Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von juergenlangen


    1 naja ... Gold kann in manchen Minen auch für 100 Dollar / Unze gewinnbringende gefördert werden - und zu welchem Preis kann ich einen Picasso herstellen ? Tinten und Leinwand ? Oder unendlich, weil Picasso tot ist ?


    .....


    Nur dürfte es so sein, daß der Teil des Goldes, der momentan für 100 $/Unze gefördert werden kann nur einen sehr kleinen Teil des jährlichen Gesamtförderung ausmacht.


    Ein Großteil des Goldes dürfte wohl ehr zu Kosten um oder über 350 $/Unze gefördert werden, lässt man die Folgekosten beispielsweise der Förderung mittels Zyanidlauge mal außen vor.....


    Insofern sehe ich den momentan fairen Goldpreisirgendwo zwischen 400 $/Unze und 500 $/ Unze.


    Langfristig jedoch ist mit weiter steigenden Förderkosten zu rechnen und mit einer weiteren Inflationierung der Geldmengen weltweit (meine Meinung), weswegen Gold momentan zwar nicht billig, aber auch noch nicht völlig überteuert ist.


    Ganz einfach:
    von einer extremen Unterbewertung kann ich nahezu risikofrei profitieren, indem ich mit Eigenkapital den Basiswert erwerbe und warte, bis meine Zeit gekommen ist.


    von einer extremen Überbewertung zu profitieren geht risikolos nur, indem ich den Basiswert besitze und mit erheblichen Gewinn verkaufe. Wie ich das beispielsweise tun würde, wenn Silber in einem näherungsweise kurzfristig stabilem Geldwertumfeld extrem hohe und somit völlig unangemessene Kurse verzeichnet.


    Jedoch: besitze ich den übertrieben hoch bewerteten Basiswert nicht, so kannn ich nur über Terminmarktprodukte (z.B. Put´s oder Futures) also über Leerverkäufe davon profitieren. Dann aber gehe ich gleich zwei Wetten ein:
    1.) es kommt zu einer Korrektur
    2.) ich kennen annähernd den Zeitraum, in dem sich die Korrektur vollziehen wird.


    Tritt eine von beiden Annahmen nicht ein, ist bei einem Put mein Einsatz und bei einem Future vielleicht noch viel mehr als nur der Einsatz verloren.


    Warum sich also in der riskanteren Hälfte tummeln, wenn es auch eine im Vergleich dazu relativ sichere gibt?.


    Für ein paar Dollars mehr seine wirtschaftliche Existenz riskieren - nicht mein Ding.


    Goldesel: wenn ich im Lotto spiele, hab eich auch die Chance auf sechs richtige.... und sogar auf den Jackpot :)


    Nur: Die Eintrisstwahrscheinlichkeit ist extrem gering. So gering, daß sich eine Diskussion "was wäre, wenn ich den Jackpot knacke und ihr zusehen dürftet" nicht wirklich lohnen würde zu führen.


    Aber was solls: das mit dem Jackpot muß ich auch regelmäßig meinen Mitarbeitern erklären, wenn ich mir anhöre, was die alles tun wollen, wenn sie gewinnen....


    ....mal abgesehen davon, daß ich denen dann jedesmal erklären muß, wie schnell sie ihren Gewinn auf den Kopf gehauen hätten und auf welche Ideen die dann immer noch kommen würden....


    ...bevor sie dann merken, daß sie eigentlich garnicht gewinnen möchten, denn: bei all den Versuchungen und den bösen Mitmenschen, die nach ihrem Vermögen gieren..... ....und das, falls sie doch gewinnen würden, niemand davon erfahren dürfte, weswegen sie ja gezwungen wären - widereilligst versteht sich - weiter arbeiten zu gehen. Und wenn ich denen dann noch erzähle, wie klammheinlich ich mich freuen würde...... denn ich würde es ihnen doch absehen, wenn sie arbeiten müssten, ohne auf das Geld angewiesen zu sein..... ...ich also der einzige wäre, der sich über ihren Gewinn so richtig freuen könnte.... denn Schadensfreude ist ja die beste Freude.... weswegen ich ja kein Lotto spiele.... alles klar :)

    Kapitalflucht durch einen Run auf´s Gold?.


    Geht das überhaupt?.


    Für ein einzelnes Individuum gewiss.


    Für eine sehr kleine Gruppe geht´s auch noch.


    Aber für das KAPITAL allgemein: NEIN.


    Soviel Gold gibt´s nicht.


    Und: Das Kapital (oder besser das Geld, das bis dahin als Kapital diente).... das hat dann ein anderer, der ggf. auch wieder irgendwo hinflieht....


    Irgendeiner hat also bis zum Währungsschnitt immer Geld (Fiat-Money).


