Zitat
Original von Minos
Erst Nickel, dann Silber? von Ted Butler
Auch wenn ich das ewige Manipulationsgeschwafel von Ted Butler nicht mehr hören kann, die Nickel-Geschichte ist der Hammer:
Das bedeutet doch klipp und klar:
Wenn Silber wegen Knappheit durch die Decke gehen sollte, dann werden Silberzertifikate schlicht nicht mitlaufen, weil die Future-Kontrakte, mit denen die Banken das Zertifikat letztlich abbilden in der einen oder anderen Form aufgekündigt würden.
Also wenns ums ganz große Geld geht, wird man vera... , wie soll´s auch anders sein

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Nicht nur beim ganz großen Geld. Bei den Renten und staatlich garantierten Zukunftsversprechen werden wir alle regelrecht betrogen. Dinge werden wilkürlich geändert. Doch das ist nicht das Thema hier.
Der Skandal liegt ganz wo anders: Nickel ist doch frei handelbar. Dies bedeutet ganz einfach, daß die Leerverkäufer ihren Vertrag bewusst durch Unterlassung gebrochen haben. Sie haben die versprochenen Nickelmengen einfach nicht erworben, weil es ihnen zu teuer war. Und so den Kurs am Ex-Tag durch Nicht-Erwerb der geschuldeten Nickelmengen nach unten manipuliert. So haben sie alle Kontrahenten, die nicht auf Lieferung bestanden um den fairen Kurs und damit um ein hübsches Extra-Geld gebracht (ich verwende hier bewusst nicht den Begriff "betrogen").
Und drücken sich nun mit "Strafen" von 1 Prozent je Tag solange, bis sie Nickel billiger bekommen. Völlig lachhaft. Die Einsparungen aus den in Barausgleich abgerechneten Verträgen dürften ein zigfaches der Strafzahlungen betragen.
Jemand, der mit solchen unseriösen "Geschäftsleuten" einen Terminvertrag hatte, die Ware zur Produktion benötigt und seinerseits Verpflichtungen (Löhne zahlen, Waren liefern usw.) erfüllen muss, dem hilft das eine Prozent je Tag nicht. De rmuss nun sehen, wo er sein Nickel bekommt. Und vielleicht viel mehr zusätzlich bezahlen oder an Verlusten wegstecken, als seine vertragsbrüchigen Kontrahenten an Strafe zahlen müssen.
Juristisch greift hier der Betrugstatbestand nicht, weil man nicht beweisen kann, dass die Leerverkäufer bereits bei Vertragsschluss geplant hatten, im Fall ungünstiger Kursentwicklung nicht oder verzögert zu liefern.
Wer jedoch etwas verkauft, was er nicht besitzt und dann nicht liefert und andere damit in Not bringt, der ist moralisch betrachtet nichts anderes als ein Betrüger, also jemand, der etwas vortäuscht, was nicht ist bzw. seine Versprechungen vorsätzlich, und sei es "nur" durch Unterlassen, bricht. Und dessen Steigbügelhalter und Interessensvertreter sind, moralisch betrachtet, auch nicht besser.
Unseriöses, unverlässliches und unredliches Geschäftsgebahren. Achtung: Hier wird mit gezinkten Karten gespielt.
Jeder "Papieredelmetallkäufer" speziell solche die mit Zertifikaten und Terminkontrakten handeln, sollte mal darüber nachdenken, wie und mit welchen unseriösen und vertragsbrecherischen Machenschaften man ihm um seine Chancen, Geld zu verdienen, bringt.
Daher auch meine Abneigung gegen derlei Produkten und Geschäften.