Beiträge von mesodor39

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    Original von TeeKay


    Das Problem wird dann deutlich, wenn die Welt wieder zur Golddeckung zurueckkehren sollte. Glaub ich angesichts der Tatsache, dass ausser den USA wohl kein Land mehr ueber ausreichende Mengen Gold verfuegt, allerdings auch nicht wirklich.


    Nehmen wir mal folgendes an: Irgendwann kommt es dazu, daß viele Sparer ihre Ersparnisse ausgeben, aber nur wenige Sparer Gelder neu anlegen möchten.


    Es gibt dann


    1.) weniger Ware als Gelder, d.h. die Preise steigen


    2.) Schuldner, deren Kredite (incl. Zinsen) nicht mehr, wie bislang üblich, immer wieder verlängert werden


    Folglich kommt es genau dann zu Staatsbankrotten und zur Hyperinflation und zum Zusammenbruch aller oder vieler Fiat-Money-Systeme.


    Danach wird kaum einer mehr bereit sein, neues, reines Vertrauensgeld als Wertaufbewahrungsmittel zu akzeptieren.


    Als Zahlungsmittel erzwungener Maßen vielleicht. NICHT aber als SPARGUTHABEN. )* Keiner wird mehr bereit sein, Geld zu Zinsen von vielleicht drei bis 10 Prozent zu verleihen. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird so hoch sein, daß man nicht die Geldmenge erhöhen kann, ohne einen erneuten, nahezu sofortigen Zusammenbruch der neuen Währung zu riskieren.


    Gebranntes Kind scheut Feuer.....


    Will sagen: Ein Banken- und Kreditwesen ist unter solchen Voraussetzungen nur noch in einem so geringen Maße möglich, daß eine geregelte Wirtschaftstätigkeit wie sie möglich wäre und wie sie uns vielleicht noch aus den 60ern und frühen 70ern vertraut ist.


    Konsumentenkredite, Kassino-Kapitalismus, Hedgefonds, Übernahmen und IPO´s am Laufenden Band, das alles wird es dann für sehr lange Zeit nicht mehr geben. Und das meine ich auch nicht mit geregelter Wirtschaftstätigkeit. Jedoch muß ein Hypothekenkreditsystem weiterhin möglich sein. Ebenso müssen sich ausgezeichnete, d.h. erfolgreich und hoch profitabel arbeitende Firmen Gelder für Investitionen leihen können und in der Lage sein, Aktien auszugeben. Um so Arbeitsplätze zu schaffen. Denn nach der Krise wird es sehr viel Arbeitslosigkeit geben.


    An eine reine Golddeckung einer oder mehreren neuen, Nach-Fiat-Währung(en) glaube ich nicht. Gold kann als "Beimischung" verwendet werden. Vielleicht, daß 2,5 bis 5 Prozent des Geldes durch Goldmünzen und -Barren "gedeckt" ist, d.h. diejenigen 2,5 bis 5 Prozent aller ausgegebenen und vorgelegten Noten zuerst in Gold konvertiert werden. Vielleicht werden weitere 2,5 bis 5 Prozent in Silber, Platin, Palladium oder Buntmetallen nach Wahl der Notenbank konvertierbar sein. Das ist schon recht konfortabel, doch noch lange nicht ausreichend: Bei den restlichen 90 bis 95 Prozent dürfte es so aussehen, daß diese durch Grundbesitz gedeckt sein könnten, d.h. jemand der genügend Noten hat, kann nachdem die Gold- und Metallvorräte der Notenbank aufgezehrt sind und alle Hypothekendarlehn fällig gestellt wurden, sich ein dem Geldbetrag adäquates Objekt bestimmen, bei dem der Schuldner seine Schuld nicht begleichen konnte. Dieses Objekt würde dem Noteninahaber im Tausch gegen seine Bankonten von der Zentralbank überschrieben werden. Dies bedingt aber auch, daß JEDER, der Gold, Silber oder Immobilien besitzt, die Edelmetalle in Geld konvertieren bzw. die Immobilie bis zu einer amtlich festgelegten Höchstgrenze zinslos oder zu einem Zinssatz, der - je nach Volumen der monetarisierten Immobilien - irgendwo um den Mietzins liegt beleihen kann und so in der Lage ist, Geld zu schöpfen.


