Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von wef
    Ich habe seit etwa November 2005 hauptsächlich mit langfristigen OS auf den Anstieg des Silberpreises spekuliert. Ich habe mich für OS im Gegensatz zu Hebelzertifikaten entschieden, da sie bei geringerem Risiko einen weit höheren (theoretischen) Hebel erlauben.
    Inzwischen mußte ich feststellen, daß die OS diesen theoretischen Hebel leider bei weitem nicht erreicht haben, weil die Emittenten die Kurse glätten: sprich steigt Silber sehr stark an, verringern sie das Aufgeld, sinkt Silber erhöhen sie das Aufgeld wieder.......


    wef: schön, dies endlich einmal aus der Feder eines Forenmitgliedes zu lesen, daß sich intensiv mit der OS-Problematik befaßt.


    Meine Meinung: An Tagen, an denen Silber um zwei, drei oder vier Prozent steigt und ggf. der Kurs in dieser Größenordnung schwankt, müssten OS allein aufgrund der Volatilität schon deutlich im Kurs steigen, speziell Calls bei steigenden und Puts bei fallenden Kursen.


    Jedoch: je weiter Produkte aus dem Geld sind, desto geringer sind die prozentualen Veränderungen der Produkte, die im inneren Wert steigen. Die Volatilitäten nähern sich mit steigendem inneren Wert mehr und mehr den Basiswertschwankungen an. Soweit die Theorie.


    Beobachtungen, bei denen "Glättungen" zum Nachteil der Kunden auffallen, bedeuten schlichtweg: Die Emmitenten nutzen hier den Umstand aus, daß viele OS eben nicht frei an der Börse handelbar sind und daß die Liquidität vom Emmitenten bereit gestellt wird. Der Reiz, Produkte mit einem hohen inneren Wert zu kaufen ist für viele OS-Käufer gering, da diese mehr Kapital binden. Das nutzen die Emmitenten (scheinbar) zu ihren Vorteil aus, folgt man Ihrer Einlassung.


    Demzufolge muß ein OS-Käufer genau solch ein Verhalten der Emmitenten mit in seinem Kalkül berücksichtigen. Den unverändert hohen Risiken stehen somit reduzierte Chancen gegenüber.


    Mir steht es gewiss nicht zu, T-trinkers Anlagestrategie zu bewerten. Jedoch: das, was er als "Zertifikate" bezeichnet hat mit herkömmlichen Silberzertifikaten, bei denen eine Lieferung in Voraus voll bezahlt ist (bis auf die Steuer) nichts zu tun. Was er hat, das sind Optionsscheine mit theoretisch unbegrenzter Laufzeit und einer Kursschwelle, bei deren Erreichen / Unterschreiten seine Ansprüche verfallen, weswegen er beim Kauf auch nur einen Teil des Preises eines voll bezahlten "Lieferscheins" entrichten musste. Als seriöse Anlageform getrantes, hochriskantes Glücksspiel halt. Ich habe mal vor ein paar Jahren sehr intensiv mit Aktien gehandelt und selbst 2000 noch klotzig Geld verdient. Plötzlich aber kam alles anders. Es ist scheinbar so, daß viele Menschen Ihre Erfahrungen selber machen müssen. Selbst, wenn er diesmal Glück haben sollte: Hört er nicht auf, wird auch er eines Tages vom Markt einkassiert. Für mich ist das, statistisch betrachtet, nur eine Zeitfrage. Da müsste er schon cleverer und taffer sein, als über 99 Prozent aller Anleger um eine reale Chance zu haben, zum Schluss als Gewinner das Feld zu verlassen. Einen gut gemeinten Rat dennoch: Don´t count your money, until the Game is over..... Dann tut´s erfahrungsgemäß nicht ganz so weh :)


    Übrigens: beim Lottospielen sollen zumindest ca. 50 % der Einsätze wieder ausgeschüttet werden. Je Roulett-Durchgang sind es sogar (theoretisch) 36/37. Ich glaube nicht, daß man bei solchen "Zertifikaten" als Spieler auf ähnlich "kleine" Verluste kommt. Die nur so am Rande.

    crash: Bei Grund und Boden ist es so, wie bei Silber zu Anfang der 90er: Es wird hemmungslos Raubbau an Beständen betrieben, die einfach da sind und nach Abholzen nicht erneuert werden. Eine nachhaltige Bewirtschaftung in einem Hochlohnland kann damit nicht konkurieren.


