Beiträge von mesodor39

    Zitat

    Original von greenjg
    ....Es ist jedoch schon abzusehen ... das die Kapitalreserven in US fast aufgebraucht sind .. nur der Ausland kann noch Kapital liefern ... und ich denke Trichet wird jetzt den Dollar auf Tahlfahrt schicken ....


    mfg,


    greenjg


    Und darauf würde ich wiederum nicht wetten. Auch Europa ist exportabhängig. Schon alleine, um die Ölimporte zu bezahlen.


    Weniger exporte - weniger Dollars.


    Keine Exporte - keine Dollars.


    Wohin exportieren, wenn die USA ausfallen?. Nach China oder Japen, die dann auch soeben ihren Hauptabnehmer verloren haben? Oder in den nahen Osten (wohin dann jeder verkaufen will, weil er Öl braucht) oder nach Afrika oder Latein-Amerika, dort aber sind die Einkommen noch viel niedriger als hier und entsprechend andere Produkte werden dort in deutlich geringerem Wertvolumen nachgefragt. UNd auch diese Länder exportieren direkt ode rindirekt in die USA und hätten dann ein Problem.


    Kein Notenbankchef der Welt wird eine Währung auf Talfahrt schicken, in der er nennenswerte Devisenreserven hält. Denn das wäre völlig unlogisch und würde zudem die Stabilität der eigenen Währung gefährden, ohne daß dem Chancen gegenüberstehen anderswo eteas zu gewinnen.


    Ich bin daher der Auffassung, daß die Hauptleitwährungen Dollar, Euro, Yen und Yuan allein aufgrund psychologischer Effekte die mit den Höhen der Devisenreserven zusammenhängen auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet sind, was das Schicksal des US-Dollars betrifft.


    Sogenannte Carry-Trades und auf zu laxe Kreditvergabe zurückzuführende "Blasenbildungen" verstärken derlei Abhängigkeiten und erzeugen Resonanzen (Rückkopplungen), die sich sehr schnell und vor allem mit einer nicht zu unterschätzenden Eigendynamik hochschaukeln können.


    Weswegen sonst gibt es den IWF, das "plung protection team" und regelmäßige ZUsammenkünfte der Finanzminister und Notenbanker der wirtschaftlich wichtigsten Länder?.


    Entweder bleiben alle oder keiner.


    Und sollte der Dollar über die Klinge springen, dann bleibt er mit diesem Schicksal ganz gewiss nicht alleine.


    Da sitzen wir - weltweit - alle in einem Boot.


    Ich kann immer nur davor zu warnen, einen Dollarcrash herbeizusehnen oder auf einen wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA oder des Fiat-Money-Systems zu hoffen, ohne hier irgendjemanden derlei unterstellen zu wollen. Solange es so läuft, wie es läuft, läuft es irgendwie. Kommt es zu einem Zusammenbruch des Dollars, werden sehr wahrscheinlich alle anderen bedeutsamen Währungen folgen, den Schweizer Franken vielleicht ausgenommen. Das was denn kommen wird, das dürfte im Vergleich zu heute keinem Grundbesitzer, keinem Vermieter, keinen Aktienbesitzer und vor allem keinen Rohstoff- oder Zertifikatespekulanten / Bondbesitzer einen Zugewinn an realem Reichtum verschaffen. Relativ zu anderen mag es einigen von den erstgenannten dann viel besser gehen als momentan aber ob dem absolut so ist, das wage ich zu bezweifeln.


    Gold / Edelmetall mag ein geeignetes Instrument sein um ungedecktes und schuldnerabhängiges Geld in eine schuldnerfreie Form zu transformieren, die selbst noch nach einem Zusammenbruch der Fiat-Währungen Geltung besitzt. Jedoch ist dies noch lange kein Garant für Kaufkrafterhalt oder gar Konvertierbarkeit (Stichworte: Goldverbot, Anarchie).

    ja, auf jeden Topf passt ein Deckel.... und auf manchen groben Klotz ein noch gröberer Hammer :)


    Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das aktuelle liegt so nah?.


    Und angekommen beim Thema Rohstoffhausse stellt sich die Frage:


    Wie wird der (Teil-) Zusammenbruch der Rohstoffhausse, insbesonders beim Kupfer-, Nickel- Stahl- und Zinkpreis aussehen?.


    Daß das Wachstum in Asien nicht ununterbrochen und über Jahre in dem Tempo der Vergangenheit weitergehen kann, das dürfte wirklich JEDEM klar sein.


    Daß demnächst und bei diesen Preisen Überkapazitäten geschaffen bzw. am entstehen sind, ebenfalls.


