Beiträge von mesodor39

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    Original von Zarathustra
    Die üblichen Argumente, warum der Silbermarkt explodieren wird (muss?) sind hinlänglich bekannt...Die Frage die ich mir stelle: Was passiert danach?


    Das letzte Mal passierte 24 Jahre lang nichts, was einer besonderen Erwähnung würdig gewesen wäre, sieht man einmal von den Tiefstkursen (Degussa-Abgabepreise ohne Steuer ca. 175 DM das Kilo) ab. Aber dieses Ereignis habe ich genutzt :)


    Will sagen: Kommt es zu einer Hype und brechen die Kurse nach einem Spike um 70, 80 oder gar 90 Prozent ein..... ....dann ist der Markt solange "tot" bis neue Deppen herangewachsen sind, die zu absoluten Höchstkursen (und dann auch noch Papier) kaufen.


    Zumindest war es beim letzten Mal so, abgesehen davon, daß es 1980/81 meines Wissens noch keine Zertifikate mit KO-Schwelle gab :)


    Also wäre es für Emittenten billiger, würde man bei steigenden Kursen Futures kaufen?.


    Und bei fallenden Kursen wäre dann der Erlös des Emittenten aufgebraucht, nachdem die KO-Schwelle um die Differenz des Aufgeldes beim Zertifikat unterschritten worden wäre....


    Demzufolge müsste der Emittent einen Future erwerben plus einem Put, der um die KO-Schwelle notiert. Und so würde sich dann der Preis des Zertifikates ergeben, weswegen bis dahin die Welt scheinbar in Ordnung ist.


    Was aber ist mit endlos laufenden Zertifikaten, wenn die KO-Schwelle nicht erreicht wird?.


    Da müssten doch Futures gerollt / erfüllt und ggf. erneuert werden und in gewissen Abständen neue Puts erworben werden?.


    ...weswegen das ganze schon ein wenig mehr ist, als eine reine "Vermittlertätigkeit". Es sind einfach Risiken enthalten, die nicht abgedeckt werden können, weswegen es auch keine in sich abgeschlossenen Transaktionen sind / sein können.


    Es mag sein und es klingt auch wahrscheinlich, daß die Emittenten benüht sind, die wahrscheinlichsten Risiken abzudecken.


    Jedoch ist es unmöglich alle Risiken und Kursszenarien zu berücksichtigen. Wobei ich natürlich nich tausschließen kann, daß Banken momentan keine ungehedgte Positionen größeren Ausmaßes in ihren Büchern haben, was aber aufgrund Änderung marktlicher Gegebenheiten nicht zwangsläufig so bleiben muß.


    Jedoch: egal, wie man es dreht oder wendet: Irgendjemand muss mögliche Gewinne bezahlen, also irgendwie (und sei es nur in Form von Erlöseinbußen) den Kopf hinhalten.


    Wer das beispielsweise für die oft kolportierten Goldausleihungen früherer Jahre zu Kursen von 250 bis 350 Dollar die Unze getan hat, der dürfte nun selbst als Erzeuger ein Problem damit haben, das Gold dafür aus der Erde zu holen. Denn: Öl, Stahl und andere Rohstoffe und Erzeugnisse sind seitdem sehr stark im Preis gestiegen......
    ....oftmals noch stärker, als Gold.


    Und ich bleibe dabei: Eine Kette ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied.


    Klar, unser Staat geht auch nicht hin und bucht seinen Bürgern die von ihm benötigten Gelder einfach ab - nein, er gibt Anleihen aus, die gekauft werden.


    Genau so machen es die Banken: die gehen vordergründig auch keine ungehedgten Risiken ein, sondern sichern sich über den Terminmarkt ab.


    Daß die Staatsschulden (egal ob hier oder anderswo in Europa, den USa oder Japen oder China) real zurückgezahlt werden - daran dürften nur unverbesserliche Optimisten glauben.


