Beiträge von mesodor39

    Ich werte die Verharmlosung der Schulden- und Handelsbilanzdefizitproblematik durch amerikanische Wissenschaftler und Stellen als Kontraindikator und somit als ganz bedrohliches Warnsignal.


    Hochmut, Realitätsverlust und ein Gefühl der Unverwundbarkeit kommen meist sehr kurz vor dem Fall.


    Mehr sage ich dazu nicht.

    Ich freue mich sehr über den momentan kräftigen Kursanstieg, wissend, daß ein solcher nur dann möglich ist, wenn starkes Interesse und somit gestiegene Nachfrage vorhanden ist.


    Eine Kursprognose möchte ich an dieser Stelle nicht abgeben. Dazu verfolge ich den Silberpreis schon sehr lange ( seit 1978 ) weswegen ich weis, daß es in einer solchen Phase nahezu unmöglich ist, eine kurz- bis mittelfristige Entwicklung hinreichend sicher abzuschätzen.


    Die momentane Volatilität ist dazu viel zu groß.


    Hinzu kommen neue, bislang nicht einschätzbare Unsicherheitsfaktoren, Silber-ETF´s, die sehr viele bisherige Regeln und Gesetzmäßigkeiten über längere Zeiträume außer Kraft setzen können.


    Wilkommen im Haifischbecken :)

    Sollten Kurse von 6 bis 7 $ je Unze erreicht werden, so würde ich von einem freien Fall sprechen.


    Und sollte Silber wirklich mal auf 9 oder 8 $ zurückkommen - so what?.


    Der langfristige Aufwärtstrend ist selbst dann noch völlig intakt.


    Mehr noch: ein kurz- bi smittelfristiger Kursrückgang auf 8 bis 9 EUR wäre sehr gesund für den Markt; er würde die "zittrigen Hände" und die Papiersilberinhaber mit KO-Schwelle aus dem Silber treiben / ausrotten und so das Fundament für weitere, stetige Wertzuwächse legen.


    Beunruhigt wäre ich, wenn derlei Warnungen ausbleiben würden, denn dann gehts kurz danach meist um so steiler abwärts :)


    Schöner Verschreiber unserer Regierung :)


    Denn laut IWF-Statuten dürfte unsere Regierung das so sicherlich nicht behaupten, ist doch gemäß IWF-Statuten selbst die Golddeckung einer Währung verboten (s. Schweiz).


    Abgesehen davon, sehe auch ich Gold als Geld an, daß zur langfristigen Wertaufbewahrung besser geeignet ist, als Fiat-Money.


    Silber aber ist mehr: Es ist Geld und Rohstoff gleichzeitig, d.h. es wird überwiegend (noch) "verbraucht", wohingegen Gold abgesehen von seiner Eigenschaft als Schmuckmaterial kaum mengenmäßig bedeutsame Rohstoffnachfrage aufweist und zudem eine der höchsten Recycling-Quoten. Allein die französische Bezeichnung für Geld = argent = Silber sagt doch alles.


    Und zwar unabhängig davon, was einige Offizielle, die wiederum Staatsinteressen vertreten, definieren. Derjenige, der sich durch Steuern leiten lässt, der wird oftmals fehlgeleitet. Die Welt ist voll von Beispielen von solchen "Fehllenkungen".


    Gold und Silber ist gemeinsam, daß beide nicht weginflationiert werden können. Und das ist es, worauf es die nächsten Jahre nach meinem Dafürhalten im Wesentlichen ankommt.


    Alles gut & schön. Jedoch:
    Als Vermieter bin ich Gläubiger des Mieters, was Mietzins und Betriebskosten anbelangt. Lässt man den die Wohnung zerstörenden Mietnomaden mal außen vor, so bleibe ich doch Eigentümer der Wohnung und der Mieter kann - wenn ich Untervermietung vertraglich ausschließe - das Besitzrecht an der Wohnung nicht weiter übertragen.