    Gold hat sich (nominal in Dollar) gegen seinen 25-Jahres Tiefstständen "erst" etwas mehr als verdoppelt. Zudem hat Gold neben seiner Rolle als Schmuckmetall auch noch eine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel, lässt man industrielle und medizinische Anwendungen mal außen vor. Beim Kupfer beispielsweise sieht das völlig anders aus. Hier fragt nur die Industrie nach. Das meiste Kupfer dürfte bei Bau- und Infrastrukturmaßnahmen benötigt werden. Ist die Infrastruktur erst einmal aufgebaut, dann sinkt der Bedarf an zum Recycling zusätzlich gefördertem Metall schlagartig....


    Auch dem Silber muß man zu Gute halten, daß das Gold-Silber-Verhältnis mit derzeit etwa 1:50 noch weit von dem historischen Mittelwert, etwa 1:15 bis 1:12 entfernt ist.


    Welches Industriemetal könnte also zuerst implodieren und welche Metalle könnten mit in die Tiefe gerissen werden?.


    Was müsste passieren, damit es so weit kommt?.


    Außerdem: wer von einem Zusammenbruch des Fiat-Money-Systems ausgeht, der müsste doch einen zeitweilig straken Rückgang des Welthandels und somit einen Stopp beim Aufbau der Infrastrukturen in den Schwellenländern und somit real fallende Rohstoffpreise mit ins Kalkül einbeziehen?


    Gleichzeitig auf Industriemetalle und auf eine hyperinflationäre Entwicklung zu setzen, das wäre unlogisch. Allenfalls könnte man diverse Szenarien, die sich teilweise überschneiden aber auch teilweise ausschließen durchspielen und entsprechend seine Investments streuen....


    Bei dem irrsinigen Verbrauch vieler in den USA zugelassener "Personenkraftwagen" müsste das Benzin dort eigentlich noch viel teurer sein als hierzulande.


    Wer Rohstoffe sinnlos und in völlig unverhältnismäßiger Art und Weise verschwendet, der soll auch kräftig (überproportional) dafür bezahlen.


    Man kann sich auch mit Verbräuchen von 6 bis 8 Liter auf 100 km statt 15 bis 25 l automobil bewegen und bei weniger als 90 km/h zulässiger Höchstgeschwindigkeit auf Autobanen reichen Motoren mit 2 Litern Hubraum für PKW im Normalfall eigentlich aus (meine Meinung).



    So mancher in den USA zugelassene Gelände-PKW braucht mehr Benzin, als ein Lastkraftwagen mit 10 Tonnen Nutzlast Diesel.



    Ich selber habe lange Zeit einen PKW (Bj. 1986, 1,3 l Hubraum, Benzinverbrauch ca. 8 l/100 km gefahren und das Teil kürzlich für einen Gegenwert von etwa 12 g Gold verkauft ). Das hat mir völlig gereicht. Nun fahre ich einen PKW mit 2 Liter-Maschine und einem Verbrauch von knapp 6 l/100 km Dieselkraftstoff.


    Treibstoff aus Getreide finde ich bedenklich, solange Menschen verhungern. Aber danach fragt niemand in der Wirtschaft wirklich. Den Landwirten gönne ich die sich daraus ergebende Chance auf höhere Erzeugerpreise und die Option, sich so von der für viele ruhinösen Preisdrückerei des Großhandels etwas unabhängiger zu machen.


    Treibstoff aus Zellulose und Abfallprodukten hingegen ist eine sehr gute Alternative.


    Wen würde das nicht interessieren :)


    Zu den langfristigen OS mit "sehr geringem Aufgeld" folgendes:


    Angenommen es käme kurzfristig zu einer Verdoppelung des Basiswertes und anschließender Beruhigung des Handels (geringere Schwankungsbreiten), so wäre es dennoch denkbar, daß ein Schein, der momentan noch ca. 39 $ aus dem Geld ist und dann "nur" noch 26 $ aus dem Geld wäre dennoch unterhalb des jetzigen Ausgabekurses liegt und dann, wenn Silber langweilig geworden ist und es den Zockern nach anderen, schnelleren Verdienstmöglichkeiten giert billiger zurückgekauft wird.....


    Die Kurse werden schließlich vom Emittenten gestellt und dessen Modell zur Kursermittlung ist für die Käufer schlicht und einfach intransparent, weil als Formel oder Funktion (die auch - je nach Kurs - aus verschiedenen, ineinander übergreifenden Formeln, die auch Angebot und Nachfrageverhalten der Kundschaft beinhalten können) nicht beklannt ist. Und somit als "black box" angesehen werden muß, Überraschungen für die Kundschaft inklusive.

    gutso: Goldbarren kann man mit Ultraschall bzw. Messung der elektrischen Leitfähigkeit prüfen.


