Zitat
Original von Cra$h
Gut - bzw. schlecht. Der Euro ist als Währung bzw. Kind einer politisch nicht vollzogenen Ehe seiner nationalen Eltern mehr Gefahren ausgesetzt, als dies die Währung eines "normalen" Landes ist.
Zumal ihm ein unabhängiges und unbestechliches Fixum wie z.B. in der lateinischen Münzunion fehlt und die politische Unabhängigkeit spätestens unter dem Druck der Straße nachgeben würde (siehe Frankreich)..
Ich sehe die Folgen bzw. die Entwicklung eher nüchtern und unspektakulär. Die Währungsunion wird so lange halten, wie sie allen beteiligten Staaten mehr Vor- als Nachteile beschert.
Das erste Alarmzeichen haben wir bereits mit dem Nicht-Beitritt Schwedens erlebt - und schon jetzt zeichnet sich auch bei weiteren potenziellen Beitrittsländern eine abwartende bzw. ablehndende Haltung ab.
Dieses Szenario weitergedacht bedeutet logisch den Austritt anderer Staaten.
Letzterer ist natürlich nicht sehr realistisch - könnte sich aber real über das "Abstimmen" der Bürger in ihren Geldbeuteln ergeben. Z.B. in dem man es vorzieht sein Geld in Fremd-Währungen, oder staatenlosen Währungen wie z.B. Gold anzulegen und zu bewegen.
Damit entfällt für die Staaten oder die EZB auch der Sinn sich über eine stärkere Inflationierung zu entschulden. Man würde mit einer solchen "Maßnahme" schließlich nur den kursierenden Barbestand und evtl. geringere "Vermögen" erreichen - wenn jeder "bessere Kleinsparer" sein Geld mit Blick auf einen realen Kaufkraftzuwachs oder Erhalt anlegt.
Für letztere (optimistische) Annahme führe ich ins Felde, daß wir in den zurückliegenden Jahren einen klaren Trend dahingehend verzeichnen dass Anlage- und Transaktionsformen zunehmend für Jeden - auch kleinere Geldbeträge - erreichbar geworden sind.
Damit ist zugleich ein Regulativ gegeben, welche die Qualität des Euros auf einem für Kapital und Kapitalbesitzer erträglichen Niveau sichert.
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Das es meist nur die "Kleinen" trifft - das war schon immer so 
Wenn es jemanden trifft, so sind es (fast) immer nur Normalbürger und Mittelständler (Arbeiter, Angestellte, Beamte und öffentlich bedienstete) mit Netto-Einkommen miest deutlich unter 4.000 EUR/Monat und einem Netto-Gesamtvermögen von meist unter 250.000 EUR je Haushalt. Genau die sparen nämlich überwiegend in KLV´s, Sparbüchern, Sparverträgen, Bonds und neuerdings zaghaft auch in meist überbewerteten Aktien und intransparenten "Zertifiklaten". Und neuerdings werden sie noch vollends mit gesetzlich geförderten Privatrenten in ihren Anlageentscheidungen staatlich fehlgelenkt (meine Meinung). Und ist es auch tollkühn - so hat´s doch Methode.
Überlegt doch selbst: Eine bis vor kurzem steuerfreie KLV wurde in einem Schlag und steuerfrei ausgezahlt.... Private Rentenversicherungsbeiträge werden viel später und dann nur in kleinsten raten monatlich ausgezahlt. Und die werden dann noch mit steuern und Abgaben belegt......
Schaut euch mal an , wo Versicherungsaktien 2003 standen. Schaut euch mal an, wie es damals in deren Bilanzen aussah. Schaut euch alles an, wer damals eine Kapitalerhöhung machen musste (um, wie ich meine, den Gang zum Konkursrichter zu vermeiden). Und schaut euch nun an (Startseite von Goldseiten), wer auf einmal gerne in Rohstoffe investieren will und mit welcher Begründung (!). Prozycklicher geht´s nimmer! Das ist wider jede wirtschaftliche Vernunft. Silly Money halt.
Damit dürfte dann alles klar sein: Von wegen, Anlage- und Transaktionsformen seien zunehmend für Jeden - auch kleinere Geldbeträge - erreichbar geworden....
Klar sind sie das: Zu Verdienen gibt´s dort kaum noch was und das Großkapital braucht neues Kanonenfutter!.
Alles andere (also die Reichen, mit meist mehreren Millionen an Vermögen) besitzt i.d.R. prozentual überwiegend Realwerte (Häuser. Mietwohnungen, Gewerbeobjekte, Ländereien, hochwertige, langlebige Konsumgüter, (da ist nix mit es lebe billig, Antiquitäten und erlesenste Verarbeitung ist da angesagt
)....
Aktien werden die gewiss auch besitzen, meistens jedoch ehr werthaltigere. Bonds und ggf. KLV´s haben die ebenfalls, aber nur zu einem viel geringeren Anteil als die andere Gruppe.....
Ganz zu schweigen von Vermögenswerten im Ausland.
Und das bischen, was dazwischen ist...... da sch.... der Hund drauf 
einige von denen werden es packen, die meisten aber werden es wohl nicht schaffen.....