ZitatOriginal von Kaufrausch
....Von nix kommt nix. Wenn jemand Häuser oder Wohnungen vermietet, dann hat derjenige halt mehr Vermögen. Oder wenn nicht, dann geht er das Risiko ein, dass seine Immobilien gepfändet werden. Neidisch auf die Haus- oder Wohnungsbesitzer zu schauen, vernebelt nur den Blick. Das sind nämlich manchmal ganz arme Hunde, die kurz vor der Insolvenz stehen. Der dicke Benz, der vor dem Haus steht, ist dann auch gleich weg. Egal wie reich sie vorher angeblich ausgesehen haben.
Also immer Vorsicht, bevor man den anderen die Risiken klaut und selbst welche bekommt!
Kaufrausch: ich hab doch garnichts gegenteiliges behauptet. Vielmehr habe ich doch zu einer sinnvoll strukturierten Vorgehensweise, einer hohen Eigenkapitalquote, einer sehr vorsichtigen Kreditaufnahme und ggf. eine Mehrschrittstrategie (erst Wohnung, die abzuazalen ist, dann wird gespart und dann erst, wenn genug Asche da ist, das Haus gekauft). Der Zeitraum, in dem man Schuldner ist kann so von 30 Jahren auf vielleicht zwei Abschnitte je 5 Jahre reduziert werden. Die Netto-Zinsbelastung auf vielleicht ein Achtel bis ein Zehntel dessen, was bei "normalen" Direktkäufen anfällt.
Je weniger Fremdkapital, desto besser. Bei Wohnung Nr. 1 wollte kaum eine Bank einen Kredit geben. Zu wenig Eigenkapital und zu geringes Einkommen meiner Frau (Käuferin). Bei Wohnung Nr. 2 war die kreditgebende Bank von Wohnung Nr 1 auch nicht sonderlich interessiert: zu geringe Kreditsumme, und die 8 Prozent jährliche Anfangstilgung passten denen auch nicht. Die wussten ja, wie schnell Wohnung Nr. 1 abbezahlt wurde. Hätten wir mehr Geld geliehen, dann hätten wir weniger Zinsen gezahlt. 125.000 DM Kredit musste ich beantragen, um überhaupt Geld zui bekommen. 110 habe ich dann abgerufen und auf 15.000 DM 1,5 Prozent Abstand gezahlt. Verrückte Welt!.
Bei Wohnung Nr. 3 brauchten wir dann Null Kredit, dafür die Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes (meine beiden Söhne sind Miteigentümer). Erstaunt waren die, das alles aus Eigenmitteln finanziert werden sollte, wobei das erste Argument für eine Ablehnung ja war, daß im Namen der Kinder ja wohl ein Bankenkredit aufgenommen werden müsse.... Als ich denen dann noch auf deren Wunsch die Herkunft der Mittel nachgewiesen hatte und auch noch Erfahrungen bei der Vermietung belegen konnte, sowie denen ein Expose mit einer Kosten-Rendite-Berechnung vorgelegt habe und die geschätzte Rendite mit der einer Bundesanleihe verglichen habe und zudem die Vor- und Nachteile von Sach- und Geldwerten gegenübergestelt habe, da haben die schließlich klein beigegeben und genehmigt....
Deutschland - einig Bedenkenträgerland!
Also wer Wohnungen auf Kredit kauft, die vermietet und so Kredite zurückführt und von einem Teil der in guten Phasen anfallenden Überschüsse auch noch den dicken Macker macht anstatt sich schläunigst zu entschulden, der dreht ein sehr großes und auch ziemlich riskantes Rad. Und hat sich selber wahrscheinlich nur bedingt im Griff. Auch wenn da vielleicht der eine oder andere eine abweichende Meinung dazu hat, die er auch durch Rechnungen glaubt, belegen zu können, denn: Unverhofft kommt oft. Wenn der strauchelt, dann wohl über seine eigene Überheblichkeit und seinen eigenen Größenwahn (Meine Meinung). Solche Zeitgenossen sind garnicht mal so selten anzutreffen.