am Rande, wef: Wenn der Shortie nicht liefern kann, was nicht bedeutet, daß es kein Nickel gibt, so kann er doch noch kurz vor Fälligkeit der Leiferung selber zu einem höheren Preis bei einem anderen Anbieter kaufen und sich so den Gesichtsverlust und tägliche Pönagen ersparen. Schließlich gehört bei einem Termingeschäft die Lieferverpflichtung ja zu den vertraglichen Hauptpflichten des Terminverkäufers.


    Wenn also die Terminverkäufer auf Barausgleich scharf ist, dann doch nur deswegen weil er ganz viele Verträge mit ganz vielen "Gegnern" abgeschlossen hat und weis, daß es für ihm viel billiger ist, diese zu einem Kurs abzufinden der auf einem deutlich geringerem Nachfrageniveau zustandegekommen ist. Sobald das Geld verteilt ist, steigt die Nachfrage und der Preis kann ggf. explodieren.

    Eines vermag ich aus den Postings zu ersehen:


    viele erwarten heftige Kursausschläge beim Silber.


    Und: in Bezug auf die Größenordnungen herrscht völlige Unsicherheit.


    Man darf also gespannt sein.


    Langweilig wird es bestimmt nicht werden :)

    @ wef: 300 EUR je Tag, das ist schon etwas. Möchte man meinen.


    Aus Sicht des Industriebetriebs, der ggf. Löhne zahlen muss, ohne produzieren zu können und ggf. seinerseits Termine nicht einhalten kann, weil er selbst nicht beliefert wird, ist das nur eines: Lachhaft.


    Wenn ich beispielsweise eine Tonne Nickel benötige, um damit 25 Tonnen Stahl zu veredeln.....


    Dann kann man sich den Schaden ausmalen, der der weiter verarbeitenden Industrie und damit der gesamten Volkswirtschaft entsteht.


    Wenn jeder Future-Käufer genau das geliefert bekomt, was vertraglich vereinbart ist und es absolut keinen Barausgleich geben würde, dann könnte in solchen Märkten erst garnicht von Hinz & Kunz spekuliert werden. Einige Teilnehmer wären dann daran gehindert, durch übermäßige Leerverkäufe Märkte zu Grunde zu spekulieren. Auch so wird ein Schuh daraus.


    LEERVERKÄUFE und Futures mit Barausgleichsmöglichkeit, nur damit böse Spekulanten Märkte nicht physisch leerkaufen, das ist eines: absurd. Kauf doch mal 100 Tonnen Schweinebäuche und kriege sie auch nach Hause geliefert. Dann viel Spass damit.


    liberty: bevor es ins persönliche abgleitet: ich will ganz bestimmt niemanden absichtlich missverstehen. Und auch niemanden hie rim Forum, der privat spekuliert etwas "vermiesen".


    Von jemanden, der lt. seinen eigenen Bekundungen über ziemlich gute Mathematikkenntnisse verfügt hätte ich eine wesentlich differenziertere Argumentation in Bezug auf die "verpasste" Kaufgelegenheit Nickel-Futures erwartet.


    Und natürlich: man kann sich auch einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit so herstellen, daß ein Zerrbild herauskommt. Formal korrekt, aber unvollständig. Das kann Dir genau so passieren wie mir. Jeder kann sich verrennen und irgendwo festbeissen. Und so an Überblick und Objektivität verlieren.


    Und nichts anderes halte ich Dir in Bezug auf Dein Ausgangsposting vor. Und ich habe Dir auch verständlich erklärt, wo die Gefahren einer solch unzulässig vereinfachten Sichtweise der Dinge liegen. Eben weil die Realität etwas komplexer ist.


    Und nochmal: ich handel nicht mit Ü-Eiern. Jedoch: Leute, die was davon verstehen und ihr Marktsegment kennen (egal, ob das nun Ü-eier, Telefonkarten, Blechspielzeug, Münzen usw. sind) die machen mit viel geringeren Risiken viel höhere Profite als der in einem von Emittenten und Finanzplätzen manipulierten Markt mit Derivaten spekulierende Privatanleger. Sofern sie sich keinen Mühlstein von "Lager" an den Hals hängen und immer neues Geld darin investieren. Und besonderer Schulbildung oder gar spezieller Mathematikkenntnisse bedarf es dazu nicht.


    Im Übrigen ist meine Argumentation (ich sehe das so) logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Dies ermöglicht jeden, der das liest sich selbst ein Urteil darüber zu bilden ob und ggf. in welchen Dingen ich falsch oder richtig liege.