    Am Ende wird es dann so sein, daß durch die vermutete Geldentwertung sehr viel Geld, das eben kein Kapital ist verschwindet (Denominierung). Einschließlich der durch den Geldüberhang verursachten Fehllenkungen von Ressourcen.


    Eine Hyperinflation sorgt also dafür, das das Kapital vom Geld getrennt wird, ähnlich wie in einer Scheideanstalt beispielsweise Gold und Silber von anderen Metallen getrennt werden....



    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=2502

    Bezüglich Gold-Platin-Legierungen würde ich einen Juwelier oder ggf. ein Dentallabor kontaktieren. Notfalls muß man sich mit seinem Anliegen an Hareus oder die Degussa wenden.


    Die dort erhältlichen Legierungen müssten sehr genau zusammengesetzt sein.


    In Bezug auf antike Goldmünzen sei erwähnt, daß diese in guter Qualität oftmals sehr hohe Vermögenswerte darstellen, man denke nur an römische Aurei oder keltische Statere. Selbst abgegriffene römische Aurei kosten oftmals deutlich mehr als 1.000 EUR. Und klar: die Dinger werden auch gefälscht....


    Im Übrigen bringt eine Metallanalyse noch lange keinen Echtheitsbeweis. Ich weis auch, daß ein Aurei aus 585, 333 oder 750er Gold wohl falsch ist, ebenso einer aus 999er Gold. Jedoch bedeutet der Umstand, daß es sich um antikes Metall handelt noch lange nicht, daß es sich bei der Münze um ein Original handelt. Da muß dann noch einiges mehr an stimmiger Information dazukommen, wozu ich mich hier aber nicht äußere, weil ich selbst nicht genug davon verstehe und lediglich weiß, daß ich zu wenig darüber weiß, weswegen ich meist die Finger davon lasse......


    Schlecht erhaltene Münzen werden eingeschmolzen und überprägt. Byzantinische Solidi, die gibt´s schon ab 150-200 EUR, gelocht geht´s sogar noch billiger......


    Für einen Aurei des 1. Jahrhunderts bräuchte man etwas weniger als zwei Stücke (Solidi).


    Silbermünzen und ggf. Kupfer zur eventuellen Beimengung um auf den Feingehalt der Prägungen zu kommen, gibt´s für eoin paar Euro fünfzig als Unterlagscheiben (extrem abgegriffene, korodierte Stücke auf fast jeder Münzenbörse).

    gerfur: Grundsätzlich hat Kaufrausch recht.


    Aus Gründen der Diversifikation (Risikostreuung) empfehle ich einen Anteil von 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens (incl. Aktien, Immobilien, private Rentenverträge, Lebensversicherungen, Konten usw.) in Edelmetall zu halten.


    Und den sollte man durch Reduktion des Edelmetallanteils nicht anpassen, wenn edelmetalle steigen, denn das wäre bei einer Inflation Selbstbetrug.


    Edelmetall verhält sich kursmäßig meist anders, als Aktien oder Anleihen. Fällt das eine, steigt oftmals das andere.


    Weiterhin ist Edelmetall ein schuldenfreier Realwert, d.h. sein Wert ist unabhängig von der Bonität eines Schuldners oder dem Zahlungsversprechen eines Staates. Also: Kein Insolvenuzrisiko wie bei Aktien, Anleihen oder sonstigen Forderungen oder Beteiligungen.

    Steigen Rohstoffe weiter, müssen Preise angehoben werden.


    Es wird dann weniger nachgefragt, weswegen die Unternehmensgewinne auf breiter Front sinken werden.


    Ebenso die Aktienkurse. Zumal aufgrund der Preissteigerungen die Zinsen angehoben werden, was Anleihen für risikoblinde "Geldzähler" attraktiver macht.


    Daher bin ich momentan weder für Aktien, noch für Rohstoffe allgemein besonders positiv gestimmt, was reale Vermögenszuwächse angeht. Und Anleihen kommen aufgrund der Geldmengenausweitung sowieso nicht in Betracht.

    ach ja, die alte Glaskugel....


    da ist immer alles so trübe - trotz Brille :)


    Aber das Handelsblatt von übermorgen, das mir meine Sekretärin (die einzige übrigens, die weder lesen noch schreiben kann und auch nicht deutsch spricht...) jeden Morgen gebügelt zum Frühstück reicht.....


    das ist purer Treibstoff für´s Depot :)



    Als ich 1986 - lange Zeit vor meinem übermorgentlichen Handelsblatt-Abbo - anfing Silber zu kaufen, da wurde ich oftmals milde belächelt. Und als ich 1991 dann noch mal richtig zuschlug - sehr nahe dem Tiefstkurs - da hielt man mich angesichts des vorangegangenen Kursverfalls für verrückt.


