Beiträge von mesodor39

    Kellermeister: je schneller eine Fehlentwicklung korrigiert wird, desto weniger schlimm sind die Auswirkungen der Korrektur.


    Deeswegen bin ich dafür, lieber heute als morgen reinen Tisch zu machen, als bis zum bitteren Ende weiter zu betrügen und zu lügen.


    Ganz konkret und erst mal auf Deutschland beschränkt:
    Glauben Sie allen ernstes, die 1,5 Billionen EUR deutscher Staatsschulden können jemals in werthaltigem Geld (jetzige Kaufkraft) zurückgezahlt werden?.


    Glauben Sie, parallel und zusätzlich dazu können 10 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung jahrzehntelang von den anderen mit durchgefüttert werden?.


    Und das bei einer die nächsten Jahre stetig alternden Gesellschaft?.


    Glauben Sie, daß eine Volkswirtschaft mit drei solchen Klötzen an den Beinen (Überschuldung, Überalterung, Verlust der industriellen Basis durch nicht zu erwirtschaftende Sozial-Transfers) im internationalen Wettbewerb bestehen kann?.


    Noch sind wir Exportweltmeister. Warum das?. Weil die Inlandsnachfrage völlig zusammengebrochen ist und das die einzige Möglichkeit war und ist, einen Teil des Geldes zu verdienen, das die Politiker so ungerecht verteilen und verschwenden.


    Aber auch bereits jetzt ist abzusehen, daß es bald schluss ist mit der Exportweltmeisterschaft. Mehr und mehr Konzerne machen in D ihre Produktion platt, weil man anderswo weniger gegängelt und abkassiert wird.


    Und warum wird abkassiert und abgezockt? weil der Staat so stark verschuldet ist, daß er noch nicht mal mehr die Zinsen für die Schulden ohne neue Kredite aufzunehmen zahlen kann.


    Und genau so verhält sich ein Bankrotteur. Es wird geknausert und alles kaputtgespart... doch es reicht nicht, um die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Am Ende steht der 95- bis 100 prozentige Forderungsausfall. Das ist immer so gewesen und wird auch immer so sein.


    Schuldner, die rechtzeitig mit ihren Gläubigern reden und verstehen, diese mit ins Boot zu nehmen, können solche Entwicklungen umgehen. Doch dazu ist es schon lange zu spät. Der Karren ist bereits vor die Wand gefahren - nur kaum einer möchte das wahrhaben.


    Typisch Deutsch. Nach dem Ende des II. Weltkrieges wollte auch niemand etwas von Kriegsverbrechen und Massenmorden gewusst haben. Weltmeister im Leugnen und Verdrängen.....


    Nun zu den USA. Dort sieht es noch schlimmer aus, was öffentliche und private Verschuldung (Aktien- und Immobilienblase) angeht.


    Die Statistiken dort werden öfters geändert, was eine Vergleichbarkeit von Daten oftmals unmöglich macht - un was wohl zu verschleiern?.


    Ich sage es ganz offen:


    Eine Wirtschafts- und Währungsreform heute und hier wäre machbar, ohne daß Menschen verhungern oder erfrieren müssten (wie das in den 90ern in Russland geschah).


    Jedoch: geht auch hier - wie in den USA - die industrielle Basis nahezu komplett verloren....


    dann gibt es auch hierzulande, genau wie in Russland, Tote.

    Was wir brauchen, das ist ein Schuldenerlass gegenüber dem Staat und eine extreme Verschlankung des Staates und des Vorschriften- und Gesetzesdjungels, eine radikale Vereinfachung des Steuerrechtes. Und ein staarliches Kreditaufnehmeverbot.

    Anders kann eine alternde Gesellschaft nicht im internationalen Wettbewerb bestehen.


    Ich persönlich besitze etwas Silber und Immobilienvermögen. Bankschulden habe ich KEINE. Bankguthaben und auf Geld lautende Forderungen und Wertpapiere nur in ganz geringem Ausmaß.


    Als Nicht-Schuldner würde ich daher von einer Währungsreform nicht profitieren. Als praktisch Nicht-Gläubiger hätte ich dadurch keine übermäßigen Nachteile.


