Beiträge von mesodor39

    sind genau solche Zeitungsartikel und Meinungen. Das ist der lange, unsichtbare Arm der Lobby derjenigen, die Wasser predigen, selber aber süßen Wein trinken: also andere in Versuchung führen, ihr Gold zur Kursdrückung zu verkaufen und selber kein Gramm abgeben.


    Nicht mehr und nicht weniger.


    Ich bin kein Schweizer. Jedoch wäre ich einer, dann würde ich solche Äußerungen wohl als Hochverrat empfinden. Hier wird versucht ein weiteres Stück wirtschaftliche Unabhängigkeit und Freiheit der Schweiz wegzunehmen. Und so ein Land und natürlich dessen als Synonym für Stabilität geltende Währung im Krisenfall in nullkommanix wirtschaftlich sturmreif zu schießen. Wer da wohl ein Interesse daran haben könnte?.


    Vielleicht das Land, dessen Währung in letzter Zeit immer weniger Vertrauen entgegengebracht wird?. Für mich die einzig auf Anhieb plausieble Erklärung.

    Zitat

    Original von Cra$h
    So gesehen würde ich sagen Erst mal Immobilie - und danach gleich Gold. :D


    Ich habe es genau andersherum gemacht:


    erst gespart und ein wenig Gold zur Diversifikation des Ersparten erworben, das waren vielleicht 3 Prozent des Geldvermögens Gold und 20 Prozent Silber (weil es ja so billig war). Später dann die Eigentumswohnung erworben und den Kredit binnen fünf bis sechs Jahren abbezahlt.


    Ein Verkauf des Edelmetalls stand - auch damals - nicht zur Diskussion.


    Klar hätten wir uns auch ein Reihenhaus finanzieren können. Dann aber hätten meine Frau und ich alles verkaufen müssen (ihre Wohnung und mein Edelmetall). Und so wären wir - ohne Berücksichtigung des Reihenhauses Nettoschuldner gewesen, wohingegen wir so, ohne Berücksichtigung der gekauften Wohnung etwa +/- 0 dastanden. Will sagen: wäre was mit uns persönlich pasiert, dann hätten wir Edelmetall und die Wohnung meiner Frau verkauft und wir wären aus der Nummer schuldenfrei rausgekommen.


    So fährt eben jeder seine persönliche Strategie.

    Wer bei Regen einen Regenschirm kauft, der ist wohl bereits nass geworden.


    [SIZE=7]Erinnert mich immer an diese Fonds, die kurz vor Erstellung des Rechenschaftsberichtes die Wertpapiere kaufen, die kürzlich die höchsten Wertzuwächse hingelegt hatten. Geholfen beim Wertzuwachs hat das bestimmt nicht.......[/SIZE]



    Und wer sich bei Sonnenschein einen Regenschirm ausleiht, der wird sich wundern, wie schnell der Verleiher den wiederhaben will, wenn es regnet.


    [SIZE=7]Banken machen das beispielsweise gerne mit Krediten so. Braucht man keinen Kredit, dann drängen sie einem geradezu Geld auf. Wehe aber man braucht unbedingt Kredit: dann kriegt man ganz sicher keinen[/SIZE]


    Der Kauf eines Regenschirmes macht nur Sinn, solange es noch nicht zu regnen begonnen hat. Niemand, aber auch wirklich niemand würde auf die Idee zu kommen, den Schirm zu bezahlen und ihm solange im Geschäft -natürlich jederzeit abholbereit - für ihn verwahren zu lassen, bis es beginnt / beginnen könnte zu regnen. Würde ein Kunde dem Verkäufer eines Regenschirmes einen solchen Vorschlag machen, dann könnte es sein, daß der den Kunden für einfältig hält.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ....Ich musst Insterburg da Recht geben. Du verrennst Dich IMHO zu sehr in Deiner Immobilienaffinität. Wenn ich Dir 1 Rat geben darf: Gib Obacht, dass Du nicht selbst zu einer Immobilie wirst! :D Die werden, wenn sie überaltert sind, meist abgerissen. ;) Sorry, nix für ungut!....


