Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von T-Trinker
    mesodor39


    Das war jetzt endlich mal ein für mich sehr gut nachvollziehbarer und durchdachter Beitrag. Du siehst andere Risiken als ich bzw. gewichtest sie anders, Du hast auch andere Fähigkeiten (geschultes Auge) und andere Erfahrungen (Börsencrash 2001). Dadurch gibt es gute Gründe für uns beide, unterschiedliche Anlagestrategien zu verfolgen. Mir gefällt die im wahrsten Sinne grenzenlose Flexibiltät meiner WertPAPIERE, du mußt Deine Werte anfassen können. Hoffentlich sind wir beide gleichermaßen erfolgreich.


    .....


    T-Trinker: anfassen muss ich meine Werte nicht unbedingt können. Einige meiner Münzen und Barren habe ich schon seit etwa 1990 nicht mehr gesehen. Aber ich weis ganz genau, wo sie sich befinden.


    Ich möchte hier nun garnicht mal den Finger in die Wunde der Papierfraktion legen, daß Papierinhaber eben nicht wissen, wo sich ihre "Werte" befinden und wer darüber verfügt.


    Vielmehr möchte ich mal meinen Begriff von Felxibilität kundtun: Selbst wenn es zu massenhaft Bankenpleiten und zur Geldentwertung kommen sollte, so kann ich doch meine Werte nehmen und noch halbwegs was (oder sogar noch viel mehr als zu "normalen" Zeiten dafür bekommen. Notfalls auch nachts um 0.00 Uhr und bei Regenwetter und das weltweit, d.h. dort wo ich gerade mit meinem Edelmetall bin und Menschen sind, die Waren / Güter verkaufen wollen......


    Versuchen Sie einmal ganz schnell jemanden zu finden, der Zertifikate zum marktgerechten Preis zu Unzeiten erwirbt. Edelmetall jedoch wird da viel schneller akzeptiert. Selbst "Old-Al" räumt dies ein.


    Das genau nenne ich Flexibilität.


    Ich weis sehr wohl, daß es momentan sehr viel schneller geht, Zertifikate bei einer Bank zu liquidieren, als Edelmetalle. Dies liegt aber daran, daß Banken an einem hochliquiden Edelmetallhandel für Privatpersonen kein Interesse haben.


    Ein altes Sprichwort sagt:

    spare in der Zeit, dann hast du in der Not

    Will sagen: so sparen, daß man ggf. im Krisenfall nichts mehr davon haben könnte, ist sinnlos.


    Und der Krisenfall, der ist schon da, wenn der Emmitent nicht leistet oder auf jemanden überträgt, der nicht leisten kann. Spätestens, wenn sich ein Anleger wehren will, erfährt er, wie flexibel und schnell die Justiz in Deutschland ist.


    Zertifikate und OS sind letztendlich nichts anderes als Wetten, es sei denn, man will den Basiswert gegen Kursverlust absichern oder später erwerben.


    Und Wetten ist Glückspiel. Zockerei halt.


    Nur: viele "Sparer" oder "Anleger" oder "Spekulanten" erkennen nicht oder nur unzureichend, daß sie mit dem Erwerb von Zertifikaten nicht nur eine Wette, sondern eine Vielzahl von Wetten eingehen.


    Und beim Glückspiel gewinnt meistens der Buchmacher oder die Spielbank oder der Automatenaufsteller. Wäre dem nicht so, dann würde es kein organisiertes Glückspiel geben.


    Der Spieler kann tun, was er will: Zu über 99 Prozent ist er langfristig der Verlierer. Das einzige, was ein Spieler tun kann, um nicht (oder nicht weiter) zu verlieren ist: aufhören zu spielen.


    Ich meine, mit dem Spielen aufgehört zu haben.


    Im übrigen sind ganz normale Edelmetallkäufe allein schon unter dem Aspekt der ganz normalen Volatilität der Kurse doch bereits riskant genug......

    Charttechnikern müsste bereits seit langem bekannt sein, daß Edelmetallkurse zeitweise sehr stark miteinander korelieren.


    Besonders wenn man Gold mit anderen Edelmetallen vergleicht.


    Und je kürzer die Betrachtungsintervalle sind (z.B. Intraday-Charts), desto extremer sind die Korelationen.


