Diese (ziemlich sicher) überbezahlten woken Gender-Compliance-Tussen bei den DACH Banken/Broker gehen mir so auf die Nerven! Daher habe ich gestern IR von Polymetall International angeschrieben. Mit folgenden zwei Fragen:
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Dear Evgeny,
ich denke, Polymetal International ist operativ (sehr) erfolgreich. Ich bin auch von den mittelfristigen Schritten überzeugt, die POLY unternehmen will, um in Zukunft wieder Dividenden ausschütten zu können. Ich verstehe das Problem der an der MOEX gekauften und bei NSD gehaltenen Aktien.
Für uns Aktionäre aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) gibt es aber noch ein großes Problem: Wir können POLY nicht in London handeln. Alle Kaufaufträge werden gelöscht. Die dafür Zuständigen sind die Compliance-Verantwortlichen bei den Depotbanken und dem Broker.
Ich gehe davon aus, dass Ihnen diese Probleme bekannt sind. Daher möchte ich Ihnen zwei Fragen stellen:
1. Sollte POLY seinen Sitz von Russland (St. Petersburg) weg verlegen - in ein Land, das von Russland als "befreundeter Staat" eingestuft wird und von den westlichen Staaten nicht mit Sanktionen belegt ist (z.B. Kasachstan) - wäre dann der Handel mit POLY-Aktien wieder uneingeschränkt möglich.
2. Wie sieht der aktuelle Zeitplan für die Verlegung des Firmensitzes aus?
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Heute um 11:17 MEZ habe ich folgende Antworten erhalten:
Dear Xxxxxx, guten Morgen,
es tut mir sehr leid, von den Problemen zu hören, die du und andere Aktionäre beim Handel mit POLY-Aktien haben. Wir haben in den letzten Tagen einige Anrufe und E-Mails zu diesen Problemen aus Deutschland erhalten.
Um Ihre Fragen zu beantworten:
1
Ja, das ist unsere Absicht, unsere Hoffnung und unser Ziel - durch die Verlegung unseres Sitzes (der übrigens nicht in St. Petersburg, sondern in Jersey ist, und der eingetragene Firmensitz befindet sich in Zypern) in eine "freundliche" Gerichtsbarkeit möchten wir ein Ergebnis erreichen, bei dem die Kapitalkontrollen aus Russland nicht mehr gelten und der russische Teil des Unternehmens in der Lage sein wird, die Dividendenzahlungen an die Aktionäre wieder aufzunehmen, sobald er dazu in der Lage ist. Ob ein solcher Schritt (Sitzverlegung) die Compliance-Teams bei verschiedenen EU-Banken und -Brokern zufrieden stellen wird, können wir jedoch nicht wissen. Ich persönlich bin der Meinung, dass dies nicht ausreichen wird und die Banken/Broker mehr von uns verlangen werden, um den Handel mit unseren Aktien wieder aufzunehmen. Mit "mehr" meine ich die Abspaltung des russischen Teils des Geschäfts vom kasachischen Teil des Geschäfts. Meiner persönlichen Meinung nach wird der kasachische Teil des Unternehmens erst dann wieder frei gehandelt werden können - was den russischen Teil angeht, weiß ich es nicht, und angesichts der heute geltenden Beschränkungen bleibe ich skeptisch.
2
Der Zeitplan sieht vor, dass wir einige Wochen benötigen, um die Analyse abzuschließen und die Unterlagen für die Diskussion auf Vorstandsebene vorzubereiten. Wir streben an, diese Arbeit frühestens Ende des Jahres abzuschließen. Realistischerweise werden wir den Investoren und Aktionären Ende Januar etwas berichten können - wenn alles nach Plan läuft. Uns wurde mitgeteilt, dass es ab dem Zeitpunkt der Entscheidung des Verwaltungsrats zwischen 3 und 5 Monaten dauern wird, um den Sitz zu ändern. Man kann also davon ausgehen, dass wir bis zum Sommer 2023 unseren neuen Sitz haben werden. Die potenzielle Aufspaltung des Unternehmens könnte ebenso viel Zeit in Anspruch nehmen wie die Änderung des Firmensitzes - auch dies sagen unsere Berater, so dass dies eine Geschichte für das zweite Halbjahr 2023 ist.
Ich hoffe, dies beantwortet Ihre Fragen.
Mit freundlichen Grüßen,
Evgeny Monakhov, CFA
Leiter der Abteilung Investor Relations
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Fazit:
1. Der Geschäftssitz ist aktuell Jersey. Dies bedeutet, falls per 2022 im Frühling 2023 eine Dividende bezahlt werden sollte, sollte diese Dividende bei unseren DACH-Depotbanken problemlos gutgeschrieben werden.
2. Eine Aufspaltung des Geschäftes in POLY-K (Kasachstan-Assets) und POLY-R (Russland-Assets) ist sehr wahrscheinlich. Offen ist dabei, ob wir DACHler von den Russen-Assets profitieren können. Ich denke jedoch, dass bei einem Wechsel der Jurisdiktion des Unternehmens bspw. nach Kasachstan, VAE oder Hongkong entsprechende Transfers innerhalb der Holding möglich sind. Aktuell sind so oder so nur die Kasachstan Assets (vor allem Kyzyl) Cashflow positiv.
urai