    Die Aufnahme nicht durch Sachwerte gedeckter Kredite würde verboten werden. Staaten würden dann ohnehin KEINEN Kredit mehr bekommen.


    Es gäbe dann weniger ruhinösen Wettbewerb und viel geringere Bewertungsschwankungen, weil annonyme, vagabundierende Geldströme im momentanen Ausmaß nicht mehr existieren könnten.


    Sparen wäre möglich, jedoch wären die Zinsen sehr niedrig, weil der Geldwert an Realwerten gekoppelt. Kredit würde nur bekommen, wer über gute Sicherheiten verfügt.


    So nach 20 bis 50 Jahren ging dann die alte FIAT-Betrügerei wieder los....


    )* im Gegensatz zu "Old-Al" bin ich nämlich der Ansicht, daß FIAT-Money nicht nur in Extremsituationen nicht akzeptiert wird, sondern auch unmittelbar und einige Zeit nach solchen Extremsituationen KEINE ausreichende gesellschaftliche Akzeptanz für reines Vertrauensgeld mehr vorhanden ist.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    .....
    Jetzt verstehe ich aber nicht, wieso Du stolz darauf bist, keine Schulden zu haben. Ich bin nicht halb so skeptisch wie Du, habe aber trotzdem heute meinen Wertpapierkredit nochmal kräftig aufgestockt. Du müsstest doch Kredite aufnehmen, bis die Schwarte kracht.


    Ganz einfach:


    erstens bin ich auif Suibstanzerhalt aus und nicht auf Profitmaximierung.


    zweitens fahre ich eine Strategie, bei der ich ein Totalverlustrisiko auch dann ausschließen möchte, wenn erwartete Szenarien nicht oder nicht zum erwarteten Zeitpunkt kommen


    drittens müssen Kredite verzinst werden. Edelmetalle werfen aber keine Zinsen ab, wesegen sich meine Bestände durch Zins und Zinseszins zunehmend verteuern.


    viertens: angenommen die Zinsen werden im Verlauf einer Kries extrem angehoben, so werden Kreditnehmer über den Zins ausgenommen wie Weihnachtsgänse und gezwungen vor dem dann kommenden finalen inflationären Crash ihre Edelmetallbestände abzustoßen. Auf dieses Risiko möchte ich verzichten.


    fünftens: angenommen eine Krise kommt (das könnte Ende März sein (ist aber wenig wahrscheinlich, aber beispielsweise auch erst 2.029), so weis man doch immer noch nicht, wann genau das sein wird. Warum jetzt Kredite aufnehmen und seine zukünftige Handlungsfreiheit bei etwaigen scharfen Kurseinbrüchen bei Edelmetallen verspielen?.

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    Original von T-Trinker
    Was wollt ihr 2 "Experten" denn jetzt eigentlich sagen?....



    .....Also, welche Auswirkungen hat es, wenn die Notenbanken ihr Gold verliehen haben und nicht mehr zurückbekommen? Ich kann da kein Gefahrenpotenzial erkennen.


    Mal angenommen, der Goldpreis steigt, gemessen in FIAT-Money extrem. Dann können die Notenbanken zusätzlich zur Diskontsatzerhöhung den Geldumlauf dadurch verringern, daß Sie Gold in steigenden Mengen abgeben und Geld dafür einnehmen und zurückhalten.


    Der Goldpreis sinkt, Geld wird knapper und die Währung bzw. das Vertrauen darin ist gerettet. Später dann könnte man sogar vorsichtig Gold gegen Fiat-Money zurückerwerben und so seine Reserven wieder aufstocken.


    Nun versuche man das mal ohne oder mit sehr geringen Goldbeständen.

    [quote]Original von T-Trinker
    Was hat jetzt Barrick damit zu tun? Das die ein bisschen viel geshortet haben, bezweifele ich doch gar nicht. Das die Notenbanken Teile ihres Goldes "verliehen" haben, will ich auch gern glauben.[quote]


    Das "bischen" Shortgold scheint - zumindest für den größten Goldförderer der Welt - ein immer größeres "Problemchen" zu werden. Aber was solls.


    Wobei die Mengen Gold, die Barrick irgendjemanden schuldet sehr wahrscheinlich nur identisch sind mit kleinen Teilen des verleihenen Zentralbankgoldes. Die überwiegende Menge des Zentralbankgoldes konnte man - mangels Förderkapazitäten und Lagerstätten - erst garnicht bei Produzenten absichern (!).


