Zitat
Original von juergenlangen
Also . . wenn ich 916 Gold habe, und unterstelle, dass der Rest Kupfer ist, dann rechne ich 916 x 19,3 + 84 x 8,93 und komme auf ein Spezifisches Gewicht von 18,43 was weit entfernt von den obigen Angaben ist .. Blei ist also kein Thema - es gibt aber ein paar Schwermetalle, mit denen das theoretisch gehen würde, Wolfram z.B. .. aber wie gesagt .. keine Ahnung wie man das technisch bewerkstelligen könnte .. und Wolfram ist auch nicht billig ... ich hab mal gegoogelt, im Spezialversand für Messtechnik bekomme ich 30 cm 0,5 mm Draht 95 % Wolframdraht für 123 Euro (plus MWSt), wenn ich richtig rechne, müsste dieser Draht dann gut 1 gramm wiegen ... wenn nicht 0,5mm durchmesser, sondern o,5 mm² Querschnitt wären, wären es 28g immer noch 5 Euro / Gramm ... aber da steht DURCHMESSER ...
http://www.omega.de/produkt/t2/lu-ww26.html
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Ich zweifel diese Rechnung an und behaupte, daß eine 916,67 er Gold-Kupfer-Legierung ein spezifisches Gewicht von etwa 17,60 hat.
Beweisführung anhand der Tauchwägung eines 20-Dollar-Stückes, Zitat aus dem Dt. Münzenforum:
Das 20-Dollar-Stück ist gestern angekommen.
Zustand: bankfrisch-fast bankfrisch (geschätzte 1.3, 1.0 = Stempelglanz, 1.2 = bankfrisch, 1.5 = fast bankfrisch = vz-st).
Gewicht: ca. 33,43 g
Gewicht unter Auftrieb (durch Shampoo entspanntes Wasser, Münze wurde 1 x mit Zahnseide umwickelt und in Wassertöpfchen getaucht):
1,96 g, das sind ca. 1,96 cm3 Wasser.
33,43 g / 1,96 cm3 = 17,05 g/cm3
Goldanteil: 0,917 x 33,43 g = 30,655 g
Kupferanteil: 0,083 x 33,43 g = 2,774 g
theoretisches Volumen des Goldes:
30,655 g / 19,3 g/cm3 = 1,588 cm3]
theoretisches Volumen des Kupfers:
2,774 g / 8,90 g/cm3 = 0,312 cm3
Näherungsweise Ermittlung des theoretischen Gesamtvolumens der Münze )**:
0,312 + 1,588 = 1,90 cm3
theoretische Wichte: 33,43 g / 1,90 g/cm3 = 17,59 g/cm3
Abweichung / Differenz:
1,96 - 1,90 = 0,06 cm3 oder 3,15 Prozent.
Begründung für die Differenz:
- Volumen der mit eingetauchten Münzpinzette.
- Ungenauigkeit der Waage
- Wichteänderung des Prüfmediums "Wasser" durch Entspannungsmittel Shampoo und Temperatur über 1 Grad Celsius
- )** zu berücksichtigen ist weiter, daß die Dichte einer Legierung von der rechnerisch ermittelten Dichte der Einzelkomponenten abweichen kann. Bei hochlegierten Gold-Kupfer- bzw. Gold-Silber Gemischen (speziell bei Elektron) kann das sehr stark der Fall sein. Bei hochkarätigen Gold-Kupfer-Legierungen (900er Gold) ist dieser Effekt lt. meiner Einschätzung jedoch vernachlässigbar.
Folgerung: Die Münze besteht sehr wahrscheinlich aus einer 916 er Goldlegierung. Auch das Gewicht entspricht exakt dem Sollgewicht der Originale. Ebenso der mit der Schubleere gemessene Durchmesser, weswegen ein Guß nach meinem Dafürhalten ausgeschlossen ist. Die Prägung ist sauber, die Felder sind eben und der Prägeglanz ist gleichmäßig matt. Die Münze wirkt farblich und von ihrer Prägung her auch genau so, wie die Stücke, die ich von Münzenbörsen und Auktionsgutbesichtigungen kenne. Ich halte sie daher (auch wegen der schwer zu fälschenden Erhaltung "fast bfr.") für echt (Meinungsäußerung, keine Tatsachenbehauptung). Die verbleibenden Restrisiken (z.B. daß die Münze eine hervorragende Prägefälschung oder doch nicht aus Gold ist) halte ich in Anbetracht des Kaufpreises (ca. 580 EUR) für vernachlässigbar gering.
Hinweis: Eine völlige, d.h. 100-prozentige Sicherheit daß es Gold ist kann man durch Tauchwägung allein nicht erreichen. Dazu würde es (wie bereits angeführt) weiterer (zerstörungsfreier) Analysen bedürfen.
Kürzlich habe ich drei Krügerränder mit einem dünnen Zwirn fixiert und tauchgewogen (ist viel genauer, als mit einer Pinzette). Die Ergebnisse: allesamt zwischen 17,49 g/cm3 und 17,65 g/cm3.
Viel genauer gehts nicht mehr mit meinen primitiven Methoden.