Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Ist ja auch alles nicht so einfach. Mein Krause-Mishler "World Gold Coins" führt in der dritten Auflage mehr als 40.000 Münzen auf (incl. Platin und Palladium), geprägt zwischen 1600 und 1991, und an Silber gibt es wohl noch deutlich mehr.


    Da habe alle Händler zwangsläufig Probleme schon mit der Beschreibung, manchmal auch mit der Preisfindung :D


    Und private Interessenten stehen erstmal wie der Ochs vorm Berg, zumindest bis sie sich für ein überschaubares Teilgebiet entscheiden haben. Aber dann kann es schon sehr nett werden, wenn man genügend Zeit hat und Interesse mitbringt.

    Degussa hat besch... Preise. Im Verkauf und im Ankauf. Da gibt's wesentlich interessantere Geschäftspartner....

    Stimmt in vielen Fällen, aber wie sagt nochmal Nachtwächter: man kann auch in einer Apotheke Schnäppchen machen. In den letzten 12 Monaten hatten sie zumindest bei Handesgold immer mal wieder günstige Angebote, an denen ich einfach nicht vorbeigekommen bin (Belgien, Ungarn und Tunesien aus der LMU, halbe und ganze Sovereigns, mex. und chil. Pesos).


    Also vorbeigekommen bin ich dann schließlich schon, ich konnte am Heimweg 3 Tage nach Vorbestellung verbeilatschen :whistling:

    Hallo 2020 Kango,


    erstmal willkommen im Forum.


    das mit dem "reinen" und somit empfindlichen Gold ist in derTat immer wieder ein Problem. Du solltest nicht anfassen, nicht fallenlassen, es können sich rote Punkte bilden, ...


    Bei Barren ist das weniger ein Problem als bei Münzen, bei den Münzen bei Bullions weniger als bei ausgefallenen Sammlerstücken.


    Ich selber gehe dem aus dem Wege, indem ich mich auf altes 900er und 916er Handelsgold verlegt habe. Kratzer sind schon drinnen, die Münzen sind aber "hart im Nehmen", ich darf anfassen und anhören, es gibt kein Gedöns mit Kapseln, und man kann im Laufe der Zeit durchaus mehrere Dutzend verschiedene Motive spotnah einsammeln (meine Schwerpunkte: Sovereigns, LMU, Dollar).


    Viel Glück beim Hamstern/Sammeln, oder was auch immer.
    Schwundgeldfluechter

    Vor ein paar Monaten hatten wir einen Faden von einem Newbee, der zwei 250g Stücke gekauft hatte, und nun überlegte, in kleinere Stückelungen umzutauschen, um später flexibel zu sein.


    Günstige Angebote sind bei gold.de gelistet, siehe Aufgeldtabelle. Es gilt beileibe nicht immer "je größer umso billiger".

    Ich bin da schon eher bei Meso. Das Soll für Rau- und Feingewicht zu bestimmen, sollte Lieschen Müller dank Google nicht allzu schwerfallen, aber die Echtheit derjenigen Teile, die man noch nicht einmal mit dem Finger berühren darf...


    Lustig: der deutsche 100 Euro hat eine halbe Unze, die Ösis spendieren 16g fein. Ich für meinen Teil warte jetzt erstmal ab, was die Schweizer anbieten. Dann werde ich ganz sicher zugreifen :D :P

    Aha.


    Also was wird denn hierzulande verkauft? Krüger, Mapels, Phillies, alle nicht von hier. Und Gold-Euro, ja. Jedes Jahr ein anderes Motiv (das meine ich mit nicht-Normierung), ca. 200.00 Stück p.a., das reicht für EM-Bugs und besonders Sammler "moderner Numismatik". Lieschen Müller kennt die eher nicht (du schon, klar 8o ). Die "Vögel" und den "Deutschen Wald" gibt es auch noch, auch was für den gleichen Sammlerkreis.


    Und was ist von alledem als Handelgold verwendbar? Gerade mal die Krüger. Die letzten hiesigen waren Willi I und II. Und daher sehe ich uns in einer anderen Situation als die Türkei.

    Wie wichtig Gold in kriselnden Märkten ist, kann man am Beispiel der Türkei gut nachvollziehen.

    Die Türken haben uns einiges voraus (ich beneide sie aber nicht für den ersten Punkt):

    • Jahrzehntelange Erfahrung mit hoher Inflation, über mehrere Generationen hinweg.
    • Daher auch Erfahrung mit der Anlage in Gold.
    • Seit Jahrzehnten werden in der Türkei einige wenige Motive gleichbleibend in verschiedenen Größen als Münzen geprägt (z.B. Atatürk), somit sind Normierung und Bekanntheit gleichermaßen garantiert.
    • Die Münzen sind aus 917er Gold, eignen sich -anders als unser moderner Bullion-Kram - auch als Handelsgold und sind gerade deshalb auch ideal zum Horten geeignet.

    Zum Vergleich: in Deutschland bietet uns Gold.de freudlicherweise einen Überblick über 30.000 EM-Produkte, es gibt also keine Normierung, nur wenige Produkte sind bekannt, und kaum eines davon würde sich als Handelsgold eignen.

    Vor etwa 5-6 Jahren begannen beispielsweise viele Menschen in meinen Umfeld ihr Geld aus anderen Anlagen abzuziehen und in Agrarflächen zu stecken. Die Preisentwicklung für landwirtschaftliche Flächen begannen dann von etwa 2-3 Jahren rasant zu steigen. Heute liegen die Preise für Ackerland und Wald beim 12-15fachen (flächenweise bis zum 20fachen).
    Warum man sich dennoch so verkrampft an Gold klammert erschließt sich mir nicht!Ich habe immer meine Überschüsse, die ich kurzfristig nicht anders unterbringen konnte in EM investiert, aber die Gewinne habe ich weder mit Gold noch mit Aktien gemacht! Und einer Verachtfachung von Gold in den letzten rund 10 Jahren stehen heute Flurgewinne von fast dem Doppelten gegenüber.


    ..und nun könnt ihr die Steine werfen

    Keine Sorge, wir werfen nicht mit Steinen. Als bekennender Nicht-EM-Bug bin ich ja auch in diesem Forum geduldet. :thumbup:


    Noch haben EM bei mir die Blechmedaille (Immo > Aktienfonds > Fiat > EM). Aber ein bisserl Fiat muss ich schon noch umrubeln in "Die-EZB-kann-mich-mal-EM".


    Alles hat halt seine Chancen und Risiken. Stell dir mal vor, deine Äcker würden gebraucht, um eine EU-Bestimmung umzusetzen, nach der Schutzgebiete für ein, hehe, Wildkatzen-Reservat aus der landwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen wären. Als Entschädigung gibt es für dich "Appel und Ei".


    Aber mal im Ernst: Äcker sind für den Ottonormalverbraucher deutlich weiter entfernt vom "investierbaren Umiversum" als EM, wobei letztlich beide eher marginale Gebiete der Kapitalanlage sind (im Vergleich zu Immos, Aktien, Fiat).