    Frage: woher sollen denn nun die 5.000 bis 15.000 Tonnen (nicht bei Produzenten auf Termin gekauften) Goldes kommen, die den Notenbanken irgendwann zurückgezahlt werden müssen?.


    Und zu welchen Preisen könnte man solche Mengen innerhalb von 5 bis 10 Jahren zusammenkaufen?.


    Nächste Frage: könnte es nicht für die Notenbanken sinnvoller sein, sich in Cash abfinden zu lassen, zumal ein selbst verursachter Goldpreisanstieg als Misstrauen in die FIAT-Währungen ausgelegt werden könnte?.


    Dann aber wäre das verliehene Gold futsch und müsste aus den Bilanzen herausgenommen werden.....


    Nächstes Problem: Die Goldreserven (=Teil der Währungsreserven) wären dann viel geringer, als noch zuvor. Auch kein besonders guter Einfall, Vertrauen zu erhalten.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    Wenn die Banken gegen jeden Blödsinn vorgehen würden, den Leute wie Du verzapfen, hätten sie viel zu tun. Im Gegensatz zum Tiefbaugewerbe steht denen das Wasser nicht bis zum Hals .....


    Genau auf dieser vielleicht völlig unbegründeten Annahme basiert die Tatsache, daß es nicht längst zum Derivate-, Währungs- und Bondcrash gekommen ist.


    Ich meine folgendes: Das Eis auf dem viele Investment- und Zentralbanker wandeln ist dünner als von den meisten Menschen angenommen.

    in Richtung obrigkeitsstaat und III. Reich. Mit Zwischenstation DDR?.


    Genau sowas passiert, wenn der Staat meint, sich gegenüber seinen Bürgern alles herausnehmen zu können.


    Diese Spitzeleien könnten doch Vorstufe zur Erfassung sämtlicher Vermögenswerte sein. Wissen ist Macht. Und Macht kann und wird missbraucht werden, das ist nur eine Frage der Zeit.


    Ich erinnere an die Diskussion, daß Auktionshäuser melden und dokumentieren sollten, an wen Sammlermünzen verkauft worden sind.

    Zitat

    Original von traditional3
    Das Schizophrene ist: der sparende Arbeitnehmer leiht seinem zukünftigen Investor seine Altersvorsorge, der ihn dann entlässt.


    ......Das Rennen um die Sachwerte läuft, und der deutsche Michel spart, die Bundesregierung spart.


    So wird man gleich zweimal betrogen.


    Genau so ist es.


    Am Ende der Sparnunft angekommen, wird die deutsche Bevölkerung wissen, wie geil Geiz gewesen ist. Vor allem für diejenigen, die vom Geiz profitiert und sich reale Vermögenswerte angeeignet hat, statt hirnlos Ansprüche für die Altersarmut zu akkumulieren, die im Kopf der Sparer bereits jetzt in Form geistiger Armut und mangelndem Urteilsvermögen tief verankert ist.


    Jeder bekommt das, was er verdient.

    Käme es zu einer wirklich schlimmen golbalen (und für das Weltwährungssystem finalen) Krise, so würde es die Derivate zu allererst treffen. Emmitenten wären dann evtl. insolvent.


    Anders hingegen kann das bei Turbulenzen oder einen sich alle paar Jahre ereignenden Börsencrash sein.


    Eurokurse von 1,30 bis 1,70 Dollar mögen für exportierende Industrien gewiss schnerzlich sein, die Welt incl. ihrer Währungen würde davon aber noch lange nicht untergehen.


    Ich meine, daß man hier die Kirche im Dorf lassen sollte. Vielmehr dürfte das Konsumverhalten der Bevölkerung von Bedeutung sein. Die Krise ist dann da, wenn jeder Ware für sein Geld haben will und die Preise explodieren. Und mit stetig steigenden preisen immer mehr menschen ihre Ersparnisse auflösen und versuchen (denn es kann nur ein Versuch sein) das Geld in Sach- und Realwerte anzulegen, von denen es - gemessen an der Geldmenge und den Anlagegeldern - bei weitem nicht genügend gibt. Dann genau nämlich verliert Geld mehr und mehr an Wert. Und gegen eine Hyperinflation helfen Derivate NICHTS. In der Krise zählen Versprechungen nichts mehr.


