Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von coacher
    .... Die Preise gemessen in Gold werden dann aber nicht alle fallen (das würde ja der hohe Gold-/Silberpreis bedeuten). Sondern das gesamte Preissystem der Volkswirtschaft wurde völlig neu ausgerichtet.....


    Das war nach Währungsreformen oder stark inflationären Zeiten schon immer so. Fehllenkungen, ausgelöst durch Geldüberhang, werden dann gnadenlos korrigiert.


    Eines hat er noch vergessen:


    Renten und Pensionen werden der Kaufkraft des neuen Geldes oder der des inflationierten Geldes nicht vollumfänglich angepasst. Schließlich geht es sich bei dem abgekarteten und, was das Ende angeht, vorhersehbaren Spielchen um Entschuldung im großen Stil.

    Jedes Jahr gibt es Propheten, die den finalen Finanzcrash vorhersagen. Bislang hatten alle Unrecht.


    Es mag sein, daß der demnächst kommt. Jedoch kann eine Lösung auch eine hohe Inflation über mehrere Jahre sein (wie in den 70ern). Es gibt Länder, die entwerten ihr Geld jedes Jahr mit 10 bis 20 Prozent.


    Das ist nichts ungewöhnliches und es funktioniert auch.


    Herr Eichelburg hat - so oder so - gewiss Recht, was den zu langfristigen, größenordnungsmäßigen zu erwartenden Kaufwert von nominal garantierten Renten und Pensionen und Versicherungsleistungen angeht. Auch hat er Recht bzw. wird er prinzipiell Recht haben, was den Geldwert angeht. Es spielt nämlich für einen durchschnittlich Vermögenden praktisch KEINE Rolle, ob ein (Geld-)Vermögen in 20 Jahren nun zu 100 Prozent oder nur zu 95 Prozent entwertet ist.


    Pulverfass: wer 90 Prozent Edelmetall hält, der hält -relativ zum Edelmetall und bei durchschnittlichen Vermögen- zu wenig Bargeld. Ich würde - für extreme Edelmetall-Fans da mal folgende Mindest-Cashanteile empfehlen:


    Vermögensgröße max EM-Anteil min. Cash-Anteil


    10.000 EUR 0 EUR 10.000 EUR )*
    50.000 EUR 20.000 EUR 20.000 EUR )*
    100.000 EUR 40.000 EUR 25.000 EUR
    200.000 EUR 120.000 EUR 40.000 EUR
    500.000 EUR 400.000 EUR 50.000 EUR
    1.000.000 EUR 850.000 EUR 100.000 EUR


    Wobei diese Strategie extrem riskant ist, wenn man es auf Renditen und nicht auf langfristige Vermögenssicherung anlegt. Jedoch: ohne genügend Cash im Hintergrund ist eine Edelmetallanlage wirtschaftlicher Selbstmord, kommt es zu einer massiven Deflation!.


    Und wer einen exclusiven Lebensstandard hat, der sollte - auch als Millionär - noch deutlich mehr Cash als 10 v.H. vorhalten. Je größer das Gesamtvermögen, desto länger sollte der Cashanteil ausreichen.


    Je kleiner das Vermögen, desto höher der prozentuale Bargeldanteil, aber desto geringer die zeitliche Reichweite des Cash-Bestandes für die Lebenshaltung. Daher empfehle ich bei kleinen Vermögen den großteil der Barreserve in silbernen 10-EUR-Gedenkmünzen zu halten, di ein Deutschland kursfähig sind. Für eine Diversifikation in reinen Edelmetallen und gleichzeitigem Vorhalten einer ausreichend hohen Barreserve sind 10.000 EUR einfach zu wenig. Da kann man eben nur versuchen, zwei Fliegen mit einer Klappe zu erschlagen. Und 50 Prozent Silberanteil bei 100 Prozent Barreserve, das ist besser als kein Edelmetall und zu wenig Bargeld.


    )* großteils oder komplett in 10-EUR-Gedenkmünzen, Silberwert: ca. 4-5 EUR.