    Wird nicht gezahlt, so bekomme ich den Mieter nach maximal drei Jahren raus. Oftmals geht´s sogar nach zwei Jahren. Macht dann etwa 36 x (5 + 2) = 252 EUR je qm zzgl. Gerichtskosten bei einem Wert von etwa 800 EUR/qm.


    Will sagen: maximal bin ich etwa 35 Prozent meines Vermögens quitt. Bei einer Insolvenz einer AG oder eines Bondemmitenten sind es gleich 100 Prozent des dort getätigten Einsatzes.


    Außerdem habe ich immer noch die Möglichkeit, den Mieter legal ggf. mit Geld und / oder Schuldenerlass vorzeitig zum Auszug zu "bewegen". Auf andere denkbare Szenarien zur Verlustbegrenzung möchte ich hier aus rechtlichen Gründen nicht näher eingehen.


    Bevor es aber so weit kommt, kann ich Mietbewerber sorgfältig überprüfen. Versuche einer das mal bei Aktiengesellschaften oder sonstigen Schuldnern (Beispiel: Enron-Rating).


    Und was Aktien angeht, so kann man dort auch trotz Diversifikation prozentual sehr viel Geld mit verlieren. Viele Anleger lassen sich über den Preis auskaufen und kaufen sich über einen optisch sehr günstigen Preis ein bzw, kaufen gefallene Werte nach. Ich vergleiche das mit Ebay, wo Fälschungen von Münzen über den Preis an besonders "preissensible" Sammler dirigiert werden. Mit faulen Aktien geht das noch viel besser. Die Routine, das Wissen und die Abgebrühtheit hier nicht hereinzufallen besitzen die allermeisten Anleger m.E. leider nicht. Und selbst wenn es jahrelang gut läuft, so kann man doch innerhalb weniger Monate 80 Prozent seines bei Aktien Vermögens - trotz Diversifikation - verlieren.

    Zitat

    Original von Libertad
    Meine Erfahrung in den letzten Jahren mit Investoren (davon die letzten 4 Jahre vorwiegend mit Institutionellen - eine wunderbare Desillusionierung, die sind noch schlimmere Herdentiere als die Privaten......


    Gruß


    Libertad


    Dem kann ich nur zustimmen. Egal ob Bankmanager, Fondsmanager, Versicherungsmanager oder Zentralbanker:


    die meisten von denen haben ihren Job nur bekommen, weil es total angepasste Typen sind. Vielleicht fünf von Hundert, wenn´s hochkommt sind Querdenker. Also laufen die (beruflich) immer schön mit der Herde....


    ...um mal ja nicht anzuecken oder aufzufallen :)


    Wen wundert´s daß - folgt man als Privater diesen Leuten - für die große Masse der Anleger nie was gescheites dabei rumkommt.


    Zeitweise sieht das völlig anders aus. Jedoch fallen dann irgendwann Verluste an, die so heftig sind, daß sie alle Gewinne incl. gezahlter Steuern darauf auffressen und sich der Anleger (kaufkraft- bzw. geldwertbereinigt) nie mehr erholt.


    Schaut man sich viele Firmen an, stellt man fest, daß selbst einige momenten hochprofitable in den letzten Jahren viel mehr Kapitalerhöhungen gemacht haben, als Mittel ausgeschüttet wurden.


    Von den vielen AG´s die ständig rote Zahlen oder schwarze Nullen schreiben mal ganz zu schweigen.....

    Exakt das ist der Preis der Mittelmäßigkeit und Angepasstheit oder sollte man Kreativitätsmangel dazu sagen?.


    Nicht nur einige Politiker und Manager fallen die Karriereleiter hoch. Was denen recht ist, scheint dem Golde billig zu sein, fällt es doch die Preisleiter hoch. :D:D:D


    Wer will den hier von Manipulation reden?. Nein, manipuliert wird nicht. Es gibt lediglich verschiedene Wahrnehmungsarten ein und derselben Realität :)

    Zitat

    Original von Cra$h


    So weit kann ich Sie vollkommen verstehen. Würde man mich zwingen mich Heute für eine längere Zeit auf eine einzige Anlageform festzulegen - ich würde auch keine Sekunde zögern und das gelbe Edelmetall wählen. :)


    Au der anderen Seite ist Gold im Vergleich mit Papiergeld ein schlechter Arbeiter. Wenn man nach der wunderbaren Geldvermehrung mehr Gold kaufen kann als man zuvor hatte - wäre der eigene Horizont schließlich noch goldener.


