Beiträge von urai

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    Der Umzug des Firmensitzes geht am wahrscheinlichsten nach Kasachstan, soviel ist klar.


    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob oder wie die Aktie für uns danach noch handelbar wäre.
    Der Börsenplatz London würde damit wohl wegfallen. Der neue primäre Börsenplatz wäre dann die AIX, also die kasachische Börse. Auf die habe ich keinen Zugriff.

    Gute Frage @Wurschtler. Hongkong war eine Möglichkeit - wie auch Abu Dhabi. Geschäftssitz nach Astana Kasachstan macht Sinn. Damit wäre nach meiner Einschätzung auch die Aufspaltung "vom Tisch". Polymetal International wäre dann ein Unternehmen nach kasachischem Recht mit Assets in Russland und Kasachstan. "Primärer Börsenplatz" deutet auf sekundäres Listing hin. Das wäre dann mutmasslich London und Moskau.


    Ein integrales Unternehmen wäre natürlich sehr gut, sofern Aktie uneingeschränkt handelbar. Die Frage der Dividenden wäre auch gelöst: Weder in Moskau noch in London sollte es Probleme geben.


    Dass dabei viele rechtliche Fragen zu klären sind, ist gegeben. Aber eine Aufspaltung in K-POLY und R-POLY wäre weit komplexer und langwieriger. Dürfte nur ein ultima ratio sein. Bis Ende 2. Quartal sollten wir mehr wissen.


    urai
    P.S. Ich halte POLY wegen den Dividenden. Ob für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende bezahlt wird - ist eher fraglich. Die Verschuldung ist wahrscheinlich noch zu hoch. Aber ich gehe von einer Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2023 im Herbst 2023 aus. Sofern Produktion stabil, Gold- und Silberpreis auf bekanntem Niveau und keine neuen einschränkenden Sanktionen gegen POLY (Lieferketten und Vertriebswege).

    Vielen Dank @c-Mc2k - aber ich bin ganz sicher kein Experte in "geologischen" Fragen. Im Nachbarforum wäre dafür winni2 zuständig.


    Mann muss sich fragen, was der Kern des Investment Cases in Max Resources ist. Kupfer-Schiefer. Die Entwicklung wird Jahre dauern. Ich würde mal sagen: wenn es gut kommt, könnte gegen Ende des nächsten Jahrzehnt large-scale produziert werden.


    Aber Cesar bietet auch small-scale Operationen, welche zeitnaher entwickelt werden können. Beispielsweise bei URU. Die Drillergebnisse sind solide - was in etwa erwartet werden konnte - aber nicht überwältigend. Von 14 "Löchern" werden "nur" 6 reportet und die grössten Intervalle haben nur 0.3% Cu. Die Resultate bieten jedoch Gewähr dafür, dass MXR auf dem eingeschlagenen Weg weiter arbeiten kann.


    urai


    Sehr gute Frage @Kinderkram - Du hast das Prinzip begriffen. Ist wie bei einem Verkehrsflugzeug. Cockpit und Kabinenbesatzung bei einem Interkontinentalflug machen nur einen Bruchteil der Arbeitskräfte aus, welche ein Jet "braucht". Beispielsweise eine Boeing 777-300ER generiert 150 Arbeitsstellen.


    Machen wir also eine kleine approximative Rechnung. Geht dabei nicht um genaue Zahlen, sondern nur darum, dass man eine Vorstellung bekommt: "Gefordert" werden 300 Kampfpanzer. Das wären 3 Panzerbrigaden à etwa 6'000 Mann - mit zusätzlichen 300 Panzerhaubitzen und 600 Schützenpanzer. Diese 3 Panzerbrigaden mit 20'000 Mann wären daher ein Panzerkorps. 1'000 Kampfpanzer wären eine Panzer Armee mit rund 60k Mann (3 Panzerkorps).


    Korps- und Armeetruppen sind hier nicht mitgezählt, die da u.a. (nicht abschliessend) wären: Weitreichende Artillerie, Lufthoheit mit Kampfheli und Kampfflugzeugen, stationäre Sanität, Genie um Flüsse zu überqueren usw. usf.


    Aber das wäre erst die "Speerspitze". Nur Angriff und durchbrechen wie eine wilde Sau nützt nichts - vor allem wenn es in die Krim gehen sollte. Es bräuchte also noch etwa das 3fache an nachfolgender Infanterie - mit Schützenpanzer.


    Die "blöden" Militärstrateginnen sollen sich doch einmal die Frage stellen: Die russische Armee konnte ihre Truppen nicht über den Dnipro versorgen - und somit strategischer Rückzug. Wie um Himmels willen kann dann die ukrainische (Rest)Armee über den Dnipro erfolgreich ANGREIFEN und in die tiefe des Raumes stossen??? Aber wahrscheinlich fehlt mir dazu die "weibliche" Intuition und Fantasie.


    Interessant gestern und heute Frühstart ntv: Trittin Grüne und Stegner SPD. Die traten geradezu "staatsmännisch" auf. Ganz offensichtlich versuchen die Regierung und Kanzler Scholz den durch die Medien und die selbsternannten möchtegern "Napolinnen" erzeugte Leo-Hype wieder auf eine analytische Ebene zurück zubringen.


    Ich wiederhole mich: Es ist absolut ausgeschlossen, dass eine militärische Supermacht im eigenen Vorgarten konventionell besiegt werden kann - ohne dass der Gegenpol (Nato und Verbündete) aktiv und mit Truppen eingreift. Würde wahrscheinlich atomar geführt. Die irreparablen Schäden (Beziehung Russland-Europa) welche diese einfältigen Quakinnen anrichten - werden wahrscheinlich mindestens 1 Generation weite Bevölkerungsteile in Europa massiv belasten - vermutlich 2.


    urai

    Strack-Zimmermann beklagte sich darüber, dass D-Land keine Strategie habe. Dass man von der ehemaligen Mitarbeiterin eines Jugendbuchverlags auch keine erwarten darf, sollte klar sein.

    Das ist das (weltfrauische) Niveau dieser "Dame":
    https://www.wer-zu-wem.de/firma/was-ist-was.html


    60 Mitarbeiter, Umsatzklasse: 10 - 50 Mio. Euro


    Und der Mützenich ist mir geradezu sympathisch – obwohl hartgesottener Sozi: «Empörungsritual und Schnappatmung» wenig hilfreich. Bezog sich auf die Trulla.

