Beiträge von mesodor39

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    Original von S 04
    Geld ist wohl im Moment rein nach Zahlen gesehen recht günsig, aber es will trotzdem keiner (Privatperson) haben. Bei mir liegt jeden Monat mindestens ein Prospekt im Briefkasten mit einem Angebot für einen billigen Kredit......


    Erstens ist es kein GELD, was man Ihnen anbietet, sondern ein für 2,5 bis 2,75 Prozent per Anno "Tribut" an die "Zauberbank" gerade aus dem "Nichts" geschaffenes Zahlungsmittel. Das nun von den Erstbeziehern ganz schnell verteilt werden soll, natürlich zu deutlich mehr als diesen 2,5-2,75 Prozent jährlichem Tribut. Davon leben die normalen Banken.


    Wenn man dies weis / erkennt, so ist auch jedem klar, daß ständig genügend Geld darauf wartet, verliehen zu werden.


    Geld gibt es faktisch unbegrenzt zum ZENTRALBANKGELDSATZ. Es muss nur jemand da sein, der das Geld zu diesem Satz zuzüglich eines Aufschlages für den Vermittler bezahlen will.


    Wäre es GELD, das einen beständigen, realen Wert hat, was Sie sich leihen wollten, dann müssten Sie sich darum bemühen und bewerben. Sie müssten Ihrem Gläubiger dingliche Sicherheiten hinterlegen und zudem irgendwie glaubhaft rüberbringen, daß Sie auch ein besonders verlässlicher Geschäftspartner sind.


    Wer würde sonst etwas wertvolles unüberlegt aus der Hand geben?.


    Ich sage es Ihnen: Die, die sich das Geld leihen und die Zinsen erwirtschaften: denn die müssen sich noch mehr krumm machen, noch billiger anbieten, noch mehr leisten usw. Denen gartantiert niemand feste Einnahmen, die zur Darlehnsrückführung verwendet werden können. Die tragen ers tmal das gesamte Risiko, denn si ehaften mit ihrem gesamten provaten Vermögen für den "Kredit".!.


    Und das kommt, über viele Umwege dann dem Staat und den Zentralbanken zu Gute, denn dadurch werden vermehrt Werte gechaffen, die als Sicherheit für zukünftige Kreditausfälle herhalten oder in der Krise über das Spiel mit der Beleihungsgrenze von den Banken und deren "Geschäftspartnern" einkassiert werden.


    Solange ständig steigende Kredite vergeben werden, ist dir Rückführung für den Schuldner recht einfach, weswegen immer mehr Menschen Schuldner werden. Stagniert die Kreditvergabe dann, wird es schwieriger Kredite zurückzuführen. Die Ersten, die dann noch schnell verkaufen, kommen gerade noch heil aus der Nummer raus. Die in der Kreditfalle Zurückgebliebenen trifft es dann über den dadurch ausgelösten Wert- oder Kursverfall der beliehenden Dinge manchmal derart hart, daß diese mangels weiterer Sicherheiten verkauft werden müssen und am Ende sogar noch Schulden übrig bleiben oder es gar zu Insolvenzen kommt.

    Meine erste Goldmünze, einen österreischichen Dukaten von 1915 habe ich mit 9 Jahren für 35 DM erworben und direkt die Zahnprobe gemacht (den Abdruck des Eckzahnes sieht man heute noch).


    Irgendwie haben mich Münzen - auch solche aus Gold - dann nicht mehr losgelassen.


    Später habe ich dann - unter Aspekten der Vermögenssicherung durch Inflation - noch als Student mit Silberbarren angefangen und etwa 1990/91 meine gesamten Rest-Fiat-Ersparnisse zum Kurs von 225 DM je Kilo incl. Umsatzsteuer in Silber "transformiert".


    Danach war dann, von gelegentlichen Käufen (Gold und Platinmünzen) bis etwa 2001 Schluss mit Edelmetallanlagen.


    Noch Anfang 2000 war für mich klar: außer einer kleinen Bestand als Edelmetallrücklage ist GOLD und SILBER völlig uninteressant, was die Anlage neuer Mittel angeht. Ja, auch ich war mal falschen Versprechungen und groß angelegten Aktien-Betrügereien erlegen :)
    Aus sowas lernt man. Hat mir ca. 100.000 EUR Lehrgeld gekostet.


    Bis etwa Mitte/Ende 2004 habe ich mich dann "positioniert". Aktienschrott habe ich - gnadenlos gegen mich selbst - rausgeworfen und "transformiert". Ausschlaggebend dafür waren Preissteigerungen bei Treibstoffen, Öl, Kohle, Stahl und Metallschrott. Sowie die Rezession / Depression in Deutschland um die Dinge mal so zu benennen, wie sie wirklich sind.