    Kaufrausch: schön, wenn man sich so um mich sorgt :)
    Jedoch nichts für ungut. Ich bin mit großen Teilen meines Vermögens sowas von "mobil" und liquide, daß ich mir eine Diversifikation in Immobilien leisten kann und dadurch sogar etwas an Stabilität und theoretisch sogar an Liquidität gewinne.


    Ich bin in der Lage binnen Tagesfrist (wenn es sein muss) 1,52 EUR in 6.000 Fiat-EUR zu transformieren. Das sind kursgültige Münzen im Gewicht von etwa 20 g. Damit würde ich nit 99 Prozent Wahrscheinlichkeit durch jede nach Vermögen fahndende Zollkontrolle kommen, da diese Münzen zusammen mit anderem Hartgeld in der Geldbörse nicht einmal als Besonderheiten erkannt würden, weil sie wie ganz normale Münzen ausschauen. Nachfragen könnte es dann zu etwa 100 EUR Hartgeld geben, weil die Stücke etwas "anders" ausschauen, als gewöhnlich. Für diese 100 EUR könnte ich, würde ich es drauf anlegen in Frankreich einen Gegenwert erlösen, der dem einer kleinen Eigentumswohnung entspricht. Würde man mich fragen, ob ich Vermögenswerte dabei habe. Kein Problem. Dann lege ich das Zeugs auf dem Tisch. Alles unedles Metall. Wenn man mich fragt, was es wert ist, dann sage ich, wofür ich es erworben habe und gut ist. Fragt man mich, wofür ich es dabei habe, sage ich, daß ich etwas mit einem anderen Sammler oder ggf. sogar mit mehreren Sammlern tauschen möchte.....


    Bei Gold, Silber, Platin, Palladium, Schmuck und Edelsteinen, da sieht das alles ganz anders aus. Da weis jeder Depp, was das wert ist. Ein Anruf genügt da. Die werden, wenn man sie denn angibt erst mal sichergestellt. Ob man das zurückbekommt hängt davon ab, ob man nachweisen kann, wann und ggf. mit welchen Geldern man den Kram erworben hat. Versteckt man es und wird es gefunden, dann kann es auch wegsein, wenn man nachher nachweist, man hat es legal und aus versteuertem Vermögen erworben....
    Gilt sogar für Bargeld. Ja, schöne Gesetze haben wir.


    Und sollte Fiat implodieren, dann muss die Barreserve (Hartgeld) ein paar Monate reichen. Mehr halten von 100 Bürgern vielleicht einer durch. 6 Monate finaler, implosiver Deflationscrash (den auf Raten haben wir ja schon klange Zeit) und jedes Land dieser Welt inflationiert, was das Zeug hält. Und dann ist Edelmetall trumpf. Gibt es neues Geld, dann werfen Immobilien bescheidene Erträge ab und vor allem: man ist dadurch bis etwa 25 Prozent bis 40 Prozent des dann gegebenen ERTRAGSWETRTES kreditwürdig.


    Klar. Logisch. Die internationale Finanzpresse. Propaganda. Bewusste Fehl- und Desinformation. Nur zur Erinnerung:


    Karstadt und die Stadt Dresden sanierten sich durch Immobilienverkäufe.


    Käufer sind meist ausländische Immobiliengesellschaften. Merkwürdig, wo so mancher Hase langläuft.


    Ich sage euch mal eines:
    Wenn in 10 oder 20 Jahren sich Löhne international angeglichen haben ist Wohnraum und Infrastruktur, sofern vorhanden, ein Standortvorteil.


    Menschen kommen dann von anderswo her, weil es hier nicht nur Lohn und Arbeit, sondern auch Unterkunft gibt.


    Und wer glaubt, daß es in 10 bis 20 Jahren zu einer Entschuldung und vor allem Entbürokratisierung und Deregularisierung durch Crash, Staatsbankrott oder Inflation kommt, der kann neben Edelmetall zur Diversifikation auch (schuldenfrei) Immobilien erwerben. Und sei es nur zum selbst drinn wohnen. Vorausgesetzt, er hat das nötige Kleingeld.