    Niemand konnte oder wollte meinen Gedankengängen folgen.


    Irgendwann gab ich die Hoffnung auf und vergaß das Silber lieber, als mich drüber zu ärgern.


    Auch das verstanden die wenigsten. Verluste müsse man begrenzen und Gewinne laufen lassen, das waren die "gut" gemeinten Ratschläge damals. Ich hab´ nichts drauf gegeben.


    Und heute, da überbieten sich Analysten vielfach in Silberpreisprognosen. Von 20 Dollar die Unze bis zu einem dem Goldpreis übersteigenden Silberpreis kann man alles lesen....


    Und genau das macht mich sehr nachdenklich.



    Auch in Bezug auf das Thema "Rohstoffe" generell.



    Angenommen: Rohstoffe verdoppeln sich innerhalb von 5 Jahren nochmals. Wer soll denn die sich daraus ergebenden Endverbraucherpreise noch bezahlen können?.


    Und ist von der Produktionsseite dann nicht die Gefahr einer Überproduktion für Spekulanten, Fonds und alle niemalsklugen Prozyckliker noch größer als heute vielleicht schon?.


    Und dann? Na, wie war´s beim Silber?. Bei Unzenpreisen um die 4 Dollar mussten Silberminen schließen. Viele schlossen schon zuvor und bei höheren Kursen.....


    Wurde Silber deshalb knapp?.


    NEIN. Mehr als 10 Jahre ab Erreichen der Tiefstkurse dauerte es, bis Silber begann, wieder langsam zu steigen. Und richtig los ging es erst ab letzten Herbst....



    Ich meine, daß wir momentan weltweit einen Hochkonjunkturzycklus haben, der bereits Anzeichen der Überhitzung (Rohstoffpreise, weltweite Verschuldung) aufweist.


    Da ist Katzenjammer vorprogramiert.


    Wer einen Währungscrash oder Währungsturbulenzen oder Inflation befürchtet, der sollte auf Edelmetall setzen mit Schwerpunkt Gold (Stichworte: Volumen, Liquidität).


    Andere Metalle / Rohstoffe sind extrem konjunkturabhängig. Und das war schon immer so. Und es wird auch immer so sein.


    Edel Man: ich weis, daß Märkte sehr lange sehr unvernünftig sein können und ggf. sogar Realitäten ausblenden oder ganz bewusst nicht berücksichtigen. Solche Phasen können Monate, ja Jahre dauern (s. Neuer Markt). Ich meine, daß viele Rohstoffe momentan schon in einem Bereich / Bandbreite bewertet sind, den/die man als "fair" beziechnen könnte.


    Wenn nun jemand behauptet, Rohstoffaktien könnten sich binnen 10 Jahren verdreifachen bis verfünffachen, so kann das durchaus sein. Jedoch: wenn hier reale Wertsteigerungen gemeint sind, so sehe ich diese als fundamental nicht gerechtfertigt an.


    Ich meine, daß die Kunst der Spekulation darin besteht, extreme Unterbewertungen zu erkennen un dauszunutzen und weniger darin besteht, auf irrationale und fundamental nicht gerechtfertigte Übertreibungen, Panik, Gier und Herdentrieb zu setzen.


    Spätestens wenn derlei in die Kalkulation eines Investors mit einfließt, ist der beste, d.h. der risikoärmste Teil der Kurssteigerungsparty vorrüber.


    Und ich meine, daß es klug ist aufzuhören bzw. leiser zu treten / eiunen Teil der Ernte einzufahren, wenn´s am schönsten ist. Eben weil die Bäume nicht in den Himmel wachsen und Regenwetter oftmals über Nacht kommt....


    shooting-stars never stop - even when they reach the top, lachtot!

    Getreu dem Kredo, daß wir langfristig alle tod sind und jede Papiergeldwährung sich wertmäßig irgendwann dem Wert des Papieres, auf dem sie gedruckt ist annähert, sind das doch alles ganz kurze Momentaufnehmen von Extremen beherrschter Situationen, die der Thematik nicht gerecht werden.....


    ....und zudem sehr schnell vorübergehen.


    Es soll ja auch schon des Öfteren ganz "normale" Börsencrash´s bei Aktien und Extremeinbrüche bei Anleihen insolventer Emittenten (oder solcher, von denen man das annimmt) gegeben.


    Hat deswegen irgendjemand bedeutsames den Schluss daraus gezogen, daß eine Aktienanlage grundsätzlich ein schlechtes Geschäft ist?.


    Eng wird´s nur dann, wenn man so dumm ist, und alles auf eine Karte oder ein Blatt setzt.