    Ich meine: Jeder kann selbst bestimmen, was und wen er glauben möchte. Und an einem m.E. betrügerischen FIAT-Money- und Staatsschuldner-System möchte ich mich nicht bzw. möglichst wenig beteiligen.

    Zitat

    Original von arachnid
    Ich hab mal einen Degussa-Kilobarren mit RFA analysiert, da war weit weniger als 0.1% Nebenbestandteil dran, also höchstens ein paar ppm in den ersten paar µ Schichtdicke. Könnten also auch ne Angabe von 999999 draufstempeln. Selbes Ergebnis übrigens auch bei ML, auch keine Nebenbestandteile höheren Ausmasses, weshalb man sie getrost für kollodiales Silber missbrauchen kann.


    Man muß dabei berücksichtigen, daß es innerhalb einer Feinsilber-Schmelze (99,9 %) zu An- und Abreicherungen kommen kann.


    Also werden hier hohe Sicherheitsreserven berücksichtigt, wie aus Ihrer Untersuchung hervorgeht.


    Insofern bleibt einem "good melter & essayer" nichts anderes übrig, als versuchen mit allen Mitteln sicherzustellen, daß der angegebene Feingehalt nach Möglichkeit nicht unterschritten wird bzw. daß Unterschreitungen so selten und geringfügig ausfallen, wie es mit gerade noch vertretbarem Aufwand eben technisch möglich ist.


    Schließlich hängt der Ruf eines ganzen Konzernes dran.

    Zitat

    Original von S 04


    Ob es noch so lange dauert? Nächstes Jahr kommt die Mehrwertsteuererhöhung. Fängt da nicht schon die schleichende Entwertung an? Was passiert, wenn weniger konsumiert wird, und die Steuereinnahmen doch nicht so fließen, wie die Dummköpfe glauben? ?(


    @S 04: falsch. Denn das ist ein Crash auf Raten. Jahrzehntelang finanzierte Massenarbeitslosigkeit mit einer Altersarmut auch für den, der sein Leben lang arbeitete und den Horror finanzieren musste. Der berühmte Schrecken ohne Ende, wobei es für alle besser wäre, wenn möglichst schnell ein Ende mit Schrecken gesetzt werden würde und es danach wieder aufwärts gehen könnte.


    Gegen den Crash auf Raten helfen Edelmetalle auch nur sehr bedingt, weil das Ende des Kondratieff-Zycklusses dadurch zeitlich extrem gedehnt wird und ein Licht am Ende des Tunnels somit nicht in Sicht ist.


    Und natürlich wird auch die Rechnung der Regierung in Bezug auf die Mehrwertsteuer nicht aufgehen. Große Koalttion = Große Wurschtelei und derart verwässerte Kompromisse, daß Neuerungen wohl ehr Kontraproduktiv sind. (Meine Meinung).


    Außerdem: mit 1,5 Bio. Staatsverschuldung, ca. 20.000 EUR je Brüger (incl. Kid´s Arbeitslose, Rentner und Sozialhilfeempfänger) ist der Point of no return bereits überschritten. Die Schuldenfalle hat schon vor vielen Jahren zugeschnappt und die Politik fest im Griff. Handlungs- und Gestaltungsfähigkeit der Politik = Fehlanzeige.


    Was Deutschland bräuchte, das wäre ein Insolvenzverwalter, der die für den Fortbestand verzichtbare Insolvenzmasse auf die Gläubiger verteilt, den Staat schlank und das Volk schuldenfrei entlässt und gut ist.


    Jede Firmenklitsche, für die noch ein Funke Hoffnung besteht, wird so abgewickelt.


    Hier noch eine sehr gut ausgearbeitete Analyse, aus der hervorgeht, wie eine Krise losgehen könnte:


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=2360

    Vreneli, 20 GM, und Sovereign sind Goldmünzen. Und für denjenigen, der etwas von Münzen versteht (Gewicht, Abmessungen, Echtheitsmerkmale) sind diese Stücke ganau so gut, wie jede andere Goldmünze auch. Die Gewichtsbereiche halte ich für einen privaten Notgroschen sogar für viel besser, als die von Münzen mit einem Gewicht oberhalb von 10 g.


    Es schadet nichts als strategische Reserve 50 g bis 100 g auch in solchen Stückelungen zu halten.


