Kellermeister: der der alles verloren hat, weil das Geld wertlos wurde, der spart garantiert nicht mehr in Geld, das wertlos werden kann. Zumindest vorerst nicht. Jedoch: sparen in GOLD, Silber und Sachwerten, das wird es auch dann noch oder gerade geben.
Es stellt sich die Frage, wieviel man danach noch sparen kann (Einkomensfrage) oder will (Einstellungsfrage). Derjenige, der weis, daß er im Alter so oder so darben wird und sichvielleicht auch betrogen fühlt, der wird auch nicht mehr fürs Alter sparen, sondern in dem Bewusstsein leben, daß es ihm zumindest JETZT gut gehen soll. Den kann man auch nicht mehr mit 20 Prozent Zins locken.
Ein Blick zurück zeigt uns, daß das schon ein paar Jahre später völlig anders ausschauen kann. Beispielsweise haben die Menschen im III. Reich sehr viel gespart, weil es kaum etwas zu kaufen gab und wohl auch wieder Vertrauen in das (ungedeckte) Geld gewonnen wurde. Immerhin lag 1939 die Inflation von 1923 schon wieder 16 Jahre zurück.
Ein eigenes Haus oder eine Wohnung dürfte auch dann noch das Ziel vieler Menschen sein. Aktien oder Anleihen dürften zumindest die ersten 10 Jahre nach einem Zusammenbruch relativ tot sein. Sowas wird dann bestenfalls von Superreichen und Ex-Goldbucks gekauft, die einen guten Schnitt gemacht haben und demzufolge eine ganz andere Risikowahrnehmung aufweisen.
Allerdings ist die Beantwortung dieser Frage momentan zweitrangig. Wichtiger ist momentan die Frage, wie man sich als Individuum vor Geldentwertung schützen und seine Ersparnisse in eine Zeit nach einem Zusammenbruch transferieren kann. Und das möglichst ohne einem Verlust, der einem TOTALVERLUST sehr nahe kommen dürfte.
Und da sehe ich Aktien als Anlagesegment sicherlich besser als Anleihen, was die solidesten und werthaltigsten Aktiengesellschaften angeht, jedoch deutlich schlechter als Immobilien oder Edelmetall. Gerade Aktiengesellschaften sind es doch, die als Unternehmungen sowohl unter schleichender Inflation, als auch erst recht unter Hyperinflation ganz besonders leiden. Und auch eine Deflation ist sehr schlecht für Firmen. Weil dann Investitionen und Konsum zurückgestellt und auf später verschoben werden.
Mieten hingegen müssen immer gezahlt werden, weswegen der Ertragswert von (auch selber genutzten) Immobilien ständig präsent ist (auch wenn der schwanken mag). Investitionen und Konsum werden meist dann optimal getätigt, wenn es stabile und verlässliche Rahmenbedingungen und Zukunftsvertrauen gibt.
Wenn schon, wie kürzlich geschehen, Aktien und Gold ähnlich im Wert fallen, dann würd eich dem Gold den Vorzug gegenüber Aktien geben, vorausgesetzt ich glaube an einem mittelfristig stattfindenden Systemumbruch.