    Und genau so, wie 1990 beim Silber ist aus heutiger Sicht nicht absehbar, wann es so weit ist, bis die Umwelt (hier: Urwälder) so weit zerstört ist oder weltweit so geschützt wird / werden, daß Holz "kanpp" wird und nachhaltig bewirtschaftete Flächen "wettbewerbsfähig" werden.


    Ich bin für Naturschutz, schon weil jede Ware ihren fairen Preis haben sollte. Und es nichts schlimmeres gibt, als Fehllenkungen und Marktverzerrungen aufgrund von Einmaleffekten (Raubbau). Jedoch ist die Sachlage völlig anders.


    Was das Silber angeht: Ab 1986 habe ich (noch) als Student jahr für Jahr ins fallende Messer gegriffen und 1991, als der Boden erreicht war, noch mal 150 Prozent meines bis dahin akkumulierten Silbers zugekauft. Jahrelang musste ich zusehen, wei Silber am Boden lag und Aktien stiegen und stiegen und Anleihen (rückblickend) Renditen abwarfen, von denen ich nur träumen konnte. Irgendwann um 1996 habe ich mein Investment komplett abgerschrieben und versucht es zu vergessen.


    Die Nerven und die innere Stärke dazu hat jedoch nicht jeder. Alles in allem hat sich mein Investment bislang nur mit 4 v.H. rentiert. Aber das sah vor einem Jahr noch viel schlimmer aus, weswegen ich auch auf weitere Zuwächse hoffe :)


    Ländereien mit Bäumen drauf würde ich momentan daher nicht kaufen.
    Hinzu kommt noch die Gefahr von Umweltschäden (Waldsterben).


    schuldenblase: meinen ersten Dukaten (Österreich, Nachprägung) hab eich 1974 als neunjähriger für 35 DM bei der Bank erworben - Mann o Mann, war das ein Aufstand im Wasserglas, bis die gescheckt hatten, daß ich das ernst meinte......


    ....die Zahnprobe unmittelbar nach Erhalt gab der Bankbelegschaft dann völlig den Rest.....


    danach waren alle Widerstände überwunden und ich konnte - ohne Rückfragen - einkaufen :)


    und seit dem beobachte ich auch den Goldpreis und das Anlageverhalten.


    Ein paar Dinge stehen für mich fest:


    (1) Die Massen gehen erst dann auf Einkaufstour, nachdem es für die Preise schon längst kein Halten mehr gegeben hat. Spätestens wenn Gold und Silber in aller Munde sind (und damit meine ich keine Füllungen oder Kronen) sollte man zumindest so weit Kasse gemacht haben, daß man seinen Einsatz erlöst hat. Und im Verlauf weiterer Kurssteigerungen empfiehlt es sich evtl. sogar mit einem kleinen Anteil des aus Gold erlösten Kapitals PUTS zu erwerben, die sehr weit (mehr als 20 % aus dem Geld sind und noch länger als 12 Monate laufen. Und nicht vergessen: Den Goldanteil sukzessive weiter reduzieren um in andere, kaum oder viel weniger im Preis gestiegene Sachwerte zu diversifizieren. 10 bis 20 Prozent vom Gesamtvermögen in Edelmetall kann aber zu keiner Preissituation existenzbedrohlich sein. Egal, wie weit Gold oder Silber anschließend fallen mögen, wenn sie denn fallen.



    (2) ausgenommen vom Kassemachen und Geld halten ist folgende Situation: Die Zentralbanken und die Ölexporteure kaufen zeitglich mit der breiten Masse. Dann kann man zwar auch Kasse machen, muss das Geld aber sofort in Realwerte revestieren. Denn in einer solchen Situation kann es zu einem Währungscrash kommen - muß es aber nicht zwangsläufig, wie der Spike von 1980 beim Gold und beim Silber eindeutig belegen.



    (3)Neu im Spiel sind institutionelle Positionen (ETF´s). Alleine schon von daher kann und wird sich das Szenario der späten70er / frühen 80er so ganz gewiss nicht wiederholen. Alles dürfte noch viel volatiler werden und noch viel schneller und heftiger abgehen. Ähnlich wie bei Aktien. Von daher sollte man auch die Tages- und Wochenschwankungen beim Goldpreis im Auge behalten (zumindest diejenigen, die die heiße Spekulation mögen und xetrem preis / gewinnfixiert sind). Spätestens dann, wenn die Höchststände von 1980 nachhaltig überwunden sind, wird es richtig heftig werden. Dann gibt es kaum noch Prognosesicherheit. Entsprechend werden dann Nervosität und Volatilität ansteigen und später dann innerhalb des weiteren Kursverlaufes zwischen den Extremen Euphorie und Pessimismus schwanken.