    Dann gibt´s genau die hier beschriebenen und zudem völlig irrationalen Reaktionen von Spekulanten und Preiskapriolen.


    Jeder bekommt an der Börse meistens genau das, was er verdient.


    Ich kann nicht sicher beurteilen / sicher einschätzen, was in den nächsten 15 Jahren sein wird. Meine Glaskugel reicht vielleicht für drei bis sechs Monate, vorausgesetzt daß nichts unverhofftes geschieht.


    Aktien auf Zeiträume von 10-15 Jahren einzuschätzen, das erinnert mich extrem an den Neuen Markt. Jedoch selbst diese oft dort agierenden Blender, Betrüger und/oder Hochstapler trauten sich meist nur 5 Jahre zu....


    Businesspläne, die länger liefen, als 5 oder 6 Jahre - da kann ich mich nicht drann erinern.


    Ich meine: wir haben eine gute 50-Prozent-Chance, das beste vom Rohstoffboom bereits hinter uns zu haben.


    Was kommen könnte, das wäre eine Phase historisch durchschnittlicher Zinssätze, so um die 6 bis 8 Prozent. Und eine Verlangsamung des Weltwachstums auf vielleicht real 0,5 bis 1 Prozent. Rohstoffe könnten im Preis stagnieren oder sogar sehr deutlich fallen.


    Und sollte das passieren, so ist jemand, der in Edelmetallen investiert ist und darüber unmittelbare Verfügungsgewalt besitzt um ein vielfaches besser drann, als jemand, der alles in Papierwerten stecken hat.


    Natürlich wäre ein Zusammenbruch fatal. Auch für Edelmetallbesitzer. Keine Frage. Jedoch:


    es liegt nicht in unserem Ermessensspielraum, zu entscheiden, ob ein Zusammenbruch stattfindet. Das entscheiden diejenigen, die Geld drucken das entweder gedeckt oder nicht gedeckt ist. Und die die bereit sind, sich auch ungedeckter Gelder zu bedienen um ihr politisches Ding durchzuziehen.

    Man muß sich darüber im Klaren sein, worum es bei der Edelmetallanlage vordergründig geht:



    Vermögen erhalten


    Folgende Dinge machen dabei keinen Sinn


    1.) einen Wert kaufen, der zu einem Bruchteil des Kaufpreises hergestellt werden kann


    2.) einen Wert kaufen, den gerade alle anderen haben wollen


    3.) einen Wert kaufen der - im Vergleich zu anderen Werten - gerade sehr hoch bewertet ist.


    4.) In einen Wert oder einem Anlagesegment einsteigen, nachdem schon eine oder mehrere extrem starke Anstiege zu verzeichnen gewesen sind und eine der Bedingungen 1.) bis 3.) vorliegen oder ansatzweise vorliegen


    5.) alles auf eine Karte oder ein Blatt setzen. Kein Profi-Spieler würde das tun. Anlege rjedoch machen immer wieder diesen Fehler.


    6.) sich selbst unter Druck setzen, eine Anlageentscheidung tätigen zu müssen.


    7.) Sich auch noch über anderer Leuten Geld Gedanken machen, sprich: über Kredite aufgenommenes Geld, also Fremdkapital anlegen.


    8.) Angst zu haben, sein Vermögen zu verlieren, wenn man nichts tut.


    9.) nicht rechnen können und / oder Milchmädchenrechnungen aufstellen. Was nutzen mir 5 Prozent Rendite bei 4 Prozent Teuerung und 50 Prozent Steuer- und ggf. Abgabenbelastung?.


    10.) vermeidbare Risiken eingehen, denen unter Berücksichtigung aller Faktoren KEINE oder KEINE ausreichenden realen Erträge gegenüberstehen.


    Vielmehr sollte man sein Geld dort hintragen, wo man (immer noch oder schon wieder?) einen möglichst hohen Gegenwert dafür erhält. Und wenn ich von Gegenwert schreibe, dann meine ich etwas reales und konkretes und keinen Anspruch auf irgendwas abstraktes. Und genau solche Dinge muß halt jeder selbst herausbekommen. Rückblickend haben alle immer alles gewusst und alles kommen sehen - wenn sie nicht gerade selbst investiert waren.


