gutso: Die von Ihnen geposteten Aktien haben sich zuletzt wohl besser, als der HUI-Ingex entwickelt:
http://index.onvista.de/snapsh…=8318884&SEARCH_VALUE=hui
Momentan ist nicht ausgeschlossen, daß sich der HUI noch weiter im Indexstand reduziert.
Selbst wenn GOLD nun eine Zeit lang seitwärts geht oder leicht steigt, so bedeutet das doch noch lange nicht, daß die (ungehedgten) Goldminen ihre Profite weiter steigern können. Und sollten weltweit alle Aktien aufgrund neuer Zinsängste noch weiter fallen, dürften sich Goldaktien diesem übergeordneten TREND kaum entziehen.
Wenn man sich anschaut, daß der HUI immer das Vielfache seines Standes von vor 10 Jahren hat, so weis man doch daß dort noch Luft nach unten drin sein muß.
Im übrigen gehe auch ich, wie bereits mehrfach angeführt, trotz allem davon aus, daß Herr Siegel als Fondsmanager in den nächsten Jahren weiter gute Werte schaffen wird. Jedoch bin ich der Auffassung, daß sich Goldinvestments und ein hundertprozentiger Investitionsgrad in einer Situation, die momentan ehr auf der Kippe steht, als daß ein klarer mittelfristiger Trend erkennbar ist unter dem Aspekt der Abwägung der RISIKEN zu den CHANCEN nicht vereinbaren lassen.
Statistisch betrachtet fährt man besser, sein Pulver solange trocken zu halten, bis ein verlässlicher Trend erkennbar ist bzw. beim Vorliegen erster Kaufsignale schrittweise zu investieren.
Und da bleibe ich auch bei.
Hinzu kommt speziell für Aktien: Sollten sich aufgrund der Ölpreissteigerungen Zweitrundeneffekte bei der Teuerungsrate ergeben und auch die Einkommen (Löhne) steigen, meinetwegen auch etwas schwächer als die Teuerung, kommen diese Preis- und Lohnsteigerungen auch irgendwann bei den Betriebskosten der Minen an. Zuerst werden, nachdem die Energiekosten bereits seit langem hoch sind, Maschinen, Baustoffe und Chemikalien und zuletzt wohl auch die Personalkosten steigen. Am Ende dann steigen die Förderkosten je Feinunze. Bleibt die Frage, ob der zu erwartende Goldpreisanstieg, der möglicher Weise durch Zinssteigerungen abgedämpft wird noch ausreicht, um die Steigerung der Produktionskosten überzukompensieren. Was die fundamentale Voraussetzung für weitere Goldaktienkurssteigerungen wäre.
Möglicher Weise kann Herr Siegel diese Frage für sich positiv beantworten. Dennoch könnte der Markt mittelfristig eine von Herrn Siegels Urteil abweichende Meinung haben. Und dann wäre es schade, zu früh voll investiert zu sein.
Angenommen es käme nach der Sommerpause zum weltweiten Aktienabverkauf, so würde es doch die Werte, die in den letzten Jahren am stärksten zulegen konnten erfahrungsgemäß auch am stärksten treffen. Würde der Goldpreis zusammen mit Aktien allgemein fallen, so wären Goldaktien gleich doppelt belastet: 1 x duch den Allgemeinmarkt und 1 x fundamental aufgrund des Goldpreisverfalles.
Wenn man davon ausgeht, daß sich Goldaktien in ihrer Summe ähnlich verhalten, wie ein Optionsschein auf den Goldpreis, so muß man doch konstatieren, daß die Hebelwirkung in beide Richtungen funktioniert.
Und für den, der in Derivaten oder ähnlich stark schwankenden Werten investiert ist ein hoher Liquiditätsbestand sowohl zur Wahrung der Vermögenssubstanz als auch als Mittel, außerordentlich hohe und überdurchschnittlich gute Profite erwirtschaften zu können sehr wichtig.
Gerade dann, wenn eine Diversifikation immer schwieriger wird, weil sich immer mehr Anlageklassen in Bezug auf den Kursverlauf oder die Wertentwicklung gleichgerichtet verhalten.
Ich meine, daß Herr Siegel mit seiner Entscheidung bereits nun voll investiert sein zu wollen ganz klar unter seinen eigenen Potenzial bleibt.
Mag sein, daß ich hier und in dieser Situation falsch liege. Die Zukunft wird es zeigen.