Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von Eldorado
    @ Mesodor


    Mit Sammlerstuecke und E-Bay kenne ich mich nicht aus.
    Good luck, aber ich tausche meinen Goldbarren nicht ein bei Dir gegen eine deutsche 1-EUR-Münze (2002 D), goldfarben, unmagnetisch . :D


    Eldo


    Eldorado: ich will ja garnichts verkaufen :) Die paar Stücke, die ich besitze, die behalte ich auch. Irgendein Hobby muss der Mensch ja haben......


    Jedoch: schaut man sich derartige Bewertungen an (da gibt es noch viel absurdere Dinge), dann kann man doch sehen, wie fehlgeleitet viele Menschen in ihren Bewertungsmaßstäben sind.


    Klar, daß man daraus Vorteile ziehen kann, was ich in der Vergangenheit auch gelegentlich getan habe.


    Oftmals sind es sogar scheinbar "gebildete Kreise", die in ihrem Wissen und die daraus ergebenden Bewertungen völlig einseitig geprägt sind. Da war vor ca. 18 Monaten dieser Museumsbesuch in der Bundeskunsthalle. OK, die Ägypten-Ausstellung war völlig überlaufen. Blieben also die Thraker und moderne Kunst. Letzteres haben wir uns zuerst "zugemutet" denn es war schon eine Zumutung, was dort teils ausgestellt wurde. Darunter ein schmuddeliges Bild mit Nägeln darin, um die Kordeln gewickelt waren. Unverständlicher Kommentar meines Sohnes, damals gerade 10 Jahre: Das bekomme ich auch noch so hin. Was ist denn daran Kunst. Der will doch nur Geld damit verdienen und sonst nichts.... Zurückweisende Kommentare einer Gruppe "Kunstkenner" kamen umgehend. Plausieble Erklärungen, warum das Stück ausstellungswürdig war, enthielten diese nicht. Dann kamen die Traker drann. Und wie das so ist, sieht man sich ja immer zweimal im Leben. Wir betrachteten gerade ein Kultgefäß aus Gold mit einem geschätzten Durchmesser von 30 cm und einer Gewichtsangabe um die 5 kg. Und nun lief der Hase umgekehrt: Einer der "Kunstkenner" meinte, das hohe Gewicht sei darauf zurückzuführen, daß das Material sehr dick verarbeitet worden sei und verwies auf den wulstigen Rand des Gefäßes. Damals war eben der Stand der Technik sehr primitiv. Heute könne man solche Gefäße ja viel dünner und leichter herstellen....


    Kommentar meines Sohnes: Eingeschmolzen würde das Teil in einen Zahnputzbecher passen. Wisst ihr denn nicht, daß Gold etwa 20 mal schwerer ist als Wasser.....
    Selten habe ich gesehen, wie scheinbar kunstversierte "Bildungsbürger" so dumm aus der Wäsche schauten.


    Und abseits von den derzeitigen Goldkursen dürften langfristig eine ganze Menge Menschen, die sich für klug, gebildet, gut informiert und besonders clever halten ganz schön dumm aus ihrer Wäsche schauen, was Vermögen und Altersvorsorge angeht.....


    Viele Dinge sind nicht so, wie vielfach angenommen.

    Ich würde den strategischen, physischen Goldanteil auf 15 Prozent von allem erhöhen.


    Anleihen rauswerfen und Cash leicht reduzieren.


    Und eine - ebenfalls strategische - Barreserve von 10 Prozent in Silber-10-EUR-Gedenkmünzen umtauschen, die ich entweder im Save oder zu Hause an einem sicheren Ort deponieren würde.....


    Immobilien sind ja scheinbar nicht vorhanden, daher die hohe Goldquote. Die Silbermünzen sind ja Fiat-Kursgesichert und bergen somit kein Kursrisiko....

