Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Der Crash kommt, wenn er denn kommt, wenn das Vermögen soweit entwertet wird, dass die breite Masse nicht mehr genug zu Essen hat. Dieses halte ich keineswegs für unmöglich, allerdings wird das IMHO nicht in den nächsten drei oder vier Jahren passieren. Es geht uns in der Tat noch sehr gut, auch wenn wir von der Substanz leben.


    Zitat

    Ex Bildzeitung, Original von Hermann Göring, kurz vor seiner Hinrichtung
    Wenigstens 12 Jahre gut gelebt


    Und ich vermute mal, daß diese Einstellung einer Nazi-Größe des III. Reiches auch heute noch in den kreisen der Mächtigen weit verbreitet ist. Was kümmert´s die, wenn ein paar Milloonen Menschen verrecken?.


    Das ist denen schon heute völlig egal. Und was das eigene Volk angeht, so ist es den meisten von denen auch noch völlig egal, solange es ihnen selber nur gut geht und sie auf nichts verzichten brauchen.


    Bestes Beispiel ist doch ein Ex-Verteidigungsminister, der sich - vor den Augen der Presse - mit seiner Gespielin im Pool vergnügt, während in Afghanistan deutsche Soldaten ihren Dienst unter Lebensgefahr taten und einige von ihnen sogar ermordet wurden.

    Ja, der Zeithorizont wird immer weiter - wie damals am Neuen Markt bei den Firmen, die erst in 6 Jahren Gewinne machen wollten.


    (1) Rohstoffe sind abhängig vom konjunkturellen Umfeld.
    (2) Rohstoffe, besonders Metalle, können recycelt werden
    (3) Nachwachsende Rohstoffe sind grundsätzlich solange verfügbar, wie die Sonne scheint


    Will sagen: Nachdem der Markt, vielleicht auch nach Ende / Korrektur einer Übertreibungsphase ein gewisses Preisniveau gefunden hat ist - inflationsbedingte Preissteigerungen ausgenommen - die Luft raus.


    Ist ein Wirtschaftsboom beendet / unterbrochen oder lässt das Wachstum nach, dann gehen die Preise auch wieder nach unten (meine Meinung)


    Niemand kann wissen, was 2020 oder 2040 ist.

    Ja, der Zeithorizont wird immer weiter - wie damals am Neuen Markt bei den Firmen, die erst in 6 Jahren Gewinne machen wollten.


    (1) Rohstoffe sind abhängig vom konjunkturellen Umfeld.
    (2) Rohstoffe, besonders Metalle, können recycelt werden
    (3) Nachwachsende Rohstoffe sind grundsätzlich solange verfügbar, wie die Sonne scheint


    Will sagen: Nachdem der Markt, vielleicht auch nach Ende / Korrektur einer Übertreibungsphase ein gewisses Preisniveau gefunden hat ist - inflationsbedingte Preissteigerungen ausgenommen - die Luft raus.


    Ist ein Wirtschaftsboom beendet / unterbrochen oder lässt das Wachstum nach, dann gehen die Preise auch wieder nach unten (meine Meinung)


    Niemand kann wissen, was 2020 oder 2040 ist.

    Falsch.


    Die Folgen der Verschuldung sind erst einmal Deflation und Depression. Die Bürger werden immer höher belastet und müssen sich immer mehr einschränken.


    Dem Staat brechen die Einnahmen weg, er muss sich immer mehr Geld leihen.


    Soweit der aktuelle Stand.


    Kann sich der Staat nicht mehr genug leihen, weil die Bürger keine Mittel mehr haben, um Staatsanleihen zu kaufen, so werden Staatsanleihen von Zentralbanken aufgekauft (s. Japan). Oder es kommt zum Deflationären Crash mit offenem Staatsbankrott (kam bei FIAT-Money noch nicht vor).


