Beiträge von mesodor39

    das wäre der allerschlimmste Fehler.


    Mein Rat: Strategisch denken und nicht auf Kurse schielen.


    Ich habe eine oder mehrere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft, die ich mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten gewichte und ich positioniere mich entsprechend.


    Und egal was der Kurs macht: strategische INVESTITIONEN SIND SOLANGE TABU; BIS NICHT DAS EINGETRETEN IST, WAS ERWARTET WURDE.


    Alles andere ist Herumgeeier und führt geradezu in Richtung Armut und Vermögensverlust.


    Im Übrigen ändert man seine Strategie nicht alle Monate oder Jahre. Vielmehr muss man lernen, in Zeiträumen von 5, 10, 15 und 20 Jahren zu denken. Im Extremfall entwickelt man als grobes Gerüst für eine das gesamte Leben umfassende Gesamtplanung.

    Und wenn man merkt, daß man völlig falsch lag, so muss man dies innerhalb von drei bis fünf Jahren korrigieren.


    So habe ich das zumindest gemacht. Noch 2001/2002 war ich zu 70 Prozent in Aktien investiert. Nun sind es vielleicht noch 5 Prozent. Das was ich verkauft und in EDELMETALL umgeschichtet habe ist momentan bereits auf dem Wege zur Hölle. Bei den Restposten sieht das nicht besser aus.


    Nur gut, daß ich die in den 90ern erworbenen Edelmetalle nie verkauft und in Aktien umgeschichtet habe. Dieser Altbestand war für mich die Ausgangsbasis dafür, neue Gelder in Aktien zu investieren. Wäre ich nur beim Edelmetall geblieben. Da weis man was man hat. Egal, wo der Kurs gerade steht.


    Wie bereits angeführt, ist nun ein Kursniveau für erste, mutige, taktische Zukäufe da. Jedoch: nicht das gesamte Pulver auf einmal verschiessen.
    Strategische Käufe bedürfen keiner Kursbeobachtung. Wer sich vorgenommen hat, eine Menge X als Notgroschen zu erwerben und liegenzulassen, für den spielt der Kurs eine ehr untergeordnete Rolle.


    Als Taktiker lieber in einen steigenden, als in einem fallenden Markt hineinkaufen.


    Ich bin immer noch voll investiert bis überinvestiert, kaufe und verkaufe als ehr strategischer Investor daher auch nichts.


    Wobei ich momentan bin, das ist der Aufbau einer Barreserve aus silbernen 10-EUR-Gedenkmünzen. Demnächst und parallel dazu wird die Speise- und Vorratslkammer erweitert.


    Auch eine Art der "Diversifikation"


    El Chalten: ich weis nicht, ob sich die Berwertungsverhältnisse von 1923 irgendwann mal wiederholen werden, was Immobilien angeht.
    Ich rate jedem, 5 bis 15 Prozent seines gesamten Vermögens in physischem Edelmetall anzulegen und Zertifikate zu meiden. 15 Prozent sind genug, um eine Situation abzudecken, die vielleicht 1 x in 100 Jahren kommt. 5 Prozent sollten es als eiserne Reserve mindestens sein. Ein Mieter mit ehr kleinem Vermögen sollte ehr auf 15 Prozent als auf 5 Prozent gehen, wohingegen jemand, der bezahlten Immobilienbesitz hat auch mit 10 oder 5 Prozent gut versorgt sein kann.
    Wobei wir beim Thema Diversifikation wären.


    Die Barreserve für Notfälle, drei bis fünf Netto-Monatsgehälter kann in silbernen 10-EUR-Gedenkmünzen gehalten werden. Da hat man dann steuerfrei Silber ohne das Risiko von Kursverlusten.


    Sie schreiben:
    Ich kann mich z.B. bei Aktien auch nur auf Fremdtestate verlassen.


    Frage Nr. 1: welcher Wirtschaftsprüfe rist unabhängig und schielt nicht auf Folge- und Berateraufträge?


    Frage Nr. 2: Welcher Analyst ist unabhängig und versteht sein Handwerk?.


