Beiträge von urai

    Kinross announces sale of Russian assets
    https://s2.q4cdn.com/496390694…ase-Russia-sale-Final.pdf


    Kinross Gold Corporation announced today that it has entered into a definitive agreement with the Highland Gold Mining group to sell 100% of its Russian assets for total consideration of $680 million in cash.



    Da stellt sich doch die Frage, wie dieser Verkaufspreis in Relation zu Polymetal International zu bewerten ist.



    Kinross hat in Russland folgende Assets (grob):


    1. Kupol mine (produzierend, auslaufend)


    2021: 481koz Au, 2022: 350koz Au, LoM bis 2025 (noch 4 Jahre), Reserves 1.2moz



    2. Udinsk project in Khabarovsk Krai (FS in Bearbeitung per 2022)


    4.2moz Resources, resp. 2moz Resrves, Produktionsbeginn 2025, 7 Jahre, knapp 300koz p.a.



    Polymetal International
    Basis: In 2021, Kazakhstan operations generated 43% of the Group’s Adjusted EBITDA and 48% of its net earnings. Kazakhstan operations represent 40% (12 Moz) of Polymetal’s gold equivalent reserves.


    Dies bedeutet rund 18moz Reserves ohne Explorationpotenzial. Ohne POX2.


    Grob gerechnet hat POLY bei Reserves mindestens Faktor 6, resp. 4 Mrd $ oder 3 Mrd £.


    Bei 474m Aktien: Mindestens 6£ für die Russland Assets. Mit den Kasachstan Assets rund 10£.



    Klar, es bräuchte einen Käufer mit entsprechendem Potenzial. Neben Polyus könnte das auch Norilsk sein.


    urai
    P.S. Alles nur grob beurteilt; Kinross hat einen guten Preis erhalten!

    das würde auch auf alle institute(inklisive blackrock) zutreffen, sollten die gdr/adr in orginale getauscht werden.
    bg bh

    Ja, aber Institutionelle könnten eher entweder direkt an der MOEX handeln oder haben einen Broker in Russland. Das Problem für DACHler ist, dass die DACH-Banken keinen Broker an der MOEX beauftragen werden. um zu kaufen/verkaufen, da sanktioniert.


    Aber wir sind uns schon einig: Trifft für Polymetal International nicht zu. Dort ist das Problem einzig beim von den DACH-Banken beauftragten Broker für London. Private Anleger welche ihren Account direkt bei einem (anderen) Broker haben, können in London POLY problemlos kaufen und verkaufen - viele Millionen Aktien jeden Handelstag.


    urai

    Aber nicht über den Broker flatex, hier kann ich weder kaufen noch verkaufen. Ich müsste mir einen neuen Broker suchen, über den ich die Aktien nach einer Übertragung in das neue Depot notfalls verkaufen kann.

    Genau @Barkmann


    Aber @rosab2000 hat recht: Per dato kein Totalverlust. Und dazu: fast die Hälfte der Assets sind in Kasachstan.


    Ich bin überzeugt, wenn der Krieg beendet ist - mindestens Waffenstillstand - und keine neuen Sanktionen mehr zu erwarten sind, die hinterletzte Compliance-Tante eines jeden Brokers erkennen muss, dass der Handel von POLY wieder zugelassen werden muss.


    urai

    Wenn das so kommen sollte, wäre das natürlich prima und ein klares Zeichen gegen vielfach behauptete russische Willkür:


    https://www.teletrader.com/rus…57611333?ts=1648888251992

    Ist für Polymetal International absolut irrelevant. POLY gilt im Sinne der britischen Börsen-Regulation als britisches Unternehmen. POLY wird in GB und USA und selbst der ADR in Deutschland gehandelt. Probleme macht einzig der (nicht bekannte) Broker zwischen einer DACH-Bank und der Börse in London.


    Bei der neuen Regelung in Russland geht es um russische Unternehmen, welche an der MOEX in Moskau primärkotiert sind. An den Auslandsbörsen konnte nur indirekt mittels dem ADR/GDR Programm investiert werden.