    Primitive Nachahmungen kann man schon mittels Tauchwägung (archimedisches Prinzip) zerstörungsfrei entlarven.


    Und im Zweifelsfall und von "privat" würde ich - wenn es schnell gehen muß und deutlich unter Marktpreis geht, die Dinger mit der Bohrmaschine (je nach Größe) mehrfach durchbohren und anschließend zu neuen Barren umformen lassen.

    Zu Waffen sage ich nur zwei Dinge:


    Wenn man im Krisenfall zur Waffe greifen muß, so dürfte es in den allermeisten Fällen bereits zu spät sein.


    (1) Sein Hab und Gut verteidigen vor Menschen, die unbewaffnet sind, das ist eine Sache.



    (2) Jedoch: wer einem anderen Vermögenswerte abnehmen möchte, der ist selber bewaffnet und er hat den Vorteil daß er Zeitpunkt und ggf. Umstände weitestgehends bestimmen kann auf seiner Seite. GGf. ist der organisiert, handelt arbeitsteilig und kann sogar sein Ziel belagern. Ist man auf sich alleine gestellt, hat man schon ein Zeit- und Schlafproblem.


    (3) es gibt technische Hilfsmittel gegen die sind Schusswaffen völlig wirkungslos. Mit einer leicht gepanzerten Planierraupe beispielsweise kann man eine ganze Wohnsiedlung (Einfamilienhäuser) in einer Nacht platt machen und die Trümmer anstecken, damit die Besatzer im Rauch ersticken. Am Morgen danach geht dann das Brandschatzen los.


    100 l bis 50 l Disesl reichen für ein paar hundert Häuschen völlig aus.


    Und richtige Panzer sind noch viel effeltiver. Die brauchen lediglich fahrfähig zu sein und laufen zur Not auch noch auf Pflanzenöl.....


    Ein bischen Inflation hier, und ein paar Bezugsscheine dort - geschenkt.


    Jedoch: Ohne staatliche Ordnung wird alles sehr sehr schwierig werden. Kommt es soweit, dann gibt´s eh nur noch Verlierer. UNd gegen organisierte Kriminalität ist der Einzelne machtlos. Dagegen kann man nur organisiert vorgehen, was irgendwas wie Ordnung und Arbeits- und damit auch Ressourcenteilung was Lebensmittel angeht voraussetzt.


    Ein toter, weil verhungerter Mitbürger ist im Verteidigungsfall Wert- und Nutzlos.

    Na dann schaut mal hier nach:


    http://www.emuenzen.de/forum/m…ren-unter-metallwert.html


    Die damals von mir geposteten Auktionen (100g-Goldbarren) sind vom selben Verkäufer, lavendel200, gewesen. Und: fristgerecht bezahlte Ware (u.a. 1-Unzen-Goldmünzen) wurde dann - entgegen meinen Erwartungen - auch an Forenmitglieder ausgeliefert bzw. bei Bezahlung übergeben.


    Auch sowas gibt es gelegentlich.


    Nur ein Kollege, der nicht in Vorleistung gehen wollte und dem der Weg zum Abholen zu weit war, der ging leer aus und ärgerte sich sicherlich über das entgangene Schnäppchen.


    Soweit die damaligen Erfahrungen mit diesem Anbieter.


    Ich bitte darum, diesen Hinweis nicht als Kaufempfehlung zu interpretieren. Jedem steht es frei, sich zu informieren, die Risiken selber abzuwägen und sein Ding dort und so zu machen, wo / wie er es für richtig hält.


    Nachher kommen und jammern und ggf. andere für Probleme verantwortlich machen, das ist nicht :)

    mexx: das wird wohl so oder so ähnlich kommen.


    (1) nach einem etwaigen totalen Crash werden wohl Goldmünzen und in Gold konvertible Banknoten ausgegeben werden müssen. Alles andere wird einfach nicht akzeptiert werden. Niemand wird mehr bereit sein, in ungedecktem Geld zu sparen. Geld für Investitionen stünde dann keines zur Verfügung. Steuern kann ein moderner Staat schließlich nicht in Schnaps, Zigaretten oder Nahrungsmitteln und Dienstleistungen erheben, das wäre dann der totale Zusammenbruch.


    Zur besseren psychologischen Unterstützung des Geldes zusätzlich Scheidemünzen aus Silber. Das Gold wird dabei - je nach Wirtschaftstätigkeit anfangs eine sehr hohe Kaufkraft haben. Vielleicht eine, die um ein vielfaches höher ist, als die heutige. Jedermann wird, ähnlich wie das im Kaiserreich war, sein Gold bei Prägeanstalten abliefern können, um gegen Entrichtung eines Schlagsatzes daraus Münzen zum bezahlen prägen lassen zu dürfen, die er auch ausgehändigt bekommt. Denn: jedes Goldstück mehr im Umlauf kurbelt die Wirtschaftstätigkeit an. Und: eine hohe Goldbewertung sorgt dafür, daß viel Gold gefördert wird, das als Geld dient.