    Muss ich mich auf Fremdmeinungen verlassen, so ist das oftmals der Anfang vom Ende. Das habe ich einmal erlebt und mitgemacht. Nie wieder!. Wer sich so richtig veräppeln und abzocken lassen will, der kann anderen ungeprüft trauen. Ich würde das nicht tun. Wenn Aktien, dann nur breit aufgestellte Fonds, die lange am Markt sind.


    Ich bleibe bei Edelmetall, Immobilien und (als Hobby) Sammlermünzen. Da weis ich was ich habe. Ich habe kein Insolvenzproblem, höchstens Mieterprobleme. Und die sind - trifft man geeignete Vorkehrungen - beherrschbar. Einzelaktienpositionen würde ich erst dann wieder aufbauen, wenn der DAX sehr stark gefallen ist, oder es Dax oder Dow für größenordnungsmäßig zwei bis drei Unzen GOLD gibt. Fondsanteile würd eich frühestens kaufen, wenn sich die Indices nominal halbieren/dritteln. DAX ca. 3.000 DOW ca. 4.000


    Blos keine auf Geld lautenden Forderungen eingehen. Da zahlt man die nächsten Jahre mächtig drauf!.


    Die Zinsen werden steigen und die Unternehmenserträge zurückgehen. Mal schaun, ob China dann weiter mit ca. 10 Prozent per Anno wächst.


    Wie bitte soll man heute noch klassisch diversifizieren?.


    Aktien sind viel zu teuer. Der Gewinnzycklus hat seinen Zenit erreicht. Bonds von Staaten mit AAA-Rating kaufen, die faktisch schon längst bankrott sind. Ist das vernünftig?. Da laufe ich doch sehenden Auges in ein stehendes Messer....


    Diese Anlageklassen sind im Kondratieffwinter völlig ungeeignet zum Erhalt von Vermögen und Kapital.


    Ich setze auf Sachwerte, also Edelmetall, Immobilien, Cash in Silbergeld und als Hobby (nicht als Geldanlage) Münzen: Ware gegen Geld. Kein Vertrauen, kein Kredit und kein Betrug!. Und wenn Geld, dann keines auf der Bank, sondern als moderne "Silbertaler". Nur gut, daß 30 davon etwas mehr als ein Pfund fein sind :)


    Egal, ob die Krise morgen, in einem Monat, einem Jahr oder erst nach einder Dekade oder einer noch längeren Zeitspanne kommt. Sie wird kommen. Und nahezu alle Geldanlagen vernichten oder großteils entwerten. Fiktionen, Hoffnungen, Erwartungen usw. zählen danach nicht mehr. Allein Fakten und das was gerade ist.

    Silber ohne Mehrwertsteuer - logisch. "Papiersilber halt".


    Silber physisch und mit nomineller Fiat-Wertgarantie des Kaufpreises und das alles ohne Steuern....


    das gibts nur bei den Silber-Gedenk-Zehnern.


    Silber + Barreserve in einem. Mit einer zwar zinslosen Investition gleich zwei Szenarien risikolos abdecken. Das nenne ich Wirtschaftlichkeit.

    Zitat

    Original von Cra$h


    Wobei sich hier die Frage stellt ob ein Produzent verderblicher Güter nicht sogar mit dem Problem konfrontiert ist "gegen Jedes Geld" verkaufen zu müssen - zumindest so lange Kompostieren nicht die wirtschaftlichere Alternative ist.


    crash: Qualität hat immer ihren Preis. Gute Nahrungsmittel, deren Qualität bekannt ist, braucht man nicht wegzuwerfen. Sowas findet noch nicht einmal den Weg zur Versteigerung, sondern wird direkt vom Erzeuger erworben. Von Verbrauchern und erzeugern, die qualitätsbewusst kaufen. Das Problem der Kompostierung ergibt sich für Nahrungsmittel minderwertiger Qualität und in tragischen Einzelfällen vielleicht auch für gute Nahrungsmittel, deren Erzeuger noch nicht für 1a Qualität bekannt ist. Aber das regelt der Markt sehr schnell.