    Ich verstehe es nicht: Was ist in der letzten Phase der Evolution mit den «Weibern» falsch gelaufen? Strack-Zimmermann heute bei ntv Frühstart: Kriegsgurgelin erster Güte – absolut verantwortungslos. Fast so schlimm wie das Kriegsgeheul am Vorabend des 1. Weltkrieges.


    Warum checken diese Weiber folgende unabänderlichen Tatsachen nicht: allen voran Flintschuschi, jetzt (de facto und de jure) abgesetzte Flinten-Omi, Roth-Quaki, Faeser-Schabrxxxx, Sanna Marin (denkt wahrscheinlich sie verstehe etwas von Kriegsmarine), Margarita Robles (spanische Verteidigungsministerin) usw. usf.


    - Eine Supermacht, militärisch hochgerüstet mit (zum Teil unfreiwilliger) kriegerischer Vergangenheit im letzten Jahrhundert, kann nicht militärisch besiegt werden. Ausgeschlossen. Und falls es sich doch in diese Richtung entwickeln sollte – potentieller atomarer Erstschlag.


    - Die Nato mit deutscher Beteiligung kann sich militärisch nicht praktisch bis nach «Stalingrad» ausbreiten.


    - Dieses blödsinnige Gender-woke-LGBTQ-Getue ist doch überhaupt nicht kriegstauglich. Diese Gesellschaft ist nicht leidensfähig – haben wir (glücklicherweise) verlernt.


    - Die (wirtschaftliche) Zukunft liegt nicht im Wertewesten, sondern bei BRICS plus (zusätzlich mit Saudi-Arabien, Iran, Argentinien, Indonesien, etc.)


    - Dass die Basis jeder künftigen wirtschaftlichen Entwicklung – besonders auch die Abkehr von den fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien moderne) Rohstoffe sind. Welche Europa nicht besitzt – nur davon redet. Bspw. das Tamtam um die sog. Seltenen Erden bei Kiruna, Schweden, selbstverständlich mit einer weiblichen Ministerin. Mine wenn überhaupt in 10 bis 15 Jahren. Einstellung Processing Plant nochmals 10 Jahre.


    Die Weiber führen sich auf (ich habe es schon einmal geschrieben) wie in einem blödsinnigen Partnerschafts-/Sorgerechtsstreit. Aber es gibt bei einem atomaren Erstschlag in Berlin oder London keine Weiber-Anwältinnen, Gender-Richterinnen und auch keine Frauenhäuser, wo das «Weib» (professionelle) Hilfe erhält und wo es Schutz suchen kann. Dann wird dann das Geheul so richtig losgehen ...


    urai
    P.S. So, es reicht wieder für ein paar Tage.

    https://web.de/magazine/politi…itte-hohen-preis-37695316
    "Der Kreml hat eingeräumt, dass die Fortschritte, die Russland derzeit an der Front erziele, "einen hohen Preis" haben. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Berichten zufolge haben die Kämpfe um die Städte Soledar und Bachmut im Norden der Region Donezk auf beiden Seiten hohe Opfer gefordert."


    Also geh mal davon aus, dass die Verluste auf russischer Seite höher sind als auf ukrainischer (die Ukrainer haben sich in Häusern verschanzt).

    Ist halt immer so eine Sache mit Zitaten, welche aus dem Zusammenhang gerissen sind.


    Hier ist die Originalmeldung von Interfax:


    https://www.interfax.ru/russia/880270


    Hier der entsprechende Passus (online Translation in Englisch):
    According to him, these successes "come at a very high price, at the cost of the fantastic heroism of our fighters, so this is another reason to be proud of our guys, who spare neither their lives nor their health, to give us these tactical successes."


    Hier der entsprechende Passus (online Translation in Deutsch):
    Ihm zufolge haben diese Erfolge „einen sehr hohen Preis auf Kosten des fantastischen Heldentums unserer Kämpfer, also ist dies ein weiterer Grund, stolz auf unsere Jungs zu sein, die weder ihr Leben noch ihre Gesundheit schonen, um uns diese zu geben taktische Erfolge.


    Zudem verweist er auf Sachverhalte im Zusammenhang mit militärischen Operationen auf die offiziellen Mitteilungen (des russischen Verteidigungsministeriums). Dort berichtet jeweils Generalmajor Igor Konaschenkow.


    Bild
    https://d2f1iohpdfe94e.cloudfr…7d9df13c04a7e0/135845.jpg


    Peskow kannte keine Details. Seine Aussagen bezogen sich mutmasslich auf das Heldentum der russischen Truppen - welche er für die taktischen Fortschritte (bei Soledar) lobte. Mutmassungen über das Ausmass russischer Verluste sind daher nicht fundiert.


    urai5

    Hycroft hat sich wieder von den Tiefs Ende 2022 ganz schön nach oben gearbeitet. Neben dem Ende der Tax-loss-selling-Season dürften sicher die gestiegenen Gold- und Silberpreise eine Rolle gespielt haben. Bekannt ist ja, dass die Hycroft Mine extrem tiefe Grades mit einer komplizierten Metallurgie aufweist. Daher ist die eingeschlagene Strategie von Diane Garrett, höhere Grades zu «erdrillen» absolut zu begrüssen.


    Ich habe einmal aus den letzten 3 NR’s von Sept/Nov/Dez die besten «Treffer» ausgezogen. Umrechnung in AuEq Au/Ag: 1:78.



    - 35 meters of 2.83 g/t gold and 35.59 g/t silver: 3.3g/t AuEq


    - 14 meters of 0.29 g/t gold and 102.92 g/t silver: 1.6g/t AuEq


    - 93 meters of 0.70 g/t gold and 55.94 g/t silver: 1.4g/t AuEq


    - 189 meters of 1.06 g/t gold and 58.33 g/t silver: 1.8g/t AuEq


    - 80.8 meters of 0.48 g/t gold and 50.11 g/t silver: 1.1g/t AuEq


    - 48.8 meters of 0.46 g/t gold and 75.79 g/t silver: 1.4g/t AuEq


    - 82 meters of 1.03 g/t gold and 30.38 g/t silver: 1.4g/t AuEq


    - 50 meters of 0.79 g/t gold and 38.74 g/t silver: 1.3g/t AuEq



    Also 35m mit 3.3g/t AuEq oder 189m mit 1.8g/tAuEq oder 82m mit 1.4g/t AuEq – auch unter Berücksichtigung der unregelmässigen Verteilung – sollten die anvisierten >1g/t AuEq für eine Large Scale Operation absolut drin liegen – ist eine reine amateurhafte Einschätzung.


