Schon klar, und das ist ja auch alles vollkommen in Ordnung. Es ist eben letztlich doch Geschmackssache, und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Dass ich die Anzahl der Depotwerte reduziert habe, hat aber auch einen anderen Grund, an den ich vorhin nicht gedacht hatte: Ich habe viele Jahre lang in kleine Unternehmen investiert - in der Hoffnung, dass daraus größere Unternehmen werden. Meine Auswahl muss ziemlich gut gewesen sein, denn massenhaft Aktien (ich schätze ca. 40 bis 45 seit 1998) sind durch Übernahmen aus dem Depot geflogen. Das hört sich erstmal nett an, aber leider sind die Übernahmen meistens nicht zu Höchstkursen erfolgt, sondern oft nach deutlichen Kursrückschlägen. (Die Käufer sind ja auch nicht dämlich.)
Es ist eben auch eine Kunst für sich, die Kursvervielfacher zum geeigneten Zeitpunkt aus dem Depot zu werfen. Unter dem Strich blieb für mich die Erkenntnis, dass ich besser damit gefahren wäre, mittelgroße Firmen verstärkt ins Depot zu nehmen. Im Biotech-Bereich ist es z.B. auch so, dass sich das ein oder andere Unternehmen in den vergangenen Jahren zu einem Konzern entwickeln konnte und eben nicht übernommen wurde. Die Konsequenz für mich ist, dass ich nun eher die Aktien etablierter Unternehmen bevorzuge, bei denen dann ein etwas größerer Depotanteil akzeptabel ist. Die Anzahl der Aktien ist dadurch reduziert, und das macht weniger Arbeit. Im Edelmetall-Bereich sind daher z.B. die bekannten Royalty-Gesellschaften eine feste Größe in meinem Depot.