Beiträge von mesodor39

    Heute Morgen schon wieder dasselbe Bild: In Asien schwankt das Gold mehrere Stunden innerhalb einer Bandbreite von nur 4 Dollar die Unze.


    Und gestern, in NY hatte man in einem vergleichbaren Zeitraum die vierfache Schwankungsbreite, ca. 16 Dollar die Unze.


    Weil die asiatischen Märkte kaum viermal effektiver sein dürften, als der Goldmarkt in NY lässt dies wohl, aufgrund mehrerer exakt nach dem selben Handelsmuster verlaufender Asien- und NY-Handelstage den Schluss zu, daß am Goldpreis ganz kräftig manipuliert wurde.


    Von wen und warum auch immer.


    Und diese Manipulationen kosten denen, die sie durchführen sehr viel Geld, wäre man doch inAsien bereit, deutlich höhere Goldpreise zu bezahlen. So profitiert man dort vom dem in NY regelrecht heruntergeprügelten Goldpreis und kann so emsig viele Trüffel einsammeln.

    BRINGEN KURZFRISTIG NICHTS.


    Besser wäre es, die Zentralbankkredite schrittweise zurückzuführen. So fällt die Geldmenge: Kredite werden dann eine Zeit lang nicht mehr vergeben. Klar, daß auch die Zinsen steigen werden. Vor allem aber werden nur noch hochrentable Investitionen gefördert. Konsum und Rohstoffnachfrage sinken. Preise können so nicht oder nur noch sehr wenig steigen. Der Markt regelt das schon über den Wettbewerb.
    Hätte man bereits vor zwei Jahren mit den Zinserhöhungen angefangen, so würden diese bereit swirken. Ölpreis und Inflation wären heute deutlich niedriger.


    Der Fehler der schwachen Notenbanken ist es, zu reagieren, statt vorausschauend anhand erster Frühindikatoren zu agieren. Sprich: die Zinsen bereits leicht anheben, wenn eine irtschaftliche Belebung erkennbar wird. Und dann warten und zuschauen, wie das Wachstum langsam zunimmt. Mitte 2004, als bereits im Radio zu hören war, daß Kohle, Koks und Stahl preismäßig durch die Decke gehen, da hätte man in 50-Basispunkte-Schritten schon längst reagiert haben müssen.


    Oder auch mal direkt 100 Basispunkte erhöhen müssen. Und dann eine Zeit lang warten.


    25 Basispunkte verpuffen nur. Aber 100 Basispunkte, die rütteln wach....


    Das macht man einmal, notfalls zweimal. Und gut ist. Denn das wirkt sofort!.

    nodollar: man kann alles inflationieren. Man muss nur genug davon besitzen und es in den Markt bringen. Gold beispielsweise war am Markt knapper, bevor die Zentralbanken die Goldleihe "erfanden". Mit jeder Unze GOLD, die die Zentralbenktresore verlassen, steigt die verfügbare Goldmenge in Privathand. Und je mehr eine Ware auf den Markt geworfen wird, desto ungünstiger entwickelt sich deren Preis.


    Angenommen morgen würde ein Meteorit von 1.000.000 Tonnen GOLD in die Armosphäre eindringen, zerbersten und in faustgroßen Goldklumpen über die USA niedergehen. Dann würde es nicht lange dauern und der Goldpreis wäre bei unter 200 Dollar die Unze.


    Ähnlich war es doch beim Silber: als Silbergeld außer Kurs gesetzt gab es riesige "Reserven", die das am Markt herrschende Gleichgewicht aufgrund unkluger "Verwertung" aufhoben und den Silberpreis durch Inflationierung der Angebotsmenge auf ein Niveau drückten, auf dem Silber nicht mehr wirtschaftlich förderbar war. Die Auswirkung dieser Fehllenkungen durch künstlich erzeugtes Überangebot kann man momentan beobachten: Das Silber wurde verbraucht und nicht recycelt, die Silberförderung liegt am Boden und der Silberpreis steigt.


    Ohne die ständigen Zentralbankabgaben an GOLD hätten wir, was den Goldpreis angeht, schon längst die 1.000-Dollar-Grenze überschritten.


    Nur durch Aufblähung der am Markt erhältlichen GOLDMENGE durch Abbau von Reserven konnte das bislang verhindert werden.

    Zitat

    Original von mesodor39
    ja, schaut nach einem Ausbruch aus. Zumal der Dow bröckelt und Dax und Eurostoxx ehr seitwärts wandern.


