Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von Kaufrausch


    Da braucht man schon fast keine Hyperinflation mehr. 2000 Euro jedes Jahr in den Sparstrumpf und bei 9% Inflationierung p. a. sind nach 30 Jahren da ganze 20500 Euro draus geworden. Bei einem Zins von 2% ist es nicht ganz so schlimm. Da sind es immerhin schon 24500 Euro. :D


    Automobilwerte?. oh, da wäre ich sehr vorsichtig. Ehr würde ich persönlich breit gestreut auf den Maschinen- und Anlagebau als Schlüsselbranche setzen, an dem die gesamte Weltwirtschaft hängt.


    Maschinen, insbesonders technisch anspruchsvolle, die werden noch benötigt, wenn Treibstoff so teuer wird, daß autofahren Luxus ist.


    Außerdem gibt es viel zu viel Konkurrenz unter den Autoherstellern. Der Selektionsprozess ist (noch) in vollem Gange.....


    Ja, wer Prozent- und Exponentialrechnung beherrscht, der kann es sich das mit dem inflationsabhängigem Geldwert ausrechnen, ggf. auf verschiedenen Wegen.....


    ....und irgendwann glaubt er dann sogar daran, was er schon lange weis - und erst der Glaube wird dann die (Geld-) Berge versetzen :)


    Pisa und "Geiz ist Geil" und "X-bay" sei Dank, sind die Rechenfähigkeiten der Normalbürger jedoch weitestgehend auf die Funktionen "teurer als" und "billiger als" reduziert worden.


    Nur ganz wenige beherrschen noch die Funktionen "Plus" und "Minus". Zumindest das Anlageverhalten breiter (nicht im Sinne von "alkoholisiert") Bevölkerungskreise lässt solche Schlussfolgerungen zu.


    Rechtschreibung ist in dieser Situation purer Luxus......


    Wen würde schon ein Druckfehler auf einer Banknote aufregen, für die es nichts mehr zu kaufen gibt?.

    Die Ursache für die Hausse Ende der 70er Jahre ist viel früher, nämlich in der Aufkündigung der Goldeinlösungsverpflichtung des US-Dollar durch NIXON zu sehen.


    Von dort an konnten Dollars ohne Deckung gedruckt werden, was dann auch geschah. Investoren suchten nach Alternativen zum nun inflationierten Dollar und da war einzig und alleine Gold, Betongold und ggf. noch Kunst (z.B. Münzen).


    Der Verlängerung des (gesunden) Aufwärtstrendes beim Gold bis etwa Mitte der 70er folgte eine Übertreibungsphase, die im Kursfeuerwerk und anschließendem -abschwung Anfang der 80er endete.


    Die investierten Gelder wurden wohl großteils in den 60ern und frühen 70ern verdient. Und in einem zunehmend inflationären, leistungs- und investitionsfeindlicherem Umfeld ab Mitte der 70er Jahre dann nicht im Wirtschaftskreislauf revestiert, sondern abgezogen und - in der Hoffnung auf Substanzerhalt und ggf. exorbitante Gewinne anderweitig angelegt.


    Stichworte: Kapitalflucht, substanzzehrende Vermögenssteuer, hohe Teuerungsraten, schmelzende Margen)


    Überschattet wurde alles vom verlorenen Vietnam-Krieg, den Rausschmiss der Ammies aus Kambodscha, der Revolution im Iran und dem damit verbundenen Politikwechsel in Bezug auf die USA sowie dem Einmarsch der Russen in Afghanistan. Dies jedoch waren nach meinem Dafürhalten jedoch nur günstige Begleiterscheinungen für einen Goldpreisanstieg und nicht dessen Ursache (siehe oben).


    Und wie immer bissen die letzten Investoren in einer Übertreibungsphase die Hunde :)


    Der finale Sell-Off erfolgte dann bei den Münzen und den Edelmetallen in den 90ern.


    Auch diese von fast allen übersehene Spätfolge der Hausse der 70er und frühen 80er ist bemerkenswert, weil erst nach deren Abschluß die (fälschlich angenommenen) Fehllenkungen in den Depots faktisch korrigiert waren und somit die Grundlage für einen neuerlichen Anstieg gelegt wurde.


    Gold bringt keine Zinsen und den ganzen Unfug der späten 80er und 90er Jahre....


    Als wenn es eine Risiko-Lebensversicherung gäbe, deren Beiträge im Erlebensfall ausgezahlt würden - solch ein Unfug!.


    Aber auch diese völlig unbegründete Sorglosigkeit in Bezug auf Fiat-Money und nicht schuldnerfreien Vermögensanlagen hat sich mittlerweile geändert. Und das ist auch gut so.

    Fest steht, daß mit steigenden Preisen die Risiken, zu teuer gekauft zu haben zunehmen.