    Dies aber ist nichts anderes als Geldschöpfung durch Ausgabe neuen Geldes, Geld, das nicht erspart wurde. Und erst einige Zeit danach kommt es zur Inflation oder Hyperinflation.


    Und zu den Notenbanken und Notenbankpräsidenten: Unabhängig ist von denen keiner mehr.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    Also beim Thema Inflation und Inflationsbeschleunigung sind wir einer Meinung. Ich sehe keine echte Alternative, wie die westlichen Staaten sich von ihrer ausufernen Staatsverschuldung befreien können. Außerdem sind die amerikanischen Privathaushalte im Schnitt stark verschuldet. Hubschrauber-Ben würde sich mithin mit einer ausufernden Geldmenge im eigenen Land wenig Feinde machen..


    Somit wäre der kleinste geminsame Nenner schon einmal (näherungsweise) definiert.



    Zitat

    Original von T-Trinker Die Gefahr steigender Zinsen ist für mich kein Argument gegen eine Kreditaufnahme. Wozu gibt es Zinsfestschreibungen?.


    Zinsfestschreibungen sind dafür da, damit Kreditnehme rund Kreditgeber wissen, was genau beide zu erwarten haben im Hinblick auf ZINS und TILGUNG. Auch darüber dürften weder Zweifel, noch Diskussionsbedarf bestehen :)


    Jedoch: eine Zinsfestschreibung ist keine Garantie dafür, daß der Schuldner die Verzinsung erwirtschaften kann. Und genau dort liegt die Gefahr der Spekulation auf Kredit. Egal, ob es Aktien oder Immobiliebn sind: Dividenden können ausfallen, erwartete Kurssteigerungen können ausbleiben und sich in Kursrückgängen verkehren, eine vermietete Einzelimmobilie kann ihren Ertragswert einbüßen, indem der Mieter nicht bezahlt. Edelmetalle werfen ohnehin keine Zinsen ab - bestenfalls kann man sie - natürlich unterhalb der Geldmarktsätze - verleihen, sodaß eine Zinsdifferenz verbleibt. Selbst Bonds können im Kurs fallen oder notleidend werden. Natürlich müssen derlei Fälle nicht eintreten, jedoch können sie es und sie tun es gelegentlich auch - teilweise mit einer gewissen statistischen Regelmäßigkeit.


    Zitat

    Original von T-Trinker Wertverlust des Depots aufgrund stark fallender Edelmetallpreise ist schon eher eines. Aber zum einen sollte man über ein halbwegs diversifiziertes Depot verfügen. Und zum anderen ist es schon überraschend, von Verfechtern der physischen Edelmetallanlage dieses Argument zu hören..


    Jeder Investor / Anleger / Sparer, der die Möglichkeit von Wert- oder Substanzverlusten (je nach Anlageklasse) ausblendet, der ist schlicht und einfach eines: Ein Narr. Denn nur Narren sind sich ihrer Sache völlig sicher. Das einzig gewisse, was es bei Anlagen, Investitionen und Spekulationen immer gibt, das ist die Ungewissheit :)



    Zitat

    Original von T-Trinker
    Von schleichender und/oder sich verstärkender Inflation geht imho keine Gefahr für die Papiersilberinvestoren aus. Nur ein Zusammenbruch über Nacht ohne Vorzeichen kann unsere Anlagen vernichten. Bin mal gespannt, ob da noch Ideen kommen, wie so etwas aussehen könnte.


    Das sehe ich ähnlich, wobei es auch Tags und - bei geschlossenen Börsen - auch innerhalb längerer Zeiträume als 12 Stunden geschehen kann. Denkbare Gründe und Ursachen, wenig wahrscheinliche und völlig unwahrscheinliche für einen denkabren Zusammenbruch, die gibt´s wie Sand am Meer, wobei ein einziger ausreicht und futsch ist. Jedoch: in ihrer Summe addieren sich diese Einzelwahrscheinlichkeiten zu einer so großen Geasamt-Ausfallwahrscheinlichkeit, daß man sie nicht ausblenden sollte.


