Schöner Artikel über den bevorstehenden Tsunami an den Aktien - und Anleihemärkten.
https://www.goldseiten.de/arti…chender-Finanzvulkan.html
Auszug:
Weltweit gehen die Ölreserven zur Neige, auch in den USA, wo die strategische Ölreserve aktuell bei der Hälfte der regulären 400 Millionen Barrel liegt. In Asien, Indien und Afrika ist die Lage weitaus schlimmer, da bereits seit Tagen keine weiteren Öllieferungen aus der Straße von Hormus ankommen. Das erklärt auch, warum in Mumbai Hotels geschlossen bleiben und vor der Küste Thailands den Fischtrawlern der Treibstoff ausgeht. Staaten wie Australien, die EU und Großbritannien wurden zuletzt am 10. April über die Straße von Hormus beliefert.
Ihre Regierungschefs versuchen jetzt nervös, die Nachfrage einzudämmen – in der Hoffnung auf einen echten und dauerhaften Waffenstillstand im Iran-Konflikt, der aber eher von einem Truth-Social-Account als von professioneller Diplomatie oder gar einem rudimentären Verständnis der globalen Finanzwelt abhängig ist.
Selbst wenn dieser Konflikt unmittelbar enden würde, sind und bleiben die verzögerten ökonomischen Folgeeffekte dieser rekordverdächtigen Energiedefizite außerordentlich. Das ist kein Märchen, sondern Fakt.
Öl, das die Welt antreibt, transportiert auch die Güter, die die Welt ernähren und mobil machen. Wenn die Ölpreise steigen, wird alles teurer, so auch die Lebensmittel, die auf Öl-betriebenen Schiffen transportiert werden, deren Fracht mit Düngemitteln angebaut wird, die aus Öl hergestellt werden. Innerhalb der nächsten Wochen könnten wir es in den Entwicklungsländern mit einer humanitären Nahrungsmittelkrise zu tun haben.
Unterdessen markiert der Index der Michigan University für das Verbrauchervertrauen in den USA fast einen Tiefststand, während sich der S&P seinen Höchstständen nähert – eine totale (und tragikomische) Entkopplung von realwirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Indikatoren, die es so noch nie gegeben hat. Historisch einmalig ist zudem die surreale Diskrepanz zwischen dem Papierpreis (Brent-Futures) für Öl und dem tatsächlichen Echtzeit-Verkaufspreis ("dated Brent") für den Rohstoff – eine Differenz von über 35 US-Dollar.
Diese Spanne zwischen dem realen Ölpreis und dem Papierpreis für Öl ist Ausdruck des erbärmlichen Versuchs der politischen Entscheidungsträger, aufkommende Panik psychologisch zu unterdrücken – mit Hilfe von, nun ja, Unehrlichkeit in Reinform.
Doch andererseits ist Unehrlichkeit als politisches Mittel maroder Finanzregime nichts Neues – wovon falsch dargestellte Inflationsquoten, geleugnete Rezessionen und die jüngsten Beispiele legalisierten Betrugs an der COMEX zeugen. (Übrigens: Jene staatlichen Stellvertreter, die den Schachzug gefälschter Öl-Terminkurse anleiern und vorwegnehmen, riskieren in der Tat einem gewaltigen Short-Squeeze, solange dieser Krieg – und der drastisch anziehende Ölpreis – nicht umgehend beigelegt wird…)
Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: Aktuell erleben wir das schlimmste Ölversorgungsdefizit der Geschichte, das kurz davor steht, die Allzeithoch-Blase am US-Aktienmarkt bloßzustellen, welche völlig losgelöst von der Realwirtschaft existiert, während in den am stärksten gefährdeten Volkswirtschaften der Welt eine Düngemittel- / Nahrungsmittelkrise auszubrechen droht....