    Wer momentan noch nicht investiert sein sollte, dem ist wahrlich schwer zu raten. Wohl dem, der keine Gelder mahr hat, die er anlegen muss - ich weiß, was das für ein tolles Gefühl das ist, den Dingen seinen Lauf zu lassen :)


    Unter Berücksichtigung historischer Kursnotierungen der letzten 30 Jahre , der Geldentwertung und der Produktionslosten sind die Edelmetalle Gold, Silber und Palladium momentan historisch noch halbwegs akzeptabel bewertet, wobei ich Neueinsteigern raten würde strategisch (nicht taktisch also zu Spekulationszwecken) in alle drei genannten Metalle zu diversifizieren und 10 v.H., maximal bis 15 v.H. des Gesamtvermögens in physische Edelmetalle zu investieren, über die der Investor auch die unmittelbare Verfügungsgewalt ausübt. Eventuelle Rückschläge können bei einem Anteil von 15 v.H. am Vermögen so gerade noch halbwegs verkraftet werden.


    Ein zweites Standbein sind schuldenfreie Immobilien und ggf. ein drittes wäre in werthaltigen Aktien (Industriewerte mit hoher Eigenkapitalquote, die nachhaltig profitabel sind und ein akzeptables KBV aufweisen).


    Liquidität (Banknoten, 2-5 v.H. des Gesamtvermögens, ca. 2 bis 3 mal den Monatsbedaf) kann auch kurzfristig sinnvoll sein.


    Von Bonds, langfristigen Spareinlagen, Lebensversicherungen, AS-Verträgen usw. würde ich Abstand nehmen. Eine Immobilie beispielsweise, 50 qm für ca. 50.000 EUR mit 300 EUR mtl. Kaltmiete, die bringt nach Verwalterkosten und Reparaturaufwendungen 4 bis 5 v.H. vor 2 % Abschreibung....


    Und um die Erträge aus dem Mietobjekt aufzubrauchen, braucht man nicht auf´s Alter zu warten - sie fallen ab Vermietung sofort und monatlich an.


    Bei 2 v.H. jährlicher Mietsteigerung = Geldentwertung bekäme man in 30 Jahren dann 543 EUR monatlich.... das wären dann die 100 EUR Rente je 10.000 eingezahlter EUR, die man einem 40-jährigen heutzutage verspricht....


    und mit den 4-5 v.H. Rendite bis dahin hat man sich vielleicht Objekt Nr. 2 kaufen können....


    Bei 5 v.H. Geldentwerrtung und mittlerer jährlicher Mietsteigerung sähe das ganze nominal dann so aus, daß man monatlich 1296 EUR abgreift...


    bekommen tut man dafür dann so viel wie heute für 300....


    Und für die 500 EUR "Rente" aus dem AS-Vertrag.... gäbe es dann nur soviel zu laufen, wie heute für ca. 125 EUR. Weswegen man den Kram ja auch steuerlich absetzen konnte - Geiz ist bekanntlich Geil :)


    Erfahrungsgemäß gilt: die, die heute bei Edelmetall viel zu teuer schreien und noch zögern..... ....und bei Immobilien garnicht drann denken zu kaufen wegen des zu erwartenden Bevölkerungsrückganges....
    ...die kaufen irgendwann ein, wenn es wirklich viel zu teuer ist oder es kaum noch Substanz fürs Geld gibt und das Kapital faktisch bereits durch Preissteigerungen aufgezehrt und durch Geldmengenexpansion großteils vernichtet wurde.


    Am besten, man wohnt selber drinn, nimmt die ersparte Miete und kauft davon physisch Edelmetalle (Stichwort: private Gold- und Silberrente). Die einzige Rente, die nach meinem Dafürhalten den Zusatz "privat" überhaupt verdient.


    Wenn man das ganze so einstiehlt, dann zahlt man langjährige Durchschnittskurse und erhält bei der Entnahme über Jahrzehnte auch zwangsläufig wiederum solche. Dann kann man auch deutlich mehr als 10 v.H. der Gesamtsubstanz in Edelmetall halten und ggf. auf verschiedene Metalle / Sachwerte diversifizieren.


    @Horstwalter: Es mag ja so sein (und stimmt wahrscheinlich auch), daß bislang nur 5 Tonnen verkauft wurden.


    Jedoch besagt das nichts über die verleihene Goldmenge aus.


    Denkbar ist zudem, daß neben an Investmentbanken verliehenes Gold auch solches existiert, daß mit US-amerikanischen Reserven "getauscht" wurde, weil letztgenannte großteils aus 916er Gold bestehen, daß aus alten Münzen gewonnen und nicht zur handelsüblichen Good-Delivering-Qualität hochrafiniert wurde....


