Beiträge von mesodor39

    "Schwundgeld", das haben wir doch schon heute. Ebenso die Bodenreform in Form der "Grundbesitzabgabe". Trotzdem ist die Situation völlig unzufriedenstellend. Nur: den meisten Menschen ist das noch nicht bewusst, weil die sich dafür garnicht interessieren und lieber weiter machen, wie bisher.

    Osterhase: volle Zustimmung. Der Mensch ist kein Vernunftswesen. Und was im Kleinen nicht bereits definitiv vorhanden ist, das kann im Großen niemals dauerhaft sein.


    Für Menschen, die noch keinen Krieg erlebt haben und Selbstmordanschläge durch Gehirnwäsche und geistige Verwirrung einzelner erklären: Jede Börseneuphorie und jeder darauffolgende Crash sind Beweise für diese These.


    Nicht einzelne Menschen, sondern ganze Menschengruppen und Märkte können zur selben Zeit total übertrieben reagieren....


    ...sogar wider besserem Wissen. Und genau dies ist sehr bedenklich, aber denoch ständig vorhandene Realität.


    Wären ausschließlich Vernunftswesen am Werk, gäbe es weder Kursfeuerwerke, noch sonstige Über- und Untertreibungen aller Art. Gier und Panik inklusive.

    Zitat

    Original von wolfswurt
    Die USA noch als Imperium zu betrachten, grenzt an Realitätsverweigerung...............


    Gruß Wolfswurt


    Und deren Militärmacht, Nuklearschläge inklusive zu leugnen ebenfalls.


    Kommt es wirklich hart auf hart, dann sehe ich derzeit kein Land, das mächtig genug und fähig wäre, die USA zu besiegen oder gar zu vernichten.


    Sowohl im Iran, als auch in Afghanistan und anderswo ist es doch so, daß die USA sich nur deswegen scheinbar nicht durchsetzen, weil sie nicht genügend entschlossen sind, hart und brutal genug vorzugehen und einen hinreichend hohen Blutzoll - auch bei ihren eigenen Leuten - zu zahlen (meine Meinung).


    Totgesagte leben länger.


    Und wenn die USA nun hingehen und alle Auslands-Dollar-Guthaben für kraftlos erklären und für Inländer nun rote statt grüne Dollars drucken würden: Niemand könnte etwas tun, um die davon abzuhalten.


    Genau so könnten es die Europäer oder die Chinesen oder die Russen tun. Auch die würde deswegen niemand angreifen, weil auch die Atombomben besitzen.....


    Jedes Land weis doch um die Schwächen des Fiat-Money-Systems. Trotzdem machen alle mit. Wasch mich, aber mach mich nicht nass ist da nicht. Entweder fahren beim Fiat-Money-Spiel alle Weltleitwährungen zur Hölle oder keine. Und ein Zusammenbruch eines großen Spielers zieht weitere Zusammenbrüche anderer Spieler nach sich.


    Das ist wie ein einstürzendes Kartenhaus.

    Kann man es den Bolivianern verdenken, daß sie sich das Recht vorbehalten, mit ihren eigenen Bodenschätzen so zu verfahren, daß es ihnen am meisten nutzt.


    Verstaatlichung ist nicht gleichzusetzen mit entschädigungsloser Enteignung.


    Weiterhin ist anzuführen, daß viele lateinamerikanische Regierungen nicht demokratisch legitimiert gewesen sind. Insoweit stellt sich in Einzelfällen auch immer die Frage, wie Konzerne zu ihren Bohrrechten gekommen sind bzw. ob bei der Vergabe alles mit rechten Dingen zugegangen ist.


    Auch in solchen Zusammenhängen muß man einmal denken. Andererseits gibt es genügend machtgeile und raffgierige Politiker, der nur einen Vorwand suchen, um sich anderer Menschen Eigentum anzueignen. Um an der Macht bleiben zu können. Auch unter diesen Aspekten kann und muß man Verstaatlichungen oftmals betrachten.


    Wer maximalen Profit einfahren will, wie das mit Rohstoffaktien auch teilweise möglich gewesen ist und vielleicht auch weiterhin möglich sein wird, der muß auch bereit sein, sehr hohe Risiken einzugehen und als Aktionär mit seinem Kapital ggf. auch für Vorgänge der Vergangenheit geradezustehen.