    Und: ja: die Goldvorräte der Zentralbanken sind so groß, daß jede 10. Banknote durch Gold gedeckt sein muß, was die Anzahl der Noten begrenzt. Vorerst.


    Und Staaten, die dürfen sich die ersten paar Jahre kein Geld in eigenwährung leihen.


    Mit der Zeit verschwinden dann die Goldmünzen langsam, dafür kommen für jede durch die Notenbanken eingehaltene Goldmünzeneinheit 10 neue Banknoteneinheiten hinzu. Löhne und Preise bleiben weiterhin annähernd stabil. Und bei nominal zwei bis sechs Prozent Zinsen auf in Gold konvertibles Geld lohnen Umtaschaktionen Banknoten in Goldmünzen momentan nicht wirklich, weswegen die Goldvorräte solange unangetastet bleiben, wie nichts schlimmes geschieht.


    (2) in einer weiteren Phase kann ich mir vorstellen, daß Hypotheken als Sicherheit zur Ausgabe von weiteren Banknoten dienen, d.h.: die Geldmenge steigt und somit die Zinsbelastung. Staaten leihen sich bereits schon wieder Geld, aber die Preise steigen langsamer, als die Einkommen der noch prosperierenden Wirtschaft und Steuern und Abgaben sind noch moderat.... Jetzt genau wäre die Gelegenheit, Banknoten in Gold zu tauschen und sobald solche Transaktionen vermehrt vorgenommen werden, schließt der Staat das Goldfenster. Gold wird ab dann "nur" noch in Geld gehandelt. Goldmünzen verschwinden aus dem Zahlungsverkehr, sobald sich der Goldwert den aufgeprägten Geldwert überschreitet. Doch soweit denken die meisten Menschen noch nicht.....


    (3) nach etwa dreißig bis 45 Jahren wird die Golddeckung weitestgehends aufgehoben / ausgehöhlt sein und nach etwa 60 bis 70 Jahren sind wir dann im günstigsten Fall wieder annährend dort, wo wir heute stehen. Gold wird dann wieder in Geld gehandelt und steigt langfristig proportional zum Geldmengenwachstum bzw. zur Teuerung. In ungünstigeren Fällen kann es viel schneller erneut bergab gehen.


    mexx: Kursschwankungen beim Gold sind eine Sache. Was soll´s. Solange man physisch, nicht übermäßig und / oder auf Kredit gekauft hat, kann man das alles ganz gelassen sehen.


    Gute Nerven hingegen müsste eigentlich der haben, der hundertprozentig in Geld, statt großteils in Edelmetall, Immobilien und anderen Realwerten investiert ist oder gar auf Kredit spekuliert oder sich von KO-Schwellen, Terminen oder anderen Unwägsamkeiten abhängig gemacht hat .


    Ach so: Gold wird bei einer Währungsreform gegenüber GELD also - ganz nebenbei . mal eben um 90 Prozent abgewertet und besitzt dann nur noch 10 Prozent der Kaufkraft, wie zuvor und in dem anderen Szenario ist - hat Gold basierend auf den aktuellen Kursen real nichts gewonnen?.


    Egal, wie es kommen wird: Neues, ungedecktes Geld, das wird keiner mehr annehmen. Zwischenstaatlicher Handel in ungedecktem Geld - das gibt´s dann gewiss nicht!. Kein Chinese und auch kein anderer Produzent einer Exportnation würde nach einer Geldentwertung erneut ungedecktes Papiergeld nehmen. Öl, das gäb´s nur noch gegen Waren oder GOLD....


    Also verbleibt dann nur die Möglichkeit Ware gegen Ware oder einer allgemein anerkannten, als Zahlungsausgleichsmittel dienenden Ware wie z.B. GOLD.


    Allein von daher wird GOLD relativ betrachtet an Wert zunehmen müssen, d.h.: die Kaufkraft des Goldes muß bei gedeckten Währungen zwangsläufig steigen. Am Golde hängt, zum Golde drängt dann einiges wieder.....


    ....und natürlich zum Öl :)


    Ein gegenteiliges Szenario wäre nur dann denkbar, wenn der gesamte Welthandel und auch alle nationalen Infrastrukturen, Transporte und Transaltionen völlig zusammenbrechen...


    Dann gäbe es für Gold keine Verwendung mehr. Tauschhandel und regionale Zahlungsmittel (z.B. Kupfer- oder Silbergeld) wären dann angesagt. Wahrscheinlich liefe alles auf eine (oder mehrere nationale / regionale / kontinentale) Kupferwährung(en) hinaus, den genug Silber gibt´s nicht mehr.