    Zitat

    Original von T-Trinker
    wef


    Dabei haben die "Physiker" noch Glück gehabt, dass sich der Dollar so gut gehalten hat und der Silberpreis in Euro 1:1 mitgestiegen ist. So richtig witzig wird das, wenn der Dollar um 10% fällt und Silber um weitere 10% steigt. Dann ist für die Barrenbesitzer mal wieder außer Spesen nix gewesen und wir verdienen weiter. Die köstliche Ironie an der Sache ist, dass die Spassbremsen wie mesodor auch noch skeptischer für den Dollar sind als ich :D



    Die bittere Wahrheit für die nicht-Spassbremsen ist, dass Barrenbesitzer sich derweil um KO-Schwellen nicht zu sorgen brauchen. Köstlich wäre es gewesen, auf meinen Ratschlag zu hören und bei 13 bis 14 EUR die Silberunze Gewinne zu realisieren. Ironisch ist es, daß sich die Hebelwirkung nun gegen die ehemals Hochgehebelten richtet, weil diese zu GIERIG waren und den Hals nicht voll genug bekommen konnten....


    Lieber 100 kg physisch Silber im Save als eine Tonne Papier mit KO-Schwelle im Depot.


    Das, was gewisse Investmentbanken momentan abziehen, geht mir schlicht und einfach am Hintern vorbei.


    Es mag sein, daß ich wenig von Termin- und Hebelprodukten verstehe. Muss ich auch nicht. Ich habe folgendes festgestellt:


    Langfristig ist im Kondratieff-Winter derjenige erfolgreich, dem es gelingt unwiederbringbare Verluste zu vermeiden.


    Erfolg reicht mir schon aus. Ich muss nicht derjenige sein, der ums Verrecken die höchsten Renditen anstrebt und sich nach jedem Cent bückt, sich für jeden euro langmacht usw.


    Ich gönne / wünsche hier niemanden VERLUSTE. Schadensfreude meinerseits ist schon allein deswegen völlig deplaziert, weil jeder Cent, den Leute wie T-Trinker oder Wef für Papier- und Hebelprodukte ausgeben mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit diejenigen stützen, die vom Fiat-Geldbetrug am meisten profitieren.


    Und so auch Leuten wie mir erhoffte Profite unnötig lange vorenthalten.


    Aber egal: Was zwangsläufig geschehen muß, das wird auch geschehen.

    Zitat

    Original von wef
    .....
    Leider habe ich mal wieder, um Spekulationsgewinne zu vermeiden, nicht rechtzeitig Gewinne mitgenommen. Deshalb ist mein Handlungsspielraum nicht so groß wie gewünscht.....


    Außerdem sinken momentan alle meine liquiden Anlagen: Rohstoffe und Aktien.....


    .......


    Es ist einfach nicht zu fassen.


    Aber genau so funktioniert das Spiel:


    Immer wenn man Geld besonders gut bräuchte ist man nicht so liquide, wie man es gerne wäre.


    Frage: Könnte es sein, daß diejenigen, die Ihnen Zertis verkauft haben, derlei Probleme nicht haben?.


    Schließlich haben die ja Ihr Geld und das Geld anderer Anleger. Oftmals ohne noch eine Gegenleistung dafür erbringen zu müssen (wg. Erreichens der KO-Schwelle der Produkte).


    Egal.


    Irgendwann kommen die meisten Anleger dahinter.......


    ....was realistische und durch natürliches Wachstum erreichbare Gewinnerwartungen sind und welche ehr künstlicher und unnatürlicher Natur sind.....


    Nichts gegen Hebel. Jedoch: auf solche, die sich auch gegen mich wenden können sollte man nichts setzen.


    Wen die Chance für ein paar hundert Gramm Gold oder ein paar Kilo Silber ein Haus oder einen Betrieb zu kaufen nicht reicht und wer nicht warten kann, bis seine Zeit gekommen ist, der muss halt spielen.


    Solchen ist nicht zu helfen.


    Bestenfalls werden die klüger nur durch Schaden. Ich weis das, weil ich für ein paar Jahre auch mal so einer war.....


    wef muss man zu Gute halten, daß er langfristige OS erworben hat, also noch im Spiel ist. Er kann -theoretisch - sogar noch in einiger Zeit verkaufen und den Resterlös in neue, länger laufende OS anlegen, um zumindest die Chance zu haben, seinen Einsatz irgendwann zu erlösen.


    Um T-Trinker hingegen ist es schon stiller geworden. Kann es sein, daß sich seine Tonne Papiersilber nach technischen KO ins Nirvana verkrümelt hat?.

    teilweise sehr interessant:


    - Schulden setzen den Schuldner unter Druck um jeden preis Mittel zu generieren, um die Zinsen zahlen zu können. Und somit setzt bereits ein kleiner Teil an Schuldnern eine ganze Wirtschaft unter Druck.