    Es war nicht die erste Verstaatlichung seit dem Ölpreisanstieg. Und es wird auch nicht die letzte gewesen sein.


    Nostratommy: sehr gute Analyse.


    Gegenfrage: Wer ist nicht in der Realität (die durchaus vielschichtig ist und daher völlig unterschiedlich wahrgenommen werden kann) gefangen?.


    Zu den Immobilien und dem finanzschwachen Mieter: völlig unsinnig auch nur zu versuchen, diese Aussage zu bestreiten.


    Zu der goldgefüllten Milchkanne: Nach 10 Jahren Entnahme ohne zusätzliche Einkünfte ist auch die leer. Und was machen die Vermieter dann, wenn sie ihr Eigentum verkonsumiert haben und alt und schwach sind?.


    Langfristig sind wir alle tod, bis dahin dürfte Keynes Recht haben, genau so wie langfristig jede Milchkanne leer ist, wenn man deren Inhalt verkonsumiert.


    Langfristig betrachtet muß man also etwas riskieren, wohingegen extrem risikoarme Anlagen mit Null Rendite wirtschaftlich betrachtet nur kurz- bis mittelfristig sinnvoll sein können, wobei wir bei der Schwachstelle der Edelmetallanlage sind.


    Streng genommen könnte man, wenn man voll oder überwiegend in Edelmetall investiert ist und glaubt, wirtschaftlich vernünftig zu handeln nur zwei Ansätze verfolgen


    (1) Spekulation auf eine die normale Inflationsrate übersteigende Rendite und ein Nicht-Eintreten eines Krisenszenarios, weswegen man das Gold zwecks Gewinnerzielung beim Kursziel verkauft


    (2) Spekulation auf einen bedeutsamen Krisenfall. Das kann eine Währungsreform mit starker Denomination oder Hyperinflation oder eine wie auch immer geartete Enteignung von greifbarem Realvermögen sein. Also ein Szenario, bei dem es mit herkömmlichen Anlageverhalten keinen Blumentopf zu gewinnen gibt.


    Kein Mensch kann sich beispielsweise 10 Jahre lang - natürlich bis an die Zähne bewaffnet - mit seinen Vorräten und was auch immer verschanzen, um auf bessere Zeiten zu warten..... wahrscheinlich wäre das ehr eine menthale Angelegenheit, als ein Problem der Vorratshaltung. Einen solchen und ausschließlichen Ansatz halte ich genau so für unsinnig und gefährlich, wie die Illusion vieler "Investoren", Edelmetall auf Papier zu kaufen und zu glauben, es zu bekommen, wenn´s wirklich drauf an kommt.



    Keiner weis, was genau die Zukunft bringen wird. Weswegen es meistens völlig anders kommt, als man das gedacht hat.


    Ich verfolge daher bei meinem Anlageverhalten unterschiedliche Szenarien.


    Anleihen oder andere Geld-Sparformen habe ich schon seit Mitte der 90er zurückgefahren. Den letzten Immobilienkredit kurz vor dem Millenium abbezahlt und die letzten Aktien / Aktienfondsanteile Ende 2005 / Anfang 2006 verkauft, sieht man mal von unbedeutenden Restposten ab. Statt dessen bin ich in realen und schulden- bzw. schuldnerfreien Vermögenswerten "investiert". Mobilen Vermögenswerten wie Edelmetall und immobilen Vermögenswerten wie Eigentumswohnungen.


    Neben der Tatsache, daß die Dinge, in denen ich mein Vermögen stecken habe real und nicht fiktiv sind, sind zwei Dinge ganz besonders wichtig: zu einem die Freiheit der Werte von Schulden und zum anderen die persönliche Verfügungsgewalt über diese Werte, wobei diese bei den Immobilien natürlich sachlichen und rechtlichen Einschränkungen unterliegt.