    1g Au/Eq bei 76% Recovery hat einen potenziellen Wert von rund 46$. Die OPEX für POX beträgt bekanntlich rund 16$/t ore inkl. Mühle und G&A. Dazu noch das Mining mit (geschätzt) 2$. EBITDA Marge plus/minus 60%.


    Super wäre natürlich, wenn auf dem riesen grossen Lizenzgebiet Oxid-Gold, oberflächennah gefunden würde. Das wäre dann wirklich ein Quick-Win: Rasch in Produktion, tiefe CAPEX und OPEX.


    Sobald der «neue» Minenplan vorliegt, könnte dann die approximative Rechnerei beginnen …


    urai

    Jetzt erklär mir bitte mal jemand, was Kampfpanzer an der aktuellen Lage verbessern könnten!


    :wall:


    Es sollte kein Geheimnis mehr sein, dass reine Panzerkriege der Vergangenheit angehören, sondern die hybride Kriegsführung übernommen hat,

    Nichts! Dümmliches Geschwafel der Ampelinnen. Gerade heute in NTV wieder Hofreiter. Absolut keine Ahnung.


    Kampfpanzer ist eine Offensivwaffe und könnte für grossräumige Operationen mit dem Ziel von Geländegewinnen eingesetzt werden. Aber damit das erfolgsversprechend ist, wären folgende Voraussetzungen mindestens notwendig:


    1. Lufthoheit, mindestens partiell in den Angriffsstreifen.


    2. Die Systeme für den Kampf der verbundenen Waffen müssen - aufeinander abgestimmt - vorhanden sein, u.a.:
    - Begleitinfanterie mit adäquaten Schützenpanzer
    - Panzerartillerie mit Haubitzen und Mörsern
    - Aufklärer (AMX 10)
    - terrestrische Fliegerabwehr
    - Genie-Unterstützung (Minenräumung sowie Pontons)


    3. Wenn die Systeme vorhanden sind, muss der Kampf der verbundenen Waffen trainiert werden - mehrere Monate. Aber erst, wenn die Ukris die Waffen technisch bedienen können - schon das dauert.


    4. Die Logistik muss funktionieren: Munition, Treibstoff, Verpflegung, Sanität, Reparatur und Unterhalt.


    5. Und nicht zuletzt: Die ganze Infrastruktur für die Übermittlung muss aufgebaut sein und funktionieren - sonst ist eine Führung in der Bewegung nicht möglich.


    Die ganze "Maschinerie" muss dann innerhalb eines grossen Verbandes (Panzer-Brigade) wie ein Puzzle zusammengefügt und abgestimmt werden. Ein gepanzerter "Gemischtwarenladen" mit unrealistischen Wahnvorstellungen (Eroberung Krim; wäre ein Fall für den Truppen-Psychiater) wird zu 100% im Angriff nicht erfolgreich sein.


    urai

    Wer an einem Investment interessiert ist und sich ein Bild über die künftige Strategie sowie die finanziellen Verhältnisse machen möchte, könnte den letzten Quartalsbericht studieren.


    https://www.sec.gov/ix?doc=/Ar…2000081/hymc-20220930.htm


    Nachfolgend die wichtigsten Erkenntnisse, welche meinen gestern eher spontan beschriebenen Sachverhalt bestätigen:

    • HYMC stand dem Bankrott nahe; Schicht im Schacht eine Frage von wenigen Wochen. HYMC war nicht mehr im Stande seine laufenden finanziellen Verpflichtungen nach dem 2. Quartal 2022 erfüllen zu können.
    • Die Investition von AMC/Sprott und die nachgelagerte Kapitalaufnahme am Markt – mutmasslich getragen durch die AMC-Apes - verschaffte HYMC die dringend benötigte Liquidität um bei Hycroft weiter arbeiten zu können – mit dem Ziel: eine produzierende profitable Mine zu entwickeln.
    • Die Rückzahlung der längerfristigen Hauptschulden von 150m$ konnte um 2 Jahre auf 2027 verlängert werden.
    • Per 2027 verfallen die im März 2022 ausgegebenen Warrants mit folgenden Konditionen:
      Wandlungsreis: 1.068$, Anzahl: 46.816.480, Total 50m$
    • Aktuell rund 150m$ Cash on Hand, 6.7oz Gold (12m$) plus Ausrüstung zum Verkauf von 10m$.
    • Die Entwicklungsstrategie konkretisiert sich: Höhere Grades und Einsatz eines POX (Autoklaven). Es handelt sich um Sulfiderz daher notwendig. Gäbe andere Laugenverfahren, aber extrem heikel einzustellen. Der Technischer Bericht von Ausenco bestätigt diese Erkenntnisse. Auch garantiert der POX neben einer verlässlicheren Extraktion aucu eine höhere Gesamt-Recovery.


    Zum POX:
    Die Druckoxidation (Pressure Oxidation POX) ist ein Verfahren zur Extraktion von u.a. Gold, Silber, Kupfer, Zink aus feuerfesten Erzkörpern (Sulfid). Das POX-Verfahren verwendet erhöhte Temperaturen (ungefähr 230 Grad Celsius), erhöhter Druck (ungefähr 35 bar ) und Sauerstoff, um die Mineralien aus feuerfesten Erzen freizusetzen. POX wird seit 1985 verwendet, als es erstmals in der McLaughlin-Mine von Homestake in Kalifornien in die kommerzielle Produktion ging. Seit dieser Zeit wird es immer häufiger verwendet.


    Tönt alles gut und recht: Aber der POX ist kapitalintensiv in der Anschaffung. Mehre 100m$$$. Daher wird immer wieder von Unternehmen versucht, die Extraktion via Laugung durch die Zugabe von Reagenzien zu erreichen. Bei Hycroft wurde die Zugabe von Soda Asche im Pilotbetrieb erfolgreich getestet. Dieses Verfahren konnte jedoch nicht profitabel grosstechnisch angewendet werden.


