Zitat
Original von danineu
Danke für Eure Tipps und Ratschläge. Die Einzelwerte sollen nur
zur Erweiterung meiner bisherigen Aktienfonds dienen.
Werde mich nun noch schlau machen was die Gold, Silber..... betrifft.
Werde trotzdem bei meinen Ansatz bleiben, Mutter Natur ist nur bis zu einen Maximum ausschöpfbar......
=)Grüsse danineu
Genau so ist es: Jede Rendite, die oberhalb der durchschnittlich erwirtaschafteten Renditen (Kapitalmarktrenditen für Anleihen und Aktien) liegt ist unnatürlich und wird sehr oft durch den Markt korrigiert. Insofern wachsen nirgendwo die Bäume in den Himmel.
Unrealistischen Heilsversprechungen - egal von wen - sollte man daher stets misstrauen.
Zu Ihrem Depot:
Mit Fonds decken Sie ja, jenachdem welche es sind - bereits ein breites Spektrum ab.
Da würde ich mal über eine Diversifizierung in physischem Edelmetall nachdenken, ehe weitere Aktien (verdeckte Klumpenrisiken) erworben werden.
Falls keine eigene Immobilie vorhanden ist, würde ich dort etwa 15 v.H. des Gesamtvermögens anlegen. Ist eine bezahlte Immobilie vorhanden, so kann man auch auf mindestens 5 Prozent des Gesamtvermögens bzw. 15 Prozent des Gesamtvermögens ohne Immobilie gehen.
Bei Bankverbindlichkeiten würde ich die Fonds und die Wertpapiere in dem Umfang abstoßen, wie dies zu deren Tilgung notwendig ist. In einem Umfeld steigender Zinsen und Inflationssorgen sind Aktienanlagen ohnehin mit Vorsicht zu betrachten.
Die Aktien- und Fondsanlagen würde ich momentan auf etwa 1/3 des Vermögens ohne Immobilien zurückfahren und eine Cashposition von bis zu 50 v.H. aufbauen, unterteilt in Barreserve sowie ständig verfügbaren Festgeldern ( Einlagen) und Einlagen mit einer Laufzeit von über 6 Monaten und unter zwei Jahren. Sich in einem Umfeld gerade erst steigender Euro-Zinsen länger zu binden, das wäre mir zu riskant. Die Cashposition kann bis auf etwa 25 v.H. des Vermögens ohne Immobilien reduziert werden, wenn sich das Ende der Zinssteigerungen abzeichnet.
Einen höheren Edelmetallanteil als 15 v.H. am Gesamtvermögen empfehle ich Neulingen nicht.
15 v.h. wären selbst bei einem theoretischen Totalverlust für den Anleger zu verkraften (wobei physisches Edelmetall nie auf Null fällt).
Sollte die Edelmetallquote aufgrund von Kurssteigerungen 15 v.H. überschreiten, so sollte diese dennoch nicht reduziert werden, denn es kann sich bei den Kurssteigerungen ja auch um Geldwertverlust durch Geldmengenausweitung handeln. Da wäre es unklug, sich mit schlechtem Geld gutes Edelmetall abluchsen zu lassen....
Sowohl für Aktien, Edelmetalle und andere Finanzanlagen gilt: nur das Geld anlegen, das man in absehbarer Zeit nicht braucht.
Niemanden ist damit gedient, wenn jemand aus Angst vor weiteren Verlusten oder aus Geldnot bei niedrigen Kursen mit Verlust verkauft.
Und als Edelmetall-Investor hat man die Zentral- und Investmentbanken dieser Welt als "Gegner". Denen ist allesamt an niedrigen Edelmetallpreisen gelegen, weil hohe, d.h. sehr deutlich über Förderkosten leigende Preise deren Kreditwürdigkeit und deren Glaubwürdigkeit in Frage stellen:
Wenn mit zinslosem Geld längere Zeit viel höhere Zuwächse als mit verzinslichen Anlagen erreichbar sind, dann kann nämlich etwas nicht mit rechten Dingen zugehen. Also wird oder wurde oder fühlt sich irgendwo wohl jemand um die Früchte seiner Arbeit durch neu gedrucktes Geld teilweise betrogen. Oder befürchtet, demnächst darum betrogen werden zu können...
Die Bargeldreserve für Notfälle (Bankenschliessungen usw.) kann zudem auch in deutschen 10-EUR-Gedenkmünzen angelegt werden, ca. 16 g Silber, Silberwert = ca. 5 EUR) das Stück, dafür aber kein Kursrisiko und keine Mehrwertsteuer aufs Silber. Die Aufschläge bei Silber-Barren auf den Metallwert (1 kg) betragen ca. zu 25 v.H.). Sie ist dann bis zum Metallwert gleichzeitig Teil der Silberreserve und deckt einen Teil des Inflationsszenarios ab.