    Zitat

    Original von wef
    Die kurzfristigen, nahezu unvorhersehbaren Ausschläge werden viele Zocker sehr viel Geld gekostet haben. Und damit die Einlösungsfähigkeit der Emittenten von Derivaten für die nächsten jahre sichergestellt haben....


    Ja, ja, purer Zweckoptimismus & immer schön fest daran glauben :D:D:D


    Glaube kann bekanntlich Berge versetzen - ob das auch für Schuldenberge einer irgendwann in Schieflage geratenen Investmentbank gilt, da steht in der Biebel nichts zu drinn :D:D:D...


    ....sowas hab´ ich auch mal von der WCM-AG geglaubt: Rekordergebnis aus Verkauf eines Teiles der Klöckner-Werke... und keine zwei Jahre danach hatte sich der Kurs gezehntelt. Und danach noch mal geviertelt.


    Aus fast 20 EUR sind 24 Cent geworden. Viel schlimmer kann es einen OS-Käufer auch nicht mehr treffen.


    Ein kleiner, gut gemeinter Tipp: wer so argumentiert, der weis in seinem tiefsten Inneren schon, das das Spiel, was er spielt von seinem Gegenpart mit gezinkten Karten gespielt wird.


    Wenn eine Investmewntbank nur ein einziges mal so richtig danebenliegt, dann ist sie weg vom Fenster. Da bleibt für die (unbesicherten) Gläubiger i.d.R. rein garnichts übrig. Sinnlos, sich da selber etwas vorzumachen. Darauf das auch zukünftig jede Investmentbank und jeder Hedgefonds "gerettet" wird, würde ich mich nicht verlassen. Bis zur Argentinienkriese war es auch eine eherne Regel, daß Staatsschulden immer gezahlt werden mussten. China, das Kaiserreichschulden nicht anerkannte hatte für mehr als 50 Jahre keinen Kredit am Kapitalmarkt erhalten. Es war nicht bondfähig. Auch das hat sich seit Argentinien auf einen Schlag geändert....


    Warum Regeln einhalten, wenn doch immer neues Geld aus dem Nichts geschöpft werden kann?


    Ist doch eh alles Lug, Betrug und Täuschung.


    Und das Geld der Zocker das wandert über die bislang gut abzockende Investmentbank zu einem kleinen Teil an die dummen Aktionäre, die am Ende auch leer dastehen werden mit einem Bauch voller Wut. Und der Rest teilen sich die USA (Steuern) und das MANAGEMENT in Form märchenhafter Gehälter und (wenn dann noch Asche da ist) noch märchenhafter Boni und Gratifikationen für die Manager, die Wertpapierhändler usw. bis hin zum Wachmann. Prosche & Co. wird es freuen :D:D:D



    Da bleibt das GELD der ZOCKER.

    Zitat

    Original von Yousuf810
    Hier vor Ort,gibt es kein Gold oder Goldschmuck mehr zu kaufen,der Markt ist klean.Euros werden teilweise nur noch mit heftigen Abschlägen getauscht.Beim Dollar besteht schon annahme Verweigerung.Die meisten Leute hier glauben,der Bernenke wirft keine Dollars ab,sondern die Amis werden Atombomben abwerfen,denn nur das hätte einen Sinn,die Vernichtung von Menschen und Werten im grossen Umfang.


    Ich kann mir vorstellen, daß die Menschen in der Türkei aufgrund der regionalen Nähe zum Irak und Iran mächtig ANGST vor einem weiteren Krieg der USA gegen eines ihrer Nachbarländer haben.


    Daß dem Dollar dort kaum eine rmehr traut, kann ich verstehen, denn die USA ist KRIEGSPARTEI. Die Währungen kriegsführender Länder stehen und standen immer unter einer besonderen Beobachtung und unter Druck, sofern die Situation als unsicher bezeichnet werden kann.


    Die Schweizer haben im 2. Weltkrieg auch keine Reichsmark, sondern nur noch GOLD angenommen.