    Betrachtet man hingegen länger laufende Charts, so kann man teilweise erhebliche Unterschiede feststellen (z.B. 10-Jahres-Charts Gold / Palladium).


    Dabei dürfte wohl völlig unstrittig sein, daß z.B. in Katalysatoren Palladium oder Platin nicht durch Gold substituiert werden kann und auch bei Silber (Fotografie, medizinische Anwendungen, Elektro-Industrie) dürfte eine Substitution durch Gold in vielen Fällen technisch unmöglich bzw. für Lötstellen und als Stromleiter wirtschaftlich widersinnig sein.


    Dennoch existieren diese Korelationen. Warum?.


    An der Industrie kann es nicht liegen. Also verbleibt als Erklärung nur der (kurzzeitige) Einfluß von Spekulanten?.

    Das lassen Sie sich einmal ganz genau anhand von angenommen Kursverläufen von den Anlageberatern der Cobank plausiebel erklären......


    und wenn Sie verstanden haben, wie das läuft, stellen Sie des Rätsels Lösung einfach hier ein.



    Kleiner Tipp:
    Nicht überall, wo "Silberzertifikat" draufsteht, ist auch unbedingt Silber drinn. Lassen Sie sich erklären, von welchen Faktoren außer der Silberpreisentwicklung der Anlageerfolg auch noch abhängt. :)

    Zitat

    Original von greenjg
    Na .. na ... wer verdient denn im Endeffket am Diskontsatz .... ?


    mfg,


    greenjg


    wird mehr oder weniger Geld geliehen, wenn der Diskontsatz steigt?.


    wird dann auch noch soviel in Aktien, Derivaten und Währungen gezockt?.


    werden denn langfristige Schulden dadurch signifikant geringer?.


    Wer zahlt denn die Zinsen für all die langfristigen (Staats-)Schulden?


    Alles klar?.

    Es ist doch nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand einen Realen Gegenwert für das Geld haben will, für das auch er reale Gegenwerte hergegeben hat.


    Nur: Das hätten die Chinesen doch schon vor einigen Jahren tun können.


    Und ganz nebenbei hier einige Diskussionen über Verschuldung und Handelsbilanzdefizite mangels Grundlage erst garnicht aufkommen lassen :)

    Sollten die Zinsen (Diskontsatz) auf 5 % oder 6,5 % steigen, so würde sich die Zinsbelastung vieler Euroländer etwa verdoppeln, geht man von 150 bis 250 Basispunkten Abstand zum Diskontsatz aus.


    Maastricht wäre dann - für jeden offensichtlich - Utopie.


    Wer bitte soll dann noch halbwegs das Defizitkriterium einhalten oder sich zumindest knapp oberhalb dessen bewegen?.


    Und deswegen sind Sozialbeiträge auf Zinsen auch sehr problematisch. Lohnt sich Sparen noch weniger, dan werden wohl ab einem gewissen Punkt massiv Spargelder abgezogen.


    Geld ist - ganz im Gegensatz zur Immobilie - mobil :)

    Egal, wie lange so ein Schein läuft:


    für 2,60 EUR gibt´s 7 g Silber in Form alter Silber-5-DM-Gedenkmünzen. Das nenne ich Silberspekulation ohne Kursrisiko nach unten.


    Noch können die Teile bei der Bundesbank in EUR getauscht werden.


    Alles vor 1974 ist Silber, die Gedenkmünzen darüber hinaus nur noch von 1975-1979.


    Kein Zertifikat bietet solche Sicherheit.


    Und im Krisenfall habt ihr Silber in kleinen Portionen......


    versucht dann mal, mit einem OS einzukaufen, lachtot

    Erhard hätte vor der deutschen Einheit vielleicht versucht - ähnlich wie Clinton - zu sparen und nicht nur das Defizit absolut zurück zu führen, sondern auch den Schuldenstand.


    Mittlerweile aber sind Schulden und Steuern und Abgaben so stark angestiegen, daß Steuererhöhungen zur Schuldentilgung mehr Arbeitslosigkeit und damit mehr Sozialkosten verursachen, als sie Zusatzeinnahmen generieren.


    Die Situation ist gekippt. Die Schuldenfalle hat zugeschnappt und erwürgt (Geburtenrate, Angst vor Jobverlust, Angst- und Rentensparen) nun langsam ein ganzes Volk.