    Und angenommen, Silber steigt bis auf 50 oder 100 Dollar: wer glaubt denn in diesem Fall daran, daß alle Stillhalter mit Shortpositionen solvent bleiben oder sich dann noch genügend neue solvente Stillhalter finden, die den alten Stillhaltern ihre Positionen "abkaufen", also sich das Risiko und die angelaufenen Verluste gegen Übernahme der Lieferverpflichtung auszahlen lassen, von denen, die bei weiter steigenden Kursen nicht mehr lange durchhalten würden?.


    Und daher bleibe ich dabei:
    Solche Geschäfte sind nicht nur bei fallenden Kursen riskant (KO-Schwelle) sondern auch bei extrem stark steigenden (Insolvenzrisiko).


    Und die Tatsache, daß bislang alles glatt gegangen ist, die besagt rein garnichts. Das ist ähnlich wie diese antike Stadt in der Umgebung des Vesufs: ein kleines Beben hier, etwas Grummeln dort... so what?. Das gab´s schon immer. Und nirgendwo sind die Böden fruchtbarer.... Und wahrscheinlich wird das auch noch in vielen Jahren so sein.... doch irgendwann schrieb man das Jahr 79 und plötzlich war alles anders. Die, die den Unfug glaubten und dort blieben, wurden allesamt ausgerottet (oder fuhren zur Hölle, wenn man es so formulieren möchte).


    Und hier noch etwas zur Volatilität von Edelmetallen in einem langfristigen Aufwärtstrend: 50 Prozent Kursrückgang sind - auch historisch betrachtet - immer drinn. Aber lest selbst:


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=2472


    Und die historischen Fakten kann man weder abstreiten, noch wegdiskutieren.


    Meiner Meinung nach sind derlei Schwankungen allein schon ein Argument dafür, von Zertifikaten mit KO-Schwelle definitiv Abstand zu nehmen.


    Sehr interessant. Und das schlimmste ist: ca. 92 Prozent der Vermögenswerte normalverdienender Bürger bestehen aus Geldwerten, d.h. aus auf Geld lautende Forderungen (das Eigenheim nicht mitgerechnet). Auch fast jede private Altersvorsorge ist ein auf Geld lautender Anspruch - ohne daß dieser der Inflation angepasst wird.
    Jeder, der sich dessen bewußt ist, der weiß doch, was das bedeutet, wenn die Geldmenge stetig in einem solchen Umfang ausgeweitet wird.


    Was Geldsparer besitzen ist dann faktisch nichts anderes als Quittungen über geleistete Rentenzahlungen und Sozialtransfers getarnt als "Banknoten".


    Denn für einen Zettel auf dem steht: Ich der Staat habe Renten bezahlt...... da gibt´s nichts für zu kaufen. Wer´s nicht glaubt, der kann ja mal versuchen, mit seiner letzten Gehaltsabrechnung einkaufen zu gehen :D:D:D


    Und wenn eine Bank Zahlungen auf geleistete Zahlungen leistet, indem sie diese Quittungen getarnt als "Anleihen" gegen Ausgabe von Banknoten ankauft, dann funktioniert das plötzlich. Welch ein Wunder!


    Und ein blaues Wunder für alle Sparer & Darber, die unsere Wirtschaft kaputtsparen und ihr Geld anstatt in Sachwerte oder Konsum lieber in Sparguthaben und Anleihen stecken. Früh genug werden sie hoffentlich erfahren, angekommen am Ende der Sparnunft, wie geil Geiz doch gewesen ist ..... ....vor allem für die Emüfänger ihrer Spar-Gelder, die die an Stelle der Sparer ausgegeben un dverkonsumiert haben
    .....marie, komm her - schenk noch mal ein - so schön wie heut´ wird´s nie mehr sein.... oder wie ging das nochmal mit den weissen Tauben, die müde geworden sind :)

    Zitat

    Original von T-Trinker


    Zum xten Mal: Du hast nicht die leiseste Ahnung von der Materie. Also lass es bitte sein, irgendwelche Mitleser mit Deinem Schwachsinn zu verunsichern. Ich hatte gedacht, man könne mit Dir vernünftig diskutieren, aber das war ein Irrtum. Ich werde auf Deine Beiträge nicht mehr eingehen, das macht keinen Sinn.