    - Privatbanken, die Banknoten ausgaben, gingen schon früher reihenweise pleite. Ziemlich dumm, sowas überhaupt anzunehmen, wenn man die Wahl hatte, auch Gol dund Silber anzunehmen....


    - Klar daß ein GOLDSTANDARD mit 100 Prozent Golddeckung witzlos ist. Denn dann kann ja kein Kredit aus dem "Nichts" geschöpft werden.
    Andersrum bedeutet das: die Konvertibilität kann - bei 10 Prozent Golddeckung nur dann gegeben sein, wenn in Krisensituationen deutlich weniger als 10 Prozent der Geldmenge in Gold getauscht werden.


    Der Goldstandard begrenzt somit nur das Maß der Ausgabe ungedeckten Geldes, z.B. auf die 10-fache hinterlegte Goldmenge. Dies bedeutet, daß für jedes Goldstück, das hinterlegt wird, Banknoten für 10 Goldstücke ausgegeben werden können, die dann weiter verliehen werden.


    Bei einem Marktzins von 3 v.H. für goldkonvertibles Geld und einem Zentralbanksatz von 1,5 v.H. beträgt der Profit, den ein (Zentral-Banker) mit Gold machen kann stolze 15 Prozent per Anno.


    Der Privatmann, der beim Goldstandard sein Goldstück gegen Banknoten tauscht erhält an der Bank vielleicht 2 Prozent, wenn er die Banknoten anschließend auf ein Konto einzahlt. Auch wenn er direkt Gold einzahlt, gibts nicht mehr....


    Führt man sich dies vor Augen, fährt man langfristig auch beim Goldstandard mit physischem Gold besser.....



    Das muss man sich mal vor Augen führen.

    Zitat

    Original von Misanthrop


    Nein nein....gestern wars der letzte und heute die Limitorder für den allerletzten Groschen.
    Ab übermorgen kommen dann die Cent´s dran :D


    Es grüßt
    Der Misanthrop


    Verachtet mir die "Cente" und das Hartgeld nicht.


    50 Cent mit Adler-Rückseite von 1 EUR bringen schon mal den Gegenwert von drei bis vier Krügerrändern.


    Ein deutsches 50-Cent-Stück geprägt auf 1-EUR-Ronde könnte sogar noch mehr bringen.



    Und eine deutsche 1-EUR-Münze (2002 D), goldfarben, unmagnetisch und echt kann schon mal den Gegenwert eines 250g-Goldbarren erlösen. Wenn es gelingt, jemanden zu finden, der eines besitzt und verkaufen möchte. Meines ist - selbst zu diesem Preis - unverkäuflich :)


    Eine gepflegte Sammlung von etwa 300 Fehlprägungen der EUR-Währung wurde kürzlich von einem Franzosen für 350.000 EUR angeboten. Ein anderes erstklasiges Objekt von ca. 100 Exemplaren ist mit 350 Gold-Souvereigns (oder 2,5 kg Barrengold) geradezu ein Schnäppchen...


    Solche geradezu absurden oder phantastischen Berwertungen kann es natürlich nur in einem Fiat-Money -System geben. Und: bei Einzelverkauf würden die Stücke noch viel mehr bringen. Ebay sei Dank :)

    Zitat

    Original von Misanthrop
    ....Nein nein....gestern wars der letzte und heute die Limitorder für den allerletzten Groschen.
    Ab übermorgen kommen dann die Cent´s dran :D


    Es grüßt
    Der Misanthrop


    Verachtet mir die "Cente" nicht......


    Vorausgesetzt, daß es seltene Fehlprägungen sind, kann man mit Centen weit kommen. Drei Realos (Krügerränder) für einedeutsche 50-Cent-Münze mit Euro-Adler auf der Rückseite, das ist noch billig. Das deutsche 50-Cent-Stück, geprägt auf einer 1-EUR-Ronde dürfte selbst für vier Realos kaum zu bekommen sein. Und für einen echten, goldfarbenen, unmagnetischen Euro muss man schon mindestens ein Nuggat (250-g-Degussa-Goldbarren) hinblättern. Aber das ist ja keine Centmünze, sondern schon ein Euro...

    Was der "kleine Mann" will, das interessiert niemanden. Der "Kleine Mann" macht irgendwann die Regeln, indem er nicht mehr für wertloses Papier arbeiten geht, weil es dafür kaum noch was zu kaufen gibt.