    Und ob die Amerikaner diese Vermögenswerte herausgeben würden....
    Ich persönlich glaube nicht daran. Irgend ein Vorwand, gegen Deutschland Forderungen geltend zu machen (III. Reich, Stationierungskosten von US-Militär, Kosten des II. Weltkrieges usw. oder gar Deutschland zum Schurkenstaat zu erklären und das Gold einzufrieren, der würde sich schon finden lassen.

    Zitat

    Original von bob
    .....Handelseinschränkung nach § 20 Abs. 5 Satz 2 Euwax-Richtlinien - ausserordentliche Marktbewegung im Basiswert


    Derzeit werden bei allen Emittenten aufgrund einer ausserordentlichen Marktbewegung in Produkten mit Basiswert Silber und Gold keine Quotierungen gestellt.


    Der Text spricht für sich und ist m.E. ein Warnschuss vor den Bug aller Papiersilber- und -Gold-Anleger. :rolleyes:


    Soviel zur Liquidität von Papiersilber.


    Gerade dann, wenn es ganz besonders spannend wird..... geht nichts mehr, lachtot!


    Was war auch anders zu erwarten?.


    Nur um Missverständnisse vorzubeugen: In einer slchen Situation physisch zu kaufen / zu erkaufen, das ginge wohl auch nur mit unüblich hohen Auf- bzw. Abschlägen. Kein Händler riskiert bei derartigen Tagesschwankungen etwas, ohne richtig fetten Profit. Was auch logisch ist.


    Jedoch: Der Barren, den man besitzt, der hat auch dann noch (oder gerade dann) seinen Wert, wenn die (Finanz-) Welt schon längst in Trümmern liegt.


    Übrigens möchte ich nicht wissen, ob und ggf. wie viele Papiersilberbesitzer bei den Silberpreisschwankungen der letzten Woche über die KO-Schwelle zum Nulltarif "devestiert" wurden. Und wenn es letzte Woche noch nicht so weit war: irgendwann ist "Zahltag". Steigt Silber weiterhin so schnell wird die Volatilität noch weiter zunehmen. Da braucht man die Glaskugel noch nicht mal für zu bemühen :)

    Zitat

    Original von Misanthrop
    Vorbei im Silber?
    ......


    Nehmt doch die lächerlichen paar 100% mit.....die sein euch gegönnt. Das "richtige" Geld kommt erst noch....aber da habt ihr euch schon lang verzockt und guckt nur noch von aussen zu..... :D


    Misanthrop: wenn man bedenkt, daß Edelmetallsepkulanten - ob sie das nun möchten oder nicht - direkt oder indirekt auch auf einen Wertverlust / Zusammenbruch der Weltleitwährungen, Dollar und EURO spekulieren oder man dies von Seiten der Notenbanken und des IWF sehr wahrscheinlich so sieht....


    .....wäre es nicht verwunderlich, wenn vor einer Edelmetallpreisexplosion alle Terminspekulanten und alle solche, die auf Kredit spekulieren durch Preismanipulationen (konzertierte Verkäufe mit dem Ziel der Preisdrückung) oder anderen Mitteln aus ihren "Investments" gedrängt werden.


    Es ist nahezu unmöglich in einem reinen Geldprodukt gegen einen Gegner, der ggf. auch indirekt über eine Notenpresse auf seiner Seite verfügt zu gewinnen.


    Ich gehe so weit zu behaupten, daß es vergleichsweise zur Edelmetallspekulation auf Termin sogar risikoärmer ist, solche Spekulationen auf Aktienkurse durchzuführen, sofern man long und nicht short geht und das Basisinvestment fundamental vergleichbar gut einschätzen kann.

    Zitat

    Original von snibels
    Anders gefragt, warum hoffen so viele darauf das das Geld seinen Wert verlieren wird? .........


    Das das Geld auf und abgewertet wird, ist doch normal schließlich ist es wie Wetten mal gewinnt man mal verliert man.....


    (1) kaum einer dürfte ernsthaft hoffen, daß das Geld, mit dem wir heute bezahlen seinen Wert verliert.


    Jedoch ist es eine Sache, das beste zu hoffen und eine andere, sich auf den ungünstigsten aller Fälle vorzubereiten und mal darüber nachzudenken, was wäre wenn.....


    (a) viele hoch verschuldete Staaten nicht mehr in der Lage sind, ihre Schulden zu "bezahlen" weil sich keine neuen Käufer für ihre Schuldtitel mehr finden. Faktisch ist es nämlich so, daß meist ständig umgeschuldet wird und sich die Schuld dabei immer weiter erhöht.