    Wer in der Krise billig kaufen will, der kann das nur mit wertstabilem, schuldnerfreiem Geld tun, daß er natürlich bereits vor Beginn der Krise erworben haben muß. So zumindest würde ich den Begriff "Krise" und einen Zusammenbruch der Weltwirtschaftsordnung incl. der FIAT-Leitwährungen definieren.







    Doch so weit ist es (auch Ende März 2006) noch nicht.

    T-Trinker: Das ist ganz einfach.
    Sobald viele Menschen viel mehr von ihrem Geld ausgeben wollen als Waren vorhanden sind steigen die Preise sehr stark an. Und das genau ist dann der Anfang vom Ende.


    Denn Güter, Waren und Dienstleistungen die kann man nicht wie Aktien und Kredite mal eben so aus dem Hut zaubern.


    Dann erst merken viele Menschen, daß es nicht genügend Dinge gibt, die sie für ihr Geld kaufen können.


    Die Frage ist doch: was wird sehr viele Menschen dazu bewegen, große Teile ihrer Ersparnisse in Waren und langlebige Konsumgüter umzutauschen.


    Darauf jedoch weis keine reine definitiv schlüssige Antwort.

    Ich denke, daß es sich die Autoren viel zu einfach machen.


    Warum sollten die Zentralbanken tatenlos zusehen, wenn es zu massiven Krisen kommt. Man könnte doch alle angebotenen Papiere monetarisieren und gut ist. Und genau das würde auch getan, ehe man das zulassen würde, was die Autoren befürchten.


    Das, was danach passiert, d.h. die Art und Weise, wie die so in Umlauf gesetzten Gelder ausgegeben werden, die entscheidet über die Stabilität der Währungen.


    Fließt sehr viel Geld in den Konsum (oder zuerst in Edelmetalle und anschließend aufgrund extrem hoher Edelmetallpreise aus Panik nichts mehr an Gegenwert für sein Geld zu bekommen in den Konsum), dann kommt´s zur Inflation. Solange die Menschen "ihr" Geld nur wieder investieren passiert garnichts.


    Wenigstens wird von Investitionen weder starke Konsumgüterinflation noch Panik ausgelöst. Asset-Inflation ist KEIN Problem, weil es die (reale) Kaufkraft beim Konsum nicht tangiert.


    Und beides (Panik und hohe Teuerung) ist für einen Zusammenbruch / Inflationierung der Währungssysteme erforderlich.


    Das setzt nämlich voraus, daß Geld (Fiat-Money) nicht oder nur noch zu stetig stark fallenden Kursen akzeptiert wird, d.h. der Kurs des Geldes gemessen in Waren fällt immer schneller und immer stärker, was faktisch einem Zusammenbruch der Währungen gleichkommt.


    T-Trinker: Sollte es stimmen, daß die Menge an emmitierten Goldzertifikaten und Goldoptionen und Goldfutures tatsächlich die Menge des geförderten Goldes um das 78-fache oder eine vergleichbare Größenordnung übersteigt, dann können Ihre Aussagen in der Summe nicht stimmen. Der Großteil der Kontrakte ist dann einfach nicht physisch, sondern bestenfalls als Barausgleich erfüllbar.


    Ich möchte daran erinnern, daß die Angabe, daß es 78 mal mehr Papiergold als physisches Gold gibt, nicht auf meinen "Mist" gewachsen ist.


    Basierend auf dieser Annahme ist ein solches Gesamtrisiko nicht hedgebar in dem Sinne, daß bei einem starken Goldpreisanstieg die eingegangenen Positionen in ihrer Summe, wir reden hier über ein Volumen von über 100.000.000.000.000 (huntert Billionen) US-Dollar.


    Immerhin ein "bischen" mehr als die Staatsschulden der USA.


    Sollte diese Grundannahme unzutreffend sein, dann sind ggf. auch Ihre Schlussfolgerungen denkbar. Warum aber sollte jemand absichtlich die Unwahrheit schreiben?. Das würde doch auffallen und ggf. gerichtlich richtig gestellt werden. Schließlich wäre das für jeden Zertifikate-Emmitenten Geschäftsschädigung pur!.