    T-Trinker: wollen Sie etwa allen Ernstes behaupten, daß die Emittenten von Silberzertifikaten mit einer KO-Schwelle die eingenommenen Mittel in Silber investieren um... ja, warum eigentlich.... wenigstens nicht, um ihren Verpflichtungen bei steigenden Kursen nachzukommen, denn das wäre wirtschaftlich unvernünftig !?.


    Jeder, der rechnen kann, der weis das :)


    und die können rechnen. Besser als unsereins.


    ...die wären ja auch ganz schön dumm (was sie aber nicht sind), wenn die den Teil eine Unze verkaufen, der oberhalb von sagen wir mal 9 Dollar steht... und die drei Dollar plus den - sagen wi rmal - einen Dollar Aufgeld dann in Silber stecken, um ihren Vertrag zu erfüllen.....


    Also bleibt denen doch nur zwei Dinge übrig:


    1.) eine noch lukrativere Anlage zu finden und derweil darauf zu hoffen, daß die Kurse von selbst fallen oder stagnieren.....


    ....oder....


    2.) so viele Zertifikate zu verkaufen, um genügend Silber von den Erlösen erwerben zu können, damit der kurs einmal und das auch noch je nach vertraglicher Gestaltung genügend lange oder zum rechten Zeitpunkt unter die KO-Schwelle zu drücken.... um einen Überschuss zu behalten, der nicht zur Kursdrückung benötigt wurde.


    zu 2.) fällt mir nur folgender Spruch ein: Nur Kälber wählen ihre Metzger selber :D:D:D


    Schlimmer noch: Zertifikatekäufer zahlen auch noch Geld dafür, ausgeweidet zu werden..... ......in der Hoffnung, daß andere - hier die Käufer physischen edelmetalls - ihre Haut retten.


    T-Trinker: Stellen Sie sich mal vor, eine Straßenbahn ist mit 75 Schwarzfahrern gefüllt.....


    ....und Sie steigen als einzig zahlender Fahrgast in ihren Wagon ein. Wären Sie bereit, das 75-fache des Fahrpreises zu zahlen, damit die Bahn abfährt?


    Nein, Sie machen folgendes: Sie zahlen dem Schaffner unter der Hand 25 Prozent des aktuellen Fahrpreises bis zur Endhaltestelle (wie all die anderen Schwarzfahrer auch), verpflichten sich aber auszusteigen, sobald der erste voll zahlende Fahrgast den Halteschalter betätigt an der dan jemand einsteigt weswegen Sie aussteigen müssen (weil der ja ein Kontrolleur sein könnte, was den Schaffner in Verlegenheit brächte).....


    möchten aber gerne die halbe Strecke fahren. Ob ihre Rechnung aufgeht hängt dann wol auch sehr von der Zahl der Haltestellen ab, die Sie aber nicht kennen..... und natürlich von den Zielen der Vollzahler...... die Sie versuchen hier im Forum zu erkunden um ihren Schnitt machen zu können?. Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen :) Was Sie nicht wissen können, das ist der Haltepunkt, an dem die erste Person einsteigt..... Da hilft alles nichts.


    Zum Thema Schwachsinn:


    Schwachsinnig, das ist für mich folgendes: einem anderen sein Geld zu überlassen in dem Wissen, daß der zu einem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkt versuchen wird, das Geld genau dazu zu verwenden, daß er sich seiner Rückzahlungsverpflichtung durch Drückung des Kurses der Basiswertes unter die KO-Schwelle entledigen kann. Natürlich in der Hoffnung zwischenzeitlich Kasse machen zu können oder - sollte man das verpast haben: daß andere, die sich mit viel geringeren Vermögenszuwächsen bereit sind zu begnügen zu gegebener Zeit und in so großer Menge und Finanzkraft da sind, um den Kurs so zu stützen, daß sich der Vertragspartner seiner Verpflichtung nicht durch knock-out entziehen kann......

