Beiträge von mesodor39


    Ach so: Gold wird bei einer Währungsreform gegenüber GELD also - ganz nebenbei . mal eben um 90 Prozent abgewertet und besitzt dann nur noch 10 Prozent der Kaufkraft, wie zuvor und in dem anderen Szenario ist - hat Gold basierend auf den aktuellen Kursen real nichts gewonnen?.


    Egal, wie es kommen wird: Neues, ungedecktes Geld, das wird keiner mehr annehmen. Zwischenstaatlicher Handel in ungedecktem Geld - das gibt´s dann gewiss nicht!. Kein Chinese und auch kein anderer Produzent einer Exportnation würde nach einer Geldentwertung erneut ungedecktes Papiergeld nehmen. Öl, das gäb´s nur noch gegen Waren oder GOLD....


    Also verbleibt dann nur die Möglichkeit Ware gegen Ware oder einer allgemein anerkannten, als Zahlungsausgleichsmittel dienenden Ware wie z.B. GOLD.


    Allein von daher wird GOLD relativ betrachtet an Wert zunehmen müssen, d.h.: die Kaufkraft des Goldes muß bei gedeckten Währungen zwangsläufig steigen. Am Golde hängt, zum Golde drängt dann einiges wieder.....


    ....und natürlich zum Öl :)


    Ein gegenteiliges Szenario wäre nur dann denkbar, wenn der gesamte Welthandel und auch alle nationalen Infrastrukturen, Transporte und Transaltionen völlig zusammenbrechen...


    Dann gäbe es für Gold keine Verwendung mehr. Tauschhandel und regionale Zahlungsmittel (z.B. Kupfer- oder Silbergeld) wären dann angesagt. Wahrscheinlich liefe alles auf eine (oder mehrere nationale / regionale / kontinentale) Kupferwährung(en) hinaus, den genug Silber gibt´s nicht mehr.


    Dann aber wird nich t1:10, 1:100 oder 1:1000 denomimiert, sondern vielleicht 1: 1.000.000.000.000 oder überhaupt nicht, weil das alte Geld völlig für kraftlos erklärt wird.... um einen definitiven Schlusstrich ziehen zu können.


    Und damit kann man Fiat-Money, Fiat-Money-Renditen usw. ganz VERGESSEN. Alles wäre dann als das bestätigt, was es schon lange Zeit davor war: pure Illusion.


    Auch dieses Szenario wäre denkbar.

    Ich meine, daß in dem Zitat eine ganze Menge Wahrheit steckt. Derjenige, der mit ungedecktem Geld auf Einkaufstour geht, eignet sich - moralisch betrachtet - unrechtmäßig Vermögenswerte an.


    Und natürlich geht das Preissteigerungsspiel stets zu Lasten von Firmen, die aus ihren aus Absetzung für Abnutzung gebildeten Kapitalstock ausrangierte Anlagegüter ersetzen müssen, die dann nicht mehr zu den Preisen erhältlich sind, die die ausrangierten Güter vormals gekostet haben.


    Profiteure sind die Banken und die Finanzindustrie (z.B. Leasinggesellschaften), die mangels Eigenkapital (was ja weginflationiert wurde) nun Kredite vergeben und Leasingverträge abschließen können.


    Alles das geht letztendlich zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit. Denn: billiger wird dadurch nichts.


    Und es fördert den ruhinösen Wettbewerb und den Wettbewerbsdruck, denn: Zinsen und Leasingraten müssen zusätzlich zu Löhnen, Material usw. bezahlt werden.


    Stichworte: Zinseszinseffekt, Zinssklaverei.

    Zitat

    Original von mexx
    Herr Eichenburg spricht von Realitätsverweigerung,die Realität ist doch das wir am Dollar hängen.


    Und Realität ist auch das wir das Gold niemals akzeptieren
    werden, ja schon zum "spekulieren".


    Aber das hat nichts mit "Realitätsverweigerung" zu tun.


    mexx: Realität ist das, was momentan ist.


    Gewiss ist es momentan so, daß trotz exorbitanter Geldschöpfung Geld in Form von Fiat-Money weltweit für Zahlungen akzeptiert wird. Und ganz besonders gerne akzeptiert werden momentan US-Dollars und seit kurzem auch Euros.


    Diese Realität zu leugnen, das wäre völlig zwecklos und würde von Realitätsverlust in einem mehr als bedenklichem Ausmaß zeugen.


    Realität ist auch, daß die Geldmengen und die Kreditmengen (was großteils das selbe ist) seit Jahren viel stärker wachsen als die reale Wirtschaft.