    Ich weis nicht, warum die Banker nicht dagegen vorgehen. Sollte beispielsweise ein (juristisch nicht immuner) Politiker oder Funktionär öffentlich behaupten, alle Tiefbauunternehmer incl. deren Angestellte seien Betrüger, so hätte er mindestens seine Verleumdnungsklage am Hals. Soviel ist gewiss.


    Warum wohl hat Barrik-Gold momentan ein "Problemschen" damit, die paar Millionen (waren es 2 Mio ?) Unzen Gold zum angeblich vereinbarten Preis (350 $ ?) zu fördern?. Warum werden diese Risiken nicht mit Eigenkapital in der Bilanz verrechnet, sondern (wie hier auf Goldseiten nachzulesen ist) im "Kleingedruckten" der Bilanz versteckt. Egal.


    Und warum klagt beispielsweise Barrik nicht gegen solche Statements auf Unterlassung, wenn sie denn unwahr sind?.


    Wo sind die Klagen der Notenbanker gegen Behauptungen 1/3 bis 50 Prozent der bilanziell ausgewiesenen Zentralbankgoldmengen seien nicht mehr physisch vorhanden?.


    Das alles sind doch Aussagen, die eine Währung gefährden können. Warum werden die nicht widerlegt, beispielsweise durch eine unabhängige Inspektion aller in NY und Fort-Knox eingelagerten Goldreserven?.


    DIe Notenbanken müssten daran doch ein Interesse haben, würde das doch verloren gegangenes Vertrauen in Fiat-Money zurückgewinnen können. Man stelle sich allein den psychologischen Effekt auf den Goldpreis vor.


    Schließlich ist es ja mittlerweile so, daß genau solche angeblich wirren Phantasien, Unstimmigkeiten und mit Unwissenheit oder Dummheit vermischtes Gedankengut zumindest andeutungsweise im Fernsehen verbreitet wird, also im Begriff ist, salonfähig zu werden.


    Oder habe ich es mir nur eingebildet, daß verschiedene Gäste auf Bloomberg-TV vom kauf von Goldzertifikaten entweder ganz oder zumindest auf mittlere und lange Sichtweise abgeraten haben. Und zwar mit der Begründung, daß die Emmitenten ihren Verpflichtungen bei (warum auch immer stattfindenden) starkem Goldpreisanstieg möglicher Weise nicht nachkommen könnten.


    Wenigstens bin ich nicht so sicher von meiner Meinung überzeugt, daß ich andere Ansichten als Zitat:
    "wirre Zusammenstellung von Fantasien und Unstimmigkeiten, gepaart mit jeder Menge Unkenntnis" Ende des Zitates
    abtue.


    Ich möchte hier auch niemanden unterstellen, er verstünde nicht was ich meine, auch wenn ich denke, daß meine Argumentation auf vorgenannter Annahme eines erheblichen Papiergoldüberhanges durchaus plausiebel und ggf. auch praktikabel ist.

    Nein.


    Angenommen eine Bank geht pleite, so wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt, der die Vermögenswerte der Bank hebt und an die Gläubiger verteilt, bis die Bank abgewickelt ist. Ggf. kann es auch sein, daß die Bank aus der Insolvenz entlassen wird, wenn jemand den Laden erwirbt oder der Insolvenzverwalter eine andere Einigung mit den Gläubigern herbeiführt.


    Die Schuldner eines Bankrotteurs sind durch dessen Insolvenz noch lange nicht schuldenfrei.

    wef: vielleicht muß man sich auch Gedanken darüber machen, wie man Profit definiert.


    Profitorientierte Anleger haben die Möglichkeit, sich über den Preis steuern zu lassen, oder sie versuchen, ihr eigenes, geldunabhängiges Bezugssystem, in dem sie (vermeintliche oder reale) Zuwächse messen.


    Wer in nicht wertstabilem Geld rechnet oder sich (z.B. bei Kunstgegenständen) ausschließlich am Preis orientiert, der läuft sehr große Gefahr, bei seinen Entscheidungen fehlgelenkt zu werden.


    Oh, die Aktie ist aber billig, alle Risiken sind im Preis drinn - die kauf´ich jetzt. Und sie fiel weiter, bis fast auf Null....


    Sowas kam schon öfters vor.


