Beiträge von urai

    Der ganze Konflikt in der Ukraine dürfte langwierig werden. Der Werte-Westen in Europa setzt sich extrem stark für die Ukraine ein - unabhängig von wahrscheinlichen dramatischen wirtschaftlichen Schäden - mindestens eine Generation lang. Das "Weib" (Truss, Baerbock, Flinten-Uschi, Skandinavierinnen, TV-Moderatorinnen und Korrespondentinnen usw usf) hat die politische Führung übernommen und bestimmt das Narrativ: "Böser Putin" welcher weg muss und "Hilflose Frauen und Kinder" welche geschützt werden müssen.


    Dies bedeutet, dass eine Aufspaltung von Polymetal International immer wahrscheinlicher wird. Immerhin hätten wir dann wieder den Zugriff auf das Eigentum. Aktuell ist ein Handel via DACH-Banken nicht möglich.


    Da lohnt es sich einmal die Leistungsdaten der beiden Teile "Russland" und "Kasachstan" genauer anzuschauen. Massgebend ist die Guidance 2022 (Slide Nr. 24)


    Produktion:
    - Russland 1'150 koz Au
    - Kasachstan 550koz Au


    AISC (Mittelwert):
    - Russland 1'400$/oz
    - Kasachstan 950$/oz


    Operating Cashflow:
    - Russland 460m$
    - Kasachstan 468m$

    Geplante CAPEX (2022)
    - Russland 580m$
    - Kasachstan 70m$



    Fazit:
    Mit Kasachstan sollten wir etwa die Hälfte des Cashflows halten. Dividenden von rund plus/minus 0.50$ p.a. bei einem Goldpreis von 1'800$ sollten möglich sein. Grössere CAPEX wäre dann in der Mitte des Jahrzehnts der "Pacific-POX" in Kasachstan. Dies würde bei einer Dividendenrendite von 8% rund 6$ resp. 5£pro Aktie entsprechen. Plus allfälliger Anteil an den Russland-Assets. Das wichtigste jedoch ist: Freie Handelbarkeit von POLY (Kasachstan).


    urai

    Wo ist der Unterschied zwischen dem Verkauf der russischen Assets von Kinross zu einem möglichen Verkauf der russischen Assets vom Polymetal? Bei Kinross ging es doch auch.

    Gute Frage. Der Unterschied liegt darin, dass 22% der Aktionäre von Polymetal russische Aktionäre sind, welche die Aktien an der MOEX in Moskau gekauft hatten. Kinross ist an der MOEX/Moskau nicht kotiert. Bei einem Verkauf wären die russischen Aktionäre de facto enteignet - wegen den Sanktionen. POLY hätte keine russischen Assets mehr. Uns würde es ja nur etwas bringen, wenn der Verkaufserlös auf eine westliche Bank eingezahlt würde. Möglich wäre ein Verkauf an Polyus oder Norilsk. Aber dann würde der Verkaufserlös auf eine russische Bank eingezahlt. Und wir "Westler" würden teil-enteignet, da wir vom russischen Verkaufserlös nichts hätten - da wegen der Sanktionen das Kapital nicht in eine EU/GB-Bank transferiert werden könnte.


    Daher ist wahrscheinlich die Aufspaltung die beste aller schlechten Lösungen.
    urai

    Polymetal müsste seinen Firmensitz ändern, zB. nach Zypern, dann müsste doch ein Verkauf der russischen Assets möglich sein.

    Wohin würde dann der Verkaufserlös fliessen? An eine EU/GB Bank. Wie würden dann die russischen Aktionäre entschädigt - halten etwa 22% am Unternehmen? Dividenden können nicht fliessen- weder aus einem Verkaufserlös noch aus einem Gewinn. Genau das Beispiel POLY zeigt doch den ganzen Irrsinn der Sanktionen. Da wird mutmasslich eine absolut integre profitable Firma mutwillig geschädigt (resp. Aktionäre) - und an der Situation Russland/Ukraine ändert sich rein gar nichts.
    urai

    Bestünde die Option, dass Polymetal seine russischen Assets verkauft und nur mit den kasachischen Assets weiter arbeitet? (...)