    Egal, ob D, F, GB, USA, ES, I, GR und wie sie alle heissen mögen: Alle Länder sind völlig überschuldet.


    Und die Deutschen sparten und sparen wie die Idioten für ihre Altersvorsorge und finanzieren damit Krieg und Morden, Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland, sowie exzessiven Konsum auf Kredit in anderen Ländern. Und das für 0,75 bis 4 Prozent per Anno, staatlicher Kontenschnüffelei und deister Kapitalertragssteuerkeule. Und zuletzt tiefroten Realzinsen nach Steuerabzug.


    Ich glaube, das man im Ausland wohl vielerorts über die deutsche Sparsamleit lacht und sich über soviel Dummheit klammheimlich freut, während man - auf Kosten anderer - sein Leben in vollen Zügen geniesst.


    Ach ja, der Euro:
    Ohne Deutschland wäre Europas Handelsbilanz nicht leicht rosa, sondern blutrot. Weil hierzulande demnächst immer weniger gehen wird und vieles in die Emerging-Marktes abwandert, ist auch aus diesem Grunde der Euro mitelfristig eine extrem Abwertungsverdächtige Währung, mimmt man Kaufpreisstabilität als Maßstab.

    Ach ja, die "Rechtslage": Ein Aktionär hat praktisch keine Rechte. Praktisch ist es so, daß man gegen die Anwälte und Juristen von Vorstand, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer niemals ankommt (der Versuch wäre zwecklos, reine Zeitverschwendung, habs daher nie probiert). Und sollte man doch obsiegen, dann zahlt die AG den Schaden, d.h. der Aktionär zahlt praktisch seinen eigenen Schadensersatz.....


    Um Gläubigerrechte, die unbesichert sind, steht es ähnlich "bescheiden".


    Ich habe keine Lust, mein Vermögen dem Sozialstaat zu opfern. Sollen sie doch einfach neues Geld drucken, um die selbst verschuldete Misere "abzuwickeln".


    Fazit:
    In diesem Tollhaus zählt faktisch, d.h. wenns wirklich noch schlimmer kommt als es bereits ist (und das wird es wohl), nur das, was man besitzt und ggf. auch verbergen und/oder im Bedarfsfall mit Gewalt verteidigen kann.


    Papier ist geduldig. Für gewisse Verrichtungen benutze ich Toilettenpapier, Alte Zeitungen benutze ich, um bei Malerarbeiten den Bodenbelag abzudecken, Zum Verpacken gibt es Packpapier und Karton und zum Auspolstern von Sendungen Lufttaschen. Andere nehmen papier und drucken Währungs- und Wertbezeichnungen darauf. Für alles dies aber benötige ich kein so kunstvoll bedrucktes Papier, aufdem der Schriftzug "Euro" und eine Wertangabe aufgedruckt ist. Dieses Papier tausche ich am Bankschalter gegen richtiges Geld, sofern ich es nicht zum Leben oder für andere, dingleiche Investitionen benötige


    Die Bank, die meine Papierfetzen annimmt, die wird es schon irgendwie zurück zu denen bringen, die deren Druck veranlassten und es - über welche Umwege auch immer - gegen Zentralbankgold eintauschen. Oder auch nicht. Ist mir eh egal, weil dann nicht mehr mein Problem :)

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    Original von Panamaxel
    ...... Ich habe den Call-OS ABN099 auf Silber, Laufzeit bis Juni 2009, Basispreis 20 USD, gewaehlt,


    Mein erster Kauf von 50.000 Stuecken erfolgte zu 0,24 Euro/Schein bei einem Silberpreis von ca. 7,50 USD/Unze.


    Theoretisch hätte ein Käufer von US-Staatsanleihen sein Hyperinflationsrisiko wie folgt eingrenzen können:


    Er zahlt je 20 Dollar seines Bondsvermögens 24 Cent und sichert bei einem Kurs von 7,50 Dollar die Unze so 1/3 seines Vermögens ab, wobei er es zum Erwerbszeitpunkt in Kauf nimnmt, 2/3 der in Silber gemessenen Kaufkraft seines Vermögens im Fall der Hyperinflation einzubüßen.


    Das ganze läuft über etwas mehr als drei Jahre.


    Der Preis dieser Teilabsicherung betragt etwa 0,4 Prozent per Anno.



    Das nenne ich ein sehr günstige Versicherung. Angenommen, das Silber steigt wirklich über 20 $ und es kommt nicht zur Hyperinflation, dann kann so ein Schein sogar die Gesamtrendite des Vermögens positiv beeinflussen.