    Natürlich kommt es in der Türke zu einem Überangebot an Dollars. Ich kann mir folgendes denken: Viele Iraner, die sich auf einen Krieg vorbereiten legen Vorräte (Nahrungsmittel, aber auch GOLD) an. Klar daß Dollars aus dem Iran auswandern und der Goldmarkt in grenznahen Bereichen und vielleicht auch in weiten Teilen der Türkei sehr schnell leergefegt ist. Klar auch daß aufgrund der Dollarschwemme dort keiner mehr dem Dollar vertraut. Bekanntlich wird der Dollar ja auch in Nord-Korea gefälscht, wobei die Fälschungen für Normalbürger definitiv nicht erkennbar sind. Selbst Profis benötigen Spezialgerät zur Erkennung.....


    Yousuf810 beschreibt glaubwürdig ein Szenario, wie es sich heute schon - lokal begrenzt in Krisenregionen abspielen kann.


    Wer jetzt mutig ist und über Handelskontakte verfügt, der bietet physisch präsentes GOLD dort jetzt an, beispielsweise zum doppelten oder dreifachen Dollarkurs, und kauft im Ausland nach.


    Keine Ahnung ob und unter welchen rechtlichen Voraussertzngen GOLD in die Türkei eingeführt werden darf. Aber so ein Deal kann hoch profitabel sein.


    Mit der Zeit passiert dann eines von beiden Dingen:


    (1) der Mark tin der Türkei beruhigt sich wieder, d.h. es gibt wieder steigendes Angebot bei Preisaufschlägen, die sich den Vor-Kriesenrelationen annähern.


    Oder aber:


    (2) Es kommt auch im Ausland zu bei stark steigenden Preisen oder Goldbesitzverbot zu ähnlichen VERKNAPPUNGEN


    Andere Möglichkeiten gibt es nicht.

    Zitat

    Original von black-coins99


    Hallo...


    Ich hoffe nicht das diese Auktion wegweisend in Zukunft ist - ?( - Wäre ja wirklich schlimm wenn diese paranoiden Theorien von Inflation wahr werden würden - und nur noch der Materialpreis zählt....


    Mir wärs recht: eine vorzüglich bis bankfrische 5-Guinea-Münze für einen Krügerrand und drei Souvereigns oder besser noch: einen Aurei des Ulpius Cornelius Laelianus gegen ein oder zwei Unzen Gold. Das würde ich mir sehr gerne gefallen lassen.....


    tauscht ihr dann nur Pandas gegen Krügers..... jedem das seine und mir das Vielfache :D:D:D


    Ach ja, für Silberbugs noch dies: die 3 Reichsmark Friedrich der Weise in PP (keine Neuprägung) tausche ich dann gegen 20 Boliviars aus Pannama, (ca. 115 g Silber), meinetwegen auch gegen einen Kilobarren von dem Zeugs - mann gönnt sich ja sonst nichts :D:D:D

    ja, genau da shabe ich gedacht, als ich das hier las:


    http://www.faz.net/s/Rub58BA8E…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Nun ist Merill auch schon mit von der Partie?. und bei 480 meldet sich denn Lehmann zu Wort?.


    Egal.


    Die Seitwärtsbewegung / Bodenbildung ist noch nicht sicher und vielleicht haben wir auch nur ein Zwischenplateau gesehen (meiner Meinung nach steht es 80:20 gegen eine Bodenbildung).


    Banken traue ich in dieser Marktphase zu, daß sie genhau das Gegenteil von dem sagen, wa ssie glauben. Beispielsweise um besser aus verlustreichen Anlagen herauszukommen.


    Egal. Im Vergleich zu den Kursen 650 und 620 ist es momentan schon deutlich günstiger. Die Boden- oder Plateaubildung dauert schon drei Tage an. Da kann man mal - strategisch gesehen - vorsichtig was riskieren.


    Der Taktiker jedoch muss noch warten.

    Ich sehe hier noch einige Dinge im Raume stehen, mit denen sich Finanzaufsichten weltweit zu beschäftigen hätten:


    Viele Marktteilnehmer gingen davon aus, daß der Barcleys-ETF Silber, wie ursprünglich angekündigt - physisch erwirbt und haben sich entsprechend positioniert.