    Jedoch kann es auch eine Bullenfalle sein: zuerst hoch und dann sowas von ABWÄTRS, das vielen schlecht dabei wird.....


    Oder hat die FED ihre Zinsentscheidung schon gefällt?.


    und schon ist der schöne Zuwachs beim Goldpreis wieder weg. So ist das eben in NY.


    Auch und vor allem für den Goldpreis gilt:


    Wer es in NY schafft, der schafft es überall :D:D:D

    Interessant wird es, wenn eine Bank, die "Primärschuldner" ist, bankrott geht. Und viele von deren Kunden, die Sekundärschuldner sind ebenfalls pleite gehen oder Privatinsolvenz anmelden, also in ein paar Jahren entschuldet sind.


    Und angenommen ganz viele Primärschuldner-Banken gehen pleite. Und ganz viele Sekundär-Schuldner ebenfalls. Dann kriegt die Zentralbank ihre Scheine nicht zurück. OK, die Kontoinhaber schauen dann auch in die Röhre. Aber das Bargeld das ist noch da. Und das gehört der Zentral-Bank nun nicht mehr. Auch nicht indirekt. Mangels Schuldner. Aber die Zentralbank wird dann neues Geld drucken, um das nun freie Geld völlig zu entwerden, genau so wie sie heute schon versuchen, den Wert des Goldes durch Zentralbank-Goldverkäufe zu drücken..

    Andernfalls würde sie ihre Macht über das Geld verlieren.


    Schon mal darüber nachgedacht?


    Denn das genau ist das schäbige Geheimnis, warum der deflationäre Crash in eine Hyperinflation überführt wird.


    Und nun zum Pferdefuss an der ganzen Sache: Geld kann man beliebig inflationieren. Gold aber nur bis zur Höhe der gesamten physischen weltweiten Staats- und Zentralbankbestände. Dann ist beim GOLD das Ende der Fahnenstange erreicht.


    Vergesst das Gefasel vom Staatsbankrott. Eine Verfassungsänderung und ein Gesetz, und der Staat wäre sofort SCHULDENFREI !

    ja, schaut nach einem Ausbruch aus. Zumal der Dow bröckelt und Dax und Eurostoxx ehr seitwärts wandern.


    Jedoch kann es auch eine Bullenfalle sein: zuerst hoch und dann sowas von ABWÄTRS, das vielen schlecht dabei wird.....


    Oder hat die FED ihre Zinsentscheidung schon gefällt?.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ...Der "kleine Mann" ist also im Vorteil, wenn er weder Gläubiger noch Schuldner mit pfändbarem Vermögen ist.


    Genau das ist es.


    Jeder Schuldner ist "Short" in Geld. Und somit ein lebender Hedgefonds. Nur die allerwenigsten sind sich dessen bewusst, weil sie von den Mechanismen der Finanzmärkte nichts verstehen.


    Nein, es geht - mit dem pasenden GLÄUBIGERSCHUTZGESETZ - ganz einfach: Ein Gläubiger meldet eine mit beispielsweise 100.000 EUR beliehene Immobilie (Beleihungswert 65 v.H. des Verkehrswertes 153.000 EUR) zur Zwangsvollstreckung an. Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger bescheinigt den im Deflationscrash aktuellen Verkehrswert von 15.000 EUR. Und er beeidet das in einer Erklärung. Erwartungsgemäß sind bei Zwangsvollstreckungen nur 10.000 zu realisieren. Die Bank hat aber einen Investor, der 20.000 EUR bietet. Sie beantragt daher, das Objekt 5.000 EUR über Verkehrswert an den Investor verkaufen zu dürfen. Direkt und ohne Zwangsversteigerungstermin.


    Weil auch das Eigentum der Gläubiger geschützt ist und der Immobilienbesitzer binnen gesetzlicher Frist von 14 Tagen keine 90.000 EUR Sicherheiten leisten und auch nicht den Kredit auf einen Schlag zurückzahlen kann.....


    ...geht die beliehene Bude nach zwei Wochen für schlappe 20.000 EUR unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Nullkommanix über den Tisch.

    Damit sie nicht noch weiter im Wert fällt....


    Der Gläubige rhat ja das Recht, zumindest einen Teil seines geliehenen Geldes zurückzubekokmmen, wo Geld dann doch soooo viel wert ist :D:D:D


    Der Alteigentümer bleibt auf 80.000 EUR Schulden sitzen. Und wird zusätzlich gepfändet. Hat er Glück, darf er als Mieter bleiben.....


