Bargeld ist durch Schulden gedeckt.
(1) die Staatsschulden sind schon mal durch nichts, außer dem Privileg des Staates, Steuern schöpfen zu dürfen gedeckt. Jedoch hat der Staat auch Pflichten. Und er kann die Steuern nicht so stark anheben, daß die Steuereinnahmen insgesamt extrem einbrechen. Also sind die Staatsschulden zu stark verschuldeter Staaten wegen des Zinseszinses faktisch ungedeckt, weil der Besteuerung natürliche Grenzen gesetzt sind.
(2) Private Schulden größeren Umfanges sind durch Hypotheken, Wertpapiere oder Sachwerte und Sicherheitsübereignungen von Produktivkapital gedeckt.
Kommt es jedoch zu ernsten gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen, dann fallen die unter (2) angeführten Sicherheiten im Wert und die Schuldner werden von den Kreditgebern wegen dieses Wertverfalles aufgefordert, ihre Sicherheiten zu erhöhen und falls die Schuldner das nicht können oder Zahlungsschwierigkeiten haben, dann werden die gestellten Sicherheiten verwertet.
Kommt es dadurch zu einem Überangebot an zur Veräußerunhg stehenden Kreditsicherheiten, so implodieren die Preise dafür und es kommt zum deflationären Crash und damit zur Insolvenz der Schuldner.
Folgerung: sind insgesamt zu viele - auch dinglich gesicherte - schuldrechtliche Verhältnisse eingegangen worden, so kann es aufgrund einer Vielzahl ähnlich handelnder Wirtschaftssubjekte dennoch zu nahezu kompletten Kreditausfällen auch besicherter Kredite kommen.
Dann ist Geld großteils nur noch durch Schulden gedeckt, die nicht eintreibbar sind.
Praktisch bedeutet dies: Geld (Bankguthaben, Schuldscheine usw.) ist zwar durch Kredite und Sicherheiten gedeckt, werden diese aber in extremen Situationen zu sehr ungünstigen Bedingungen verwertet, dann sind auch hier extreme Ausfälle möglich und in Folge dessen Bankenpleiten möglich.
Um sowas zu verhindern, werden dann oftmals angebotene Objekte / Sicherheiten von Zentralbanken aufgekauft (monetarisiert). Dann aber kommt sehr viel neues Bargeld ins Spiel, das praktisch aus dem Nichts geschaffen wurde. Der deflationäre Crash geht dann in die Hyperinflation über.
Geld gibts dann wie Sand am Meer. Es ist dann, weil zu immer größeren Teilen völlig ungedeckt praktisch wertlos.
Schaut mal nach Simbabwe. Dort druckt der Staat (Mugabe) immer mehr Geld, um seine Ausgaben "finanzieren" zu können. Mit über 1.000 Prozent per Anno haben die nun Hyperinflation.
Ist denn das Geld dort gedeckt und wenn ja: wer sind die Schuldner guter Bonität und vor allem: wo sind sie zu finden?.
Es gibt sie nicht. Alles Lug und Trug, Geldbetrug halt.
Geld, das durch Schulden gedeckt ist, ist auch dann wertlos, wenn es zu viele Schuldner gibt, was früher oder später zu extremen Verwerfungen und zur Monetarisierung mit darauf folgender Hyperinflation führen muß.
Dank des Zinseszinseffektes führt an dieser zwangsläufigen Wahrheit kein Weg vorbei.