    Fakt ist, daß mit steigenden Kursen, insbesonders bei explodierenden Gewinnen der Produzenten, der Aspekt des Vermögenserhaltes bei der Edelmetallanlage immer weiter in den Hintergrund und rein spekulative und markttechnische Aspekte immer mehr an Gewicht gewinnen. Spätestens dann, wenn Edelmetalle über Wochen tägliche Schwankungsbreiten aufweisen, die mit denen von sehr volatilen Einzelaktien vergleichbar sind, sind wir kurz davor, uns auf optimaler Fallhöhe zu befinden. Anleger, die schon seit mehr als 10 Jahren Edelmetall halten sind dann prozentual nur noch zu einem sehr geringem Anteil vertreten, die überwiegende Mehrheit besteht aus Neulingen, Grünschnäbel, die das schnelle Geld machen möchten oder Angst um ihr Erspartes haben. Das alte, böse Spiel von Dummheit, Ungeduld, übertriebenen Erwartungen, Angst und Gier halt :)


    Und solch eine explosive Mischung, die mag für vieles gut sein, gewiss aber nicht für den substanziellen Vermögenserhalt der dort erst kurz zuvor Investierenden.

    Ganz allgemein (auch zu den beiden anderen kürzlich vorgestellten Depots von bulli0815, Goldesel und Gusto:


    Was mir fehlt, das ist die physische Komponente (Gold, Silber, Platin, Palladuim), alles zusammen ca. 10 Prozent des Depotwertes zur Diversifikation.


    Weiterhin meine ich, daß alleine Rohstoffaktien (u. z.t. auch Derivate) extrem riskant sind. Eine konjunkturelle Abkühlung reicht aus, und der Wert kann sich ganz schnell dritteln.


    Als Ausgleich (Diversifikation) wären 30 Prozent Immobilienanteile (deutsche Immobilien, sind billig) und ggf. 10 Prozent Cash ratsam.


    Aktien (hohe Bewertungen oder schon sehr gut gelaufen aufgrund hoher Gewinnzuwächse, die auch nicht für ewig gehalten werden können) und Bonds (Inflationsrisiko) würde ich momentan ehr meiden


    Wichtig: Niemals mehr als 50 v.H. in eine Anlageklasse stecken!.


    Besser: auch bei Aktien auf drei bis vier Anlageklassen diversifizieren, was aber Zeit (Kaufgelegenheiten) benötigt.

    Zitat

    Original von Zarathustra
    Die üblichen Argumente, warum der Silbermarkt explodieren wird (muss?) sind hinlänglich bekannt...Die Frage die ich mir stelle: Was passiert danach?


    Das letzte Mal passierte 24 Jahre lang nichts, was einer besonderen Erwähnung würdig gewesen wäre, sieht man einmal von den Tiefstkursen (Degussa-Abgabepreise ohne Steuer ca. 175 DM das Kilo) ab. Aber dieses Ereignis habe ich genutzt :)


    Will sagen: Kommt es zu einer Hype und brechen die Kurse nach einem Spike um 70, 80 oder gar 90 Prozent ein..... ....dann ist der Markt solange "tot" bis neue Deppen herangewachsen sind, die zu absoluten Höchstkursen (und dann auch noch Papier) kaufen.


    Zumindest war es beim letzten Mal so, abgesehen davon, daß es 1980/81 meines Wissens noch keine Zertifikate mit KO-Schwelle gab :)


    Also wäre es für Emittenten billiger, würde man bei steigenden Kursen Futures kaufen?.


    Und bei fallenden Kursen wäre dann der Erlös des Emittenten aufgebraucht, nachdem die KO-Schwelle um die Differenz des Aufgeldes beim Zertifikat unterschritten worden wäre....


    Demzufolge müsste der Emittent einen Future erwerben plus einem Put, der um die KO-Schwelle notiert. Und so würde sich dann der Preis des Zertifikates ergeben, weswegen bis dahin die Welt scheinbar in Ordnung ist.


    Was aber ist mit endlos laufenden Zertifikaten, wenn die KO-Schwelle nicht erreicht wird?.


    Da müssten doch Futures gerollt / erfüllt und ggf. erneuert werden und in gewissen Abständen neue Puts erworben werden?.


    ...weswegen das ganze schon ein wenig mehr ist, als eine reine "Vermittlertätigkeit". Es sind einfach Risiken enthalten, die nicht abgedeckt werden können, weswegen es auch keine in sich abgeschlossenen Transaktionen sind / sein können.


    Es mag sein und es klingt auch wahrscheinlich, daß die Emittenten benüht sind, die wahrscheinlichsten Risiken abzudecken.


    Jedoch ist es unmöglich alle Risiken und Kursszenarien zu berücksichtigen. Wobei ich natürlich nich tausschließen kann, daß Banken momentan keine ungehedgte Positionen größeren Ausmaßes in ihren Büchern haben, was aber aufgrund Änderung marktlicher Gegebenheiten nicht zwangsläufig so bleiben muß.


    Jedoch: egal, wie man es dreht oder wendet: Irgendjemand muss mögliche Gewinne bezahlen, also irgendwie (und sei es nur in Form von Erlöseinbußen) den Kopf hinhalten.