    Diese Realität wird keineswegs vollkommen von den Menschen verdrängt; weltweit hohe Aktienkurse und in vielen Regionen dieser Welt bedenklich hoch bewertete Immobilien sind die Folge dieser partiell durchaus wahrgenommenen Geldmengenausweitung. Und seit kurzem auch sehr stark gestiegene Rohstoffpreise. Ohne ständig neues Geld, das den Wirtschaftskreislauf anheizen soll, keine preissteigernde Nachfrage.


    In Anbetracht dieser Fakten jedoch muß man den Menschen, die ausschließlich und langfristig in Geld sparen schon eine gehörige Portion Realitätsverweigerung und Realitätsverdrängung vorwerfen, denn die ersten Folgen der Geldmengenerhöhung sind bereits offensichtlich und jeder, der bereit ist auch unangenehmen Wahrheiten Rechnung zu tragen, der weis doch, was das für den Geldwert bedeutet.


    Denn es kann durchaus sein, was nicht sein darf.....



    Alles ändert sich mit der Zeit. Und auch unsere Wirklichkeit und deren Wahrnehmung ist nicht statisch sondern ein sehr dynamischer Prozess. Wer nicht bereit ist, Veränderungen Rechnung zu tragen, der wird davon überrollt werden. Auch und gerade der der versucht, den Kopf in den Sand zu stecken und es vorzieht diejenigen für einen Misstand verantwortlich zu machen, die darauf hinweisen anstatt längst vorhandene Erkenntnisse durch adäquate Verhaltensweisen Rechnung zu tragen. Wobei derlei Reaktionen sowohl im Tierreich (z.B. Strauß) als auch bei den Menschen vorkommen und wohl mit der Evolution zusammenhängen....


    Der Mensch ist längst nicht so vernünftig und rational, wie viele vielleicht glauben.

    Zitat

    Original von nepton
    Hallo,


    ich hoffe meine Frage ist nicht ganz unangebracht.


    Was meinst du damit, dass es 72 von 73 Edelmetallbesitzern treffen würde? Meinst du damit die 72 EM-Besitzer, die ihre EM nur auf Papier besitzen, oder auch welche, die im physischen Besitz dessen sind?


    Es gibt Autoren, die behaupten, daß es 72 mal soviele Goldzertifikate und Goldderivate gibt, wie physisch vorhandenes Gold. Alle Ansprüche auf Gold, die nicht durch hinterlegtes Gold abgesichert sind, werden als "Papiergold" bezeichnet.


    Wobei anderen Artikeln zufolge das meiste Gold wohl mittlerweile in Schmuckform überführt wurde und nicht mehr als Barren- oder Zentralbankgold existiert und somit momentan nicht bösenfähig ist.


    Das bedeutet, daß von 73 Anlegern, die einen rechtlich begründeten Anspruch auf einen Goldbarren zu haben - statistisch betrachtet - lediglich ein Anleger kommt, der tatsächlich solch ein Teil sein Eigen nennt (!).


    Weswegen ein sehr unausgeglichenes Verhältnis zwischen lieferbarem Gold und Lieferansprüchen auf Gold besteht.


    Dies wiederum hat viele Emittenten von auf Gold lautenden Leiferansprüchen dazu bewogen, sich - je nach vertraglicher Gestaltung -grundsätzlich oder unter besonders definierten Umständen anstelle einer Goldlieferung das Recht vorzubehalten, den Goldanspruch in Geld statt in Gold befriedigen zu dürfen.


    Ganz dreiste Emittenten behalten sich sogar ein Kündigungsrecht einer noch nicht abgerufenen Goldlieferung zum Ausgabekurs des Goldzertifikates vor, d.h. der Investor kann trotz Goldpreisanstieg jederzeit zu seinem deutlich unter Wert liegendem Einstiegskurs (und auch noch zinslos) abgefunden werden, vorausgesetzt daß er nicht vorher (also vor Zugang der Kündigung des Zertifikates durch den Emittenten) auf Auslieferung bestanden hat.


    Käme es zu einer Krise und / oder Geldentwertung, dann würden, wiederum rein statistisch betrachtet, schlimmstenfalls mindestens 72 von 73 "Goldbesitzern", die in Wirklichkeit "nur" Goldbezugsberechtigte sind faktisch leer ausgehen.


    Bestenfalls 1/73 aller Goldinvestitionen sind durch physisches Metall unterlegt. Und ein Teil dieses dreiundsiebstigstel ist auf die Menschen konzentriert, die Gold physisch besitzen. Meist sind es Frauen, die sich damit schmücken und Gold garnicht als Wertanlage oder Mittel zur Kapitalaufbewahrung und / oder zur Vermögenssicherung sehen. Ein anderer Teil der Goldmenge dient den Zentralbanken als Währungsreserve und ist somit bis auf weiteres ebenfalls nicht am Markt verfügbar.