    Ein erstaunliches Wechselbad der Gefühle - das alte Spiel von Angst und Gier :)


    Jedoch: Die Arbeit des Geldes in den letzten 5 Jahren war auch nicht berauschend. Im Vergleich zu Staatsanleihen mit ihren zu versteuernden Erträgen ist Gold viel besser gelaufen.


    Wenn Gold nicht gearbeitet hat und auch weiterhin nicht arbeitet, so hat GELD die letzten Jahre "entarbeitet". Das wäre dann in etwa mit einem Taxifahrer zu vergleichen, der die letzten Tage zwar ein paar Touren gedreht hat, nun aber mit leerem Tank und verbeulter Karosserie und verzogenem Chasse zurückkommt. Rumgekommen ist dabei nichts.


    Richtig gewinnen konte bislang nur, wer ausgewählte Aktien oder Auslandsimmobilien erwarb. Doch aus beiden ist demnächst dank moderat steigender Zinsen die Luft raus. Wir werden es noch sehen.


    Und was nützt die beste Anlage mit Zuwächsen von zig % p.A., wenn wie bei diesem berühmten Hedgefonds oder wie bei WCM eines Tages (fast) alles futsch ist. Easy come - Easy go.


    Ich persönlich vertraue aufgrund entsprechender Erfahrungen lieber auf meine eigene Kraft und meine eigene Kreativität und mein eigenes Urteilsvermögen als Dritte über große Teile meines Vermögens bestimmen zu lassen.


    Abgesehen von einer hübschen Position Silber und ein paar Gramm an goldenen Sammlermünzen (gleichzeitig Notgroschen) habe ich momentan wegen eines Immobilienkaufs kein Edelmetall mehr.


    Silber ist momentan seltener als Gold, aber immer noch etwa 50 mal billiger, da kann ich durchaus drauf spekulieren, daß sich die Gold-Silber-Bewertungsrelation deutlich zu Gunsten des Silbers verschiebt und ggf. so später einen Teil des Silbers in Gold tauschen kann. Selbst bei einer Währungsumstelung auf GOLD dürfte sich die Bewertungsrelation Gold / Silber nicht signifikant zu Ungunsten des Silbers verschieben. Weswegen ich auch das Risiko eingegangen bin, Gold zurückzufahren.


    Jedoch: erwartete / erhoffte Mieteinnahmen aus der Immobilie werden zukünftig sehr wahrscheinlich wieder ins gelbe Metall fließen. Da weis man, daß man dafür auch dann noch was bekommt, wenn Papiergeld - warum auch immer - nicht mehr akzeptiert werden sollte. Langfristig strebe ich eine Edelmetallquote von 20 bis 30 Prozent des Gesamtvermögens an.

    Zitat

    Original von Cra$h
    .....Mir stellt sich derzeit die Frage des richtigen Zeiptunks für den Austieg. Sollte der nahe Osten zur Ruhe und die GIs nach Hause kommen - läge die 600$ schnell wieder in weiter Ferne. Die steigenden Zinsen könnten Gold zusätzlich belasten. Ob ich nun auf dem Konto nach Zinsen noch einen realen Kaufkraftverlust eingefahren habe kann mir auch egal sein, wenn die Alternative bei Gold Kursverlust heißt.
    ?(


    Cra$h: Sie rechnen noch in Fiat-Money - ich hingegen habe schon ein anderes Bewertungssystem.


    Egal ob Gold oder Silber:


    Edelmetall ist Geld im Sinne von langfristigem Wertaufbewahrungsmittel.