    Das halte ich unter den aktuellen (Sanktions)Umständen für ausgeschlossen. Denn die Sanktionen wirken auf beide Seiten. Will heissen: Kapital kann nicht aus Russland in die EU/GB transferiert werden - und eben auch nicht umgekehrt. Bspw. Dividenden können ex einer EU-Bank nicht an POLY-Aktionäre in Russland gezahlt werden. Diese haben die Aktien an der MOEX/Moskau gekauft. Andererseits können Gewinne/Dividenden von den Russland-Minen nicht an den Konzern (EU-Sitz) transferiert werden.


    Daher gehe ich - als wahrscheinlichstes Szenario - von einem Split aus. Russland hat wohl die meisten Assets, würden dafür auch die meisten Schulden kriegen - und umgekehrt mit Kasachstan. Wir (Westler) hätten die K-POLY und die Russen hätten die R-POLY.


    Das aller Wichtigste vorerst ist: Dass Polymetal International als Company nicht sanktioniert wird; bei den mega-emotionsgeladenen weiblichen Verantwortlichen weiss man halt nie, was die alles wieder zusammen aushecken ...


    urai

    Wer in Polymetal International investiert ist, sollte die beiden nachstehenden Beiträge lesen (mit Online-Translator kein Problem):


    https://www.reddit.com/r/POYYF…olymetal_split_is_coming/


    https://www.reddit.com/r/POYYF…at_polymetal_could_split/


    Der Reddit-User Commodore64 schreibt da echt gut eine Analyse über Aussagen beim Investors-Day (1. Link) und beschreibt mit Vor- und Nachteilen 4 mögliche Optionen für die Aufspaltung von POLY. (2. Link).


    Ich gehe auch von einer Aufspaltung aus. Die Sanktionen dürfte noch Jahre bestehen bleiben. Denn für eine Aufhebung müssten sich - u.a. gemäss den beiden Polit-Weibern Truss und Baerbock - die Russen aus der ganzen Ukraine vollständig zurückziehen - inkl. Krim. Das ist nach menschlichem Ermessen völlig ausgeschlossen. Denn dazu müssten sich die BRICS-Staaten u.a. mit China und Indien und weitere Staaten wie aus ASEAN (ausser Singapur), Mittlerer Osten und Afrika den West-Sanktionen grossmehrheitlich anschliessen.


    urai
    P.S. Ich gehe von Option 1 aus. Einen Abtausch von R-POLY zu K-POLY und umgekehrt von russischen und nicht-russischen Aktionäre würde ich selbstverständlich begrüssen.
    P.P.S. Aktuell sehe ich keine Gefahr, wonach POLY wie kürzlich EVRAZ sanktioniert werden könnte. Obwohl die Begründung schon weit geholt ist: Schienen und Räder für die russische Staatsbahn, welche Truppen und Logistik in die Ukraine transportiert. Aber POLY "verschenkt" ja kein Gold an den russischen Staat - und ist operativ nur im asiatischen Teil von Russland tätig.

    NORZINC PROVIDES UPDATE ON PERMITTING PROGRESS AND 2022 WORK PROGRAM AT THE PRAIRIE CREEK PROJECT


    https://www.newswire.ca/news-r…ek-project-844103338.html



    Es geht vorwärts. Sehr gut ist, dass die Erweiterung für den Bergbau von 1'600 tpd auf 2'400 tpd keine neue Umweltverträglichkeitsprüfung benötigt: Minen-Wasserlizenz und Landnutzungsgenehmigung sind on Track.


    Auch die enge Zusammenarbeit mit der Behörde für das Permit der All-Season-Road ist äusserst positiv.