    Selbst bei 1 v.H. per Anno ist die Wahrscheinlichkeit, daß man in 10 Jahren noch dabei ist "nur" 90,4 Prozent. Bei einer mit 4 v.H. p.A. verzinslichen Staatsanleihe kann man dieses Risiko vernachlässigen bzw. durch Kauf von Anleihen verschiedener Staaten noch deutlich minimieren. Auch kann man - bei jährlich zahlbaren Zinsen - die Erträge bereits anderweitig anlegen. Kommt es jedoch zu einer so starken Verknappung, daß alle Zertifikate-Emmitenten ihre Zertifikate kündigen und zu dem Kunden seinerzeit gewährten Verkaufskurs und ohne Verzinsung zurückzahlen....
    so nützt eine Diversifikation bei Zertifikaten nichts. Ebenso, wenn es zu Massenpleiten oder gesetzlich festgelegten Abfindungen noch unterhalb der Einstiegskurse ode rzum Zwangsumtausch in Anleihen zu ungünstigen Bedingungen kommt.


    Insofern kann sich gerade eine schleichende Inflation - je nach Sachlage - doch auch sehr negativ für Zertifikate-Besitzer auswirken. Sie muß es aber nicht.

    Schön. Noch schöner: das angesparte Gold darf kurzfristig für ein paar Cente verliehen werden. Womit alle sklar sein dürfte:


    Kommt es hart auf hart, ist das Gold verliehen und der Schuldner insolvent?. Game over?.


    Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht, doch der Mecki.....


    Alles klar?.


    Meine Meinung: Edelmetall ist schuldnerfreies Geld. Wer sich unabhängig von einem Schuldner machen möchte, der muss doch nicht mehr ganz klar im Kopf sein, wenn er sich über Leihgeschäfte zum Mickerzins erneut von einem Schuldner abhängig macht.


    Oder sollte vielleicht mehr dahinter stecken, beispielsweise daß es das Gold, das die Anleger kaufen garnicht gibt?


    ...z.B. weil es immer wieder verleihen und anschließend zurückgekauft wird?.


    In der Medienbranche sind ähnliche Praktiken, ein Film wird produziert, mit Gewinn verkauft und danach für noch mehr Geld zurückgekauft .....
    zumindest zu Zeiten des Neuen Marktes, z.B. bei TV Loonland den Anlegern als "branchenüblich" verkauft worden.

    Zitat

    Original von mexx
    .....mit dem Inflationsrechner auf 20 - 30 Jahre rechnen was das noch Wert ist (falls das System nicht
    vorher kollabiert
    ).........


    20 oder 30 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Für ein paar Prozent p.A. Gewinnversprechen sollte man sein Geld nicht so lange hergeben (meine Meinung).


    Was am Ende kaufkraftmäßig rauskommt, das ist schlicht und einfach unkalkulierbar. Da ist (theoretisch) von einer Vervielfachung des Kaufkraftwertes aller Einzahlungen bis hin zu einem geringen Bruchteil des Kaufkraftwertes aller Einzahlungen alles drinn.


    Für eine Altersvorsorge in Anbetracht der Geldmengenentwicklung der letzten Jahre ist dieses Produkt ganz gewiss eines: völlig untauglich.


    Begründung: Die langjäjrig durchschnittlichen erzielten Renditen liegen weit unterhalb des Geldmengenwachstums der letzten Jahre. Hinzu kommt eine Steuer und ggf. Abgabenbelastuing von Neuverträgen.


    Und die jenigen, die sich ihre KLV "verrenten" lassen, die verdoppeln ihr Risiko nochmals.

    Zitat

    Original von Leosline
    es gibt da noch eine gruppe.......


    diejenigen die ihr geld einfach in edelmetall umtauschen......dieses fliesst auch von den konten weg (und landet in irgendwelchen schliessfächern oder matrazen.........)


