Der Virchowbund begründete den Vorschlag mit wirtschaftlichen Erwägungen. Arztpraxen stünden durch hohe Energiepreissteigerungen und Inflation »unter enormem Kostendruck«, müssten auf der anderen Seite aber zugleich gegen »ein budgetiertes Finanzierungssystem und die Streichung von Geldern« kämpfen.
Und dann rennen alle zur Klinik in die Notaufnahme, die bereits jetzt aus allen Nähten platzt.
Wer das beim Virchowbund vorschlägt, hat keine Ahnung vom wahren Leben !
"Dat Ende ist naaah". Des Sozialstaates, der billigen medizinischen Versorgung. Wer IGEL schlecht fand, soll sich warm anziehen. Wer zum Arzt will, muss zahlen, soviel, bis der Arzt motiviert ist, ihm zuzuhören.
Es gibt Alternativen, im (Ost)Ausland. Das wiederum nicht für jeden. Flexibilität zahlt auch hier sich aus. Ich war im Osten Europas beim Arzt, privat. Habe die Rechnung bei der TK eingereicht und den Betrag abzüglich 5% (max 25€) erstattet bekommen. Gut, eine Herztransplantation würde ich dort nicht machen, aber die braucht man selten
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Übrigens, ein Ostblock Tipp an die Wessis. Pralinen für die Sprechstundenhilfe bringen deutlich mehr als Beschimpfungen und beharren auf sein Recht. Sie sind auch nur Menschen. Meine Frau bekommt einen Termin nach Wunsch, nicht selten vor den Privaten. Die Kosten für die Süßigkeiten sind deutlich niedriger als die einer Zusatzversicherung.
Ab und zu auch mal ein IGEL kaufen und mit dem Arzt über die ungerechte Behandlung seiner Gottheit (in weiß) durch die Kasse jammern, sorgt für Aufmerksamkeit, die fast immer "zurückerstattet" wird.
Das reizen des Belohnungssystems funktioniert bei jedem, auch bei Akademikern.
Trotz aller Lippenbekenntnisse ist die Zerstörung der klassischen Arztpraxen mit alleinigen Betreibern doch seit Jahren ein erklärtes Ziel des Systems.
Man will Polykliniken oder zumindest Ärztehäuser. Um Kosteneffizienz alleine kann es nicht gehen, bei den mickrigen Budgets die ein normaler Hausarzt von den gesetzlichen Kassen pro Patient und Quartal bekommt.
Ich denke, es geht auch hier um Kontrolle.
Kontrolle ist nicht hinter jeden Baum. Der Sack ist einfach leer. Daran waren auch die Ärzte beteiligt. Medizinische Versorgung ist allerdings nicht kostenlos. Wer bereit ist 20€ daraufzulegen, bekommt eine private Sprechstunde.
Da man wahrscheinlich nur 2 bis 3 Mal im Jahr das braucht, ist es einfach lächerlich. Man kauft sich ein Elektroauto, reist nach Bali, aber wehe, der Arzt will eine gerechte Bezahlung. Das ist nicht mehr drin. Man zahlt ja die Versicherung. Tja, blöd gelaufen. Alle machen mit, bis der Sack leer ist. Es ist soweit und es wird immer schlimmer.
Also schnell die Hüfte, das Knie etc operieren, bis es ohne Zuzahlung geht.
FIAT Money lässt grüßen. Wo sind bloß die Befürworter geblieben, die noch vor einigen Jahren getönt haben, wie gut das System doch ist, denn es läuft ja sooo lange schon und es wird 1000 Jahre halten.