    Die Annahme dabei ist, daß der Emittent im "Versicherungsfall" solvent bleibt.


    Sinnvoll eingesetzt kann Papiersilber Risiken teilweise und bis zu einem gewissen Punkt eingrenzen.

    Eine Alternative zum Hauskauf ist eine Eigentumswohnung.


    Die Betriebs- und Unterhaltungskosten sind dort oftmals niedriger, als beim Haus. Das kann im Hinblick auf ein niedriges Alterseinkommen von Vorteil sein (ich weis, es klingt spießig...)


    Die Anschaffungskosten ebenfalls.


    Meine Frau und ich haben kürzlich bereits Wohnung Nr. 3 erworben. Nr. 3 war die erste, für die wir keinen Bankkredit brauchten. Es kommt also langsam..... ...der Zinseszinseffekt, wenn auch im sehr bescheidenen Umfang selbst nutzbar gemacht ist vielleicht nicht das schlechteste Instrument.


    Zum Zeitpunkt des Kaufs von Wohnung Nr. 1hatten wir beide gerademal ca. 80.000 DM Geldvermögen. Nun, 14 Jahre später besitzen wir schon 3 Wohnungen, insgesamt 210 qm in mittlerer Wohnqualität (keine Mängel, aber auch keine Luxus-Ausstattung) und ein paar Atömchen. Hätten wir damals ein Haus für 400.000 DM erworben (bei 9 bis 11 Prozent Zinsen hätten wir zwar keinen Kredit bekommen, aber egal, angenommen wir hätten den bekommen, dann würden wir noch heute an den Schulden abtragen.


    Angenommen wir hätten Mitte Mai alles (incl. des atomaren Schrottes) verscherbelt, dann hätten wir uns jetzt schon ein deutlichbesseres Haus im Wert von ungefähr 750.000 DM, ca. 380.000 EUR leisten können. Aber warum seine ganze wirtschaftliche Existenz an einen Betonklotz hängen?. Für wen?. Die Kids sind schon 9 und 11 Jahre und sowieso meist draußen am speilen. Und ich habe keine Lust mich zum Sklaven von Betonklotz und eingner Scholle zu machen. Meine Frau verspührt diesen Drang noch viel weniger.

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Eine Mietwohnung kann man relativ schnell wechseln und damit verbilligen. Eigentum nicht.


    Volle Zustimmung, was den Zeitraum der Darlehnsrückzahlung angeht. Hinzu kommt: etwas Geld muss für Instandhaltung und Reparaturen verfügbar sein.


    Ist der Kredit getilgt, so ist man grundsätzlich flexibler, als jeder Mieter das sein kann. Man kann zur Miete umziehen und das Eigentum vermieten oder verkaufen und sich anderswo was neues zulegen.

    Zitat

    Original von silverchiller
    Auch ich stehe prtaktisch kurz vor dem Hauskauf. Als ich den Artikel gelesen hatte war ich erstmal total unsicher, ob ich nicht doch lieber weiter der brave Mieter bleibe. Da ich aber keine Lust habe ein Leben lang anderen ihre Immobilien zu finanzieren, werde ich den Schritt doch wagen. Voraussetzung ist allerdings ein Kredit mit fixem Zins über die gesammte Laufzeit. Sowas gibt es zb bei der Debeka.


    Was meint ihr, festverzinst kann ich doch fast froh sein über bischen Inflation ?


    ganz kurz:


    ist das Eigenkapital so hoch, daß die monatlichen Raten geringer als die derzeit gezahlte Miete ist, kann man den Schritt wagen.


    Damit es sich lohnt, sollte das Objekt bei der vorgenannten Rate innerhalb von 15 bis 21 Jahren abbezahlt sein. Der Zins sollte dabei über die gesamte Laufzeit fest sein, um keine völlig unkalkulierbaren Risiken einzugehen.


    Ich habe meine Wohnung innerhalb von 6 Jahren abbezahlt und hatte etwa 50 % Eigenkapital. Meine Frau brauchte bei ihrer weniger als halb so teuren Wohnung bei etwa 60 % Eigenkapital nur etwa 4 Jahre.

    Zitat

    Original von silverchiller
    Auch ich stehe prtaktisch kurz vor dem Hauskauf. Als ich den Artikel gelesen hatte war ich erstmal total unsicher, ob ich nicht doch lieber weiter der brave Mieter bleibe. Da ich aber keine Lust habe ein Leben lang anderen ihre Immobilien zu finanzieren, werde ich den Schritt doch wagen. Voraussetzung ist allerdings ein Kredit mit fixem Zins über die gesammte Laufzeit. Sowas gibt es zb bei der Debeka.