    Dann aber wird nich t1:10, 1:100 oder 1:1000 denomimiert, sondern vielleicht 1: 1.000.000.000.000 oder überhaupt nicht, weil das alte Geld völlig für kraftlos erklärt wird.... um einen definitiven Schlusstrich ziehen zu können.


    Und damit kann man Fiat-Money, Fiat-Money-Renditen usw. ganz VERGESSEN. Alles wäre dann als das bestätigt, was es schon lange Zeit davor war: pure Illusion.


    Auch dieses Szenario wäre denkbar.

    Ich meine, daß in dem Zitat eine ganze Menge Wahrheit steckt. Derjenige, der mit ungedecktem Geld auf Einkaufstour geht, eignet sich - moralisch betrachtet - unrechtmäßig Vermögenswerte an.


    Und natürlich geht das Preissteigerungsspiel stets zu Lasten von Firmen, die aus ihren aus Absetzung für Abnutzung gebildeten Kapitalstock ausrangierte Anlagegüter ersetzen müssen, die dann nicht mehr zu den Preisen erhältlich sind, die die ausrangierten Güter vormals gekostet haben.


    Profiteure sind die Banken und die Finanzindustrie (z.B. Leasinggesellschaften), die mangels Eigenkapital (was ja weginflationiert wurde) nun Kredite vergeben und Leasingverträge abschließen können.


    Alles das geht letztendlich zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit. Denn: billiger wird dadurch nichts.


    Und es fördert den ruhinösen Wettbewerb und den Wettbewerbsdruck, denn: Zinsen und Leasingraten müssen zusätzlich zu Löhnen, Material usw. bezahlt werden.


    Stichworte: Zinseszinseffekt, Zinssklaverei.

    Zitat

    Original von mexx
    Herr Eichenburg spricht von Realitätsverweigerung,die Realität ist doch das wir am Dollar hängen.


    Und Realität ist auch das wir das Gold niemals akzeptieren
    werden, ja schon zum "spekulieren".


    Aber das hat nichts mit "Realitätsverweigerung" zu tun.


    mexx: Realität ist das, was momentan ist.


    Gewiss ist es momentan so, daß trotz exorbitanter Geldschöpfung Geld in Form von Fiat-Money weltweit für Zahlungen akzeptiert wird. Und ganz besonders gerne akzeptiert werden momentan US-Dollars und seit kurzem auch Euros.


    Diese Realität zu leugnen, das wäre völlig zwecklos und würde von Realitätsverlust in einem mehr als bedenklichem Ausmaß zeugen.


    Realität ist auch, daß die Geldmengen und die Kreditmengen (was großteils das selbe ist) seit Jahren viel stärker wachsen als die reale Wirtschaft.


    Diese Realität wird keineswegs vollkommen von den Menschen verdrängt; weltweit hohe Aktienkurse und in vielen Regionen dieser Welt bedenklich hoch bewertete Immobilien sind die Folge dieser partiell durchaus wahrgenommenen Geldmengenausweitung. Und seit kurzem auch sehr stark gestiegene Rohstoffpreise. Ohne ständig neues Geld, das den Wirtschaftskreislauf anheizen soll, keine preissteigernde Nachfrage.


    In Anbetracht dieser Fakten jedoch muß man den Menschen, die ausschließlich und langfristig in Geld sparen schon eine gehörige Portion Realitätsverweigerung und Realitätsverdrängung vorwerfen, denn die ersten Folgen der Geldmengenerhöhung sind bereits offensichtlich und jeder, der bereit ist auch unangenehmen Wahrheiten Rechnung zu tragen, der weis doch, was das für den Geldwert bedeutet.


    Denn es kann durchaus sein, was nicht sein darf.....



    Alles ändert sich mit der Zeit. Und auch unsere Wirklichkeit und deren Wahrnehmung ist nicht statisch sondern ein sehr dynamischer Prozess. Wer nicht bereit ist, Veränderungen Rechnung zu tragen, der wird davon überrollt werden. Auch und gerade der der versucht, den Kopf in den Sand zu stecken und es vorzieht diejenigen für einen Misstand verantwortlich zu machen, die darauf hinweisen anstatt längst vorhandene Erkenntnisse durch adäquate Verhaltensweisen Rechnung zu tragen. Wobei derlei Reaktionen sowohl im Tierreich (z.B. Strauß) als auch bei den Menschen vorkommen und wohl mit der Evolution zusammenhängen....


    Der Mensch ist längst nicht so vernünftig und rational, wie viele vielleicht glauben.

    Zitat

    Original von nepton
    Hallo,


    ich hoffe meine Frage ist nicht ganz unangebracht.