    Zitat

    Original von HIghtekki
    da stimme ich dir zu. aktuell dient es 'nur' der wertaufbewahrung. bekommt es wieder geldfunktion geht der preis zwangsläufig durch die decke.


    "nur" wäre schon gut. Meist ist es aber Schmuck.


    Auch das wird sich ändern.


    Heute haben wir 1,6 BIO EUR Staatsschulden in Deutschland.


    In dreißig Jahren werden es bei 6 Prozent Zinsen und Null Tilgung dann


    9,18 BIO EUR sein.


    Wahrscheinlich wird es noch mehr sein, weil die Gesellschaft überaltert und der Staat dem nicht entgegenwirkt: Landerratings werden sinken und Zinsen steigen. Ebenso die neigung zur Verschuldung bei Staaten. Jeder wird das nehmen, was er gerade noch bekommt.


    Und inflationieren was das Zeug hält.


    Um das "Nullsummenspiel auszugleichen, müsste sich bei 6 v.H. Zinsen der Geldwert in 30 Jahren fünfteln. Wobei es abe rnicht bleiben wird.


    Kaum vorzustellen, daß Menschen dann noch Geld sparen werden. Vielleicht Gold oder Silber. Doch das wird preisliche Auswirkungen haben. Nicht nur in Deutschland.

    [quote]Original von Anzugpunk
    Das der Ölpreis übertrieben hoch ist, das wissen wir...


    Mit welcher Rechtfertigung die fast 50Dollar Unterschied in nur ein paar Jahren?? Das ist Aufgebläht und künstlich nach oben getrieben... quote]


    Ganz einfach lautet die Rechtfertigung für den Ölpreis:


    Angebot und Nachfrage.


    Anders als beim Gold kann der Ölpreis nicht dauerhaft nach unten manipuliert werden:


    Ist er zu gering, wird die Förderung gedrosselt und nehmen die Ölreserven ab, dann steigt der Preis ganz schnell wieder.


    Der rechte Preis ist der, der den Produzenten maximale Einnahmen (Umsätze) sichert.


    Genau wie beim Aktienmarkt: Kurs ist der Preis, der zu den höchsten Umsätzen führt. So zumindest sollte es sein.




    So einfach ist die Rechtfertigung des Preises beim Öl.

    Zitat

    Original von HIghtekki
    welche immobilien würdest du denn da vergleichen? ich weiß nicht, ob die häuser damals sehr komfortabel waren...vll. wären solche heute auch billiger als ein 'normales einfamilienhaus'?


    Ganz einfach: Ein Kaufmannshaus von damals mit einer Villa von heute und ein Riehenhaus von heute mit dem Haus eines Handwerkergesellen. Und ein Rathaus damals mit dem Sitz des Bürgermeisters und der gesamten Stadtverwaltung heute.


    Ich weis auch, daß man heute für den Lohn einer vergleichbaren Tätigkeit viel mehr (egal ob Haus oder Gold) bekommt als damals. Das hängt mit der höheren Produktivität von heute im Vergleich zu damals zusammen. Und damit, daß Edelmetall faktisch demonetarisiert ist, also nur noch Ware und Rohstoff ist.


    Jedoch wird sich genau das dann wieder ändern, wenn denjenigen, die produzieren immer mehr von dem weggenommen werden wird, was sie erwirtschaften.


    Egal ob über Abgaben und Steuern oder Geldentwertung.


    Das war 1520 und nicht 1349, also 180 Jahre später. Welcher Lehrer arbeitet heute noch in Europa für 40 Sovereigns im Jahr?. 1820 gabs sowas noch..... Aber egal.


    Es gibt Autos, die kosten heute noch viel mehr. Pferde waren damals Luxus. Ochsen zogen die Karren der kleinen Leute und arbeiteten auf dem Feld.


    Klar, daß sich Bewertungen verschieben.


    Wenn Gold, gemessen in Immobilien etwa 1.000 mal soviel wert war wie heute, so kann man dennoch davon ausgehen, daß Änderungen mit dem Faktor 10 innerhalb eines Erlebniszeitraumes durchaus drinn sind. Teils auch mehrfach.


    Von der darunter liegenden Potenz, dem Faktor 100 fange ich garnicht an. Das wäre auch für mich kaum vorstellbar.

    Alles total wirres Zeugs.