    Will sagen: derjenige, der auch im Krisenfall erfolgreich sein Gold als Notgroschen oder zur Schnäppchenjagd verwenden will, der muß es schon physisch besitzen. Alle anderen Goldinvestoren können bestenfalls auf Preissteigerungen und Spekulationsgewinne außerhalb einer Währungskrise hoffen.


    Und wenn man Gold oder Edelmetall mit vielleicht 5 bis 15 Prozent am Gesamtvermögen - neben anderen Optionen - auch als eine Versicherung für den Krisenfall betrachtet, so stellt sich doch die Frage nach dem Wert einer Versicherung für den Versicherungsnehmer, die im Schadensfall nicht leisten kann (Papiergold).

    Zitat

    Original von Anzugpunk
    Das ist doch die Härte... :D


    Nein. Es ist die Realität. Sowas zeigt uns, wieviel dummes, gieriges Geld unterwegs ist und sehnsüchtig darauf wartet in die richtigen Hände zu gelangen. Doch ein "Erlöser" der ist nicht in Sicht, weswegen es wohl ein Opfer der Inflation und / oder der Denomination werden wird.


    Das viele, schöne Geld, lachtot :)


    vor ca. 170 Jahren hat ein Lehrer in England ca. 60 Soverigns im Jahr bekommen, womit wir bei etwa einer Unze Gold je Monat wären.


    Im Fall einer währungsbedingten Weltwirtschaftskrise dürfte der Wert des Goldes vielleicht auch noch deutlich höher liegen, zumal statistisch betrachtet etwa nur 20 g Gold je Erdenbürger übverhaupt existent sein dürften. Die deutschen Goldreserven, (ohne Abzug von Ausleihungen) machen etwa 40 g je Bundesbürger aus.


    Es kann aber auch ganz anders kommen, wenn die Produktion in der Landwirtschaft extrem einbricht oder es Probleme beim Transport gibt, wofür einiges sprechen würde.....


    Klar wären Nahrungsmittel in der Krise nicht schlecht. Jedoch: wer hat geeignete und entsprechende Vorräte? Alles was in Kühlschränken und -truhen ist, kann man bei einem längeren Stromausfall schon mal vergessen....


    wef: Das "Spiel" kann auch schon dann vorbei sein, wenn Fiat-Money-Gläubige mit Bündeln wertlosen oder geringwertigen Geldes Edelmetall und Sachwerte kaufen wollen, aber nichts oder kaum noch was dafür bekommen. Und genau so dürfte es - statistisch betrachtet - etwa 72 von 73 Edelmetallbesitzern ergehen (egal, wer das nun ist oder nicht), wenn es stimmt, daß die Menge beispielsweise des Papiergoldes die des physischen um das 72-fache übersteigt. Da beißt die maus keinen Faden ab. Die überwiegende Masse (über 98,5 Prozent) beispielsweise der Gold-Anleger wird es im Krisenfall treffen, vorausgesetzt, die Grundannahme ist zutreffend.


    Die meisten "Zertifikate-Inhaber" dürften - meiner Einschätzung zu Folge - jedoch erst garnicht in derlei Verlegenheit kommen, weil sich deren Geschäftspartner schon vorher ihr Vermögen über geschickte, als Zertifikate getarnte "Wettzettel" oder "Umverteilungsmechanismen" angeeignet haben. Das genau ist das Schicksal der modernen Spieler.


    Im Übrigen glaube ich sehr wohl daran, dazugelernt zu haben. Die Versuchung des schnellen Geldes kenne ich sehr gut und ich bin ihr auch oft erlegen. Mit Aktien verdiente ich 2000 und 2001, zu einer Zeit, als Modewerte schon fielen und später bereits am Boden lagen noch richtig gutes Geld (sehr zur Verwunderung meines Finanzamtes). Öfter mal hab eich in diesem Zeitraum 2000, 5.000 oder auch 10.000 EUR am Tag verdient und realisiert. Auch mit Kredit, wobei ich meine Wertpapiere maximal bis 25 Prozent beliehen habe und ich in der Endphase wegen der sich abzeichnenden höheren Risiken dann garnichts mehr mit Kredit unternommen habe. Geholfen hat es mir allerdings wenig. Am Ende waren 80 Prozent meines Geldvermögens futsch. Easy come - easy go.


    Mittlerweile stehe ich "geldzählermäßigmäßig" wieder besser da, als damals, auf dem Höhepunkt meines "Aktien- und Geldvermögens". Auch deswegen, weil ich seit dem keine Geschäfte mehr gemacht habe, deren Auswirkungen die Möglichkeit eines Totalverlustes beispielsweise der Insolvenz eines Schuldners / Anspruchsgegners oder einer juristischen Person beinhalten....


    und ich bemüht bin, etwas von dem zu verstehen, was ich tue und dementsprechend zu handeln.