    6 Monate später wäre er mit 250 g Gold schuldenfrei und Besitzer eines 200-qm-Luxusappartment. Doch das "Nuggat", vor 6 Monaten nur noch 500 EUR wert, wurde ja gepfändet..... Aus der Traum.


    Ein Lichtblick bleibt ihm: Seine Schulden, 80.000 EUR + 10.000.000.000 EUR Zinsen, den Gegenwert von dann drei Brötchen, die hatte er schon eine Woche zuvor an einem Vormittag abgearbeitet :D:D:D


    Jedoch hat er die Rechnung ohne den Staat gemacht: ein halbes Jahr später kommt ein Gesetz, nachdem er wertmäßig 10 Prozent seiner Schuld, gemessen am Wert des dafür seinerzeit erworbenen / besicherten Objektes, also 0,10 x (80.000/154.000) * aktuellen Verkehrswert seiner Immobilie als "Schuldgewinnabgabe" binnen 10 Jahren zu zahlen hat. Natürlich je zur Hälfte an die Bank und an den Staat. Jedes Jahr ein Prozent :D:D:D


    So läufts Business :)

    Zitat

    Original von Robertino
    ....Zu "Kredite ohne Rettungsring": durch eigene Erfahrung auf der Gläubigerseite weiß ich, daß die Zwangsvollstreckung zur Hereinbringung von Forderungen mit einem riesigen Zeit- und Personalaufwand verbunden ist. Wenn jetzt Millionen Immobilieneigentümer pleite gehen, ist es m. M. nach UNMÖGLICH, diese große Anzahl von Insolvenzen abzuarbeiten. Woher das Personal nehmen? woher die Richter? Bis der Gerichtsvollzieher meinen Schuldnern einen Besuch abstattet warte ich jetzt schon ein halbes Jahr!...


    Sehr interessante Aspekte werden hier angestreift :)


    Im Zweifelsfall ist die Zwangsvollstreckung bei einer Hypothek schneller erfolgt, als daß ein ordentliches Gericht darüber befunden hat, daß diese Maßnahme unrechtmäßig war.


    Genau dies entnehme ich Ihren Ausführungen.


    Allerdings dauert es auch ein paar Monate vom Expose bis zum Versteigerungstermin, bis eine Zwangsvollstreckung durch ist. In dieser Zeit kann der Schuldner jederzeit durch Zahlung des Grundschuldbetrags incl. Verfahrenskosten die Zwangsvolstreckung abwenden.


    Noch am ersten Termin kann der Schuldner den Zuschlag verwehren, wenn der Zuschlagspreis unterhalb 70 Prozent des Einheitswertes liegt.

    Berücksichtigt man dies und die Probleme der Justiz bei der Terminierung der Verfahren im deflationären Crash, so muss ein deflationärer Crash mindestens 6 Monate dauern. Wahrscheinlich sogar mehr als ein Jahr, damit alles durch ist. Unter diesen Aspekten, also der planmäßigen Enteignung der Kreditnehmer im deflationären Crash, müsste man mindestens 6, besser 12 Monatsgagen CASH haben.
    Wahrscheinlich würde die Deflation wohl noch länger, vielleicht sogar zwei oder drei Jahre dauern.

    Ich kann mir daher vorstellen, daß kurz vorher die Rechtslage durch einBeschleunigungsgesetz geändert wird. Dann kann man gegen De-Facto-Enteignungen im Blitzverfahren erst mal nichts machen, außer vielleicht eine Verfassungsklage.


    Denn mehr als ein Jahr total chaotische Zustände.... ...das würde zu Aufständen führen.

    Wo sollen die 25 Milliarden Unzen denn sein?


    In den der Crimex angerschlossenen Lagerhäusern?.


    Als Silbererz im Boden?


    Soviele Silbermünzen und soviel Silberschmuck dürfte es kaum noch geben.


    1 Milliarde Unzen = 31 Millionen Kilo = 31.000 Tonnen.


    Das ganze mal 25 macht dann etwa 775.000 Tonnen.


    Silber wäre dann etwa 5 mal häufiger als Gold.


    Es gibt Untersuchungen, die behaupten, es gäbe mehr oberirdisch verfügbares Gold, als Silber.

    Zitat

    Original von wef
    ....Wie könnt Ihr erwarten, daß eine Zivilisation die zahllose ungelöste Probleme vor sich herschiebt, ein perfektes Finanzsystem haben kann ??.......