    Was meinst du damit, dass es 72 von 73 Edelmetallbesitzern treffen würde? Meinst du damit die 72 EM-Besitzer, die ihre EM nur auf Papier besitzen, oder auch welche, die im physischen Besitz dessen sind?


    Es gibt Autoren, die behaupten, daß es 72 mal soviele Goldzertifikate und Goldderivate gibt, wie physisch vorhandenes Gold. Alle Ansprüche auf Gold, die nicht durch hinterlegtes Gold abgesichert sind, werden als "Papiergold" bezeichnet.


    Wobei anderen Artikeln zufolge das meiste Gold wohl mittlerweile in Schmuckform überführt wurde und nicht mehr als Barren- oder Zentralbankgold existiert und somit momentan nicht bösenfähig ist.


    Das bedeutet, daß von 73 Anlegern, die einen rechtlich begründeten Anspruch auf einen Goldbarren zu haben - statistisch betrachtet - lediglich ein Anleger kommt, der tatsächlich solch ein Teil sein Eigen nennt (!).


    Weswegen ein sehr unausgeglichenes Verhältnis zwischen lieferbarem Gold und Lieferansprüchen auf Gold besteht.


    Dies wiederum hat viele Emittenten von auf Gold lautenden Leiferansprüchen dazu bewogen, sich - je nach vertraglicher Gestaltung -grundsätzlich oder unter besonders definierten Umständen anstelle einer Goldlieferung das Recht vorzubehalten, den Goldanspruch in Geld statt in Gold befriedigen zu dürfen.


    Ganz dreiste Emittenten behalten sich sogar ein Kündigungsrecht einer noch nicht abgerufenen Goldlieferung zum Ausgabekurs des Goldzertifikates vor, d.h. der Investor kann trotz Goldpreisanstieg jederzeit zu seinem deutlich unter Wert liegendem Einstiegskurs (und auch noch zinslos) abgefunden werden, vorausgesetzt daß er nicht vorher (also vor Zugang der Kündigung des Zertifikates durch den Emittenten) auf Auslieferung bestanden hat.


    Käme es zu einer Krise und / oder Geldentwertung, dann würden, wiederum rein statistisch betrachtet, schlimmstenfalls mindestens 72 von 73 "Goldbesitzern", die in Wirklichkeit "nur" Goldbezugsberechtigte sind faktisch leer ausgehen.


    Bestenfalls 1/73 aller Goldinvestitionen sind durch physisches Metall unterlegt. Und ein Teil dieses dreiundsiebstigstel ist auf die Menschen konzentriert, die Gold physisch besitzen. Meist sind es Frauen, die sich damit schmücken und Gold garnicht als Wertanlage oder Mittel zur Kapitalaufbewahrung und / oder zur Vermögenssicherung sehen. Ein anderer Teil der Goldmenge dient den Zentralbanken als Währungsreserve und ist somit bis auf weiteres ebenfalls nicht am Markt verfügbar.


    Will sagen: derjenige, der auch im Krisenfall erfolgreich sein Gold als Notgroschen oder zur Schnäppchenjagd verwenden will, der muß es schon physisch besitzen. Alle anderen Goldinvestoren können bestenfalls auf Preissteigerungen und Spekulationsgewinne außerhalb einer Währungskrise hoffen.


    Und wenn man Gold oder Edelmetall mit vielleicht 5 bis 15 Prozent am Gesamtvermögen - neben anderen Optionen - auch als eine Versicherung für den Krisenfall betrachtet, so stellt sich doch die Frage nach dem Wert einer Versicherung für den Versicherungsnehmer, die im Schadensfall nicht leisten kann (Papiergold).

    Zitat

    Original von Anzugpunk
    Das ist doch die Härte... :D


    Nein. Es ist die Realität. Sowas zeigt uns, wieviel dummes, gieriges Geld unterwegs ist und sehnsüchtig darauf wartet in die richtigen Hände zu gelangen. Doch ein "Erlöser" der ist nicht in Sicht, weswegen es wohl ein Opfer der Inflation und / oder der Denomination werden wird.


    Das viele, schöne Geld, lachtot :)


    vor ca. 170 Jahren hat ein Lehrer in England ca. 60 Soverigns im Jahr bekommen, womit wir bei etwa einer Unze Gold je Monat wären.


    Im Fall einer währungsbedingten Weltwirtschaftskrise dürfte der Wert des Goldes vielleicht auch noch deutlich höher liegen, zumal statistisch betrachtet etwa nur 20 g Gold je Erdenbürger übverhaupt existent sein dürften. Die deutschen Goldreserven, (ohne Abzug von Ausleihungen) machen etwa 40 g je Bundesbürger aus.