    Wer das beispielsweise für die oft kolportierten Goldausleihungen früherer Jahre zu Kursen von 250 bis 350 Dollar die Unze getan hat, der dürfte nun selbst als Erzeuger ein Problem damit haben, das Gold dafür aus der Erde zu holen. Denn: Öl, Stahl und andere Rohstoffe und Erzeugnisse sind seitdem sehr stark im Preis gestiegen......
    ....oftmals noch stärker, als Gold.


    Und ich bleibe dabei: Eine Kette ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied.


    Klar, unser Staat geht auch nicht hin und bucht seinen Bürgern die von ihm benötigten Gelder einfach ab - nein, er gibt Anleihen aus, die gekauft werden.


    Genau so machen es die Banken: die gehen vordergründig auch keine ungehedgten Risiken ein, sondern sichern sich über den Terminmarkt ab.


    Daß die Staatsschulden (egal ob hier oder anderswo in Europa, den USa oder Japen oder China) real zurückgezahlt werden - daran dürften nur unverbesserliche Optimisten glauben.


    Und angenommen, Silber steigt bis auf 50 oder 100 Dollar: wer glaubt denn in diesem Fall daran, daß alle Stillhalter mit Shortpositionen solvent bleiben oder sich dann noch genügend neue solvente Stillhalter finden, die den alten Stillhaltern ihre Positionen "abkaufen", also sich das Risiko und die angelaufenen Verluste gegen Übernahme der Lieferverpflichtung auszahlen lassen, von denen, die bei weiter steigenden Kursen nicht mehr lange durchhalten würden?.


    Und daher bleibe ich dabei:
    Solche Geschäfte sind nicht nur bei fallenden Kursen riskant (KO-Schwelle) sondern auch bei extrem stark steigenden (Insolvenzrisiko).


    Und die Tatsache, daß bislang alles glatt gegangen ist, die besagt rein garnichts. Das ist ähnlich wie diese antike Stadt in der Umgebung des Vesufs: ein kleines Beben hier, etwas Grummeln dort... so what?. Das gab´s schon immer. Und nirgendwo sind die Böden fruchtbarer.... Und wahrscheinlich wird das auch noch in vielen Jahren so sein.... doch irgendwann schrieb man das Jahr 79 und plötzlich war alles anders. Die, die den Unfug glaubten und dort blieben, wurden allesamt ausgerottet (oder fuhren zur Hölle, wenn man es so formulieren möchte).


    Und hier noch etwas zur Volatilität von Edelmetallen in einem langfristigen Aufwärtstrend: 50 Prozent Kursrückgang sind - auch historisch betrachtet - immer drinn. Aber lest selbst:


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=2472


    Und die historischen Fakten kann man weder abstreiten, noch wegdiskutieren.


    Meiner Meinung nach sind derlei Schwankungen allein schon ein Argument dafür, von Zertifikaten mit KO-Schwelle definitiv Abstand zu nehmen.


    Sehr interessant. Und das schlimmste ist: ca. 92 Prozent der Vermögenswerte normalverdienender Bürger bestehen aus Geldwerten, d.h. aus auf Geld lautende Forderungen (das Eigenheim nicht mitgerechnet). Auch fast jede private Altersvorsorge ist ein auf Geld lautender Anspruch - ohne daß dieser der Inflation angepasst wird.
    Jeder, der sich dessen bewußt ist, der weiß doch, was das bedeutet, wenn die Geldmenge stetig in einem solchen Umfang ausgeweitet wird.


    Was Geldsparer besitzen ist dann faktisch nichts anderes als Quittungen über geleistete Rentenzahlungen und Sozialtransfers getarnt als "Banknoten".


    Denn für einen Zettel auf dem steht: Ich der Staat habe Renten bezahlt...... da gibt´s nichts für zu kaufen. Wer´s nicht glaubt, der kann ja mal versuchen, mit seiner letzten Gehaltsabrechnung einkaufen zu gehen :D:D:D


    Und wenn eine Bank Zahlungen auf geleistete Zahlungen leistet, indem sie diese Quittungen getarnt als "Anleihen" gegen Ausgabe von Banknoten ankauft, dann funktioniert das plötzlich. Welch ein Wunder!


