Was solls: Durch die Vorverkäufe und die dadurch gehedgten Goldleihen haben Barrick & Co. den Goldpreis so niedrig gehalten, daß jahrelang billigst gekauft werden konnte.
Was nutzen denen 280 $ Förderkosten, wenn sie den Großteil ihrer Förderung zu 400 verkauft haben. Reine Förderkosten sind ein Ding. Es gibt da ja auch noch andere Kosten. Und alle steigen Egal, ob das nun Kapital- oder Rohstoffkosten (Energie, Maschinen, Baustoffe) sind. Was zählt, das ist, wieviel Eigenkapital da ist, die Relation zwischen Eigen- und Fremdkapital (sollte bei riskanten Unternehmen etwa mindestens 2:1 sein, also mindestens 2/3 Eigenkapital), die Bewertung der Lieferansprüche, die Eigenkapitalmindernd ist und das Ergebnis nach (und nicht vor) allen Kosten incl. Steuern, Abgaben und Pensionsrückstellungen. Und da sehe ich wenig Licht.
Wer von Barrick @ Co. profitieren wollte, der hätte bis vor etwa einem Jahr physisch kaufen sollen. Die Aktie wird erst dann attraktiv, wenn der Goßteil der Verpflichtungen erfüllt und das Bewertungsverhältnis sehr niedrig ist. Weiterhin muss dann noch genug Eigenkapital da sein, damit nicht die (Fremd-)Kapitalgeber sich kurz vor Toresschluss das Investment aneignen und die Aktionäre ausbooten.
Daher meine Meinung dazu: Finger weg von der angeblichen Nr. 1 !
Wer jetzt kauft, dem kann es passieren, daß er die Rechnung für die Goldpreisdrückungen der 90er ex post noch mit bezahlt. So "Klug" sollte man sein, dies zu berücksichtigen. Denn genau so läuft es am Kapitalmarkt: Gewinne werden durch Übernahmen aquiriert und Verluste durch Groß-Fusionen / Aktienangebote von Großinvestoren oder "Spinn-offs" sozialisiert. Dummes Geld ist genügend da.