    Zitat

    Original von nodollar


    tja, womöglich gibts noch lange genug zu manipulieren. Wenn das nicht mehr geht, dann wird es gewaltig krachen - so einen Knall wird noch niemand gehört haben. Aber das alles ist ein wenig "Glaskugel-Lesen". Keiner kann sagen wann und wie es krachen wird. Eines ist sicher - daß es knallen wird. Alles ist möglich - wenn ich die Antwort darauf hätte, wäre ich morgen schon steinreich. Also bitte fordere nicht unsere hellseherischen Fähigkeiten über Maß heraus, denn keiner hat diese hier..


    Da wäre ich mir nicht so sicher. Schaut mal nach Frankreich: Die Währung hatte zwei Weltkriege mitgemacht, bis sie Ender der 50er auf neue Francs (1:100) umgestellt wurde. 2002 kam dann die Euro-Umstellung. Eine Währungsreform mit vorhergegangener Hyperinflation haben die Franzosen nie erlebt. Nur Umstellungen. Dennoch gilt: 20 Goldfrancs von 1910 als Münze aufgehoben sind nun etwa 90 EUR, wurden Ende der 50er als Banknote aber nur zu 20 Neuen-Cent umgestellt und wären heute etwa 3-4 EUR-Cent wert. Das bedeutet: iinnerhalb von weniger als 100 Jahren stehen etwa 90 EUR Goldwert einem Papierwert von 3-4 Cent gegenüber.


    Das alles ohne Hyperinflation, wohl aber mit zum Teil deutlich spürbaren Inflationsraten über zum Teil längere Zeiträume.


    Es kann auch genau so kommen. Wir brauchen keinen Deflationscrash mit finaler Hyperinflation. Ein paar Jahre lang 10 bis 20 Prozent ganz normaler Geldentwertung tut es auch. M. M. das wahrscheinlichste aller Szenarien. Und der Ölpreis ist schuld. Ist doch prima für die "Spendierhosen-Politiker" und Wechsel- und Schuldenreiter aller Länder.

    weder 31,08 g noch 31,16 g würden mich bei einem Sollgewicht von 31,1034 g misstrauischer machen, als ich ohnehin bereits bin.


    Zusätzlich zur Gewichtsbestimmung würde ich den Auftrieb der Münze bestimmen (Tauchwägung). Und dann nach Archimedes das spezifische Gewicht der Münze möglichst exakt bestimmen.


    Einen weiteren Anhaltspunkt kann eine Klangprobe geben.


    Die letzte Möglichkeit scheidet bei Sammlermünzen aus. Und die vorletzte besonders bei modernen Sammlermünzen des Herstellungsgrades PP bzw. St handgehoben.


    Feingold ist zudem extrem stoßempfindlich und empfindlich gegen Berührung.


    Bei Krügers oder Mealeps kann man ruhig mal eine Tauchwägung machen.


    Zudem sollen Krügerrandfälschungen aus geringerhaltigem Gold als 916 2/3 existieren. Ein Händler hatte mir kürzlich ein derartiges Teil gezeigt. Von der Prägung her konnte ich keinen Unterschied erkennen.
    Und das will schon etwas heissen. Leider konnte ich keine Tauchwägung vornehmen um mal zu prüfen, welches spez. Gewicht die Fälschung hat.

    Also wenn Aktien zu Beginn eines Crashes fallen passiert folgendes: Investoren verkaufen GOLD um Kredite abzulösen oder aber weitere Aktien zu erwerben. Sie schichten ihr Vermögen einfach um. Und zwar in billigere Aktien (Ertragswerte) in der Hoffnung, die Aktien entweder behalten zu können (bei Schulden) oder vom späteren Verkaufserlös der Aktien mehr Gold zu erhalten, als man für die Aktien hergab.


    Auch bei den Anleihen ist das ähnlich und noch viel ausgeprägter.


    Weswegen am Anfang einer Aktienkursimplosion (fast) alle Assets im Gleichschritt marschieren. Bei Immobilien ist das beispielsweise wenige rausgeprägt, da "Eigentümer" kreditfinanzierter Immobilien meist keine anderen Assets haben.