    Es ist eine Sache, REAL Geld zu verdienen. Eine andere Sache ist es, Geld bei Wetten und spielbankähnlichen Institutionen verdienen zu wollen.


    Genau so, wie es eine Sache ist, in abstrakten Ansprüchen zu sparen ode rin greifbaren, physisch vorhandenen Dingen. Dinge, über die man selbst Verfügungsgewalt besitzt.


    Letztendlich aber dürfte es so sein, daß die allermeisten Menschen ihre Erfahrungen selber machen müssen, wobei ich mich selber da nicht ausnehmen will.

    Zitat

    Original von LeFabrizio
    Persönlich hält mich davon ab, daß man sie bei der Bundesbank im Notfall in Euro umtauschen müßte. Da hilft mir der Silberpreis gar nix.


    mfG Fab


    Stimmt. Wenn der Silberpreis sehr stark fällt, partizipiert man am Verlust nur ein klein wenig. Steigt er sehr stark, so kann man die Dinger vor einem Verkauf zu Barren einschmelzen lassen und mit hohem Profit verkaufen. Ohne ein größeres Kursrisiko nach unten.


    PS: wer mit Gewalt liquide sein muß, der sollte die Finger von Edelmetall lassen oder genau in solche Silberzehner investieren, denn die kann er (noch) fast zum Nennwert kaufen und im Bedarfsfall derzeit noch sofort zur Bundesbank bringen und umtauschen.


    Wo gibtßs das schon: physisches Silber mit automatischem und völlig sicherem, weil durch die Bundesbank garantiertem stopp-loss?.


    Anstelle 2-3 Monatsgehälter Barreserve geht theoretisch auch 1 Monatsgehalt auf dem Girokonto + 2 Monatsgehälter in Silbermünzen.


    Und: kommt es hart auf hart und Geld wird nicht ode rkaum mehr akzeptiert, dann hat man Edelmetall in kleinen Stückelungen und ist extrem flexibel.


    Und der Euro?. Der ist doch devisenreservenmäßig großteils durch Dollarreserven abgesichert?. Und natürlich durch Gold, das aber - wenn auch ganz langsam - zur Kurspflege (von welcher Währung denn wohl???) von der EZB verkauft wird.


    Das ist doch nur ein Sturm im Wasserglas.
    Und die Dollars??? die werden von der EZB gegen frisch gedruckte Euros gewechselt??????


    Woher sonst sollen so viele Euros kommen???




    Heftig würde es werden, wenn solche Staaten Dollars zu Gunsten von Gold verkaufen würden.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    "Richtig gewinnen konte bislang nur, wer ausgewählte Aktien oder Auslandsimmobilien erwarb."


    Meine Silber-Zertifikate haben sich innerhalb eines Jahres verfünffacht. Für mich zumindest ist das ein "richtiger Gewinn" :)


    Gewiss.


    Jedoch: man sollte sein Geld erst dann zählen, wen man aufgestanden ist, und den Spieltisch verlassen hat.....


    nicht jedoch schon, wenn das Spiel noch in vollem Gange ist.


    Wie der Zusammenbruch des Fiat-Money ausschaut?.


    Genau so, wie sich dessen Anfangsphase momentan abspielt: Rohstoff-, Immobilien- und Aktienbesitzer glauben vielerorts im Geld nur so zu schwimmen. Fast JEDER macht Gewinne.


    Und immer mehr wollen GEWINNE machen.


    keine 5 oder 10 Prozent per Anno. Alles unter 20 Prozent lassen wir mal ganz bei Seite. Bitte keine Underperformer. Das fünffache Geld binnen Jahresfrist, genau den Turbo möchten viele in ihr Depot einbauen :) Das genau ist die richtige Asset- und Renditeklasse.


    Und sie "investieren" auch. Kein Risiko ist zu groß, keine Chance zu schlecht um nicht wahrgenommen zu werden.


    Und geht mal was schief, öffnen die Zentralbanken die Geldschleusen noch mehr. Wir ertrinken in Geld.


    Jedoch kommt davon in der (deutschen) Wirtschaft real so gut wie nichts an. Jeder spart für morgen :) Faktisch haben wir bestenfalls Wachstumsraten um die Null Prozent. Dank ständig neu frisierter Statistiken sieht die Welt jedoch vielfach besser aus....


    Und - analog zum Börsencrash am Neuen Markt:
    Sobald ab einem gewissen Punkt der "erste" seinen Scheck zieht und den in Waren einlösen will..... dann kracht´s!.


