Beiträge von mesodor39


    gutso: der Mann ist mehr als 100 Prozent Goldbuck. Und das macht ihm (leider) ein wenig gefährlich für seine eigene Sache.


    Er hat Erfolg gehabt. Und in zwei oder drei Jahren wird er sehr wahrscheinlich noch etwas erfolgreicher sein.


    Nur: er kauft zu schnell und ist zu schnell voll investiert.


    Dabei müsste er wissen, daß es durchaus noch weiter runter gehen könnte und sich alle Goldbullen gut darin täten, etwas Liquidität zu erhalten. Liquidität, die für Mittelabflüsse ohne Wertpapierkäufe draufgehen könnte und so das Vermögen der bereits investierten automatisch erhöht. Ohne daß der Devestierenden durch Verkäufe unfreiwillig, aber aktiv beschädigen zu müssen.


    So bleiben den Fondsmanagern mehr Shareholder erhalten und der Kurs wird auch geschont.


    Am Ende gewinnen dabei alle.


    Verantwortungsvoll wäre es daher Liquidität solange zu erhalten, bis eine Bodenbildung verlässlich erkennbar ist.
    Wenig verantwortungsvoll wäre es schon vorher voll investiert zu sein.
    Unverantwortlich wären momentan Käufe auf KREDIT.
    Und Kriminell im moralischen Sinne wäre ein Engagement in Futures bei 100 Prozent Investitionsgrad oder gar noch auf Pump.

    Zitat

    Original von Cra$h
    Ich denke diese relativen Zahlen sagen letztendlich nichts. Unterbewertet kann auch ebensogut ein Auslaufmodell charakterisieren - und das wäre dann sicherlich kein Kaufargument.
    Langzeitbeobachtungen sind auch wenig hilfreich - zumal sich in der Zwischenzeit bei den Produktionsbedingungen und dem Angebot an Waren einfach zu viel getan hat.
    Was bleibt ist die Erkenntnis daß Gold innerhalb eher kurzer Zeiträume sowohl stark fallen als auch stark steigen kann. Darin liegt die Chance - und dies keineswegs nur für den kurzfristig orientierten Spekulanten - sondern auch für den sicherheitsorientierten Anleger.
    Günstig gekauftes Gold ist und bleibt ungeachtet der Marktpreisenwicklung eine gute Geldanlage - zumindest innerhalb der für einen Anleger relevanten Zeiträume von wenigen Jahrzehnten.


    Angenommen, man glaubt langfristig an Fiat und an Geldwertstabilität würde eine Goldanlage, auch eine günstig gekaufte, wegen des Zinseszinseffektes bei verzinslichen Fiat-Anlagen keinen Sinn machen.


    Ich glaube nicht daran. Gewisse Betrugsmuster dieses Fiat-Systemes Systemes sind einfach nicht übersehbar.


    Für Fiat-Investoren, die das erkannt haben, gibt es nur eine Frage zu beantworten: Kann mein Geld sich schneller vermehren, als es entwertet wird.


    Wahr ist wohl, daß der Dollar, je nach Berechnungsmethode, seit 1906 etwa 95 bis 98 Prozent seiner Kaufkraft eingebüßt haben dürfte.


    In Edelmetall gerechnet hat er (immer noch) viel weniger an Wert verloren. Selbst bei Silberkursen von etwa 4 Dollar die Unze hatte der Dollar schon ca. 75 Prozent seines Wertes gegen Silber verloren. Dies nur zur Richtigstellung, wobei alte Dollarnoten gegen eine Unze Silber eingelöst werden konnten, ganz im Gegensatz zu alten Silberdollars, die aufgrund des Schlagsatzes weniger als eine Unze Feinsilber enthielten, sog. Trade-Dollars" ausgenommen, die als Handelsmünze vollwertig ausgebracht wurden.


    Was den Umkehrschluss zulässt, daß Edelmetall gegenüber den Dingen des täglichen Bedarfs immer noch stark unterbewertet ist, legt man die Maßstäbe an, wie sie zu Zeiten des Gold- oder (früher noch) des Silberstandards galten.