    Genau. Und das schönste daran ist folgendes:


    Noch nie ging Edelmetall insolvent. Für Edelmetall gab es während der letzten 5.000 Jahre fast immer was zu kaufen oder zu tauschen.


    Von Papiergeld oder Staatsanleihen kann man das nicht unbedingt behaupten.


    Konten können gesperrt, Auszahlungen können verweigert, Banken geschlossen werden. Jedoch: Für das unter der Matraze hervorgeklaubte, goldene 20-Mark-Stück..... da gibt´s im nächsten Wirtshaus gewiss ein opulentes Mal.


    Auch in der KRISE gibt´s für n´en Goldfuchs meist noch ein Brot und ein Pfund Butter, oder einen Sack Mehl oder Kartoffeln.


    Und für einen Extra-Soverign sind auch meist noch drei Flaschen Kron drinn - so betäubt lässt sich das Elend und Gejammer der Gesellianer und Fiat-Money-Besitzer leichter ertragen :)


    Allein das Leid und sirenenartige Gejammer der Gold- und Silberzertifikateinhaber dürfte damit nicht "auszublenden" sein. Und spätestens nun dürfte jedem klar sein, wozu zwei der drei Flaschen Korn notwendig sein werden. Sorry - aber dieser kleine Seitenhieb nusste sein....

    Das einzig "Sichere" an KLV´s ist daß man sein Geld sehr lange für ein meist recht intransparentes Anlagemodell ausgibt, auf das Versprechen einer nominalen Mindestverzinsung von 1,75 bis 2,5 Prozent per Anno im Erlebnisfall und einem Auszahlungsversprechen eines Geldbetrages X im Todesfall, wobei völlig offen ist, wie sich die Kaufkraft des versprochenen Auszahlungsbetrages bis zum Auszahlungs- bzw. Todestag entwickelt.


    In Anbetracht des konstant hohen Geldmengenwachstums und der stetig steigenden Staatsverschuldung weltweit.....


    ....kann sich jeder einen Reim draus machen, wer vom Abschluß einer KLV profitiert.


    Meine Meinung: je höher die zukünftige Geldentwertung, desto "sicherer" ist eine KLV. Nahezu "todsicher" ist das Produkt dann, wenn der Wert (im Sinne von Kaufkraft) des Anspruches gegen Null läuft. Dann kann fast jede Versicherung leisten :D:D:D

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    ..... Bei aller Panik muss man sich mal aber vergegenwärtigen, dass mit einer Verdoppelung des Preises durch Inflation eine Verdoppelung der Geldmenge einher gehen muss. Oder auch: Die Geldmenge muss sich im Verhältnis zur Gütermenge verdoppeln.


    Kaufrauschende Grüße


    Na, die Geldmenge wurde in den letzten 36 Jahren doch angeblich vervierzigfacht......


    und die Preise und Einkommen haben sich vielleicht vervierfacht.


    9 Prozent Geldemengenwachstum und 1 Prozent Wirtschaftswachstum. So sieht´s aus.


    Will sagen: Der Hund, "Preis" genannt ist weit hinter seinem Herrechen "Geldmenge" zurück geblieben. Doch das dürfte lt. Ludwig Erhard nicht ewig so bleiben. Es soll auch mal Zeiten geben, in denen der Hund dem Herrchen voreilt....


    Und wenn es auch nur passiert, daß "Herrchen" eingeholt wird......dann können wir überall eine Null drannhängen, sehen wir mal von unseren Geldbeständen (und den Einkünften der Rentner und Pensionäre) ab. Die "nullen" nicht mal eben so....


    Und genau das ist näherungsweise die Größenordnung, um die es hier langfristig - ganz ohne eine "Krise" an die Wand zu mahlen - geht.