    Bei Anleihen ist man - im Gegensatz dazu - dem Gläubiger faktisch hundertprozentig ausgeliefert. Bei Fonds und Zertifikaten gillt dies im übertragenen Sinne ebenfalls. Und bei Aktiengesellschaften ist das alles noch viel schlimmer, weil bei den meisten AG´s die Kreditgeber noch ein Wörtchen mitzureden haben, Aufsichtsrat und vom Management oftmals abhängige Wirtschaftsprüfer (Stichwort: Folgeaufträge) Kontrollfunktionen übernehmen und man als Kleinaktionär praktisch kaum etwas bewirken kann aber dennoch für die Risiken mit seinem Einsatz voll für alles, was geschieht geradesteht.


    Ich versuche, mit meinem Anlageverhalten den von mir erkannten bzw. vermuteten Risiken der verschiedenen "Vermögensarten" Rechnung zu tragen. Nicht mehr und nicht weniger.


    Und in Bezug auf Immobilien nur soviel: Das von der DB AG gezielt inszenierte Geschacher um den Fonds "Grundbesitz-Invest", der Verkauf der städtischen Immobilien Dresdens an einen ausländischen Investor, die Sanierung von Karstadt durch Immobilienverkäufe, das Interesse ausländischer, extrem renditeorientierter Investoren speziell an deutschen Immobilien, all dies sind schon Indizien dafür, daß Immobilien derzeit massivst unterbewertet sind. Ganz im Gegensatz dazu notiert beispielsweise Gold momentan sehr hoch über den derzeitigen durchschnittlichen Förderkosten, die irgendwo zwischen 300 und 400 Dollar je Unze liegen dürften. Von vielen Aktien, die deutlich über Buchwert gehandelt werden einmal ganz abgesehen.


    Mein Ziel ist es, die Substanz des gesparten Vermögens bestmöglich zu erhalten und dabei möglichst geringe und weitestgehend selbstbestimmte Risiken einzugehen. Dies geht nach meiner Überzeugung nur dann, wenn mindestens eine von zwei Bedingungen vorliegt:


    (1) völlig freie Verfügbarkeit über das Investment, das schuldnerfrei sein muß. Dies bedingt auch Mobilität und geringen Platzbedarf.


    (2) eklatante Unterbewertung des Erträge abwerfenden Investments.


    Investments, die diesen Bedingungen nicht entsprechen kommen für mich derzeit nicht in Betracht.






    Daß ich mir in Bezug auf zukünftige Entwicklungen durchaus unsicher bin, das bestreite ich nicht.


    Nur ein Narr wäre sich seiner Sache völlig sicher.

    nein. Schon bei 16 musste Stan auf Druck seiner Bank verkaufen, weil er bei 30 seine Aktien beliehen hatte, um weitere Aktien kaufen zu können.


    Stan schläft nun unter der Brücke, weil er sein soziales Umfeld selbst zerstört hat und faselt, weil ständig unter Drogen (Allohol) nur noch dummes, unverständliches Zeug etwa in der Art, das Geld nur bedrucktes Papier sei das zudem keinen Wert habe, weil man es, da bereits beidseitig bedruckt, noch nicht einmal zum Schreiben verwenden könne....

    Der Unterschied zwischen einer Inflation und einer Währungsreform ist folgender:


    Bei einer rechtzeitig durchgeführten Währungsreform kann man vielleicht noch (gesamtwirtschaftlich betrachtet) einiges retten, wohingegen bei einer weiteren Inflation es zu einem völligen Zusammenbruch kommen kann.


    Gewiss kann man den Dingen seinen Lauf lassen. Und am Ende stehen dann Zwangsenteignung. Egal, ob man das nun als Goldbesitzverbot oder eine staatliche Zwangsbewirtschaftung mit staatlich festgesetzten Preisen (die natürlich eine Substanzerhaltung des Realvermögens ausschließt, weswegen das faktisch auf Enteignung hinausläuft wie das bei denMietwohnungen in der DDR der Fall war, die schlicht und einfach vergammelten, weil die Mieten nicht einmal zur Instandhaltung ausreichten) ausgestaltet.


    Besser wird die Welt durch Inflation und deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen (wobei letztgenannte hier kaum diskutiert werden) ganz gewiss nicht.

    Goldenteignung ist ein Thema, das hauptsächlich Bürger in Ländern mit totalitärer, kommunistischer oder faschistoider Regierung betrifft und somit - leider - brandaktuell.


    Formal leben wir zwar in einer Demokratie, faktisch abver in einem Unrechts- und Wilkürstaat.