    Diejenigen, die vor anderen wussten, daß dem nicht so sein würde konnten mit diesem Insiderwissen relativ risikolos Silber leerverkaufen.


    Der Silberkursverlauf wa rmehr als nur "auffällig".


    Daher müssten die Geschäfte der jüngeren Vergangenheit daraufhin allesamt überprüft werden (meine Meinung).


    Darauf sollten Betroffene (insbesonders solche, die beruflich mit Silber zu tun haben), die sich geschädigt fühlen hinwirken.


    Ich selber habe dieses Jahr bislang kein Gramm Papier- oder Barrensilber ge- oder verkauft.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Schweden hat getort. :D


    Das heißt, man kann ein Haus kaufen und muss es nicht eintragen lassen? Vorteile? Nachteile?


    Eingetragen ins Grundbuch wird jede gekaufte Imobilie von Amts wegen. Jedoch kann man in das Grundbuch eine Grundschuld eintragen lassen, ohne diese in Anspruch zu nehmen oder Alteinträge, die nicht in Anspruch genommen oder abbezahlt sind, dort stehen lassen. So geht es schneller, wenn man einen Kredit aufnehmen will. Und billiger ist das auch noch, weil Schreib- und Beurkundungsgebühren entfallen.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ....Ein Haus auf Kredit kaufen, macht einen abhängig vom Haus, von der Bank, von der Ehefrau, von der Arbeit, ... Nein danke! Zumindest nicht für mich.


    Gnight! :)


    Kredite machen aus einem freien und wirtschaftlich unabhängigen Menschen einen Kredit- und Bankenknecht. Einen Zinssklaven halt.


    Jedem freien Mann (und auch jeder Frau) steht es frei, ob und wie sehr er sich kneckten und versklaven lassen will.


    Ich war in meinem Leben einmal für etwa 5 Jahre Knecht und Sklave. Und war froh, als alles abbezahlt war. Schulden größeren Umfanges (mal von kleinen Girokontoüberziehungen abgesehen) werde ich hoffentlich nie mehr machen. Angenehm ist der Druck (und das empfinde ich persönlich so) Schuldner zu sein ganz gewiss nicht.


    Zarathustra: Ihrer Argumentationskette stimme ich in vielen Punkten zu:


    "Tatsache ist, dass es in einem Zins-System - und in einem solchen leben wir nun mal - IMMER zu einem Geldentzug aus dem System und damit zu einer Deflation kommt...eine Hyperinflation ohne vorhergehender Deflation ist unmöglich..."


    100 Prozent Zustimmung meinerseits. Ich behaupte jedoch: die Deflation ist bereits lange da. Sie wird dadurch in ihrer Wirkung fallender Preise aufgehoben, daß bei annährend stabilen (Endverbraucher-)Preisen die Geldmengen sehr stark steigen. Die Preise sinken daher nicht, wie das in einer Deflation mit annähernd konstanten oder gar rückläufigen Geldmengen der Fall sein würde.


    "und weil in einer Deflation Geld gehortet wird, um morgen oder übermorgen noch billiger an die Waren zu kommen, ist auch das plakative Helikopter-Geld-abwerfen-Bildnis nie und nimmer die Lösung des Problems...es kann die Deflation max. entspannen..weniger drastisch verlaufen lassen...aber niemals verhindern...denn warum sollte die geldhortende Masse dieses ihnen geschenkte Geld plötzlich ausgeben..nur weil es ihnen geschenkt wurde? Der Helikopter macht nur dann Sinn, wenn dieses Geld auch in den Umlauf kommt..ansonsten ist die Aktion völlig sinnlos."


    Auch das ist richtig. Nur haben wir doch schon längst "Helikoptergeld": die Geldmenge wurde nicht in einem Mal per Helikopter abgeworfen, sondern über Null- und Minnizinsen und jährlichen Geldmengenwachstumsraten, die etwa viermal so hoch sind, wie das Wirtschaftswachstum. Nur so konnte man in den letzten Jahren einen Zusammenbruch in vielen Ländern abwehren. Auf Kosten der Enteignung durch Inflation und des nahezu vollständigen Ausblutens des Mittelstandes vielerorts. Schaut doch mal, was Rohstoff eund Maschinen in den letzten Jahren teuer geworden sind......