    Ich sag euch "Renditejägern" eines: macht ihr eure bestenfalls paar hundert Prozent per Anno in FIAT-KOHLE. Ich gönne sie euch und begnüge mich mit dem, was ich physisch besitze. Und am Ende des Geldwertes angekommen habe ich gute Chancen mit reinem Nichtstun über 90 Prozent von euch "überholt" zu haben. Und zwar nicht, in dem ich etwas verdient oder unternommen habe, sondern indem ich bei der zu erwartenden Geldentwertung substanziell nichts oder viel weniger verloren habe, als ihr. Weil ihr den Absprung nicht mehr geschafft habt oder aber ihr nach erfolgtem Absprung - wie auch immer - daran gehindert wurdet, euer Kapital in Sicherheit zu bringen.



    Oder glaubt jemand in diesem Forum wirklich noch Edelmetall kaufen zu dürfen, wenn es die Spatzen bereits von den Dächern pfeifen, daß es viel zu viel Geld gibt und sich daraufhin Massen von "Anlegern" in Bewegung setzen?.


    Allein, bis ihr in der "Endphase" euer Edelmetall geliefert bekommt (denn vorrätig ist dann offiziell nichts mehr) und es bezahlen dürft (natürlich zu dem dann aktuellen Kurs) hat sich der Wert eures Geldes - gerechnet ab Datum der Bestellung - gedrittelt, geviertelt oder gezehntelt....


    Ich kenne sie noch die Goldmünzenpreislisten der Banken in der Hochphase der frühen 80er, in denen dann oftmals stand: "ohne Ware". Gut, "Barrengold" gab´s damals noch. Aber das Geld hat diese Krise ja auch bekanntlich überlebt......


    .....also dürfte es im globalen + finalen Inflationstaumel um ein vielfaches schlimmer kommen, als damals :)

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Da braucht man schon fast keine Hyperinflation mehr. 2000 Euro jedes Jahr in den Sparstrumpf und bei 9% Inflationierung p. a. sind nach 30 Jahren da ganze 20500 Euro draus geworden. Bei einem Zins von 2% ist es nicht ganz so schlimm. Da sind es immerhin schon 24500 Euro. :D


    Automobilwerte?. oh, da wäre ich sehr vorsichtig. Ehr würde ich persönlich breit gestreut auf den Maschinen- und Anlagebau als Schlüsselbranche setzen, an dem die gesamte Weltwirtschaft hängt.


    Maschinen, insbesonders technisch anspruchsvolle, die werden noch benötigt, wenn Treibstoff so teuer wird, daß autofahren Luxus ist.


    Außerdem gibt es viel zu viel Konkurrenz unter den Autoherstellern. Der Selektionsprozess ist (noch) in vollem Gange.....


    Ja, wer Prozent- und Exponentialrechnung beherrscht, der kann es sich das mit dem inflationsabhängigem Geldwert ausrechnen, ggf. auf verschiedenen Wegen.....


    ....und irgendwann glaubt er dann sogar daran, was er schon lange weis - und erst der Glaube wird dann die (Geld-) Berge versetzen :)


    Pisa und "Geiz ist Geil" und "X-bay" sei Dank, sind die Rechenfähigkeiten der Normalbürger jedoch weitestgehend auf die Funktionen "teurer als" und "billiger als" reduziert worden.


    Nur ganz wenige beherrschen noch die Funktionen "Plus" und "Minus". Zumindest das Anlageverhalten breiter (nicht im Sinne von "alkoholisiert") Bevölkerungskreise lässt solche Schlussfolgerungen zu.


    Rechtschreibung ist in dieser Situation purer Luxus......


    Wen würde schon ein Druckfehler auf einer Banknote aufregen, für die es nichts mehr zu kaufen gibt?.

    Die Ursache für die Hausse Ende der 70er Jahre ist viel früher, nämlich in der Aufkündigung der Goldeinlösungsverpflichtung des US-Dollar durch NIXON zu sehen.


    Von dort an konnten Dollars ohne Deckung gedruckt werden, was dann auch geschah. Investoren suchten nach Alternativen zum nun inflationierten Dollar und da war einzig und alleine Gold, Betongold und ggf. noch Kunst (z.B. Münzen).


    Der Verlängerung des (gesunden) Aufwärtstrendes beim Gold bis etwa Mitte der 70er folgte eine Übertreibungsphase, die im Kursfeuerwerk und anschließendem -abschwung Anfang der 80er endete.


    Die investierten Gelder wurden wohl großteils in den 60ern und frühen 70ern verdient. Und in einem zunehmend inflationären, leistungs- und investitionsfeindlicherem Umfeld ab Mitte der 70er Jahre dann nicht im Wirtschaftskreislauf revestiert, sondern abgezogen und - in der Hoffnung auf Substanzerhalt und ggf. exorbitante Gewinne anderweitig angelegt.