    Das nenne ich ein Kaufargument


    Wäre dem anders, so müsste man Edelmetall verkaufen und in andere, unterbewertete Dinge investieren.

    Ich habe heute noch 925er Silber für 18,90 EUR je Feinunze erworben. Mit staatlich garantierter Rücknahmeverpflichtung exakt zu diesem Kurs.


    Jedoch: an vielen Banken gibt es derzeit keine deutschen Silber-Gedenkzehner, was abe rnichts mit Silberknappheit, sondern damit zu tun hat, die die Dinger großteila mangels Nachfrage zurückgegeben wurden. Die nächsten sollen erst Mitte August rauskommen (pers. Anmerkung: sofern der Silberpreis nicht explodiert).

    Nein, das mit dem Kontraindikator glaube ich weniger:


    Die rein terminmarktbedingte und somit spekulative Silberpreiskorrektur ist vielleicht schon gelaufen und in Anbetracht des in Teilen der Welt spürbaren Mangels an physischem Silber ist nun, nachdem hoffentlich sehr viele Silberfuturs zurückgekauft und so "entshortet" werden konnten keine Motivation interessierter Kreise für eine weitere Silberpreisdrückung vorhanden. Davon mal abgesehen muss nun Silber, daß zur Kursdrückung verleihen wurde zurückgekauft werden.


    Das lässt grundsätzlich und auf mittlere Sicht auf höhere Preise hoffen.


    Zu Herrn Siegel: ich habe den einmal auf Bloomberg-TV erlebt. Einiges, von dem was er sagte war plausiebel. Anderes nicht. Gehe ich von einem Währungscrash aus, dann bin ich doch viel besser mit einer sehr hohen Quote physisch, als in Aktien investiert. Mir war er zu bullish.


    Warum hat Herr Siegel nicht bei Goldpreisen um die 700 Dollar massiv Positionen reduziert bzw., falls er das nicht gewollt hätte, Puts erworben?.


    Jetzt die 10 Prozent Liquidität seines Fonds zu verbraten - was soll das?.
    AUch ein Fonds benötigt Liquidität. Und einer, der in hochvolatilen Goldaktien investiert erst recht. Das ist eine Nummer vor der Hedgefonds-Klasse. Liquidität ist da ganz besonders wichtig.


    Zumal man immer noch nicht sicher ausschließen kann, daß wie ein Plateau bzw. eine Bullenfalle im kurz- bus mittelfristig leider noch intakten Abwärtstrend sehen. Dann würden Fondsverkäufe bei Anteilsrückgabe mangels Liquidität weiteres Angebot und somit - zum Schaden der investierten Anteilsinhaber - noch stärker fallende Preise erzeugen.


    Jetzt für einen Aktienfonds Liquidität zurückfahren, das halte ich für sehr risikofreudig. Und wenig verantwortungsvoll gegenüber den Anteilseignern. Hätte er bei steigenden Kursen schrittweise in den steigenden Markt hinein gekauft und hätte er jetzt einen Teil der so erlösten, Mittel unter Anreicherung der Substanz revestiert, dann hätte man es verstehen können.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    .....Eine Blase bei den Rohstoffen wird es geben. Wenn Gold und Silber um 1000% steigen, ja dann kann man von einer Blase sprechen. Aber doch nicht bei einer Steigerung von moderaten 250% in 6 Jahren nach einem absoluten Tief von 250 Dollar. :rolleyes:


    Wer immer die Blase am neuen Markt mit den angeblichen Blasen bei den Rohstoffen vergleicht, ein reinrassiger Birnen-Äpfel-Vergleich, der offenbart ja damit sein Halbwissen in beiden Bereichen! Die Aktien am neuen Markt sind innerhalb von Monaten um Faktoren gestiegen, da sind die 250% lächerlich dagegen! ......


    Kaufrausch hat RECHT.


    Ein paar Beispiele:
    WCM, Höchstkurs über 40 €, derzeitiger Hurs ca. 20 Euro-Cent (0,2 EUR)
    Senator-Film: Höchstkurs über 40, momentan unter 0,30 (bei Berücksichtigung des Kapitalschnittes,
    TV-Loonalnd: Höchstkurs: fast 200 EUR, momentan für unter 1,80 erhältlich.


