Platin-Minen droht das Ende ?
Platin handelt z.T unterhalb der Produktionskosten, und konnte nur durch die hohen Gewinne beim Palladium subventioniert werden. Reine Platinminen dürften wohl kaum existieren. Doch mit dem Einbruch des Palladiumpreises muß man alle beide EMs mit Gold sofern im Erz enthalten quersubventionieren. Bei einigen Minen ist das nicht möglich und so kommt es jetzt zu den ersten Schließungen. Was lernt man daraus:
1. Bei manchen Rohstoffen verdient man nur wenn man sie physisch hält. Über eine Minenbeteiligung zahlt man mehr oder weniger drauf.
2. Platin und Palladium ist generell für mehr als 160 Jahre Material vorhanden, während Gold und Silber nur noch eine statische Reichweite von 20 Jahren haben. Während bei den letztgenannten EM der Preisanstieg sicher ist und schon bald einsetzt, sind Pt und Pd politischen und marktüblichen Schwankungen ausgesetzt und wesentlich unbestimmbarer.
Große Summen werde ich daher nicht in Pt und Pd investieren, für mich eine Spekulation die zufällig klappen kann. Pd- und Pt- Minen meiden , diese Einschätzung bestätigt sich jetzt.
Die Preise der Platinmetalle, die vor allem von den Automobilherstellern zur Emissionsminderung verwendet werden, sind im vergangenen Jahr aufgrund von Sorgen über das weltweite Wirtschaftswachstum erheblich gesunken. Der Palladiumpreis ist in diesem Jahr bisher um fast 40 % eingebrochen, was insbesondere auf die schwache Nachfrage in China zurückzuführen ist, während der Preis für das Primärmetall Platin um 14 % gesunken ist.
Das in Johannesburg ansässige Bergbauunternehmen hat im vergangenen Jahr in Erwartung eines Rückgangs der Palladiumpreise und aufgrund der Auswirkungen der Inflation auf die Kosten die Umstrukturierung seiner von Palladium dominierten US-Geschäfte angekündigt.
Die Umstrukturierung wird voraussichtlich etwa 100 Mitarbeiter von Sibanye-Stillwater und 187 Auftragnehmer betreffen, so Sibanye in einer Erklärung.
"Wir haben entschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Kosten in den PGM-Betrieben in den USA zu senken, um die Nachhaltigkeit dieser langlebigen Betriebe in einer schwierigen Zeit mit niedrigeren PGM-Preisen als erwartet zu gewährleisten", sagte Sibanye-CEO Neal Froneman in der Erklärung.
Es wird erwartet, dass die Umstrukturierung keine wesentlichen Auswirkungen auf die aktuelle Minenproduktion oder den Recyclingbetrieb haben wird, aber sie wird zu deutlich niedrigeren Kosten und Kapital führen, so das Unternehmen.
Letzten Monat kündigte Sibanye Pläne zur Umstrukturierung seiner südafrikanischen PGM-Betriebe an, die vier verlustbringende Schächte zum Ziel haben und zum Verlust von 4.095 Arbeitsplätzen führen könnten.
Der Sibanye-Rivale Impala Platinum IMPJ.J hat ebenfalls damit begonnen, seinen Mitarbeitern in Südafrika freiwillige Stellenstreichungen anzubieten, um die Kosten inmitten der PGM-Preiskrise zu senken.