    Egal ob Euro, Dollar oder Yen: Fiat-Money ist Vertrauensgeld und somit primär Zahlungsmittel. Als strategische Reserve völlig ungeeignet. Lediglich zur Sicherung der momentanen Liquidität ist Fiat-Money OK.


    Aufgrund einer Inflationsvorgabe (max. 2 %) bei EUR und demnächst vielleicht auch bei Dollar ist Fiat-Money als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel völlig ungeeignet.


    Sparguthaben und Anleihen bergen zudem ein Insolvenzrisiko des Schuldners und Zinsen werden mit Steuern und demnächst vielleicht auch mit Abgaben belegt. Wer rechnen kann, der weis, daß festverzinsliche Kapitalanlagen real praktisch nicht rentieren.


    Im übrigen: Pythia hätte es nicht besser formulieren können:
    Sollte der nahe Osten zur Ruhe und die GIs nach Hause kommen - läge die 600$ schnell wieder in weiter Ferne. Die steigenden Zinsen könnten Gold zusätzlich belasten.Auch so kann eine Kaufempfehlung für Gold aussehen.


    Wenn man erst mal realisiert hat, daß steigende Zinsen gleichzusetzen sind mit einer Beschleunigung der Staatsverschuldungen weltweit (Beschleunigung des Zinseszinseffektes)....
    ....so ist auch dies ein starkes KAUFARGUMENT für wertstabiles Geld.

    Cra$h: Kurz nachdem die Titanic den Eisberg gestreift hatte glaubte auch nur eine sehr geringe Minderheit daran, das das Schiff sinken würde. Die Minderheit war so klein, daß die ersten Rettungsbote nicht voll besetzt werden konnten. Dies nur mal so am Rande. Wie heftig es kommen wird, das weis niemand. Man sollte die Sache jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen.


    Drei Unzen Gold in Münzen bis 8 g Feingewicht sind besser, als keine Unze Gold. Soviel steht fest.


    In Anbetracht des Umstandes, daß pro Erdenbürger vielleicht 20 g physisches Gold existiert und das meiste in Schmuck gebunden ist, können 3 Unzen im schlimmsten Fall schon einen hohen Wert darstellen. Wer vorher reich war, und "nur" 5 Prozent in physischem Gold hat, über das er Verfügungsgewalt besitzt - der wird auch dann noch reich, vielleicht sogar sehr reich sein. Meinetwegen nehmen Sie zu den drei Unzen Gold noch 5 kg Silber hinzu - und gut ist mit dem Survivor-Pac. Zwei bis drei Monatsgagen in Cash für die der Hyperinflation evtl. vorangehende deflationäre Crashphase können auch nicht schaden.


    Wer das beherzigt, der ist m.E. schon deutlich besser aufgestellt als 95 Prozent aller (staatsgläubigen) Deutschen.

    Im Übrigen löst sich das FIAT-Problem nur dann, wenn die Staatsschuldner in der Lage wären, eine Zeit lang ohne Kreditaufnahme und ohne Drucken neuen Geldes auszukommen. Genau das aber ist nicht der Fall. Und weil in einer Finanzkrise kein Anleger mehr neue Bonds kaufen dürfte (wer hatte denn 2003 noch das Geld Aktien im großen Stil zu kaufen - bnatürlich nur noch sehr wenige, , weswegen die Kurse so extrem einbrachen????)..... müssen zumindest neue Staatsschulden und fällig werdende Anleihen von den Zentralbanken monetarisiert werden (d.h. die Bargeldmenge steigt extrem an), weswegen eine Hyperinflation dann unausweichlich wäre.

    Wenn der "point of no return" - sprich der Abverkauf von AAA-Staatsanleihen in einem Umfang beginnt, daß die Geldmenge so stark steigt, daß auch die Verbraucherpreise sehr stark anziehen, dann gibt´s kein Zurück mehr. Gut, man könnte dann Kursnotierungen unterbinden. Jedoch: fällig gestellte Anleihen müssten nach wie vor bedient werden und auch neue Geldmittel müssten aufgenommen werden. Bei geschlossenen Rentenmärkten geht das nur dann, wenn die Notenbanken die faulen Bonds mit neu gedrucktem Geld aufkaufen und den Staaten direkt Gelder leihen.
    Bei offenen Rentenmärkten würden die Kurse so extrem verfallen, daß neue Bonds nicht mehr absetzbar wären bzw. die Zinsen so hoch wären, daß jeder wüsste, daß eine Bedienung mit werthaltigem Geld unmöglich ist.