    @all: erstaunlich ist, wie lange das Anlegergedächtnis funktioniert: tatsächlich ist es so, daß nun erst Leute verkaufen, die 1981 zu nominal ähnlich hohen Kursen wie heute gekauft haben. Leider scheinen die nicht zu wissen, daß es sowas wie Inflation gibt und wie man sowas rechnerisch bei seinen Anlageentscheidungen berücksichtigt. Einfach tragisch sowas.

    Angenommen es kommt zu einer Hyperinflation. Welche Auswirkungen wird das auf die Substanz von


    - (offenen) Aktienfonds
    - offenen Immobilienfonds
    - (offenen) Rohstoffonds
    - ETF´s


    haben?.


    Angenommen die Geldmenge steigt täglich um einige Promill oder Prozent an und frisches Geld drängt in diese Anlageformen, weil es am einfachsten und am schnellsten geht. So ist zwischen dem Einzahlungszeitpunkt und dem Anlagezeitpunkt der Mittel ein gewisser Zeitraum, d.h. ganz konkret:


    für die neu eingesammelten Gelder gibt es aufgrund stündlicher Preissteigerungen weniger neue Substanz, als zum Zeitpunkt der Annahme der Gelder anteilig gutgeschrieben wurde. D.h. die reale Vermögenssubstanz der Altanteilinhaber nimmt durch Mittelneuzugänge (ganz legal) ab und die Anteilseigner werden so auch noch Opfer der Inflation, wenn nicht seitens der Fondsgesellschaften Gegenmaßnahmen (Satzungsänderungen) vorgenommen oder diese Fonds für neue Mittel geschlossen werden.


    Wie sieht das ganze bei Aktien aus, besonders dann, wenn evtl. nicht so ganz integere Manager / Anteilseigner Kapitalerhöhungen unter Ausschluss des Bezugsrechtes für Kleinaktionäre durchdrücken?.


    Welche steuerlichen Auswirkungen kann ein solches Szenario für Aktiengesellschaften und Unternehmen haben?.


    Wer profitiert / wer verliert dabei?.



    Was meint ihr dazu?.

    Zitat

    Original von Silberwolf
    ....na wenn das stimmt ........


    Silberwolf


    und wenn schon: Banknoten spielen heutzutage doch nur (noch) für den Zahlungsverkehr eine (untergeordnete) Rolle (was die USA angeht). Die Musik spielt beim Giralgeld (Überweisungen, Kredite von der Zentralbank). Zwei Billionen mehr fallen da garnicht auf. Peanuts halt.


    Wenn die wirklich 2 Bio. drucken, dann doch nur zur Bargeldversorgung im Krisenfall.


    2 Bio. durch 250 Mio, das sind gerade mal 8.000 Dollar cash je US-Bürger. Um genug Liquidität auch physisch für Abhebungen zu schaffen, weil die Menschen den Banken nicht mehr vertrauen (zum Beispiel).


    US-Staatsanleihen (Bonds) soll es für 9 Bio. geben.


    Das Geld ist doch (bargeldlos) längst zugfach in Umlauf gebracht und auch schon wieder ausgegeben worden.....


    Alles klar?.

    Zitat

    Original von gutso


    Ich dachte Sex findet nahezu überall statt, - ausser im Depot.
    .......Bussi,
    gutso


    nein, er hat noch nicht......


    ...eine infrarotkamera in seinem Save versteckt....


    dann wüsste er nämlich, daß der alte Herr Krüger des Nachts heftig mit der Liberty auf den amerikanischen 1-Dollar münzen flirtet.


    Und es wird gemunkelt, daß die Balerina der russischen Palladiumunzen ein heftiges Verhältnis mit dem St. Georg hat, der sich auf alten englischen Goldmünzen findet.