    Es gibt bereits Erste Erkenntnisse bezüglich der OPEX bei POX:
    https://minedocs.com/22/Hycroft-Mine-TR-02182022.pdf
    Technischer Bericht, pdf-Seite 95: 15.23$/t Ore in Flotation.


    Ich gehe von folgenden Parametern/Leistungsdaten für einen erfolgreichen Betrieb von Hycroft aus:

    • Verdoppelung der Grades auf plus/minus auf 1g/t Au und 40g/t Ag
    • Halbierung der Resource M&I für POX auf rund 5moz Au und 200moz Ag
    • Überführung über 50% in Reserves, Total rund 4moz Au Eq
    • Produktion p.a. 300koz AuEq
    • LoM 12 Jahre
    • Resultat: Cashcow bei Gold > 2’000$/oz und Silber> 25$/oz.

    Jetzt die Frage aller Fragen nach einem fairen Kurs. Bei einer EBITDA Marge von 40% und 300koz AuEq Produktion bei einem Goldpreis von 2k/ozAu beträgt der «hypothetische» EBITDA p.a. 240m$. Bei einem Faktor 10 beträgt die mutmassliche MK 2.4 Mrd. Angenommene CAPEX mit POX 1 Mrd. Finanzierung zu 50% via Equity (Aktien) zu einem Kurs von 2$/Aktie. Total knapp 800m Aktien. Langfristiges Kursziel: 3 USD. Mittelfristig sehe ich 2 USD. Abhängig vom Erfolg der Entwicklung und vom Gold- und Silberpreis. Ich traue diesen Challenge Diane Garrett absolut zu. Immherhin hatte sie die Mine Haile bei Romarco erfolgreich in die Produktion entwickelt. Wurde von Oceana Gold für 657m USD mit 2moz AuEq Reserves übernommen.



    Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest, erholsame Festtage und in jeder Beziehung ein erfolgreiches 2023.


    urai

    2020 war ich in Hycroft Mining HYMC investiert. Bevor schon bei Allied Nevada. Bei NVA bin ich noch mit einem kleinen Gewinn herausgekommen; bei HYMC war es ein entsprechender Verlust. Unter dem Strich plus/minus neutral. Ich habe dann die weitere Entwicklung von HYMC am Rande beobachtet. Vor einem Jahr ging ich von einem Bankrott aus.


    Und was dann kam - dürfte ziemlich einmalig in der Geschichte der Finanzierung des Bergbaus sein: AMC Entertainment mit dem "Chef-Ape" AA investierte über 20m$ - zusammen mit Sprott. Aber das reichte ganz sicher auch nicht. Aber mutmasslich durch die Ape-Community gelang es Hycroft Mining am Markt 138m$ Brutto zu über 1.5$ je Aktie aufzunehmen. Es gab dann wieder ein Auf und Ab - und aktuell stehen wir wieder bei plus/minus 0.50$.


    Man muss sich bewusst sein: Gold und Silber ist vorhanden. Aber das reicht nicht. Es muss auch profitabel abbaubar sein. Hycroft hat extreme tiefe Grades und eine komplizierte Mineralogie. Und vor allem: Sulfid und nicht Oxid. Das angedachte Verfahren mit Soda Asche funktioniert(e) nicht. Jetzt ist HYMC wieder an einer wirtschaftlichen Studie (PEA) mit einem bewährten - aber teuren - Verfahren: Einsatz eines POX (Autoklaven). CAPEX ein paar Hundert Millionen $.


    Ich habe jetzt wieder eine bescheidene Position aufgebaut. Ich will die Entwicklung aktiv weiter verfolgen. Dabei setze ich vor allem auf die Expertise und die Erfahrung der CEO Diane R. Garrett. Das war das zweitbeste - nach der Finanzierung durch AMC Ent und am Markt, was Hycroft passieren konnte. Absolute Top-Frau! - aber ohne Kapital könnte auch sie nichts ausrichten. Die eingeschlagene Strategie durch ein aggressives Bohr-Programm die Ressourcen-Basis zu verbessern überzeugt. Die Erhöhung der Ressource ist dabei zweitrangig; es geht vor allem darum die Grade zu verbessern.


    Ein wesentliches Plus von Hycroft sind auch die paar Hundert Millionen Unzen Silber - zum Teil höhergradig. Sollten sich die - seit Jahren bestehenden - Prognosen bezüglich eines Mangels an Silber im Hinblick auf die EV-Revolution und der Enwicklung weg von Co2 zu erneuerbaren Energie bewahrheiten und der Silberpreis substanziell steigen (etwa verdoppeln), dann bestehen gute Chancen, dass Hycroft wieder auf die anvisierten 300koz AuEq p.a. hochgefahren werden kann. Selbstverständlich wäre ein Goldpreis über 2'000$/oz auch sehr hilfreich.


    Jetzt bin ich gespannt - ob sich der Kurs nach dem Ende der diesjährigen Tax-loss-selling-Season (28.12.2022) stabilisieren und sich wieder erholen kann. Super wäre natürlich, wenn er aus eigener Kraft bis im April 2023 wieder über 1$ zu stehen kommen sollte. Mit entsprechenden (positiven) News sollte das möglich sein. Sonst gehe ich von einem Re-Split aus - damit die Anforderungen an das Listing an der NASDAQ eingehalten werden können.


    urai

    Bekanntlich war ich in den Jahren 2017 bis 2019 massiv in Euro Sun Mining investiert. ESM ist eines der (wenigen) Unternehmen welches ich (sehr) gut kenne. Ich hatte mich damals, 2018 sogar in die nationale Gesetzgebung in rumänisch oberflächlich eingearbeitet. Nachdem die Aktien von ESM im Cent-Bereich notieren und der komplett unfähige CEO Scott Moore zurückgetreten ist, habe ich jetzt während der Tax-loss-selling-Season einen bescheidenen Wiedereinstieg geprüft.


    Resultat: Hände weg! Das Projekt Rovina ist bis auf weiteres gerichtlich gestoppt. Knackpunkt: örtliche Umweltgenehmigung wurde mutmasslich widerrechtlich ausgestellt; Verantwortliche waren nicht befugt und hatten mutmasslich Verfahrensfehler begangen. In diesem Zusammenhang dürfte auch der Rücktritt von Scott Moore zu sehen sein.


    https://romania.europalibera.o…e-apel-cluj/32178085.html


    urai
    P.S. Mit Online-Translation lesen - geht sehr gut und ist verständlich.