    Auch Erhard wäre da machtlos, es sei denn er würde den Staatsbankrott oder eine Währungsreform (vorheriges Austreten aus dem Euro, "Rückabwicklung") erklären.


    Die Schulden müssen fort, ohne bezahlt zu werden. So einfach ist das.


    Jeder Privatmann kann sich binnen 7 Jahren entschulden. Sowas müsste es auch für Staaten geben.


    T-Trinker: in Anbetracht eines solchen finanziellen Hintergrundes kann man selbstverständlich auch mal eine riskantere Einzelwette eingehen.


    Klar auch, daß man im Nachhinein immer klüger ist und sich ungemein bestätigt fühlt, wenn man richtig gelegen hat.


    Mehr noch: auch wer mit einem Kauf liebäugelte, der sich ex post als richtig herausgestellt hat, fühlt sich bestätigt und trauert günstigstenfalls der verpassten Gelegenheit nach. Exakt hierin sehe ich eine Gefahr (eigene Erfahrung) denn die Käufe, mit denen man liebäugelte, die man dann aber nicht getätigt hat, die werden ausgeblendet - oder schlimmer noch: die hat man ja wegen eines Gefühls im Unterbewusstsein dann doch nicht getätigt, was eine erneute Bestätigung ist.


    Und so bewegt man sich immer mehr ein kleines Stückchen in Richtung "optimale Fallhöhe" (meine Erfahrung). Wer diesen Versuchungen (oder Verlockungen) nicht erliegt, der umschifft schon einmal eine sehr gefährliche Klippe.


    Genau aus diesem Grunde investiere ich meist über Zeiträume von mehreren Jahren (bei Silber ist das so gewesen, da waren es 6 Jahre, von 1986 bis 1992, auch beim zwischenzeitlich verkauftem Gold war das ähnlich) und im Regelfall physisch. Ich umgehe auch durch die Bildung von Durchschnittspreisen damit eine Menge vermeidbarer Risiken, weswegen ich weniger Positionen zur Diversifikation benötige, als jemand, der sehr schnell und in Papiere investiert.


    Immobilien (Eigentumswohnungen) bieten zwar geringere Risiken als Aktien, aber auch geringere Verdienstmöglichkeiten. Baumängel kann man oftmals erkennen, wenn das Auge geschult ist, Mietkanidaten kann man zur Reduzierung von Ausfallrisiken unter die Lupe nehmen. Bei Fehlbilanzierungen und strukturellen Schwachpunkten innerhalb einer Bilanz oder gar versteckten und nicht angeführten (weil nicht erkannten) Risiken ist das viel aufwendiger, viel schwieriger und für den Anleger ggf. unmöglich. Jedoch kann ich auf die mit 100 Prozent gehörenden Objekte Einfluß ausüben, diese notfalls auch veräußern oder ggf. beleihen.


    Den Aspekt der Verfügbarkeit (physisches Metall) und den der Einflußnahmemöglichkeit (Immobilie) halte ich für sehr wichtig.


    Bei Aktien, OS und Zertifikaten kann ich praktisch nur kaufen und verkaufen und zwar zu Kursen, die ich nicht beeinflussen kann. Ggf. kann ich die Werte noch beliehen. Das aber ist dann schon alles. Das Insolvenzrisiko einer Einzelaktie oder eines Emmitenten kann ich bestenfalls durch Diversifikation abmildern. Mein Geld jedoch haben andere und das, was ich besitze, das ist ein Anteil an irgendwas oder an einem verbrieftem Recht. Nicht abmildern kann ich strukturelle Risiken (Verschuldungsgrade, Gefahr des Kollaps des Welthandels) und politische Risiken: Wer Papier besitzt, der ist recht einfach zu enteignen. Sei es über Inflation oder mittels anderer Mechanismen (Insolvenz, formal "legaler" Betrug usw.).


    Bei Immobilien ist das mit der Enteignung schon schwieriger: würde man 20 bis 30 Prozent des Volkes enteignen wollen, könnte es zu Aufständen kommen. Weil auch viele Beamte Immobilien besitzen...... könnte das den Staat zersetzen. Edelmetall, sofern nicht in Banktresoren oder im Inland greifbar verwahrt ist praktisch kaum aufzuspüren.

    wef: von den Terminprodukten weis ich immerhin soviel, daß sie extrem riskant und - je nach Konstruktion - für einen Privatanleger sehr schwer einzuschätzen sind.