    Aus diesem Grunde habe ich meinen Goldbesitz zu Gunsten einer Immobilie drastisch zurückgefahren und bleibe lieber im Silber.


    Was nutzt es, die richtige Entscheidung (Gold) zu treffen, wenn man damit rechnen muß, 20, 30, 40 Jahre oder noch länger nicht frei darüber verfügen zu können?.


    Ich kenne jemanden, der hat 1937 eine Milchkanne voller Goldmünzen vergraben und diese 1973 gehoben. Wertmäßig bekam er in etwa das raus, was er vergrub. Bis 1968 hätte er - selbst wenn er den Schatz gehoben hätte, wertmäßig draufgezahlt.


    Eine (natürlich unzerbombte) Immobilie oder ein Stadtgrundstück hätte da viel mehr Rendite gebracht...



    Ein paar Gramm auf den Schwarzmarkt verticken, das ist eine Sache. Bei ein paar Kilo schaut das schon anders aus.....

    Zitat

    Original von nodollar
    Was ich damit meinte ist, dass die jeweiligen National/Bundesbanken in der Zwischenzeit anstatt Gold zu verleihen/verkaufen eher hätten Gold kaufen können - und zwar mit den faulen Dollarbeständen die da herumlungern.
    ......


    Und natürlich fällt es nicht auf, wenn die EZB auf einmal GOLD in großem Stil kauft. Nein, der Dollar fällt dann nicht, sodaß die hie rproduzierten waren auch nicht in den USA an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.....


    Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten :)

    Zitat

    Original von frost


    Das Problem ist, dass im Falle einer solchen Warnung vermutlich alle Leute wild Geld von der Bank holen, Gold kaufen, Lebensmittel hamstern würden etc. und damit den Crash so weit beschleunigen, dass Schutzmaßnahmen noch schwerer möglich würden. Wenn ich an deren Stelle wäre, würde ich auch versuchen, erstmal klammheimlich die Dollarreserven loszuwerden und dafür Rohstoffe (hauptsächlich Gold) und andere Währungen zu kaufen - es deutet sich ja auch an, dass so etwas passiert (Meldungen der letzten Tage). Dann müsste man langsam und vorsichtig die Leute dazu bringen, selbst weg vom Dollar und aus bedrohten Anlageformen zu gehen, aber in geregelten Wegen und ohne eine Panik zu provozieren, die alles noch verschlimmern würde.


    Genau so wird es sein. Aufgabe der Politik und der Notenbanken kann es derzeit nur noch sein, das Unabwendbare möglichst lange zu verzögern und möglichst gut abzufedern.


    Eine weiche Landung (kontinuierliche und ggf. langsam sich beschleunigende Geldentwertung) ist sicherlich besser, als eine schnelle (Hyperinflation).


    Die beste und ehrlichste Lösung wäre sicherlich eine Währungsreform und eine gesetzlich geregelte Beteiligung der Gläubiger (Sparer) an den real vorhandenen Schuldnervermögen. UNd dort, wo nichts ist, da hat der Kaiser halt sein Recht verloren. Jedoch wäre es politischer Selbstmord, soetwas öffentlich anzudenken geschweige denn zu versuchen, das durchzusetten. "Heilige Kühe" schlachtet man halt nicht [SIZE=7]ohne Not [/SIZE]:)

    Zitat

    Original von schuldenblase
    ....
    7. Dass es zu einer echten Silber-Verknappung kommt dürften wir auch daran erkennen, daß die Scheideanstalten Silber nicht mehr naserümpfend zu miesen Konditionen annehmen, sondern dafür auch ordentliche Preise zahlen und einen vernünftigen Service bieten - inklusive nachvollziehbarer Kostentransparenz.


    Und genau darauf kann man durchaus spekulieren.


    Dinge ändern sich manchmal.


    ...bräuchten die erst mal Unmengen an Gold. Und dann platzen alle Kredite, weil die Geldmenge fix ist und die Zinsen steigen werden bzw. zu niedrigen Zinsen keine weiteren Darlehn gewährt werden um andere Darlehn zurückzuzahlen.....