    Daß das die Queen nicht gerade amysiert, dürfte klar sein..... Nun wisst ihr auch, warum die auf den Platin-Maple-Leafs so daherschaut....


    und der allein gelassene Drache hat ein Auge auf Krügers alleingelassenen Streibnbock geworfen. Schon lange möchte der den rösten um ihn dann zu verspeisen. Pferdefleich mag der schon lange nicht mehr ...

    bis wir, wenn überhaupt in diesem Jahrzehnt, die 1250 beim Gold sehen, muss noch einiges an Charttechnik und kursmäßigem Auf- und ab passieren......


    ....oder der Dollar (und ggf. andere Währungen) müssen in einem bislang nicht dagewesenen Maß abschmieren, weswegen dann alles (also auch Gold) in Geld gemessen steigen würde.


    Für keines von beidem sehe ich momentan einen Auslöser.


    Charttechnisch wäre erst mal die 850-Dollar-Marke zu knacken und mehrfach zu überwinden :)Die 850er Marke aber ist noch in sehr weiter Ferne. Erst danach wäre der Wewg nach oben frei.


    Die Schulden- und Defizitproblematik ist seit langem allgemein bekannt, weswegen es unkalkulierbar ist, wann es zum globalen Währungs- und Anleihencrash oder zur weitgehenden Inflationierung kommt.


    Allein bezüglich des "ob" dürfte anhand der Zahlen kein Zweifel bestehen.

    Angenommen 2009 wäre das Gold auf den tiefstem Stand seit 2001, so stellt sich immer noch die Frage, wer 2009 in der Lage sein soll, das Gold zu Kursen unterhalb von 300 $ die Unze zu fördern. Weiter stellt sich die Frage, wieviel Gold zu diesen Preisen überhaupt wirtschaftlich gefördert werden kann.


    Weiterhin dürften bis dahin auch einige Projekte neu begonnen worden sein, bei denen die Förderkosten zwischen 450 und 520 Dollar die Unze liegen.


    Fest steht nach meiner Einschätzung, daß es dann sehr schnell zu einem Goldminensterben kommen dürfte. Und für die dannn zu erwartende mittelfristige (2-3 Jahre) Goldpreissteigerung gäbe es keine bessere Nachricht / Grundlage.


    Mir wäre ein solches Szenario sehr recht. Jedoch: wahrscheinlich viel zu schön, um wahr zu werden :)

    Ich werte die Verharmlosung der Schulden- und Handelsbilanzdefizitproblematik durch amerikanische Wissenschaftler und Stellen als Kontraindikator und somit als ganz bedrohliches Warnsignal.


    Hochmut, Realitätsverlust und ein Gefühl der Unverwundbarkeit kommen meist sehr kurz vor dem Fall.


    Mehr sage ich dazu nicht.

    Ich freue mich sehr über den momentan kräftigen Kursanstieg, wissend, daß ein solcher nur dann möglich ist, wenn starkes Interesse und somit gestiegene Nachfrage vorhanden ist.


    Eine Kursprognose möchte ich an dieser Stelle nicht abgeben. Dazu verfolge ich den Silberpreis schon sehr lange ( seit 1978 ) weswegen ich weis, daß es in einer solchen Phase nahezu unmöglich ist, eine kurz- bis mittelfristige Entwicklung hinreichend sicher abzuschätzen.


    Die momentane Volatilität ist dazu viel zu groß.


    Hinzu kommen neue, bislang nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren, Silber-ETF´s, die sehr viele bisherige Regeln und Gesetzmäßigkeiten über längere Zeiträume außer Kraft setzen können.


    Wilkommen im Haifischbecken :)

    Sollten Kurse von 6 bis 7 $ je Unze erreicht werden, so würde ich von einem freien Fall sprechen.


    Und sollte Silber wirklich mal auf 9 oder 8 $ zurückkommen - so what?.


    Der langfristige Aufwärtstrend ist selbst dann noch völlig intakt.


    Mehr noch: ein kurz- bi smittelfristiger Kursrückgang auf 8 bis 9 EUR wäre sehr gesund für den Markt; er würde die "zittrigen Hände" und die Papiersilberinhaber mit KO-Schwelle aus dem Silber treiben / ausrotten und so das Fundament für weitere, stetige Wertzuwächse legen.


    Beunruhigt wäre ich, wenn derlei Warnungen ausbleiben würden, denn dann gehts kurz danach meist um so steiler abwärts :)


    Schöner Verschreiber unserer Regierung :)


    Denn laut IWF-Statuten dürfte unsere Regierung das so sicherlich nicht behaupten, ist doch gemäß IWF-Statuten selbst die Golddeckung einer Währung verboten (s. Schweiz).


