Ah ja, "Vitamin D einnehmen".
Die in südlicheren Gefilden lassen die Sonne das Betanken indirekt erledigen. Ist aber ein wenig komplizierter als einfach tanken. Das Prävitamin 7-Dehydrocholesterol wird vom Körper selber gemacht, durch Einstrahlung der energiereichen UV-B-Bestrahlung gibt's dann via Photochemie über Umwege das Prävitamin D3, welches dann zum "Vitamin" D umgewandelt wird. Das wird in wieder anderer Form in der Leber gespeichert, welches dann letztlich von der Niere abgerufen wird und in das wirklich benötigte Calcitriol umgewandelt wird.
Stichworte: Leber und Niere. Haltet euch mit Saufen zurück und schützt euch beim Motorradfahren, sonst funktioniert das alles nur eingeschränkt.
In Nord- und bedingt auch in Mittel-Europa ist die Sonneneinstrahlung aber nicht optimal, denn es braucht einen bestimmten Sonnenwinkel (einige Quellen nennen einen Sonnenwinkel von 45°, da ist aber viel (quasi-)esoterisches Material dabei). Das ist aber kein Ein/Aus-Schalter: Es funktioniert auch bei einem niedrigeren Winkel, nur nicht hocheffizient (in Nord-DE funktioniert's im Winter aber gar nicht).
Die Synthesefähigkeit hängt übrigens auch vom Hauttyp ab: Je nach Hauttyp muss man unterschiedlich lang in die Sonne: Typ I (die rot- und blondhaarigen Kelten) 10 Min./Tag; Typ VI (die Schwarzen) 2 Stunden. Mach doppelt so lange bei niedrigem Sonnenstand!
Ausserdem muss man auch berücksichtigen, dass die Fähigkeit zur endogenen Synthese von D3 mit dem Alter um bis auf die Hälfte abnimmt. Also auch hier: (nochmal) verdoppeln!
Und nein: Solarien reichen nicht. Dort kauft man UV-A und letztlich alternde Haut.
Fazit: wenn die Sonne scheint, T-Shirt an und raus, und wenn's nur die Südterrasse ist. (Hinter Glas passiert nix.)
Und keine Sonnenschutzmittel verwenden: wenn's zu heiss wird, geht man wieder rein (oder in der Gartenwirtschaft der Schenke unter einen Lindenbaum).
Im Winter: Esst Aal, Hering, Makrele, wer mag auch Innereien, und auch Käse, Milch, Margarine.