    Jedoch: für Anlagekäufe gilt: die Aufschläge auf den reinen Metallwert sollten sich unterhalb von 7 Prozent bewegen. Ansonsten würde ich kleineren Barren (100 g, 250g) oder besser noch Krügerrändern eindeutig den Vorzug geben.

    schwer zu sagen.


    Fakt ist, daß bei einer alternden Gesellschaft die Verwaltung zu Gunsten der Produktion und des Gesundheitssektors stark zurückgefahren werden muss. Es muß also zu drastischen Vereinfachungen und Einschnitten im Anspruchsniveau kommen, oder das System wird kolabieren.


    Also: schlechte Karten für Steuerberater.

    Sieht man Gold als Rohstoff für Schmuck an, so würde ich dem zustimmen.


    Sieht man jedoch Schmuck als Gold und Gold als Hedge gegen Inflation an.... dann ist Gold kein Rohstoff, sondern ultimatives Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel und somit GELD.


    Allein schon die Verwandschaft zwischen den Worten Gold und Geld sagt alles. Ebenso Währungsbezeichnungen, die alte Gold- und Silbergewichten "entliehen" sind.


    gülden = golden, aus Gold = GULDEN (Goldwährung)


    argentum = Silber, d´argent = GELD (Ursprung: karolingische Silberwährung)


    Mark = Silbergewicht


    Pfund, Libra = altes Goldgewicht (72 Solidi auf´s römische Pfund) , später auch Silbergewicht


    Florin = Goldmünze der Stadt Florenz, Abkürzung: fl


    Abkürzung für niederl. Gulden: Hfl


    Silbernes äquivaltent zum Gulden: Guldengroschen oder Joachims-Thaler, später auch "Taler" genannt, heute noch als "Dollar" in den USA geläufig.



    Geld - Geltung - etwas das gilt, also gültig ist.


    Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles (Goethe).


    Alles klar?.


    Gold ist mehr als Rohstoff. Gold ist GELD. Geld, das unabhängig von einem Schuldner gilt - oder, wie "Old Al" es einmal vor vielen Jahren formuliert hatte: ultimatives Zahlungsmittel.


    Also: Geld, das immer angenommen wird, weil es aufgrund seiner Verwendungsmöglichkeit als Schmuck und seiner schwierigen Gewinnbarkeit und Begrenztheit immer etwas wertvolles darstellt und somit unabhängig von der Garantie durch jemand anderen etwas gilt.

    Sieht man Gold als Rohstoff für Schmuck an, so würde ich dem zustimmen.


    Sieht man jedoch Schmuck als Gold und Gold als Hedge gegen Inflation an.... dann ist Gold kein Rohstoff, sondern ultimatives Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel und somit GELD.


    Allein schon die Verwandschaft zwischen den Worten Gold und Geld sagt alles. Ebenso Währungsbezeichnungen, die alte Gold- und Silbergewichten "entliehen" sind.


    gülden = golden, aus Gold = GULDEN (Goldwährung)


    argentum = Silber, d´argent = GELD (Ursprung: karolingische Silberwährung)


    Mark = Silbergewicht


    Pfund, Libra = altes Goldgewicht (72 Solidi auf´s römische Pfund) , später auch Silbergewicht


    Florin = Goldmünze der Stadt Florenz, Abkürzung: fl


    Abkürzung für niederl. Gulden: Hfl


    Silbernes äquivaltent zum Gulden: Guldengroschen oder Joachims-Thaler, später auch "Taler" genannt, heute noch als "Dollar" in den USA geläufig.



    Geld - Geltung - etwas das gilt, also gültig ist.


    Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles (Goethe).


    Alles klar?.


    Gold ist mehr als Rohstoff. Gold ist GELD. Geld, das unabhängig von einem Schuldner gilt - oder, wie "Old Al" es einmal vor vielen Jahren formuliert hatte: ultimatives Zahlungsmittel.


    Also: Geld, das immer angenommen wird, weil es aufgrund seiner Verwendungsmöglichkeit als Schmuck und seiner schwierigen Gewinnbarkeit und Begrenztheit immer etwas wertvolles darstellt und somit unabhängig von der Garantie durch jemand anderen etwas gilt.