    Und ein blaues Wunder für alle Sparer & Darber, die unsere Wirtschaft kaputtsparen und ihr Geld anstatt in Sachwerte oder Konsum lieber in Sparguthaben und Anleihen stecken. Früh genug werden sie hoffentlich erfahren, angekommen am Ende der Sparnunft, wie geil Geiz doch gewesen ist ..... ....vor allem für die Emüfänger ihrer Spar-Gelder, die die an Stelle der Sparer ausgegeben un dverkonsumiert haben
    .....marie, komm her - schenk noch mal ein - so schön wie heut´ wird´s nie mehr sein.... oder wie ging das nochmal mit den weissen Tauben, die müde geworden sind :)

    Zitat

    Original von T-Trinker


    Zum xten Mal: Du hast nicht die leiseste Ahnung von der Materie. Also lass es bitte sein, irgendwelche Mitleser mit Deinem Schwachsinn zu verunsichern. Ich hatte gedacht, man könne mit Dir vernünftig diskutieren, aber das war ein Irrtum. Ich werde auf Deine Beiträge nicht mehr eingehen, das macht keinen Sinn.


    T-Trinker: wollen Sie etwa allen Ernstes behaupten, daß die Emittenten von Silberzertifikaten mit einer KO-Schwelle die eingenommenen Mittel in Silber investieren um... ja, warum eigentlich.... wenigstens nicht, um ihren Verpflichtungen bei steigenden Kursen nachzukommen, denn das wäre wirtschaftlich unvernünftig !?.


    Jeder, der rechnen kann, der weis das :)


    und die können rechnen. Besser als unsereins.


    ...die wären ja auch ganz schön dumm (was sie aber nicht sind), wenn die den Teil eine Unze verkaufen, der oberhalb von sagen wir mal 9 Dollar steht... und die drei Dollar plus den - sagen wi rmal - einen Dollar Aufgeld dann in Silber stecken, um ihren Vertrag zu erfüllen.....


    Also bleibt denen doch nur zwei Dinge übrig:


    1.) eine noch lukrativere Anlage zu finden und derweil darauf zu hoffen, daß die Kurse von selbst fallen oder stagnieren.....


    ....oder....


    2.) so viele Zertifikate zu verkaufen, um genügend Silber von den Erlösen erwerben zu können, damit der kurs einmal und das auch noch je nach vertraglicher Gestaltung genügend lange oder zum rechten Zeitpunkt unter die KO-Schwelle zu drücken.... um einen Überschuss zu behalten, der nicht zur Kursdrückung benötigt wurde.


    zu 2.) fällt mir nur folgender Spruch ein: Nur Kälber wählen ihre Metzger selber :D:D:D


    Schlimmer noch: Zertifikatekäufer zahlen auch noch Geld dafür, ausgeweidet zu werden..... ......in der Hoffnung, daß andere - hier die Käufer physischen edelmetalls - ihre Haut retten.


    T-Trinker: Stellen Sie sich mal vor, eine Straßenbahn ist mit 75 Schwarzfahrern gefüllt.....


    ....und Sie steigen als einzig zahlender Fahrgast in ihren Wagon ein. Wären Sie bereit, das 75-fache des Fahrpreises zu zahlen, damit die Bahn abfährt?


    Nein, Sie machen folgendes: Sie zahlen dem Schaffner unter der Hand 25 Prozent des aktuellen Fahrpreises bis zur Endhaltestelle (wie all die anderen Schwarzfahrer auch), verpflichten sich aber auszusteigen, sobald der erste voll zahlende Fahrgast den Halteschalter betätigt an der dan jemand einsteigt weswegen Sie aussteigen müssen (weil der ja ein Kontrolleur sein könnte, was den Schaffner in Verlegenheit brächte).....


    möchten aber gerne die halbe Strecke fahren. Ob ihre Rechnung aufgeht hängt dann wol auch sehr von der Zahl der Haltestellen ab, die Sie aber nicht kennen..... und natürlich von den Zielen der Vollzahler...... die Sie versuchen hier im Forum zu erkunden um ihren Schnitt machen zu können?. Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen :) Was Sie nicht wissen können, das ist der Haltepunkt, an dem die erste Person einsteigt..... Da hilft alles nichts.


    Zum Thema Schwachsinn:


    Schwachsinnig, das ist für mich folgendes: einem anderen sein Geld zu überlassen in dem Wissen, daß der zu einem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkt versuchen wird, das Geld genau dazu zu verwenden, daß er sich seiner Rückzahlungsverpflichtung durch Drückung des Kurses der Basiswertes unter die KO-Schwelle entledigen kann. Natürlich in der Hoffnung zwischenzeitlich Kasse machen zu können oder - sollte man das verpast haben: daß andere, die sich mit viel geringeren Vermögenszuwächsen bereit sind zu begnügen zu gegebener Zeit und in so großer Menge und Finanzkraft da sind, um den Kurs so zu stützen, daß sich der Vertragspartner seiner Verpflichtung nicht durch knock-out entziehen kann......

    Gier frisst Hirn.

    T-Trinker: Wenn man auf Kredit Immobilien kauft oder solche, die man vorher nicht selbst ausgiebig in Augenschein genommen hat......