    Die Vorbereitungsarbeiten für den Bau der effektiven Mine sind zwar geplant; aber es braucht - was absolut üblich ist - zusätzliche Finanzierungen.


    urai

    Zu den Euro-/Rubelzahlungen. Es ist ganz einfach: Westliche Importeure beziehen Gas und bezahlen in Euro auf ein Konto der Gazprombank. Die Gazprombank hat - autorisiert durch das Putin-Dekret - im Namen des Importeuers direkt ein paralleles Rubel-Konto eröffnet. Die Euros werden automatisch in Rubel getauscht und dem parallelen Konto gutgeschrieben und das Euro-Konto entsprechend belastet. Die Gazprombank überweist anschliessend die Rubel an den Exporteur (Gazprom).


    Konsequenz: Putin/Russland setzen sich durch und erhalten für Gas de facto Rubel. Die westlichen Länder können die Sanktionen vordergründig einhalten und einigermassen das Gesicht wahren und bezahlen de jure in Euro - de facto sind es jedoch - wie schon erwähnt - Rubel. Mit dieser Massnahmen gelingt es Russland den Rubelkurs zu stützen.


    Ganz offensichtlich wollen Polen und Bulgarien diesen Bezahlprozess nicht - Österreich jedoch schon.

    Wichtig: Per dato kann es die ADR-Halter von Polymetal nicht betreffen. Gazprom hat eine Primär-Kotierung an der MOEX Moskau. Wegen den Sanktionen wird das ADR-Programm eingestellt - und die ADR's können in Aktien der Gazprom gewechselt werden, welche dann auch an der MOEX kotiert sind.


    Polymetal hat eine Primär-Kotierung in London und gilt als britisches Unternehmen im Sinne der Börsenregulation. Die Sekundär-Kotierung bei Poly ist u.a. auch an der MOEX Moskau; die für das POLY-ADR-Programm hinterlegten Aktien befinden sich jedoch in London (Primär-Kotierung) - und nicht in Moskau.

    @Vassago
    @Wurschtler


    Beurteile ich auch so. Abgesehen davon: Es ist eine absolute Illusion zu meinen, die West-Politik könne Russland politisch und wirtschaftlich isolieren. Absolut unmöglich; reines Fantasie-Denken. Solange die B(R)ICS-Staaten plus weitere wie Indonesien, Vereinigte Arabische Emirate, etc. den Handel mit Russland aufrecht erhalten, wird POLY immer Wege finden, auch die Produktion aus Russland verkaufen zu können und die Einnahmen der Holding zuführen.


    So wie ich verstanden hatte, ist das Problem bei der Dividende u.a., wonach russischen Investoren, welche an der MOEX in Moskau gekauft haben, die Dividende per dato nicht ausbezahlt werden könnte - wegen den Sanktionen.


    Wie es auch herauskommt: 450koz AuEq p.a. mit AISC von 1'000$/oz Produktion in Kasachstan bei einem Goldpreis von 1'900$/oz hat mindestens 3£ Wert. Das ergäbe eine theoretische MK von 1.8 Mrd.$. Plus die Russland Assets mit 1'200koz Au Eq p.a. mit AISC von 1'400$/oz. Also nochmals mindestens 3£.


    Daher per 2023 mindestens 6£ und einer Dividende von 0.4$ p.a. - würde einer dannzumaligen Rendite von 5% entsprechen - bei aktuellem Kurs >10%.


    urai

    Polymetal reports solid production results for the first quarter of 2022 and updated production and cost guidance.