    Kommt es dann zum CRASH, also zum Kurssturz bei Aktien und Anleihen, so gerät der Markt in Panik. Viele Geldbesitzer erhöhen dann ihren Goldanteil, aus Angst, das Geld selber könnte an Wert verlieren und aus Angst, Anleihenschuldner könnten Probleme bei der Bedienung von Anleihen bekommen.


    Weswegen am Ende einer solchen Entwicklung Gold meist viel weniger verloren, oder gar im Wert - relativ zu Aktien und Anleihen - leicht angestiegen ist.


    Nun zu den behaupteten Gold-Rückkaufplänen:


    Ursächlich für den Goldpreisanstieg bis etwa Ende 2005 war wohl primär die Schmucknachfrage. Die etwa 400 bis 500 Tonnen ETF-Gold und vielleicht nochmals 2.000 oder 3.000 Tonnen preissensitives Münz- und "Investorengold" (wenn es hoch kommt), können nicht die mindestens 10.000 bis vielleicht 20.000 Tonnnen verkauftes und ausgeliehenes Zentralbankgold kompensieren. Schmuckgold ist eigen, daß keine Schulden daran kleben und es entweder Schmuck oder langfristige Geldanlage zum Schutz vor Inflation ist. Eine Chinesin oder Inderin trennt sich nicht aufgrund eines nominal hohen Goldpreises von ihrem Schmuck. Und bei nominal und real stark gefalenen Goldpreisen würden die Damen ehr noch zukaufen.

    Wenn hier physisches GOLD generiert werden soll, so geht das nur über Goldabgaben infolge steigender Kurse.
    Papiergold (Futures) hingegen kann ich über fallende Kurse regenerieren, d.h. die Käufer, die nicht weiter nachschiessen möchten, verkaufen ihre Verträge oder gehen selber short und stellen somit glatt, d.h.: sie verzichten auf ihre Goldlieferung und die Chance ihre momentan spürbaren Verluste später wieder ausgleichen zu können.


    Dies bedeutet, das Voraussetzung für dauerhafte oder länger andauernde Preismanipulationen die Existenz von Schulden bei den Besitzern des Basiswertes ist. Aktien und Anleihen kann man in nullkommanix beleihen. Bei Immobilien geht das auch sehr gut. Aber wer beleiht / verpfändet sein physisches Gold, schaut man mal über Pfandhäuser hinweg?


    Das sind doch viel weniger Investoren als bei den anderen Assets. Zumal viele ihr Gold verbergen. Und der Vorteil der Goldanlage die Diskretion und die Freiheit von einem Schuldner ist. Ja, Gold kann zwar Renditen abwerfen, aber keine Zinsen. Auch das steht einer Kreditfinanzierung im Wege. Zinsen und Dividenden und Mieten sind besser prognostizierbar, als die Entwicklung des POG.


    Also dürfte die Tehorie, Gold über Niedrigstpreiuse aufzukaufen wohl auf Derivate und KO-Produkte beschränkt sein. Produkte, bei denen Anleger ausgestoppt oder unvorsichtige Anleger zur Glattstellung gezwungen werden. Bei bereits voll bezahlter, schuldenfreier Ware ist das so unmöglich. Hier zieht nur das Panikargument. Aber der, der Gold kauft, hat den Kaufpreis ohnehin bereits abgeschrieben. Er legt es weg und wird es vergessen. Für Jahre, teilweise wohl auch für Jahrzehnte.

    Zitat

    Original von Panamaxel
    .....Auch $9,80 erschien im April so fern aller Rueckschlagsmoeglichkeiten und was passiert? Es ging von $15,20 runter auf $9,25 und das diesbezuegliche Commerzbank-Hebelzertifikat war wertlos. .....


    aber die Zocker sind ja so klug, daß sie alle verkaufen, bevor es abwärts geht. Und zwar alle :) Zumindest habe ich festgestellt, daß es nach dem Silberkurseinbruch verdammt ruhig bei der KO-Produkt-Fraktion der "Papiersilberbugs" wurde. Klar, die waren alle in Urlaub und haben ihre Gewinne verprasst :D:D:D oder etwa doch nicht :( ?