    Im Krisenfall ist es doch zuerst die kapitalintensive und schuldengetriebene Produktion, die kolabiert. Eine extensivere, aber mehr auf Qualität ausgerichtete Produktion wird auch noch produzieren, wenn es kein Geld mehr zum ausleihen gibt und Supermärkte schon zugemacht haben oder "ausgeräumt" wurden.


    Ich gehe davon aus, daß unter solchen Bedingungen zwar Angebot da ist, jedoch eine das Angebot deutlich übersteigende Nachfrage. Und da kann nur bestehen, wer mit etwas zahlt, das kaum einer sonst zum bezahlen besitzt. So einfach ist das.


    Alles, was etwas ist, das wird auch nachgefragt. Bestes Beispiel, Wohnung Nr. 2 (52 qm, Baujahr 1973, DG-Wohnung + Garage, mittlere Wohnqualität in 6-Parteien-Haus). Annonciert mit 330 EUR kalt + NK. Mehr als 20 Interessenten wollten die Wohnung sehen. Den meisten mussten wir schon absagen, weil wir uns bereits für eine Bewerberin entschieden hatten. Die fünf Bewerber, die die Wohnung besichtigten wollten diese alle unbedingt mieten.


    Und warum?.


    - keine feuchten, schimmeligen Wände
    - Fernwärmeheizung, d.h. man kann heizen, wann man will
    - gepflegtes Wohnhaus
    - Schöne Wohnungstür (Sicherheitstüre), keine Kanickeldrahtverglaste,
    gammelige Holztür der Erstausstattung
    - helle, frisch gestrichene, großteuile geflieste Wohnung mit Einbauküche, keine gammelige Schrottimmobilie.


    Nachfrage ist immer da. Aber wie sieht das mit qualitativ hochwertigem Angebot aus?.


    Es gibt Marktphasen, da ist kaum ein vernünftiges Angebot zu finden.

    Vermietet hab eich dann für 310. Die 330 habe ich nur in die Zeitung gestellt, damit sich eine gewisse "Klientel" erst garnicht meldet.


    und mein Rohertrag vor Abschreibungen, Reparaturen und Verwalterkosten?.


    7,75 Prozent per Anno.


    Ich meine, das kann sich sehen lassen. ZUmal es bei ca. 40.000 EUR anteiligem Grundstückswert kaum was abzuschreiben gibt.

    Zitat

    Original von El Chalten
    @mesedor39


    ..... Hohe Gewinnchancen stehen nun mal hohen Risiken gegenüber.....


    Dies stimmt nicht unbedingt. Es ist nur in vielen Fällen so. Beispielsweise bei Termingeschäften oder Finanzwetten aller Art. Und vor allem dann, wenn man nicht der "Buchmacher" ist, der die Strippen zieht. Dies vorab.


    Derjenige, der beispielsweise 1914 nicht Gold in Papier getauscht hat, sondern für 750 Dollar (ca. 3.000 Goldmark) einen Häuserblock in Berlin oder für 150 Dollar (ca. 600 Goldmark) ein Haus erworben hat, der hat mit Null Risiko ein Bombengeschäft gemacht.


    Was können Terminfuzzies tun?.


    a.) Durchhalten, wenn sie ihre Lieferung zahlen können
    b.) die Brocken hinwerfen, wenn sie merken, es wird zu riskant oder es klappt nicht so, wie erwartet
    c.) Zukünftig die Finger von Termingeschäften ohne feste Kaufabsicht lassen, denn genau das ist die Lehre aus dem, was wir momentan miterleben.


    Nachdem ich am 29 auch noch auf der "Bullenfalle" aufgesessen bin und kurzfrisitg von weiter steigenden Kursen ausging, leuchteten am 31.05 nach Kenntnisnahme des GS-Statements die Alarmglocken bei mir auf. Ein weiterer Kontraindikator war das angeblich riesige offene Interesse in Silber für Juni/Juli 2006. Klar daß dort Aufräumarbeit geleistet werden musste.


    Das was wie nun sehen, das ist nichts anderes, als der praktisch betriebene Abbau von Silber- und Gold-Longpositionen bei den Futures.