    Solide Ergebnisse für das 1. Quartal 2022 und die unternehmerischen Zukunftsaussichten sind positiv:


    https://polymetalinternational.com/en/investors-and-media/news/press-releases/25-04-2022-a/?month=&q=&year=2022¤t=1



    Der aktuell extrem tiefe Kurs ist einzig und allein wegen den unverhältnismässigen (blödsinnigen) Sanktionen des Westens gegen Russland. (sorry für den Ausdruck) vor allem "weiber-dominiert". POLY wird zu über 50% von West-Investoren gehalten und bleibt daher an der Börse in London kotiert. Hier werden von Polit-Menschinnen integrere westliche Investoren mutwillig geschädigt - damit mutmasslich die eigene Betroffenheit noch maximiert werden kann. Damit wird eine positive Lebensperspektive mindestens für eine ganze Generation leichtfertig riskiert.


    urai

    Sollte die Aussage von Scholz tatsächlich so gesagt worden sein, dann heisst das doch auf gut deutsch:

    Komplett falsch @Reinhard_Köln


    Korrekt ist: Wer zuerst drückt - stirbt als Zweiter. Ist so - und war immer (ab 1950er Jahre) so. Nur die Ampelinnen-Kriegsgurgeln wollen das nicht begreifen - und auch nicht, dass Russland immer noch die effizienteste und effektivste Zweitschlags-Fähigkeit besitzt - weltweit.

    Ich finde Zink aktuell auch sehr spannend und suche verschiedene Aktien aus dem Sektor.
    Was hältst du von ZincX Resources?

    Vielen Dank @Wurschtler für Dein Feedback. Wenn ich mich richtig erinnere hiessen die vorher Canada Zinc Metals CZX. Gab vor Jahren immer wieder Verwechslungen mit CZN. Das Projekt liegt auch in einer sehr guten Jurisdiktion - in the aera von Benchmark Metals in B.C. - und wäre bei aktuellen Metallpreisen auch hochprofitabel. Gab glaube ich 2018 einen Riesen-Hype. Was ich auf die Schnelle nicht sagen kann, wie die Permit-Situation aussieht - und die Beziehungen zu den First Nations.


    Persönlich denke ich, dass NorZinc näher an der Produktion ist - sofern das (verflixte) Permit für die All-Season-Road endlich kommen sollte. Aber sollte Zink (noch mehr) durchstarten, wäre man mit beiden Aktien gut dabei.


    urai

    Canadian Zinc heisst neu (seit 2018) NorZinc.


    https://norzinc.com/
    https://norzinc.com/wp-content…entation-March-2022-1.pdf


    Aktuell heisst es: Warten - was auch sonst. Immer noch warten auf das Permit zum Bau der All-Season-Road. Dieses Permit muss spätestens bis Ende 2022 vorliegen. Falls nicht - ein weiteres Jahr Verzögerung. Wer die Story über die Mine Prairie Creek liest: viele viele Jahre - Warten.


    Aber die High Grade Zink-Blei-Silber Prairie Creek Mine hätte einiges zu bieten. Dazu die Parameter aus der PEA von 2021 mit den aktuellen Metallpreise hochgerechnet: In-Situ-Value und Einnahmen p.a.


    Folgende Metallpreise:
    - Silber: 25$/oz
    - Blei: 1.10$/lb resp. 2'440$/t
    - Zink: 2$/lb resp. 4'400$/t


    In-Situ-Value bei 8% ZinkEq Cut-off: 12.8 Mrd.$
    (Bei durchschnittlich 800$/t entspräche dies ca. 12.6g AuEq pro Tonne, resp. rund 6.5moz AuEq)


    M&I 9,755,000mt (752$ je t): 7.34 Mrd.$
    - 139g Ag: 112$/t
    - 8.8% Pb : 214$/t
    - 9.7% Zn: 426$/t


    Inferred 6,403,000 mt (850$ je t): 5.44 Mrd$
    - 150g Ag: 120$/t
    - 6.7% Pb: 163$/t
    - 12.9% Zn: 567$/t