    (b) wenn anstelle von Privatpersonen plötzlich Notenbanken Staatstitel aufkaufen (was vielfach illegal wäre) oder, wie das heute international schon üblich ist, privaten Geschäftsbanken über den Diskontsatz billiges Geldmittel zur Verfügung stellen, wobei die dann hingehen und Staatstitel kaufen können (Carry-Trade), die wiederum als Sicherheit für weitere Geldmittel dienen......


    (c) die so immer weiter künstlich erzeugten Geldmittel irgendwann auch in Aktien, Immobilien und mittlerweile auch Rohstoffe fließen und (fast) überall die Preise beginnen zu steigen.


    Aber es ist ja - Ihren Einlassungen zufolge "normal" das Geld abgewertet wird. Mal gewinnt man, mal verliert man :D:D:D


    Wer´s glaubt....


    Wenn Sie es sich leisten können zu wetten, u.a. mit ihrer gesetzlichen und ggf. privaten Rentenversicherung, mit ihrem Geldvermögen usw., so muß es Ihnen sehr gut gehen. Glückwunsch!.


    Frage: welchen Wert haben die Schulden von jemanden, der kaum Vermögenswerte besitzt, sich jederzeit der Zahlung seiner Schuld entziehen könnte und sich seit über 30 Jahren jedes Jahr mehr Geld neu leiht, als er seinen Gläubigern zahlt?.


    Wenn sie solchen "Gebilden" und "Konstruktioinen", di ezudem nichts anderes sind, als eine Art "Schneeballsystem" vertrauen, dann ist die Edelmetallanlage nichts für Sie.


    Kurz und bündig: Ich hoffe nicht, daß unser Geld wertlos wird, glaube aber auch nicht daran, das dies nicht geschehen wird. Begründung siehe oben.

    [quote]Original von wef
    Nachdem wir jetzt ein Zwischenplateau erreicht haben, ist es an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen und all den Miesmachern die zwischenzeitlich hier ihren Pessimismus absondern durften (allen voran Mesodor39) einen reinzuwürgen.


    Die Halter von Barrensilber sitzen auf mäßigen Gewinnen, die Halter von Zertis oder OS auf Exorbitanten. Ich persönlich konnte bei ABN05V 300% und bei ABN3BL 40% (leider viel zu früh bei 10,9) realisieren. Ich sitze außerdem noch bei durchschnittlich 100% Buchgewinn bei anderen Investments auf Silber. Meine Gewinnmitnahmen decken mein Gesamtinvestment fast vollständig ab.

    Wer bereit war ein gewisses Risiko zu tragen, wurde (wird) reichlich belohnt. So ist das im Leben ![/
    quote]


    wef: ich kenne genügend Beispiele, bei denen es auch völlig anders gekommen ist.


    Ihre Gewinne sind zudem dem Risiko angemessen, will sagen das Risiko seinen Einsatz bei den Geschäften zu verlieren, die Sie machen ist ebenfalls exorbitant. Und wer das nicht erkennt, der mag vielleicht mal Glück haben. Langfristig aber wird er in der Regel alles verlieren. So zumindest ist es meistens im Leben.


    Das hat nichts mit Miesmacherei zu tun.

    Zitat

    Original von juergenlangen


    1 naja ... Gold kann in manchen Minen auch für 100 Dollar / Unze gewinnbringende gefördert werden - und zu welchem Preis kann ich einen Picasso herstellen ? Tinten und Leinwand ? Oder unendlich, weil Picasso tot ist ?


    .....


    Nur dürfte es so sein, daß der Teil des Goldes, der momentan für 100 $/Unze gefördert werden kann nur einen sehr kleinen Teil des jährlichen Gesamtförderung ausmacht.


    Ein Großteil des Goldes dürfte wohl ehr zu Kosten um oder über 350 $/Unze gefördert werden, lässt man die Folgekosten beispielsweise der Förderung mittels Zyanidlauge mal außen vor.....


    Insofern sehe ich den momentan fairen Goldpreisirgendwo zwischen 400 $/Unze und 500 $/ Unze.


    Langfristig jedoch ist mit weiter steigenden Förderkosten zu rechnen und mit einer weiteren Inflationierung der Geldmengen weltweit (meine Meinung), weswegen Gold momentan zwar nicht billig, aber auch noch nicht völlig überteuert ist.


    Ganz einfach:
    von einer extremen Unterbewertung kann ich nahezu risikofrei profitieren, indem ich mit Eigenkapital den Basiswert erwerbe und warte, bis meine Zeit gekommen ist.


    von einer extremen Überbewertung zu profitieren geht risikolos nur, indem ich den Basiswert besitze und mit erheblichen Gewinn verkaufe. Wie ich das beispielsweise tun würde, wenn Silber in einem näherungsweise kurzfristig stabilem Geldwertumfeld extrem hohe und somit völlig unangemessene Kurse verzeichnet.