    Was meint ihr, festverzinst kann ich doch fast froh sein über bischen Inflation ?


    ganz kurz:


    ist das Eigenkapital so hoch, daß die monatlichen Raten geringer als die derzeit gezahlte Miete ist, kann man den Schritt wagen.


    Damit es sich lohnt, sollte das Objekt bei der vorgenannten Rate innerhalb von 15 bis 21 Jahren abbezahlt sein.


    Ich habe meine Wohnung innerhalb von 6 Jahren abbezahlt und hatte etwa 50 % Eigenkapital. Meine Frau brauchte bei ihrer weniger als halb so teuren Wohnung bei etwa 60 % Eigenkapital nur etwa 4 Jahre.

    Zitat

    Original von nodollar
    schaut mal was die "Götter" so treiben:
    ......Soros wurde für schuldig befunden, 1988 illegal Anteile an der Großbank Societe General erworben zu haben, nachdem er von den Übernahmeplänen eines französischen Investors erfahren hatte.......


    Frei nach Beckenbauer:

    so läufts business


    Fast überall dort, wo so richtig Kohle abgegriffen wird, wird permanent, fortgesetzt und vorsätzlich gegen Recht und Gesetz verstoßen. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben.


    Dort, wo alle dieselben Informationen und Möglichkeiten haben, ist auf lange Sicht kein Extra-Cent zu gewinnen. Die Marktmechansimen lassen dies nicht zu.

    Zitat

    Original von Quentchen


    Apropos Hedgefonds: Die bringen sich mit ihrem "Marktverhalten" gegenseitig "um Kopf und Kragen"........


    Nein, das tun sie nicht. Was sie machen, das ist folgendes:
    Sie verspielen auf kurz oder lang das Geld ihrer Anteilsscheinhalter.


    Der einzige der gewinnt das ist der Hedgefondsmanager und sein Tross. Die kassieren allesamt Traumgagen für riskantes Stückwerk.

    [quote]Original von HIghtekki
    sollte sich das papiergeldmengenwachstum drastisch ausweiten dann würde natürlich auch der 'theoretische' preis schneller steigen d.h. eine bewegung der realen preise um eine bestimmte strecke richtung obere begrenzung würde einer höheren nominellen aufwertung entsprechen.
    ......quote]


    ist es nicht bereits stark genug gestiegen?.


    Da hat sich doch soviel aufgestaut, daß Preise so oder so irgendwann ähnlich deutlich steigen wie die Geldmengen. Spätestens in der Entnahmephase überalterter Völker wird Fiat-Money zusammenbrechen.


    Der sich in den letzten 4 wochen abzeichnende Goldpreiscrash war meiner Ansicht nach zu deutlich, als daß er auf diesem Niveau mit Marktreaktionen erklärbar wäre.

    ich gehe mal von letzterem aus.


    Es ist wohl eines der letzten Male, daß sich FIAT aufbäumt.


    Sollen sie shorten und die Geldmenge verknappen, was das Zeug hält.


    Irgendwann steigen die Zinsen und dann müssen - ob man das will oder nicht, das ist dann nebensächlich -


    - entweder Staaten den Staatsbankrott erklären


    oder


    - Zentralbanken beginnen massiv Staatsanleihen zu monetarisieren.


    In ersten Fall wären Staaten faktisch handlungsunfähig. Keiner würde denen mehr trauen. Jeder würde sein Geld abheben. Die Wirtschaft würde binnen Tagen zusammenbrechen.


    Im zweiten Fall kann es sein, daß die Preise noch mehr steigen und noch schneller. Ganz besonders die Preise für Gol dund Silber.


    Zwischen beiden Extrtemen besteht ein Bereich, auf den die neuen Fiat-Bosse hoffen: daß, wie auch immer eine Beruhigung eintritt und unauffällig neues Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt werden kann, ohne daß die Rohstoffpreise und ganz besonders der Goldpreis erneut so stark ansteigen werden.


    Diesen Hoffnungen tendenziell entgegen stehen die hohen Handelsungleichgewichte sowie der Zinseszinseffekt, der stark verschuldete Nationen zu einer exzessiven Inflationierung geradezu zwingt.

    Japan. Nach über 35 Jahren der Demonetarisierung und Verbrämung als "barbarisches Relikt" hat sich Gold auf grausame Art und Weise zurückgemeldet. Erstes Opfer ist Japans mächtige und stolze Zentralbank:


    Aufgrund der Goldpreisexplosion der letzten Monate sah sich diese nun veranlasst, dem Markt massiv Überliquidität, Gelder im Wert von 200 Milliarden Dollar zu entziehen. Diese weltweit vagabundierenden Gelder waren mit verantwortlich für den übermäßigen und für die Geldwertstabilität höchst ungesunden Anstieg der Rohstoff- Immobilienpreise weltweit.