    Begründung dafür:


    Der Laden wurde 1998 von Henkel abgestossen und von Permira und einigen anderen uebernommen. Die haben mittlerweile ueber 800Mio. € aus dem Unternehmen genommen (=Schulden).


    Tip: Macht von euch aus nichts, was zu Änderungen an euren Ansprüchen führt. Erkundigt euch (im Internet ode rüber Betriebsrat) wie eure Rentenansprüche gesichert sind. Und dann entscheidet.


    Cash erst in ein paar Jahren = unkalkulierbar und unnannwehmbar (wegen Teuerung). Das nimmt man nur dann an, wenn die Einzahlungen nur durch die Firma und freiwillig erfolgen.


    Betriebsrenten sind lt. Gesetz wertbeständig zu zahlen.


    Sich daran beteiligen oder eigenes Geld einzahlen?


    Warum?


    Man kann auch selber sparen. Oder Gold fürs Geld kaufen.


    Bei maximal 6 v.H. Zins und über 8 Prozent jährliches Geldmengenwachstum ist absehbar, wie das Rennen langfristig und unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben ausgehen wird:


    Der Beitragszahler zahlt drauf. Vor allem bei Einmalauszahlung.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ....Manche versuchen auch noch selber, ihr Haus an den Mann zu bringen, bevor es die Bank tut. Nach den ersten utopischen Preisvorstellungen gehen diese Leute auch meist gut runter, je näher der offizielle Versteigerungstermin, bzw. die Gefahr, dass es so kommt, naht.


    Ich kenne zumindest einige Leute persönlich, die haben da ihre Schnäppchen gemacht....


    Diese Aussage kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Auch wenn ich - bedingt durch die unhaltbare Situation im Haus - mehr oder weniger "gezwungen" war zu kaufen, so habe ich dennoch sehr preiswert gekauft: 51 qm für (incl. alles) etwa 46.000 EUR und etwa 270 EUR Mieteinnahmen nach Abzug aller Kosten. Das sind dann etwa 7 Prozent vor Steuern und Abschreibungen.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ....Man muss nur mal in ein Internet-Forum von Schuldnerberatungen gucken. Da gibts ständig neues Futter für meine Hypothese, dass man bei Hausversteigerungen Schnäppchen machen kann...


    Dachte ich auch. Bei Wohnungen ist das aber in meiner Gegend keinesfalls so. Habe vor kurzem mal unter http://www.zvn.de oder sowas die Zwangsversteigerungen bei Krefelder Wohnungen angeschaut. War trotz der zugegebenermaßen optisch teils niedrigen Bewertung nicht sonderlich prickelnd. Ziemlich viel Schrott am Markt. Und ziemlich viele Eigentümnergemeinschaften haben keine nennenswerten Rücklagen, sind also "blank" und von der Solvenz jedes einzigen Eigentümers abhängig. Auch wenig prickelnd.


    [quote]Original von Kaufrausch .....Wenn dieser Mensch meint, dass Gold in 5 Jahren bei 3000 USD steht, dann kauft er bei 620 USD nicht, weil er auf 500 wartet? Mannomann. Was spielt es denn für eine Rolle, ob er nun bei 500 gekauft hat oder noch bei 750, wenn er auf 3000 spekuliert? Jemand, der beim Bodensatz kaufen will, der ist so gierig, dass er übersieht, dass der Zugewinn deutlich kleiner ist, als das Risiko, den Zug ganz zu verpassen. Auch das. Ein alter Hut.... [quote]


    Hier wiederum volle Zustimmung. Es gibt Leute, die sind sowas von überzeugt. Von sich selbst. Wenn der gute Herr alles so genau weis, warum hat er dann dieses Jahr bereits 4 v.H. des Fondsvermögens eingebüsst?


    Demzufolge steht er unter massivem Druck (auch wegen der beruflichen Veränderung) und muss kurzfristig Performance bringen. Egal wie strategisch klug und risikoreich das sein mag im Hinblick auf spätere Erträge. Ein kurzfristiges Investment in Bonds mit gutem Rating (blos keine covered Bonds oder solch ein durch Banken zusammengestellter Finanz-Müll, den die losschlagen wollen) egal, ob nun in ein paar Jahren vielleicht alles zusammenbricht) sehe ich momenten (aufgrund der Immobilienpreisentwicklung in den USA) allerdings auch weniger riskant, als ein Aktieninvestment im Gesamtmarkt oder gar in REETS. Jedoch: Edelmetall, Cash, werthaltige Aktien und mangelfreie dt. Immobilien halte ich langfristig für besser als Bonds. Und damit für erste Wahl.