    Als es hochging konnte ich mir von einigen dieser Leute "Miesmacherei" vorwerfen lassen und vorrechnen lassen, daß die 800 Prozent in zwei Jahren gemacht haben und meine Kurssteigerungen dagegen lachhaft niedrig seien. Und nun?


    Ich schätze mal, daß einige ihre Zertifikate mit KO-Schwelle 6-8 $ bei Kursen über 14 Dollar in solche mit einer KO-Schwelle 9 bis 11 $ tauschten. Der besseren Hebelwirkung wegen. Was danach geschah, ist bekannt: ausgehebelt infolge KO.


    Egal. Sie wurden ja gewarnt. Und sie wussten ja alles besser. Weil sie es so glauben wollten. Übrigens: ich habe noch jeden meiner Barren und jede meiner Münzen. Investoren in physischem, schuldenfreien Silber können eben nicht "ausgestoppt" werden. Es sei denn, sie verkaufen.


    Warum sollte Silber - und sei es nur für einen einzigen Tag - nicht mal um 50 oder 60 Prozent einbrechen?


    Darüber muss man einmal nachdenken, bevor man was riskiert (meine Meinung).


    Und was Prognosemodelle wirklich taugen, vor allem, wenn sich viele Marktteilnehmer daran orientieren, das wissen wir seit dem ersten großen Hedgefonds-Zusammenbruch. Da sind ein Team von Professoren, Mathematiker und anderen ganz klugen Köpfen jämmerlich untergegangen. All ihr Wissen hat denen letztendlich nichts geholfen. Das Spiel, daß sie spielten war schlicht und einfach mit den von ihnen entworfenen Modellen nicht berechenbar. Und andere, bessere Modelle hätten gezeigt, daß man bei solchen Spielen langfristig nichts verdienen kann und das "Dicke Ende" - statistisch gesehen - irgendwann kommen wird. Trotz aller Vorsicht und Erfahrungswerte. Denn:


    Die Zukunft wird jeden Tag neu erfunden. Weswegen man sie nicht nur nicht sicher, sondern überhaupt nicht prognostizieren kann.

    HIghtekki: wer beispielsweise 5 bis 15 Prozent seines Gesamtvermögens in Edelmetall hält, kommt um eine Aktien- und Immobilienanlage kaum herum, möchte er im klassischen Sinne sinnvoll diversifizieren. Bargeld, auch Devisen können das Portfolio gut arroundieren. Von AS-Sparverträgen, Anleihen und Sparguthaben rate ich derzeit dringenst ab.


    Wichtig ist, auf Verfügbarkeit seiner Mittel zu achten. Und sich nicht völlig abhängig von einer funktionierenden Infrastruktur zu machen. Dies schliesst auch die Anlage einer Vorratskammer ein. Ein paar Flaschen Rum und Whisky (bevorzugt Importware = Luxusgut im Krisenfall) zu Tauschzwecken inklusive. Was nutzt die beste, wie auch immer strukturierte Barreserve, wenn es temporär zu Versorgungsengpässen kommt. Und sein Edelmetall, das möchte man doch nicht schon ausgeben, nur weil man es versäumt hat, sich ein paar Kilo Nahrungsmittel zurückzulegen. Außerdem ermöglicht es eine sinnvoll geplante und auf den persönlichen Bedarf abgestimmte Vorratshaltung Sonderangebote intensiv wahrzunehmen. Und da kann man schon so manche Silberunze durch Sparen im Einkauf von Sonderangeboten "erwirtschaften". Und bei einer Familie kann das schon mal schnell einen oder einen halben Krügerrand im Jahr ausmachen.

