Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Ist nur die Frage an wen?Oder glaubst du im Ernst, dass die Gehälter auch entsprechend mitsteigen werden?


    Nachfrage wird es geben, nur evtl niemand der es sich noch leisten kann!

    An wen du verkaufst? Der eine braucht einen Goldzahn, der nächste einen Verlobungsring, der Inder eine Aussteuer für die Tochter, der vierte eine Kette, ggf. kaufen auch Zentralbanken und Institutionelle. Auch letztere haben das Problem, dass Fiat relativ gesehen immer schlechter abschneidet.

    Wenn die Unze bei 5.000 steht, dann nur deshalb, wiel die Nachfrage hoch ist, und da solltest du auch problemlos verkaufen können. Bie Palladium (?) war es wohl vor kurzem anders: industrielle Nachfrage hoch, geringes Angebot, hoher Preis, private Nachfrage nahe Null. Die 1-Unzer waren dann kaum loszubekommen, da die Industrie andere Gebinde nachfragt.


    Änderst du deine Asset Allokation alle paar Wochen? Ich nur alle paar Jahrzehnte - die Transaktionskosten sind dann minimiert :D

    Hallo unsicherer,


    willkommen im Forum. Mit dem EM-Invest wider Willen sind wir ja schon zwei, und bei mir ist der Nick Programm!


    Trotzdem nur eine Beimischung, es gibt ja auch noch andere Sachwerte zur Diversifikation und Risikostreuung (wobei ich die Sichtweise, Gold wäre kein Sachwert, sondern das einzig "echte" Geld, da kein Gegenparteirisiko, schon sehr interessant finde). Zumindest bin ich der EZB-Mafia nicht hilflos ausgeliefert, da ist ja schon etwas.


    Grüße
    Schwundgeldfluechter

    Ach, Katze,


    • du verwechselst Gegenpartei-Risiko und Marktrisiko,
    • ignorierst, dass man in Weichwährungsländern mit Hartwährungen stets weiter kam als mit der Landeswährung,
    • vergisst, dass Goldpreise auf Märkten gemacht werden und nicht vom Staat (Marktteilnehmer: 8 Mrd. Menschen, dutzende Zentralbanken, abertausende Institutionelle, ...),
    • leugnest die Existenz und Funktion von Schwarzmärkten (die inoffiziellen Kurse sind stets weit besser als die offiziellen)

    Richtig ist hingegen, dass es keine Garantie dafür gibt, dass EM die Hartgeld-Funktion auch in Zukunft ausfüllen können und dass auch daher bei EM ein gehöriges Marktrisiko vorhanden ist. Nur gibt es halt nicht viele Anlagealternativen, wenn ehemalige Hartwährungen zunehmend zu Schwundgeld-Währungen werden.


    Es hat ja nicht jeder eine Landkommune mit viel Platz, handwerklich-technisches Know-How, den Vollbesitz der geistigen und körperlichen Kräfte sowie eine ungebrochene Arbeitsmotivation auch über das Rentenalter hinaus :rolleyes:

    Dark-End: prima Liste! Ich darf ergänzen:


    Es gibt eine Gruppe von Zeitgenossen, für die Kryptos tatsächlich die beste aller Anlageformen darstellen. Stell dir vor, du bist in einem Land mit wachsweichen Gesetzesbestimmungen, bist in den wilden letzten Jahren sehr am Rande der Legalität zu erheblichem Vermögen gekommen. Da verstecken sich Kryptos einfacher. So gab es da kürzlich einen chinesischen Bürgermeister, bei dem wurden zu Hause mehrere Zentner Gold gefunden, erworben mit Bestechungsgeldern. Todesstrafe!


    Hätte er mal besser in Bitcoin angelegt :whistling:

    Das ist sicher ein weites Feld. Der erste geht mehr oder weniger all-in, der zweite hält sich an die Drei-Speichen-Regel, der dritte ist schon mit 5-10% zufrieden und mag ja trotzdem ingesamt vernünftig aufgestellt sein, der vierte findet sogar soviele sinnvolle und stabile andere Investments, dass er ganz ohne auskommt.

    Bei Münzmessen, die von numismatischen Vereinen organisiert werden, werden oft auch ein paar Fälschungen präsentiert. Kann man sich mal anschauen, sobald Corona das wieder zulässt.