    Zitat

    Original von greenjg
    ....Es ist jedoch schon abzusehen ... das die Kapitalreserven in US fast aufgebraucht sind .. nur der Ausland kann noch Kapital liefern ... und ich denke Trichet wird jetzt den Dollar auf Tahlfahrt schicken ....


    mfg,


    greenjg


    Und darauf würde ich wiederum nicht wetten. Auch Europa ist exportabhängig. Schon alleine, um die Ölimporte zu bezahlen.


    Weniger exporte - weniger Dollars.


    Keine Exporte - keine Dollars.


    Wohin exportieren, wenn die USA ausfallen?. Nach China oder Japen, die dann auch soeben ihren Hauptabnehmer verloren haben? Oder in den nahen Osten (wohin dann jeder verkaufen will, weil er Öl braucht) oder nach Afrika oder Latein-Amerika, dort aber sind die Einkommen noch viel niedriger als hier und entsprechend andere Produkte werden dort in deutlich geringerem Wertvolumen nachgefragt. UNd auch diese Länder exportieren direkt ode rindirekt in die USA und hätten dann ein Problem.


    Kein Notenbankchef der Welt wird eine Währung auf Talfahrt schicken, in der er nennenswerte Devisenreserven hält. Denn das wäre völlig unlogisch und würde zudem die Stabilität der eigenen Währung gefährden, ohne daß dem Chancen gegenüberstehen anderswo eteas zu gewinnen.


    Ich bin daher der Auffassung, daß die Hauptleitwährungen Dollar, Euro, Yen und Yuan allein aufgrund psychologischer Effekte die mit den Höhen der Devisenreserven zusammenhängen auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet sind, was das Schicksal des US-Dollars betrifft.


    Sogenannte Carry-Trades und auf zu laxe Kreditvergabe zurückzuführende "Blasenbildungen" verstärken derlei Abhängigkeiten und erzeugen Resonanzen (Rückkopplungen), die sich sehr schnell und vor allem mit einer nicht zu unterschätzenden Eigendynamik hochschaukeln können.


    Weswegen sonst gibt es den IWF, das "plung protection team" und regelmäßige ZUsammenkünfte der Finanzminister und Notenbanker der wirtschaftlich wichtigsten Länder?.


    Entweder bleiben alle oder keiner.


    Und sollte der Dollar über die Klinge springen, dann bleibt er mit diesem Schicksal ganz gewiss nicht alleine.


    Da sitzen wir - weltweit - alle in einem Boot.


    Ich kann immer nur davor zu warnen, einen Dollarcrash herbeizusehnen oder auf einen wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA oder des Fiat-Money-Systems zu hoffen, ohne hier irgendjemanden derlei unterstellen zu wollen. Solange es so läuft, wie es läuft, läuft es irgendwie. Kommt es zu einem Zusammenbruch des Dollars, werden sehr wahrscheinlich alle anderen bedeutsamen Währungen folgen, den Schweizer Franken vielleicht ausgenommen. Das was denn kommen wird, das dürfte im Vergleich zu heute keinem Grundbesitzer, keinem Vermieter, keinen Aktienbesitzer und vor allem keinen Rohstoff- oder Zertifikatespekulanten / Bondbesitzer einen Zugewinn an realem Reichtum verschaffen. Relativ zu anderen mag es einigen von den erstgenannten dann viel besser gehen als momentan aber ob dem absolut so ist, das wage ich zu bezweifeln.


    Gold / Edelmetall mag ein geeignetes Instrument sein um ungedecktes und schuldnerabhängiges Geld in eine schuldnerfreie Form zu transformieren, die selbst noch nach einem Zusammenbruch der Fiat-Währungen Geltung besitzt. Jedoch ist dies noch lange kein Garant für Kaufkrafterhalt oder gar Konvertierbarkeit (Stichworte: Goldverbot, Anarchie).

    ja, auf jeden Topf passt ein Deckel.... und auf manchen groben Klotz ein noch gröberer Hammer :)


    Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das aktuelle liegt so nah?.


    Und angekommen beim Thema Rohstoffhausse stellt sich die Frage:


    Wie wird der (Teil-) Zusammenbruch der Rohstoffhausse, insbesonders beim Kupfer-, Nickel- Stahl- und Zinkpreis aussehen?.


    Daß das Wachstum in Asien nicht ununterbrochen und über Jahre in dem Tempo der Vergangenheit weitergehen kann, das dürfte wirklich JEDEM klar sein.