    Es stimmt, daß ich die Kurse von OS und Zertifikaten nicht täglich verfolge.


    Den Prospekt zur Termingeschäftsfähigkeit, den ich von meiner Sparkasse erhalten habe, habe ich mir sorgfältig durchgelesen. Das hat bei mir schon gereicht zu erkennen, daß es sich bei vielen Terminprodukten und "Zertigikaten" mit KO-Schwellen um extrem riskante Produkte handelt.


    Sie selber schreiben, daß es nicht einfach ist, Gewinne damit zu erwirtschaften. Und als jemand, der sich - ganz im Gegensatz zu mir - intensiv damit beschäftigt, müssen Sie diesen Aspekt viel besser beurteilen können, als ich das vermag.


    Ich habe vor Jahren privat mal sehr intensiv mit Aktien gehandelt, nachdem ich jahrelang die Börse intensiv beobachtet habe. Ganz im Gegensatz zu Ihren in Derivate investierenden Bekannten habe ich 2000 noch sehr viel Geld damit verdient. 2001 hingegen hat der "Markt" dann mich "einkassiert". Meine These ist folgende:


    Langfristig ist niemand klüger als der Markt.


    Egal ob Aktien, Derivate oder Edelmetalle: Draufgänger gehen drauf. Egal, wie klug die sind und über welche Erfahrung und Sachverstand die verfügen (Herstadt, LCTM, WCM-Großaktionär Ehlerding oder der ehemalige Gold-Zack-Boss um hier nur ein paar prominente Beispiele zu nennen). Auf die Ebene von Enron, Balsam, Klöckner & Co usw. möchte ich mich hier zur Bemühung von Beispielen erst garnicht begeben.


    Leute wie Soros wissen das und hören rechtzeitig auf. Leute wie Bill Gates bleiben in ihrem Metier verwurzelt und Menschen wie Warren Buffet spielen ganz viele sichere Karten gleichzeitig. Andernfalls wären auch sie schon längst vom Markt hinweggefegt worden.....

    Zitat

    Original von wef
    Ich habe seit etwa November 2005 hauptsächlich mit langfristigen OS auf den Anstieg des Silberpreises spekuliert. Ich habe mich für OS im Gegensatz zu Hebelzertifikaten entschieden, da sie bei geringerem Risiko einen weit höheren (theoretischen) Hebel erlauben.
    Inzwischen mußte ich feststellen, daß die OS diesen theoretischen Hebel leider bei weitem nicht erreicht haben, weil die Emittenten die Kurse glätten: sprich steigt Silber sehr stark an, verringern sie das Aufgeld, sinkt Silber erhöhen sie das Aufgeld wieder.......


    wef: schön, dies endlich einmal aus der Feder eines Forenmitgliedes zu lesen, daß sich intensiv mit der OS-Problematik befaßt.


    Meine Meinung: An Tagen, an denen Silber um zwei, drei oder vier Prozent steigt und ggf. der Kurs in dieser Größenordnung schwankt, müssten OS allein aufgrund der Volatilität schon deutlich im Kurs steigen, speziell Calls bei steigenden und Puts bei fallenden Kursen.


    Jedoch: je weiter Produkte aus dem Geld sind, desto geringer sind die prozentualen Veränderungen der Produkte, die im inneren Wert steigen. Die Volatilitäten nähern sich mit steigendem inneren Wert mehr und mehr den Basiswertschwankungen an. Soweit die Theorie.


    Beobachtungen, bei denen "Glättungen" zum Nachteil der Kunden auffallen, bedeuten schlichtweg: Die Emmitenten nutzen hier den Umstand aus, daß viele OS eben nicht frei an der Börse handelbar sind und daß die Liquidität vom Emmitenten bereit gestellt wird. Der Reiz, Produkte mit einem hohen inneren Wert zu kaufen ist für viele OS-Käufer gering, da diese mehr Kapital binden. Das nutzen die Emmitenten (scheinbar) zu ihren Vorteil aus, folgt man Ihrer Einlassung.


    Demzufolge muß ein OS-Käufer genau solch ein Verhalten der Emmitenten mit in seinem Kalkül berücksichtigen. Den unverändert hohen Risiken stehen somit reduzierte Chancen gegenüber.