    Zitat

    Original von TeeKay


    Das Problem wird dann deutlich, wenn die Welt wieder zur Golddeckung zurueckkehren sollte. Glaub ich angesichts der Tatsache, dass ausser den USA wohl kein Land mehr ueber ausreichende Mengen Gold verfuegt, allerdings auch nicht wirklich.


    Nehmen wir mal folgendes an: Irgendwann kommt es dazu, daß viele Sparer ihre Ersparnisse ausgeben, aber nur wenige Sparer Gelder neu anlegen möchten.


    Es gibt dann


    1.) weniger Ware als Gelder, d.h. die Preise steigen


    2.) Schuldner, deren Kredite (incl. Zinsen) nicht mehr, wie bislang üblich, immer wieder verlängert werden


    Folglich kommt es genau dann zu Staatsbankrotten und zur Hyperinflation und zum Zusammenbruch aller oder vieler Fiat-Money-Systeme.


    Danach wird kaum einer mehr bereit sein, neues, reines Vertrauensgeld als Wertaufbewahrungsmittel zu akzeptieren.


    Als Zahlungsmittel erzwungener Maßen vielleicht. NICHT aber als SPARGUTHABEN. )* Keiner wird mehr bereit sein, Geld zu Zinsen von vielleicht drei bis 10 Prozent zu verleihen. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird so hoch sein, daß man nicht die Geldmenge erhöhen kann, ohne einen erneuten, nahezu sofortigen Zusammenbruch der neuen Währung zu riskieren.


    Gebranntes Kind scheut Feuer.....


    Will sagen: Ein Banken- und Kreditwesen ist unter solchen Voraussetzungen nur noch in einem so geringen Maße möglich, daß eine geregelte Wirtschaftstätigkeit wie sie möglich wäre und wie sie uns vielleicht noch aus den 60ern und frühen 70ern vertraut ist.


    Konsumentenkredite, Kassino-Kapitalismus, Hedgefonds, Übernahmen und IPO´s am Laufenden Band, das alles wird es dann für sehr lange Zeit nicht mehr geben. Und das meine ich auch nicht mit geregelter Wirtschaftstätigkeit. Jedoch muß ein Hypothekenkreditsystem weiterhin möglich sein. Ebenso müssen sich ausgezeichnete, d.h. erfolgreich und hoch profitabel arbeitende Firmen Gelder für Investitionen leihen können und in der Lage sein, Aktien auszugeben. Um so Arbeitsplätze zu schaffen. Denn nach der Krise wird es sehr viel Arbeitslosigkeit geben.


    An eine reine Golddeckung einer oder mehreren neuen, Nach-Fiat-Währung(en) glaube ich nicht. Gold kann als "Beimischung" verwendet werden. Vielleicht, daß 2,5 bis 5 Prozent des Geldes durch Goldmünzen und -Barren "gedeckt" ist, d.h. diejenigen 2,5 bis 5 Prozent aller ausgegebenen und vorgelegten Noten zuerst in Gold konvertiert werden. Vielleicht werden weitere 2,5 bis 5 Prozent in Silber, Platin, Palladium oder Buntmetallen nach Wahl der Notenbank konvertierbar sein. Das ist schon recht konfortabel, doch noch lange nicht ausreichend: Bei den restlichen 90 bis 95 Prozent dürfte es so aussehen, daß diese durch Grundbesitz gedeckt sein könnten, d.h. jemand der genügend Noten hat, kann nachdem die Gold- und Metallvorräte der Notenbank aufgezehrt sind und alle Hypothekendarlehn fällig gestellt wurden, sich ein dem Geldbetrag adäquates Objekt bestimmen, bei dem der Schuldner seine Schuld nicht begleichen konnte. Dieses Objekt würde dem Noteninahaber im Tausch gegen seine Bankonten von der Zentralbank überschrieben werden. Dies bedingt aber auch, daß JEDER, der Gold, Silber oder Immobilien besitzt, die Edelmetalle in Geld konvertieren bzw. die Immobilie bis zu einer amtlich festgelegten Höchstgrenze zinslos oder zu einem Zinssatz, der - je nach Volumen der monetarisierten Immobilien - irgendwo um den Mietzins liegt beleihen kann und so in der Lage ist, Geld zu schöpfen.