    Der "Kleine Mann" verlangt dann richtiges Geld, für das er ein wenig von dem, was es für Papiergeld nicht gibt, kaufen kann. Oder er macht keinen Handschlag.


    Der "Kleine Mann" ist es doch, der vor den Banken stehen wird und von seinen AS-Vertragspartnern ein "sorry, aber......" zu hören bekommt...


    Der "Kleine Mann" wird um zukünftige Betrügereien zu vermeiden die vermeintlichen Nachteile von richtigem Geld gerne in Kauf nehmen, wenn er am Ende aller nicht einhaltbaren Versprechungen angekommen ist und feststellt, daß er Jahre oder sogar Jahrzehnte betrogen, verarscht, gelinkt und auf das allerübelste abgezogen wurde.


    Diejenigen die dieses Dilemma zu vertreten haben bzw. denen man die Schuld dafür anlastet, die dürfen froh sein, wenn sie mit ihrem Leben davonkommen, wenn der Volkszorn kocht. Und er wird richtig kochen und überschäumen (meine Meinung). Egal, ob man das nun gut heisst oder nicht. Richtig finstere Zeiten können das sein, bevor es danach dann irgendwann langsam wieder besser werden wird.

    das hängt natürlich von einigen Faktoren ab.


    Gold kaufende Fonds und Gold-ETF´s sind für mich die neuen Instrumente der Goldpreismanipulation:


    Einem Fonds, der zu 5 v.H. in Gold und zu 95 v.H. in Papier investiert ist, der wird - aus übergeordneten, strategischen Gesichtspunkten Gold verkaufen, um ggf. Papierwerte reten zu können. Und sei es auch nur, um die Zeit zu gewinnen, die notwendig ist, um innerhalb der Papierwerte in Richtung Aktien mit Industrienalagen und Immobilienvermögen umzuschichten.


    Gold ETF´s eigenen sich hervorragend, um unabhängig vom Spotmarkt riesige Goldpositionen aufbauen zu können, sich diese ausliefern zu lassen und, beispielsweise als Investmentbank als Future- und OS-Leerverkäufer den Spotmarktpreis zu drücken und so die Gegenpartei zur Aufgabe zu zwingen.


    Jedoch: egal wie man es dreht und wendet: Mehr und mehr Gold wird zu Schmuck und Münzen verarbeitet und steht somit nicht mehr als Standardbarren zur Verfügung. Auch nicht die Standardbarren, die demnächst vielleicht von Chinas Notenbank gegen Dollar aufgekauft werden. Durch übertriebene bzw. manipulativ erzeugte Preisrückgänge entzieht sich die Goldpreismanipulation selbst ihrer einzigen dafür unabdingbaren Grundlage: der dazu notwendigen GOLDMENGE in Form physisch präsenter Standardbarren.

    Eine Goldwährung bedingt eine gewisse Flexibilität. In einem deflationären Umfeld müssen auch die Löhne zurückgehen und in einem Umfeld steigender Preise müssen auch die Löhne steigen.


    Starre Tarivverträge gibt es dann nicht mehr. Klar, daß Politike rund Gewerkschaftsbonzen davor zittern.


    Auch Zentralbanker können sich dann nicht mehr als Retter aufspielen.


    Jedoch: der der Leoistung bringt und seinen Lohn erhält, der wird nicht durch Inflation darum betrogen.

    Was momentan mit dem Goldkurs stattfindet ist nichts anderes, als elektronische Goldwäsche. Future-Emittenten verkaufen sich reich. Und das bei fallenden Kursen.


    Der andere Teil der Goldwäsche ist noch um so interessanter, stellt man sich die Frage, wer momentan kauft.


    Die momentanen Verkäufer - egal wer das ist - dürften wohl, mittel- bis langfrisitg betrachtet, ehr tragische Fälle sein.


    Schauen Sie sich die Kursverläufe von WCM und tv-loonland und deren "Berichte" an. Dann wissen Sie, was ich meine.


    Ich bin wirklich froh, diese Aktien verkauft zu haben. Hätte ich sie nur nie erworben.


    So wars gemeint.

    das wäre der allerschlimmste Fehler.


    Mein Rat: Strategisch denken und nicht auf Kurse schielen.


    Ich habe eine oder mehrere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft, die ich mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten gewichte und ich positioniere mich entsprechend.