    Der einzig plausieble Grund, 10 EUR Gedenkmünzen in größeren Mengen zu kaufen und ständig sofort verfügbar vorzuhalten ist folgender:


    Keiner weis, ob es im Fall eines Zusammenbruchs aller Welt-Leitwährungen vor einer finalen Hyperinflation nicht zum deflationären Crash kommt.


    In der Deflation können Banken insolvent und längere Zeit geschlossen werden (s. Argentinien). Es kommt dann zum Bargeldmangel. Alle Preise sinken dann gegen GELD. Aktien und Immobilien können dann auf 10 Prozent oder 5 Prozent oder noch weniger ihres jetzigen Wertes fallen. Und wenn dann die Banken oder die Börsen zu sind, dann kommt man noch nicht mal dazu, seine Wertpapiere zu diesen Schleuderkursen zu verramschen!. Wer dann kein GELD hat, der hat schon verloren, muss sich verschulden und seine gesamten Vermögenswerte versetzen, nur um zu überleben. Um ein solches Szenario abzudecken benötigt man daher eine üppige Bargeldreserve. Egal, ob es 10 EUR Gedenkmünzen, Geldscheine oder 100- und 200-EUR-Goldmünzen sind: in der Deflation ist nur der reine GELDWERT maßgeblich. Der Geldwert einer 100 EUR-Goldmünze kann dann (theoretisch) den Goldwert deutlich übersteigen (!). Keiner kann wissen, ob sowas kommen wird und wie grotesk die Kurs- und Preisfindungen aufgrund der durch Banken- und Börsenschließungen temporär beschränkten Bargeldmenge sind. Daher wäre es schwachsinnig und absolut tödlich in so einer Situation kein Bargeld vorzuhalten, sondern nur auf Aktien, Gold- und Silberbarren und Guthaben zu setzen.


    Andererseits kann es aber auch so kommen, daß sich herausstellt, daß wir beriets seit Jahren in einer deflationären Phase leben. Beispielsweise steigen die Geldmengen viel stärker als die Zinsen und die Einkommen und viel stärker als die Verbraucherpreise. Das genau ist Deflation und Depression. Angenommen dem wäre so, dann spricht einiges dafür, daß es zu keinem deflationären Crash klassischer Ausprägung kommen wird, sondern die Krise direkt in die Hyperinflation übergeht. Wer dann zwei bis sechs Monatsgehälter Barreserve in Banknoten hält, der hat fast alles verloren. Wer jedoch Silbergeld hat, der hat dann immerhin noch das Silber, nach derzeitigen Maßstäben etwa 50 v.H. des Geldweretes jetzt. Und das ist viel besser als nichts mehr zu haben.


    Sicherheit kostet immer GELD. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Wenn ich aber aus Gründen des Selbstschutzes in der Krise schon Bargeld halten muss, dann halte ich edelmetallhaltiges Bargeld. Und minimiere so meine maximalen Kosten der Reservehaltung im Fall der Hyperinflation, wohingegen ich im Fall der Deflation dadurch keinen Nachteil habe.


    Bei einer Barreserve in Silbermünzen kann es sogar sein, daß das Silber um ein Vielfaches stärker steigt, als das Geld an Wert verliert. Es kann so kommen, muß aber nicht so kommen.


    Gerade für Edelmetallinvestoren gehört eine gute Cashquote mit dazu. Und das Cash muss - genau wie dei EMs physisch da sein. Sonst hat man es vielleicht nicht, wenn man es braucht. Wer das nicht beachtet, der riskiert sehr viel.


    Ich gehe sogar soweit und behaupte, daß sich so denkende Investoren im Fall eines gewaltigen Deflationscrashes vor der finalen Hyperinflation eine Edelmetallanlage gleich "sparen" und eigentlich direkt Staatsanleihen kaufen hätten können. Einen Unterschied zwischen Ex-Edelmetalleignern und Anleihenbesitzern wird es nach dem durch Hunger und Zahlungsnotstand erzwungenen Notverkauf des Edelmetalles nicht mehr geben. Knapp daneben ist eben auch vorbei.