    Geplante jährliche Produktion von - Average Annual Payable: 399m$
    (Dies entspräche rund 200koz AuEq)
    - Silber: 2,551 koz: 64m$
    - Blei: 101 Mlbs: 111m$
    - Zink: 112 Mlbs: 224m$


    https://norzinc.com/wp-content…Report-PEA-compressed.pdf



    Fazit:
    In-Situ-Value bei aktuellen Metallpreisen 12.8 Mrd$ und knapp 400m$ jährlicher Erlös. Dies würde bei einem Goldprojekt 6.5m oz AuEq Ressource und 200koz p.a AuEq Produktion bedeuten. Aktuelle Marktkapitalisierung rund 30m CAD bei 0.04 CAD (Ask).



    urai
    P.S. @Edel Man Bitte Titel auf NorZinc ändern. Vielen Dank. Namensänderung erfolgte per 2018.
    P.P.S. Zink könnte die nächste Preis-Welle auf der "Jagd" nach Metallen für die Elektro-Revolution auslösen - wie schon bei Nickel.
    P.P.P.S. Projekt in Neufundland wurde verkauft.
    P.P.P.P.S. Ich bin (wieder) investiert. War schon 2016 bei CZN gut dabei.

    Ist ja in wilder Ritt welcher Max Resource an den Tag legt. An und für sich ist der Investment Case von Max Resource mit seinem CESAR-Projekt ganz einfach: Kupferschiefer-Flözstrukturen polnish-style wie bei KGHM in Polen.


    Da stellen sich zwei/drei Fragen:


    1. Trifft es zu?


    2. Falls ja, welche Ausdehnung


    3. Evtl. welche Grades


    Allein die Tatsache, dass es sich um eine horizontale Ausdehnung handelt bedeutet: Es braucht viel Zeit (evtl. Jahr) für die Entwicklung. Als langfristige Zielsetzung könnte ein neuer Minenkomplex bei CESAR entstehen. Der Abbau könnte über Generationen! erfolgen Zuerst müssen jedoch die entsprechenden Claims gesichert werden. Ist dort ein Flickenteppich, welcher sich über die vergangenen Jahre gebildet hatte. Max Resource mit Brett Mattich (dürfte dafür der richtige Mann sein) ist sehr erfolgreich unterwegs - aber auch das dauert.


    Und da dies dauert, ist Max Resource in der komfortablen Lage, dass es sich bei CESAR auch noch - neben den Kupferschiefer-Flözstrukturen - um andere profitabel abbaubare Mineralisierungen handeln könnte.


    Gemäss winni2 (Hochschulstudium und Erfahrung Mineralogie-Chemie aus dem w:o-Forum: "Caesar hat zudem zusätzlich die ganz anders mineralisierten hochgradig metallisierten grossen Projektgebieten mit den vulkanisch-plutonischen KS-Misch-Erzstrukturen an der Oberfläche und den noch unerforschten , vermutlich von hochgradig multimetallischen Überraschungen geprägten vulkanischen Intrusionsstrukturen in der Tiefe , wie bei URU und CONEJO"


    Gut möglich, dass auf dem Weg zum Abbau der Kupferschiefer-Flözstrukturen zuerst eine mid-scale Mine bei URU und/oder CONJEO gebaut werden kann/wird. Mit dem FCF könnte dann die weitere Entwicklung zu einem Weltklasse Minenkomplex erfolgen.



    Das sind die fundamentalen Fakten. Jetzt zum Aktienkurs! Ich würde sagen, nach der Tax-loss-Season und der Einlösung der Millionen billigen Warrants ist der Kurs richtig durchgestartet. Dazu brauchte es jedoch noch zwei andere Faktoren: 1. Einstieg von Endeavour Silver mit Bradford Cooke und Aufnahme/Erwähnung in Börsenbriefen, u.a. Goldherz und Maven. Selbstverständlich gab das dem Kurs Schub und es gab einen Kaufdruck.