    Der Handel dieser ADR/GDR von russischen Unternehmen wurde sanktioniert resp. verboten. Neu sollten die ADR/GDR-Halter Originalaktien erhalten. Diese sind jedoch nur an der MOEX kotiert; ein Handel mit einem USA/Europa Broker resp. einer Bank ist absolut unmöglich, da auch sanktioniert.


    Das ist ja gerade der Irrsinn der westlichen Sanktions-Hysterie: Die Verbote treffen hier nicht Russland, sondern private Investoren im Werte-Westen, welche auf einen Schlag enteignet wurden - ohne irgendeine Wirkung auf den Ukraine-Konflikt - Kollateralschaden nennt man das.


    urai

    Hier noch die RNS von heute:


    Response to media speculation


    https://polymetalinternational.com/en/investors-and-media/news/press-releases/29-03-2022/?month=&q=&year=2022¤t=1


    Das ist genau der Sachverhalt, welcher ich vor ein paar Tagen bei IR von POLY nachgefragt habe. Persönlich hoffe ich natürlich, dass der Konzern mit seinen Assets integral zusammen bleibt. Aber wenn es nicht anders geht - vor allem wegen den hyper-betroffenen Sanktions-Kriegs-Gurgelinnen - dann besser eine Lösung mit Aufspaltung.


    urai

    • international stocks will only be available for negotiated trades/negotiated trades with the CCP from 9:50-19:00, except for ten international securities in the MOEX Russia Index,
    • other instruments of the Equity Market will not be traded.


    Bei internationalen Aktien sind grundsätzlich nur "verhandelte" Trades zugelassen. Ausgenommen jene 10 internationale Aktien welche im MOEX Russia Index aufgenommen sind. Polymetal International ist im Index enthalten und der Handel erfolgt zwischen 09:00 und 12:40 MESZ.


    https://fs.moex.com/f/16306/spisok-2803.csv

    Sorry Leute, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Das "except/ausgenommen" bezieht sich nur auf die Internationalen Aktien. Daher am Montag, 28.3.2022 kein Handel mit Polymetal International. Ist natürlich immer noch sehr positiv. Das wichtigste ist, dass Polymetal International als "britische Aktie" qualifiziert bleibt.


    urai

    Morgen Montag, 28.3.2022 wird der Handel an der MOEX in Moskau wieder aufgenommen.


    https://www.moex.com/n45650/?nt=200


    Bezüglich dem Handel von Aktien (Equities) gilt Folgendes:
    Equity Market:

    • all Russian stocks will be available for trading in the Main Trading Mode (central order book) (9:50-10:00 opening auction, 10:00-13:40 trading period, 13:40-13:50 closing auction) from 9:50-13:50 Moscow time, and for negotiated trades/negotiated trades with the CCP from 9:50-14:00; short sales are not allowed,
    • international stocks will only be available for negotiated trades/negotiated trades with the CCP from 9:50-19:00, except for ten international securities in the MOEX Russia Index,
    • other instruments of the Equity Market will not be traded.


    Bei internationalen Aktien sind grundsätzlich nur "verhandelte" Trades zugelassen. Ausgenommen jene 10 internationale Aktien welche im MOEX Russia Index aufgenommen sind. Polymetal International ist im Index enthalten und der Handel erfolgt zwischen 09:00 und 12:40 MESZ.


    https://fs.moex.com/f/16306/spisok-2803.csv



    Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass der russische Staat mit seinem 10 Mrd.$ Programm POLY stützen wird. Ist aber sehr gut; das sollte selbst die Truss (britische Aussenministerien und Sanktions-Kriegs-Gurgel) irgendwann begreifen. Wobei der aktuelle nicht-mögliche Handel mit den DACH-Banken hat mit dem Broker zu tun - in voraus eilendem (rechtlich absolut unnötigem) Gehorsam.


    urai

    So weit ich mich erinnere, sind das ja Sanktionen die den Mehrheitseigentümer Abramovic persönlich treffen sollen.