    Das was übrig bleibt das wird - selbst steigende Kurse vorausgesetzt - anstandslos beliefert werden können. Soviel ist gewiss.


    Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und zu viele Longpositionen privater Investoren (bei Chinas Notenbank würde das anders ausschauen, die würde durchhalten und den Spotmartk parallel ehr hochprügeln als sich dort geschlagen zu geben) bedeuten nichts anderes als fallende Spotmarktkurse. Wie sonst auch sollten die Lieferanten aus dieser Nummer noch rauskommen. Das allerschönste: fallende Kurse spühlt deren Kriegskasse voll.


    Alles klar?.


    Was können noch nicht voll investierte Gold- und Silberbugs nun tun:


    abwarten oder jetzt beginnen in kleinen Schritten physisch zuzukaufen.....


    Wohlgemerkt: ein verlässlicher Boden ist noch nicht erreicht. Alleine die Größenordnungen der Kursrückgänge lassen vermuten, daß es nicht mehr allzuweit bis zum Boden sein könnte.

    oder sind die Papiersilberbugs damit beschäftigt zuzukaufen, was das Konto hergibt.


    Einige Zertifikate mit KO-Schwelle dürften bereits ausgestoppt worden sein, anderen "Wertpapieren" könnte dieses Schicksal noch bevorstehen, wenn es noch ein wenig weiter runter geht mit dem Silberkurs.


    Egal. Meine Silberbarren aus 1991 mögen definitiv nicht sehr weit gesprungen sein, davon mal abgesehen, daß ich sie zu einem Kurs erworben habe, der nominal niedriger ist, als so mancher Silber-Optionspreis für dieselbe Menge Silber.


    Auch egal: ich hüpfe auch noch im "Silberring", wenn der Silberkurs bis auf 6 Dollar fallen würde. Wenn auch mal für eine Runde rückwärts :D:D:D


    Aber: ich stehe noch dabei, wenn andere schon längst KO gegangen sind.


    Und manchmal ist es ganau das, worauf es ankommt.


    Sollte das geschehen, weswegen ich mein Silber erworben habe, dann dürfte mein an Realwerten gemessener Erlös prozentual höher sein, als alles das, was andere zuvor mit Zertifikaten gewinnen konnten.


    Kommt es besser, dann soll es mir auch recht sein.


    Über die durchschnittlichen Randiten von Zertifikateinvestitionen und darüber, wer damit in der Regel gutes Ged verdient möchte ich mich hier ebenfalls nicht weiter auslassen.

    Solche Geschäfte kann man machen. Wie bei jedem anderen Geschäft muss man dann zu den einmal eingegangenen Bedingungen stehen. Jeder Kaufmann darf zudem nicht verkaufte Ware täglich, ggf. auch mehrfach täglich, im Preis ändern (sofern er sich nicht mit Sonderangeboten festgelegt hat).


    Fiskalisch kann das zu Problemen führen, wenn man gewerblich gegen Gold verkauft. Außerdem muss aufgrund gesetzlicher Bestimmung, zusätzlich ein Preis in EUR angegeben werden.


    Privat ist das anders. Ich kenne, um ein Extrembeispiel anzuführen, einen Kollegen, der möchte seine Münzsammlung (kein Edelmetall) für 82 Krügerränder oder 350 britischen Souvereigns verkaufen. Die Sammlung ist so umfangreich und weil er das Objekt nur als ganzes abgeben möchte, bräuchte ein "normaler" Sammler schon einige Zeit, um das zu zahlen, wobei das Währungsrisiko ins Spiel kommt. Also wird das, kommt es zur Abwicklung, in Gold abgewickelt. D.h.: ein Vertrag wird geschlossen mit einer Entschädigung, falls der nicht zustande kommt und der Käufer hätte dann (z.B. zwei oder drei Jahre) Zeit, das Gold zusammenzukaufen. Die Übergabe erfolgt dann Ware gegen Ware. Egal, wo der Goldpreis steht.