    Und logisch ist, dass dann während des Trips der eine oder andere Gewinne realisiert. Goldherz beispielsweise muss seine Premium-Mitglieder auch bei Laune halten - und das heisst eben nicht, dass Aktien zu 100% gehalten werden. Sondern es braucht wieder Cash für seine wöchentlich neuen Investmentideen. So funktioniert der Business-Case von bspw. Goldherz.


    Ich vertrete auch die Auffassung - wie viele andere auch - wenn eine Aktie als Folge externer Einflüsse (nicht fundamental neue Fakten) bspw. Erwähnung in Börsenbriefen, ist es nie falsch, seinen Einsatz herauszunehmen. Falls noch ein Gewinn realisiert werden kann, umso besser und gibt ein "gutes Gefühl". Dieses "gute Gefühl" ist nicht zu unterschätzen, es gibt genügend negative, unerklärliche Überraschungen im High-Risk Segment "Miner".


    Zudem werden per Juli die knapp 30m Aktien aus der KE zu 0.26 frei gegeben. Gibt dann noch knapp 15m Warrants zu 0.36 CAD, Laufzeit bis Frühling 2024. Als Trader muss man das im Auge behalten; als Investor wird das nur eine Episode auf dem Weg nach oben sein.



    Fazit
    Denn: im Projekt CESAR und in der fundamentalen Bewertung sehe ich per dato keine Red Flags. Die Jurisdiktion von Kolumbien stimmt (Fraser 2021 Rang 29 von 84, im Vergleich 2019 Rang 56 von 76). Die beantragten Mining License wurden bisher genehmigt. Das Projekt konnte von der Governance her mit dem Einstieg von Bradford Cooke (EDV/EXK) weiter derisked werden. Der verantwortliche Geologe Piotr Lutynski versteht die Flözstrukturen perfekt. Die Verbindung via Universität Krakau zu KGHM steht. Bzgl. Corporate Governance kann ich nicht im Ansatz eine Bereicherung erkennen.


    Und (als Wiederholung) die Investment Idee:


    Kupferschiefer-Flözstrukuren sind weltweit sehr selten - und falls zutreffend - hochprofitabel - über Generationen.



    urai

    der von Goldie oben verlinkte Artikel (3.202)
    ist absolut lesenswert bzw. eine glänzende Analyse der Misere!

    Ich habe den Artikel gelesen. Absolut zutreffende Analyse - bis hinunter zur Terminologie. Hühnerstall ist genau der richtige Begriff. Was die Hühner Baerbock, Faeser, Lambrecht, Flinten-Uschi, Truss, Lagard, MsM-Moderatorinnen, etc. anrichten, kann nur in einer ungeniessbaren "Hühnersuppe" enden.


    Heute Frühstart ntv Strack-Zimmermann. Absolute Katastrophe. Komplette Inkompetenz. Typisches Weibergeheul. Und dann gibt es die Weichspühler-Gockel wie Scholz, Habeck, Macron, Di Maio welcher wahrscheinlich am liebsten auch Hühner sein wollen - soll es ja heute im realen Leben geben - sagt man.


    Das was sich mit der Ukraine und Russland abspielt ist der absolute Wahnsinn. Alles was die Menschheit an (freiwilliger) Selbstzerstörung zu bieten hat, wird hier von den Hühnern und den Gockel in die "Schlacht" geworfen.


    urai
    P.S. Ich weiss, ich sollte nicht, aber so 1x pro Woche muss es halt sein ...
    P.P.S. Wie es auch ausgeht: Die Krim geht nie mehr an die Ukraine. Die (Ost)Ukraine tritt mindestens in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts nicht der Nato bei. Der nächste US-Präsident dürfte wieder Trump sein, sicher nicht Harris und Sleeping Joe wird die Kraft und Energie für einen weiteren Schlagabtausch im Wahlkampf mit Trump (altershalber) nicht mehr haben.