    Abgesehen davon, sehe auch ich Gold als Geld an, daß zur langfristigen Wertaufbewahrung besser geeignet ist, als Fiat-Money.


    Silber aber ist mehr: Es ist Geld und Rohstoff gleichzeitig, d.h. es wird überwiegend (noch) "verbraucht", wohingegen Gold abgesehen von seiner Eigenschaft als Schmuckmaterial kaum mengenmäßig bedeutsame Rohstoffnachfrage aufweist und zudem eine der höchsten Recycling-Quoten. Allein die französische Bezeichnung für Geld = argent = Silber sagt doch alles.


    Und zwar unabhängig davon, was einige Offizielle, die wiederum Staatsinteressen vertreten, definieren. Derjenige, der sich durch Steuern leiten lässt, der wird oftmals fehlgeleitet. Die Welt ist voll von Beispielen von solchen "Fehllenkungen".


    Gold und Silber ist gemeinsam, daß beide nicht weginflationiert werden können. Und das ist es, worauf es die nächsten Jahre nach meinem Dafürhalten im Wesentlichen ankommt.


    Alles gut & schön. Jedoch:
    Als Vermieter bin ich Gläubiger des Mieters, was Mietzins und Betriebskosten anbelangt. Lässt man den die Wohnung zerstörenden Mietnomaden mal außen vor, so bleibe ich doch Eigentümer der Wohnung und der Mieter kann - wenn ich Untervermietung vertraglich ausschließe - das Besitzrecht an der Wohnung nicht weiter übertragen.


    Wird nicht gezahlt, so bekomme ich den Mieter nach maximal drei Jahren raus. Oftmals geht´s sogar nach zwei Jahren. Macht dann etwa 36 x (5 + 2) = 252 EUR je qm zzgl. Gerichtskosten bei einem Wert von etwa 800 EUR/qm.


    Will sagen: maximal bin ich etwa 35 Prozent meines Vermögens quitt. Bei einer Insolvenz einer AG oder eines Bondemmitenten sind es gleich 100 Prozent des dort getätigten Einsatzes.


    Außerdem habe ich immer noch die Möglichkeit, den Mieter legal ggf. mit Geld und / oder Schuldenerlass vorzeitig zum Auszug zu "bewegen". Auf andere denkbare Szenarien zur Verlustbegrenzung möchte ich hier aus rechtlichen Gründen nicht näher eingehen.


    Bevor es aber so weit kommt, kann ich Mietbewerber sorgfältig überprüfen. Versuche einer das mal bei Aktiengesellschaften oder sonstigen Schuldnern (Beispiel: Enron-Rating).


    Und was Aktien angeht, so kann man dort auch trotz Diversifikation prozentual sehr viel Geld mit verlieren. Viele Anleger lassen sich über den Preis auskaufen und kaufen sich über einen optisch sehr günstigen Preis ein bzw, kaufen gefallene Werte nach. Ich vergleiche das mit Ebay, wo Fälschungen von Münzen über den Preis an besonders "preissensible" Sammler dirigiert werden. Mit faulen Aktien geht das noch viel besser. Die Routine, das Wissen und die Abgebrühtheit hier nicht hereinzufallen besitzen die allermeisten Anleger m.E. leider nicht. Und selbst wenn es jahrelang gut läuft, so kann man doch innerhalb weniger Monate 80 Prozent seines bei Aktien Vermögens - trotz Diversifikation - verlieren.

    Zitat

    Original von Libertad
    Meine Erfahrung in den letzten Jahren mit Investoren (davon die letzten 4 Jahre vorwiegend mit Institutionellen - eine wunderbare Desillusionierung, die sind noch schlimmere Herdentiere als die Privaten......


    Gruß


    Libertad


    Dem kann ich nur zustimmen. Egal ob Bankmanager, Fondsmanager, Versicherungsmanager oder Zentralbanker:


    die meisten von denen haben ihren Job nur bekommen, weil es total angepasste Typen sind. Vielleicht fünf von Hundert, wenn´s hochkommt sind Querdenker. Also laufen die (beruflich) immer schön mit der Herde....


    ...um mal ja nicht anzuecken oder aufzufallen :)


    Wen wundert´s daß - folgt man als Privater diesen Leuten - für die große Masse der Anleger nie was gescheites dabei rumkommt.