    Unabhängig von allem Panikgeschwätz darf man auch das Insolvenzrisiko bei privat gatantierten Papierwerten nicht außer Acht.
    lassen.


    Klar, nun kommen sie wieder: ....willst Du etwa behaupten, daß die Investmentbank xyz insolvent ist?


    Nein, das will ich nicht. Gegenfrage: Wer wusste denn von den Betrügereien / Insolvenzen usw. von Flowtex, Balsam, einem Herrn Schneider oder so mancher Neuer-Markt-Klitsche?.


    Als Geldanleger / Spekulant / Investor muß man sein Ding zu 100 Prozent machen. Und bei edelmetallen bedeutet das: Man sollte physisch besitzen, was man gekauft hat. Schon ein Prozent zu wenig können das Geschäft vermasseln. Risiken, die gibt´s auch bei 100 Prozent Erledigung noch genug.


    Bei "normalen" Rohstoffen oder "Rohstoffbaskets" genügen auch Zertifikate, hier ist es dem Privatmann unmöglich 1000 Schweinebäuche zu lagern oder ein paar Tonnen Tee. Bei Edelmetall besteht keine zwangsläufige Notwendigkeit einer Verbriefung / Zertifizierung.


    T-Trinker: ganz im Gegensatz zu Ihnen bin ich "nur" zu etwa 12 Prozent in Silber investiert, was auch völlig ausreichend ist, wenn man es physisch hält. Der Rest steckt in zwei schuldenfreien Immobilien und eine dritte soll in den nächsten 2 Monaten folgen; ein Notarvertrag wurde schon geschlossen, weswegen ich momentan noch einen recht hohen Cashbestand habe. Insofern müssten Sie dann ja die Wahrscheinlichkeit von "Turbulenzen" und "Diskontinuitäten" beim Schuldendienst und bei den Währungen wesentlich größer einschätzen als ich. Dies nur so am Rande.


    Goldmünzenfälschungen sind bei X-bay gang und gäbe. Ebenso auf Münzenbörsen. Und seien es auch nur Hausmann-Reichsgoldfälschungen. Dies nur so am Rande. Auch gefütterte Barren soll es schon gegeben haben. Warum sonst wohl prüfen Profis Barren mit Ultraschall- und / oder Leitfähigkeitsgeräten?.



    Abgesehen davon kann sich - wie bereits angeführt - jeder unabhängig informieren und seine Schlussfolgerungen ziehen.

    Wie heisst es doch so schön:


    Abgerechnet wird zum Schluss.


    Oder (Zitat aus einem Song, the "gambler" oder so...)


    Don´t count your Money, bevore the game is over.....


    oder als Sprichwort auf deutsch:


    Man sol den Tag nie vor dem Abend loben :D:D:D


    was sind schon zwei Jährchen????

    Der Zuwachs bei den Banknoten dürfte wohl das Wachstum der Schattwenwirtschaft am besten abbilden (s. auch 1. Beitrag).


    Auch Hartz-IV und Datenschnüffelei (völliger Fall des Bankgeheimnisses) tragen m.E. maßgeblich dazu bei, daß viele (auch (noch) nicht betroffene) Arbeitnehmer Gelder abheben und in Banknotenform bunkern.


    Soweit mein Beitrag dazu.

    Wird jemand zahlungsunfähig (illiquide) dann nützen ihm sämtliche Ansprüche nichts: Ein Gläubiger stellt Konkursantrag und das Verfahren wird eröffnet, wenn der Gläubiger nicht sehr schnell befriedigt werden kann.


    Forderungen und Anleihen, die sind fällig und zahlbar gemäß Vertragsbedingungen.


    Also werden Banken ihre Forderungen wohl schnellstens "verkaufen" müssen.... um liquide zu werden und den Konkurs abzuwenden.


    Wer aber hat soviel Geld?.


    Egal. Papiergeld nähert sich über kurz ode rlang immer mehr seinem Materialwert. Das war immer so. Und warum sollte es diesmal anders sein?.

    Ich hoffe, demnächst eine Kopie des Artikels zu bekommen. Das aber kann noch ein wenig dauern. Bis dahin gehe ich erst mal von einer "Zeitungsente" aus. Begründung: Gold wird momentan noch in NY gehandelt. Wie kann man etwas handeln, das nicht mehr frei verfügbar / übertragbar ist?.