    Zitat

    Original von wolfswurt
    ........ es gibt ja auch noch die gefahr der vermögensabgabe von seiten des staates. dies wird schon auf der politischen ebene diskutiert und in erwägung gezogen - abgaben auf mieteinahmen für das gesundheitswesen.
    die entscheidung für gold resultiert aus der erfahrung, daß der staat mit immobilien ( da ja i-mobil ) je nach krise oder politischer coleur willkürlich vorgehen kann. siehe enteignungen 3. reich, DDR und die brüningsche notverordnung weimarer republik. gold ist mobil, entzieht sich jener willkür und wird weltweit als zahlungsmittel akzeptiert.


    gruß wolfswurt


    Die Möglichkeit laufende Einnahmen (das Wort Rendite verwende ich ganz bewusst nicht) zu generieren ist stets mit Risiken verbunden. Vielleicht sollte man noch Erdbeben und Kriege anfügen, wobei im letzten Fall auch keine Versicherung zahlt.


    Jedoch bringt das alles nichts, will man mit seinem KAPITAL laufende Einnahmen erzielen. Gold bietet diese Möglichkeit nur in Form einer Goldleihe und die bringt kaum Zinsen birgt aber ein Totalverlustrisiko im Insolvenzfall des Schuldners. Immobilien bringen da fünf mal mehr und das bei viel geringerem Totalverlustrisiko (100 % Eigenkapital vorausgesetzt).


    Verbleiben Aktien, jedoch: manche Manager sind Blender, Hochstapler und Betrüger. Da ist die Immobilie, die man kennt, viel sicherer. Und auch Aktien kann sich ein Staat aneignen, indem er Firmen verstaatlicht.


    Schaut man sich das Bewertungsniveau an, so sind vielerorts Immobilien deutlich unterhalb ihrer noch nich tdurch Abschreibung aufgezehrten Herstellungskosten (Grundstück + Neubaupreis abzgl. AFA) zu haben.


    Aktien nachhaltig profitabler Firmen hingegen notieren meist deutlich oberhalb ihres Eigenkapitals je Anteilsschein.


    Grundsätzlich hat Ben-Helikopter RECHT. Und ich lege noch ein wenig nach: Länder, die sehr viel nach Amerika exportieren würden real besser fahren, wenn sie sich als Gegenwert für ihre Exporte Waren aus den USA statt Dollars geben lassen würden.


    Sparen in FIAT-Money macht dann keinen Sinn, wenn für Mickerzinsen eine grundsätzlich unbegrenzte Geldschöpfung möglich ist. Diesen Vorwurf müssen sich jedoch sowohl die Sparer, als auch die Zentralbanken in Japan, Europa und den USA gleichermaßen gefallen lassen. Und genau die Zentralbanken sind Schuld daran, daß soviel Geld im Umlauf ist und demzufolge mehr Geld gespart werden kann (und wird) als gut ist.


    Und Folge dieser Sparwut und dieses Geldüberhanges ist, daß zu wenig Steuern gezahlt werden und sich Staaten Gelder leihen müssen, weil aufgrund von Sparen zu wenig konsumiert wird und aufgrund von verzerrenden Kapitalüberschüssen Lohn- durch Maschinenarbeit ersetzt wird, was die Sozialausgaben explodieren und die Steuereinnahmen wegbrechen lässt.