    Zeitweise sieht das völlig anders aus. Jedoch fallen dann irgendwann Verluste an, die so heftig sind, daß sie alle Gewinne incl. gezahlter Steuern darauf auffressen und sich der Anleger (kaufkraft- bzw. geldwertbereinigt) nie mehr erholt.


    Schaut man sich viele Firmen an, stellt man fest, daß selbst einige momenten hochprofitable in den letzten Jahren viel mehr Kapitalerhöhungen gemacht haben, als Mittel ausgeschüttet wurden.


    Von den vielen AG´s die ständig rote Zahlen oder schwarze Nullen schreiben mal ganz zu schweigen.....

    Exakt das ist der Preis der Mittelmäßigkeit und Angepasstheit oder sollte man Kreativitätsmangel dazu sagen?.


    Nicht nur einige Politiker und Manager fallen die Karriereleiter hoch. Was denen recht ist, scheint dem Golde billig zu sein, fällt es doch die Preisleiter hoch. :D:D:D


    Wer will den hier von Manipulation reden?. Nein, manipuliert wird nicht. Es gibt lediglich verschiedene Wahrnehmungsarten ein und derselben Realität :)

    Zitat

    Original von Cra$h


    So weit kann ich Sie vollkommen verstehen. Würde man mich zwingen mich Heute für eine längere Zeit auf eine einzige Anlageform festzulegen - ich würde auch keine Sekunde zögern und das gelbe Edelmetall wählen. :)


    Au der anderen Seite ist Gold im Vergleich mit Papiergeld ein schlechter Arbeiter. Wenn man nach der wunderbaren Geldvermehrung mehr Gold kaufen kann als man zuvor hatte - wäre der eigene Horizont schließlich noch goldener.


    Ein erstaunliches Wechselbad der Gefühle - das alte Spiel von Angst und Gier :)


    Jedoch: Die Arbeit des Geldes in den letzten 5 Jahren war auch nicht berauschend. Im Vergleich zu Staatsanleihen mit ihren zu versteuernden Erträgen ist Gold viel besser gelaufen.


    Wenn Gold nicht gearbeitet hat und auch weiterhin nicht arbeitet, so hat GELD die letzten Jahre "entarbeitet". Das wäre dann in etwa mit einem Taxifahrer zu vergleichen, der die letzten Tage zwar ein paar Touren gedreht hat, nun aber mit leerem Tank und verbeulter Karosserie und verzogenem Chasse zurückkommt. Rumgekommen ist dabei nichts.


    Richtig gewinnen konte bislang nur, wer ausgewählte Aktien oder Auslandsimmobilien erwarb. Doch aus beiden ist demnächst dank moderat steigender Zinsen die Luft raus. Wir werden es noch sehen.


    Und was nützt die beste Anlage mit Zuwächsen von zig % p.A., wenn wie bei diesem berühmten Hedgefonds oder wie bei WCM eines Tages (fast) alles futsch ist. Easy come - Easy go.


    Ich persönlich vertraue aufgrund entsprechender Erfahrungen lieber auf meine eigene Kraft und meine eigene Kreativität und mein eigenes Urteilsvermögen als Dritte über große Teile meines Vermögens bestimmen zu lassen.


    Abgesehen von einer hübschen Position Silber und ein paar Gramm an goldenen Sammlermünzen (gleichzeitig Notgroschen) habe ich momentan wegen eines Immobilienkaufs kein Edelmetall mehr.


    Silber ist momentan seltener als Gold, aber immer noch etwa 50 mal billiger, da kann ich durchaus drauf spekulieren, daß sich die Gold-Silber-Bewertungsrelation deutlich zu Gunsten des Silbers verschiebt und ggf. so später einen Teil des Silbers in Gold tauschen kann. Selbst bei einer Währungsumstelung auf GOLD dürfte sich die Bewertungsrelation Gold / Silber nicht signifikant zu Ungunsten des Silbers verschieben. Weswegen ich auch das Risiko eingegangen bin, Gold zurückzufahren.


    Jedoch: erwartete / erhoffte Mieteinnahmen aus der Immobilie werden zukünftig sehr wahrscheinlich wieder ins gelbe Metall fließen. Da weis man, daß man dafür auch dann noch was bekommt, wenn Papiergeld - warum auch immer - nicht mehr akzeptiert werden sollte. Langfristig strebe ich eine Edelmetallquote von 20 bis 30 Prozent des Gesamtvermögens an.