    Danke @peterhuber91 - aber zu viel der Ehre.


    DSV hat ein (sehr) gutes Projekt. Es ist auch zukunftsfähig, da nicht nur Silber abgebaut wird sondern auch Zink als Co-Product und kann daher von der EV-Revolution profitieren. Positiv ist auch, dass die Verantwortlichen "Skin in the Game" haben - rund 10%. Mexiko als Jurisdiktion steht weit oben auf der Fraser Liste - bis jetzt 2021.


    Und ich komme daher zum entscheidenden Punkt, welcher Du auch punktgenau getroffen und daher entsprechend der IR von DSV geschrieben hast: AMLO (Obrador, Präsident Mexiko) hat angekündigt, dass die zuständige Behörde Semarnat keine Open Pit Minen mehr bewilligt. (Hoffentlich hat ihm DSV heute zum 69. Geburtstag gratuliert, sorry kleiner Joke).


    https://www.bnamericas.com/en/…en-pit-showdown-in-mexico


    Ob Mexiko das durchhalten kann, kann ich nicht beurteilen (Arbeitsplätze, Steuereinnahmen). Generell ist es jedoch so, dass Open Pit Minen es in der "Zivilisation" und besonders auch in Lateinamerika schwierig haben, die Permits zu erhalten. Verzögerungen können ein Projekt verteuern. Es gibt halt schon immer sehr viel Opposition von Einheimischen, wenn eine Open Pit Mine geplant ist und AMLO hat das offensichtlich - wahrscheinlich populistisch - aufgenommen. Die Tendenz zu links-ideologischen Staatschefs in Latainamerika hat schon auch eine gewisse Dynamik angenommen: letztes Beispiel Brasilien und Maduro ist immer noch an der Macht ...


    Der Hinweis mit Orla Mining deutet eher auf eine Unsicherheit hin - nach dem Motto "die haben die Permits erhalten - daher werden wir diese auch erhalten". Orla Mining ist eine ganz andere Liga als DSV - aus dem einfachen Grund: Grossinvestor ist Pierre Lassonde (Ex-CEO von Newmont und Gründer von Franco-Nevada und Philanthrop). Zudem wurde das Projekt "Camino Rojo Project" jahrelang von Goldcorp entwickelt und wurde 2017 an Orla Mining verkauft - wobei u.a. Lassonde die vielen Millionen beigesteuert hatte.


    Der Kurs von DSV hat 2022 doch massiv korrigiert. Das Projekt ist profitabl (zu aktuellen Metallpreisen) und dürfte ein Generationen-Projekt sein. Solange sich DSV finanzieren kann, um durch die Entwicklung von DFS, BFS mit ESIA und den Permit-Prozess zu kommen, sollte alles im grünen Bereich sein. Allerdings würde ich bei einem möglichen Hochlaufen des Kurses (besseres Sentiment in Explorer/Developer, steigende Metallpreise, Permits in Mexiko für ähnlich gelagerte Projekte, Ende der Tax-loss selling season) den Einsatz herausnehmen.


    urai
    P.S. DSV ist natürlich weitaus weniger risikoreich als bspw. Kefi Gold and Copper!

    @peterhuber91


    Kefi Gold and Copper ist ein eher komplizierter Investment Case. Alle welche vor 2019 eingestiegen sind haben infolge der Dilution aktuell sehr viel Geld verloren. Vor einem Jahr war infolge des Bürgerkrieges auch ganz schlecht; da war ich ausgestiegen und im 1. Quartal 2022 wieder eingestiegen. Aktuell - gemäss Deinem Begriff - "strong long".


    Bis Mitte November sollte die Finanzierung für Tulu Kapi (Äthiopien) mit über 350m$ CAPEX geschlossen werden. Daher sollten wir bis spätestens Mittwoch eine RNS erhalten. Weitere Verzögerungen - und seien sie noch so gut begründet - dürfte einen massiven Kursrückgang zur Folge haben.


    Der CEO hat nämlich in den letzten Jahren sehr viel Vertrauen "verspielt". Die Stunde der Wahrheit ist gekommen und kein "Hakuna Matata" mehr. Was einfach kommen sollte, sind verbindliche Zusagen der Investoren - wie auch immer und in welchen Dokumenten. Dies betrifft vor allem die beiden afrikanischen Grossbanken, welche den Processing Plant finanzieren sowie einheimische Investoren.


    Auch müsste es einen verbindlichen Zeitplan für die Umsiedlung der Einheimischen geben. Alle sind offensichtlich einverstanden, werden entschädigt, erhalten neue Häuser (keine Hütten) und dürften Arbeit kriegen. Aber infolge der Regenzeit ist das Zeitfenster immer auf wenige Monate beschränkt. Grund: Die Bauern sind sonst mit der Aussaat und der Ernte beschäftigt, dann wird nicht umgesiedelt. Es ist eine Frage des Überlebens für diese Leute.


    Aber selbst, wenn Tulu Kapi nicht gebaut würde, Kefi ist mit seinen beiden Assets in Saudi Arabien hervorragend positioniert. Ich kenne kein anderes Bergbau-Unternehmen wo so direkt in den Bergbau in Saudi Arabien investiert werden kann. Wie Äthiopien handelt es sich dabei um den Arabien Nubian Shield, bergbautechnisch bisher absolut vernachlässigt worden.


    Der Investment Case von Kefi Gold and Copper ist auf dem Punkt: Investition in den Arabien Nubian Shield in Gold und Kupfer - wobei vor allem das Potenzial in Saudi Arabien (Vision 2030 - Abkehr von den fossilen Energieträger hin bspw. zum Bergbau) im Fokus steht. Nur eine Kennziffer: 75% der CAPEX für eine Mine wird durch den saudischen Entwicklungsfond finanziert. Barrick ist auch im KSA engagiert - jedoch im Verhältnis zur Gesamtleistung nur bescheiden.
    https://mim.gov.sa/mim/assets/img/invGuidEN.pdf


    urai
    P.S. Ich schreibe vor allem im Nachbarforum. Dort sind wir ein kleines Grüppchen "Kefianer". Manchmal auch im lse-Forum - vor allem wenn die Brexitler wieder von der Rolle sind ...

