Zitat
Original von TeeKay
mesodor39: Die von dir genannte Stueckelung mag fuer jemanden ideal sein, der das entsprechende Geld hat. Wer pro Monat 50 EUR zuruecklegen kann, wird das wohl kaum in Metall, Immobilie, KLV und sonstwas splitten koennen. Der muss sich fuer eine Anlage entscheiden, die dann vielleicht 10 oder 20 Jahre lang laeuft.
TeeKay: Gewiss ist es so, daß man mit 50 EUR im Monat keine großen Sprünge machen kann.
Jedoch darf man solche Beträge keinesfalls verachten und Menschen, die nur soviel zurücklegen können durch das Raster fallen lassen.
Selbst mit 40 EUR im Monat kann man sehr viel erreichen, vorausgesetzt man riskiert - objektiv betrachtet - fast nichts:
Mein VL-Vertrag, den ich 1998 im Fonds Top-50-Asien abschloss und in den ich monatlich "nur" 78 DM einzahlte der kam incl. 20 v.H. Förderung, die nach Vertragsende ausgezahlt wurden und die ich ebenfalls ein gutes Jahr stehen ließ Mitte Dezember auf einen Betrag, den ich in 13 (!) Krügerränder umsetzte. Bei Vertragsschluss hatte mir die junge Dame am Schalter doch nahegelegt, lieber in TMT-Fonds zu investieren, Japan sie derart "ausgebombt", das könne sie nicht vertreten, mir dazu zu raten...
Nur mal so zur Erinnerung: für 5 Krügerränder (hätte es sie damals gegeben und hätte die ein Kenner damals besessen) gab es 1923 in Deutschland ein Haus. Mit den restlichen 8 Krügerrändern wäre man vielleicht sogar gut durch die Phase der Hyperinflation gekommen.
Den, der 50 EUR monatlich anzulegen hat, dem empfehle ich derzeit, erst mal Geld anzusparen, den momentan fallen Aktien in Geld. Ich würde demjenigen raten, eiskalt einen Boden bei Aktien abzuwarten und dann einen Aktienfondssparvertrag (Japan, Europa oder Deutschland, blos nicht die USA) abzuschließen in einen Fonds, den es schon mindestens 15 Jahre lang gibt. Keine großen Risiken eingehen!. Nicht mit 50 EUR monatlich!. Da muss jede Transaktion sitzen!.
50 EUR monatliche Sparlkeistung ist absolut sehr wenig, weswegen ich diesem Sparer raten würde, lediglich 3 Monatsgehälter Barreserve in silbernen 10-EUR-Gedenkmünzen, die dann gleichzeitig sein Bargeldnotgroschen und sein Edelmetalldepot sind anzulegen. Ein weiteres Monatsgehalt sollte er auf dem Girokonto haben. Hat er das, kann er anfangen Geld für eine Aktienfondsnalage anzusparen und einzusteigen, wenn ein Markt wirklich "ausgebombt" ist. Sowas kommt immer wieder vor. Wir reden hier von Zeiträumen von 6 bis 12 Jahren. Vierteljährlich ein Vormittag Internetrechersche reicht zur ungefähren Standortbestimmung völlig aus. Wird es interessant muss man mal ein paar Tage investieren. Blos nicht ungeduldig oder gierig werden, wenn es steigt, steigt, noch weiter und weiter steigt und man ist nicht dabei.
Ausgebombt ist ein Markt dann, wenn die Kurse einen Boden ausbilden und die prozentualen Tagesschwankungen der Aktienindices relativ gering sind: Der Markt liegt am Boden, ist ausgebombt. Zittrige Hände und Zocker wurden ausgerottet. Da muss man dann rein!. Weil alle erkennbaren Risiken bereits eliminiert sind.
Später dann, wenn dich Kurse gedoppelt oder verdreifacht haben, heisst es: Kohle mitnehmen und auf "Nummer sicher" gehen. Alles ist dann hoch bewertet und nirgendwo ein Blumentopf zu gewinnen. Fast nirgendwo. Dann kann man einen Teil in Gold und einen weiteren vielleicht in einen guten Immobilienfonds anlegen, vorausgesetzt, die Anteile sind bis dahin nur relativ gering angestiegen.
Und, ehe man sich versieht: der nächste Börsencrash kommt bestimmt... kann man wieder günstig kaufen. Nur dass man in dieser Phase bereits besser diversifizieren kann und daher selbst mit größeren Beträgen noch weniger riskiert. So kommt man auch mit 50 EUR monatlich zu Gold und Geld. Theoretisch kann man mit dem Betrag innerhalb von 30 bis 40 Jahren sogar eine gute Eigentumswohnung zusammensparen.
Und dann wohnt man mietfrei. Jeden Monat ein halbes Unzchen - steuerfrei 
Und das ist mit einem fuffi monatlich durchaus möglich.