    Stichworte: Kapitalflucht, substanzzehrende Vermögenssteuer, hohe Teuerungsraten, schmelzende Margen)


    Überschattet wurde alles vom verlorenen Vietnam-Krieg, den Rausschmiss der Ammies aus Kambodscha, der Revolution im Iran und dem damit verbundenen Politikwechsel in Bezug auf die USA sowie dem Einmarsch der Russen in Afghanistan. Dies jedoch waren nach meinem Dafürhalten jedoch nur günstige Begleiterscheinungen für einen Goldpreisanstieg und nicht dessen Ursache (siehe oben).


    Und wie immer bissen die letzten Investoren in einer Übertreibungsphase die Hunde :)


    Der finale Sell-Off erfolgte dann bei den Münzen und den Edelmetallen in den 90ern.


    Auch diese von fast allen übersehene Spätfolge der Hausse der 70er und frühen 80er ist bemerkenswert, weil erst nach deren Abschluß die (fälschlich angenommenen) Fehllenkungen in den Depots faktisch korrigiert waren und somit die Grundlage für einen neuerlichen Anstieg gelegt wurde.


    Gold bringt keine Zinsen und den ganzen Unfug der späten 80er und 90er Jahre....


    Als wenn es eine Risiko-Lebensversicherung gäbe, deren Beiträge im Erlebensfall ausgezahlt würden - solch ein Unfug!.


    Aber auch diese völlig unbegründete Sorglosigkeit in Bezug auf Fiat-Money und nicht schuldnerfreien Vermögensanlagen hat sich mittlerweile geändert. Und das ist auch gut so.

    Fest steht, daß mit steigenden Preisen die Risiken, zu teuer gekauft zu haben zunehmen.


    Wer momentan noch nicht investiert sein sollte, dem ist wahrlich schwer zu raten. Wohl dem, der keine Gelder mahr hat, die er anlegen muss - ich weiß, was das für ein tolles Gefühl das ist, den Dingen seinen Lauf zu lassen :)


    Unter Berücksichtigung historischer Kursnotierungen der letzten 30 Jahre , der Geldentwertung und der Produktionslosten sind die Edelmetalle Gold, Silber und Palladium momentan historisch noch halbwegs akzeptabel bewertet, wobei ich Neueinsteigern raten würde strategisch (nicht taktisch also zu Spekulationszwecken) in alle drei genannten Metalle zu diversifizieren und 10 v.H., maximal bis 15 v.H. des Gesamtvermögens in physische Edelmetalle zu investieren, über die der Investor auch die unmittelbare Verfügungsgewalt ausübt. Eventuelle Rückschläge können bei einem Anteil von 15 v.H. am Vermögen so gerade noch halbwegs verkraftet werden.


    Ein zweites Standbein sind schuldenfreie Immobilien und ggf. ein drittes wäre in werthaltigen Aktien (Industriewerte mit hoher Eigenkapitalquote, die nachhaltig profitabel sind und ein akzeptables KBV aufweisen).


    Liquidität (Banknoten, 2-5 v.H. des Gesamtvermögens, ca. 2 bis 3 mal den Monatsbedaf) kann auch kurzfristig sinnvoll sein.


    Von Bonds, langfristigen Spareinlagen, Lebensversicherungen, AS-Verträgen usw. würde ich Abstand nehmen. Eine Immobilie beispielsweise, 50 qm für ca. 50.000 EUR mit 300 EUR mtl. Kaltmiete, die bringt nach Verwalterkosten und Reparaturaufwendungen 4 bis 5 v.H. vor 2 % Abschreibung....


    Und um die Erträge aus dem Mietobjekt aufzubrauchen, braucht man nicht auf´s Alter zu warten - sie fallen ab Vermietung sofort und monatlich an.


    Bei 2 v.H. jährlicher Mietsteigerung = Geldentwertung bekäme man in 30 Jahren dann 543 EUR monatlich.... das wären dann die 100 EUR Rente je 10.000 eingezahlter EUR, die man einem 40-jährigen heutzutage verspricht....


    und mit den 4-5 v.H. Rendite bis dahin hat man sich vielleicht Objekt Nr. 2 kaufen können....


    Bei 5 v.H. Geldentwerrtung und mittlerer jährlicher Mietsteigerung sähe das ganze nominal dann so aus, daß man monatlich 1296 EUR abgreift...


    bekommen tut man dafür dann so viel wie heute für 300....