    Gier frisst Hirn.

    T-Trinker: Wenn man auf Kredit Immobilien kauft oder solche, die man vorher nicht selbst ausgiebig in Augenschein genommen hat......


    .....klar, daß man sich damit ruhiniert / ruhinieren kann.


    Wenn man nur genügend Fehler in einer Reihe schaltet kann man mit jeder Anlage Schiffbruch erleiden.


    Bei den Zertifikaten ist das hingegen anders: da reicht der bloße Kauf zu einem ungünstigen Zeitpunkt aus - und alles dort eingesetzte Geld kann verloren sein:


    (1) normale Zertifikate können durch den Emmitenten oftmals zum Kaufkurs des Käufers gekündigt werden, egal, ob der Basiswert stark angestieren ist. Käufer wissen das meist nicht :) Na Toll.


    (2) Einige Zertifikate, die nichts anderes sind, als ein verstecktes Differenzgeschäft werden wertlos, spbald die KO-Schwelle erreicht ist. Bei ganz fiesen Produkten erhöht sich die KO-Schwelle mit steigendem Kurs des Basiswertes oder aber um den Zins, den der Kaufpreis abwerfen kann oder sowas in der Art.....


    Eben weil mir bislang niemand den Sinn und den Nutzen solcher Produkte für den Käufer erklären konnte, äußere ich mich dazu nach wie vor NEGATIV.


    Das ist weder Geldanlage noch Spekulation, sondern Zockerei mit vielen Unbekannten. Für die Masse aller Käufer geht das meistens voll daneben:


    Denn es ist unsinnig derlei Produkte zu erwerben, weil es durch den Erwerb nicht zur Nachfragesteigerung des Basiswertes kommt, bei dem auf Preissteigerung gehofft wird. Also werden die gezahlten Gelder indirekt gegen den Erwerber der Produkte verwendet, weil sie eben nicht in den Basiswert fließen und somit keine Verknappung und somit keine Preissteigerung bewirken.


    Ergebnis dieser Unvernunft für den Investor: siehe weiter oben.


    Zertifikatekäufer sind, bringt man es auf den Punkt (wenn auch oft unbewusst) nichts anderes als wie Schwarzfahrer in einer Straßenbahn. Welche Linie würde noch fahren, wenn auf einen zahlenden Fahrgast 75 Schwarzfahrer kämen?. KEINE!.


    Ist man sich darüber erst mal bewusst geworden, so kennt man auch den Grund dafür, daß Edelmetall lange Zeit billig war, obgleich es angeblich 72 mal soviel Papiergold (incl. ungedeckte Zertifikate) gibt, wie physisches Gold.


    Insofern stellen die Preissteigerung bei Gold und auch beim Silber schon eine sehr erstaunliche Entwicklung dar. Mal schaun, wann ein Kurseinbruch (mit den Geldern der Zertifikatekäufer finanziert, lachtot!) initiiert wird....


    Oder glaubt wirklich jemand, daß Massen von Anleger so dämlich sind und heute eine Unze Gold für 600 kaufen um sie übermorgen für 570 zu verkaufen, weil si evielleicht bis 520 fallen könnte?.


    Leute, die Verkäufer das sind doch wohl ehr die, die vielleicht 10-30 Prozent ihrer Zertifikateerlöse physisch investiert haben und den ganzen Baut auf einen Schlag über Bord werfen, um die restlichjen 90-70 Prozent einsacken zu können -So läuft´s business. Schaut euch doch mal die Profite von GS & Co an: wo wohl kommen die auch mit her?????


    Für mich ist das nicht eine Frage des "ob", sondern nur des "wann". Und je später der Zeitpunkt kommt, desto mehr vermeintliche Gold- und Silberbugs Anleger werden ausgerottet und um so fetter sind die Profite der Emmitenten, egal, ob der wef nun seine 1.000 Prozent macht oder nicht...... es sei ihm ja gegönnt ..... das macht für die Stillhalter den Kohl nicht fett. Mehr noch: das ist gut investierte Werbung für diese Leute, denn es treibt Scharen von Anlegern, die abkassiert werden in solche Produkte.