    Roman Abramowitsch hat rein gar nichts mit Polymetal International zu tun. RA ist Grossaktionär bei EVRAZ und er wurde persönlich mit Sanktionen belegt. Der Handel von EVRAZ wurde daher in London eingestellt.


    "Unser" Oligarch ist Alexander Nesis (sein Bruder Vitaly ist CEO von POLY) und dieser hält via ICT eine Beteiligung von rund 11.3% an POLY. ICT Anteil ist 23.9% an POLY; Nesis hält 47.29%. 2. Staatsbürgerschaft ist Malta (EU).


    Wichtig ist, um als britisches Unternehmen zu gelten: mehr als 50% der Anteile müssen frei in London gehandelt werden können. Ganz offensichtlich erfüllt POLY diese Auflage.


    urai

    Allerdings ist die 'richtige' Aktie in London, nach wie vor, nicht handelbar. So wird schon der Eindruck erweckt, daß Polymetal den Sanktionen des Westens unterliegt.

    Nein; das ist falsch.


    An der LSE in London wird POLY mit guten Volumen gehandelt. Aktuell fast 11m Aktien. Korrekt ist, dass gewisse Broker Polymetal International auf der restricted list haben und einen Auftrag nicht ausführen. Dies sind vor allem Broker, welche von DACH-Banken beauftragt werden. Irgendeine Compliance-Tante des Brokers macht da Probleme. Wegen Datenschutz kommt man nicht an diese(n) Broker heran.


    Nochmals: es hat nichts mit der Börse zu tun. In den USA wird die POYYF (OTC) auch eifrig gehandelt, bis jetzt schon fast 1m Aktien.


    urai

    Bedeutet dies, daß Polymetal letztlich nicht als russisches (Staats)Unternehmen klassifiziert worden ist?

    Ja. Per dato gilt Polymetal International als ein britisches Unternehmen. POLY ist auch nicht aus dem "Staat" Russland hervor gegangen wie bspw. Polyus. Und nicht vergessen: Über 40% ist Kasachstan. Die Flagship Mine Kyzyl ist in KAZ.
    urai

    Riccardo Orcel ist neu (21.3.2022) Chairman von Polymetal International:


    https://polymetalinternational.com/en/investors-and-media/news/press-releases/22-03-2022-b/?month=&q=&year=2022¤t=1


    Ich wusste doch, dass der Name "Orcel" nicht ganz unbekannt ist.


    https://thereaderwiki.com/en/Andrea_Orcel


    Riccardo Orcel ist der Bruder von Andrea Orcel, Group CEO UniCredit.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Unicredit


    Da habe ich doch vollstes Vertrauen, dass die Bankbeziehungen in der EU - sofern POLY weiterhin als britisches Unternehmen gilt - eine künftige erfolgreiche Geschäftstätigkeit durch POLY ermöglichen soll. Die beiden Brüder waren in der Vergangenheit auch schon zusammen geschäftlich tätig: 2011 Teil-Börsengang VTB Bank.


    urai

    Jetzt sitzen wir förmlich zwischen den Stühlen mit Polymetal. Denn diese Aktie erfährt keinen morgigen Start - hier sind gerade die "Staatsktien" wieder zu handeln, wie Gazprom und co.. (...) Ferner wurde gemeldet, dass 10 Mrd. zur Unterstützung des Marktes eingeplant wurden.

    Das werte ich als ein sehr positives Zeichen. Polymetal International ist KEINE russische Staatsaktie und wird nicht mit den 10Mrd.$ unterstützt. Jetzt sollte dann die hinterletzte hyper-betroffene Compliance-/Governance-Tante gemerkt haben, dass Polymetall International keine Putin-Aktie ist. Das ganze Theater bezügliche eingeschränkter Handelbarkeit durch hyper-vorsichtige Broker könnte jetzt wirklich wieder beendet werden.