    Mir steht es gewiss nicht zu, T-trinkers Anlagestrategie zu bewerten. Jedoch: das, was er als "Zertifikate" bezeichnet hat mit herkömmlichen Silberzertifikaten, bei denen eine Lieferung in Voraus voll bezahlt ist (bis auf die Steuer) nichts zu tun. Was er hat, das sind Optionsscheine mit theoretisch unbegrenzter Laufzeit und einer Kursschwelle, bei deren Erreichen / Unterschreiten seine Ansprüche verfallen, weswegen er beim Kauf auch nur einen Teil des Preises eines voll bezahlten "Lieferscheins" entrichten musste. Als seriöse Anlageform getrantes, hochriskantes Glücksspiel halt. Ich habe mal vor ein paar Jahren sehr intensiv mit Aktien gehandelt und selbst 2000 noch klotzig Geld verdient. Plötzlich aber kam alles anders. Es ist scheinbar so, daß viele Menschen Ihre Erfahrungen selber machen müssen. Selbst, wenn er diesmal Glück haben sollte: Hört er nicht auf, wird auch er eines Tages vom Markt einkassiert. Für mich ist das, statistisch betrachtet, nur eine Zeitfrage. Da müsste er schon cleverer und taffer sein, als über 99 Prozent aller Anleger um eine reale Chance zu haben, zum Schluss als Gewinner das Feld zu verlassen. Einen gut gemeinten Rat dennoch: Don´t count your money, until the Game is over..... Dann tut´s erfahrungsgemäß nicht ganz so weh :)


    Übrigens: beim Lottospielen sollen zumindest ca. 50 % der Einsätze wieder ausgeschüttet werden. Je Roulett-Durchgang sind es sogar (theoretisch) 36/37. Ich glaube nicht, daß man bei solchen "Zertifikaten" als Spieler auf ähnlich "kleine" Verluste kommt. Die nur so am Rande.

    crash: Bei Grund und Boden ist es so, wie bei Silber zu Anfang der 90er: Es wird hemmungslos Raubbau an Beständen betrieben, die einfach da sind und nach Abholzen nicht erneuert werden. Eine nachhaltige Bewirtschaftung in einem Hochlohnland kann damit nicht konkurieren.


    Und genau so, wie 1990 beim Silber ist aus heutiger Sicht nicht absehbar, wann es so weit ist, bis die Umwelt (hier: Urwälder) so weit zerstört ist oder weltweit so geschützt wird / werden, daß Holz "kanpp" wird und nachhaltig bewirtschaftete Flächen "wettbewerbsfähig" werden.


    Ich bin für Naturschutz, schon weil jede Ware ihren fairen Preis haben sollte. Und es nichts schlimmeres gibt, als Fehllenkungen und Marktverzerrungen aufgrund von Einmaleffekten (Raubbau). Jedoch ist die Sachlage völlig anders.


    Was das Silber angeht: Ab 1986 habe ich (noch) als Student jahr für Jahr ins fallende Messer gegriffen und 1991, als der Boden erreicht war, noch mal 150 Prozent meines bis dahin akkumulierten Silbers zugekauft. Jahrelang musste ich zusehen, wei Silber am Boden lag und Aktien stiegen und stiegen und Anleihen (rückblickend) Renditen abwarfen, von denen ich nur träumen konnte. Irgendwann um 1996 habe ich mein Investment komplett abgerschrieben und versucht es zu vergessen.


    Die Nerven und die innere Stärke dazu hat jedoch nicht jeder. Alles in allem hat sich mein Investment bislang nur mit 4 v.H. rentiert. Aber das sah vor einem Jahr noch viel schlimmer aus, weswegen ich auch auf weitere Zuwächse hoffe :)


    Ländereien mit Bäumen drauf würde ich momentan daher nicht kaufen.
    Hinzu kommt noch die Gefahr von Umweltschäden (Waldsterben).


    schuldenblase: meinen ersten Dukaten (Österreich, Nachprägung) hab eich 1974 als neunjähriger für 35 DM bei der Bank erworben - Mann o Mann, war das ein Aufstand im Wasserglas, bis die gescheckt hatten, daß ich das ernst meinte......


    ....die Zahnprobe unmittelbar nach Erhalt gab der Bankbelegschaft dann völlig den Rest.....


    danach waren alle Widerstände überwunden und ich konnte - ohne Rückfragen - einkaufen :)


    und seit dem beobachte ich auch den Goldpreis und das Anlageverhalten.


