Deine Hirngymnastik ist schwer nachzuvollziehen. Die Platinförderung ist viel zu gering das es je ausreichen könnte eine monetäre Nachfrage zu bedienen. Ist also völlig überflüssig die Diskussion auf Platin zu lenken.......
Für etwas einfache Gemüter:
(1) Ich habe nie geschrieben, dass es für Platin eine monetäre Nachfrage gibt. Sowas wurde bereits versucht und ist gescheitert. Es wird sie daher nach meinem Dafürhalten auch niemals geben.
(2) Für Gold kann es eine monetäre Nachfrage in der Art geben, dass Gold wieder Zahlungsmittel für jedermann wird. Darauf kann man spekulieren. Ich bin mir sogar sicher, dass es im weiteren Verlauf der Geschichte immer wieder dazu kommen wird. Gestützt (Boden) wird der Goldpreis seit je her durch die Schmucknachfrage. Das war mindestens die letzten 5.000 Jahre so. Warum sollte sich das innerhalb erlebbarer Zeiträume gerade jetzt ändern? Was "Schmuck" angeht, sehe ich den Boden bei 1.200 Euro oder Dollars je Unze. Und was eine monetäre Nachfrage angeht, kann das Top noch weit über 100.000 Dollar oder Euro je Unze liegen für den Fall, dass sie alle ihre Schulden in Gold zahlen / glattstellen wollen. Dann aber sind Euros und Dollarf kaum mehr was wert. Dass man hier in Sachen Geldwertstabilität endgültig "fertig hat" ist wohl jedem klar. Ich sehe das Top, um einen realistischen Bezug zu nennen, bei 0,5 Gramm je Barrel Öl. Das ist dann ein Hype, der keinen Bestand haben wird.
(3) Für Silber gibt es derzeit eine industrielle Nachfrage. Eine preisbestimmende monetäre Nachfrage kann hinzukommen. Noch wird dies meiner Ansicht nach erfolgreich durch Preismanipuletionen verhindert.
(4) für den Preis eines Gutes ist die monetäre Nachfrage nicht entscheidend, wenn es knapp ist und wenn eine ständige (und weltweite) industrielle Nachfrage danach besteht. Und Unsicherheiten im Hinblick auf die Versorgung damit bestehen. So, wie bei Rhodium derzeit und wohl auch bei Platin demnächst. Sozialisten und deren Unfähigkeit, wirtschaftliche Strukturen zu erhaltern, (Süd-Afrika) sind die besten Verknapper und damit die besten und sichersten Renditebringer - wenn man nicht gerade deren Opfer ist. Gerade Platin ist ein sehr wichtiges Metall für den Fortbestand der Menschheit (z.B.: Brot aus Luft), dessen Preis seine Wichtigkeit nicht einmal ansatzweise wiederspiegelt.
(5) Nur Narren sind sich ihrer Sache absolut sicher. Davon gibt es bereits überall mehr als genug. Was mich betrifft, werde ich nicht den Fehler machen, alles auf eine oder zwei Karten zu setzen. Dass Immobilien, Sparguthaben und Aktien (und auch Dinge wie Kunst, teure Autos usw.) derzeit eher Kapitalvernichtungsinstrumente sind, sollte auch jedem klar sein. Da bleibt nicht mehr viel.
Zur Exit-Strategie bei Platin
Man muss sich mal darüber im klaren sein, was nach einem deflationärem Crash passiert: Alles Fiat ist weg, viele Pleitefirmen gleichfalls. Und jedes einzelne Gramm Gold ist immer noch da! Jedes Gramm. Die Waren- und die Industrieproduktion sind eingebrochen (ist in jeder Depression so). Und nochmals: alles geförderte Gold ist noch da!
Gut: jede bis dahin völlig heruntergewirtschaftet Immobilie auch, ebenso jeder Quadratmeter Ackerland. Und dann? Dann kauft man für Gold Immobilien, fängt an, sie für Gold instand zu setzen und für Gold zu vermieten. Für 50 qm gibt es dann 3 Gramm Gold im Monat, so wie zu Kaisers Zeiten? Und ein Facharbeiter kostet dann 30 Gramm im Monat? Und so eine Wohnung eine bis fünf Unzen? Im schlimmsten Fall hat man dann immer noch Sozen oder verkappte Sozen an der Backe und es setzt Lastenausgleiche. Jedem muss doch klar sein, dass es dabei für einige Zeit auch wieder nur Verlierer gibt! Klar: nach 5 bis 10 Jahren, wenn man aus dem gröbstem raus ist, wird es wieder besser. Klar: für den Edelmetallanleger ist eine Unze eine Unze geblieben.
Und nun zum Platin: das wurde fleißig weiter verbraucht. Gerade dann, wenn es aufwärts geht, wird es überall benötigt. Da prügeln sie sich dann drum. Also kann man darauf spekulieren, dass kurz nach dem Boden Platin gegenüber Gold zulegen wird und das um so mehr, je mehr es aufwärts geht. 1 Unze Platin = 5 bis 6 Unzen Gold das gab es schon einmal!
Aber wie gesagt: das kann noch sehr lange dauern und man sollte klug und so breit, wie das sinnvoll erscheint, diversifizieren.
Und selbst für Utopisten (Stichworte: "freie Energie", "Kernfusion und kostenlose, vom Staat gesponsorte Energie für alle", effektive (also echte Energieüberschüsse) Mixe aus erneuerbaren Energien inklusive Speichermöglichkeiten dafür) ist das Problem staarlicher Verschuldung und damit staatlicher Mißwirtschaft, das Problem des Sozialismus, des Dogmatismus oder, nennen wir das Kind mal beim Namen: des Faschismus, der allen diesen Ideologien und nahezu allen Religionen als Gedankengut innewohnt nicht gelöst. Immer wieder kommt es wegen Günstlingswirtschaft und Machtmissbrauch zur Verschuldung infolge Miswirtschaft und im weiteren Verlauf kommt es zu Kriegen....
Das kann man nur verhindern, in dem man diesen Faschisten ihre Machtgrundlage (Sparguthaben, Aktien, Immobilien) so weit wie möglich entzieht, indem man darin nicht investiert. Dann kommen sie schneller an dem Punkt, an dem denen das Geld anderer Leute ausgeht und sie ihre wahre, hässliche Fratze zeigen müssen.....