    Daß demnächst und bei diesen Preisen Überkapazitäten geschaffen bzw. am entstehen sind, ebenfalls.


    Gold hat sich (nominal in Dollar) gegen seinen 25-Jahres Tiefstständen "erst" etwas mehr als verdoppelt. Zudem hat Gold neben seiner Rolle als Schmuckmetall auch noch eine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel, lässt man industrielle und medizinische Anwendungen mal außen vor. Beim Kupfer beispielsweise sieht das völlig anders aus. Hier fragt nur die Industrie nach. Das meiste Kupfer dürfte bei Bau- und Infrastrukturmaßnahmen benötigt werden. Ist die Infrastruktur erst einmal aufgebaut, dann sinkt der Bedarf an zum Recycling zusätzlich gefördertem Metall schlagartig....


    Auch dem Silber muß man zu Gute halten, daß das Gold-Silber-Verhältnis mit derzeit etwa 1:50 noch weit von dem historischen Mittelwert, etwa 1:15 bis 1:12 entfernt ist.


    Welches Industriemetal könnte also zuerst implodieren und welche Metalle könnten mit in die Tiefe gerissen werden?.


    Was müsste passieren, damit es so weit kommt?.


    Außerdem: wer von einem Zusammenbruch des Fiat-Money-Systems ausgeht, der müsste doch einen zeitweilig straken Rückgang des Welthandels und somit einen Stopp beim Aufbau der Infrastrukturen in den Schwellenländern und somit real fallende Rohstoffpreise mit ins Kalkül einbeziehen?


    Gleichzeitig auf Industriemetalle und auf eine hyperinflationäre Entwicklung zu setzen, das wäre unlogisch. Allenfalls könnte man diverse Szenarien, die sich teilweise überschneiden aber auch teilweise ausschließen durchspielen und entsprechend seine Investments streuen....


    Bei dem irrsinigen Verbrauch vieler in den USA zugelassener "Personenkraftwagen" müsste das Benzin dort eigentlich noch viel teurer sein als hierzulande.


    Wer Rohstoffe sinnlos und in völlig unverhältnismäßiger Art und Weise verschwendet, der soll auch kräftig (überproportional) dafür bezahlen.


    Man kann sich auch mit Verbräuchen von 6 bis 8 Liter auf 100 km statt 15 bis 25 l automobil bewegen und bei weniger als 90 km/h zulässiger Höchstgeschwindigkeit auf Autobanen reichen Motoren mit 2 Litern Hubraum für PKW im Normalfall eigentlich aus (meine Meinung).



    So mancher in den USA zugelassene Gelände-PKW braucht mehr Benzin, als ein Lastkraftwagen mit 10 Tonnen Nutzlast Diesel.



    Ich selber habe lange Zeit einen PKW (Bj. 1986, 1,3 l Hubraum, Benzinverbrauch ca. 8 l/100 km gefahren und das Teil kürzlich für einen Gegenwert von etwa 12 g Gold verkauft ). Das hat mir völlig gereicht. Nun fahre ich einen PKW mit 2 Liter-Maschine und einem Verbrauch von knapp 6 l/100 km Dieselkraftstoff.


    Treibstoff aus Getreide finde ich bedenklich, solange Menschen verhungern. Aber danach fragt niemand in der Wirtschaft wirklich. Den Landwirten gönne ich die sich daraus ergebende Chance auf höhere Erzeugerpreise und die Option, sich so von der für viele ruhinösen Preisdrückerei des Großhandels etwas unabhängiger zu machen.


    Treibstoff aus Zellulose und Abfallprodukten hingegen ist eine sehr gute Alternative.


    Wen würde das nicht interessieren :)


    Zu den langfristigen OS mit "sehr geringem Aufgeld" folgendes:


    Angenommen es käme kurzfristig zu einer Verdoppelung des Basiswertes und anschließender Beruhigung des Handels (geringere Schwankungsbreiten), so wäre es dennoch denkbar, daß ein Schein, der momentan noch ca. 39 $ aus dem Geld ist und dann "nur" noch 26 $ aus dem Geld wäre dennoch unterhalb des jetzigen Ausgabekurses liegt und dann, wenn Silber langweilig geworden ist und es den Zockern nach anderen, schnelleren Verdienstmöglichkeiten giert billiger zurückgekauft wird.....