    Die sind auch so nett, sich ein paar mitgebrachte exotische Erbstücke anzusehen.

    schon o.k. woernie, solange mein Schwachsinn "Rein theoretisch" und mit Smiley daherkommt.


    Für mich sind das halt theoretische Argumente, durchaus ein bischen valide, aber diese Argumente treffen auf Fiat noch weit stärker zu. Daher kauf ich immer noch ein bischen EM zu, wenn es dich beruhigt 8)


    P.S. Haben wir heute bundesweit eigentlcih starken Fönwind? :O

    Nu kriegt euch doch bitte alle mal wieder ein.


    Wildkatze hat die Vorteile von EM vor einiger Zeit klar erkannt, aufgrund tatsächlicher oder vermeintlicher Nachteiile sich aber gegen ein nennenswertes Invest entschieden.


    Nun muss er das halt vor dem Hintergrund des aktuellen Kursverlaufes vor sich selbst rechtfertigen.


    Und ich muss ihm ja auch rechtgeben: rein theoretisch könnte es künftig so wie mit Briefmarken oder Telefonkarten weitergehen. Rein theoretisch 8)

    Es ist halt alles relativ. Gold/Silber haben für mich den Charakter von Fremdwährungen, derzeit sogar den von letzten verbliebenen Hartwährungen. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie nirgends unmittelbare gesetzliche Zahlungsmittel sind, was den Vorteil hat, dass sie auch keine Zentralbank jemals außer Kraft setzen kann.


    Wenn ich also als Vorsorge für Grundbedürfnisse die selbstgenutze Immo abbezahlt habe, einen gewissen Vorrat an Nahrung und Getränken eingelagert, Medikamente für einige Monate besorgt, der Kleiderschrank gut bestückt ist und ich ein schönes Aktiendepot habe, und mich dann frage, wohin mit dem verbleibenden Fiat, so kann ich ruhig einen gewissen Anteil an EM halten.


    Aber das ist halt die Sicht eines "Mannes mit abgeschlossener Vermögensbildung" (Harald Schmidt) 8)

    Er schätzt, dass der Unzenpreis wenn es hart auf hart käme, um das 20-fache steigen werde. Die übrigen 95 Prozent des Vermögens, die „verdunsteten“, würden dann durch die 5 Prozent Goldanteil kompensiert. Bocker: „Ihr Kapital wäre zumindest noch vorhanden.

    Man definiere "schützen". Willst du mit deinem Geld einen durchschnittlichen Warenkorb erwerben, oder z.B. zumindest die Möglichkeit haben, eine Immobilie zu kaufen?


    Außerdem kommt es auf die gesamte Vermögensaufteilung an. Diversifikation hat mir noch nie geschadet, und bei Schwundgeld hält man halt einen möglichst hohen Anteil an Sachwerten.

    Wenn es am Kapitalmarkt Neuigkeiten gibt, reagieren in den ersten Minuten die Profis (die mit den min. 3 Bloomberg-Terminals am Schreibtisch), in den nächsten Stunden die Privaten, die sich unterschiedlich informieren, und nach Tagen oder Wochen die Bezieher von Börsenbriefen.


    Wem es denn hilft ... :whistling:

    Ich würde auch gerne eine größere Menge Gold anonym erwerben.


    Ist es denn unter Privatleuten erlaubt, so große Mengen ohne Dokumentation zu kaufen/verkaufen? Gilt diese Dokumentationspflicht nur für professionelle Händler? Kann das jemand definitiv bestätigen?


    Beim Kauf von Privatleuten habe ich zudem auch etwas Bedenken, was die Echtheit des Goldes angeht...

    Privat ist privat, solange du nicht dem stadtbekannten Mafiosi bei der Geldwäsche behilflich bist...


    Problem ist eher: Hebst du eine hohe Summe vom Konto ab oder zahlst sie bar ein, will die Bank wissen, ob Geldwäsche vorliegt und muss nachfragen.


    Habe mir in meinen Anfangszeiten zunächst mal ein paar Belegexemplare an Münzen zugelegt, alle von soliden Händlern. Von langjährigen Foristen hier kaufe ich mittlerweile auch ohne Bedenken. Meine Logik: waeren die nicht solide, waeren sie schon längst aus dem Forum verschwunden.


    Viel Glück! :)