    Polymetal International hat ganz einfach Assets in Russland. POLY ist nicht darauf angewiesen, dass der Werte-Westen das geförderte Gold abkauft. Mit China und Indien gibt es noch 3 Mrd. viel Gold-affinere Menschen. Dann sollte sich die Bewertung auch wieder nach oben relativieren. Mindestens so plus/minus 5£ - vorerst.


    urai

    Leute, das ist hochinteressant:

    Polymetal kaufte von Rosgeo eine Beteiligung am polymetallischen Projekt Novopetrovskoye


    https://www.interfax.ru/business/830052



    Polymetal besitzt seit 2020 75% am Projekt. Am 24 Januar 2022 gab POLY die JORC-Ressourcenschätzung von 2.4m AuEq bekannt. Mehr als ein Drittel Kupfer.
    https://polymetalinternational.com/en/investors-and-media/news/press-releases/24-01-2022/?month=&q=&year=2022¤t=1


    POLY hat 7 Jahre Zeit, um die restlichen 25% zu kaufen. Jetzt stellt sich die Frage nach dem "warum jetzt"!


    Hier ist die wahrscheinliche Antwort:
    https://rosgeo.com/en/about/

    RosGeo is a fully state-owned company.


    RosGeo ist ein 100% staatliches Explorationsunternehmen in Russland. Ganz offensichtlich will Polymetal International alle Verbindungen von JV/Assets mit dem Staat Russland (Putin) trennen. Denn es geht darum, dass Polymetal International von der britischen Regierung als britisches Unternehmen klassifiziert wird.


    urai

    @urai: Du hast ja bereits einen Kontakt zu Polymetal aufgebaut. Gibt es schon irgendwelche neuen Infos?
    Geprüft wird ja auch eine Abspaltung der russischen Assets, was ich aktuell jedoch nicht mehr für so sinnvoll halte, nachdem die Eigentumsrechte in Russland nicht gefährdet sind.

    Da gibt es nicht so schnell Infos. Denn aktuell wir dieser Case (erst) geprüft. Die Umsetzung selber, falls das so entschieden werden sollte, dürfte dann viele Monate dauern. Aktuell gehe ich nicht davon aus. Auch die heutige RNS mit den neuen Directors ist sehr positiv. Alles Fachleute mit Renommee.


    https://polymetalinternational.com/en/investors-and-media/news/press-releases/18-03-2022/?month=&q=&year=2022¤t=1


    urai

    aber man kann die Aktie doch nicht mehr kaufen oder sehe ich das falsch ?

    Ja, mindestens per letzten Freitag konnte Polymetal in London und den USA gekauft und verkauft werden. Das Problem liegt daher nicht bei der Börse. Sondern das Problem dürfte irgend eine super-emotional-betroffene Compliance Tante beim Brocker sein. Auch meine Bank handelt nicht direkt in London - sondern über so einen durch den Datenschutz geschützten Brocker.


    Wichtig für Investierte sind zwei Voraussetzungen:
    - keine Sperrung im Bank-Depot
    - kein De-Listing an der Börse in London.
    Solange diese beiden Voraussetzungen gegeben sind, ist alles noch im (hell)grünen Bereich.


    Kauf/Verkauf hängt halt vom Broker ab.


    urai

    Von der aktuellen Sanktionsorgie gegen Russland sind je länger je mehr integere westliche Anleger betroffen. Das ist absolut einmalig in der Geschichte bezüglich Tempo und Umfang. Indiziert mutmasslich von einer Politik-Kaste, welche entfernt vom realen Leben in irgend schöngeistigen, wertschätzenden Zirkeln verkehrt, in idealistischen weltfremden Vorstellungen behaftet ist und natürlich perfekt und umfassend durch den Staat (Steuerzahler) abgesichert.

    Aber jetzt zu Polymetal International. Extrem hart getroffen. Schlusskurs London 1.8£; aber der ADR an der Nasdaq schloss am Freitag auf 5.69$ (4.2£).


    https://www.marketwatch.com/investing/stock/aucoy



    Die ganz zentrale Frage stellt sich bei Polymetal, ob das Unternehmen als "Britisches" von der Börse London anerkannt ist oder nicht - unter Berücksichtigung der Sanktionen. Für Polyus beispielsweise mit dem GDR in$ trifft das nicht zu. Aber eben für Polymetal doch: Über 50% der Aktionäre müssen dafür ihre Aktien über London gekauft haben.


    https://www.theguardian.com/bu…th-strong-links-to-russia


    "Companies that are incorporated in the UK with a primary listing in London – or those incorporated elsewhere that adhere to the UK corporate governance and takeover codes and have more than 50% of their shares traded freely in the UK capital – are also continuing to trade.