    Und für die 500 EUR "Rente" aus dem AS-Vertrag.... gäbe es dann nur soviel zu laufen, wie heute für ca. 125 EUR. Weswegen man den Kram ja auch steuerlich absetzen konnte - Geiz ist bekanntlich Geil :)


    Erfahrungsgemäß gilt: die, die heute bei Edelmetall viel zu teuer schreien und noch zögern..... ....und bei Immobilien garnicht drann denken zu kaufen wegen des zu erwartenden Bevölkerungsrückganges....
    ...die kaufen irgendwann ein, wenn es wirklich viel zu teuer ist oder es kaum noch Substanz fürs Geld gibt und das Kapital faktisch bereits durch Preissteigerungen aufgezehrt und durch Geldmengenexpansion großteils vernichtet wurde.


    Am besten, man wohnt selber drinn, nimmt die ersparte Miete und kauft davon physisch Edelmetalle (Stichwort: private Gold- und Silberrente). Die einzige Rente, die nach meinem Dafürhalten den Zusatz "privat" überhaupt verdient.


    Wenn man das ganze so einstiehlt, dann zahlt man langjährige Durchschnittskurse und erhält bei der Entnahme über Jahrzehnte auch zwangsläufig wiederum solche. Dann kann man auch deutlich mehr als 10 v.H. der Gesamtsubstanz in Edelmetall halten und ggf. auf verschiedene Metalle / Sachwerte diversifizieren.


    @Horstwalter: Es mag ja so sein (und stimmt wahrscheinlich auch), daß bislang nur 5 Tonnen verkauft wurden.


    Jedoch besagt das nichts über die verleihene Goldmenge aus.


    Denkbar ist zudem, daß neben an Investmentbanken verliehenes Gold auch solches existiert, daß mit US-amerikanischen Reserven "getauscht" wurde, weil letztgenannte großteils aus 916er Gold bestehen, daß aus alten Münzen gewonnen und nicht zur handelsüblichen Good-Delivering-Qualität hochrafiniert wurde....


    Und ob die Amerikaner diese Vermögenswerte herausgeben würden....
    Ich persönlich glaube nicht daran. Irgend ein Vorwand, gegen Deutschland Forderungen geltend zu machen (III. Reich, Stationierungskosten von US-Militär, Kosten des II. Weltkrieges usw. oder gar Deutschland zum Schurkenstaat zu erklären und das Gold einzufrieren, der würde sich schon finden lassen.

    Zitat

    Original von bob
    .....Handelseinschränkung nach § 20 Abs. 5 Satz 2 Euwax-Richtlinien - ausserordentliche Marktbewegung im Basiswert


    Derzeit werden bei allen Emittenten aufgrund einer ausserordentlichen Marktbewegung in Produkten mit Basiswert Silber und Gold keine Quotierungen gestellt.


    Der Text spricht für sich und ist m.E. ein Warnschuss vor den Bug aller Papiersilber- und -Gold-Anleger. :rolleyes:


    Soviel zur Liquidität von Papiersilber.


    Gerade dann, wenn es ganz besonders spannend wird..... geht nichts mehr, lachtot!


    Was war auch anders zu erwarten?.


    Nur um Missverständnisse vorzubeugen: In einer slchen Situation physisch zu kaufen / zu erkaufen, das ginge wohl auch nur mit unüblich hohen Auf- bzw. Abschlägen. Kein Händler riskiert bei derartigen Tagesschwankungen etwas, ohne richtig fetten Profit. Was auch logisch ist.


    Jedoch: Der Barren, den man besitzt, der hat auch dann noch (oder gerade dann) seinen Wert, wenn die (Finanz-) Welt schon längst in Trümmern liegt.


    Übrigens möchte ich nicht wissen, ob und ggf. wie viele Papiersilberbesitzer bei den Silberpreisschwankungen der letzten Woche über die KO-Schwelle zum Nulltarif "devestiert" wurden. Und wenn es letzte Woche noch nicht so weit war: irgendwann ist "Zahltag". Steigt Silber weiterhin so schnell wird die Volatilität noch weiter zunehmen. Da braucht man die Glaskugel noch nicht mal für zu bemühen :)

    Zitat

    Original von Misanthrop
    Vorbei im Silber?
    ......


    Nehmt doch die lächerlichen paar 100% mit.....die sein euch gegönnt. Das "richtige" Geld kommt erst noch....aber da habt ihr euch schon lang verzockt und guckt nur noch von aussen zu..... :D


    Misanthrop: wenn man bedenkt, daß Edelmetallsepkulanten - ob sie das nun möchten oder nicht - direkt oder indirekt auch auf einen Wertverlust / Zusammenbruch der Weltleitwährungen, Dollar und EURO spekulieren oder man dies von Seiten der Notenbanken und des IWF sehr wahrscheinlich so sieht....


    .....wäre es nicht verwunderlich, wenn vor einer Edelmetallpreisexplosion alle Terminspekulanten und alle solche, die auf Kredit spekulieren durch Preismanipulationen (konzertierte Verkäufe mit dem Ziel der Preisdrückung) oder anderen Mitteln aus ihren "Investments" gedrängt werden.