    1 v.H. Grundgebühr und 20 v.H. des Gewinnes für die Hedge-Fondsgesellschaft ist auch etwas happig (meine Meinung).


    Seine Analyse ist dennoch nicht uninteressant und garnicht mal so abwägig, was die Aktienkursentwicklung und das Investmentverhalten der "Herde" angeht.


    Nur: dem Privatier, der das verstanden hat, dem steht es ja frei, selbst was draus zu machen.

    Zitat

    Original von SalonHelga
    Viele Deiner Punkte kann ich unterschreiben, manche nicht. Jedoch streich die RFID-Chips in den Metallbarren von Deiner Liste, es geht schlichtweg physikalisch nicht.


    Warum soll das nicht gehen?


    (1) weil Gold noch dichter ist, als Blei?


    (2) weil Gold und Silber Metalle sind und die Elektrizität demzufolge nach innen abschirmen?


    (3) andere Gründe?. Falls ja, würden mich die interessieren.


    (4) wie ist dann der Punkt beim Barren der von mir geposteten Ebay-Auktion zu erklären?


    http://cgi.ebay.de/UMICORE-FEI…ZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem


    wef: sehr aufschlussreich :) schaut da etwa ein mit dem Rücken zur Wand stehender Vertreter des finanziellen Establishments zwischen den Zeilen hervor?


    Unfassbar...


    Es scheint den wenigsten bewußt zu sein, daß wertstabiles Geld und Zukunftsvertrauen für unsere Wirtschaft lebensnotwendig sind. Kein Volk könnte ohne sie seinen Wohlstand mittelfristig halten.


    Da diese Geldwertstabilität und damit das Zukunftsvertrauen ständig und in zunehmenden Maße von betrügerischen Staats-Schuldnern und ihren Steigbügelhaltern, den Noten- und "Investment"-banken bedroht ist, über 99% der Leser des Forums zählen gewiss nicht zu diesen, sind Ausweichsmechanismen notwendig um Vermögen vor unrechtmäßiger Enteignung zu bewahren. Da Behörden nicht gerade berühmt für ihre Effizienz sind und zudem nicht dem Gesetz verpflichtet, sondern oftmals nach Befehlen von "oben" handeln, kann man von denen nichts erwarten, mal abgesehen davon, daß sie staatlich gewollte Manipulationen nicht beenden werden. Ted Butler berichtet genau darüber.


    Übrigens könnte so ein fieser Shortseller auch einfach ein Befehlsempfänger der Zentralbanken sein, der es billigend in Kauf nimmt, in Extremsituationen seinen Lieferverpflichtungen nicht nachzukommen. Weil er weis, daß er durch die Börsen "geschützt" werden wird. Hauptsache, er zieht den greifbaren und extrem risikofreudigen Edelmetall- / Rohstoff-Terminzockern viel mehr Geld aus den Taschen, als es in einem solchen (ungewollten aber riskierten) Extrem- oder Unglücksfall zuschiessen muss. Und blutet diese Marktteilnehmer, die keine Notenpresse im Rücken haben somit regelmäßig aus.



    Vielleicht war er auch Trittbrettfahrer, also "nur" einfach überoptimistisch oder inkompetent, beispielsweise weil er glaubte, daß der Nickelpreis für ihn von interessierter Seite schon rechtzeitig zusammengeprügelt werden würde?


    Er hat auf alle Fälle den wirtschaftlichen Schaden von 1% pro Tag. Was ich für lächerlich halte, führt man sich die Schäden vor Augen, die genau durch derartige Manipulationen bei GOLD und SILBER entstanden sind. Nachzulesen in den Papiersilbertreads. Außerdem ist es ja "nur" Geld, das - sollten alle Stricke reissen - aus dem Nichts erzeugt werden kann.


    Die absolut zerstörerischte Art einen Markt zu manipulieren ist es, Preise über Terminmärkte ständig nach unten zu manipulieren, so die Produktion abzuwürgen und genau damit Grundlagen für Preisexplosionen (Blasenbildungen) zu legen, wie man sie bei Aktien und danach bei US-Immobilien gesehen hat.