    Ein paar Dinge stehen für mich fest:


    (1) Die Massen gehen erst dann auf Einkaufstour, nachdem es für die Preise schon längst kein Halten mehr gegeben hat. Spätestens wenn Gold und Silber in aller Munde sind (und damit meine ich keine Füllungen oder Kronen) sollte man zumindest so weit Kasse gemacht haben, daß man seinen Einsatz erlöst hat. Und im Verlauf weiterer Kurssteigerungen empfiehlt es sich evtl. sogar mit einem kleinen Anteil des aus Gold erlösten Kapitals PUTS zu erwerben, die sehr weit (mehr als 20 % aus dem Geld sind und noch länger als 12 Monate laufen. Und nicht vergessen: Den Goldanteil sukzessive weiter reduzieren um in andere, kaum oder viel weniger im Preis gestiegene Sachwerte zu diversifizieren. 10 bis 20 Prozent vom Gesamtvermögen in Edelmetall kann aber zu keiner Preissituation existenzbedrohlich sein. Egal, wie weit Gold oder Silber anschließend fallen mögen, wenn sie denn fallen.



    (2) ausgenommen vom Kassemachen und Geld halten ist folgende Situation: Die Zentralbanken und die Ölexporteure kaufen zeitglich mit der breiten Masse. Dann kann man zwar auch Kasse machen, muss das Geld aber sofort in Realwerte revestieren. Denn in einer solchen Situation kann es zu einem Währungscrash kommen - muß es aber nicht zwangsläufig, wie der Spike von 1980 beim Gold und beim Silber eindeutig belegen.



    (3)Neu im Spiel sind institutionelle Positionen (ETF´s). Alleine schon von daher kann und wird sich das Szenario der späten70er / frühen 80er so ganz gewiss nicht wiederholen. Alles dürfte noch viel volatiler werden und noch viel schneller und heftiger abgehen. Ähnlich wie bei Aktien. Von daher sollte man auch die Tages- und Wochenschwankungen beim Goldpreis im Auge behalten (zumindest diejenigen, die die heiße Spekulation mögen und xetrem preis / gewinnfixiert sind). Spätestens dann, wenn die Höchststände von 1980 nachhaltig überwunden sind, wird es richtig heftig werden. Dann gibt es kaum noch Prognosesicherheit. Entsprechend werden dann Nervosität und Volatilität ansteigen und später dann innerhalb des weiteren Kursverlaufes zwischen den Extremen Euphorie und Pessimismus schwanken.


    @all: erstaunlich ist, wie lange das Anlegergedächtnis funktioniert: tatsächlich ist es so, daß nun erst Leute verkaufen, die 1981 zu nominal ähnlich hohen Kursen wie heute gekauft haben. Leider scheinen die nicht zu wissen, daß es sowas wie Inflation gibt und wie man sowas rechnerisch bei seinen Anlageentscheidungen berücksichtigt. Einfach tragisch sowas.

    Angenommen es kommt zu einer Hyperinflation. Welche Auswirkungen wird das auf die Substanz von


    - (offenen) Aktienfonds
    - offenen Immobilienfonds
    - (offenen) Rohstoffonds
    - ETF´s


    haben?.


    Angenommen die Geldmenge steigt täglich um einige Promill oder Prozent an und frisches Geld drängt in diese Anlageformen, weil es am einfachsten und am schnellsten geht. So ist zwischen dem Einzahlungszeitpunkt und dem Anlagezeitpunkt der Mittel ein gewisser Zeitraum, d.h. ganz konkret:


    für die neu eingesammelten Gelder gibt es aufgrund stündlicher Preissteigerungen weniger neue Substanz, als zum Zeitpunkt der Annahme der Gelder anteilig gutgeschrieben wurde. D.h. die reale Vermögenssubstanz der Altanteilinhaber nimmt durch Mittelneuzugänge (ganz legal) ab und die Anteilseigner werden so auch noch Opfer der Inflation, wenn nicht seitens der Fondsgesellschaften Gegenmaßnahmen (Satzungsänderungen) vorgenommen oder diese Fonds für neue Mittel geschlossen werden.


    Wie sieht das ganze bei Aktien aus, besonders dann, wenn evtl. nicht so ganz integere Manager / Anteilseigner Kapitalerhöhungen unter Ausschluss des Bezugsrechtes für Kleinaktionäre durchdrücken?.