    Die Folgen dieser Notbremsung zur Rettung der nicht goldgedeckten Weltleitwährungen Dollar, Yen, Euro und Yuan lassen sich weltweit anhand der Aktienindices ablesen, nachdem Renten bereits seit Monaten leicht rückläufig waren.


    Der Versuch der Federal Reserv Bank, das Handelsbilanzdefizit der USA und die damit einhergehende Asset-Price-Inflation durch langsame Zinserhöhungen einzudämmen, brachte nach nun fast 18 Monaten immer noch kein Erfolg.


    Insbesonders konnten dadurch nicht die ausufernden Rohstoffpreise eingedämmt werden, was zuletzt einen massiven Vertrauensverlust in den US-Dollar auslöste.


    Weitere Zinssteigerungen in den USA würden zudem über einen Einbruch des Immobilienmarktes die Binnenkonjunktur dort abwürgen-


    Daher konnte die sich aus den Rohstoffpreissteigerungen ergebende Gefahr für die Geldwertstabilität in der Form spürbar steigender Inflationsraten durch die Zinserhöhungen alleine nicht wirksam eingedämmt werden.


    Nachdem diese bittere Wahrheit offenkundig wurde, sah sich nun Japans Notenbank gezwungen, diesen Symtomen mit der Brechstange zu Leibe zu rücken und über eine schlagartige Reduzierung der Liquidität deren Ursache zu begrenzen.


    Und genau dies ist eine völlig neue Dimension der Währungsverteidigung und in den letzten 35 Jahren ohne Beispiel.



    Gold ist erwacht und hat zu alter Stärke zurückgefunden.


    Der Goldpreiseinbruch von mehr als 50 Dollar die Unze, der in den letzten 24 Stunden stattfand tut dem keinen Abbruch. Die Gründe für diesen Preisrückgang werden noch genauer zu untersuchen sein.


    Die Folgen dieser Geldmengenreduzierung werden sehr bald für jeden offensichtlich werden: Nachdem die Zinsen in den sog. "Emerging Markets" spürbar steigen und die Aktiennotierungen dort weiter auf Talfahrt gehen werden, beginnen dann auch die Zinsen in den Industrienationen weiter anzuziehen. Aufgrund der geringeren Liquidität dürften zudem die Anforderungen an die Bonität privater Schuldner deutlich zunehmen. Auch an Staatsanleihen dürfte der Zinsanstieg nicht spurlos vorüber gehen, was wohl durch die betroffenen Staaten mit zwei Maßnahmen begegnet werden dürfte: Eine noch kürzere Laufzeit der umgeschuldeten Mittel und damit eine Erhöhung der Duration an den Anleihemärkten und Leistungs- und Ausgabenkürzungen ggf. in Kombination mit Steuer- und Abgabenerhöhungen.

    Als fatal dürfte es sich erweisen, wenn es zur Deflation oder zur Monetarisierung der Staatsanleihen durch die Notenbanken kommen würde und zur Vermeidung einer Implosion der Finanzmärkte (Deflationärer Crash) dann die Geldschleusen erneut weit geöffnet werden würden. Zudem die Möglichkeit der Zentralbanken Gelder wirksam zurückziehen zu können auch nur in dem Umfang gewährleistet ist, in dem es nicht zu Pleiten / Zusammenbrüchen der Primärschuldner (Geschäftsbanken) kommt. Diese aber können bei einer Kombination von Forderungsausfällen und Liquiditätsentzug durch die Zentralbanken sehr schnell in Schieflage geraten.

    Was momentan -ganz besonder sfür den Goldanleger - vordergründig zählt, das sind drei Dinge: Liquidität, Liquidität und nochmals Liquidität. Die höchste und unabhängigste Form der Liquidität ist und bleibt Bargeld (z.B. solches im Save einer Bank, zudem nur man selber den Schlüssel besitzt). Dieses Bargeld ist dann nicht der Bank, sondern einem persönlich zugewiesen. Da klebt dann kein Bankenschuldner daran. Nur mit ausreichenden Bargeldbeständen ist man wirklich vor wirtschaftlichen Unbilden in Form von Forderungsausfällen gegenüber Banken in einer deflationären Phase sicher.


