ZitatOriginal von greenjg
....Es ist jedoch schon abzusehen ... das die Kapitalreserven in US fast aufgebraucht sind .. nur der Ausland kann noch Kapital liefern ... und ich denke Trichet wird jetzt den Dollar auf Tahlfahrt schicken ....
mfg,
greenjg
Und darauf würde ich wiederum nicht wetten. Auch Europa ist exportabhängig. Schon alleine, um die Ölimporte zu bezahlen.
Weniger exporte - weniger Dollars.
Keine Exporte - keine Dollars.
Wohin exportieren, wenn die USA ausfallen?. Nach China oder Japen, die dann auch soeben ihren Hauptabnehmer verloren haben? Oder in den nahen Osten (wohin dann jeder verkaufen will, weil er Öl braucht) oder nach Afrika oder Latein-Amerika, dort aber sind die Einkommen noch viel niedriger als hier und entsprechend andere Produkte werden dort in deutlich geringerem Wertvolumen nachgefragt. UNd auch diese Länder exportieren direkt ode rindirekt in die USA und hätten dann ein Problem.
Kein Notenbankchef der Welt wird eine Währung auf Talfahrt schicken, in der er nennenswerte Devisenreserven hält. Denn das wäre völlig unlogisch und würde zudem die Stabilität der eigenen Währung gefährden, ohne daß dem Chancen gegenüberstehen anderswo eteas zu gewinnen.
Ich bin daher der Auffassung, daß die Hauptleitwährungen Dollar, Euro, Yen und Yuan allein aufgrund psychologischer Effekte die mit den Höhen der Devisenreserven zusammenhängen auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet sind, was das Schicksal des US-Dollars betrifft.
Sogenannte Carry-Trades und auf zu laxe Kreditvergabe zurückzuführende "Blasenbildungen" verstärken derlei Abhängigkeiten und erzeugen Resonanzen (Rückkopplungen), die sich sehr schnell und vor allem mit einer nicht zu unterschätzenden Eigendynamik hochschaukeln können.
Weswegen sonst gibt es den IWF, das "plung protection team" und regelmäßige ZUsammenkünfte der Finanzminister und Notenbanker der wirtschaftlich wichtigsten Länder?.
Entweder bleiben alle oder keiner.
Und sollte der Dollar über die Klinge springen, dann bleibt er mit diesem Schicksal ganz gewiss nicht alleine.
Da sitzen wir - weltweit - alle in einem Boot.
Ich kann immer nur davor zu warnen, einen Dollarcrash herbeizusehnen oder auf einen wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA oder des Fiat-Money-Systems zu hoffen, ohne hier irgendjemanden derlei unterstellen zu wollen. Solange es so läuft, wie es läuft, läuft es irgendwie. Kommt es zu einem Zusammenbruch des Dollars, werden sehr wahrscheinlich alle anderen bedeutsamen Währungen folgen, den Schweizer Franken vielleicht ausgenommen. Das was denn kommen wird, das dürfte im Vergleich zu heute keinem Grundbesitzer, keinem Vermieter, keinen Aktienbesitzer und vor allem keinen Rohstoff- oder Zertifikatespekulanten / Bondbesitzer einen Zugewinn an realem Reichtum verschaffen. Relativ zu anderen mag es einigen von den erstgenannten dann viel besser gehen als momentan aber ob dem absolut so ist, das wage ich zu bezweifeln.
Gold / Edelmetall mag ein geeignetes Instrument sein um ungedecktes und schuldnerabhängiges Geld in eine schuldnerfreie Form zu transformieren, die selbst noch nach einem Zusammenbruch der Fiat-Währungen Geltung besitzt. Jedoch ist dies noch lange kein Garant für Kaufkrafterhalt oder gar Konvertierbarkeit (Stichworte: Goldverbot, Anarchie).