    Kinross announces sale of Russian assets
    https://s2.q4cdn.com/496390694…ase-Russia-sale-Final.pdf


    Kinross Gold Corporation announced today that it has entered into a definitive agreement with the Highland Gold Mining group to sell 100% of its Russian assets for total consideration of $680 million in cash.



    Da stellt sich doch die Frage, wie dieser Verkaufspreis in Relation zu Polymetal International zu bewerten ist.



    Kinross hat in Russland folgende Assets (grob):


    1. Kupol mine (produzierend, auslaufend)


    2021: 481koz Au, 2022: 350koz Au, LoM bis 2025 (noch 4 Jahre), Reserves 1.2moz



    2. Udinsk project in Khabarovsk Krai (FS in Bearbeitung per 2022)


    4.2moz Resources, resp. 2moz Resrves, Produktionsbeginn 2025, 7 Jahre, knapp 300koz p.a.



    Polymetal International
    Basis: In 2021, Kazakhstan operations generated 43% of the Group’s Adjusted EBITDA and 48% of its net earnings. Kazakhstan operations represent 40% (12 Moz) of Polymetal’s gold equivalent reserves.


    Dies bedeutet rund 18moz Reserves ohne Explorationpotenzial. Ohne POX2.


    Grob gerechnet hat POLY bei Reserves mindestens Faktor 6, resp. 4 Mrd $ oder 3 Mrd £.


    Bei 474m Aktien: Mindestens 6£ für die Russland Assets. Mit den Kasachstan Assets rund 10£.



    Klar, es bräuchte einen Käufer mit entsprechendem Potenzial. Neben Polyus könnte das auch Norilsk sein.


    urai
    P.S. Alles nur grob beurteilt; Kinross hat einen guten Preis erhalten!

    das würde auch auf alle institute(inklisive blackrock) zutreffen, sollten die gdr/adr in orginale getauscht werden.
    bg bh

    Ja, aber Institutionelle könnten eher entweder direkt an der MOEX handeln oder haben einen Broker in Russland. Das Problem für DACHler ist, dass die DACH-Banken keinen Broker an der MOEX beauftragen werden. um zu kaufen/verkaufen, da sanktioniert.


    Aber wir sind uns schon einig: Trifft für Polymetal International nicht zu. Dort ist das Problem einzig beim von den DACH-Banken beauftragten Broker für London. Private Anleger welche ihren Account direkt bei einem (anderen) Broker haben, können in London POLY problemlos kaufen und verkaufen - viele Millionen Aktien jeden Handelstag.


    urai

    Aber nicht über den Broker flatex, hier kann ich weder kaufen noch verkaufen. Ich müsste mir einen neuen Broker suchen, über den ich die Aktien nach einer Übertragung in das neue Depot notfalls verkaufen kann.

    Genau @Barkmann


    Aber @rosab2000 hat recht: Per dato kein Totalverlust. Und dazu: fast die Hälfte der Assets sind in Kasachstan.


    Ich bin überzeugt, wenn der Krieg beendet ist - mindestens Waffenstillstand - und keine neuen Sanktionen mehr zu erwarten sind, die hinterletzte Compliance-Tante eines jeden Brokers erkennen muss, dass der Handel von POLY wieder zugelassen werden muss.


    urai

    Wenn das so kommen sollte, wäre das natürlich prima und ein klares Zeichen gegen vielfach behauptete russische Willkür:


    https://www.teletrader.com/rus…57611333?ts=1648888251992

    Ist für Polymetal International absolut irrelevant. POLY gilt im Sinne der britischen Börsen-Regulation als britisches Unternehmen. POLY wird in GB und USA und selbst der ADR in Deutschland gehandelt. Probleme macht einzig der (nicht bekannte) Broker zwischen einer DACH-Bank und der Börse in London.


    Bei der neuen Regelung in Russland geht es um russische Unternehmen, welche an der MOEX in Moskau primärkotiert sind. An den Auslandsbörsen konnte nur indirekt mittels dem ADR/GDR Programm investiert werden.