    Die Trumpfkarten Gold, Silber, Platin und Palladium, die vier Asse im Ärmel jedes Edelmetallinvestors, die können erst später, in einer sich daran eventuell anschließenden Phase der Monetarisierung von Sach- und Finanzwerten und der sich dadurch ergebenden Hyperinflation ausgespielt werden. Diese gilt es durch Barreserven vor der Deflation zu schützen und für spätere Gelegenheiten zu bewahren.

    "Die japanische Notenbank hat 200.000.000.000 USD aus den emerging märkten und Rohstoffmärkten abgezogen"


    was kann das ganz konkret bedeuten?.


    Vielleicht ist es so, daß die japanische Bank ganz einfach weniger Geld verleiht bzw. gewisse Wertpapiere nicht mehr oder nur noch zu einem geringeren Prozentsatz beleiht?


    Daß eine Notenbank in ausländische Aktienmärkte derart massiv investiert sein soll, das glaube ich weniger.


    Klar, daß durch eine restriktivere Geldpolitik weniger Geld für jeden möglichen und unmöglichen Unfug da ist.


    Gut an der Sache ist für die, die ihr Geld erarbeitet ider "verdient" haben nun, daß Geld das nicht erarbeitet wurde, sondern aus dem Nichts geschaffen war nun wieder genau dorthin zurückkehrt.


    Ich meine daß noch viel mehr Überschussliquidität (künstliches Geld) zurückgezogen werden sollte. Projekte, Fiannzierungen usw. die auf unrealistischen Annahmen und Erwartungen aufgebaut waren müssen so oder so durch Insolvenzen abgewickelt werden. Und je schneller die die Märkte und Preise verzerrenden, künstlich erzeugten Angebote und per Kredit generierte Marktteilnehmer "verschwinden", desto besser ist das für alle, die mit ungeliehenem Geld wirtschaften.


    ich sage euch, wie die Überschrift tatsächlich hätte heißen müssen:




    Der Triumph des GOLDES


    Japan, Mite Juni 2006. GOLD hat sich nun endgültig zurückgemeldet. Nach über 35 Jahren Demonetarisierung und Verbrämung des einst als Währungsträger geltenden Edelmetalles als "babarisches Relikt" musste Nippons mächtige Notenbank dieser Tatsache nun kleinlaut Rechnung tragen und die Geldmenge erstmals seit über 20 Jahren drastisch zurückzufahren.


    Diese Maßnahme wurde als erforderlich angesehen, um den Yen und andere ungedeckte Welt-Leitwährungen gegenüber dem Gold zu stützen. Bedingt durch den explosionsartigen Goldpreisanstieg und den diesem Preisanstieg zugrundeliegenden Befürchtungen um die Stabilität des auf Dolar, Euro, Yen und Yuan basierenden Weltwirtschaftssystems sah sich Japans mächtige Notenbank gezwungen, durch drastische Reduzierung der Geldmenge (Kreditvergaben) dieser gegen die Weltleitwährungen gerichteten internationalen Spekulation die Grundlage zu entziehen.


    Die Spuren dieser Notbremsung kann man an allen Aktien- und Rohstoffindices dieser Welt ablesen. Eine leichte Abkühlung der Weltkonjunktur dürfte wohl die geringste der durch die Notenbank in Kauf genommene Folge dieser Maßnahme sein - stand doch bis Mitte Mai 2006 die gesamte Weltwirtschaftsordnung auf dem Spiel.


    Mittelfristig ist nun ein rascher Abbau der Überbewertung von Immobilien und in deren Folge Wertberichtigungen vieler Hypothekarkredite weltweit zu erwarten. Dies wird dann aus Jahressicht auch spürbare Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum haben.


    Insbesonders ist dann mit weiter rückläufigen Rohstoff- und Energiepreisen bei steigenden Zinsen zu rechnen. Und mit steigenden Zinsen und einer gesamtwirtschaftlichen Abkühlung bekommen dann auch viele Staaten mit hoher Verschuldung Probleme damit, die Zinsen ihrer Kredite zu bezahlen und alte Kredite über die Ausgabe neuer Anleihen umzuschulden.

    Zitat

    Original von ertz78
    m.E. sind das nun Kaufkurse, die leute die dem preis hinterhergelaufen sind machen sich zwar nun ins hemd, aber bei 450 EUR muss man zugreifen und was einsammeln.


    zwar nicht überstürzt, denn sicher dauerts nun ein paar wochen bis sich manche vom schock erholt haben, aber nach der "sommerpause" geht die party wieder richtig los.


    ertz78


    ich weis nicht, ob wir die 450 sehen. Zwischen 535 und 550 sehe ich starke Widerstände.


    Kaufen würde ich erst dann, wenn sich die Tagesvolatilität an mehreren tagen hintereinander dem Wert von einem Prozent nähert.