    Es kann aber auch ganz anders kommen, wenn die Produktion in der Landwirtschaft extrem einbricht oder es Probleme beim Transport gibt, wofür einiges sprechen würde.....


    Klar wären Nahrungsmittel in der Krise nicht schlecht. Jedoch: wer hat geeignete und entsprechende Vorräte? Alles was in Kühlschränken und -truhen ist, kann man bei einem längeren Stromausfall schon mal vergessen....


    wef: Das "Spiel" kann auch schon dann vorbei sein, wenn Fiat-Money-Gläubige mit Bündeln wertlosen oder geringwertigen Geldes Edelmetall und Sachwerte kaufen wollen, aber nichts oder kaum noch was dafür bekommen. Und genau so dürfte es - statistisch betrachtet - etwa 72 von 73 Edelmetallbesitzern ergehen (egal, wer das nun ist oder nicht), wenn es stimmt, daß die Menge beispielsweise des Papiergoldes die des physischen um das 72-fache übersteigt. Da beißt die maus keinen Faden ab. Die überwiegende Masse (über 98,5 Prozent) beispielsweise der Gold-Anleger wird es im Krisenfall treffen, vorausgesetzt, die Grundannahme ist zutreffend.


    Die meisten "Zertifikate-Inhaber" dürften - meiner Einschätzung zu Folge - jedoch erst garnicht in derlei Verlegenheit kommen, weil sich deren Geschäftspartner schon vorher ihr Vermögen über geschickte, als Zertifikate getarnte "Wettzettel" oder "Umverteilungsmechanismen" angeeignet haben. Das genau ist das Schicksal der modernen Spieler.


    Im Übrigen glaube ich sehr wohl daran, dazugelernt zu haben. Die Versuchung des schnellen Geldes kenne ich sehr gut und ich bin ihr auch oft erlegen. Mit Aktien verdiente ich 2000 und 2001, zu einer Zeit, als Modewerte schon fielen und später bereits am Boden lagen noch richtig gutes Geld (sehr zur Verwunderung meines Finanzamtes). Öfter mal hab eich in diesem Zeitraum 2000, 5.000 oder auch 10.000 EUR am Tag verdient und realisiert. Auch mit Kredit, wobei ich meine Wertpapiere maximal bis 25 Prozent beliehen habe und ich in der Endphase wegen der sich abzeichnenden höheren Risiken dann garnichts mehr mit Kredit unternommen habe. Geholfen hat es mir allerdings wenig. Am Ende waren 80 Prozent meines Geldvermögens futsch. Easy come - easy go.


    Mittlerweile stehe ich "geldzählermäßigmäßig" wieder besser da, als damals, auf dem Höhepunkt meines "Aktien- und Geldvermögens". Auch deswegen, weil ich seit dem keine Geschäfte mehr gemacht habe, deren Auswirkungen die Möglichkeit eines Totalverlustes beispielsweise der Insolvenz eines Schuldners / Anspruchsgegners oder einer juristischen Person beinhalten....


    und ich bemüht bin, etwas von dem zu verstehen, was ich tue und dementsprechend zu handeln.


    Es ist eine Sache, REAL Geld zu verdienen. Eine andere Sache ist es, Geld bei Wetten und spielbankähnlichen Institutionen verdienen zu wollen.


    Genau so, wie es eine Sache ist, in abstrakten Ansprüchen zu sparen ode rin greifbaren, physisch vorhandenen Dingen. Dinge, über die man selbst Verfügungsgewalt besitzt.


    Letztendlich aber dürfte es so sein, daß die allermeisten Menschen ihre Erfahrungen selber machen müssen, wobei ich mich selber da nicht ausnehmen will.

    Zitat

    Original von LeFabrizio
    Persönlich hält mich davon ab, daß man sie bei der Bundesbank im Notfall in Euro umtauschen müßte. Da hilft mir der Silberpreis gar nix.


    mfG Fab


    Stimmt. Wenn der Silberpreis sehr stark fällt, partizipiert man am Verlust nur ein klein wenig. Steigt er sehr stark, so kann man die Dinger vor einem Verkauf zu Barren einschmelzen lassen und mit hohem Profit verkaufen. Ohne ein größeres Kursrisiko nach unten.


    PS: wer mit Gewalt liquide sein muß, der sollte die Finger von Edelmetall lassen oder genau in solche Silberzehner investieren, denn die kann er (noch) fast zum Nennwert kaufen und im Bedarfsfall derzeit noch sofort zur Bundesbank bringen und umtauschen.


    Wo gibtßs das schon: physisches Silber mit automatischem und völlig sicherem, weil durch die Bundesbank garantiertem stopp-loss?.