    Jedoch: besitze ich den übertrieben hoch bewerteten Basiswert nicht, so kannn ich nur über Terminmarktprodukte (z.B. Put´s oder Futures) also über Leerverkäufe davon profitieren. Dann aber gehe ich gleich zwei Wetten ein:
    1.) es kommt zu einer Korrektur
    2.) ich kennen annähernd den Zeitraum, in dem sich die Korrektur vollziehen wird.


    Tritt eine von beiden Annahmen nicht ein, ist bei einem Put mein Einsatz und bei einem Future vielleicht noch viel mehr als nur der Einsatz verloren.


    Warum sich also in der riskanteren Hälfte tummeln, wenn es auch eine im Vergleich dazu relativ sichere gibt?.


    Für ein paar Dollars mehr seine wirtschaftliche Existenz riskieren - nicht mein Ding.


    Goldesel: wenn ich im Lotto spiele, hab eich auch die Chance auf sechs richtige.... und sogar auf den Jackpot :)


    Nur: Die Eintrisstwahrscheinlichkeit ist extrem gering. So gering, daß sich eine Diskussion "was wäre, wenn ich den Jackpot knacke und ihr zusehen dürftet" nicht wirklich lohnen würde zu führen.


    Aber was solls: das mit dem Jackpot muß ich auch regelmäßig meinen Mitarbeitern erklären, wenn ich mir anhöre, was die alles tun wollen, wenn sie gewinnen....


    ....mal abgesehen davon, daß ich denen dann jedesmal erklären muß, wie schnell sie ihren Gewinn auf den Kopf gehauen hätten und auf welche Ideen die dann immer noch kommen würden....


    ...bevor sie dann merken, daß sie eigentlich garnicht gewinnen möchten, denn: bei all den Versuchungen und den bösen Mitmenschen, die nach ihrem Vermögen gieren..... ....und das, falls sie doch gewinnen würden, niemand davon erfahren dürfte, weswegen sie ja gezwungen wären - widereilligst versteht sich - weiter arbeiten zu gehen. Und wenn ich denen dann noch erzähle, wie klammheinlich ich mich freuen würde...... denn ich würde es ihnen doch absehen, wenn sie arbeiten müssten, ohne auf das Geld angewiesen zu sein..... ...ich also der einzige wäre, der sich über ihren Gewinn so richtig freuen könnte.... denn Schadensfreude ist ja die beste Freude.... weswegen ich ja kein Lotto spiele.... alles klar :)

    Kapitalflucht durch einen Run auf´s Gold?.


    Geht das überhaupt?.


    Für ein einzelnes Individuum gewiss.


    Für eine sehr kleine Gruppe geht´s auch noch.


    Aber für das KAPITAL allgemein: NEIN.


    Soviel Gold gibt´s nicht.


    Und: Das Kapital (oder besser das Geld, das bis dahin als Kapital diente).... das hat dann ein anderer, der ggf. auch wieder irgendwo hinflieht....


    Irgendeiner hat also bis zum Währungsschnitt immer Geld (Fiat-Money).


    Am Ende wird es dann so sein, daß durch die vermutete Geldentwertung sehr viel Geld, das eben kein Kapital ist verschwindet (Denominierung). Einschließlich der durch den Geldüberhang verursachten Fehllenkungen von Ressourcen.


    Eine Hyperinflation sorgt also dafür, das das Kapital vom Geld getrennt wird, ähnlich wie in einer Scheideanstalt beispielsweise Gold und Silber von anderen Metallen getrennt werden....



    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=2502

    Bezüglich Gold-Platin-Legierungen würde ich einen Juwelier oder ggf. ein Dentallabor kontaktieren. Notfalls muß man sich mit seinem Anliegen an Hareus oder die Degussa wenden.


    Die dort erhältlichen Legierungen müssten sehr genau zusammengesetzt sein.


    In Bezug auf antike Goldmünzen sei erwähnt, daß diese in guter Qualität oftmals sehr hohe Vermögenswerte darstellen, man denke nur an römische Aurei oder keltische Statere. Selbst abgegriffene römische Aurei kosten oftmals deutlich mehr als 1.000 EUR. Und klar: die Dinger werden auch gefälscht....


    Im Übrigen bringt eine Metallanalyse noch lange keinen Echtheitsbeweis. Ich weis auch, daß ein Aurei aus 585, 333 oder 750er Gold wohl falsch ist, ebenso einer aus 999er Gold. Jedoch bedeutet der Umstand, daß es sich um antikes Metall handelt noch lange nicht, daß es sich bei der Münze um ein Original handelt. Da muß dann noch einiges mehr an stimmiger Information dazukommen, wozu ich mich hier aber nicht äußere, weil ich selbst nicht genug davon verstehe und lediglich weiß, daß ich zu wenig darüber weiß, weswegen ich meist die Finger davon lasse......