    Die Kurse werden schließlich vom Emittenten gestellt und dessen Modell zur Kursermittlung ist für die Käufer schlicht und einfach intransparent, weil als Formel oder Funktion (die auch - je nach Kurs - aus verschiedenen, ineinander übergreifenden Formeln, die auch Angebot und Nachfrageverhalten der Kundschaft beinhalten können) nicht beklannt ist. Und somit als "black box" angesehen werden muß, Überraschungen für die Kundschaft inklusive.

    gutso: Goldbarren kann man mit Ultraschall bzw. Messung der elektrischen Leitfähigkeit prüfen.


    Primitive Nachahmungen kann man schon mittels Tauchwägung (archimedisches Prinzip) zerstörungsfrei entlarven.


    Und im Zweifelsfall und von "privat" würde ich - wenn es schnell gehen muß und deutlich unter Marktpreis geht, die Dinger mit der Bohrmaschine (je nach Größe) mehrfach durchbohren und anschließend zu neuen Barren umformen lassen.

    Zu Waffen sage ich nur zwei Dinge:


    Wenn man im Krisenfall zur Waffe greifen muß, so dürfte es in den allermeisten Fällen bereits zu spät sein.


    (1) Sein Hab und Gut verteidigen vor Menschen, die unbewaffnet sind, das ist eine Sache.



    (2) Jedoch: wer einem anderen Vermögenswerte abnehmen möchte, der ist selber bewaffnet und er hat den Vorteil daß er Zeitpunkt und ggf. Umstände weitestgehends bestimmen kann auf seiner Seite. GGf. ist der organisiert, handelt arbeitsteilig und kann sogar sein Ziel belagern. Ist man auf sich alleine gestellt, hat man schon ein Zeit- und Schlafproblem.


    (3) es gibt technische Hilfsmittel gegen die sind Schusswaffen völlig wirkungslos. Mit einer leicht gepanzerten Planierraupe beispielsweise kann man eine ganze Wohnsiedlung (Einfamilienhäuser) in einer Nacht platt machen und die Trümmer anstecken, damit die Besatzer im Rauch ersticken. Am Morgen danach geht dann das Brandschatzen los.


    100 l bis 50 l Disesl reichen für ein paar hundert Häuschen völlig aus.


    Und richtige Panzer sind noch viel effeltiver. Die brauchen lediglich fahrfähig zu sein und laufen zur Not auch noch auf Pflanzenöl.....


    Ein bischen Inflation hier, und ein paar Bezugsscheine dort - geschenkt.


    Jedoch: Ohne staatliche Ordnung wird alles sehr sehr schwierig werden. Kommt es soweit, dann gibt´s eh nur noch Verlierer. UNd gegen organisierte Kriminalität ist der Einzelne machtlos. Dagegen kann man nur organisiert vorgehen, was irgendwas wie Ordnung und Arbeits- und damit auch Ressourcenteilung was Lebensmittel angeht voraussetzt.


    Ein toter, weil verhungerter Mitbürger ist im Verteidigungsfall Wert- und Nutzlos.

    Na dann schaut mal hier nach:


    http://www.emuenzen.de/forum/m…ren-unter-metallwert.html


    Die damals von mir geposteten Auktionen (100g-Goldbarren) sind vom selben Verkäufer, lavendel200, gewesen. Und: fristgerecht bezahlte Ware (u.a. 1-Unzen-Goldmünzen) wurde dann - entgegen meinen Erwartungen - auch an Forenmitglieder ausgeliefert bzw. bei Bezahlung übergeben.


    Auch sowas gibt es gelegentlich.


    Nur ein Kollege, der nicht in Vorleistung gehen wollte und dem der Weg zum Abholen zu weit war, der ging leer aus und ärgerte sich sicherlich über das entgangene Schnäppchen.


    Soweit die damaligen Erfahrungen mit diesem Anbieter.


    Ich bitte darum, diesen Hinweis nicht als Kaufempfehlung zu interpretieren. Jedem steht es frei, sich zu informieren, die Risiken selber abzuwägen und sein Ding dort und so zu machen, wo / wie er es für richtig hält.