    Und egal was der Kurs macht: strategische INVESTITIONEN SIND SOLANGE TABU; BIS NICHT DAS EINGETRETEN IST, WAS ERWARTET WURDE.


    Alles andere ist Herumgeeier und führt geradezu in Richtung Armut und Vermögensverlust.


    Im Übrigen ändert man seine Strategie nicht alle Monate oder Jahre. Vielmehr muss man lernen, in Zeiträumen von 5, 10, 15 und 20 Jahren zu denken. Im Extremfall entwickelt man als grobes Gerüst für eine das gesamte Leben umfassende Gesamtplanung.

    Und wenn man merkt, daß man völlig falsch lag, so muss man dies innerhalb von drei bis fünf Jahren korrigieren.


    So habe ich das zumindest gemacht. Noch 2001/2002 war ich zu 70 Prozent in Aktien investiert. Nun sind es vielleicht noch 5 Prozent. Das was ich verkauft und in EDELMETALL umgeschichtet habe ist momentan bereits auf dem Wege zur Hölle. Bei den Restposten sieht das nicht besser aus.


    Nur gut, daß ich die in den 90ern erworbenen Edelmetalle nie verkauft und in Aktien umgeschichtet habe. Dieser Altbestand war für mich die Ausgangsbasis dafür, neue Gelder in Aktien zu investieren. Wäre ich nur beim Edelmetall geblieben. Da weis man was man hat. Egal, wo der Kurs gerade steht.


    Wie bereits angeführt, ist nun ein Kursniveau für erste, mutige, taktische Zukäufe da. Jedoch: nicht das gesamte Pulver auf einmal verschiessen.
    Strategische Käufe bedürfen keiner Kursbeobachtung. Wer sich vorgenommen hat, eine Menge X als Notgroschen zu erwerben und liegenzulassen, für den spielt der Kurs eine ehr untergeordnete Rolle.


    Als Taktiker lieber in einen steigenden, als in einem fallenden Markt hineinkaufen.


    Ich bin immer noch voll investiert bis überinvestiert, kaufe und verkaufe als ehr strategischer Investor daher auch nichts.


    Wobei ich momentan bin, das ist der Aufbau einer Barreserve aus silbernen 10-EUR-Gedenkmünzen. Demnächst und parallel dazu wird die Speise- und Vorratslkammer erweitert.


    Auch eine Art der "Diversifikation"


    El Chalten: ich weis nicht, ob sich die Berwertungsverhältnisse von 1923 irgendwann mal wiederholen werden, was Immobilien angeht.
    Ich rate jedem, 5 bis 15 Prozent seines gesamten Vermögens in physischem Edelmetall anzulegen und Zertifikate zu meiden. 15 Prozent sind genug, um eine Situation abzudecken, die vielleicht 1 x in 100 Jahren kommt. 5 Prozent sollten es als eiserne Reserve mindestens sein. Ein Mieter mit ehr kleinem Vermögen sollte ehr auf 15 Prozent als auf 5 Prozent gehen, wohingegen jemand, der bezahlten Immobilienbesitz hat auch mit 10 oder 5 Prozent gut versorgt sein kann.
    Wobei wir beim Thema Diversifikation wären.


    Die Barreserve für Notfälle, drei bis fünf Netto-Monatsgehälter kann in silbernen 10-EUR-Gedenkmünzen gehalten werden. Da hat man dann steuerfrei Silber ohne das Risiko von Kursverlusten.


    Sie schreiben:
    Ich kann mich z.B. bei Aktien auch nur auf Fremdtestate verlassen.


    Frage Nr. 1: welcher Wirtschaftsprüfe rist unabhängig und schielt nicht auf Folge- und Berateraufträge?


    Frage Nr. 2: Welcher Analyst ist unabhängig und versteht sein Handwerk?.


    Muss ich mich auf Fremdmeinungen verlassen, so ist das oftmals der Anfang vom Ende. Das habe ich einmal erlebt und mitgemacht. Nie wieder!. Wer sich so richtig veräppeln und abzocken lassen will, der kann anderen ungeprüft trauen. Ich würde das nicht tun. Wenn Aktien, dann nur breit aufgestellte Fonds, die lange am Markt sind.