    Sorry, aber das ist ja nun ganz alter Wein in neuen Plastikschläuchen :)


    Spätestens seit der Schatzinsel und Kapitän Flint, weis doch jeder, wie´s gemacht wird: Arbeit getan, und ne Kiste Goldmünzen für den Ruhestand (aus dem dann in diesem und manchen anderen sozialistisch angehauchten TV-Filmen nichts wurde...). Klar Reichtum führt immer ins Verderben. Allein im Kollektiv liegt das Heil.


    Real jedoch dürfte genau das meistens funktioniert haben.


    Wichtig ist folgendes:


    (Lebens-)lange, konstante Ansparrate und niemals alles auf ein Pferd setzen, sondern in Gold, Silber, Platin und Palladium diversifizieren. Die eigene, selbstgenutzte Immobilie nicht dabei vergessen, sondern die direkt am Anfang klarmachen :)


    Wer jetzt erst und im Alter von über 45 Jahren mit Edelmetalen anfängt und auch die Immobilie nicht auf die Reihe bekommen hat, der hat eh das beste schon verpasst, z.B. Silberpreise von 225 DM (!) nicht EUR das Klio incl. Formkosten und Mehrwertsteuer :) .....


    und kann eigentlich nur noch hoffen.


    ....und hat hoffentlich zumindest schon 25 Jahre gut gelebt :D:D:D


    Das es meist nur die "Kleinen" trifft - das war schon immer so :)


    Wenn es jemanden trifft, so sind es (fast) immer nur Normalbürger und Mittelständler (Arbeiter, Angestellte, Beamte und öffentlich bedienstete) mit Netto-Einkommen miest deutlich unter 4.000 EUR/Monat und einem Netto-Gesamtvermögen von meist unter 250.000 EUR je Haushalt. Genau die sparen nämlich überwiegend in KLV´s, Sparbüchern, Sparverträgen, Bonds und neuerdings zaghaft auch in meist überbewerteten Aktien und intransparenten "Zertifiklaten". Und neuerdings werden sie noch vollends mit gesetzlich geförderten Privatrenten in ihren Anlageentscheidungen staatlich fehlgelenkt (meine Meinung). Und ist es auch tollkühn - so hat´s doch Methode.


    Überlegt doch selbst: Eine bis vor kurzem steuerfreie KLV wurde in einem Schlag und steuerfrei ausgezahlt.... Private Rentenversicherungsbeiträge werden viel später und dann nur in kleinsten raten monatlich ausgezahlt. Und die werden dann noch mit steuern und Abgaben belegt......


    Schaut euch mal an , wo Versicherungsaktien 2003 standen. Schaut euch mal an, wie es damals in deren Bilanzen aussah. Schaut euch alles an, wer damals eine Kapitalerhöhung machen musste (um, wie ich meine, den Gang zum Konkursrichter zu vermeiden). Und schaut euch nun an (Startseite von Goldseiten), wer auf einmal gerne in Rohstoffe investieren will und mit welcher Begründung (!). Prozycklicher geht´s nimmer! Das ist wider jede wirtschaftliche Vernunft. Silly Money halt.



    Damit dürfte dann alles klar sein: Von wegen, Anlage- und Transaktionsformen seien zunehmend für Jeden - auch kleinere Geldbeträge - erreichbar geworden....
    Klar sind sie das: Zu Verdienen gibt´s dort kaum noch was und das Großkapital braucht neues Kanonenfutter!.

    Alles andere (also die Reichen, mit meist mehreren Millionen an Vermögen) besitzt i.d.R. prozentual überwiegend Realwerte (Häuser. Mietwohnungen, Gewerbeobjekte, Ländereien, hochwertige, langlebige Konsumgüter, (da ist nix mit es lebe billig, Antiquitäten und erlesenste Verarbeitung ist da angesagt :) )....


    Aktien werden die gewiss auch besitzen, meistens jedoch ehr werthaltigere. Bonds und ggf. KLV´s haben die ebenfalls, aber nur zu einem viel geringeren Anteil als die andere Gruppe.....
    Ganz zu schweigen von Vermögenswerten im Ausland.


    Und das bischen, was dazwischen ist...... da sch.... der Hund drauf :)


    einige von denen werden es packen, die meisten aber werden es wohl nicht schaffen.....