    Nachher kommen und jammern und ggf. andere für Probleme verantwortlich machen, das ist nicht :)

    mexx: das wird wohl so oder so ähnlich kommen.


    (1) nach einem etwaigen totalen Crash werden wohl Goldmünzen und in Gold konvertible Banknoten ausgegeben werden müssen. Alles andere wird einfach nicht akzeptiert werden. Niemand wird mehr bereit sein, in ungedecktem Geld zu sparen. Geld für Investitionen stünde dann keines zur Verfügung. Steuern kann ein moderner Staat schließlich nicht in Schnaps, Zigaretten oder Nahrungsmitteln und Dienstleistungen erheben, das wäre dann der totale Zusammenbruch.


    Zur besseren psychologischen Unterstützung des Geldes zusätzlich Scheidemünzen aus Silber. Das Gold wird dabei - je nach Wirtschaftstätigkeit anfangs eine sehr hohe Kaufkraft haben. Vielleicht eine, die um ein vielfaches höher ist, als die heutige. Jedermann wird, ähnlich wie das im Kaiserreich war, sein Gold bei Prägeanstalten abliefern können, um gegen Entrichtung eines Schlagsatzes daraus Münzen zum bezahlen prägen lassen zu dürfen, die er auch ausgehändigt bekommt. Denn: jedes Goldstück mehr im Umlauf kurbelt die Wirtschaftstätigkeit an. Und: eine hohe Goldbewertung sorgt dafür, daß viel Gold gefördert wird, das als Geld dient.


    Und: ja: die Goldvorräte der Zentralbanken sind so groß, daß jede 10. Banknote durch Gold gedeckt sein muß, was die Anzahl der Noten begrenzt. Vorerst.


    Und Staaten, die dürfen sich die ersten paar Jahre kein Geld in eigenwährung leihen.


    Mit der Zeit verschwinden dann die Goldmünzen langsam, dafür kommen für jede durch die Notenbanken eingehaltene Goldmünzeneinheit 10 neue Banknoteneinheiten hinzu. Löhne und Preise bleiben weiterhin annähernd stabil. Und bei nominal zwei bis sechs Prozent Zinsen auf in Gold konvertibles Geld lohnen Umtaschaktionen Banknoten in Goldmünzen momentan nicht wirklich, weswegen die Goldvorräte solange unangetastet bleiben, wie nichts schlimmes geschieht.


    (2) in einer weiteren Phase kann ich mir vorstellen, daß Hypotheken als Sicherheit zur Ausgabe von weiteren Banknoten dienen, d.h.: die Geldmenge steigt und somit die Zinsbelastung. Staaten leihen sich bereits schon wieder Geld, aber die Preise steigen langsamer, als die Einkommen der noch prosperierenden Wirtschaft und Steuern und Abgaben sind noch moderat.... Jetzt genau wäre die Gelegenheit, Banknoten in Gold zu tauschen und sobald solche Transaktionen vermehrt vorgenommen werden, schließt der Staat das Goldfenster. Gold wird ab dann "nur" noch in Geld gehandelt. Goldmünzen verschwinden aus dem Zahlungsverkehr, sobald sich der Goldwert den aufgeprägten Geldwert überschreitet. Doch soweit denken die meisten Menschen noch nicht.....


    (3) nach etwa dreißig bis 45 Jahren wird die Golddeckung weitestgehends aufgehoben / ausgehöhlt sein und nach etwa 60 bis 70 Jahren sind wir dann im günstigsten Fall wieder annährend dort, wo wir heute stehen. Gold wird dann wieder in Geld gehandelt und steigt langfristig proportional zum Geldmengenwachstum bzw. zur Teuerung. In ungünstigeren Fällen kann es viel schneller erneut bergab gehen.


    mexx: Kursschwankungen beim Gold sind eine Sache. Was soll´s. Solange man physisch, nicht übermäßig und / oder auf Kredit gekauft hat, kann man das alles ganz gelassen sehen.


    Gute Nerven hingegen müsste eigentlich der haben, der hundertprozentig in Geld, statt großteils in Edelmetall, Immobilien und anderen Realwerten investiert ist oder gar auf Kredit spekuliert oder sich von KO-Schwellen, Terminen oder anderen Unwägsamkeiten abhängig gemacht hat .