    Ich bleibe bei Edelmetall, Immobilien und (als Hobby) Sammlermünzen. Da weis ich was ich habe. Ich habe kein Insolvenzproblem, höchstens Mieterprobleme. Und die sind - trifft man geeignete Vorkehrungen - beherrschbar. Einzelaktienpositionen würde ich erst dann wieder aufbauen, wenn der DAX sehr stark gefallen ist, oder es Dax oder Dow für größenordnungsmäßig zwei bis drei Unzen GOLD gibt. Fondsanteile würd eich frühestens kaufen, wenn sich die Indices nominal halbieren/dritteln. DAX ca. 3.000 DOW ca. 4.000


    Blos keine auf Geld lautenden Forderungen eingehen. Da zahlt man die nächsten Jahre mächtig drauf!.


    Die Zinsen werden steigen und die Unternehmenserträge zurückgehen. Mal schaun, ob China dann weiter mit ca. 10 Prozent per Anno wächst.


    Wie bitte soll man heute noch klassisch diversifizieren?.


    Aktien sind viel zu teuer. Der Gewinnzycklus hat seinen Zenit erreicht. Bonds von Staaten mit AAA-Rating kaufen, die faktisch schon längst bankrott sind. Ist das vernünftig?. Da laufe ich doch sehenden Auges in ein stehendes Messer....


    Diese Anlageklassen sind im Kondratieffwinter völlig ungeeignet zum Erhalt von Vermögen und Kapital.


    Ich setze auf Sachwerte, also Edelmetall, Immobilien, Cash in Silbergeld und als Hobby (nicht als Geldanlage) Münzen: Ware gegen Geld. Kein Vertrauen, kein Kredit und kein Betrug!. Und wenn Geld, dann keines auf der Bank, sondern als moderne "Silbertaler". Nur gut, daß 30 davon etwas mehr als ein Pfund fein sind :)


    Egal, ob die Krise morgen, in einem Monat, einem Jahr oder erst nach einder Dekade oder einer noch längeren Zeitspanne kommt. Sie wird kommen. Und nahezu alle Geldanlagen vernichten oder großteils entwerten. Fiktionen, Hoffnungen, Erwartungen usw. zählen danach nicht mehr. Allein Fakten und das was gerade ist.

    Silber ohne Mehrwertsteuer - logisch. "Papiersilber halt".


    Silber physisch und mit nomineller Fiat-Wertgarantie des Kaufpreises und das alles ohne Steuern....


    das gibts nur bei den Silber-Gedenk-Zehnern.


    Silber + Barreserve in einem. Mit einer zwar zinslosen Investition gleich zwei Szenarien risikolos abdecken. Das nenne ich Wirtschaftlichkeit.

    Zitat

    Original von Cra$h


    Wobei sich hier die Frage stellt ob ein Produzent verderblicher Güter nicht sogar mit dem Problem konfrontiert ist "gegen Jedes Geld" verkaufen zu müssen - zumindest so lange Kompostieren nicht die wirtschaftlichere Alternative ist.


    crash: Qualität hat immer ihren Preis. Gute Nahrungsmittel, deren Qualität bekannt ist, braucht man nicht wegzuwerfen. Sowas findet noch nicht einmal den Weg zur Versteigerung, sondern wird direkt vom Erzeuger erworben. Von Verbrauchern und erzeugern, die qualitätsbewusst kaufen. Das Problem der Kompostierung ergibt sich für Nahrungsmittel minderwertiger Qualität und in tragischen Einzelfällen vielleicht auch für gute Nahrungsmittel, deren Erzeuger noch nicht für 1a Qualität bekannt ist. Aber das regelt der Markt sehr schnell.


    Im Krisenfall ist es doch zuerst die kapitalintensive und schuldengetriebene Produktion, die kolabiert. Eine extensivere, aber mehr auf Qualität ausgerichtete Produktion wird auch noch produzieren, wenn es kein Geld mehr zum ausleihen gibt und Supermärkte schon zugemacht haben oder "ausgeräumt" wurden.


    Ich gehe davon aus, daß unter solchen Bedingungen zwar Angebot da ist, jedoch eine das Angebot deutlich übersteigende Nachfrage. Und da kann nur bestehen, wer mit etwas zahlt, das kaum einer sonst zum bezahlen besitzt. So einfach ist das.