    Im Nachbarforum hat ein User eine sehr interessante Frage gestellt: Was nützt es uns, wenn die russischen Assets mit POLY-R immer noch unter den (westlichen) Sanktionen betroffen sind? Bei einer Aufspaltung wäre POLY-R trotzdem nicht handelbar.


    Ich habe die Antwort-Mail von Evgeny (Head IR POLY) nochmals genau gelesen. Danach beurteile ich den Case wie folgt:


    Wir müssen unterscheiden zwischen:
    a) Handelbarkeit der Aktien (POLY-R) durch DACHler
    b) Auszahlung der Dividende von russischen Assets (POLY-R) an DACHler.


    Bezüglich Handelbarkeit von POLY-R ist Evegny skeptisch. Dazu müssten die Sanktionen des Westens im Kapitalsektor zurückgenommen werden. Das kann noch Jahre dauern.


    Dagegen würde die Verlegung des Sitzes an einen neutralen Ort bedeuten, dass die Dividenden von POLY-R an uns DACHler ausgeschüttet werden können. Denn unter dem geltenden Regime können wir die Dividenden aus Russland wegen den russischen Kapital-Restriktionen nicht erhalten. Keine Dividenden an "unfreundliche Staaten". POLY gilt als britische Gesellschaft da in Jersey eingetragen


    urai
    P.S. Bei POLY-K wäre beides gegeben: Handelbarkeit und Erhalt der Dividende.

    Diese (ziemlich sicher) überbezahlten woken Gender-Compliance-Tussen bei den DACH Banken/Broker gehen mir so auf die Nerven! Daher habe ich gestern IR von Polymetall International angeschrieben. Mit folgenden zwei Fragen:


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    Dear Evgeny,


    ich denke, Polymetal International ist operativ (sehr) erfolgreich. Ich bin auch von den mittelfristigen Schritten überzeugt, die POLY unternehmen will, um in Zukunft wieder Dividenden ausschütten zu können. Ich verstehe das Problem der an der MOEX gekauften und bei NSD gehaltenen Aktien.


    Für uns Aktionäre aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) gibt es aber noch ein großes Problem: Wir können POLY nicht in London handeln. Alle Kaufaufträge werden gelöscht. Die dafür Zuständigen sind die Compliance-Verantwortlichen bei den Depotbanken und dem Broker.


    Ich gehe davon aus, dass Ihnen diese Probleme bekannt sind. Daher möchte ich Ihnen zwei Fragen stellen:


    1. Sollte POLY seinen Sitz von Russland (St. Petersburg) weg verlegen - in ein Land, das von Russland als "befreundeter Staat" eingestuft wird und von den westlichen Staaten nicht mit Sanktionen belegt ist (z.B. Kasachstan) - wäre dann der Handel mit POLY-Aktien wieder uneingeschränkt möglich.


    2. Wie sieht der aktuelle Zeitplan für die Verlegung des Firmensitzes aus?


    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Heute um 11:17 MEZ habe ich folgende Antworten erhalten:


    Dear Xxxxxx, guten Morgen,


    es tut mir sehr leid, von den Problemen zu hören, die du und andere Aktionäre beim Handel mit POLY-Aktien haben. Wir haben in den letzten Tagen einige Anrufe und E-Mails zu diesen Problemen aus Deutschland erhalten.


    Um Ihre Fragen zu beantworten:


    1
    Ja, das ist unsere Absicht, unsere Hoffnung und unser Ziel - durch die Verlegung unseres Sitzes (der übrigens nicht in St. Petersburg, sondern in Jersey ist, und der eingetragene Firmensitz befindet sich in Zypern) in eine "freundliche" Gerichtsbarkeit möchten wir ein Ergebnis erreichen, bei dem die Kapitalkontrollen aus Russland nicht mehr gelten und der russische Teil des Unternehmens in der Lage sein wird, die Dividendenzahlungen an die Aktionäre wieder aufzunehmen, sobald er dazu in der Lage ist. Ob ein solcher Schritt (Sitzverlegung) die Compliance-Teams bei verschiedenen EU-Banken und -Brokern zufrieden stellen wird, können wir jedoch nicht wissen. Ich persönlich bin der Meinung, dass dies nicht ausreichen wird und die Banken/Broker mehr von uns verlangen werden, um den Handel mit unseren Aktien wieder aufzunehmen. Mit "mehr" meine ich die Abspaltung des russischen Teils des Geschäfts vom kasachischen Teil des Geschäfts. Meiner persönlichen Meinung nach wird der kasachische Teil des Unternehmens erst dann wieder frei gehandelt werden können - was den russischen Teil angeht, weiß ich es nicht, und angesichts der heute geltenden Beschränkungen bleibe ich skeptisch.




    2
    Der Zeitplan sieht vor, dass wir einige Wochen benötigen, um die Analyse abzuschließen und die Unterlagen für die Diskussion auf Vorstandsebene vorzubereiten. Wir streben an, diese Arbeit frühestens Ende des Jahres abzuschließen. Realistischerweise werden wir den Investoren und Aktionären Ende Januar etwas berichten können - wenn alles nach Plan läuft. Uns wurde mitgeteilt, dass es ab dem Zeitpunkt der Entscheidung des Verwaltungsrats zwischen 3 und 5 Monaten dauern wird, um den Sitz zu ändern. Man kann also davon ausgehen, dass wir bis zum Sommer 2023 unseren neuen Sitz haben werden. Die potenzielle Aufspaltung des Unternehmens könnte ebenso viel Zeit in Anspruch nehmen wie die Änderung des Firmensitzes - auch dies sagen unsere Berater, so dass dies eine Geschichte für das zweite Halbjahr 2023 ist.


    Ich hoffe, dies beantwortet Ihre Fragen.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Evgeny Monakhov, CFA


    Leiter der Abteilung Investor Relations


    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Fazit:


    1. Der Geschäftssitz ist aktuell Jersey. Dies bedeutet, falls per 2022 im Frühling 2023 eine Dividende bezahlt werden sollte, sollte diese Dividende bei unseren DACH-Depotbanken problemlos gutgeschrieben werden.