    Und das waren noch nicht mal die allerschlimmsten. Ich erinnere nur an Werte wie Flowtex.... :)


    Bei einer "normalen" Aktien-Blase hat man Preissteigerungen von über 500 bis 1.000 Prozent innerhalb von weniger als einer Dekade.


    Bei Immobilien ist das schon deutlich weniger, weil es viel mehr Immobilienvermögen als Aktienvermögen gibt und sich mit Immobilienvermögen weniger leicht und schnell spekulieren lässt....


    Beim "Neuen Markt" waren es - bezogen auf den Gesamtmarkt, über 1.000 Prozent. Bezogen auf Einzelwerte waren auch schon mal locker 5.000 bis 10.000 Prozent drinn.


    Und berücksichtige man Preissteigerungen von vielleicht 3,5 Prozent per Anno, dann ist der Krügerrand (Basis 1987 = geschätzte 150 EUR) heute mit etwa 470 EUR nicht weit von den sich so ergebenden 390 EUR entfernt. Zwei Jahre später wurden dan aus ca 300 DM Krügerrand-Gold mehr als 1.300 Fiat-DM, wenn man gut verkauft hatte.


    Legt man die damaligen Verhältnisse zu Grunde, dann hat der Goldpreis noch genügend Luft.

    Zitat

    Original von mesodor39
    .....Zum Gold: Der Kursverlauf ist heute morgen mal wieder extrem interessant. Es schaut danach aus, als zwischen 574 und etwa 578 Dollar die Unze massiv abgegeben oder angekauft wird. Solche Säulen und Treppen sieht man sonst vorwiegend bei marktengen Aktien und Edelmetallen wie z.B. beim Edelmetall Palladium.


    Das war gestern morgen. Heute morgen setzte sich der Kursverlauf, wieder in Asien, exakt nach dem selben Muster fort. Nur auf einem etwas höherem Niveau, etwa zwischen 590 und 594 Dollar.


    Auch wieder etwa 4 Dollar Bandbreite. Man kauft den Markt bis zur Obergrenze leer, wartet dan wieder etwas, bis Angebot kommt und die Kurse fallen und kauft dann erneut bis zur Obergrenze leer. Und zwar solange, bis nur noch zu höheren Kursen Material kommt.


    Womit nun die Frage geklärt wäre, ob da Aufkäufer oder Verkäufer am Werk sind, die diese Kursmuster verursachen.


    Daß sowas bei einem liquiden Wert wie GOLD nur extrem potente Käufer können, das versteht sich von selber.


    Ebenfalls selbstverständlich ist, daß die, die gestern zu 574 bis 578 Dollar und nachmittags teils noch darunter verkauften, um mindestens 20 Dollar zu billig abgegeben haben.

    So zum Beispiel:


    http://www.welt.de/data/2006/06/22/926974.html


    Mann muss nur zwischen den Zeilen lesen können:

    "Die Rohstoffnotierungen legten zuletzt einen ähnlich exponentiellen Wertzuwachs an den Tag wie die Aktienkurse an der Nasdaq vor der Jahrtausendwende",


    "Und analog zur Nasdaq rechnen die Profis auch hier mit Preiseinbrüchen von bis zu 62 Prozent."


    "Rohstoffe weisen heute eine so hohe Korrelation mit anderen Asset-Klassen auf wie noch nie."


    Und der dicke Hammer, der kommt immer erst zum Schluss!.


    So wissen, elegant und ganz schlicht in einem Satz mit 14 Worten verpackt - auch gleich alle Aktienbesitzer, Bondsholder, Zertifikate-Investoren und Immobilien-Eigentümer, was ihnen blühen kann.....


    Nicht nur Gedichte, Aufsätze und Kurzgeschichten weisen eine zum Teil extrem hohe Textdichte auf.

    Diese Möglichkeit möchte ich auch garnicht abstreiten. Die Frage ist doch, ob wir selbst unsere Epoche objektiv beurteilen. Oder ob wie viele falsche Dinge glauben / annehmen / vermuten, weil wir es erstens nicht besser wissen können und zweitens viele Falschinformationen glauben, die wir als solche nicht erkennen konnten, weil die wahren Hintergründe und Zusammenhänge erst viel später erkennbar wurden.