    "Gold als Krisen- und Crashmetall ist also völliger Unfug...in einer Deflation bekommt ihr selbiges um 80% billiger - für die anschließende harte Inflation/Hyperinflation."


    DANN REDEN WIR HIER VON UNZENPREISEN ZWISCHEN 100 und 140 EUR. Oder 110 bis 140 Dollar. Völlig unvorstellbar. Ich behaupte folgendes: Es mag sein, daß Gold vielleicht im finalen Deflationscrash auf 250 bis 300 Dollar fällt. Ich hingegen glaube, daß irgendwo bei 370 Dollar ein Boden ist, der nie mehr unterschritten wird. Diese Kurse sind die von Ihnen skizzierten Kurse in der Deflation.


    Geld gibt es wie Sand am Meer. Das lauert nur darauf, Sachwerte billig zu kaufen. Wo sich der Deflationscrash erbittert austoben wird, das ist bei den Aktien und bei den Immobilien. Da werden Millionen Schuldne rüber die Klinge springen. Gold gibt es nicht genügend, um Goldpreise von 110 bis 140 Dollar zu erzeugen. Weit oberhalb dieser Preise kaufen die Notenbanken selber Gold wie bekloppt. Ebenso die Goldschuldner, weil die dann billig ihre Goldschuld loswerden. Notenbanken kaufen alleine schon um die spätere Hyperinflation durch eine hohe Goldquote abmildern zu können bzw. um Reserven für die Währung anzulegen, die danach kommt. Notenbanken haben auch in der Deflation GELD ohne Ende. Und die werden das einsetzen, wenn dadurch die Preise nicht steigen.


    Speziell beim Gold besteht daher die Gefahr, nicht investiert zu sein, wenn man erst zu den von Ihnen angegebenen Kursen (80 Prozent unterhalb der Vorkrisenkurse) kauft.




    "Ich werde morgen meine letzte Tranche Gold kaufen...als Absicherung gegen die laufende schleichende Inflation...danach aber ist mein Goldfieber abgeklungen."


    Eine sehr weise Entscheidung, dennoch Gold zu kaufen. Ebenfalls sehr weise ist es, zu wissen, wann man genug Gold erworben hat. Und vor allem: niemals alles in Edelmetall investieren und liquide zu bleiben.


    Abschlussbemerkung:
    Ich glaube nicht, daß Sie hier geblendet wurden. Das was Sie verunsichert, das ist die Art und Weise, wie sich die Deflation - für die allermeisten Menschen völlig unbemerkt - in Form annähernd konstanter Preise bei völlig aus dem Ruder laufenden Geldmengen auswirkt. Sowas hat es nämlich in dieser Form noch nie gegeben. Das ist nur in einem waschechten Fiat-System ohne Ausweichmöglichkeit in andere Währungen und bei massiven Preismanipulationen von Rohstoffen mit ehemals monetärer Funktion möglich.

    na, ehr wohl handlungsunfähig :)


    Ich bin zwar auch großteils "immobil" aber wenn ich es wollte dank seit Jahren nicht in Anspruch genommener Grundschuldeintragungen blitzschnell liquide.....



    @all: zurück zum Papiersilber:
    ach ja: Papiersilberfetischisten können jetzt auch Barcleys-ETF´s ohne Bedenken kaufen. Lt. einjem Posting hier im Forum soll da kein Gramm physisches Silber drinn stecken (!). Obs stimmt?.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Das ist wie gesagt meine Situation mit vollem EK. IMHO ist eine Hausfinanzierung mit 25% EK ein Abenteuer. Aber manche Leute stehen auf Abenteuer. Ich auch. Ich fliege aber lieber z. B. gerne mit Flugzeugen durch den weiten wilden Westen. Heading sunset on the beach. :D


    Ja, Abenteuer hab ich schon genug gehabt. Wie ich mir als Grundschüler das Geld für meine ersten Goldmünzen verdient habe....
    ... und was ich dabei alles erleben durfte.... ....das erzähle ich hier lieber nicht..... Als Jugendlicher habe ich dann mit meinem Leichtkraftrad des öfteren spontane Motorradrennen gefahren. Im öffentlichen Straßenraum versteht sich.....