    Schlecht erhaltene Münzen werden eingeschmolzen und überprägt. Byzantinische Solidi, die gibt´s schon ab 150-200 EUR, gelocht geht´s sogar noch billiger......


    Für einen Aurei des 1. Jahrhunderts bräuchte man etwas weniger als zwei Stücke (Solidi).


    Silbermünzen und ggf. Kupfer zur eventuellen Beimengung um auf den Feingehalt der Prägungen zu kommen, gibt´s für eoin paar Euro fünfzig als Unterlagscheiben (extrem abgegriffene, korodierte Stücke auf fast jeder Münzenbörse).

    gerfur: Grundsätzlich hat Kaufrausch recht.


    Aus Gründen der Diversifikation (Risikostreuung) empfehle ich einen Anteil von 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens (incl. Aktien, Immobilien, private Rentenverträge, Lebensversicherungen, Konten usw.) in Edelmetall zu halten.


    Und den sollte man durch Reduktion des Edelmetallanteils nicht anpassen, wenn edelmetalle steigen, denn das wäre bei einer Inflation Selbstbetrug.


    Edelmetall verhält sich kursmäßig meist anders, als Aktien oder Anleihen. Fällt das eine, steigt oftmals das andere.


    Weiterhin ist Edelmetall ein schuldenfreier Realwert, d.h. sein Wert ist unabhängig von der Bonität eines Schuldners oder dem Zahlungsversprechen eines Staates. Also: Kein Insolvenuzrisiko wie bei Aktien, Anleihen oder sonstigen Forderungen oder Beteiligungen.

    Steigen Rohstoffe weiter, müssen Preise angehoben werden.


    Es wird dann weniger nachgefragt, weswegen die Unternehmensgewinne auf breiter Front sinken werden.


    Ebenso die Aktienkurse. Zumal aufgrund der Preissteigerungen die Zinsen angehoben werden, was Anleihen für risikoblinde "Geldzähler" attraktiver macht.


    Daher bin ich momentan weder für Aktien, noch für Rohstoffe allgemein besonders positiv gestimmt, was reale Vermögenszuwächse angeht. Und Anleihen kommen aufgrund der Geldmengenausweitung sowieso nicht in Betracht.

    ach ja, die alte Glaskugel....


    da ist immer alles so trübe - trotz Brille :)


    Aber das Handelsblatt von übermorgen, das mir meine Sekretärin (die einzige übrigens, die weder lesen noch schreiben kann und auch nicht deutsch spricht...) jeden Morgen gebügelt zum Frühstück reicht.....


    das ist purer Treibstoff für´s Depot :)



    Als ich 1986 - lange Zeit vor meinem übermorgentlichen Handelsblatt-Abbo - anfing Silber zu kaufen, da wurde ich oftmals milde belächelt. Und als ich 1991 dann noch mal richtig zuschlug - sehr nahe dem Tiefstkurs - da hielt man mich angesichts des vorangegangenen Kursverfalls für verrückt.


    Niemand konnte oder wollte meinen Gedankengängen folgen.


    Irgendwann gab ich die Hoffnung auf und vergaß das Silber lieber, als mich drüber zu ärgern.


    Auch das verstanden die wenigsten. Verluste müsse man begrenzen und Gewinne laufen lassen, das waren die "gut" gemeinten Ratschläge damals. Ich hab´ nichts drauf gegeben.


    Und heute, da überbieten sich Analysten vielfach in Silberpreisprognosen. Von 20 Dollar die Unze bis zu einem dem Goldpreis übersteigenden Silberpreis kann man alles lesen....


    Und genau das macht mich sehr nachdenklich.



    Auch in Bezug auf das Thema "Rohstoffe" generell.



    Angenommen: Rohstoffe verdoppeln sich innerhalb von 5 Jahren nochmals. Wer soll denn die sich daraus ergebenden Endverbraucherpreise noch bezahlen können?.


    Und ist von der Produktionsseite dann nicht die Gefahr einer Überproduktion für Spekulanten, Fonds und alle niemalsklugen Prozyckliker noch größer als heute vielleicht schon?.


    Und dann? Na, wie war´s beim Silber?. Bei Unzenpreisen um die 4 Dollar mussten Silberminen schließen. Viele schlossen schon zuvor und bei höheren Kursen.....


    Wurde Silber deshalb knapp?.


    NEIN. Mehr als 10 Jahre ab Erreichen der Tiefstkurse dauerte es, bis Silber begann, wieder langsam zu steigen. Und richtig los ging es erst ab letzten Herbst....



    Ich meine, daß wir momentan weltweit einen Hochkonjunkturzycklus haben, der bereits Anzeichen der Überhitzung (Rohstoffpreise, weltweite Verschuldung) aufweist.