    Sollte der Goldpreis explodieren, dann ist die Entschädigung fällig, die wohl unterhalb der Kosten für eine Kurssicherung nahe dem Goldkurs liegt. Sollte das Gold beschafft werden, dann geht das Geschäft über die Bühne.

    kosmos: nichts, sieht man einmal von einem Narren ab, ist völlig sicher. Daher sollte man auch niemals alles, sondern vielleicht, je nach persönlichen Umständen etwa 5 bis 15 Prozent des Gesamtvermögens in, natürlich physischem, Edelmetall anlegen.


    Niemand weis sicher, ob es eine schlagartige Geldentwertung geben wird oder sich dieser Vorgang - wie bisher - schleichend fortsetzt.


    Zum Gold:


    In der Krise ist Papiergeld oft nichts wert. Dennoch gibt es Menschen, die verderbliche Güter produziert haben und diese gegen etwas wertvolles eintauschen möchten. Da bietet sich doch Gold an. Natürlich kein Gold als Zertifikat, sondern reales, physisches Gold, mit dem man direkt Ware gegen Geld (Gold ist dann wieder einmal GELD) bezahlt. Kredite gibt es in diesen Zeiten KEINE.


    Niemand würde Nahrungsmittel abgeben, wenn er sie selber braucht, um nicht zu verhungern. Weder gegen Gold, noch gegen Schnaps oder gar Zigaretten.


    Gehandelt werden also immer nur Überschüsse.


    erst mal wirkt der ZINS viel subtiler: Kredite werden zurückgeführt, Wertpapiere werden weniger stark beliehen (wegen befürchteter Kursrückgänge). Auch Anleihen werden - solange Zinsen steigen - weniger nachgefragt.


    Und irgendwann dann wird auch von Aktien in Geldeinlagen und Anleihen von zuerst kurzer Laufzeit und dann immer längeren Laufzeiten (je mehr man glaubt, der Zinserhöhungszycklus sei am Ende) umgeschichtet.


    Leute, der ist erst dann vorbei, wenn die Preisanstigge der Verbraucherpreise ihren Zenit überschritten haben. Die Zinsschlacht, die wird an dieser Front geschlagen. Aktien- oder Häuserpreise sind da schnuppe. Allein der Goldpreis ist Frühindikator für steigende VERBRAUCHERPREISE, weswegen daran gedreht wird, um erst möglichst spät bei den Zinsen anfangen zu müssen, was aber Unfug ist, weil die Zinsen dadurch stärker und schneller steigen müssen, als bei zeitlicher Vorziehunf der letztlich unvermeidbaren ZINSERHÖHUNGEN.


    Weswegen gerade in Phasen infltionsbedingt steigender Zinsen am Goldpreis "gedreht" werden dürfte, um Bondsholder bei der Stange zu halten etwa in der Art: seht ihr die Schwankungen beim Gold - das ist doch viel riskanter, als Anleihenschwankungen.....


    Problematisch dürfte zudem werden, daß im Zinserhöhungszycklus langlaufende Anleihen schwerer absetzbar sind, als bei fallenden Zinsen, d.h. der Zeitabstand, bis erneut umgeschuldet werden muss, der wird in solchen Phasen ehr kürzer.

    Zitat

    Original von ertz78


    @mesodor
    die leihrate lässt sich nicht direkt mit anderen zinsinvestments vergleichen, da du ja als verleiher eigentümer von deinem gold bleibst und du es i.d.R. jederzeit zurückverlangen kannst (außer du hast ne besondere feste leihe vereinbart). als kleine entschädigung gibts dann den leihesatz. wäre genauso, wenn du jmd vertrauenswürdigen einen krügerrand verleihst (im rechtl. sinne eher ein darlehen, da du nur gleiche art und güte zurückverlangst und nicht wie bei der leihe genau DIESEN krügerrand). dafür das du vorübergehend nicht vorm einschlafen nochmal das gute stück bewundern kannst, bekommst du ein paar 10cent-stücke aus sog. nordischem gold, die auch schön blinken.
    risiko dennoch (wie bei den banken auch): nicht alle sind wirklich so kreditwürdig wie sie vorgeben zu sein.


    ertz78


    ?????
    Wenn ich als Eigentümer etwas verleihe, das der Leihende oder SCHULDNER verkauft, dann ist der Käufer der neue Eigentümer.