    Zitat

    Original von Cra$h
    .....Mir stellt sich derzeit die Frage des richtigen Zeiptunks für den Austieg. Sollte der nahe Osten zur Ruhe und die GIs nach Hause kommen - läge die 600$ schnell wieder in weiter Ferne. Die steigenden Zinsen könnten Gold zusätzlich belasten. Ob ich nun auf dem Konto nach Zinsen noch einen realen Kaufkraftverlust eingefahren habe kann mir auch egal sein, wenn die Alternative bei Gold Kursverlust heißt.
    ?(


    Cra$h: Sie rechnen noch in Fiat-Money - ich hingegen habe schon ein anderes Bewertungssystem.


    Egal ob Gold oder Silber:


    Edelmetall ist Geld im Sinne von langfristigem Wertaufbewahrungsmittel.


    Egal ob Euro, Dollar oder Yen: Fiat-Money ist Vertrauensgeld und somit primär Zahlungsmittel. Als strategische Reserve völlig ungeeignet. Lediglich zur Sicherung der momentanen Liquidität ist Fiat-Money OK.


    Aufgrund einer Inflationsvorgabe (max. 2 %) bei EUR und demnächst vielleicht auch bei Dollar ist Fiat-Money als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel völlig ungeeignet.


    Sparguthaben und Anleihen bergen zudem ein Insolvenzrisiko des Schuldners und Zinsen werden mit Steuern und demnächst vielleicht auch mit Abgaben belegt. Wer rechnen kann, der weis, daß festverzinsliche Kapitalanlagen real praktisch nicht rentieren.


    Im übrigen: Pythia hätte es nicht besser formulieren können:
    Sollte der nahe Osten zur Ruhe und die GIs nach Hause kommen - läge die 600$ schnell wieder in weiter Ferne. Die steigenden Zinsen könnten Gold zusätzlich belasten.Auch so kann eine Kaufempfehlung für Gold aussehen.


    Wenn man erst mal realisiert hat, daß steigende Zinsen gleichzusetzen sind mit einer Beschleunigung der Staatsverschuldungen weltweit (Beschleunigung des Zinseszinseffektes)....
    ....so ist auch dies ein starkes KAUFARGUMENT für wertstabiles Geld.

    Cra$h: Kurz nachdem die Titanic den Eisberg gestreift hatte glaubte auch nur eine sehr geringe Minderheit daran, das das Schiff sinken würde. Die Minderheit war so klein, daß die ersten Rettungsbote nicht voll besetzt werden konnten. Dies nur mal so am Rande. Wie heftig es kommen wird, das weis niemand. Man sollte die Sache jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen.


    Drei Unzen Gold in Münzen bis 8 g Feingewicht sind besser, als keine Unze Gold. Soviel steht fest.


    In Anbetracht des Umstandes, daß pro Erdenbürger vielleicht 20 g physisches Gold existiert und das meiste in Schmuck gebunden ist, können 3 Unzen im schlimmsten Fall schon einen hohen Wert darstellen. Wer vorher reich war, und "nur" 5 Prozent in physischem Gold hat, über das er Verfügungsgewalt besitzt - der wird auch dann noch reich, vielleicht sogar sehr reich sein. Meinetwegen nehmen Sie zu den drei Unzen Gold noch 5 kg Silber hinzu - und gut ist mit dem Survivor-Pac. Zwei bis drei Monatsgagen in Cash für die der Hyperinflation evtl. vorangehende deflationäre Crashphase können auch nicht schaden.


    Wer das beherzigt, der ist m.E. schon deutlich besser aufgestellt als 95 Prozent aller (staatsgläubigen) Deutschen.

    Im Übrigen löst sich das FIAT-Problem nur dann, wenn die Staatsschuldner in der Lage wären, eine Zeit lang ohne Kreditaufnahme und ohne Drucken neuen Geldes auszukommen. Genau das aber ist nicht der Fall. Und weil in einer Finanzkrise kein Anleger mehr neue Bonds kaufen dürfte (wer hatte denn 2003 noch das Geld Aktien im großen Stil zu kaufen - bnatürlich nur noch sehr wenige, , weswegen die Kurse so extrem einbrachen????)..... müssen zumindest neue Staatsschulden und fällig werdende Anleihen von den Zentralbanken monetarisiert werden (d.h. die Bargeldmenge steigt extrem an), weswegen eine Hyperinflation dann unausweichlich wäre.