    Vondeutschen Immobilien kann man dies momentan nicht behaupten. Dort hat jeder, der sich auskennt, sich erst gut informiert und dann ohne Hektik kauft und sich nicht übernimmt sehr hohe Chancen nicht nur Totalverluste zu vermeiden, sondern auch über einen Cashflow laufende Einnahmen zu generieren, die zudem relativ sicher sind.

    Ich mache es mir mal sehr einfach:


    Kurse steigen und fallen. Begründung s. Kostolany.


    Speziell zu aisatischen Währungen nur folgendes: Warum eine Währung kaufen, wenn die Deviseninländer dieser vielerorts noch nicht einmal voll vertrauen, sondern statt dessen ehr auf Gold und Silber als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel setzen.?.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    mesodor39


    Das war jetzt endlich mal ein für mich sehr gut nachvollziehbarer und durchdachter Beitrag. Du siehst andere Risiken als ich bzw. gewichtest sie anders, Du hast auch andere Fähigkeiten (geschultes Auge) und andere Erfahrungen (Börsencrash 2001). Dadurch gibt es gute Gründe für uns beide, unterschiedliche Anlagestrategien zu verfolgen. Mir gefällt die im wahrsten Sinne grenzenlose Flexibiltät meiner WertPAPIERE, du mußt Deine Werte anfassen können. Hoffentlich sind wir beide gleichermaßen erfolgreich.


    .....


    T-Trinker: anfassen muss ich meine Werte nicht unbedingt können. Einige meiner Münzen und Barren habe ich schon seit etwa 1990 nicht mehr gesehen. Aber ich weis ganz genau, wo sie sich befinden.


    Ich möchte hier nun garnicht mal den Finger in die Wunde der Papierfraktion legen, daß Papierinhaber eben nicht wissen, wo sich ihre "Werte" befinden und wer darüber verfügt.


    Vielmehr möchte ich mal meinen Begriff von Felxibilität kundtun: Selbst wenn es zu massenhaft Bankenpleiten und zur Geldentwertung kommen sollte, so kann ich doch meine Werte nehmen und noch halbwegs was (oder sogar noch viel mehr als zu "normalen" Zeiten dafür bekommen. Notfalls auch nachts um 0.00 Uhr und bei Regenwetter und das weltweit, d.h. dort wo ich gerade mit meinem Edelmetall bin und Menschen sind, die Waren / Güter verkaufen wollen......


    Versuchen Sie einmal ganz schnell jemanden zu finden, der Zertifikate zum marktgerechten Preis zu Unzeiten erwirbt. Edelmetall jedoch wird da viel schneller akzeptiert. Selbst "Old-Al" räumt dies ein.


    Das genau nenne ich Flexibilität.


    Ich weis sehr wohl, daß es momentan sehr viel schneller geht, Zertifikate bei einer Bank zu liquidieren, als Edelmetalle. Dies liegt aber daran, daß Banken an einem hochliquiden Edelmetallhandel für Privatpersonen kein Interesse haben.


    Ein altes Sprichwort sagt:

    spare in der Zeit, dann hast du in der Not

    Will sagen: so sparen, daß man ggf. im Krisenfall nichts mehr davon haben könnte, ist sinnlos.


    Und der Krisenfall, der ist schon da, wenn der Emmitent nicht leistet oder auf jemanden überträgt, der nicht leisten kann. Spätestens, wenn sich ein Anleger wehren will, erfährt er, wie flexibel und schnell die Justiz in Deutschland ist.


    Zertifikate und OS sind letztendlich nichts anderes als Wetten, es sei denn, man will den Basiswert gegen Kursverlust absichern oder später erwerben.


    Und Wetten ist Glückspiel. Zockerei halt.