    Seit etwa 1988 sind bei mir derlei "Abenteuer" out. D.h.: die größten Abenteuer, die gabs dann bis 2002 mit Unterbrechungen an der Börse. Und anders als meine Aktivitäten als Kind und als Jugendlicher gehen die im Regelfall absolut böse für den aus, der das Abenteuer sucht....


    Seit etwa 2003/2004 gehe ich nur noch solche Risiken ein, die ich entweder bewusst in Kauf nehme (also gut kalkulierbare / versicherbare) oder solche die ich aufgrund nicht erkannter Risikoblindheit schlicht und einfach nicht als solche wahrnahme.


    Mit dem Flieger durch die USA, das würde ich unter "Romantik" verbuchen. "Abenteuer", das ist wenn man als 10-jähriger mit der (geladenen) Zimmerflack in der Hose auf Tour geht um im Sumpf Rohrkolben erntet und die dann zwecks Geldbeschaffung zum Goldmünzenkauf verscherbelt. Immer auf der Hut, nicht von irgendwelchen Spinnern erwischt zu werden und das für 30 Pfennige das Stück. Und für 140 DM gabs damals einen Sovereign.


    Nachdem ich dann (und da fehlte nicht mehr viel) einem dieser Spinner beinahe den Kopf vom Hals schiessen musste (weil er einen Kameraden von mir festhielt und mich so zwingen wollte ihn vor dem Versinken im Sumpf zu retten oder mit zuzusehen, wie der noch vor ihm versinkt) und auch noch so gutmütig war, dem mehrere Holzbohlen zu reichen (nachdem der meinen Kameraden nach einem Warnschuss "freigelassen" hatte,) da habe ich dann Zierkürbiszucht betrieben. Für den Sovereign reichte es zwar nicht, aber ein Napoléon je Erntesaison war da immerhin noch drinn. Risikolos. Und mit viel weniger Arbeit. Bis 1979 habe ich es binnen 5 Jahren so auf 70 g gebracht. Und der ganze See wurde ein Jahr nach dem Vorfall abgepumpt, in eine alte Kiesgrube gespühlt und der Schlamm mit Erdreich überschüttet. Heute ist das Wasser glasklar. Rohrkolben wachsen dort seit dem keine mehr....


    Auf den Punkt gebracht:

    Barclays ETF-Silber = Papiersilber?


    Dafür nehme ich sogar Schriftgröße 35 und Fettdruck. Sollte das stimmen, dann schlägt das dem Fass den Boden aus!

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Wir alle sind die Verleiher. Traurig, aber wahr.


    Kaufrausch: viele sind das aber von Tag zu Tag weniger. Ich verleihe fast nur noch das, was der Leihende nicht verkaufen oder abtransportieren kann, z.B. Wohnungen an Mieter.


    Mein Girokonto räume ich, seitem Kontenschnüffelei ohne vorherige Information des Kontoinhabers legal gemacht wurde, regelmäßig bis auf ein paar Euro fünfzig ab.


    Und ich kenne sehr viele Menschen, die das genau so machen. Im Grunde genommen werden es immer mehr.


    Im Grunde genommen ist die ganze Schnüffelaktion völlig witzlos: Geld wird aus dem Nichts geschaffen und kann - wie durch Zauberhand - blitzschnell wieder zu Nichts werden. Es ist doch alles ein schlechter Witz, was da abgeht.


    Verstehen könnte ich, wenn privater Edelmetallbesitz systematisch ausspioniert würde, was aber difizil und arbeitsaufwändig wäre. Egal. Dummer, dummer Staat.

    Wir alle sind die Verlierer. Traurig, aber wahr


    Es ist das Gold der Bürger, was da verscherbelt wird. Zurückgegeben an den Verleiher wird es ohnehin nie mehr. Wie auch?.