    Da ist Katzenjammer vorprogramiert.


    Wer einen Währungscrash oder Währungsturbulenzen oder Inflation befürchtet, der sollte auf Edelmetall setzen mit Schwerpunkt Gold (Stichworte: Volumen, Liquidität).


    Andere Metalle / Rohstoffe sind extrem konjunkturabhängig. Und das war schon immer so. Und es wird auch immer so sein.


    Edel Man: ich weis, daß Märkte sehr lange sehr unvernünftig sein können und ggf. sogar Realitäten ausblenden oder ganz bewusst nicht berücksichtigen. Solche Phasen können Monate, ja Jahre dauern (s. Neuer Markt). Ich meine, daß viele Rohstoffe momentan schon in einem Bereich / Bandbreite bewertet sind, den/die man als "fair" beziechnen könnte.


    Wenn nun jemand behauptet, Rohstoffaktien könnten sich binnen 10 Jahren verdreifachen bis verfünffachen, so kann das durchaus sein. Jedoch: wenn hier reale Wertsteigerungen gemeint sind, so sehe ich diese als fundamental nicht gerechtfertigt an.


    Ich meine, daß die Kunst der Spekulation darin besteht, extreme Unterbewertungen zu erkennen un dauszunutzen und weniger darin besteht, auf irrationale und fundamental nicht gerechtfertigte Übertreibungen, Panik, Gier und Herdentrieb zu setzen.


    Spätestens wenn derlei in die Kalkulation eines Investors mit einfließt, ist der beste, d.h. der risikoärmste Teil der Kurssteigerungsparty vorrüber.


    Und ich meine, daß es klug ist aufzuhören bzw. leiser zu treten / eiunen Teil der Ernte einzufahren, wenn´s am schönsten ist. Eben weil die Bäume nicht in den Himmel wachsen und Regenwetter oftmals über Nacht kommt....


    shooting-stars never stop - even when they reach the top, lachtot!

    Getreu dem Kredo, daß wir langfristig alle tod sind und jede Papiergeldwährung sich wertmäßig irgendwann dem Wert des Papieres, auf dem sie gedruckt ist annähert, sind das doch alles ganz kurze Momentaufnehmen von Extremen beherrschter Situationen, die der Thematik nicht gerecht werden.....


    ....und zudem sehr schnell vorübergehen.


    Es soll ja auch schon des Öfteren ganz "normale" Börsencrash´s bei Aktien und Extremeinbrüche bei Anleihen insolventer Emittenten (oder solcher, von denen man das annimmt) gegeben.


    Hat deswegen irgendjemand bedeutsames den Schluss daraus gezogen, daß eine Aktienanlage grundsätzlich ein schlechtes Geschäft ist?.


    Eng wird´s nur dann, wenn man so dumm ist, und alles auf eine Karte oder ein Blatt setzt.


    Dann gibt´s genau die hier beschriebenen und zudem völlig irrationalen Reaktionen von Spekulanten und Preiskapriolen.


    Jeder bekommt an der Börse meistens genau das, was er verdient.


    Ich kann nicht sicher beurteilen / sicher einschätzen, was in den nächsten 15 Jahren sein wird. Meine Glaskugel reicht vielleicht für drei bis sechs Monate, vorausgesetzt daß nichts unverhofftes geschieht.


    Aktien auf Zeiträume von 10-15 Jahren einzuschätzen, das erinnert mich extrem an den Neuen Markt. Jedoch selbst diese oft dort agierenden Blender, Betrüger und/oder Hochstapler trauten sich meist nur 5 Jahre zu....


    Businesspläne, die länger liefen, als 5 oder 6 Jahre - da kann ich mich nicht drann erinern.


    Ich meine: wir haben eine gute 50-Prozent-Chance, das beste vom Rohstoffboom bereits hinter uns zu haben.


    Was kommen könnte, das wäre eine Phase historisch durchschnittlicher Zinssätze, so um die 6 bis 8 Prozent. Und eine Verlangsamung des Weltwachstums auf vielleicht real 0,5 bis 1 Prozent. Rohstoffe könnten im Preis stagnieren oder sogar sehr deutlich fallen.


    Und sollte das passieren, so ist jemand, der in Edelmetallen investiert ist und darüber unmittelbare Verfügungsgewalt besitzt um ein vielfaches besser drann, als jemand, der alles in Papierwerten stecken hat.


    Natürlich wäre ein Zusammenbruch fatal. Auch für Edelmetallbesitzer. Keine Frage. Jedoch:


    es liegt nicht in unserem Ermessensspielraum, zu entscheiden, ob ein Zusammenbruch stattfindet. Das entscheiden diejenigen, die Geld drucken das entweder gedeckt oder nicht gedeckt ist. Und die die bereit sind, sich auch ungedeckter Gelder zu bedienen um ihr politisches Ding durchzuziehen.