    Nur: viele "Sparer" oder "Anleger" oder "Spekulanten" erkennen nicht oder nur unzureichend, daß sie mit dem Erwerb von Zertifikaten nicht nur eine Wette, sondern eine Vielzahl von Wetten eingehen.


    Und beim Glückspiel gewinnt meistens der Buchmacher oder die Spielbank oder der Automatenaufsteller. Wäre dem nicht so, dann würde es kein organisiertes Glückspiel geben.


    Der Spieler kann tun, was er will: Zu über 99 Prozent ist er langfristig der Verlierer. Das einzige, was ein Spieler tun kann, um nicht (oder nicht weiter) zu verlieren ist: aufhören zu spielen.


    Ich meine, mit dem Spielen aufgehört zu haben.


    Im übrigen sind ganz normale Edelmetallkäufe allein schon unter dem Aspekt der ganz normalen Volatilität der Kurse doch bereits riskant genug......

    Charttechnikern müsste bereits seit langem bekannt sein, daß Edelmetallkurse zeitweise sehr stark miteinander korelieren.


    Besonders wenn man Gold mit anderen Edelmetallen vergleicht.


    Und je kürzer die Betrachtungsintervalle sind (z.B. Intraday-Charts), desto extremer sind die Korelationen.


    Betrachtet man hingegen länger laufende Charts, so kann man teilweise erhebliche Unterschiede feststellen (z.B. 10-Jahres-Charts Gold / Palladium).


    Dabei dürfte wohl völlig unstrittig sein, daß z.B. in Katalysatoren Palladium oder Platin nicht durch Gold substituiert werden kann und auch bei Silber (Fotografie, medizinische Anwendungen, Elektro-Industrie) dürfte eine Substitution durch Gold in vielen Fällen technisch unmöglich bzw. für Lötstellen und als Stromleiter wirtschaftlich widersinnig sein.


    Dennoch existieren diese Korelationen. Warum?.


    An der Industrie kann es nicht liegen. Also verbleibt als Erklärung nur der (kurzzeitige) Einfluß von Spekulanten?.

    Das lassen Sie sich einmal ganz genau anhand von angenommen Kursverläufen von den Anlageberatern der Cobank plausiebel erklären......


    und wenn Sie verstanden haben, wie das läuft, stellen Sie des Rätsels Lösung einfach hier ein.



    Kleiner Tipp:
    Nicht überall, wo "Silberzertifikat" draufsteht, ist auch unbedingt Silber drinn. Lassen Sie sich erklären, von welchen Faktoren außer der Silberpreisentwicklung der Anlageerfolg auch noch abhängt. :)

    Zitat

    Original von greenjg
    Na .. na ... wer verdient denn im Endeffket am Diskontsatz .... ?


    mfg,


    greenjg


    wird mehr oder weniger Geld geliehen, wenn der Diskontsatz steigt?.


    wird dann auch noch soviel in Aktien, Derivaten und Währungen gezockt?.


    werden denn langfristige Schulden dadurch signifikant geringer?.


    Wer zahlt denn die Zinsen für all die langfristigen (Staats-)Schulden?


    Alles klar?.

    Es ist doch nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand einen Realen Gegenwert für das Geld haben will, für das auch er reale Gegenwerte hergegeben hat.


    Nur: Das hätten die Chinesen doch schon vor einigen Jahren tun können.


    Und ganz nebenbei hier einige Diskussionen über Verschuldung und Handelsbilanzdefizite mangels Grundlage erst garnicht aufkommen lassen :)

    Sollten die Zinsen (Diskontsatz) auf 5 % oder 6,5 % steigen, so würde sich die Zinsbelastung vieler Euroländer etwa verdoppeln, geht man von 150 bis 250 Basispunkten Abstand zum Diskontsatz aus.


    Maastricht wäre dann - für jeden offensichtlich - Utopie.


    Wer bitte soll dann noch halbwegs das Defizitkriterium einhalten oder sich zumindest knapp oberhalb dessen bewegen?.