    Ich habe sehr große Zweifel, daß die Menschen des anfangenden 21. Jahrhunderts sich auch nur ansatzweise entsprechend den Gegenbeheiten der Zeit verhalten. Ich selber will mich da garnicht ausnehmen. Insofern dürfte die Zukunft spannend bleiben.


    Ich glaube zudem, daß die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts pauschal als "goldenes Zeitalter" verkannt wird und daß auch zukünftige Generationen unfähig sind zu erkennen, daß es sich bereits bei den 90ern um eine kreditgetriebene Scheinblüte allergrößten Ausmaßes gehandelt hatte.


    Eine Zäsur wird der Anschlag auf das WTC sein, der diese Ära beendet. Der Niedergang wird dann schwindenden Ressourcen und den Angriffskriegen der USA und den erstarkenden asiatischen Nationen angelastet werden. Das aber sind doch nur die (Spät-)Folgen einer immer weiter expandierenden und komplexer werdenden Verschuldung und immer schneller steigenden Geldmengen und daraus resultierenden Problemen, immer mehr Zins zahlen zu müssen....


    Zur Erinnerung: Bin-Laden und Sadam waren einst gute Freunde Amerikas. Also muss da wohl so einiges schiefgelaufen sein, damit es so kommen konnte, wie es dann kam.


    Und wenn gute Freundschaften zu Bruch gehen, dann meist aus zwei Gründen:


    Frauen oder GELD


    ich würde mal der Spur des Geldes folgen......


    Zur Geschichtsschreibung:


    Weltgeschichte ist Geldgeschichte. Ich kenne keinen Politik- oder Geschichtsunterricht, der insbesonders auf die wirtschaftlichen Hintergründe der Menschheitsgeschichte der letzten 2.500 Jahre intensiv eingeht und Ereignisse daraus erklärt. Würde es ihn geben, dann würden sich derart gebildete Menschen wirtschaftlich völlig anders verhalten, als das momentan der Fall ist.


    Was hat man nicht alles an der (angeblich allgemeinbildenden) Schule gelernt. Speziell im Deutschunterricht. Jedoch: wie man einen Geschäftsbrief schreibt, das lernt man an allgemeinbildenden Schulen nicht. Dabei ist sowas mindestens genau so wichtig, wenn nicht gar noch viel wichtiger, als irgendwelche Literaturströmungen bis zum Exzess zu analysieren.


    Die Allgemeinverblödung fängt bereits in der Schule an. Und zwar durch ganz bewusste Ausklammerung wichtiger Lebensbereiche. Rechtskunde wäre auch sehr wichtig, genau so wichtig wie Politik, Erd- oder Sachkunde..... Wird aber kaum angeboten / gelehrt.

    Zitat

    Original von juergenlangen


    dieses Märchen hält sich ja wirklich immer noch :) :P !! ...


    Ich nenne das Propaganda (bewusste Fehlinformation staatlicher Seits).


    Die menschliche Geschichte ist voll von gezielt verbreiteten Falschinformationen bis hin zur Geschichtsfälschung.


    Was mich interessieren würde, das wäre die Darstellung des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts in Geschichtsbüchern, die in 200 Jahren erscheinen. Wahrscheinlich würde ich meine eigene Zeit nicht wiedererkennen, so verzerrt und entstellt alles beschrieben ist........

    Der Diskussionsverlauf zeigt in beeindruckender Art und Weise den erschreckenden Geldüberhang. Selbst in Wein und Whisky wird spekuliert. In jedem "Markt" gibt es Speziallisten und Preise, die so hoch und jenseits aller Vernunft sind, daß einem speiübel werden könnte.


    Das Geld drängt in jede noch so kleine Niesche. Setzt sich überall fest. Schafft überall fiktive Werte und Scheinblüten. Beispiel: Überraschungseifiguren - da hats schon Prozesse wegen gefälschter / manipulierter Figuren gegeben. Bei den Münzen ist das genau so, wie bei tausenden anderen Sachen ebenfalls....