    Edel Man: Hohe Profite und hohe Kurssteigerungen führen zu hohen Investitionen, die wiederum große Überkapazitäten erzeugen aus denen sich dann schuldrechtliche Verhältnisse ergeben, die mit Zinsen zu bedienen sind.


    Und schon ist der Katzenjammer (Margenabschmelzungen, rote Zahlen, Insolvenzen) auch bei den Rohstoffen angekommen.


    Das alles geht nicht von heute auf morgen. Gewiss. Aber in 5 bis 7 Jahren, gemessen ab Boombeginn, kann die Welt schon ganz anders aussehen.....


    und da sind sie schon wieder, die "sieben" fetten und die darauf folgenden mageren Jahre...


    wobei die Zahlenangabe "Sieben" als Symbol für einen gewissen Zeitraum des Branchen oder Konjunkturaufschwungs steht.

    Edel Man: Hohe Profite und hohe Kurssteigerungen führen zu hohen Investitionen, die wiederum große Überkapazitäten erzeugen aus denen sich dann schuldrechtliche Verhältnisse ergeben, die mit Zinsen zu bedienen sind.


    Und schon ist der Katzenjammer (Margenabschmelzungen, rote Zahlen, Insolvenzen) auch bei den Rohstoffen angekommen.


    Das alles geht nicht von heute auf morgen. Gewiss. Aber in 5 bis 7 Jahren, gemessen ab Boombeginn, kann die Welt schon ganz anders aussehen.....


    und da sind sie schon wieder, die "sieben" fetten und die darauf folgenden mageren Jahre...


    wobei die Zahlenangabe "Sieben" als Symbol für einen gewissen Zeitraum des Branchen oder Konjunkturaufschwungs steht.

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Der Crash kommt, wenn er denn kommt, wenn das Vermögen soweit entwertet wird, dass die breite Masse nicht mehr genug zu Essen hat. Dieses halte ich keineswegs für unmöglich, allerdings wird das IMHO nicht in den nächsten drei oder vier Jahren passieren. Es geht uns in der Tat noch sehr gut, auch wenn wir von der Substanz leben.


    Zitat

    Ex Bildzeitung, Original von Hermann Göring, kurz vor seiner Hinrichtung
    Wenigstens 12 Jahre gut gelebt


    Und ich vermute mal, daß diese Einstellung einer Nazi-Größe des III. Reiches auch heute noch in den kreisen der Mächtigen weit verbreitet ist. Was kümmert´s die, wenn ein paar Milloonen Menschen verrecken?.


    Das ist denen schon heute völlig egal. Und was das eigene Volk angeht, so ist es den meisten von denen auch noch völlig egal, solange es ihnen selber nur gut geht und sie auf nichts verzichten brauchen.


    Bestes Beispiel ist doch ein Ex-Verteidigungsminister, der sich - vor den Augen der Presse - mit seiner Gespielin im Pool vergnügt, während in Afghanistan deutsche Soldaten ihren Dienst unter Lebensgefahr taten und einige von ihnen sogar ermordet wurden.

    Ja, der Zeithorizont wird immer weiter - wie damals am Neuen Markt bei den Firmen, die erst in 6 Jahren Gewinne machen wollten.


    (1) Rohstoffe sind abhängig vom konjunkturellen Umfeld.
    (2) Rohstoffe, besonders Metalle, können recycelt werden
    (3) Nachwachsende Rohstoffe sind grundsätzlich solange verfügbar, wie die Sonne scheint


    Will sagen: Nachdem der Markt, vielleicht auch nach Ende / Korrektur einer Übertreibungsphase ein gewisses Preisniveau gefunden hat ist - inflationsbedingte Preissteigerungen ausgenommen - die Luft raus.


    Ist ein Wirtschaftsboom beendet / unterbrochen oder lässt das Wachstum nach, dann gehen die Preise auch wieder nach unten (meine Meinung)


    Niemand kann wissen, was 2020 oder 2040 ist.

    Ja, der Zeithorizont wird immer weiter - wie damals am Neuen Markt bei den Firmen, die erst in 6 Jahren Gewinne machen wollten.


    (1) Rohstoffe sind abhängig vom konjunkturellen Umfeld.
    (2) Rohstoffe, besonders Metalle, können recycelt werden
    (3) Nachwachsende Rohstoffe sind grundsätzlich solange verfügbar, wie die Sonne scheint


    Will sagen: Nachdem der Markt, vielleicht auch nach Ende / Korrektur einer Übertreibungsphase ein gewisses Preisniveau gefunden hat ist - inflationsbedingte Preissteigerungen ausgenommen - die Luft raus.