    Alle physischen Gold und Silberkäufer hier im Forum versuchen - gewollt oder ungewollt - dem im Rahmen ihrer Möglichkeiten durch physische Käufe Extremreaktionen beim Edelmetallpreis abzumildern, in dem si enun kaufen, die Industrie damit unterstützen und wahrscheinlich (wenn kein Notfall eintritt) erst bei sehr hohen Kursen einen Teil verkaufen und der Kursexplosion so die Spitze nehmen. Und natürlich sind einige davon auch noch stolz darauf...


    Auch so wird ein Schuh daraus :D:D:D

    man muß mal genau lesen, welche Entwicklung er erwartet und wie er drauf reagieren / spekulieren möchte. Und zwar bevor andere das tun.


    Ich persönlich würde bei der Goldanlage nicht den Weg über Anleihen nehmen. Abe rich bin ja auch kein Hedgefonds-Manager und stehe demzufolge nicht unter solch hohem Erfolgsdruck.

    statistisch betrachtet sollte es sich zum Zeitpunkt des Abschlusses in einem perfekten Markt um Normalverteilungen handeln.


    Das ist aber schon dann nicht mehr gegeben, wenn aus dem Nichts heraus, also ohne sichere Liefermöglichkeit, Shortpositionen in nahezu beliebigem Umfang eingegangen werden. Shortpositionen, deren Umfang allein durch die Nachfrage nach Futures (und nicht durch zukünftige Produktionskapazitäten) begrenzt sind.


    liberty: sowas kann nur jemand schreiben, der weder von Mathematik, noch von Statistik irgendeine Ahnung hat:


    In einem unmanipulierten, perfekten Markt sind Chancen und Risiken gemäß der Gaußschen Normalverteilung gleichmäßig verteilt: Hohen Gewinnchancen stehen adäquat hohe Risiken gegenüber.


    Wenn ich nun hingehe und durch eine MANIPULATION der Martkregeln diese Kurve in eine Richtung (also hier in die der Shorties) verschiebe, dann haben zwar auch Longspekulanten noch gelegentlich Gewinne. Jedoch ist die Anzahl der Gewinner deutlich niedriger und ebenso die Höhe der durchschnittlich erziehlten Gewinne, als das bei unmanipulierten Rahmenbedingungen der Fall wäre.


    Ein gutes, weil extremes und daher leicht zu verifizierendes Beispiel dafür ist das Hütchenspiel, das von organisierten Betrügerbanden betrieben wird. Die einzigen, die da meist gewinnen, das sind die als Passanten getarnten Kumpane des Trickbetrügers. Will sagen: hier ist die Gauß-Kurve so verschoben, daß wirklich nur einer gewinnen kann: das Syndikat.


    Aber: viel anders ist das mit den Gwinnen bei den Futures auch nicht. Mann mus nur folgendes machen: man ersetzt das Wort "nur" durch "meistens" und das Wort "Syndikat" durch das Wort "Investmentbanken".


    Ich meine, daß gewisse Herrschaften sich besser mit den wissenschaftlichen (z.B. mit finanz- und versicherungsmathematischen Gesetzmäßigkeiten und Modellen)Grundlagen beschäftigen sollten, deren Gesetzmäßigkeiten ihren Geschäften zu Grunde liegen.


    Sonst bleibt alles nur das, was es jetzt bereits ist: Stümperei.


    Aussagen in der Art von Liberty "Allerdings hätte jemand, der vor einigen Monaten beispielsweise über futures in den Nickelmarkt reingegangen wäre, trotz der preissenkenden Maßnahmen der Börse einen sehr guten Schnitt gemacht" sind eindimensional und werden dem komplexen Sachverhalt durch ihre - wie ich meine übersteigerte und daher irreführende Reduzierung des Sachverhaltes auf Gewinn oder Verlust in einem einzigen speziellen Fall nicht gerecht:


    Aussagen etwa in der Art: Allerdings wäre ich, hätte ich letzten Mittwoch Samstagslotto gespielt und 6 Richtige angekreuzt, heute vielleicht bereits Millionär, haben dieselbe Qualität. Stammtischniveau.


    Sorry, aber das musste hier mal gesagt werden.

    Zitat

    Original von Moorsigo
    .....Klar, alle Münzen haben irgendwo eine kleine Macke. ....


    Also die Qualität der deutschen Euro-10er der letzten Jahre ist meist einsame SPITZE.


    In den 80ern wars wirklich extrem: Hamburger 10-DM-Stücke (Münnzeichen J) waren qualitativ teils so miserabel, daß man mehrere Rollen durchsuchen musste, um eine Münze ohne die Münze entstellende Randdellen oder große Kerben zu finden.