    Diese seit den frühen 70ern vermehrt auftretenden Phänomene sagen mehr über den Geldwert und die wohl vorhandenen "unbeschäftigten" Geldmengen aus, als der Goldpreisverlaiuf der letzten Jahre.


    Über 10.000 EUR für eine einzige Flasche Wein sind scheinbar kein Einzelfall. Und die wären im Krisenfall sicherlich nicht in harter Währung realisierbar, wenn man von heutigen Preisverhältnissen, 10.000 EUR sind etwa 20 Krügerränder, ausgeht.

    Zitat

    Original von Cra$h


    Begreifen wir Zinsen doch mal als Marktreaktion......


    Das hatte ich als Schüler auch noch geglaubt. Jedoch ist der Zins einzig und alleine das Diktat der NOTENBANK.


    Die Notenbank bestimmt den kurzfristigen Zins und wenn sie den nur tief genug ansetzt über die Mechanismen des Carry-Trade auch die langfristigen Zinsen.


    Warum wohl sind die Dollarzinsen nahezu invers?.


    Antwort: solange man in Japan als Bank nahezu zinslos Geld leihen kann, wird das bei der FED oder sonstwo in Dollar getauscht und zum oder notfalls gar unterhalb des Diskontsatzes der FED in den USA angelegt. Sind alle kurzfristigen Anlagen belegt, wandert das Geld dann sogat in 10-, 15-, 20- und 30-jährige Bonds.


    Und das nicht nur in den USA, sondern auch in den sog. "Emerging Markets". Wird Geld dann wiede rper Zentralbankdiktat "knapper" gemacht, werden erst die risikoreichsten Anlagen liquidiert. Die waren wegen der Annäherung der Spreds von Anleihen mittler und bester Bonität halt primär Engagements in den Emerging-Markets. Wäre die Risikoprämie zu US-Staatsanleihen signifikant höher gewesen, so hätte es wohl zuerst in den USA und beim Dollar "gecrasht". Bush hätte denn neue Mittel nuzr noch zu 10, 15 oder 20 Prozent gekriegt.


    Das Problem ist doch daß über zu viel Liquidität ruhinöser Wettbewerb generiert wird. UNternehmen bluten substanziell aus. Wird dann die Liquidität zurückgefahren, geht es auch ehemals gesunden und nicht auf Kredite angewiesenen Unternehmen an den Kragen. Weil auch die durch Überliquidität aufgeblähte Nachfrage durch den willkürlichen Geldentzug implodiert. Und der Katzenjammer - auch deflationärer Crash genannt - könnte uns demnächst bevorstehen.


    Und nur damit keine Missverständnisse auftauchen:


    Ursächlich für Zinsanhebungen der Notenbanken ist einzig und alleine die zuvor viel zu locker gewesene Geldpolitik selbiger, die aufgrund eines zu großen Geldüberhanges zu unangemessen hohen Preissteigerungen geführt hat, die das Vertrauen in den Geldwert haben schwinden lassen. Also keine "Marktreaktion", sondern eine Art Resonanz auf durch grob falsches Verhaltens der Notenbanken ausgelöste, unvermeidbare Entwicklungen.

    Auch ich bin Nichtraucher. Schlimmer noch: Whisky schmeckt mir nicht. Rum geht gerade noch so, da gibts leckere Sorten. Und meinetwegen noch Anisschnaps oder Amaretto :)


    Zu Weinen nur soviel: ich habe selber schon Wein aus allem möglichen gemacht, verstehe also ein klein wenig davon.


    Ein Wein bekommt meist erst einen guten Geschmack nach zwei bis drei Jahren Lagerung. Alles andere kann man nicht guten Gewissens trinken. Bei guten Weinen wäre das eine Verschwendung an Genuss und geschmacklich weniger gute Weine sind eh immer viel zu teuer gezahlt und bestenfalls für die Küche (Saucen, Braten) oder als Grundlage für eine Bowle geeignet. In Frankreich trinkt man solche Weine mit Wasser stark verdünnt zum Essen.