    2. Eine Aufspaltung des Geschäftes in POLY-K (Kasachstan-Assets) und POLY-R (Russland-Assets) ist sehr wahrscheinlich. Offen ist dabei, ob wir DACHler von den Russen-Assets profitieren können. Ich denke jedoch, dass bei einem Wechsel der Jurisdiktion des Unternehmens bspw. nach Kasachstan, VAE oder Hongkong entsprechende Transfers innerhalb der Holding möglich sind. Aktuell sind so oder so nur die Kasachstan Assets (vor allem Kyzyl) Cashflow positiv.


    urai

    Polymetal November 2 Q3 2022 production results


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    Hier eine Zusammenfassung eines Users aus dem englischsprachigen reddit-Forum (online Translation in Deutsch)



    - Verkauf russischer Vermögenswerte nicht mehr in Betracht gezogen


    - Bekanntgabe des neuen Firmensitzes voraussichtlich Ende Januar. Kasachstan ist einer der starken Kandidaten dafür


    - Die Verringerung des Schuldenstands wird in den nächsten zwei Monaten und im neuen Jahr zwischen 300 und 800 Millionen, 300 bis 400 in den nächsten zwei Monaten, erheblich sein. Wird in der Lage sein, große Lagerbestände zu verkaufen (ca. 200koz Au).


    - Aktienumtausch in Zertifikate erfolgreich


    - Streben und hoffen auf März-Dividende. Oberste Priorität hat die Reduzierung der Verschuldung, um weiterhin Dividenden zahlen zu können


    - Immer noch voll konform mit den Sanktionen


    - Keine Pläne, in Afrika Bergbau zu betreiben


    - Vorsichtig optimistisch, das Ziel von 1,7 MOZ zu erreichen


    - Kutyn produziert, nächste Mineneröffnung wahrscheinlich 2027


    - Der chinesische Handel, der in den letzten Monaten erleichtert wurde, wird voraussichtlich anhalten und sich weiter normalisieren


    - Dividendenzahlungen von Jersey, sollten daher kein Problem darstellen. Von NSD gehaltene Aktien sind eine andere Geschichte.


    - Kein kurzfristiges Wachstum, aber Wachstumserwartung in einem 5-Jahres-Zeitrahmen


    Kurzkommentar:
    Das tönt doch mittelfristig (ein paar Monate) sehr hoffnungsvoll. Daher hoffe ich sehr dass sich Polymetal International erfolgreich aus den mutmasslichen "Fängen von übereifrigen Compliance-Tanten" befreien kann: Erfolgreiche Geschäfte und Wiederaufnahme der Dividendenzahlung und der Verkauf der Russen-Assets sollte per dato "vom Tisch sein".


    urai

    Im lse-Forum hat ein User einen Link eines FT-Reports hochgeladen. Mit drei Gratis-Zugriff. Offenbar war ich einer der Gluecklichen und konnte den Bericht lesen. sehr interessant. Aus dem Gedaechtnis folgende Eckwerte.


    - Gold im Inventar im wert von ueber 200m USD sollten im 2. Halbjahr in asiatischen Markten verkauft werden koennen.


    - Aktuell zwei Hauptptobleme


    1. Aktionaere welche Aktien in Moskau gekauft haben, koennen bei Dividenden und Kapitalmassnahmen nicht profitieren. Daher die Schaffung von Zertifikaten, welche den 22 Prozent Anteil herunter bringen kann.


    2. GB und damit Jersey ist ein unfreundlicher Staat. Daher koennen die Russland Assets auch nicht verkauft werden. Auch ist eine Aufspaltung in R POLY und K POLY nicht moeglich. Daher soll der offizielle Geschaeftssitz in eine fuer POLY attraktivere Jurisdiktion verlegt werden.


    Das Ziel ist daher nach wie vor die Aufspaltung der Assets. Wir DACHler sollten dann den vollstaendigen Zugriff auf die Kasachstan Assets haben. Die haben einen xfachen Wert gegenueber der aktuellen MK.


    urai

    Ich bin fest davon überzeugt: Polymetal International wird sich wieder zur Profitabilität und zur Dividendenfähigkeit zurückkämpfen - spätestens im Geschäftsjahr 2023 mit einer Dividende im Jahr 2024.


    Selbstverständlich ist Polymetal als britisches Unternehmen mit dem Haupt-Asset in Russland mit verschiedenen sanktionsbedingten Herausforderungen konfrontiert. Das grösste aktuelle Hemmnis ist die Sanktion der EU und von GBR gegenüber der russischen Aufbewahrungsstelle National Settlement Depository (NSD) in Moskau. Dadurch sind gemäss Schätzungen von POLY ca. 22% der Aktien(Besitzer) von Kapitalmassnahmen und Dividenden ausgeschlossen.


    Um diese 22% "herunter drücken" zu können, hat POLY ein "Angebot zum Umtausch bestimmter Aktien, die derzeit von der EU-Vermögenssperre auf NSD betroffen sind" aufgelegt. Leider sind Aktienbesitzer mit Wohnsitz in Russland bzw. russischer Staatsbürgerschaft und Kauf der Originalaktie an der MOEX in Moskau davon ausgeschlossen. Aber sollte gemäss Annahmen von POLY rund die Hälfte der Aktien in Zertifikate umgetauscht werden - dann würden noch 11% verbleiben. Damit deren Rechte gewahrt bliebe - gäbe es dannzumal sicher Möglichkeiten des Aufkaufs oder anderer Verfahren, damit das Gleichheitsgebot sämtlicher Aktionäre gewahrt blieben.


    Daher erstaunt es nicht, dass für das 1. Halbjahr ein Verlust ausgewiesen wurde und die Schulden auf 2.8 Mrd.$ erhöht wurden. Denn damit ist die Frage der Dividende - welche an die 22% bei der NSD gehaltenen Aktien nicht ausbezahlt werden könnte - vom Tisch.


    Aber der Verlust und die Erhöhung der Schulden hat nichts mit einer substanziellen Schwäche des Unternehmens zu tun. Denn bspw. sind jetzt aus dem 1. HJ 2022 124koz AuEq im Inventar - Wert ca. 200m$. Die Produktion läuft und Kasachstan ist hochprofitabel. Zudem wurden Käufe von Ausrüstung und Ersatzteile beschleunigt (auf Vorrat) gekauft. Zu schaffen macht Polymetal Internation der - man höre und staune! der hohe Rubel-Wechselkurs zum USD - selbstverständlich wird der Rubel durch die russische Zentralbank gestützt. Westliche Banken haben im Nachgange an die Schuldenkrise auch ins System eingegriffen - negativer Impact noch offen - aber er wird kommen!!