    Es ist nahezu unmöglich in einem reinen Geldprodukt gegen einen Gegner, der ggf. auch indirekt über eine Notenpresse auf seiner Seite verfügt zu gewinnen.


    Ich gehe so weit zu behaupten, daß es vergleichsweise zur Edelmetallspekulation auf Termin sogar risikoärmer ist, solche Spekulationen auf Aktienkurse durchzuführen, sofern man long und nicht short geht und das Basisinvestment fundamental vergleichbar gut einschätzen kann.

    Zitat

    Original von snibels
    Anders gefragt, warum hoffen so viele darauf das das Geld seinen Wert verlieren wird? .........


    Das das Geld auf und abgewertet wird, ist doch normal schließlich ist es wie Wetten mal gewinnt man mal verliert man.....


    (1) kaum einer dürfte ernsthaft hoffen, daß das Geld, mit dem wir heute bezahlen seinen Wert verliert.


    Jedoch ist es eine Sache, das beste zu hoffen und eine andere, sich auf den ungünstigsten aller Fälle vorzubereiten und mal darüber nachzudenken, was wäre wenn.....


    (a) viele hoch verschuldete Staaten nicht mehr in der Lage sind, ihre Schulden zu "bezahlen" weil sich keine neuen Käufer für ihre Schuldtitel mehr finden. Faktisch ist es nämlich so, daß meist ständig umgeschuldet wird und sich die Schuld dabei immer weiter erhöht.


    (b) wenn anstelle von Privatpersonen plötzlich Notenbanken Staatstitel aufkaufen (was vielfach illegal wäre) oder, wie das heute international schon üblich ist, privaten Geschäftsbanken über den Diskontsatz billiges Geldmittel zur Verfügung stellen, wobei die dann hingehen und Staatstitel kaufen können (Carry-Trade), die wiederum als Sicherheit für weitere Geldmittel dienen......


    (c) die so immer weiter künstlich erzeugten Geldmittel irgendwann auch in Aktien, Immobilien und mittlerweile auch Rohstoffe fließen und (fast) überall die Preise beginnen zu steigen.


    Aber es ist ja - Ihren Einlassungen zufolge "normal" das Geld abgewertet wird. Mal gewinnt man, mal verliert man :D:D:D


    Wer´s glaubt....


    Wenn Sie es sich leisten können zu wetten, u.a. mit ihrer gesetzlichen und ggf. privaten Rentenversicherung, mit ihrem Geldvermögen usw., so muß es Ihnen sehr gut gehen. Glückwunsch!.


    Frage: welchen Wert haben die Schulden von jemanden, der kaum Vermögenswerte besitzt, sich jederzeit der Zahlung seiner Schuld entziehen könnte und sich seit über 30 Jahren jedes Jahr mehr Geld neu leiht, als er seinen Gläubigern zahlt?.


    Wenn sie solchen "Gebilden" und "Konstruktioinen", di ezudem nichts anderes sind, als eine Art "Schneeballsystem" vertrauen, dann ist die Edelmetallanlage nichts für Sie.


    Kurz und bündig: Ich hoffe nicht, daß unser Geld wertlos wird, glaube aber auch nicht daran, das dies nicht geschehen wird. Begründung siehe oben.

    [quote]Original von wef
    Nachdem wir jetzt ein Zwischenplateau erreicht haben, ist es an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen und all den Miesmachern die zwischenzeitlich hier ihren Pessimismus absondern durften (allen voran Mesodor39) einen reinzuwürgen.


    Die Halter von Barrensilber sitzen auf mäßigen Gewinnen, die Halter von Zertis oder OS auf Exorbitanten. Ich persönlich konnte bei ABN05V 300% und bei ABN3BL 40% (leider viel zu früh bei 10,9) realisieren. Ich sitze außerdem noch bei durchschnittlich 100% Buchgewinn bei anderen Investments auf Silber. Meine Gewinnmitnahmen decken mein Gesamtinvestment fast vollständig ab.

    Wer bereit war ein gewisses Risiko zu tragen, wurde (wird) reichlich belohnt. So ist das im Leben ![/
    quote]


    wef: ich kenne genügend Beispiele, bei denen es auch völlig anders gekommen ist.


    Ihre Gewinne sind zudem dem Risiko angemessen, will sagen das Risiko seinen Einsatz bei den Geschäften zu verlieren, die Sie machen ist ebenfalls exorbitant. Und wer das nicht erkennt, der mag vielleicht mal Glück haben. Langfristig aber wird er in der Regel alles verlieren. So zumindest ist es meistens im Leben.


    Das hat nichts mit Miesmacherei zu tun.