    Dann gibt es - optimale Lagerung vorausgesetzt, eine Phase, in der der Wein gut ist, ggf. besser wird und dann beginnt abzubauen. Diese Phase kann, je nach Wein unterschiedlich lang sein. Alte Weine müssen zudem regelmäßig entkorkt und neu verschlossen werden. Die Zeitintervalle hängen sehr von Korkqualität und Lagerungsbedingungen ab.


    Optimal für die Lagerung ist ein dunkler, kühler Keller ggf. mit Erdboden. Wein muss liegen. Um die 4 bis 6 Grad Lagerungstemperatur dürften optimal sein. Der Kork darf von innen nicht mit Luft in Berührung kommen.


    Fazit: eine leckere Falsche Wein kaufen, öffnen und beim austrinken genießen. Selbst lnge lagern dürfte für 99 Prozent aller Menschen nicht in Betracht kommen. Das ist gutes Geld weggeworfen. Enttäuschungen sind vorprogrammiert.


    Bei Rum und Schnaps schaut das anders aus. Der ist sehr gut dunkel lagerbar. Er wird aber in der Flasche durch die Lagerung weder besser noch schlechter.

    Ich meine dazu folgendes:


    Ein Anleger / Investor sollte sich nicht durch Steuern steuern lassen und sich so dem Diktat des Staates beugen, was er mit seinem Geld zu tun hat und was ehr nicht.


    16 Prozent, oder auch 19 Prozent sind, bei einem Kursverlauf des Silbers wie zwischen 1978 und 1981 NICHTS. Investoren werden durch NICHTS mehr fehlgelenkt als durch Subventionen und Steuern, was faktisch dasselbe ist.


    Zum Gold: Der Kursverlauf ist heute morgen mal wieder extrem interessant. Es schaut danach aus, als zwischen 574 und etwa 578 Dollar die Unze massiv abgegeben oder angekauft wird. Solche Säulen und Treppen sieht man sonst vorwiegend bei marktengen Aktien und Edelmetallen wie z.B. beim Edelmetall Palladium.


    Entspricht der Wert der Goldreserve der der Staatsverschuldung wird die Reserve verkauft und die Schulden sind getilgt.Basta.


    Die Bondsholder dürften die indirekten Rückschlüsse, die aus einem derartigen Szenario gezogen werden könnten weniger "prickelnd" finden :D:D:D


    michalis: Ihre Analyse ist recht oberflächlich, sie greift viel zu kurz:
    Jeder Investor / Anleger / Spekulant / Zocker / Trader macht ständig Veränderungen durch. Alles ist im Fluß. Schon morgen bin ich nicht mehr der, der ich heute Abend sein werde.


    Insofern muß man auch bei den angenommenen Depots solchen Entwicklungen Rechnung tragen.


    Gerade der, der momentan noch zur Altersvorsotge 500 g Barren und noch größere Kaliber zurücklegt, der muss doch mit dem Klammersack gepudert sein! In der Entnahmephase sind doch kleinere Stückelungen, Krügerränder, 100 g-Barren und vielleicht noch 250 g Barren angesagt.


    Mit dem Erlös aus einem 250-g-Barren kommt man vielleicht ein Jahr aus, wenn man seine Rente von vielleicht wertmäßig 600 EUR auf 900 EUR monatlich aufbessern will.


    Noch vor wenigen Jahren sprach nichts gegen solche Stückelungen (250 g, 500 g und mehr). Gold war damals sehr wenig wert. Aber es ist abzusehen, daß sich dieses damalige Extrem irgendwann in mittlerer Zukunft in ein anderes Extrem, einer exorbitanten Überbewertung von Gold verkehren könnte.


    Geht man davon aus, daß Gold nominal sehr stark steigt und die Einkommen real deutlich fallen werden, dann können vielleicht schon 100-g-Barren zuviel sein, um annonym zu bleiben.


    Ich hatte mal vor Jahren wenige 250-g-Barren erworben und die kürzlich für einen Immobilienkauf veräußert. Sollte ich irgendwann wieder in Anlagegold investieren, so wird meine bevorzugte Stückelung die Krügerrand-Klasse (1 Unze) sein.