    derzeit noch völlig unkalkulierbar, wo der POG am Freitag steht. Würde er ab jetzt seitwärts gehen, hätte ich gute Karten. Jedoch: da ist noch etwas Luft nach oben drinn :)


    Und wenn man sich anschaut, wann ich meine Schätzung abgegeben habe, so liege ich damit größenordnungsmäßig und zeitmäßig garnicht mal so übel :)

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ...Ich fänds lustig, wenn der POG jetzt noch weiter nach oben geht...... :D


    Nach der Ankündigung von Pro Aurum, verkauft zu haben, kam der Kursanstieg für mich nicht überraschend. Interessant wird es, wenn der Händler nach weiter gestiegenem Goldpreis seine Position erneut aufbaut. Dann und nur dann wäre es an der Zeit, über Verkäufe / shorten nachzudenken, was Spekulanten angeht.


    Nicht nur beim letzten Mal war Pro Aurum der perfekte Kontraindikator....


    Hätte man geshortet, nachdem PA seine "shorts" glattgestellt / eingedeckt hatte......


    das wäre ein Freudenfest geworden!

    Zitat

    Original von Osterhase
    Wer kauft den heute Gold in Deutschland und anderswo?


    Gruß Osterhase


    Das wiederum ist eine ganz andere Frage.


    Jedoch: viele Arbeiter und vor allem Facharbeiter könnten sich einen Goldfuchs oder gar zwei, drei oder vier davon monatlich leisten.


    Und würden möglicherweise oftmals besser damit fahren, als wenn sie das Geld in Rentensparpläne stecken und so die Kontrolle über ihr Vermögen völlig aus den Händen geben.


    Was den Goldpreis bzw, die Bewertung des Goldes in Arbeit angeht, haben wir uns heute -wiede reinmal - ein kleines Stückchen den Verhältnissen von vor hundert Jahren angenähert.


    Und es dürfte auch noch lange nicht das letzte Stückchen gewesen sein.


    naja: wenn ich mir überlege, daß man zu Kaisers Zeiten für ein 20-Mark-Stück oftmals mehr als 100 Stunden arbeiten musste, dann hätte man damals vielleicht sein Geld lieber ausgegeben.


    Heute braucht man vielleicht 10 bis 15 Stunden für einen Goldfuchs. Weswegen sich Goldkäufe (relativ betrachtet) heute mehr lohnen als vor einhundert Jahren.

    das wird alles andere, als lustig werden.


    Meine Großeltern (leider alle verstorben) haben das zweimal mitgemacht und meine Eltern haben das einmal als Jugendliche bewusst mit erlebt.


    Ich habe keine Lust, wie damals mein Urgroßvater im Alter von 59 Jahren auf einen Sack, natürlich wertlosem Papiergeld zu sitzen. Und dann nach noch etwa 6 Jahren Arbeit von 1929 bis 1956 bis ins Alter von 94 Jahren in relativer Armut leben zu müssen.


    Und ich werde auch ganz bestimmt nicht ein korruptes, betrügerisches und unhaltbares System stabilisieren, im dem ich Unmengen an Anleihen und Bankguthaben anhäufe und so irgendwelchen Hartzern ihr Leben in Saus, Braus und Schwarzarbeit mehr versüsse, als ich das durch Steuern und Abgaben erzwungenermaßen bereits tun muß.

    gutso: was die Goldminenkurse angeht, so liegen die, charttechnisch betrachtet, immer noch am Boden, blickt man bis in die 70er zurück.


    Dafür mag es auch plausieble Gründe geben, wie u.a. eine viel geringere Substanz der Gesellschaften als damals bedingt durch die extrem niedrigen Goldpreise in den 90ern und zu Anfang dieses Jahrhunderts. Dort ist wohl einfach viel Substanz den Bach hinunter gegangen.


    Und wie schaut es mit den Mitteln für Investitionen, den erschlossenen und wirtschaftlich abbauwürdigen Reserven und den Erwartungen in Bezug auf die Kosten für Energie und Maschinen für die zukünftige Förderung aus?