    .....klar, daß man sich damit ruhiniert / ruhinieren kann.


    Wenn man nur genügend Fehler in einer Reihe schaltet kann man mit jeder Anlage Schiffbruch erleiden.


    Bei den Zertifikaten ist das hingegen anders: da reicht der bloße Kauf zu einem ungünstigen Zeitpunkt aus - und alles dort eingesetzte Geld kann verloren sein:


    (1) normale Zertifikate können durch den Emmitenten oftmals zum Kaufkurs des Käufers gekündigt werden, egal, ob der Basiswert stark angestieren ist. Käufer wissen das meist nicht :) Na Toll.


    (2) Einige Zertifikate, die nichts anderes sind, als ein verstecktes Differenzgeschäft werden wertlos, spbald die KO-Schwelle erreicht ist. Bei ganz fiesen Produkten erhöht sich die KO-Schwelle mit steigendem Kurs des Basiswertes oder aber um den Zins, den der Kaufpreis abwerfen kann oder sowas in der Art.....


    Eben weil mir bislang niemand den Sinn und den Nutzen solcher Produkte für den Käufer erklären konnte, äußere ich mich dazu nach wie vor NEGATIV.


    Das ist weder Geldanlage noch Spekulation, sondern Zockerei mit vielen Unbekannten. Für die Masse aller Käufer geht das meistens voll daneben:


    Denn es ist unsinnig derlei Produkte zu erwerben, weil es durch den Erwerb nicht zur Nachfragesteigerung des Basiswertes kommt, bei dem auf Preissteigerung gehofft wird. Also werden die gezahlten Gelder indirekt gegen den Erwerber der Produkte verwendet, weil sie eben nicht in den Basiswert fließen und somit keine Verknappung und somit keine Preissteigerung bewirken.


    Ergebnis dieser Unvernunft für den Investor: siehe weiter oben.


    Zertifikatekäufer sind, bringt man es auf den Punkt (wenn auch oft unbewusst) nichts anderes als wie Schwarzfahrer in einer Straßenbahn. Welche Linie würde noch fahren, wenn auf einen zahlenden Fahrgast 75 Schwarzfahrer kämen?. KEINE!.


    Ist man sich darüber erst mal bewusst geworden, so kennt man auch den Grund dafür, daß Edelmetall lange Zeit billig war, obgleich es angeblich 72 mal soviel Papiergold (incl. ungedeckte Zertifikate) gibt, wie physisches Gold.


    Insofern stellen die Preissteigerung bei Gold und auch beim Silber schon eine sehr erstaunliche Entwicklung dar. Mal schaun, wann ein Kurseinbruch (mit den Geldern der Zertifikatekäufer finanziert, lachtot!) initiiert wird....


    Oder glaubt wirklich jemand, daß Massen von Anleger so dämlich sind und heute eine Unze Gold für 600 kaufen um sie übermorgen für 570 zu verkaufen, weil si evielleicht bis 520 fallen könnte?.


    Leute, die Verkäufer das sind doch wohl ehr die, die vielleicht 10-30 Prozent ihrer Zertifikateerlöse physisch investiert haben und den ganzen Baut auf einen Schlag über Bord werfen, um die restlichjen 90-70 Prozent einsacken zu können -So läuft´s business. Schaut euch doch mal die Profite von GS & Co an: wo wohl kommen die auch mit her?????


    Für mich ist das nicht eine Frage des "ob", sondern nur des "wann". Und je später der Zeitpunkt kommt, desto mehr vermeintliche Gold- und Silberbugs Anleger werden ausgerottet und um so fetter sind die Profite der Emmitenten, egal, ob der wef nun seine 1.000 Prozent macht oder nicht...... es sei ihm ja gegönnt ..... das macht für die Stillhalter den Kohl nicht fett. Mehr noch: das ist gut investierte Werbung für diese Leute, denn es treibt Scharen von Anlegern, die abkassiert werden in solche Produkte.



    Vondeutschen Immobilien kann man dies momentan nicht behaupten. Dort hat jeder, der sich auskennt, sich erst gut informiert und dann ohne Hektik kauft und sich nicht übernimmt sehr hohe Chancen nicht nur Totalverluste zu vermeiden, sondern auch über einen Cashflow laufende Einnahmen zu generieren, die zudem relativ sicher sind.

    Ich mache es mir mal sehr einfach:


    Kurse steigen und fallen. Begründung s. Kostolany.


    Speziell zu aisatischen Währungen nur folgendes: Warum eine Währung kaufen, wenn die Deviseninländer dieser vielerorts noch nicht einmal voll vertrauen, sondern statt dessen ehr auf Gold und Silber als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel setzen.?.