    Ist ein Wirtschaftsboom beendet / unterbrochen oder lässt das Wachstum nach, dann gehen die Preise auch wieder nach unten (meine Meinung)


    Niemand kann wissen, was 2020 oder 2040 ist.

    Falsch.


    Die Folgen der Verschuldung sind erst einmal Deflation und Depression. Die Bürger werden immer höher belastet und müssen sich immer mehr einschränken.


    Dem Staat brechen die Einnahmen weg, er muss sich immer mehr Geld leihen.


    Soweit der aktuelle Stand.


    Kann sich der Staat nicht mehr genug leihen, weil die Bürger keine Mittel mehr haben, um Staatsanleihen zu kaufen, so werden Staatsanleihen von Zentralbanken aufgekauft (s. Japan). Oder es kommt zum Deflationären Crash mit offenem Staatsbankrott (kam bei FIAT-Money noch nicht vor).


    Dies aber ist nichts anderes als Geldschöpfung durch Ausgabe neuen Geldes, Geld, das nicht erspart wurde. Und erst einige Zeit danach kommt es zur Inflation oder Hyperinflation.


    Und zu den Notenbanken und Notenbankpräsidenten: Unabhängig ist von denen keiner mehr.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    Also beim Thema Inflation und Inflationsbeschleunigung sind wir einer Meinung. Ich sehe keine echte Alternative, wie die westlichen Staaten sich von ihrer ausufernen Staatsverschuldung befreien können. Außerdem sind die amerikanischen Privathaushalte im Schnitt stark verschuldet. Hubschrauber-Ben würde sich mithin mit einer ausufernden Geldmenge im eigenen Land wenig Feinde machen..


    Somit wäre der kleinste geminsame Nenner schon einmal (näherungsweise) definiert.



    Zitat

    Original von T-Trinker Die Gefahr steigender Zinsen ist für mich kein Argument gegen eine Kreditaufnahme. Wozu gibt es Zinsfestschreibungen?.


    Zinsfestschreibungen sind dafür da, damit Kreditnehme rund Kreditgeber wissen, was genau beide zu erwarten haben im Hinblick auf ZINS und TILGUNG. Auch darüber dürften weder Zweifel, noch Diskussionsbedarf bestehen :)


    Jedoch: eine Zinsfestschreibung ist keine Garantie dafür, daß der Schuldner die Verzinsung erwirtschaften kann. Und genau dort liegt die Gefahr der Spekulation auf Kredit. Egal, ob es Aktien oder Immobiliebn sind: Dividenden können ausfallen, erwartete Kurssteigerungen können ausbleiben und sich in Kursrückgängen verkehren, eine vermietete Einzelimmobilie kann ihren Ertragswert einbüßen, indem der Mieter nicht bezahlt. Edelmetalle werfen ohnehin keine Zinsen ab - bestenfalls kann man sie - natürlich unterhalb der Geldmarktsätze - verleihen, sodaß eine Zinsdifferenz verbleibt. Selbst Bonds können im Kurs fallen oder notleidend werden. Natürlich müssen derlei Fälle nicht eintreten, jedoch können sie es und sie tun es gelegentlich auch - teilweise mit einer gewissen statistischen Regelmäßigkeit.


    Zitat

    Original von T-Trinker Wertverlust des Depots aufgrund stark fallender Edelmetallpreise ist schon eher eines. Aber zum einen sollte man über ein halbwegs diversifiziertes Depot verfügen. Und zum anderen ist es schon überraschend, von Verfechtern der physischen Edelmetallanlage dieses Argument zu hören..


    Jeder Investor / Anleger / Sparer, der die Möglichkeit von Wert- oder Substanzverlusten (je nach Anlageklasse) ausblendet, der ist schlicht und einfach eines: Ein Narr. Denn nur Narren sind sich ihrer Sache völlig sicher. Das einzig gewisse, was es bei Anlagen, Investitionen und Spekulationen immer gibt, das ist die Ungewissheit :)



    Zitat

    Original von T-Trinker
    Von schleichender und/oder sich verstärkender Inflation geht imho keine Gefahr für die Papiersilberinvestoren aus. Nur ein Zusammenbruch über Nacht ohne Vorzeichen kann unsere Anlagen vernichten. Bin mal gespannt, ob da noch Ideen kommen, wie so etwas aussehen könnte.