    Und deswegen sind Sozialbeiträge auf Zinsen auch sehr problematisch. Lohnt sich Sparen noch weniger, dan werden wohl ab einem gewissen Punkt massiv Spargelder abgezogen.


    Geld ist - ganz im Gegensatz zur Immobilie - mobil :)

    Egal, wie lange so ein Schein läuft:


    für 2,60 EUR gibt´s 7 g Silber in Form alter Silber-5-DM-Gedenkmünzen. Das nenne ich Silberspekulation ohne Kursrisiko nach unten.


    Noch können die Teile bei der Bundesbank in EUR getauscht werden.


    Alles vor 1974 ist Silber, die Gedenkmünzen darüber hinaus nur noch von 1975-1979.


    Kein Zertifikat bietet solche Sicherheit.


    Und im Krisenfall habt ihr Silber in kleinen Portionen......


    versucht dann mal, mit einem OS einzukaufen, lachtot

    Erhard hätte vor der deutschen Einheit vielleicht versucht - ähnlich wie Clinton - zu sparen und nicht nur das Defizit absolut zurück zu führen, sondern auch den Schuldenstand.


    Mittlerweile aber sind Schulden und Steuern und Abgaben so stark angestiegen, daß Steuererhöhungen zur Schuldentilgung mehr Arbeitslosigkeit und damit mehr Sozialkosten verursachen, als sie Zusatzeinnahmen generieren.


    Die Situation ist gekippt. Die Schuldenfalle hat zugeschnappt und erwürgt (Geburtenrate, Angst vor Jobverlust, Angst- und Rentensparen) nun langsam ein ganzes Volk.


    Auch Erhard wäre da machtlos, es sei denn er würde den Staatsbankrott oder eine Währungsreform (vorheriges Austreten aus dem Euro, "Rückabwicklung") erklären.


    Die Schulden müssen fort, ohne bezahlt zu werden. So einfach ist das.


    Jeder Privatmann kann sich binnen 7 Jahren entschulden. Sowas müsste es auch für Staaten geben.


    T-Trinker: in Anbetracht eines solchen finanziellen Hintergrundes kann man selbstverständlich auch mal eine riskantere Einzelwette eingehen.


    Klar auch, daß man im Nachhinein immer klüger ist und sich ungemein bestätigt fühlt, wenn man richtig gelegen hat.


    Mehr noch: auch wer mit einem Kauf liebäugelte, der sich ex post als richtig herausgestellt hat, fühlt sich bestätigt und trauert günstigstenfalls der verpassten Gelegenheit nach. Exakt hierin sehe ich eine Gefahr (eigene Erfahrung) denn die Käufe, mit denen man liebäugelte, die man dann aber nicht getätigt hat, die werden ausgeblendet - oder schlimmer noch: die hat man ja wegen eines Gefühls im Unterbewusstsein dann doch nicht getätigt, was eine erneute Bestätigung ist.


    Und so bewegt man sich immer mehr ein kleines Stückchen in Richtung "optimale Fallhöhe" (meine Erfahrung). Wer diesen Versuchungen (oder Verlockungen) nicht erliegt, der umschifft schon einmal eine sehr gefährliche Klippe.


    Genau aus diesem Grunde investiere ich meist über Zeiträume von mehreren Jahren (bei Silber ist das so gewesen, da waren es 6 Jahre, von 1986 bis 1992, auch beim zwischenzeitlich verkauftem Gold war das ähnlich) und im Regelfall physisch. Ich umgehe auch durch die Bildung von Durchschnittspreisen damit eine Menge vermeidbarer Risiken, weswegen ich weniger Positionen zur Diversifikation benötige, als jemand, der sehr schnell und in Papiere investiert.