    Weitere, vorsichtige Zuläufe kann man bei Kursen um die 560 sicherlich machen. Vorausgesetzt man hat einen langen finanziellen Atem.


    Den Großteil der Liquidität noch weiterhin zu halten ist - meiner Meinung zufolge - derzeit gewiss kein Kardinalfehler.


    Long gehen, d.h. calls kaufen, das ist erst angesagt, wenn die Volatilitäten deutlich gesunken sind und OS demzufolge mit geringeren Aufgeldern gehandelt oder besser formuliert: angeboten werden.


    Momentan bereits long zu gehen, das kommt - meiner Ansicht nach - Geldverbrennen gleich.

    Zitat

    Original von El Chalten


    Aber in einem Thread für Papiersilber wäre es sinnvoll etwas zum Thema zu lesen und um Mechanismen und Gefahren zu verstehen. In einem Weinforum zum Thema Bordeaux 82 finde ich auch nicht ständig etwas über Leberzirrhose gepostet.


    Vorausgesetzt, daß von 72 Falschen Bordeaux 82, über die ein Winzer Lieferscheine ausgestellt hat lediglich eine einzige Flasche kommt, die zudem noch in den Kellern anderer liegt........
    .......dann wäre Leberzirrhose auch kein Thema in Bezug auf diesen Wein.


    Aber ich stelle mir alle die Weinfreunde vor, die irgendwann erführen, daß der versprochene Wein nicht mehr lieferbar ist, weil alle verfügbaren Flachen bereits geordert und geköpft worden wären.


    Bei Gold oder Silber ist das anscheinend egal?.


    Ich meine, daß diese Problematik mit dazu gehört.

    Zitat

    Original von Saccard
    Wenn alle Leute die Inflation erwarten ist sie längst passiert, weil dann jeder schon gekauft hat.......S.


    (1) (Fast) Alle erwarten Inflation. Deswegen sparen ja auch noch (fast) alle wie bekloppt die Wirtschaft kaputt. Und der Staat muss sich Geld leihen um "Sozialstaat" spielen zu können. Ach wie schön es doch ist, als Sparer sehenden Auges in ein offenes Messer zu laufen.....



    (2) wenn alle Inflation erwarten, warum werden dann Pensionsgelder überwiegend in Aktien und Anleihen angelegt?. Warum machen Menschen dann noch AS-Verträge?. Weil sie mit Gewalt arm werden wollen?


    (3) Alle erwarten Inflation und einen Währungscrash. Daher kaufen 71 von 72 Goldkäufern Goldzertifiklate, Goldfutures und Goldderivate. Weil ja bekanntlich Emittenten immer solvent sind.


    Ok, das ist verständlich genug.

    Zitat

    Original von El Chalten
    Damit es hier keine Missverständnisse gibt: Ich habe selber physische Bestände, aber wie heißt es schön: Leg´ nicht alle Eier in einen Korb!


    Logisch. Aber klar doch, dasmacht Sinn!..... sagte der Enron-Investor, der soeben seine Enron-Aktien in Enron-Bonds diversifiziert hatte. Sollten Aktien im Kurs fallen, dann bleiben ja die Bonds, die in ein paar Jahren zu 100 Prozent (der Nennwertes) rückgezahlt werden (sollten :D:D:D).


    Aber selbstverständlich kann ich auch Silber in physischem Silber, Silberbarren (verschiedener Stückelung, versteht sich), Silbermünzen, Silberbesteck, Silberkunst und Papiersilber in Optionsscheine, Diskont-Zertifikate, Turbo-OS, OS auf Silberaktien und sogar noch in Aktien verschiedener Silberminen diversifizieren.


    Und selbstverständlich baue ich mir da garkein Klumpenrisiko auf. Nein, dem ist nicht so. Auf keinen Fall.


    Auch der Hedgefonds, der Puts auf GM-Anleihen verkaufte und dieses Risiko hedgte, indem er viel billigere Puts auf GM-Aktien erwarb, der glaubte, kaum was zu riskieren.


    Das aber war ziemlich risikoblind :D:D:D


    Egal. Hauptsache diversifiziert. Wenn möglich bis zur Unübersichtlichkiet.

    Zitat

    Original von nodollar


    8o


    nodollar: egal, vorausgesetzt er hat 10 prozent des Vermögens in physischem Gold und keine Schulden, kann er jede "Torheit" begehen :D:D:D


    Jedoch mit den 90 Prozent könnte er sinnvolleres tun, beispielsweise die mit einer knackigen Latina die ihren Job versteht (bzw. zwischen deren süßen Schenkeln) "verjubeln". Und: da hätte er ganz sicher auch noch mächtig Spass dabei gehabt.....