    Alles, was etwas ist, das wird auch nachgefragt. Bestes Beispiel, Wohnung Nr. 2 (52 qm, Baujahr 1973, DG-Wohnung + Garage, mittlere Wohnqualität in 6-Parteien-Haus). Annonciert mit 330 EUR kalt + NK. Mehr als 20 Interessenten wollten die Wohnung sehen. Den meisten mussten wir schon absagen, weil wir uns bereits für eine Bewerberin entschieden hatten. Die fünf Bewerber, die die Wohnung besichtigten wollten diese alle unbedingt mieten.


    Und warum?.


    - keine feuchten, schimmeligen Wände
    - Fernwärmeheizung, d.h. man kann heizen, wann man will
    - gepflegtes Wohnhaus
    - Schöne Wohnungstür (Sicherheitstüre), keine Kanickeldrahtverglaste,
    gammelige Holztür der Erstausstattung
    - helle, frisch gestrichene, großteuile geflieste Wohnung mit Einbauküche, keine gammelige Schrottimmobilie.


    Nachfrage ist immer da. Aber wie sieht das mit qualitativ hochwertigem Angebot aus?.


    Es gibt Marktphasen, da ist kaum ein vernünftiges Angebot zu finden.

    Vermietet hab eich dann für 310. Die 330 habe ich nur in die Zeitung gestellt, damit sich eine gewisse "Klientel" erst garnicht meldet.


    und mein Rohertrag vor Abschreibungen, Reparaturen und Verwalterkosten?.


    7,75 Prozent per Anno.


    Ich meine, das kann sich sehen lassen. ZUmal es bei ca. 40.000 EUR anteiligem Grundstückswert kaum was abzuschreiben gibt.

    Zitat

    Original von El Chalten
    @mesedor39


    ..... Hohe Gewinnchancen stehen nun mal hohen Risiken gegenüber.....


    Dies stimmt nicht unbedingt. Es ist nur in vielen Fällen so. Beispielsweise bei Termingeschäften oder Finanzwetten aller Art. Und vor allem dann, wenn man nicht der "Buchmacher" ist, der die Strippen zieht. Dies vorab.


    Derjenige, der beispielsweise 1914 nicht Gold in Papier getauscht hat, sondern für 750 Dollar (ca. 3.000 Goldmark) einen Häuserblock in Berlin oder für 150 Dollar (ca. 600 Goldmark) ein Haus erworben hat, der hat mit Null Risiko ein Bombengeschäft gemacht.


    Was können Terminfuzzies tun?.


    a.) Durchhalten, wenn sie ihre Lieferung zahlen können
    b.) die Brocken hinwerfen, wenn sie merken, es wird zu riskant oder es klappt nicht so, wie erwartet
    c.) Zukünftig die Finger von Termingeschäften ohne feste Kaufabsicht lassen, denn genau das ist die Lehre aus dem, was wir momentan miterleben.


    Nachdem ich am 29 auch noch auf der "Bullenfalle" aufgesessen bin und kurzfrisitg von weiter steigenden Kursen ausging, leuchteten am 31.05 nach Kenntnisnahme des GS-Statements die Alarmglocken bei mir auf. Ein weiterer Kontraindikator war das angeblich riesige offene Interesse in Silber für Juni/Juli 2006. Klar daß dort Aufräumarbeit geleistet werden musste.


    Das was wie nun sehen, das ist nichts anderes, als der praktisch betriebene Abbau von Silber- und Gold-Longpositionen bei den Futures.


    Das was übrig bleibt das wird - selbst steigende Kurse vorausgesetzt - anstandslos beliefert werden können. Soviel ist gewiss.


    Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und zu viele Longpositionen privater Investoren (bei Chinas Notenbank würde das anders ausschauen, die würde durchhalten und den Spotmartk parallel ehr hochprügeln als sich dort geschlagen zu geben) bedeuten nichts anderes als fallende Spotmarktkurse. Wie sonst auch sollten die Lieferanten aus dieser Nummer noch rauskommen. Das allerschönste: fallende Kurse spühlt deren Kriegskasse voll.


    Alles klar?.


    Was können noch nicht voll investierte Gold- und Silberbugs nun tun:


    abwarten oder jetzt beginnen in kleinen Schritten physisch zuzukaufen.....


    Wohlgemerkt: ein verlässlicher Boden ist noch nicht erreicht. Alleine die Größenordnungen der Kursrückgänge lassen vermuten, daß es nicht mehr allzuweit bis zum Boden sein könnte.