    Die Aufnahme nicht durch Sachwerte gedeckter Kredite würde verboten werden. Staaten würden dann ohnehin KEINEN Kredit mehr bekommen.


    Es gäbe dann weniger ruhinösen Wettbewerb und viel geringere Bewertungsschwankungen, weil annonyme, vagabundierende Geldströme im momentanen Ausmaß nicht mehr existieren könnten.


    Sparen wäre möglich, jedoch wären die Zinsen sehr niedrig, weil der Geldwert an Realwerten gekoppelt. Kredit würde nur bekommen, wer über gute Sicherheiten verfügt.


    So nach 20 bis 50 Jahren ging dann die alte FIAT-Betrügerei wieder los....


    )* im Gegensatz zu "Old-Al" bin ich nämlich der Ansicht, daß FIAT-Money nicht nur in Extremsituationen nicht akzeptiert wird, sondern auch unmittelbar und einige Zeit nach solchen Extremsituationen KEINE ausreichende gesellschaftliche Akzeptanz für reines Vertrauensgeld mehr vorhanden ist.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    .....
    Jetzt verstehe ich aber nicht, wieso Du stolz darauf bist, keine Schulden zu haben. Ich bin nicht halb so skeptisch wie Du, habe aber trotzdem heute meinen Wertpapierkredit nochmal kräftig aufgestockt. Du müsstest doch Kredite aufnehmen, bis die Schwarte kracht.


    Ganz einfach:


    erstens bin ich auif Suibstanzerhalt aus und nicht auf Profitmaximierung.


    zweitens fahre ich eine Strategie, bei der ich ein Totalverlustrisiko auch dann ausschließen möchte, wenn erwartete Szenarien nicht oder nicht zum erwarteten Zeitpunkt kommen


    drittens müssen Kredite verzinst werden. Edelmetalle werfen aber keine Zinsen ab, wesegen sich meine Bestände durch Zins und Zinseszins zunehmend verteuern.


    viertens: angenommen die Zinsen werden im Verlauf einer Kries extrem angehoben, so werden Kreditnehmer über den Zins ausgenommen wie Weihnachtsgänse und gezwungen vor dem dann kommenden finalen inflationären Crash ihre Edelmetallbestände abzustoßen. Auf dieses Risiko möchte ich verzichten.


    fünftens: angenommen eine Krise kommt (das könnte Ende März sein (ist aber wenig wahrscheinlich, aber beispielsweise auch erst 2.029), so weis man doch immer noch nicht, wann genau das sein wird. Warum jetzt Kredite aufnehmen und seine zukünftige Handlungsfreiheit bei etwaigen scharfen Kurseinbrüchen bei Edelmetallen verspielen?.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    Was wollt ihr 2 "Experten" denn jetzt eigentlich sagen?....



    .....Also, welche Auswirkungen hat es, wenn die Notenbanken ihr Gold verliehen haben und nicht mehr zurückbekommen? Ich kann da kein Gefahrenpotenzial erkennen.


    Mal angenommen, der Goldpreis steigt, gemessen in FIAT-Money extrem. Dann können die Notenbanken zusätzlich zur Diskontsatzerhöhung den Geldumlauf dadurch verringern, daß Sie Gold in steigenden Mengen abgeben und Geld dafür einnehmen und zurückhalten.


    Der Goldpreis sinkt, Geld wird knapper und die Währung bzw. das Vertrauen darin ist gerettet. Später dann könnte man sogar vorsichtig Gold gegen Fiat-Money zurückerwerben und so seine Reserven wieder aufstocken.