    Keiner hier erwartet ein perfektes Finanzsystem. Viele hier glauben noch nicht einmal an ein mittelfristig stabiles.


    Das Problem des Zinseszinses und der Entschuldung ist letztendlich immer nur durch Deflation (Pleiten, Schuldenausfälle) oder Inflationierung (Entwertung des Geldes durch unkontrollierte Geldmengenausweitung und rückzahlung der Schulden mit wertlosem Geld ) gelöst worden.

    Mark: das sehe ich auch so.


    Auch heute wieder in Asien dasselbe Bild. Und wie in den letzten Tagen auch bricht es in NY wieder überdurchschnittlich ein, um gegen ende des Handels in NY wieder anzusteigen.


    Fazit: In Asien wird aufgekauft, was in NY auf den Markt geworfen wird.


    ich weis. Ein paar Kilochen Silber und wenige Unzen Platin nenne ich auch mein eigen. Das Platin habe ich Mitte der 90er meist in Form prägefrischer 150-Rubel-Münzen für etwa 640 bis 900 DM die Unze erworben. Beim Silber war ich zuletzt 1991 mit 225 DM das Kilo incl. Märchensteuer dabei....


    Ich sehe Edelmetall ehr als strategisches, denn als renditebringendes Investment.


    Momentan kaufe ich zum Aufbau einer liquiden, allzeit verfügbaren Cashreserve Silberzehner. Ein "paar" Stempeldrehungen der Atomium-Gedenkmünze packe ich direkt und bis auf weiteres als heißen Zock mit dazu, weil die zur Zeit bei Ebay spottbillig weggehen. Die Goldpreissteigerung der letzten beiden Jahre ist nichts gegen die hier zu erwartenden prozentualen Gewinne im selben Zeitraum. Man muss nur wissen, wann und an wen man verkaufen sollte. Und sollte es anders kommen, gehe ich damit einkaufen. Wertverlust nur etwa 70 bis 80 Prozent. Aktien dürften in einem Megacrash bis zu 90 Prozent verlieren. Parallel dazu werde ich meine Vorratskammer aufstocken. Momentan geht bei mir Sicherheit vor Rendite. Wenn so in einem Jahr liquiditätsmäßig alles wieder im Lot ist, kann auch mal wieder was -wie auch immer- angelegt werden :)

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    .... Was zählt, ist Rendite, Liqui und Sicherheit, sonst nichts!


    Was sollte auch sonst noch zählen?.


    Emotionen bei der Geldanlage sind tödlich.


    Ebenso tödlich, wie die Kontrolle / Verfügungsgewalt über sein Vermögen komplett aus der Hand zu geben oder gar den Gläubiger von irgendjemanden spielen zu wollen......

    Kaufrausch: ein Haus oder eine Wohnung für 150 g Gold wäre schön, wenn man es dafür kaufen könnte. Es kann aber auch ganz anders kommen: Goldbesitzverbot, Währungsschnitt, Massenpleiten von Banken, Wertpapieremittenten, Aktiengesellschaften, Zwangshypotheken auf Grundeigentum und Versataatlichung aller Gold- und Silberminen weltweit und schon sitzen alle Nur-Goldbucks auf ihrem Gold und können nichts damit anfangen - außer es zu einem niedrigen, völlig willkürlich festgesetztem Kurs in neue Währung tauschen....


    ...nur um einige Jahre später die Interimswährung gegen einen Bruchteil des Goldes bei Umstellung auf Goldwährung / Weltgoldstandard zurücktauschen zu dürfen.


    Ich habe einfach keine Lust, mich von potenziellen Verbrechern, Betrügern der Privatwirtschaft und potenzeill korrupten Politikern nahezu völlig enteignen zu lassen, deswegen streue ich im Rahmen meiner Möglichkeiten gut. Bevorzugt auf Dinge / Anlagen, über die ich selbst Verfügungsgewalt haben kann. Ehr würde ich Dinge, die auf einmal verboten sind fortwerfen oder verbergen, als sie herzugeben. Auch auf die Gefahr, da selbst nicht mehr ranzukommen.


    Und was Enteignungen an Grund und Boden angeht: vielfach wurden die früher oder später rückgängig gemacht, von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen (s. DDR). Daß jemand jemals enteignetes Gold zurückbekam, solch ein Fall ist mir nicht bekannt.


    Im allerschlimmsten Fall gibt es dann in vielen Teilen der Welt so gut wie keinen legalen Privatbesitz mehr an GOLD (noch vorhandener Zahnersatz, der aber gemeldet werden mus sund nach Entfernen dem Staat anheim fällt, ausgenommen) , weil das GOLD dringenst benötigt wird, um Spitzen beim Welthandel temporär auszugleichen.....