    Wenn der "point of no return" - sprich der Abverkauf von AAA-Staatsanleihen in einem Umfang beginnt, daß die Geldmenge so stark steigt, daß auch die Verbraucherpreise sehr stark anziehen, dann gibt´s kein Zurück mehr. Gut, man könnte dann Kursnotierungen unterbinden. Jedoch: fällig gestellte Anleihen müssten nach wie vor bedient werden und auch neue Geldmittel müssten aufgenommen werden. Bei geschlossenen Rentenmärkten geht das nur dann, wenn die Notenbanken die faulen Bonds mit neu gedrucktem Geld aufkaufen und den Staaten direkt Gelder leihen.
    Bei offenen Rentenmärkten würden die Kurse so extrem verfallen, daß neue Bonds nicht mehr absetzbar wären bzw. die Zinsen so hoch wären, daß jeder wüsste, daß eine Bedienung mit werthaltigem Geld unmöglich ist.

    Zitat

    Original von wolfswurt
    ........ es gibt ja auch noch die gefahr der vermögensabgabe von seiten des staates. dies wird schon auf der politischen ebene diskutiert und in erwägung gezogen - abgaben auf mieteinahmen für das gesundheitswesen.
    die entscheidung für gold resultiert aus der erfahrung, daß der staat mit immobilien ( da ja i-mobil ) je nach krise oder politischer coleur willkürlich vorgehen kann. siehe enteignungen 3. reich, DDR und die brüningsche notverordnung weimarer republik. gold ist mobil, entzieht sich jener willkür und wird weltweit als zahlungsmittel akzeptiert.


    gruß wolfswurt


    Die Möglichkeit laufende Einnahmen (das Wort Rendite verwende ich ganz bewusst nicht) zu generieren ist stets mit Risiken verbunden. Vielleicht sollte man noch Erdbeben und Kriege anfügen, wobei im letzten Fall auch keine Versicherung zahlt.


    Jedoch bringt das alles nichts, will man mit seinem KAPITAL laufende Einnahmen erzielen. Gold bietet diese Möglichkeit nur in Form einer Goldleihe und die bringt kaum Zinsen birgt aber ein Totalverlustrisiko im Insolvenzfall des Schuldners. Immobilien bringen da fünf mal mehr und das bei viel geringerem Totalverlustrisiko (100 % Eigenkapital vorausgesetzt).


    Verbleiben Aktien, jedoch: manche Manager sind Blender, Hochstapler und Betrüger. Da ist die Immobilie, die man kennt, viel sicherer. Und auch Aktien kann sich ein Staat aneignen, indem er Firmen verstaatlicht.


    Schaut man sich das Bewertungsniveau an, so sind vielerorts Immobilien deutlich unterhalb ihrer noch nich tdurch Abschreibung aufgezehrten Herstellungskosten (Grundstück + Neubaupreis abzgl. AFA) zu haben.


    Aktien nachhaltig profitabler Firmen hingegen notieren meist deutlich oberhalb ihres Eigenkapitals je Anteilsschein.


    Grundsätzlich hat Ben-Helikopter RECHT. Und ich lege noch ein wenig nach: Länder, die sehr viel nach Amerika exportieren würden real besser fahren, wenn sie sich als Gegenwert für ihre Exporte Waren aus den USA statt Dollars geben lassen würden.


    Sparen in FIAT-Money macht dann keinen Sinn, wenn für Mickerzinsen eine grundsätzlich unbegrenzte Geldschöpfung möglich ist. Diesen Vorwurf müssen sich jedoch sowohl die Sparer, als auch die Zentralbanken in Japan, Europa und den USA gleichermaßen gefallen lassen. Und genau die Zentralbanken sind Schuld daran, daß soviel Geld im Umlauf ist und demzufolge mehr Geld gespart werden kann (und wird) als gut ist.


    Und Folge dieser Sparwut und dieses Geldüberhanges ist, daß zu wenig Steuern gezahlt werden und sich Staaten Gelder leihen müssen, weil aufgrund von Sparen zu wenig konsumiert wird und aufgrund von verzerrenden Kapitalüberschüssen Lohn- durch Maschinenarbeit ersetzt wird, was die Sozialausgaben explodieren und die Steuereinnahmen wegbrechen lässt.