    Das gilt selbst dann, wenn der Leihende garnicht berechtigt war, das Geliehene zu verkaufen, der Käufer dies aber nicht wusste, also in gutem Glauben kaufte.


    D.h.: jeder, der am Bankschalter oder beim Juwellier oder beim Münzenhändler Gold kauft, das irgendjemand mal verliehen hat, ggf. auch verliehen hat mit der Auflage es nicht zu verkaufen, und davon beim Kauf nichts gesagt bekommt, der wird mit Zahlung des Kaufpreises an den Verkäufer Eigentümer der Ware.


    Es mag zwar sein, daß der Verleiher und Alt-Eigentümer des Goldes einen Herausgabe- bzw. Lieferanspruch auf Gold gegen den leihenden hat, nicht aber gegen den, den der Leihende das Gold verkauft hat.


    Wäre dem anders, so könnte sich niemand sicher sein, daß er das, was er redlich und gutgläubig erwarb auch in seinem Eigentum hat.


    Das sehe ich völlig anders. Viele Menschen haben das jahrelang ersparte Geld durch Inflation verloren, was die Kaufkraft ihrer Ersparnisse angeht.


    Am Ende haben die Null Gegenwert für hart erarbeitetes Geld bekommen.


    Ganz so rosig kann man das nicht sehen. Von wegen, Eigentum sei verfassungsrechtlich geschützt.....


    Dennoch gehören Immobilien dazu.


    Ich persönlich finde zwecks Antizipierung eines mittelfristig zu erwartenden Krisenfalls eine 60:20:20-Regelung nicht schlecht:


    60 % Immobilien
    20 % Edelmetalle
    20 % Cash


    Wer verhalten-optimistisch ist, der kann Cash- und Edelmetallanteil auf jeweils 10 Prozent reduzieren, ebenso kann er Immobilien weniger stark gewichten und Aktien und ggf. Bond smit hinzunehmen.



    Und der Pessimist, der hat seine eigene Immobilie (Wohnung oder Haus) zum selber drin wohnen. Incl. gut gefüllter Vorratskammer und ansonsten einen randvollen Öl- oder Dieseltank und Cash und Edelmetall und sonst nichts mehr.


    Und der Fiat-gläubige, offensiv orientierte "Krisengewinnler", der hat Cash bis zum Abwinken und beginnt irgendwann zu shorten, was das Konto hergibt....



    so hat halt jeder seine strategie.


    Das mit dem wertbeständigem Wertaufbewahrungsmittel wage ich sehr zu bezweifeln. In schlechten zeiten wird wenig produziert und es werden auch weniger Industriemetale nachgefragt.


    Im Krisenfall werden ganze Metallager gegen Quittung vom Staat requiriert. Und schon hat man wieder PAPIER.


    Im Krisenfall sind Sachwerte, Nahrungsmittel und Bargeld Trumpf. Und zwar solche, die unbedingt benötigt werden und leicht zu transportieren sind. Für Quittungen und Notgeld gibt es dann nichts wirklich wichtiges.

    Keiner würde für Geld arbeiten, für das er nicht die Waren und Dienstleistungen bekommen kann, die er haben möchte.


    Banknoten können nicht "über Nacht" entwertet werden. Dazu bedarf es - Rechtsstaatlichkeit vorausgesetzt - Fristen.


    Außerdem: wäre es nicht etwas kompliziert, alles über Karte ablaufen zu lassen. Von Kartenfälschungen mal ganz abgesehen.


    Keiner würde Karten akzeptieren, wenn er nicht Missbrauchsschäden ersetzt bekäme.


    Bargeld bräuchte man dann vielleicht nicht.... ...weil es ohnehin nur noch alles auf Bezugsschein geben würde. Aber: das Silber in 10-EUR-Gedenkmünzen hätten dann auf einen Schlag den vielfachen Schwarzmarktwert. Wenn schon CASH, dann Silber-Hartgeld (925er Legierung in dt. 10-EUR-Gedenkmünzen).


    Falsche Frage. Richtige Antwort.