    Das Gold, das zu Beginn der 80er die Bewertung für viele Minengesellschaften vielleicht noch ansatzweise rechtfertigte, das ist doch bereits seit langem gefördert und verkauft.


    Hinzu kommen Umweltprobleme und Probleme eigentumsrechtlicher Natur (Tendenz zu Verstaatlichungen).


    Soviel zu den Goldminen.


    Da nun, wie Herr Siegel das vormacht, mit Null Liquidität reinzugehen zeugt nicht von einem gesunden Risikobewusstsein.


    Jetzt nehmen wir mal zwei Szenarien an:


    (1) der ultimative Finanzcrash kommt. Dolar, Euro, Yen und Yuan verglühen im Spannungsfeld zwischen Inflation und Deflation. Was passiert: Die Arbeitsteilung und die Verschuldung wird minimiert. Danach wird vorerst wohl nur Gold und goldgedecktes Geld akzeptiert werden. Auch in der Krise hat GOLD noch einen Wert. Ob das für Papiergeld gilt, das dürfte zumindest zeitweise sehr fraglich sein. Ob Goldminen noch wirtschaftlich produzieren können, wenn Ersatzteile und Treibstoffe ausbleiben oder der Goldpreis im Deflationscrash extrem fällt um sich erst zu erheben, wenn viele Mienen pleite gemacht haben - wer weis das schon.


    (2) der ultimative Finanzcrash bleibt aus. In 10 Jahren notieren EUR, Dollar, YEN und YUAN bei etwa 20 bis 40 Prozent des heutigen Wertes. Entsprechend hoch ist dann der Goldpreis, d.h. er liegt dann etwa bein fünf- bis zweikommafünffachem der heiutigen Kurse, sodaß kein realer Wertzuwachs erziehlt wurde. Und die Minen? Deren KAPITAL ist auch entsprechend entwertet. Neuanlagen können nur noch mit Kapitalerhöhungen und nicht mehr aus organschem Wachstum finanziert werden Und hinzu kommt, daß es dann noch weniger abbauwürdige Goldvorkommen gibt und die Margen immer weiter unter Druck geraten.


    Wozu also sind Goldminen dann gut:
    Sie sind nichts anderes als ein OS auf einen Goldpreisspike. Ist Gold oben, muss man die Aktien ganz schnell raushauen, ggf. in Gold tauschen und wenn Gold unten ist wieder einen kleinen Teil des Goldes verkaufen um erneut in Gold-Aktien gehen, in der Hoffnung ein weiterer Goldpreisspike kommt. Es ist ein rein spekulatives Investment (meine Meinung).

    gutso: was die Goldminenkurse angeht, so liegen die, charttechnisch betrachtet, immer noch am Boden, blickt man bis in die 70er zurück.


    Dafür mag es auch plausieble Gründe geben, wie u.a. eine viel geringere Substanz der Gesellschaften als damals bedingt durch die extrem niedrigen Goldpreise in den 90ern und zu Anfang dieses Jahrhunderts. Dort ist wohl einfach viel Substanz den Bach hinunter gegangen.


    Und wie schaut es mit den Mitteln für Investitionen, den erschlossenen und wirtschaftlich abbauwürdigen Reserven und den Erwartungen in Bezug auf die Kosten für Energie und Maschinen für die zukünftige Förderung aus?


    Das Gold, das zu Beginn der 80er die Bewertung für viele Minengesellschaften vielleicht noch ansatzweise rechtfertigte, das ist doch bereits seit langem gefördert und verkauft.


    Hinzu kommen Umweltprobleme und Probleme eigentumsrechtlicher Natur (Tendenz zu Verstaatlichungen).


    Soviel zu den Goldminen.


    Da nun, wie Herr Siegel das vormacht, mit Null Liquidität reinzugehen zeugt nicht von einem gesunden Risikobewusstsein.