    Das sehe ich ähnlich, wobei es auch Tags und - bei geschlossenen Börsen - auch innerhalb längerer Zeiträume als 12 Stunden geschehen kann. Denkbare Gründe und Ursachen, wenig wahrscheinliche und völlig unwahrscheinliche für einen denkabren Zusammenbruch, die gibt´s wie Sand am Meer, wobei ein einziger ausreicht und futsch ist. Jedoch: in ihrer Summe addieren sich diese Einzelwahrscheinlichkeiten zu einer so großen Geasamt-Ausfallwahrscheinlichkeit, daß man sie nicht ausblenden sollte.


    Selbst bei 1 v.H. per Anno ist die Wahrscheinlichkeit, daß man in 10 Jahren noch dabei ist "nur" 90,4 Prozent. Bei einer mit 4 v.H. p.A. verzinslichen Staatsanleihe kann man dieses Risiko vernachlässigen bzw. durch Kauf von Anleihen verschiedener Staaten noch deutlich minimieren. Auch kann man - bei jährlich zahlbaren Zinsen - die Erträge bereits anderweitig anlegen. Kommt es jedoch zu einer so starken Verknappung, daß alle Zertifikate-Emmitenten ihre Zertifikate kündigen und zu dem Kunden seinerzeit gewährten Verkaufskurs und ohne Verzinsung zurückzahlen....
    so nützt eine Diversifikation bei Zertifikaten nichts. Ebenso, wenn es zu Massenpleiten oder gesetzlich festgelegten Abfindungen noch unterhalb der Einstiegskurse ode rzum Zwangsumtausch in Anleihen zu ungünstigen Bedingungen kommt.


    Insofern kann sich gerade eine schleichende Inflation - je nach Sachlage - doch auch sehr negativ für Zertifikate-Besitzer auswirken. Sie muß es aber nicht.

    Schön. Noch schöner: das angesparte Gold darf kurzfristig für ein paar Cente verliehen werden. Womit alle sklar sein dürfte:


    Kommt es hart auf hart, ist das Gold verliehen und der Schuldner insolvent?. Game over?.


    Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht, doch der Mecki.....


    Alles klar?.


    Meine Meinung: Edelmetall ist schuldnerfreies Geld. Wer sich unabhängig von einem Schuldner machen möchte, der muss doch nicht mehr ganz klar im Kopf sein, wenn er sich über Leihgeschäfte zum Mickerzins erneut von einem Schuldner abhängig macht.


    Oder sollte vielleicht mehr dahinter stecken, beispielsweise daß es das Gold, das die Anleger kaufen garnicht gibt?


    ...z.B. weil es immer wieder verleihen und anschließend zurückgekauft wird?.


    In der Medienbranche sind ähnliche Praktiken, ein Film wird produziert, mit Gewinn verkauft und danach für noch mehr Geld zurückgekauft .....
    zumindest zu Zeiten des Neuen Marktes, z.B. bei TV Loonland den Anlegern als "branchenüblich" verkauft worden.

    Zitat

    Original von mexx
    .....mit dem Inflationsrechner auf 20 - 30 Jahre rechnen was das noch Wert ist (falls das System nicht
    vorher kollabiert
    ).........


    20 oder 30 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Für ein paar Prozent p.A. Gewinnversprechen sollte man sein Geld nicht so lange hergeben (meine Meinung).


    Was am Ende kaufkraftmäßig rauskommt, das ist schlicht und einfach unkalkulierbar. Da ist (theoretisch) von einer Vervielfachung des Kaufkraftwertes aller Einzahlungen bis hin zu einem geringen Bruchteil des Kaufkraftwertes aller Einzahlungen alles drinn.


    Für eine Altersvorsorge in Anbetracht der Geldmengenentwicklung der letzten Jahre ist dieses Produkt ganz gewiss eines: völlig untauglich.