    Immobilien (Eigentumswohnungen) bieten zwar geringere Risiken als Aktien, aber auch geringere Verdienstmöglichkeiten. Baumängel kann man oftmals erkennen, wenn das Auge geschult ist, Mietkanidaten kann man zur Reduzierung von Ausfallrisiken unter die Lupe nehmen. Bei Fehlbilanzierungen und strukturellen Schwachpunkten innerhalb einer Bilanz oder gar versteckten und nicht angeführten (weil nicht erkannten) Risiken ist das viel aufwendiger, viel schwieriger und für den Anleger ggf. unmöglich. Jedoch kann ich auf die mit 100 Prozent gehörenden Objekte Einfluß ausüben, diese notfalls auch veräußern oder ggf. beleihen.


    Den Aspekt der Verfügbarkeit (physisches Metall) und den der Einflußnahmemöglichkeit (Immobilie) halte ich für sehr wichtig.


    Bei Aktien, OS und Zertifikaten kann ich praktisch nur kaufen und verkaufen und zwar zu Kursen, die ich nicht beeinflussen kann. Ggf. kann ich die Werte noch beliehen. Das aber ist dann schon alles. Das Insolvenzrisiko einer Einzelaktie oder eines Emmitenten kann ich bestenfalls durch Diversifikation abmildern. Mein Geld jedoch haben andere und das, was ich besitze, das ist ein Anteil an irgendwas oder an einem verbrieftem Recht. Nicht abmildern kann ich strukturelle Risiken (Verschuldungsgrade, Gefahr des Kollaps des Welthandels) und politische Risiken: Wer Papier besitzt, der ist recht einfach zu enteignen. Sei es über Inflation oder mittels anderer Mechanismen (Insolvenz, formal "legaler" Betrug usw.).


    Bei Immobilien ist das mit der Enteignung schon schwieriger: würde man 20 bis 30 Prozent des Volkes enteignen wollen, könnte es zu Aufständen kommen. Weil auch viele Beamte Immobilien besitzen...... könnte das den Staat zersetzen. Edelmetall, sofern nicht in Banktresoren oder im Inland greifbar verwahrt ist praktisch kaum aufzuspüren.

    wef: von den Terminprodukten weis ich immerhin soviel, daß sie extrem riskant und - je nach Konstruktion - für einen Privatanleger sehr schwer einzuschätzen sind.


    Es stimmt, daß ich die Kurse von OS und Zertifikaten nicht täglich verfolge.


    Den Prospekt zur Termingeschäftsfähigkeit, den ich von meiner Sparkasse erhalten habe, habe ich mir sorgfältig durchgelesen. Das hat bei mir schon gereicht zu erkennen, daß es sich bei vielen Terminprodukten und "Zertigikaten" mit KO-Schwellen um extrem riskante Produkte handelt.


    Sie selber schreiben, daß es nicht einfach ist, Gewinne damit zu erwirtschaften. Und als jemand, der sich - ganz im Gegensatz zu mir - intensiv damit beschäftigt, müssen Sie diesen Aspekt viel besser beurteilen können, als ich das vermag.


    Ich habe vor Jahren privat mal sehr intensiv mit Aktien gehandelt, nachdem ich jahrelang die Börse intensiv beobachtet habe. Ganz im Gegensatz zu Ihren in Derivate investierenden Bekannten habe ich 2000 noch sehr viel Geld damit verdient. 2001 hingegen hat der "Markt" dann mich "einkassiert". Meine These ist folgende:


    Langfristig ist niemand klüger als der Markt.


    Egal ob Aktien, Derivate oder Edelmetalle: Draufgänger gehen drauf. Egal, wie klug die sind und über welche Erfahrung und Sachverstand die verfügen (Herstadt, LCTM, WCM-Großaktionär Ehlerding oder der ehemalige Gold-Zack-Boss um hier nur ein paar prominente Beispiele zu nennen). Auf die Ebene von Enron, Balsam, Klöckner & Co usw. möchte ich mich hier zur Bemühung von Beispielen erst garnicht begeben.


    Leute wie Soros wissen das und hören rechtzeitig auf. Leute wie Bill Gates bleiben in ihrem Metier verwurzelt und Menschen wie Warren Buffet spielen ganz viele sichere Karten gleichzeitig. Andernfalls wären auch sie schon längst vom Markt hinweggefegt worden.....