    Man muß sich darüber im Klaren sein, worum es bei der Edelmetallanlage vordergründig geht:



    Vermögen erhalten


    Folgende Dinge machen dabei keinen Sinn


    1.) einen Wert kaufen, der zu einem Bruchteil des Kaufpreises hergestellt werden kann


    2.) einen Wert kaufen, den gerade alle anderen haben wollen


    3.) einen Wert kaufen der - im Vergleich zu anderen Werten - gerade sehr hoch bewertet ist.


    4.) In einen Wert oder einem Anlagesegment einsteigen, nachdem schon eine oder mehrere extrem starke Anstiege zu verzeichnen gewesen sind und eine der Bedingungen 1.) bis 3.) vorliegen oder ansatzweise vorliegen


    5.) alles auf eine Karte oder ein Blatt setzen. Kein Profi-Spieler würde das tun. Anlege rjedoch machen immer wieder diesen Fehler.


    6.) sich selbst unter Druck setzen, eine Anlageentscheidung tätigen zu müssen.


    7.) Sich auch noch über anderer Leuten Geld Gedanken machen, sprich: über Kredite aufgenommenes Geld, also Fremdkapital anlegen.


    8.) Angst zu haben, sein Vermögen zu verlieren, wenn man nichts tut.


    9.) nicht rechnen können und / oder Milchmädchenrechnungen aufstellen. Was nutzen mir 5 Prozent Rendite bei 4 Prozent Teuerung und 50 Prozent Steuer- und ggf. Abgabenbelastung?.


    10.) vermeidbare Risiken eingehen, denen unter Berücksichtigung aller Faktoren KEINE oder KEINE ausreichenden realen Erträge gegenüberstehen.


    Vielmehr sollte man sein Geld dort hintragen, wo man (immer noch oder schon wieder?) einen möglichst hohen Gegenwert dafür erhält. Und wenn ich von Gegenwert schreibe, dann meine ich etwas reales und konkretes und keinen Anspruch auf irgendwas abstraktes. Und genau solche Dinge muß halt jeder selbst herausbekommen. Rückblickend haben alle immer alles gewusst und alles kommen sehen - wenn sie nicht gerade selbst investiert waren.


    Fakt ist, daß mit steigenden Kursen, insbesonders bei explodierenden Gewinnen der Produzenten, der Aspekt des Vermögenserhaltes bei der Edelmetallanlage immer weiter in den Hintergrund und rein spekulative und markttechnische Aspekte immer mehr an Gewicht gewinnen. Spätestens dann, wenn Edelmetalle über Wochen tägliche Schwankungsbreiten aufweisen, die mit denen von sehr volatilen Einzelaktien vergleichbar sind, sind wir kurz davor, uns auf optimaler Fallhöhe zu befinden. Anleger, die schon seit mehr als 10 Jahren Edelmetall halten sind dann prozentual nur noch zu einem sehr geringem Anteil vertreten, die überwiegende Mehrheit besteht aus Neulingen, Grünschnäbel, die das schnelle Geld machen möchten oder Angst um ihr Erspartes haben. Das alte, böse Spiel von Dummheit, Ungeduld, übertriebenen Erwartungen, Angst und Gier halt :)


    Und solch eine explosive Mischung, die mag für vieles gut sein, gewiss aber nicht für den substanziellen Vermögenserhalt der dort erst kurz zuvor Investierenden.

    Ganz allgemein (auch zu den beiden anderen kürzlich vorgestellten Depots von bulli0815, Goldesel und Gusto:


    Was mir fehlt, das ist die physische Komponente (Gold, Silber, Platin, Palladuim), alles zusammen ca. 10 Prozent des Depotwertes zur Diversifikation.


    Weiterhin meine ich, daß alleine Rohstoffaktien (u. z.t. auch Derivate) extrem riskant sind. Eine konjunkturelle Abkühlung reicht aus, und der Wert kann sich ganz schnell dritteln.


    Als Ausgleich (Diversifikation) wären 30 Prozent Immobilienanteile (deutsche Immobilien, sind billig) und ggf. 10 Prozent Cash ratsam.


    Aktien (hohe Bewertungen oder schon sehr gut gelaufen aufgrund hoher Gewinnzuwächse, die auch nicht für ewig gehalten werden können) und Bonds (Inflationsrisiko) würde ich momentan ehr meiden


    Wichtig: Niemals mehr als 50 v.H. in eine Anlageklasse stecken!.


    Besser: auch bei Aktien auf drei bis vier Anlageklassen diversifizieren, was aber Zeit (Kaufgelegenheiten) benötigt.