    Zitat

    Original von carexcarex
    Mas meint Ihr zur These, dass es besser ist Münzen zu kaufen statt Barren? (wegen der Einwechselbarkeit gegen Nahrung im Notfall?
    Damit kann man zur Not auch mal bezahlen???


    Für Nahrungsmittelkäufe wären beispielsweise silberne 10-EUR-Gedenkmünzen, alte SILBERFÜNFER (J387) oder die 5-Reichsmarkmünzen des III Reichs interessant. Meinetwegen auch 1-Unzen-Münzen. Goldmünzen wiegen idealerweise irgendwo zwischen drei und 8 Gramm fein. Noch billiger ginge es bestimmt mit Schnaps, Rum oder Zigaretten / Zigarren. Dies nur so am Rande


    Im byzantinischen Reich beispielsweise war die Kaufkraft des Goldes zeitweise so hoch, daß "Geringverdiener" wie Dienstboten damals auf vielleicht einen Solidus im Jahr an Einkommen kamen (ca. 4,5 g Feingold). Gezahlt wurde meist mit kleinen, unscheinbaren Teilstücken des Follis, wobei ein Tagesverdienst ein bis zwei dieser Kupfermünzen entsprach....

    Das sowas kam, das war doch logisch.


    Logisch auch, daß auf konkrete Fragen nicht eingegangen wurde.


    Klar, daß ich mein Edelmetall auch immer brav dort gelassen habe, wo ich es erworben habe. Jeder macht das schließlich so. Oder habe ich nun ein wenig geschwindelt?.


    Jeder muss doch wissen, wie schnell ausländische Guthaben, Forderungen und Vermögenswerte von den USA eingezogen, eingefroren oder gar konfisziert werden.


    Wie kann man nur so verantwortungslos mit deutschem Volksvermögen umgehen!.


    Die beiden selbstgefälligen Schreiben sind doch für die Tonne.


    Erstens weil da argumentativ ausgemachter Unfug drin steht und zweitens, wei sie nur von Personen unterzeichnet sind, die weisungsgebunden handeln und die Auftraggeber / Verantwortlichen des Inhaltes im Verborgenen bleiben.


    @HORSTWALTER: Ihr berechtigtes Engagement in allen Ehren. Jedoch: zumindest das angeblich in NY lagernde deutsche Staatsgold dürfte wohl für das deutsche Volk verloren sein. Ich glaube, daß die Amerikaner es nicht herausgeben würden. Vielleicht wäre Anfang der 90er etwas machbar gewesen. So, wie es momentan mit dem Dollar ausschaut, verlässt das Gold die USA ganz bestimmt nicht. Das Gold befindet sich (angeblich) in den USA. Jedoch soll auch bereits ein Teil des Goldes verliehen worden sein. Worauf in beiden Schreiben nicht eingegangen wird. Das verleihene Gold dürfte (in Anbetracht der derzeitig sich abzeichnenden Möglichkeit einer Weltwirtschaftskrise) bei Insolvenz der Schuldner ohnehin verloren sein.


    Man könnte auch genau so gut eine Petition an den deutschen Bundestag senden und ihn bitten Verhandlungen mit Russland und Polen dahingehend aufzunehmen, Polen wiede rin den Stastsgrenzen von 1937 wieder herzustellen. Selbst wenn sich der Bundestag bemühen würde, wäre diesen Bemühungen kein Erfolg beschieden.


    Es gibt Dinge, die sind de Fakto unwiederbringlich verloren.


    Das gilt für das nach dem 2. Weltkrieg weggenommene deutsche Staatsgebiet und nach meinem Dafürhalten auch für das nach dem 2. Weltkrieg erwirtschaftete deutsche Staatsgold, das verliehen ist und/oder in den USA lagert.

    Was bleibt dem (militärisch) schwachen deutschen Staat an Optionen?.


    Einen sehr hohen Goldpreis abzuwarten und die Goldreserven beispielsweise an China gegen Rohstofflieferungen verkaufen. Die USA dürften es sich kaum erlauben, den Chinesen die Herausgabe ihres Eigentums zu verwehren. Dann würde China die USA hochgehen lassen und die Dollarbombe zünden....