    Begründung: Die langjäjrig durchschnittlichen erzielten Renditen liegen weit unterhalb des Geldmengenwachstums der letzten Jahre. Hinzu kommt eine Steuer und ggf. Abgabenbelastuing von Neuverträgen.


    Und die jenigen, die sich ihre KLV "verrenten" lassen, die verdoppeln ihr Risiko nochmals.

    Zitat

    Original von Leosline
    es gibt da noch eine gruppe.......


    diejenigen die ihr geld einfach in edelmetall umtauschen......dieses fliesst auch von den konten weg (und landet in irgendwelchen schliessfächern oder matrazen.........)


    Genau. Und das schönste daran ist folgendes:


    Noch nie ging Edelmetall insolvent. Für Edelmetall gab es während der letzten 5.000 Jahre fast immer was zu kaufen oder zu tauschen.


    Von Papiergeld oder Staatsanleihen kann man das nicht unbedingt behaupten.


    Konten können gesperrt, Auszahlungen können verweigert, Banken geschlossen werden. Jedoch: Für das unter der Matraze hervorgeklaubte, goldene 20-Mark-Stück..... da gibt´s im nächsten Wirtshaus gewiss ein opulentes Mal.


    Auch in der KRISE gibt´s für n´en Goldfuchs meist noch ein Brot und ein Pfund Butter, oder einen Sack Mehl oder Kartoffeln.


    Und für einen Extra-Soverign sind auch meist noch drei Flaschen Kron drinn - so betäubt lässt sich das Elend und Gejammer der Gesellianer und Fiat-Money-Besitzer leichter ertragen :)


    Allein das Leid und sirenenartige Gejammer der Gold- und Silberzertifikateinhaber dürfte damit nicht "auszublenden" sein. Und spätestens nun dürfte jedem klar sein, wozu zwei der drei Flaschen Korn notwendig sein werden. Sorry - aber dieser kleine Seitenhieb nusste sein....

    Das einzig "Sichere" an KLV´s ist daß man sein Geld sehr lange für ein meist recht intransparentes Anlagemodell ausgibt, auf das Versprechen einer nominalen Mindestverzinsung von 1,75 bis 2,5 Prozent per Anno im Erlebnisfall und einem Auszahlungsversprechen eines Geldbetrages X im Todesfall, wobei völlig offen ist, wie sich die Kaufkraft des versprochenen Auszahlungsbetrages bis zum Auszahlungs- bzw. Todestag entwickelt.


    In Anbetracht des konstant hohen Geldmengenwachstums und der stetig steigenden Staatsverschuldung weltweit.....


    ....kann sich jeder einen Reim draus machen, wer vom Abschluß einer KLV profitiert.


    Meine Meinung: je höher die zukünftige Geldentwertung, desto "sicherer" ist eine KLV. Nahezu "todsicher" ist das Produkt dann, wenn der Wert (im Sinne von Kaufkraft) des Anspruches gegen Null läuft. Dann kann fast jede Versicherung leisten :D:D:D

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ..... Bei aller Panik muss man sich mal aber vergegenwärtigen, dass mit einer Verdoppelung des Preises durch Inflation eine Verdoppelung der Geldmenge einher gehen muss. Oder auch: Die Geldmenge muss sich im Verhältnis zur Gütermenge verdoppeln.


    Kaufrauschende Grüße


    Na, die Geldmenge wurde in den letzten 36 Jahren doch angeblich vervierzigfacht......


    und die Preise und Einkommen haben sich vielleicht vervierfacht.


    9 Prozent Geldemengenwachstum und 1 Prozent Wirtschaftswachstum. So sieht´s aus.


    Will sagen: Der Hund, "Preis" genannt ist weit hinter seinem Herrechen "Geldmenge" zurück geblieben. Doch das dürfte lt. Ludwig Erhard nicht ewig so bleiben. Es soll auch mal Zeiten geben, in denen der Hund dem Herrchen voreilt....


    Und wenn es auch nur passiert, daß "Herrchen" eingeholt wird......dann können wir überall eine Null drannhängen, sehen wir mal von unseren Geldbeständen (und den Einkünften der Rentner und Pensionäre) ab. Die "nullen" nicht mal eben so....


    Und genau das ist näherungsweise die Größenordnung, um die es hier langfristig - ganz ohne eine "Krise" an die Wand zu mahlen - geht.