    Jetzt nehmen wir mal zwei Szenarien an:


    (1) der ultimative Finanzcrash kommt. Dolar, Euro, Yen und Yuan verglühen im Spannungsfeld zwischen Inflation und Deflation. Was passiert: Die Arbeitsteilung und die Verschuldung wird minimiert. Danach wird vorerst wohl nur Gold und goldgedecktes Geld akzeptiert werden. Auch in der Krise hat GOLD noch einen Wert. Ob das für Papiergeld gilt, das dürfte zumindest zeitweise sehr fraglich sein. Ob Goldminen noch wirtschaftlich produzieren können, wenn Ersatzteile und Treibstoffe ausbleiben oder der Goldpreis im Deflationscrash extrem fällt um sich erst zu erheben, wenn viele Mienen pleite gemacht haben - wer weis das schon.


    (2) der ultimative Finanzcrash bleibt aus. In 10 Jahren notieren EUR, Dollar, YEN und YUAN bei etwa 20 bis 40 Prozent des heutigen Wertes. Entsprechend hoch ist dann der Goldpreis, d.h. er liegt dann etwa bein fünf- bis zweikommafünffachem der heiutigen Kurse, sodaß kein realer Wertzuwachs erziehlt wurde. Und die Minen? Deren KAPITAL ist auch entsprechend entwertet. Neuanlagen können nur noch mit Kapitalerhöhungen und nicht mehr aus organschem Wachstum finanziert werden Und hinzu kommt, daß es dann noch weniger abbauwürdige Goldvorkommen gibt und die Margen immer weiter unter Druck geraten.


    Wozu also sind Goldminen dann gut:
    Sie sind nichts anderes als ein OS auf einen Goldpreisspike. Ist Gold oben, muss man die Aktien ganz schnell raushauen, ggf. in Gold tauschen und wenn Gold unten ist wieder einen kleinen Teil des Goldes verkaufen um erneut in Gold-Aktien gehen, in der Hoffnung ein weiterer Goldpreisspike kommt. Es ist ein rein spekulatives Investment (meine Meinung).


    2 Prozent Sparbuchzinsen bringen sehr wohl fürstliche Renditen. Und zwar für die Bank / Sparkasse, die von den Spargeldern Staatsanleihen kauft, die mit 4 Prozent rentieren oder das Geld anderen Kunden zur Überzeihung von Girokonten bereitstellt, dann bringt es sogar 10 bis 17 Prozent. Und das Schönste für die Bank / Sparkasse ist doch, daß sie garkein Inflationsrisiko trägt. Das liegt nämlich beim kleinen, dummen Sparer.


    Und natürlich wirft physischer GOLDBESITZ der Bank- / Sparkassenkunden keine RENDITE für die BANK / Sparkasse ab.


    Oder was glaubt ihr wohl, wie solche Sprüche gemeint sind?


    Hat euch denn jemals jemand gesagt, für wen das Sparbuch Renditen abwirft und für wen Goldbesitz keine Renditen abwirft?

    Zitat

    Original von freeminder
    ..... die letzte Korrektur haben sie ja ganz gut erahnt.


    und ihre Short-Position ein paar Dollars bevor es so richtig abwärts ging eingedeckt.


    Nein, sie haben etwas vermutet und sie hatten tendenziell sogar vollkommen RECHT. Und trotzdem haben sie dabei verloren und konnten nicht von ihrer Marktkenntnis und erfahrung profitieren.


    Weil sie ihrer eigenen Analyse misstrauten und sich in ihrer Handlung nur am Kurs und an starren Marken orientierten.


    Misserfolg, obgleich die eigene Prognose sich fast genau so erfüllte, wie vermutet, aber eben nur "fast".


    Da sollte man mal drüber nachdenken.


    Interessante These. Dagegen spricht einzig und alleine, daß die USA extrem importabhängig sind und deren industrielle Basis stark ausgehöhlt ist.


    Lange reichen deren 8.000 Tonen da nicht. Es sei denn, man würde sich komplett in seinen Gewohnheiten umstellen, woran ich nicht glaube.


    Weiterhin kann vermutet werden, daß große Teile des Goldschatzes der USA für Goldpreisdrückungen draufgegangen sind. Woher sonst sollte das dazu notwendige Gold gekommen sein?