    Zitat

    Original von mexx
    ....Wie lange wird das Geld hin und hergeschoben, vom Dollar zum Gold.


    Ich gebe doch meine UZ Gold oder Silber nicht
    her für 50 000.-US$ wenns nichts mehr Wert ist. .....


    Volle Zustimmung.


    Selbstverständlich sollte man sein Geld nur für einen adäquaten Gegenwert hergeben. Vor allem, wenn das Geld Gold ist.


    Will sagen: Die Kaufkraft des "Gegenwertes" sollte gleich oder höher der Kaufkraft des Kaufpreises zum Kaufzeitpunkt sein.


    Alles andere wäre wirtschaftlich unsinnig.


    Von vielen Nullen hinter irgendeiner Ziffer auf einem Stück Papier sollte man sich nicht beeindrucken lassen. Null ist Null, macht Null und bleibt Null, lachtot!


    Und Papier ist bakanntlich geduldig :)


    Und ich meine, daß man die Risiken gehebelter Produkte nicht unterschätzen sollte.


    Außerdem sollte man sich, solange man hochriskant spekuliert, nicht über Gewinne freuen. Denn: wie gewonnen so zerronnen.


    Kurssteigerungen bei den Edelmetallen sehe ich momentan sehr gelassen, ebenso eventuelle Kursrückgänge.


    Ich investiere ehr strategisch, als taktisch.


    Zockerei (=hochriskante Spekulation) nützt meist den Stillhaltern und den depotführenden Stellen, fast nie jedoch dem Spekulanten. An Goethes Zitat (dem Sinne nach aus dem Gedächtniswiedergegeben) ist schon was dran:


    Ein Kerl, der spekuliert ist wie ein Tier auf dürrer Heide, herumgeführt von einem bösen Geist und um ihm rum ist nichts, als lauter saftig-grüne Weise"


    Vielleicht liegen darin die Unterschiede in der Betrachtungsweise der Dinge begründet.


    Ich meine, wenn man - wie bei Silber - mit einer 200-Prozent-Chance auf vielleicht 10 Jahre ungehebelt investieren kann, warum sollte man dann mehr riskieren als notwendig, sein Geld anderen geben und sich unkalkulierbaren Risiken aussetzen?

    Das, was an Silber in Chinas Erde schlummert, ist weniger als eine Unze je Weltbürger.


    Zurück zum Thema, Chinas Reserven, speziell: Devisenreserven:


    es wird immer nur von Reserven geredet.


    Wie sieht es eigentlich mit der Verschuldung (staatlich und privat) von China im In- und Ausland (China + Welt) aus?


    Vielleicht liegt genau darin ein Grund dafür, warum eine immer wieder kolportierte Gold- oder Dollarbombe bislang nicht gezündet wurde, denn solange ein Schuldner von seinen Gläubigern profitiert, wird der sich wohl verhalten.

    In einer offenen, freien Gesellschaft müssen zwei Dinge gegeben sein:


    sehr viele müssen eine reale Chance haben, Vermögen zu bilden, d.h. Leistung muß sich für den Leistenden lohnen und Leistung muß nachgefragt werden.


    Weiterhin müssen die Anreize sehr gering sein auf Kosten der Allgemeinheit zu leben, speziell für diejenigen, die Leistungsfähig sind.


    Klappt letzteres nicht, so wird ersteres immer schwieriger und ein ehemals stabiles System wird zunehmends instabiler und kolabiert schließlich.

    silverman: sowas ist durchaus denkbar und auch möglich. Jedoch hat das Verfassungsgericht hier ganz klare Grenzen gesetzt (Halbteilungsgrundsatz). D.h.: eine Substanzbesteuerung ist verfassungswidrig.


    Weiterhin dürften sich Probleme dann ergeben, wenn auch ausländisches Produktiv- und Immobilienvermögen derart (substanz-) besteuert werden würde. Dann wäre Deutschland sehr schnell an der Schwelle zum Schurkenstaat.