    (...)and the precious metals mining group Polymetal meet LSE criteria for being assigned “UK nationality” for trading purposes." (...)



    Gehen wir einmal vom Worst Case aus: Verstaatlichung der Assets in Russland. Dieses Szenario stufe ich allerdings für Polymetal International als nicht sehr hoch ein, da Russland wahrscheinlich seine internationalen handelsvertraglichen Verpflichtungen nachkommen dürfte. Aber dennoch, bleiben würden die Assets in Kasachstan.


    Ich habe dazu einmal den NPV auf 10 Jahre mit einer Ab-Diskontierung von 10% gerechnet.

    Folgende Parameter:


    Operating Profit: 549m$


    Anteil Net Profit: 75%


    Net Profit: 400m$.


    Asset in Kasachstan (v.a. Processing plant 900m$)


    Zusammen mit den Asset gibt es einen NPV von 3.5 Mrd.$.


    Minus Net Debt: 1.6 Mrd$.


    Net-NPV: 1.9 Mrd.$. 456m Aktien. 4.2$ resp. 3.1GBP.



    Ich bleibe daher dabei: Plus/Minus 3 GBP ist Polymetal International ein Kauf.



    urai

    Zur Dividende: Korrekt, es ist im Konjunktiv geschrieben. Hier und jetzt ist die Dividende noch offen. Massgebend sind die Ausführungen im vollständigen NR vom 2. März 2022. Speziell zu beachten sind die Seiten 33 und 41.


    https://www.polymetalinternati…ry_results_FY2021_eng.pdf


    Dort sind drei mögliche Entwicklungsszenarien in Form einer Eventualplanung abgehandelt. Dabei sind bei allen Szenarien als mögliche Massnahmen die Streichung oder Kürzung der 2021er Schluss-Dividende vorgesehen. Realistischer weise muss man davon ausgehen: Kürzung oder Streichung. Die Polit-Menschinnen planen weitere Sanktionen, ist fast schon manisch ...



    urai
    P.S. Seite 44 hat das Segments-Ergebnis. Kasachstan ca. 1/3.
    P.P.S. Es ist ein Wahnsinn, wie der Westen mutwillig seine Zukunft aufs Spiel setzt.
    P.P.P.S. Wenn ich schon dabei bin: Absolut verlogene Politik durch die Ampel. Weiterhin Russland-Gas beziehen, mit Devisen bezahlen und dann herumheulen, dass der Konflikt weitergeht. Ist schon klar: Ohne Russengas wären soziale Konflikte vorprogrammiert.

    Es ist eine Schande, wie von der Politik in no-Time Assets von integeren westlichen Investoren mutmasslich vernichtet werden. Ich habe heute um 14:11 Investor Relations Polymetal International angeschrieben.


    Es ging mir darum zu klären, ob Polymetal International - im Rahmen einer erweiterten Eventualplanung und zum Schutz des Unternehmens und der westlichen Aktionäre - allenfalls eine Aufspaltung des Unternehmens prüft. Wie vor kurzer Zeit EVRAZ. Russische Assets in ein Unternehmen mit Kotierung an der Börse in Moskau. Wäre für uns wahrscheinlich verloren. Assets in Kasachstan in ein Unternehmen, welches in London kotiert sein würde. Damit würden wir wenigstens die Top-Mine Kyzyl behalten.


    Um 17:14 Uhr kam die Antwort, hier auszugsweise copy/paste:


    Yes, I can confirm that the Board at its meeting on the 1st March has instructed the management to come up with a plan how to protect the business and salvage value in case of corporate restructuring. I know EVR precedent very well. It took them almost a year to execute that restructuring, and that was during peace and the world functioned normally. Still, the task is in front of us, set by the Board, and we’ve engaged our advisors, legal counsel and other relevant parties to explore this opportunity. We will perform this analysis and will report it to the Board as soon as we can.