    Der Handel dieser ADR/GDR von russischen Unternehmen wurde sanktioniert resp. verboten. Neu sollten die ADR/GDR-Halter Originalaktien erhalten. Diese sind jedoch nur an der MOEX kotiert; ein Handel mit einem USA/Europa Broker resp. einer Bank ist absolut unmöglich, da auch sanktioniert.


    Das ist ja gerade der Irrsinn der westlichen Sanktions-Hysterie: Die Verbote treffen hier nicht Russland, sondern private Investoren im Werte-Westen, welche auf einen Schlag enteignet wurden - ohne irgendeine Wirkung auf den Ukraine-Konflikt - Kollateralschaden nennt man das.


    urai

    Hier ist Putins Rede, dass Gas per Dekret ab morgen nur noch in Rubel bezahlt werden muss.


    (Deutsche Übersetzung auf Phoenix)


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    Bei den Sanktionen des Westen gegen Russland ist das Einfrieren der Vermögen in USD und Euro und weiteren Devisen ein ganz zentraler Bestandteil. Russland soll sein Devisen-Vermögen nicht zur Finanzierung seines widerrechtlichen Angriffskrieges gegen die Ukraine verwenden können.


    Es stellte sich immer wieder die Frage: Warum verhängt der Westen kein Energie-Embargo gegen Russland. Denn mit den Devisen aus den Gaslieferungen kann der Krieg finanziert werden. Wahrscheinlich ist das eben nicht so! Denn auch die Verfügbarkeit der Devisen aus Gaslieferungen wurde vom Westen zum Nachteil von Russland sanktioniert.


    Einfach ausgedrückt: Russland liefert Gas gemäss den Langfrist-Verträgen - erhält dafür vor allem Euros - und kann diese nicht verwenden, da auch die laufenden Zahlungen sofort eingefroren werden.


    Jetzt kommet von Putin/Russland das auf den ersten Blick nicht durchschaubare "Rubel-Theater". Reaktion des Westens: Wir halten die Verträge ein und bezahlen wie vorgesehen weiter in Euro evtl.$.


    Was macht Russland:
    Das Original-Statement vom 31.3.2022 von Putin ist sehr aufschlussreich. Man muss sich nicht die ganzen 15 Minuten antun. Die ersten 3 Minuten reichen.


    Ich habe den künftigen Modus Operandi für die Lieferung und Bezahlung von Gas wie folgt verstanden:


    - Die Zahlungen erfolgen durch den Westen vertragsgemäss mit Euros resp. $ auf ein Konto der nicht sanktionierten Gazprombank.


    - Die Gazprombank eröffnet im Namen des Gaskunden ein Rubel-Konto.


    - Nach Eingang der Zahlungen werden die Euros/Dollars direkt in Rubel gewechselt und auf dem Rubel-Konto gut geschrieben.


    - Der direkte Umweg über die sanktionierte russische Zentralbank wird so umgangen. Die russische Zentralbank ist insofern beteiligt, als sie den Rubelkurs - zudem umgetauscht wird - umgangen wird.



    Meine Erkenntnis
    Bis anhin konnte Russland nicht über die Bezahlung der Gaslieferungen verfügen. Grund: Sanktionierung der Zentralbank. Mit diesem neuen Modus Operandi erfolgt ein automatischer Umtausch der Euros/Dollars in Rubel im Namen der (europäischen) Gasempfänger. Damit werden die Sanktionen unterlaufen.


    Dies bedeutet:
    Falls Europa die Sanktionen (vollständig) aufrecht erhalten will und Gaslieferungen nicht den Krieg finanzieren sollen, bleibt fast keine Möglichkeit mehr, als die Gaslieferungen selber zu stoppen - mit allen Konsequenzen - und dem Problem, das ihren eigenen Bürgern erklären zu müssen.


    urai