    Der Erfolg von POLY hängt an der geopolitischen Entwicklung und am Goldpreis. Entweder beruhigt sich die Lage in der Ukraine (wovon ich nicht ausgehe) der Goldpreis sinkt und die sanktionsbedingten Herausforderungen normalisieren sich. Oder (wovon ich ausgehe) die Lage bleibt extrem "heiss" mit Tendenz zur weiteren Eskalation und massiver Inflation in den westlichen Industriestaaten - davon dürfte dann der Goldpreis profitieren.


    2022 ist für POLY abzuschreiben. Es geht nur darum, dass Polymetal seiner vorzügliche operative Tätigkeit erhalten und sich für die Zukunft vorteilhaft positionieren kann. Solange Polymetal International weder als Unternehmen noch Insiders (russischer Oligarch wie bei Evraz) sanktioniert wird - ist alles im grünen Bereich.


    Was ich in unmittelbarer Zukunft nicht mehr sehe - und das ist auch gut - eine Aufteilung in POLY-K und POLY-R. Ein Verkauf der Assets in Russland ist auch praktisch ausgeschlossen. Bräuchte die Zustimmung des Präsidenten und der "Erlöse" wäre extrem schlecht - beispielhaft durchexerziert bei Petropavlovsk POG.


    urai


    P.S. Per dato kann ich POLY Originalaktie in London nicht handeln - weder KAUFEN noch VERKAUFEN. Der Kurs hat keine Aussagekraft. Wichtig ist, dass Blackrock investiert bleibt.


    P.P.S. Hier noch der Link dem den ausführlichen Halbjahresergebnis (51 Seiten pdf)
    https://www.polymetalinternati…alf_yearly_report_eng.pdf


    P.P.P.S
    Ein stocktwits-Benutzer namens Will_Sonnett hat einige der Dinge transkribiert, die er beim gestrigen Call am wichtigsten fand (Auszug, online-Translation, deckt sich in etwa, was ich oben geschrieben habe):

    - Ziemlich große Papierverluste und Schuldenanstieg, Finanzierung immer noch sicher, Lagerbestand weiter aufgebaut. Keine Aufteilung oder Veräußerung russischer Vermögenswerte. Keine Dividende für 2021, wahrscheinlich keine für eine Weile, es sei denn, dieser Krieg endet und Goldpreisspitzen und -verkäufe gehen durch. Die Wehrpflicht könnte Bergbauunternehmen unverhältnismäßig stark beeinträchtigen. Für alle MOEX-Inhaber, die keine Russen sind, können Sie Ihre Aktien möglicherweise durch eine Aktion durch das Unternehmen umwandeln

    - "Wir haben erfolgreich mehrere Vertriebskanäle in Asien etabliert, und insbesondere im September haben die Verkäufe wirklich zugenommen, und wir haben erhebliche operative Mittelzuflüsse gesehen." - Witali Nesis

    - „Wir sehen eine bedeutende Reduzierung [der Nettoverschuldung] in der zweiten Hälfte dieses Jahres – also bis Ende des Jahres. Und im Jahr 2023 erwarten wir definitiv einen positiven freien Cashflow, sofern wir keine weitere Verschlechterung der Betriebsbedingungen sehen. Also, gehen wir mehr oder weniger davon aus, dass die Nettoverschuldung bei 2,8 Mrd. bleibt.

    - „Wir sehen keine größeren Bedenken seitens der Banken. Und wir haben die Refinanzierung des Geschäfts im Laufe des dritten Quartals fortgesetzt, die Laufzeiten verlängert und manchmal auf Dollar lautende Schulden in Rubel getauscht, wo die Zinsen angenehmer geworden sind und wettbewerbsfähiger, da die Zentralbank ihren Abwärtstrend bei den Zinsen fortsetzte. Bei diesem Niveau der Nettoverschuldung sehen wir also keinen nennenswerten Druck von den Kreditgebern, zumal wir den Plan haben, [die] Erhöhung des Betriebskapitals zurückzufahren. " - Maxim Nazimok

    - In Bezug auf die befreundeten Jurisdiktionen: „Zu den Optionen, die während der jüngsten internen Diskussionen [über die Redomizilierung] in Umlauf gebracht wurden, gehören Hongkong, Festlandchina, Kasachstan und die Emirate. Jetzt muss noch viel Arbeit in die Definition gesteckt werden der Kriterien für die potenzielle Transaktion und die Durchführbarkeit der Transaktion." In Bezug auf die mögliche Aufspaltung des Unternehmens: „Diese Transaktion unter der Jersey-Holdingstruktur ist so gut wie unmöglich, weil [Erklärung in dieser Transkription weggelassen]. Wenn wir also über die Aufspaltung sprechen, bin ich persönlich davon überzeugt: wenn es kein Redom gibt, gibt es keine Trennung." -- Witali Nesis

    bis Mai 140, dann auf 180 und seit August 470 Euro

    Vielen Dank @31.1034768g für dieses echte eindrückliche Beispiel. Habe mir die Freiheit genommen und das Bild im Nachbarforum hochgeladen. Dazu folgender Text (copy/paste):


    "[i]So Leute, hier ein (echtes) Beispiel zur kommenden Zusatz-Belastungen in der Bevölkerung als Resultat der westlichen Sanktionen gegen den weltgrössten Energie-Exporteur :[/i]

    122.75/Monat: Abschlagszahlung der Vorjahresperiode (2.8.2021 bis 30.7.2022)
    168.90/Monat: Effektive Belastung der Vorjahresperiode
    472.00/Monat: Neue Abschlagszahlung ab 31.7.2022, Total für 1 Jahr: 5'664. Plus 3'637 resp. plus 179%.


    P.S.
    Baerbock wollte im Februar 2022 Russland mit Sanktionen ruinieren. Die Ampelinnen müssen jedoch aufpassen, dass dadurch nicht Teile der eigenen Bevölkerung ruiniert werden. Die drei Entlastungpakete der Ampel mit fast 100 Mrd. "verdampfen" - bevor sie eine echte, entlastende Wirkung bei der mutmasslich gebeutelten deutschen Bevölkerung erzeugen können.


    P.P.S.
    Selbstverständlich setzt Russland u.a den "Stopp der Gaslieferung" als "Waffe" in einem Wirtschaftskrieg ein. Ist Teil der hybriden Kriegsführung."