    Ja, ich kann bestätigen, dass das Board in seiner Sitzung am 1. März die Geschäftsführung beauftragt hat, einen Plan zum Schutz des Unternehmens und zur Wertsteigerung im Falle einer Unternehmensumstrukturierung auszuarbeiten. Ich kenne den Präzedenzfall EVR sehr gut. Sie haben fast ein Jahr gebraucht, um diese Umstrukturierung durchzuführen, und das war in einer Zeit, in der Frieden herrschte und die Welt normal funktionierte. Dennoch liegt die Aufgabe vor uns, die uns das Board gestellt hat, [i]und wir haben unsere Berater, Rechtsbeistände und andere relevante Parteien beauftragt, diese Möglichkeit zu untersuchen. Wir werden diese Analyse durchführen und dem Verwaltungsrat so bald wie möglich Bericht erstatten.[/i]


    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


    urai

    Also Leute, ich habe jetzt versucht, in einem längeren Telefonat den Sachverhalt zu klären. Nicht ganz einfach. Einerseits geht es um den Handel (Kauf/Verkauf) und andererseits um den Transfer von Dividenden.


    Folgende Organe sind dabei betroffen:


    - Depot-Bank mit Konto


    - Broker


    - Börse London


    - Sammelverwahrungsstelle, in meinen Fall SIX Group.



    Der Prozess ist daher (mutmasslich) wie folgt:


    Kaufkauftrag POLY:


    >Bank wo persönliches Depot geführt wird > Broker > Börse London > elektronische Einbuchung SIX Group > Depot Käufer bei Bank.



    Dividendenzahlung:


    > Bank von POLY > Info bei SIX Group wohin > Konto bei Depotbank.



    Bezüglich Kaufen/Verkaufen blockiert aktuell der Broker:
    Dort wird wahrscheinlich irgendeine ängstliche hyper-emotional-betroffene "Governance-Tante" hocken, welche es jetzt den "Kriegswinnlern" einmal zeigen möchte. Das Problem: Wegen Datenschutz wird der Broker nicht bekanntgegeben. Also kann diese "Tante" machen was sie will; sie ist maximal geschützt.



    Bezüglich Zahlung einer Dividende:
    Die Zahlung führt nicht über den Broker sondern direkt von der POLY-Bank via SIX Group (Information wer die Aktie hält) zum Konto der Depotbank. Daher sollte die Dividendenzahlung von 0.52$ im Mai mit Ex-Datum 5.5.2022, erfolgen. Leider dauert das noch viele Wochen; und da könnte sogar der 3. Weltkrieg ausbrechen. Dann wäre die Dividendenzahlung vernachlässigbar. Hoffen wir nicht. Aber mit den immer emotionaleren Wort-Kreationen unserer Menschinnen in der Politik, weiss man wirklich nicht wo das hinführt (analog häusliche Gewalt, absolut zu verurteilen, kommt jedoch häufig vor) ...




    Unser "Oligarch" bei Polymetall Alexander Nesis erscheint nirgends auf einer Sanktionsliste. Auch ist Polymetal kein ehemaliger Staatskonzern und ist auf keiner Sanktionsliste. 1/3 der Assets sind in Kasachstan. Es ist eine Company unter EU-Recht. Es handelt sich um Originalaktien, welche in London primärkotiert sind - und keine hybriden GDR/ADR Produkte, wie bspw. bei Polyus.


    Solange die Aktie im Depot erscheint, sollte alles i.O. sein. Denn falls die Aktie gesperrt werden sollte, würde das via SIX Group zur Depotbank laufen. Wie beispielsweise aktuell in Moskau gekaufte Aktien. Dort können Ausländer keine Aktien mehr verkaufen; sollte die Börse wieder geöffnet sein.



    Dies alles unverbindlich und von jemandem, der wirklich nicht vom "Fach" ist.


    urai