    MIt Dollarbonds wird er ebenfalls "Erfahrungen" machen, wenn auch andere. Nur: Spass wird er dabei sehr wahrscheinlich nicht haben. Es sei denn, daß er auf "Bestrafungen" und son Zeugs steht. Aber auch da gibt es "Dienstleisterinnen", bei denen er zudem noch viel billiger wegkommen würde als bei den Dollarbonds :)


    Egal. Jedem das seine.

    Zitat

    Original von Cra$h


    Ich denke hier muß man auch Realist genug sein und sagen: 50 Euro im Monat gehören auf ein Sparbuch - als Rücklage für Eventualitäten.
    Der niedrige Zins tut dann auch nicht weh - schließlich kann man sich dafür auch die eine oder andere Inanspruchnahme eines Dispos ersparen.
    Wenn man vielleicht mit dem Ersparten in die eigene Person (_interessante_ Reisen; Bildung; Kultur) oder Sparpotenziale im eigenen Haushalt "investiert" bringt dies vielleicht sogar eine bessere "Rendite" durch ein höheres Einkommen oder zusätzliche Einsparungen als man seine paar Kröten zum arbeiten Anderen gibt.


    Nachdem eine Rücklage gebildet wurde, kann und sollte es losgehen mit der Anlage.


    Das einzig plausieble Argument, das dem entgegensteht, das sind sinnvollere Investitionen in den Erfahrungs- und Bildungshorizont der eigenen Person oder Investitionen in den eigenen Haushalt. Die Rendite beispielsweise einer Aufschnittmaschine oder eines eigenen Herdes oder die mittels hochwertigem Kochgeschirr erziehlbaren Energieeinsparungen können eben durch KEINE konventionelle Geldanlage getoppt werden. Auch der eigene PC und das darauf ggf. angelegte elektronische Haushaltsbuch sind bereits mittelfristig, d.h,. auf drei-Monats-Sicht ein Geldbringer. Und genau so wird durch nachhaltige Optimierung der eigenen Situation die Grundlage für wenn auch erst mal bescheidenen Wohlstand gelegt.

    Zitat

    Original von geheimwilli
    Und was werden die Chinesen dann wohl wollen !
    ......geheimwilli


    Die wollen ihr Land von Kapitalisten aufbauen und modernisieren lassen, nachdem die kommunistischen Experimente wohl allesamt gescheitert sind. Klappt bislang super.


    Solange in China mehr von Ausländern investiert wird, als daß Mittel und Waren abfließen, solange läuft der Hase, ohne Hacken zu schlagen :)


    Wenn mehr und mehr Investoren Kohle sehen wollen, dann wird zuerst der Dollar in Rohstoffe, Gold und Fremdwährungen "diversifiziert" und ausbeuterischer, kapitalistischer Besitz entweder direkt oder über Steuern und Abgaben konfisziert. Der "Umweltschutz" wäre dazu ein idealer Vorwand. Ihr werdet es noch alle sehen :)


    Leute, die regierende Partei Chinas ist eine kommunistische. Was wohl sonst haben die vor!?



    Oder hat jemand eine bessere Idee?.


    Ich weis, daß ich in China ganz bestimmt NICHTS wissentlich investieren werde.


    Wer wohl momentan Gold kauft?.


    Zurück zu den Leihraten und dem Goldkursverfall: der hat sich heute im Vergleich zu gestern wieder beschleunigt. Also: nach wie vor kein Boden. Bei etwa 620 habe ich geraten das Pulver noch trocken zu halten und bestenfalls sehr vorsichtig mit Goldkäufen zu beginnen. Ich lege nun noch etwas nach und rate - ganz im Gegensatz zu einem artikelschreibenden (wohl voll ode rmindestens zu 85 Prozent investierten) "Goldguru" mit substanziellen Kaufentscheidugen erst mal solange abzuwarten, bis die Tagesvolatilität für mehrere aufeinanderfolgende Tage auf Größenordnungen von etwa 1 v.H. zurückgeführt wird bzw. sich über mindestens 14 Tage sowas wie ein Boden gebildet hat.


    Der Sommer und die Ferienzeit ist - historisch gesehen - für ehr geringe Kursausschläge beim Gold bekannt. Und bis in eine Region von 560 bis 570 Dollar die Feinunze kann ich keine Charttechnischen Widerstände erlennen. Bis dahin kann es so, wie ein Messer durch Butter geht, runtergehen. Bei 535 bis 550 Dollar sieht das - meiner Meinung nach - schon wieder etwas anders aus.