    ....und dann sitzt ihr da auf euren paar Gramm Gold, die dann nach der Kaufkraft des heutigen Geldes gemessen ein Millionenvermögen darstellen, könnt es aber nicht ausgeben, weil ihr vom Staat höchstens zwei bis fünf Prozentes der Weltmarktwertes bekommen hättet, vorausgesetzt, ihr hättet es fristgerecht abgeliefert, was ihr aber zu diesem lächerlichem Kurs nicht tatet.


    Schon mal daran gedacht, daß bei wieder geordneten Verhältnissen alle in der Krise ab einem Zeitpunkt X getätigten, nachweisbaren Vermögenstransaktionen "neu bewertet" oder gar großteils annuliert werden könnten?.


    Wobei die Hochfinanz natürlich vor dem Zeitpunkt X, in der Deflation kaufte. Und im Zuge dieser "Berichtigung" unmoralischer Krisengewinne erneut kräftig zulangt :)


    Wie hat man es denn 1948/49 gemacht: Erst den Menschen 93,5 Prozent ihrer Ersparnisse enteignet, ihnen dann 40 Mark zusätzlich in die Hand gedrückt und sie dann bei eingefrorenen Löhnen und steigenden Preisen solange schuften lassen, bis die Not so groß war, daß Gewerkschaften zum Generalstreik aufriefen. Dann wurden die Löhne etwas erhöht und das Geld gegen Auslandswährungen deutlich abgewertet. Zum Glück ging es gut, und das Wirtschaftswunder kam dabei raus. Obs mit einer überalterten Gesellschaft noch mal gut gehen würde. Fraglich.


    Keiner weis, was die Zukunft bringen wird.


    @S 04: so sehe ich das auch. Würde man das anders sehen (z.B. so wie Kaufrausch) würde man natürlich weder Barreserven noch Liquidität aufbauen.


    Angenommen der Dollar fährt zur Hölle und er steigt zuerst gegen GOLD und Sachwerte an, so steigt der Euro als Dollarderivat mit. Dollars und Euros werden durch Bankenschließungen künstlich verknappt. Und warum: damit Leute wie Kaufrausch und solche, die nur Bankguthaben besitzen ihre Sachwerte für nahezu Null Gegenwert verkaufen müssen.


    Wenn Gold, Aktien und Immobilien im Gleichschritt fallen (wie das kürzlich wohl fast so war) dann ist Gold zwar immer noch liquide, aber man braucht viel mehr davon. Goldbucks, die dann - unvorsichtig wie sie waren - alles in GOLD und nichts in FIAT stecken haben verlieren dann alles, wenn sie Geld benötigen. Ebenso Leute, die Aktien oder Immobilien auf Kredit gekauft haben. In 6 Wochen bis 6 Monaten ist der Spuk vielleicht vorbei. Aber ohne Geld überlebt man in der Deflation weder 6 Wochen, noch 6 Monate. Und wenn alle Geld haben, dann steigen die Preise und die Hyperinflation beginnt.



    Ob ihr es wollt oder nicht: Ohne Barreserve ist man short in Fiat-Money für den Fall, daß der Geldnachschub nicht wie erwartet kommt. Und kommt es zum künstlich und bewusst heraufbeschworenen Fiat-Money-Short-Squeeze (z.B. durch Bankenschließungen), so kann eine temporär offene, kleine Shortposition bereits absolut tödlich sein. Denn anders als an der Crimex gibt es beim Fiat-Money-Short-Squeeze analog zum dortigen Barausgleich KEINE Wahl des Shortsellers in GOLD statt in GELD zu erfüllen.


    Wenn nämlich kein (freies) Geld vorhanden ist, wird GOLD von einzelnen nicht akzeptiert, solange Gold nicht von allen akzeptiert wird. Geld ist dann nämlich (noch) knapp und kann so seine Funktion als Wertausgleichsmittel und Wertspeicher optimal erfüllen. Wenn auch nur für sehr kurze Zeit, was die allermeisten Menschen in der schlimmsten Phase Deflation aber nicht wissen.


    Es kann aber auch alles ganz anders kommen. Deswegen lege ich meine Cashreserve in Silberstücken an. Ist Fiat am Ende wären 99 Prozent aller Menschen froh, Silber für 100 statt 20 Dollar die Unze erworben zu haben!.