Ist ja in wilder Ritt welcher Max Resource an den Tag legt. An und für sich ist der Investment Case von Max Resource mit seinem CESAR-Projekt ganz einfach: Kupferschiefer-Flözstrukturen polnish-style wie bei KGHM in Polen.
Da stellen sich zwei/drei Fragen:
1. Trifft es zu?
2. Falls ja, welche Ausdehnung
3. Evtl. welche Grades
Allein die Tatsache, dass es sich um eine horizontale Ausdehnung handelt bedeutet: Es braucht viel Zeit (evtl. Jahr) für die Entwicklung. Als langfristige Zielsetzung könnte ein neuer Minenkomplex bei CESAR entstehen. Der Abbau könnte über Generationen! erfolgen Zuerst müssen jedoch die entsprechenden Claims gesichert werden. Ist dort ein Flickenteppich, welcher sich über die vergangenen Jahre gebildet hatte. Max Resource mit Brett Mattich (dürfte dafür der richtige Mann sein) ist sehr erfolgreich unterwegs - aber auch das dauert.
Und da dies dauert, ist Max Resource in der komfortablen Lage, dass es sich bei CESAR auch noch - neben den Kupferschiefer-Flözstrukturen - um andere profitabel abbaubare Mineralisierungen handeln könnte.
Gemäss winni2 (Hochschulstudium und Erfahrung Mineralogie-Chemie aus dem w:o-Forum: "Caesar hat zudem zusätzlich die ganz anders mineralisierten hochgradig metallisierten grossen Projektgebieten mit den vulkanisch-plutonischen KS-Misch-Erzstrukturen an der Oberfläche und den noch unerforschten , vermutlich von hochgradig multimetallischen Überraschungen geprägten vulkanischen Intrusionsstrukturen in der Tiefe , wie bei URU und CONEJO"
Gut möglich, dass auf dem Weg zum Abbau der Kupferschiefer-Flözstrukturen zuerst eine mid-scale Mine bei URU und/oder CONJEO gebaut werden kann/wird. Mit dem FCF könnte dann die weitere Entwicklung zu einem Weltklasse Minenkomplex erfolgen.
Das sind die fundamentalen Fakten. Jetzt zum Aktienkurs! Ich würde sagen, nach der Tax-loss-Season und der Einlösung der Millionen billigen Warrants ist der Kurs richtig durchgestartet. Dazu brauchte es jedoch noch zwei andere Faktoren: 1. Einstieg von Endeavour Silver mit Bradford Cooke und Aufnahme/Erwähnung in Börsenbriefen, u.a. Goldherz und Maven. Selbstverständlich gab das dem Kurs Schub und es gab einen Kaufdruck.
Und logisch ist, dass dann während des Trips der eine oder andere Gewinne realisiert. Goldherz beispielsweise muss seine Premium-Mitglieder auch bei Laune halten - und das heisst eben nicht, dass Aktien zu 100% gehalten werden. Sondern es braucht wieder Cash für seine wöchentlich neuen Investmentideen. So funktioniert der Business-Case von bspw. Goldherz.
Ich vertrete auch die Auffassung - wie viele andere auch - wenn eine Aktie als Folge externer Einflüsse (nicht fundamental neue Fakten) bspw. Erwähnung in Börsenbriefen, ist es nie falsch, seinen Einsatz herauszunehmen. Falls noch ein Gewinn realisiert werden kann, umso besser und gibt ein "gutes Gefühl". Dieses "gute Gefühl" ist nicht zu unterschätzen, es gibt genügend negative, unerklärliche Überraschungen im High-Risk Segment "Miner".
Zudem werden per Juli die knapp 30m Aktien aus der KE zu 0.26 frei gegeben. Gibt dann noch knapp 15m Warrants zu 0.36 CAD, Laufzeit bis Frühling 2024. Als Trader muss man das im Auge behalten; als Investor wird das nur eine Episode auf dem Weg nach oben sein.
Fazit
Denn: im Projekt CESAR und in der fundamentalen Bewertung sehe ich per dato keine Red Flags. Die Jurisdiktion von Kolumbien stimmt (Fraser 2021 Rang 29 von 84, im Vergleich 2019 Rang 56 von 76). Die beantragten Mining License wurden bisher genehmigt. Das Projekt konnte von der Governance her mit dem Einstieg von Bradford Cooke (EDV/EXK) weiter derisked werden. Der verantwortliche Geologe Piotr Lutynski versteht die Flözstrukturen perfekt. Die Verbindung via Universität Krakau zu KGHM steht. Bzgl. Corporate Governance kann ich nicht im Ansatz eine Bereicherung erkennen.
Und (als Wiederholung) die Investment Idee:
Kupferschiefer-Flözstrukuren sind weltweit sehr selten - und falls zutreffend - hochprofitabel - über Generationen.
urai