    Anstelle 2-3 Monatsgehälter Barreserve geht theoretisch auch 1 Monatsgehalt auf dem Girokonto + 2 Monatsgehälter in Silbermünzen.


    Und: kommt es hart auf hart und Geld wird nicht ode rkaum mehr akzeptiert, dann hat man Edelmetall in kleinen Stückelungen und ist extrem flexibel.


    Und der Euro?. Der ist doch devisenreservenmäßig großteils durch Dollarreserven abgesichert?. Und natürlich durch Gold, das aber - wenn auch ganz langsam - zur Kurspflege (von welcher Währung denn wohl???) von der EZB verkauft wird.


    Das ist doch nur ein Sturm im Wasserglas.
    Und die Dollars??? die werden von der EZB gegen frisch gedruckte Euros gewechselt??????


    Woher sonst sollen so viele Euros kommen???




    Heftig würde es werden, wenn solche Staaten Dollars zu Gunsten von Gold verkaufen würden.

    Zitat

    Original von T-Trinker
    "Richtig gewinnen konte bislang nur, wer ausgewählte Aktien oder Auslandsimmobilien erwarb."


    Meine Silber-Zertifikate haben sich innerhalb eines Jahres verfünffacht. Für mich zumindest ist das ein "richtiger Gewinn" :)


    Gewiss.


    Jedoch: man sollte sein Geld erst dann zählen, wen man aufgestanden ist, und den Spieltisch verlassen hat.....


    nicht jedoch schon, wenn das Spiel noch in vollem Gange ist.


    Wie der Zusammenbruch des Fiat-Money ausschaut?.


    Genau so, wie sich dessen Anfangsphase momentan abspielt: Rohstoff-, Immobilien- und Aktienbesitzer glauben vielerorts im Geld nur so zu schwimmen. Fast JEDER macht Gewinne.


    Und immer mehr wollen GEWINNE machen.


    keine 5 oder 10 Prozent per Anno. Alles unter 20 Prozent lassen wir mal ganz bei Seite. Bitte keine Underperformer. Das fünffache Geld binnen Jahresfrist, genau den Turbo möchten viele in ihr Depot einbauen :) Das genau ist die richtige Asset- und Renditeklasse.


    Und sie "investieren" auch. Kein Risiko ist zu groß, keine Chance zu schlecht um nicht wahrgenommen zu werden.


    Und geht mal was schief, öffnen die Zentralbanken die Geldschleusen noch mehr. Wir ertrinken in Geld.


    Jedoch kommt davon in der (deutschen) Wirtschaft real so gut wie nichts an. Jeder spart für morgen :) Faktisch haben wir bestenfalls Wachstumsraten um die Null Prozent. Dank ständig neu frisierter Statistiken sieht die Welt jedoch vielfach besser aus....


    Und - analog zum Börsencrash am Neuen Markt:
    Sobald ab einem gewissen Punkt der "erste" seinen Scheck zieht und den in Waren einlösen will..... dann kracht´s!.


    Ich sag euch "Renditejägern" eines: macht ihr eure bestenfalls paar hundert Prozent per Anno in FIAT-KOHLE. Ich gönne sie euch und begnüge mich mit dem, was ich physisch besitze. Und am Ende des Geldwertes angekommen habe ich gute Chancen mit reinem Nichtstun über 90 Prozent von euch "überholt" zu haben. Und zwar nicht, in dem ich etwas verdient oder unternommen habe, sondern indem ich bei der zu erwartenden Geldentwertung substanziell nichts oder viel weniger verloren habe, als ihr. Weil ihr den Absprung nicht mehr geschafft habt oder aber ihr nach erfolgtem Absprung - wie auch immer - daran gehindert wurdet, euer Kapital in Sicherheit zu bringen.



    Oder glaubt jemand in diesem Forum wirklich noch Edelmetall kaufen zu dürfen, wenn es die Spatzen bereits von den Dächern pfeifen, daß es viel zu viel Geld gibt und sich daraufhin Massen von "Anlegern" in Bewegung setzen?.


    Allein, bis ihr in der "Endphase" euer Edelmetall geliefert bekommt (denn vorrätig ist dann offiziell nichts mehr) und es bezahlen dürft (natürlich zu dem dann aktuellen Kurs) hat sich der Wert eures Geldes - gerechnet ab Datum der Bestellung - gedrittelt, geviertelt oder gezehntelt....


    Ich kenne sie noch die Goldmünzenpreislisten der Banken in der Hochphase der frühen 80er, in denen dann oftmals stand: "ohne Ware". Gut, "Barrengold" gab´s damals noch. Aber das Geld hat diese Krise ja auch bekanntlich überlebt......


    .....also dürfte es im globalen + finalen Inflationstaumel um ein vielfaches schlimmer kommen, als damals :)