    Nun versuche man das mal ohne oder mit sehr geringen Goldbeständen.

    [quote]Original von T-Trinker
    Was hat jetzt Barrick damit zu tun? Das die ein bisschen viel geshortet haben, bezweifele ich doch gar nicht. Das die Notenbanken Teile ihres Goldes "verliehen" haben, will ich auch gern glauben.[quote]


    Das "bischen" Shortgold scheint - zumindest für den größten Goldförderer der Welt - ein immer größeres "Problemchen" zu werden. Aber was solls.


    Wobei die Mengen Gold, die Barrick irgendjemanden schuldet sehr wahrscheinlich nur identisch sind mit kleinen Teilen des verleihenen Zentralbankgoldes. Die überwiegende Menge des Zentralbankgoldes konnte man - mangels Förderkapazitäten und Lagerstätten - erst garnicht bei Produzenten absichern (!).


    Frage: woher sollen denn nun die 5.000 bis 15.000 Tonnen (nicht bei Produzenten auf Termin gekauften) Goldes kommen, die den Notenbanken irgendwann zurückgezahlt werden müssen?.


    Und zu welchen Preisen könnte man solche Mengen innerhalb von 5 bis 10 Jahren zusammenkaufen?.


    Nächste Frage: könnte es nicht für die Notenbanken sinnvoller sein, sich in Cash abfinden zu lassen, zumal ein selbst verursachter Goldpreisanstieg als Misstrauen in die FIAT-Währungen ausgelegt werden könnte?.


    Dann aber wäre das verliehene Gold futsch und müsste aus den Bilanzen herausgenommen werden.....


    Nächstes Problem: Die Goldreserven (=Teil der Währungsreserven) wären dann viel geringer, als noch zuvor. Auch kein besonders guter Einfall, Vertrauen zu erhalten.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    Wenn die Banken gegen jeden Blödsinn vorgehen würden, den Leute wie Du verzapfen, hätten sie viel zu tun. Im Gegensatz zum Tiefbaugewerbe steht denen das Wasser nicht bis zum Hals .....


    Genau auf dieser vielleicht völlig unbegründeten Annahme basiert die Tatsache, daß es nicht längst zum Derivate-, Währungs- und Bondcrash gekommen ist.


    Ich meine folgendes: Das Eis auf dem viele Investment- und Zentralbanker wandeln ist dünner als von den meisten Menschen angenommen.

    in Richtung obrigkeitsstaat und III. Reich. Mit Zwischenstation DDR?.


    Genau sowas passiert, wenn der Staat meint, sich gegenüber seinen Bürgern alles herausnehmen zu können.


    Diese Spitzeleien könnten doch Vorstufe zur Erfassung sämtlicher Vermögenswerte sein. Wissen ist Macht. Und Macht kann und wird missbraucht werden, das ist nur eine Frage der Zeit.


    Ich erinnere an die Diskussion, daß Auktionshäuser melden und dokumentieren sollten, an wen Sammlermünzen verkauft worden sind.

    Zitat

    Original von traditional3
    Das Schizophrene ist: der sparende Arbeitnehmer leiht seinem zukünftigen Investor seine Altersvorsorge, der ihn dann entlässt.


    ......Das Rennen um die Sachwerte läuft, und der deutsche Michel spart, die Bundesregierung spart.


    So wird man gleich zweimal betrogen.


    Genau so ist es.


    Am Ende der Sparnunft angekommen, wird die deutsche Bevölkerung wissen, wie geil Geiz gewesen ist. Vor allem für diejenigen, die vom Geiz profitiert und sich reale Vermögenswerte angeeignet hat, statt hirnlos Ansprüche für die Altersarmut zu akkumulieren, die im Kopf der Sparer bereits jetzt in Form geistiger Armut und mangelndem Urteilsvermögen tief verankert ist.


    Jeder bekommt das, was er verdient.