    Welche steuerlichen Auswirkungen kann ein solches Szenario für Aktiengesellschaften und Unternehmen haben?.


    Wer profitiert / wer verliert dabei?.



    Was meint ihr dazu?.

    Zitat

    Original von Silberwolf
    ....na wenn das stimmt ........


    Silberwolf


    und wenn schon: Banknoten spielen heutzutage doch nur (noch) für den Zahlungsverkehr eine (untergeordnete) Rolle (was die USA angeht). Die Musik spielt beim Giralgeld (Überweisungen, Kredite von der Zentralbank). Zwei Billionen mehr fallen da garnicht auf. Peanuts halt.


    Wenn die wirklich 2 Bio. drucken, dann doch nur zur Bargeldversorgung im Krisenfall.


    2 Bio. durch 250 Mio, das sind gerade mal 8.000 Dollar cash je US-Bürger. Um genug Liquidität auch physisch für Abhebungen zu schaffen, weil die Menschen den Banken nicht mehr vertrauen (zum Beispiel).


    US-Staatsanleihen (Bonds) soll es für 9 Bio. geben.


    Das Geld ist doch (bargeldlos) längst zugfach in Umlauf gebracht und auch schon wieder ausgegeben worden.....


    Alles klar?.

    Zitat

    Original von gutso


    Ich dachte Sex findet nahezu überall statt, - ausser im Depot.
    .......Bussi,
    gutso


    nein, er hat noch nicht......


    ...eine infrarotkamera in seinem Save versteckt....


    dann wüsste er nämlich, daß der alte Herr Krüger des Nachts heftig mit der Liberty auf den amerikanischen 1-Dollar münzen flirtet.


    Und es wird gemunkelt, daß die Balerina der russischen Palladiumunzen ein heftiges Verhältnis mit dem St. Georg hat, der sich auf alten englischen Goldmünzen findet.


    Daß das die Queen nicht gerade amysiert, dürfte klar sein..... Nun wisst ihr auch, warum die auf den Platin-Maple-Leafs so daherschaut....


    und der allein gelassene Drache hat ein Auge auf Krügers alleingelassenen Streibnbock geworfen. Schon lange möchte der den rösten um ihn dann zu verspeisen. Pferdefleich mag der schon lange nicht mehr ...

    bis wir, wenn überhaupt in diesem Jahrzehnt, die 1250 beim Gold sehen, muss noch einiges an Charttechnik und kursmäßigem Auf- und ab passieren......


    ....oder der Dollar (und ggf. andere Währungen) müssen in einem bislang nicht dagewesenen Maß abschmieren, weswegen dann alles (also auch Gold) in Geld gemessen steigen würde.


    Für keines von beidem sehe ich momentan einen Auslöser.


    Charttechnisch wäre erst mal die 850-Dollar-Marke zu knacken und mehrfach zu überwinden :)Die 850er Marke aber ist noch in sehr weiter Ferne. Erst danach wäre der Wewg nach oben frei.


    Die Schulden- und Defizitproblematik ist seit langem allgemein bekannt, weswegen es unkalkulierbar ist, wann es zum globalen Währungs- und Anleihencrash oder zur weitgehenden Inflationierung kommt.


    Allein bezüglich des "ob" dürfte anhand der Zahlen kein Zweifel bestehen.

    Angenommen 2009 wäre das Gold auf den tiefstem Stand seit 2001, so stellt sich immer noch die Frage, wer 2009 in der Lage sein soll, das Gold zu Kursen unterhalb von 300 $ die Unze zu fördern. Weiter stellt sich die Frage, wieviel Gold zu diesen Preisen überhaupt wirtschaftlich gefördert werden kann.


    Weiterhin dürften bis dahin auch einige Projekte neu begonnen worden sein, bei denen die Förderkosten zwischen 450 und 520 Dollar die Unze liegen.


    Fest steht nach meiner Einschätzung, daß es dann sehr schnell zu einem Goldminensterben kommen dürfte. Und für die dannn zu erwartende mittelfristige (2-3 Jahre) Goldpreissteigerung gäbe es keine bessere Nachricht / Grundlage.


    Mir wäre ein solches Szenario sehr recht. Jedoch: wahrscheinlich viel zu schön, um wahr zu werden :)