    Fiat hin oder her:


    der schnelle Zusammenbruch des Fiat-Money-Systems ist eines von mehreren denkbaren Szenarien (meine Meinung).


    Niemand weis sicher, was kommen wird und wie genau es abläuft.

    Bargeld ist durch Schulden gedeckt.


    (1) die Staatsschulden sind schon mal durch nichts, außer dem Privileg des Staates, Steuern schöpfen zu dürfen gedeckt. Jedoch hat der Staat auch Pflichten. Und er kann die Steuern nicht so stark anheben, daß die Steuereinnahmen insgesamt extrem einbrechen. Also sind die Staatsschulden zu stark verschuldeter Staaten wegen des Zinseszinses faktisch ungedeckt, weil der Besteuerung natürliche Grenzen gesetzt sind.


    (2) Private Schulden größeren Umfanges sind durch Hypotheken, Wertpapiere oder Sachwerte und Sicherheitsübereignungen von Produktivkapital gedeckt.


    Kommt es jedoch zu ernsten gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen, dann fallen die unter (2) angeführten Sicherheiten im Wert und die Schuldner werden von den Kreditgebern wegen dieses Wertverfalles aufgefordert, ihre Sicherheiten zu erhöhen und falls die Schuldner das nicht können oder Zahlungsschwierigkeiten haben, dann werden die gestellten Sicherheiten verwertet.


    Kommt es dadurch zu einem Überangebot an zur Veräußerunhg stehenden Kreditsicherheiten, so implodieren die Preise dafür und es kommt zum deflationären Crash und damit zur Insolvenz der Schuldner.


    Folgerung: sind insgesamt zu viele - auch dinglich gesicherte - schuldrechtliche Verhältnisse eingegangen worden, so kann es aufgrund einer Vielzahl ähnlich handelnder Wirtschaftssubjekte dennoch zu nahezu kompletten Kreditausfällen auch besicherter Kredite kommen.


    Dann ist Geld großteils nur noch durch Schulden gedeckt, die nicht eintreibbar sind.


    Praktisch bedeutet dies: Geld (Bankguthaben, Schuldscheine usw.) ist zwar durch Kredite und Sicherheiten gedeckt, werden diese aber in extremen Situationen zu sehr ungünstigen Bedingungen verwertet, dann sind auch hier extreme Ausfälle möglich und in Folge dessen Bankenpleiten möglich.


    Um sowas zu verhindern, werden dann oftmals angebotene Objekte / Sicherheiten von Zentralbanken aufgekauft (monetarisiert). Dann aber kommt sehr viel neues Bargeld ins Spiel, das praktisch aus dem Nichts geschaffen wurde. Der deflationäre Crash geht dann in die Hyperinflation über.


    Geld gibts dann wie Sand am Meer. Es ist dann, weil zu immer größeren Teilen völlig ungedeckt praktisch wertlos.


    Schaut mal nach Simbabwe. Dort druckt der Staat (Mugabe) immer mehr Geld, um seine Ausgaben "finanzieren" zu können. Mit über 1.000 Prozent per Anno haben die nun Hyperinflation.


    Ist denn das Geld dort gedeckt und wenn ja: wer sind die Schuldner guter Bonität und vor allem: wo sind sie zu finden?.


    Es gibt sie nicht. Alles Lug und Trug, Geldbetrug halt.


    Geld, das durch Schulden gedeckt ist, ist auch dann wertlos, wenn es zu viele Schuldner gibt, was früher oder später zu extremen Verwerfungen und zur Monetarisierung mit darauf folgender Hyperinflation führen muß.


    Dank des Zinseszinseffektes führt an dieser zwangsläufigen Wahrheit kein Weg vorbei.

    Zitat

    Original von BaseMetals
    mexx


    Lagerkosten liegen jährlich bei ca. 1-2% abhängig vom Metall.
    Transportkosten sind ebenfalls gering aufgrund der hohen Preise je Tonne.....


    BaseMetals


    bei mir sind es ein bis zwei Promille. Und damit könnte ich im Krisenfall sogar noch Auto fahren. Transportkosten ca. 5,7 Liter Diesel auf 100 km im Mischbetrieb.